Cathi und das Saarlandschwein
Heute ist Cathi Rossmann zum zweiten Mal zu Gast im Podcast. In dieser Folge sprechen wir über ihr aktuelles Training, den letzten Leistungstest, das Trainingslager in Girona und darüber, wie wir uns aktuell auf den Mallorca 312 vorbereiten. Das Hauptthema der Episode ist unsere Vorbereitungstour rund ums Saarland – das „Saarlandschwein“. Diese Trainingsrunde nutzen wir, um unter realistischen Bedingungen zu testen, wie die Ernährungsstrategie für den Mallorca 312 funktioniert und worauf es dabei ankommt. Eine Folge voll mit Einblicken in Training, Planung und Praxis für ein großes Saison-Highlight. Viel Spaß beim Hören!
Transkript
Niclas: Willkommen zum Faster U Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast. Heute ohne Björn und ohne Sebastian, aber dafür wieder mit Kathi Rossmann. Guten, ja doch, guten Abend.
Björn: Hi Niklas.
Niclas: So, Kathi, warum nehmen wir wieder eine Podcast-Folge auf? Was ist denn passiert?
Björn: Ich glaube, es ist einiges passiert, seitdem wir die letzte Folge aufgenommen haben. Wir haben ja jetzt wieder richtig trainiert.
Niclas: Tyrona hat angestanden. Wir haben jetzt mal im Kathi-Rossmann-Style trainiert. Vorher war Niklas Ranker-Style, jetzt war Kathi Rossmann-Style.
Björn: Genau, Tests sind wir gefahren und zum grönenden Abschluss Saarland-Schwein auch als Test für Mallorca 312.
Niclas: Okay, okay. Das heißt, einiges passiert. Wir haben ein bisschen was zu besprechen. Ich würde ja mal sagen, fangen wir einfach vorne an. Wann haben wir die letzte Folge aufgenommen? Das war so nach den ersten paar Wochen und auf jeden Fall noch vor dem letzten Test.
Björn: Genau, das war so die ersten zwei, drei Wochen.
Niclas: Training haben wir, glaube ich, gemacht. Danach haben wir auf jeden Fall noch weiter wie geplant in Anführungszeichen relativ ruhig trainiert mit einem recht polarisierten Ansatz. Das heißt, klarer Fokus erstmal die VO2 Max hochzubekommen noch. Volumen, ich sage jetzt mal, etwas reduzierter gemacht im Vergleich zu dem, von wo du kommst. haben wir immer so, ich glaube, ich habe immer so um die 22, 23 Stunden geplant und du hast dich quasi dran gehalten und nur so um die 25 gemacht, was ja schon ganz gut war, würde ich jetzt mal sagen. Ja. Das hat auf jeden Fall richtig gut funktioniert. Also du hast dich echt gut gefühlt. Das Training hat top angeschlagen. Zum Test kommen wir gleich noch. Was ich auf jeden Fall von der Zeit am allerstärksten fand, wenn man sich überlegt, okay, du bist die letzten Jahre quasi auf Low Carb gefahren. Und hast in diesem Blog dich von, ich sage jetzt mal, Start Januar bis hin, was haben wir jetzt, 8. April, hin wirklich gesteigert zu, okay, ich fahre No-Carb-Strategie in Anführungszeichen, hin zu, okay, ich verpflege Fahrten mit 80 bis 100 Gramm pro Stunde. Okay. Den Schritt überhaupt zu machen in dieser kurzen Zeit, das finde ich eigentlich das Allerkrasseste. Völlig unabhängig von, wie du das Training umgesetzt hast und auch drumherum. So überhaupt erstmal auf dem Rad an den Punkt zu kommen, okay, ich kriege das hin, ich traue mich das und ich bekomme das auch vom Magen-Darm-System her hin, diese Mengen an Kohlenhydraten auf dem Rad zu nehmen. Das ist geil.
Björn: Ja, hat gut geklappt.
Niclas: Ja, du hast dich da am Anfang noch ein bisschen schwer mitgetan, hast aber dann, glaube ich, ist ja völlig normal, so ein bisschen bei deinen Ministry-Produkten auch so ein bisschen rausgefunden, okay, was schmeckt dir am besten, mit was kommst du am besten klar, was kannst du auch in der Menge zu dir nehmen, damit du das auch über fünf, sechs Stunden hinkriegst, ne?
Björn: Genau, und die haben relativ viele Produkte jetzt neu auf den Markt gebracht, auch so von der Konsistenz, dass man so ein bisschen Abwechslung auch immer hat, dass man halt Gels hat, gibt Flüssiggetränke, irgendwie nochmal ein Jelly zum Kauen, also dass man da eine gute Varianz hat auch an Sachen, die halt eben schnell ins System gehen, weil... So einen Porridge Bar oder so, den kann man sich halt bei so harten Sessions jetzt nicht gerade zu Gemüte führen. Aber ich habe halt auch gemerkt, das habe ich früher nicht so oft gemacht, zum Beispiel mit dem Power Carb, also dass ich mir relativ viele Kohlenhydrate mit Flüssig angemischt habe. Das habe ich eher selten gemacht, aber das habe ich jetzt auch am Wochenende gemerkt, dass das eigentlich super gut funktioniert hat, weil man dann auch mit dem Trinken nachkommt.
Niclas: Ja, also ich glaube, das ist wirklich wahrscheinlich so auch der größte Schritt, würde ich jetzt fast behaupten, in der Zusammenarbeit, dass wir es halt hingekriegt haben, dass du es schaffst, dich auf dem Rad einfach gut mit Kohlenhydraten zu verpflegen, das hinten raus auch hinkriegst. Und ich glaube, am allereindrücklichsten hat man es dann beim Saarlandschwein und auch schon im Girona-Trainingslager gesehen, dass das wirklich eine massive Änderung ist zu früher. Also wirklich quasi hinten raus, also beim Saarland-Schwein jetzt hinten raus natürlich schon einen Leistungsabfall gehabt. Aber an sich im Trainingslager zum Beispiel, wo das Ganze quasi sehr kontrolliert abgelaufen ist, da kein, du konntest alle Intervalle auch noch nach vier oder fünf Stunden ohne Probleme fahren.
Björn: Ja, das habe ich auch gemerkt, auch muskulär, dass man einfach die Einheiten sich ganz anders angefühlt haben, muskulär mit guter Kohlenhydratverpflegung und dass man am nächsten Tag halt wieder fahren kann und am übernächsten Tag wieder Intervalle fahren kann, ohne dass man da muskulär so angeschossen ist, dass man irgendwann nicht mehr in die Treppen runterkommt. Also das war halt gar kein Problem. Ja.
Niclas: Ich glaube, das ist halt wirklich der Punkt, da habe ich auch gerade die Woche noch, weil jetzt auch für viele Sportler so die ersten Wettkämpfe der Saison losgegangen sind und dann auch direkt mit einigen wieder telefoniert und halt auch gesagt, ja, die zum Beispiel über Probleme dann hinten raus im Rennen mit Magen-Darm oder sowas, ich sag jetzt mal, geklagt haben, dann halt auch einfach gesagt, ja okay, probier mal die Produkte von der Marke, die Produkte von der Marke, test mal ein bisschen durch. Man kann nicht so ganz pauschal sagen, dass das so in Anführungszeichen einfach ist. Das funktioniert und das funktioniert bei jedem. Es kommt immer ein bisschen darauf an, welche Kohlenhydratquellen quasi die Hersteller nutzen. Also soweit ich weiß, mindestens war das früher so, hat Ministry viel mit quasi aus Reis gemacht, was jetzt zum Beispiel bei mir persönlich nicht so gut funktioniert hat. Ich kriege auch so, wenn ich jetzt zum Beispiel Carbo-Loading mit viel Reis mache, ein bisschen Sodbrennen davon. Da habe ich einfach nicht so eine gute Verträglichkeit drauf. Und da muss man dann einfach immer ein bisschen gucken, okay, mit welcher Marke kommt man denn gut zurecht, welche Marke kann man denn wirklich in hohen Mengen nehmen. Und da muss jeder einfach ein bisschen durchprobieren. Und dasselbe gilt dann auch so für Geschmäcker. Also in meiner Girona-Trainingsgruppe wird zum Beispiel gerade heiß diskutiert, welche Endurance-Geschmäcker denn die besten sind. Und da hat im Endeffekt, ist auch immer lustig, jeder eine andere Meinung. Und jeder kommt einfach mit was anderem klar. Und ich glaube, das ist wirklich das, was sich da jeder mitholen kann. Einfach durchprobieren, ein bisschen testen. Okay, was funktioniert? Mit was komme ich zurecht? Was schmeckt mir auch gut? So ein Geschmack darf ja auch nicht überdrüssig sein. Das musst du im Best Case ja vier, fünf wenn man so verrückte Sachen macht, wie Malle 312 oder wie ein Ötzi 7, 8, 9 Stunden lang halt wirklich eine hohe Menge jede Stunde reinkriegen. Und da hilft eigentlich nur testen und trainieren, trainieren, trainieren.
Björn: Genau, und vor allem auch Koffein-Gales auschecken. Also das war ja auch unser Thema, dass man gerade so am Ende nochmal mit Koffein auch arbeitet oder währenddessen immer mal wieder so einen Shot setzt und dass man da auch die Koffein-Gales gut verträgt.
Niclas: Genau. Also das sind so insgesamt, glaube ich, wo ich jetzt sagen würde, so in den ersten vier Monaten das, was uns am meisten nach vorne gebracht hat.
Björn: Und ich würde auch sagen, generell das Training und die Zusammenarbeit, dass das gut funktioniert hat, dass du auch meine Persönlichkeit, meine Trainingspersönlichkeit ganz gut... Die zweite Form der Kathi Rossmann. Gut verarbeitet hast und da auch Rücksicht drauf nimmst, weil das ist für mich ja so ein bisschen auch... Seelentraining. Für meine Seele muss es gut sein, was ich da trage den ganzen Tag.
Niclas: Ja, natürlich. Das ist halt das, wo man im Endeffekt auf jeden Sportler individuell schauen muss. Und dann gucken muss, was kriegt er denn unter, was kann er umsetzen, wie geht es ihm damit. Lustig, gerade bevor ich diesen Podcast aufgenommen habe, habe ich auch mit einem Sportler geschrieben, Wo quasi auch in Anführungszeichen ein Konflikt war, wo ich ihm aber auch gesagt habe, dass ich ihm das quasi so sage, weil ich quasi das Beste für ihn und seine Leistung möchte. Und er quasi was gemacht hat, wo ich jetzt nicht unbedingt dahinter stehe. Ich kann ihn verstehen. Ich habe solche Sachen selbst schon gemacht. Wo ich dann aber einfach immer den Sportler versuche mit ins Boot zu holen und zu erklären, okay, warum machen wir das denn hier gerade? Und warum würde ich das zum Beispiel jetzt gerade nicht machen aus vielleicht einer etwas in Anführungszeichen vielleicht erfahreneren Sicht, weil ich ja ganz viele Athleten sehe und sehe, was funktioniert, was funktioniert nicht, wie sollte man sich vielleicht nach Krankheit verhalten, ein ruhigerer Aufbau, meistens der bessere Aufbau, solche Sachen. Und da glaube ich halt einfach, ist das wichtig, dass du dann aber auch in dem Fall kommunizierst und quasi auch von vornherein gesagt hast, ja, auch wenn da vielleicht hier und da das nicht 100% perfekt wäre. brauchst du hier und da das Volumen. Und dasselbe war ja auch, können wir ja gleich zum nächsten Punkt kommen, Girona Trainingslager, war ja auch derselbe Fall. Muss man ja auch ehrlich sagen, das, was ich aufgeschrieben hatte, war, naja, bisschen weniger. Ich weiß gar nicht, ich hab's, was hab ich aufgeschrieben?
Björn: 26 Stunden?
Niclas: Warte, wir können ja schauen, was ich aufgeschrieben hatte an Stunden. Das war auf jeden Fall... Ne, guck mal, ich war ja lieb. Ich habe in der ersten Woche 29 aufgeschrieben und in der zweiten Woche 24. So. Die Inhalte hast du ja soweit gemacht, das hat ja alles gepasst. Da ist vielleicht der ein oder andere Kilometer mehr drauf gekommen. Kann ja jeder gerne mal auf Strava schauen, wie viele Kilometer und Stunden dann wirklich in die Woche geflossen sind. Aber ich kann natürlich absolut nachvollziehen, dass wenn man mit seinen Freunden im Trainingslager ist, dass man dann, ich sag mal, der Trainingsplan irgendwo, und das hattest du ja auch vorher gesagt, du versuchst die Inhalte umzusetzen. Ich habe gesagt, okay, schau bitte darauf, dass du wirklich isst, was irgendwie machbar ist. Das hast du ja soweit umgesetzt, sieht man ja auch, weil du bist nicht krank geworden, du hast das Training durchziehen können. Und somit haben wir da ja einen Weg gefunden, der auf der einen Seite quasi für dich passt, du das als Urlaub auch wirklich nutzen konntest, Spaß hattest, es dir gut ging und auf der anderen Seite wir auch noch einen halbwegs sinnvollen Trainingsreiz daraus genommen haben, der dich nicht komplett zerstört hat.
Björn: Ja, und man hat ja auch gesehen, die letzte Intervallsession ist auch nochmal extrem gut gelaufen. Da waren ja nochmal Sweetspot-Intervalle drauf und das letzte Intervall, was ich da in Girona noch gefahren bin, was ich dann auch feierlich dann abgeschlossen habe, war auch das beste Intervall, was ich eigentlich in den zwei Wochen gefahren bin. Und ja, das zeigt halt, dass man sich richtig gut versorgt und da auch richtig gut drauf achtet. Das ist halt eben... möglich ist. Aber wobei, ich bin ja auch schon eine spezielle Athletin. Ich würde das jetzt nicht jedem empfehlen.
Niclas: Empfehlen würde ich das so, glaube ich, niemandem. dein Trainingskollege, der hat das ja versucht auch zu machen. Den hat es ja, soweit du erzählt hast, aufgestellt. Der ist jetzt krank geworden danach.
Björn: Der hat einen leichten Schnupfen. Der ist jetzt langsam wieder gesund geworden. Aber man merkt schon, dass es Frauenstecken, wie wir besprochen hatten, auch schon Frauenstecken, sowas glaube ich, immer generell besser wird.
Niclas: Ja. Kann man auf jeden Fall schon so sagen. Ähm... Dann in der Zusammenarbeit, was ja auch viele quasi am Anfang so ein bisschen gefragt hatten, glaube ich bei dir in der Community war dann so Richtung Hexes, wie das läuft. Da war ja auch auf jeden Fall am Anfang so ein bisschen der Punkt. dass ich dich hier und da quasi noch animieren musste, dementsprechend viel zu essen, bis du quasi dann auch wirklich gemerkt hast, okay, geil, das wirkt ja alles so, ich nehme jetzt nicht zu. Ich habe aber wirklich die Leistung, ich fühle mich jeden Tag frisch, ich fühle mich jeden Tag gut. Die Regeneration ist besser, die Leistung kommt an und da hat, glaube ich, Hexes gerade am Anfang genau den Job gemacht, den ich quasi auch vielen Leuten dazu einlade, es mal auszuprobieren und es mal immerhin für eine Zeit zu machen. ich sage auch ganz klar, es soll nicht jeder immer tracken, ähm, aber hier und da auf jeden Fall mal tracken, mal ausprobieren, mal ein Gefühl dafür bekommen, ähm, mal eine große Trainingswoche machen, die mal wirklich hoch verpflegen, ähm, und ich glaube jeder, der dann mal Hexes nutzt zum Beispiel, geht auf jede andere App, ähm, Die merken dann halt auch, okay, geil, ich habe wirklich 20 Stunden die Woche trainiert, habe Intervalle fahren können und fühle mich die Woche danach zwar müde, aber nicht so komplett zerstört, wie das, glaube ich, hier und da immer noch viele Athleten haben, die quasi ihre Kohlenhydratversorgung und insgesamt die Ernährung nicht so auf dem Schirm haben.
Björn: Ja, auch generell kann man einfach, man merkt einfach, dass man höhere Wattwerte fahren kann, ohne dass man entsprechend, ja, wie du sagst, müde wird, auch im Training. Also das generell ist einfach viel leichter fällt, dann in höheren Wattbereichen einfach zu fahren. Und muskulär, ich habe es halt einfach muskulär gemerkt. Früher habe ich halt gemerkt, dass Muskulatur einfach leer war. Und dass ich das dann gar nicht umsetzen konnte. Vom Herz-Kreislauf-System war das alles kein Problem, aber es ging einfach von der Muskulatur nicht. Die Muskulatur ist halt relativ früh einfach zugegangen. Und jetzt merke ich so richtig, wie die Muskulatur auch bei den Intervallen jetzt in Girona, dass ich da muskulär eigentlich gar keine Probleme hatte.
Niclas: Ja. So. Dann noch... quasi Trainingslager plus minus erfolgreich abgehakt. Wir haben dann vorm Trainingslager ja noch einen Test gefahren. der muss ich auch sagen, echt soweit zur Zufriedenheit war. Also beim ersten Test hatten wir eine niedrige 60er VO2 Max und beim zweiten Test hatten wir jetzt eine hohe 60er VO2 Max und konnten auch da in den Wattbereichen auf jeden Fall schon mal gute 5% drauflegen an Leistung und das innerhalb von drei Monaten.
Björn: Ich glaube sogar weniger. Ich glaube, es waren insgesamt, kann es sein, dass es sogar acht Wochen waren nur?
Niclas: Ja, es war 16. Januar zu 17. März. Äh, 7. März.
Björn: Ja, genau, knapp acht Wochen wahrscheinlich.
Niclas: Ja.
Björn: Ja.
Niclas: Also, auf jeden Fall ein richtig guter Sprung, der definitiv zum einen die Intervalle waren, die wir dann halt aufgrund der höheren Verpflegung umsetzen konnten mit dem Volumen Und zum anderen auch ganz klar einfach die Kohlenhydrate, dass darüber dann auch die Anpassung kam. Das Schöne, was ja auch auf jeden Fall das ausgegebene Ziel war für die erste Saisonhälfte und den ersten Teil unseres Aufbaus hin zum großen Ziel Ötzi. war auch die Faula Max ein bisschen hochkriegen. Und die haben wir jetzt auch auf jeden Fall im mittleren Bereich schon mal Richtung oder um eine 0,5 rumbekommen und können damit jetzt auf jeden Fall insgesamt da besser arbeiten und werden dann halt einfach in die ÖZV-Vorbereitung mit einer höheren V2 Max gehen können, womit wir dann einfach die bessere Ausgangslage haben, um dort dann eine bestmögliche Performance hinlegen zu können.
Björn: Ja, was ich auch gemerkt habe eben, weil wir sind ja viele VO2max-Geschichten auch teilweise morgens gefahren, wo ja viele gefragt haben, wie schaffst du das überhaupt morgens da so harte Sessions zu fahren, dass ich da halt auch für mich dann herausfinden müsste, wie ich halt abends immer schon gut das Ganze versorge, weil ich morgens einfach davor nicht so viel frühstücken kann, wenn ich dann um 5, 5.30 Uhr da loslege. Und da haben wir auch einen ganz guten Weg gefunden, wie man so früh denn trotzdem so harte Intervalle halt fahren kann.
Niclas: Ja, also als Beispiel, wir haben das meistens eigentlich so gemacht, das haben wir nach den ersten paar Wochen, hatten wir da glaube ich auch nochmal ein Telefonat drüber, weil mir das in Hexens auf jeden Fall aufgefallen ist, dass, also jetzt als Beispiel, wir hatten den Montag und den Freitag meistens als Entlastungstage. haben dann dienstags und donnerstags quasi Intervalle gefahren. Mittwochs Grundlagen, Samstag, Sonntag Grundlagen. Eigentlich relativ einfache Woche. Und wir haben es halt immer so gemacht, dass wir Montagabend quasi mehr Carbs gefuehlt haben. Dienstagmorgens, du vor den Intervallen, meistens einfach so zwei Scheiben Toast mit ein bisschen Honig. genommen hast, dass du auf jeden Fall auch da schon mal schnell verdauliche Carbs direkt im System hast. haben dann Mittwochabend auch nochmal ein bisschen höher verpflegt für die Intervalle dann Donnerstagmorgens und den Rest quasi, ich sag jetzt mal in Anführungszeichen, normal gefuehlt und wirklich dann nur Mittwochabends und Montagabends halt nochmal geschaut, dass wir da auf jeden Fall dementsprechend nochmal ein paar Cups mehr ins Abendessen einfließen lassen. Damit wir da einfach sicherstellen konnten, dass die Intervalle gut gefühlt sind, die Muskulatur, die Glykogenspeicher einfach Dienstag und Donnerstag morgens voll waren. Und somit wir eigentlich, ich glaube, alle Intervalle konntest du immer durchziehen. Du musstest mal gerade am Anfang hier und da noch ein paar Blöcke hinten raus runter regeln. Mhm. Aber im Großen und Ganzen, seit wir das auf jeden Fall dann so umgestellt hatten und gesagt haben, okay, am Abend vorher mehr Carbs und dementsprechend die Kalorien dann darüber auch angepasst haben, dass du quasi trotzdem am Abend vorher die Kohlenhydrate hattest und insgesamt aber quasi nicht übergefuehlt hast. Das hat dann schon echt richtig gut funktioniert und da glaube ich den Unterschied gemacht. Ähm, zu, ich sag jetzt mal vorher, genau.
Björn: Ja, da habe ich die Einheiten aus dem rankerschen Trainingskabinett der Hölle gut überstanden.
Niclas: Die Einheiten sind in Anführungszeichen nichts Besonderes. Die kennt man auch so. Das sind ja die Klassiker. Ich möchte nicht, dass die auf meinen Namen gehen. Das meiste davon geht auf die Kappe der Norweger. Das sind denen ihre Einheiten. Genau. So, aber Test auf jeden Fall genauso oder das Training insgesamt und das Schülen genauso funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und jetzt aktuell arbeiten wir ja auch auf quasi das erste Saison-Highlight hin, was dann am 25. April ansteht, Mallorca 312. Genau. Schwer reinzukommendes Rennen.
Björn: Ja.
Niclas: Ich glaube, ich hatte einige Athleten, die versucht haben, einen Startplatz dafür zu bekommen. Und da haben sich echt viele die Zähne ausgebissen, weil auch irgendwie nach ein paar Minuten alle Startplätze weg waren.
Björn: Fünf Minuten war alles ausverkauft. Ich habe zum Glück schnelle Fingerchen gehabt im Büro und konnte das noch schnell während der Arbeit eintüten. Für mich in Konstantin der Startplatz ist safe. Aber das ist wirklich ein sehr hartes Unterfangen, da reinzukommen, weil wenn die weg sind, sind die weg.
Niclas: Das ist schon...
Björn: Ja, es gibt ja keine Auslose wie jetzt beim Ötzi oder so, sondern man muss da halt innerhalb dieser fünf Minuten online sein und das alles hinbekommen.
Niclas: Das wird bei mir ja schon komplett scheitern, weil ich, ich habe auch ein paar Freunde, die sich darüber lustig machen. Ich bin wirklich so, Samstag Rennen, ich melde mich manchmal freitags an. Bei Mountainbike Marathons kannst du halt eigentlich immer, also jetzt zum Beispiel bei unserem regionalen Rennen, wenn Samstags Rennen ist, ja, dann fahre ich halt ohne Anmeldung hin und melde mich vor dem Rennen an.
Björn: Nachmelden, ja.
Niclas: Ja, mache ich immer Nachmeldung. Das ist ja gar kein Stress. Ja.
Björn: Aber du hast halt noch nicht diese Ausdauer-Bubble hier erkannt. Mittlerweile macht jeder, jeder fährt Ötzi, jeder läuft Marathon. Überall musst du dann nicht in Verlosungen mittlerweile reinschreiben, damit du überhaupt einen Startpass bekommst. Das wird ja immer schlimmer.
Niclas: Ja, deswegen fahrt ihr alle Straße. Ich möchte mich bei meinen lokalen Mountainbike-Marathons nachmelden können. Dankeschön. Wobei es da teilweise auch fast zu wenig Starter gibt, weil hier und da auf jeden Fall immer wieder Rennen aussterben. Im Marathon-Bereich. Aber nichtsdestotrotz Malle 312. Startplatz bekommen. 25. April geht es quasi los. 312 Kilometer.
Björn: Ich habe ja noch eine Rechnung offen wegen letzten Jahr.
Niclas: Da bist du es schon. Gefahren?
Björn: Gefahren, genau. Aber leider hatte Konstantin unsere Startnummern sehr aerodynamisch montiert und wir haben uns leider nicht an das Regelwerk gehalten. Dafür gab es ja auch schon fiese Kommentare teilweise. Und dann hat die Zeitmessung leider nicht ausgelöst. Aber ich war nicht der Wenigen, sondern es hat wohl sehr, sehr viele Teilnehmer auch betroffen, die ebenfalls da die Startnummer halt... nicht wie vorgegeben angebracht hatten und dann auch nicht gewertet worden sind. Und wir hatten ja da, oder ich bin damals schon den Streckenrekord gefahren, eigentlich letztes Jahr mit 9 Stunden 30, vor allem bin ich aus dem letzten Startblock gestartet. Das ist bestimmt sehr vorteilhaft. Ja, aber leider wurde das Ganze ja noch nicht geehrt oder anerkannt. Ich bin nicht in der Ergebnisliste aufgetaucht und deswegen habe ich da noch eine kleine Rechnung offen mit dem Rennen.
Niclas: Also, einmal zum Abholen der Leute. Mallorca 312, wie der Name sagt, 312 Kilometer. Einmal über, um, nein nicht um, aber einmal durch Mallorca. 5050 Höhenmeter, laut denen selbst ausgeschrieben. Ich glaube, dein Garmin hat letztes Jahr 4500 ausgezeichnet. Ja. Du bist 9 Stunden 29,52 gefahren mit einer Normalized Power von 194 Watt und 169 Watt im Schnitt, was schon stabil ist. Also... muss man schon ehrlich sagen, du bist dann 32,7er Schnitt gefahren. Bei der Menge an Höhenmetern auf jeden Fall schon sehr knackig. Temperaturen waren, ja, ich würde mal sagen, okay, 14 Grad am Start und in der Spitze so um die 24. Also jetzt nicht super heiß. War angenehm.
Björn: Es hat am Anfang leider geregnet, da war es ein bisschen kalt. Vor dem Start. Und wir standen ja ganz hinten und wir haben nicht damit gerechnet. Deswegen war es irgendwie ein bisschen blöd, weil man da relativ lange rumgestanden hat. Aber im Endeffekt waren die Bedingungen eigentlich optimal für diese Jahreszeit.
Niclas: Okay, okay. Somit jetzt auf jeden Fall das Ziel, die Zeit mindestens wiederzufahren. Und ich würde jetzt mal die Behauptung in den Raum stellen, wenn das alles so klappt, das gehört natürlich beim Rennen, wissen wir alle, gehört immer sehr viel mehr dazu, als einfach nur... was Zahlen im Training bringen, sondern Pacing muss stimmen, Wetter muss stimmen. Gruppe. Gruppe muss stimmen, genau. Somit kann da schon auch immer viel schief gehen. Aber das Ziel wäre es auf jeden Fall schon mal, diese Zeit auch wieder zu fahren und im Best Case sogar zu knacken. Und dann kommen wir damit jetzt quasi schon zum Hauptthema der Folge. Und zwar unserem... Unser Nutrition und Pacing-Test für dieses Event. Ich fand es überraschend, wie viele Leute das mittlerweile schon kennen. Ich glaube, das haben wir wiederum Ritchie und Tobi zu verdanken.
Björn: Ja, das kann gut sein.
Niclas: Oder? Also ich glaube, die waren die Ersten, die das jetzt, ich sag mal so, ein großes Video drüber gemacht haben, über Salam Schwein, oder? Ja.
Björn: Genau, und wir sind ja am Samstag gefahren. Ich hatte Freitagabend ja schon mal in meine Story gepackt mit ein paar Hints, was wir denn am Samstag vorhaben. Und da haben schon relativ viele erraten, dass wir das Salatschwein fahren werden.
Niclas: Ja. Um die Leute einmal abzuholen, das Saarland-Schwein ist eine Rennradrunde. Das ist jetzt so gesehen nichts Offizielles, zumindest außerhalb des Saarlandes. Im Saarland ist das hochoffiziell. Eine Runde einmal komplett um das Saarland herum. Da wir so ein wunderschönes kleines Bundesland sind, geht das. Das sind dann 302 Kilometer mit 3700 Höhenmeter. Ich glaube, der offizielle Start der Runde ist in der Ecke über Herrn oder so, einfach weil derjenige, der das quasi ins Leben gerufen hat, aus der Ecke kommt. Ich bin es jetzt das zweite Mal gefahren mit dir und immer quasi in Saarbrücken an der Saar gestartet, weil ich den Startpunkt eigentlich ganz gut finde. Man rollt erst mal flach. an der Saar ein und am Schluss die letzten 50 Kilometer grob sind dann auch nochmal schön flach. Das heißt, wenn man sich 250 Kilometer lang den Schädel eingeschlagen hat, kommt man auf jeden Fall irgendwie nochmal heim. Von mir, wenn ich jetzt zum Beispiel von mir daheim aus fahren wollen würde, würde ich wahrscheinlich zum Beispiel in Blieskastel starten. Das ist eigentlich auch ein ganz guter Startpunkt. Im Endeffekt, die einzigen Regeln, die es quasi gibt, sind, man muss das Ganze im Uhrzeigersinn fahren, man darf einsteigen, wo man möchte, aber der Startpunkt muss auch immer der Zielpunkt sein. Es gibt quasi keine VP, also man macht einfach Tankstellen und Supermärkte. Und es gibt quasi verschiedene Abzeichen. Bronze kriegt man einfach fürs Finischen, wenn man über 11 Stunden 30 finisht. Silber gibt es, wenn man unter 11 Stunden 30 finisht. Und Gold gibt es, wenn man, ich habe die Seite extra offen.
Björn: Das Frigadellenbrötchen, ne?
Niclas: Genau, ein Frikadellenbrötchen ist. Es gibt mittlerweile in dieser Metzgerei auch eine vegetarische Alternative. Und zwar Bäckerei Freudenburg. Da muss ein Frikadellen weg quasi gegessen werden. Ich weiß, bei uns in der Mountainbike-Gruppe, die haben das sogar immer noch gemacht und die haben dann auch noch ein Stuppi. Also quasi ein kleines 033er Carlsberg. quasi das Lokalbier im Saarland dazu getrunken. Es wird aber auch, soweit ich weiß, akzeptiert, wenn man quasi auch ein Bild hochlädt und einen Fleischkäse weg zum Beispiel isst. Also es muss nicht zwingend, weil diese Bäckerei hat zum Beispiel auch nicht immer offen. Also wenn man das jetzt zum Beispiel sonntags fährt, dann hat die Bäckerei meistens nicht auf. Und dann wäre auch zum Beispiel ein Fleischkäse weg von der Tankstelle, andere Metzgerei, whatever. Das wird auch akzeptiert. Das muss man aber, also man muss unter 11 Stunden 30 fahren und ein Frikadellen, Fleischkäse weg, whatever, essen. Das mit Foto dokumentieren und dann wiederum auf der Seite des Saarlandschweins hochladen. Und dann kommt man in die Hall of Fame. Ich habe auch tatsächlich meins schon hochgeladen und bin jetzt in der Hall of Fame. Aber halt leider nur mit Silber. Das musst du auch noch machen, genau.
Björn: Ja, wir haben uns das Frikadellenbrötchen ja gespart, weil wir ja unseren Nutrition-Test machen wollten.
Niclas: Genau, ich muss auch ehrlich sagen, bei der Zeit und dem Tempo, was wir gefahren wären, das hätte mich, das hätte ich nicht überlebt. Frikadellenbrötchen, Fleischkäse weg, whatever, das hätte mich komplett aufgestellt.
Björn: Das hätte mich die ganze Fahrt noch weiterhin begrüßt, glaube ich, das hätte ich gar nicht runterbekommen.
Niclas: Ja, also das glaube ich auch. Ich muss das eigentlich, also ich würde gerne mal noch Gold absolvieren, so dann quasi als Gag. Das kann man auch bestimmt machen, also da gibt es im Sommer, findet man immer diverse Leute, die im Juni, Juli auf jeden Fall darauf Bock haben und das quasi fahren wollen und dann kann man sich da dranhängen und das nochmal machen. Es gibt auch tatsächlich eine offizielle Fahrt, da ist sogar aktuell, kann man sich dafür noch anmelden, glaube ich. Genau, Anmeldung ab sofort möglich. Ich muss mal gucken, am 13.06. kann man sich dafür anmelden. Da gibt es dann drei Gruppen, Nettozeit 10.30, Nettozeit 11.30, Nettozeit 12.30. Das kann man quasi sich für 55 Euro, glaube ich, eine Teilnahme erkaufen. Das wird dann als Gran Fondo gefahren und da gibt es auch Verpflegung und alles. Okay. Soweit ich zumindest weiß. Das ist quasi, ich sag jetzt mal, das offizielle Saarland-Schwein-Event, was dann der RC Überhern, glaube ich, ausrichtet, die auch das Überherner Straßenrennen, glaube ich, ausrichten. Genau. Ja. Weil ich habe schon gesehen, unter unserem Reel haben einige Leute nachgefragt, gibt es irgendwas Offizielles oder so. Wo findet man die Route? Alles einfach auf saarlandschwein.de. Da kann man sich einfach die Komod-Route oder den GPX-File runterladen und das Ganze dann nachfahren.
Björn: Also ich würde es auch nochmal bei gutem Wetter fahren.
Niclas: Bei wärmeren Temperaturen. Auf jeden Fall. Ich habe schon, als ich dir die Trainingswoche quasi geplant hatte, hatten wir ja gesagt, okay, wir wollen das am 4. April fahren, weil das vom Abstand zu Mallorca 312 gut passen würde. Wir hatten schon gesagt, okay, weil du quasi in der Vergangenheit nie so lange so hart Touren gefahren bist mit der hohen Menge an Nutrition, war halt der Gedanke, okay, lass das machen nochmal, dass wir irgendwie einen Test mal haben. Schaffst du denn um die 100 Gramm pro Stunde Kohlenhydrate? Und wie sieht das quasi aus auch mit Pacing? Wie fühlst du dich dann dabei? Was geht da? Weil da muss man schon ehrlich sagen, wenn man jetzt quasi von ich nehme keine Kohlenhydrate und fahre schnell zu ich nehme Kohlenhydrate und fahre schnell, da liegen schon gute Unterschiede dazwischen. Ja. Somit ist das schon ein Punkt, wo wir gesagt haben, okay, sollten wir vielleicht mal noch plus minus testen. Großen Rennen oder so gibt es ja aktuell jetzt noch nicht wirklich. Und dann ist uns halt die Saarland-Schwein-Idee gekommen, weil auf der anderen Seite für mich passt das zum Beispiel aktuell auch sehr gut, da ich mich aufs Tracker vorbereite, das auch irgendwie ein 10, 11, 12 Stunden Event wird. Und ich dann quasi meine Nutrition auch nochmal testen wollte und gucken wollte, okay, kriege ich denn bei mir sind es jetzt um die 150 bis 160 Gramm Carbs pro Stunde. Kriege ich das denn rein? Kann ich das vertragen über die Zeit? Genau, und somit sind wir quasi auf die Schnapp-CD gekommen. Komm, wir fahren ins Hallandschwein. Aber zuerst war das Wetter auch noch besser gemeldet. Wir hatten dann im Endeffekt 8 Grad, 10 Grad im Schnitt, was jetzt zum Glück nicht super kalt war. Aber es hat plus minus eigentlich den ganzen Tag immer wieder geregnet, teilweise stärker. Zwischendurch habe ich mal kurz an unseren Mitfahrer Janik gezweifelt, als er gefragt hat, hä, warum ist denn die Straße die ganze Zeit nass? Es regnet doch gar nicht. Und ich so, hä, Janik, es regnet gerade voll. Ich weiß nicht, ob der mal kurz kohlenhydratechnisch unterversorgt war und kurz abwesend war. Ja, aber wir hatten im Endeffekt, ich würde jetzt mal sagen, bis auf die letzten zwei, drei Stunden den ganzen Tag eigentlich schon eine gut nasse Straße. Ja. Ich glaube, du hast tatsächlich den ganzen Tag die Regenjacke an. Ja. Wir hatten auf jeden Fall alle Regenjacken dabei, teilweise an, teilweise haben wir ins Trikot gesteckt. Hier und da ist mal die Sonne rausgekommen. Wind war teilweise auch schon ganz ordentlich. Ja. Und hier und da, vor allem nach dem ersten Supermarktstopp, sind wir auch erstmal alle mit Regenjacke losgefahren, weil uns da auch richtig kalt war. Ich glaube, zu dem Zeitpunkt waren es irgendwie, das waren wir... 5 Grad oder sowas. Ja, waren es nur so 5 Grad, wir waren alle schon nass. Das war dann auch mal kurz ein bisschen eklig. Ja.
Björn: Ja.
Niclas: Aber overall muss man sagen, hat das schon echt gut funktioniert. Wir haben im Endeffekt mit, also ich erstmal habe mit Endurance verpflegt, mit Endurance Gales, ein paar Riegel, ein paar Jellies, Monster. Und Wasser dann im Endeffekt. Und eine Laubenbrezel. Ah ja, die Laubenbrezel. Die war fast am besten. Ja.
Björn: Ja, ich habe auch mit Ministry, hauptsächlich mit diesem schon angehörten Flüssig, also Power Carb. Dann hatte ich auch diese Jellies von Ministry, Ministry Gels und Gums oder Chews heißen die. Und dann auch... Eine Brezel. Und ich habe auch ab und zu mal so einen Intensity Bar genommen. Also einfach was, was so ein bisschen was im Magen hat. Genau, den habe ich in der Pause nochmal gegessen. In der dritten Pause, genau. Den würde ich im Rennen jetzt glaube ich nicht essen, weil der mir da zu viel wäre. Aber da hat es dann irgendwie gut gepasst noch.
Niclas: Also ich meine, dadurch, dass wir ja quasi immer an Supermärkten und Tankstellen anhalten mussten, um aufzufüllen, hat man ja eh, wenn jemand reingeht dann, also einer ist immer bei den Rädern geblieben, wir sind dann reingegangen, hatte man ja quasi eh eine... Ja, plus minus längere Pause. Und da kann man ja auch mal, ich sag mal, was Festeres essen, weil man ja auch kurz mal die Zeit hat. Und wir sind das ja auch nicht so, ich würde jetzt mal fast sagen, von der Intensität her schon ähnlich gefahren, zumindest für dich wie ein Rennen. Aber halt nicht diese... Diese Hektik im Feld zum Beispiel, solche Sachen. Wir sind das ja alles immer, nach einer Pause sind wir erst mal drei, vier Minuten verhaltener gefahren. Wir sind die Anstiege einfach sauber durchgepaced. Da war ja quasi keine so gesehen Renndynamik drin.
Björn: Und wir hatten ja auch teilweise Autos auf der Strecke, wo wir komplett runterbremsen mussten. Wir waren ja im laufenden Verkehr unterwegs. Ja. Das war schon noch eine andere Situation.
Niclas: Genau. Kann man das ja so nicht mit einem Rennen wirklich im Endeffekt vergleichen. Aber ich würde mal sagen, der Nutrition-Test, was zumindest den Wagen-Darm angeht, hat schon gut gepasst. Und ich habe mir da auch noch mal ein paar Fakten und quasi Facts aus deiner Fahrt rausgeschrieben, die ich echt krass finde, weil... Okay. Ich habe ja vorhin schon quasi die Zahlen gesagt, ich weiß gar nicht mehr, 186 Watt NP oder 196 Watt NP waren es, glaube ich, bei... 194, oder? 194. Ah, komm, ich mache es jetzt nochmal auf. Auf jeden Fall, Saarlandschwein bist du jetzt gefahren mit 206 Watt NP auf neun Stunden. Sind ein paar weniger Kilometer und ja, sind weniger Höhenmeter. Ist aber trotzdem eine auf jeden Fall vergleichbare Zeit und das sind ziemlich genau sieben Prozent mehr. Genau, 194 Watt NP waren es bei Malle. Mhm. Und das ist auf jeden Fall schon ein wirklich guter Schritt, da schon mal 12 Watt NP mehr fahren zu können. 181 Watt Schnitt hast du gemacht, 5800 Kilojoule umgesetzt, 33,7er Schnitt gefahren. Da muss man natürlich auch sagen, das Pacing von Yannick und mir war halt auf... unter neun Stunden ausgelegt und das haben wir dann auch plus minus halt sehr gut hinbekommen. Ich habe ja, ich bin es letztes Jahr ja schon mal gefahren und wusste dann ungefähr okay, wie viel müssen wir wann wo fahren, wann sollten wir welchen Schnitt ungefähr haben, wusste ja zum Beispiel, dass der mittlere Teil dann quasi ab Luxemburg bis dann hoch, sagen wir mal ungefähr so bis Weißkirchen noch ein Stück weiter Das ist halt der langsamste Teil, auch wenn wir nachher nochmal von Orscholz, um Orscholz rum, um die Saarschleife herum fahren. dort sind dann halt auch wirklich so lange Anstiege. Und zu denen, das fand ich krass, nach drei Stunden bist du quasi noch 10 bis 15 Minuten, waren die Anstiege lang, die dann in diesem härtesten Teil kamen, bist du noch an deiner Schwelle gefahren. Also ich habe extra nochmal in den letzten Test reingeguckt. Und dann sogar die letzten zwei Anstiege im Pliestal unten, nach 4.700 Kilojoule umgesetzt, bist du immer noch im Sweetspot-Bereich gefahren. Also das war auf jeden Fall schon, was Fatigue Resistance angeht, extrem stark. Und zeigt halt da auch, okay, dass die Nutrition, die wir uns da überlegt haben, auf jeden Fall schon gepasst haben. Weil ich meine, ich glaube, das war dann nach siebeneinhalb Stunden, 4.700 Kilojoule, dann noch in der Lage zu sein, Sweetspot zu fahren, Das ist natürlich schon, muss ich einfach sagen, dann auch schon wirklich extrem stark. Das habe ich in Girona geübt. Genau, das hast du in Girona geübt. Die für Deep Resistance hast du dir, glaube ich, über die letzten Jahre schon antrainiert.
Björn: Ja, da bin ich stark hinten raus immer. Kann das ganz gut halten. Habe ich, wie gesagt, letztes Jahr in Malle ja auch gemerkt, dass ich dann in der Gruppe war und man macht ja die eigentlichen Höhenmeter eigentlich auf der ersten, würde ich mal sagen, auf dem ersten Abschnitt, auf der ersten Hälfte und die letzten sind eher so wellig flach, wenn man dann von Arta da diese Schweineberge rüberfährt Richtung Alcudia wieder und da wollte dann halt keiner mehr fahren von den Männern in der Gruppe, die waren alle schon im Arsch. Und ich war aber zu schwach, selbst halt rauszufahren und vorne im Wind zu fahren. Aber ich hätte halt einfach mehr, wenn ich jemanden hätte gehabt hätte, der schneller gefahren wäre, hätte ich da auch gut nochmal Zeit machen können. Genau, den Yannick. Yannick die Maschine.
Niclas: Das ist halt wirklich sehr lustig. Yannick ist ein, ja jetzt schon echt langjähriger Freund von mir, mit dem ich früher im selben Team und Verein gefahren bin. Also wirklich in der Jugendzeit nicht. Boah. seit ich zwölf bin oder so, kenne ich Janik, glaube ich, und bin mit dem früher im Verein gefahren. Und der hat halt auch echt neben seinem Maschinenbaustudium, der ist nie super viele Wettkämpfe gefahren, aber hat halt einfach echt immer sehr konstant trainiert und arbeitet selbst viel mit Laktatmessung, mit Hitzetraining und so. Und der will halt auch nochmal seine Ötzi-Zeit knacken.
Björn: Ist der schon mal Ötzi gefahren?
Niclas: Der ist schon mal Ötzi gefahren. Der ist auch schon mal schnell Ötzi gefahren. Ich glaube, der ist Ötzi schon unter acht gefahren.
Björn: Ach krass. Ja, der fährt locker 37.
Niclas: Habe ich ihm auch gesagt. Ich sage sogar, der kann noch schneller.
Björn: Ja, glaube ich auch.
Niclas: Ja.
Björn: Ich bleibe an ihm dran.
Niclas: Einfach mitfahren.
Björn: Genau. Einfach Kopf ausschalten, dranbleiben.
Niclas: Ja. Also das ist, Janik trainiert da schon sehr akribisch drauf. Ja. Ja, aber das ist halt dieses, ich sage jetzt mal, die Berge in Mallorca werden ja quasi nicht unser Problem. Länger, ja. wird ja quasi dann der entscheidende Punkt sein, okay, hast du eine Gruppe, die halt schnell läuft, wo Männer drin sind, die halt noch schnell fahren können. Weil natürlich für dich, wenn du keine Gruppe hast, das natürlich echt zäh wird. Und da dann natürlich wirklich viel Zeit liegen bleiben kann. Ja, ja, ja. Genau. Zum Saarlandschwein. Ähm... Haben wir, glaube ich, eigentlich, würde ich jetzt fast sagen, alles gesagt. Genau. Ich habe mir mit Janik im Nachhinein noch so ein bisschen Gedanken gemacht, weil wir sind jetzt, meine Zeit war quasi noch einen Ticken schneller, weil ich ja ein paar Anstiegen unten Pickelpausen gemacht habe und dann quasi im Anstieg wieder auf euch aufgefahren bin. Somit bin ich eine 8,53 gefahren und habe damit aktuell in der Hall of Fame die drittschnellste Zeit, beziehungsweise so gesehen die zweitschnellste Zeit, weil die schnellsten Zeit hat André Schütz und Max Erhardt mit 8,33. Und ich habe da mit Yannick mal ein bisschen rumgerechnet, was Rollwiderstand und quasi Luftdichte angeht.
Björn: Ja, genau.
Niclas: Und durch das Nasse ist es natürlich deutlich langsamer. Oder was heißt deutlich, aber schon bestimmt.
Björn: Und in den Abfahrten haben wir auch ein bisschen rausgenommen, wegen der Nässe.
Niclas: Die Abfahrten sind wir nicht so schnell gefahren. Der Rollwiderstand auf nasser Straße ist langsamer. Und bei 5 bis 10 Grad haben wir auf jeden Fall eine schlechtere Luftdichte als bei 20, 25 Grad. Ich hätte behauptet, und wir hatten ja Regenjacken an, wir hatten Windwesten an. Ich sage ein einfaches, muss ja jetzt nicht mal ein Einteiler sein, aber ein einfaches, normales Kurzarmtrikot. Wenn wir jetzt einfach nur schnellere Bedingungen gehabt hätten und Kurzarmtrikot gefahren wären, würde ich behaupten, hätten wir auf jeden Fall etwas in die Rekordzeit in die Richtung haben können.
Björn: Das macht schon viel aus bei so einer langen Strecke.
Niclas: Auf jeden Fall schon ein Punkt, wo ich sage, ja, dann kommen wir halt nicht mit einer 8 oder knapp 9 oder knapp unter 9, sondern halt wirklich schon irgendwo in die Richtung von 8,5. Und Janik und ich haben schon, wir haben schon einen groben Korridor. Konservativ. Naja, nee, wir haben, genau, also hinten raus haben Janik und ich ja schon ein bisschen ruhiger gemacht. Ja.
Björn: Ja, ihr könnt nochmal deutlich schneller fahren.
Niclas: Genau, wir könnten eh nochmal ein Stück schneller fahren und wir werden das wahrscheinlich Ende Juni, Anfang Juli auch nochmal angehen.
Björn: Ja, nice.
Niclas: Wir müssen da nochmal eine schnelle Zeit fahren.
Björn: Auf jeden Fall. Und dann am Ende, am besten dann am Ende so ein Leberkäsbrötchen ans Auto legen und das dann essen und dann Fotos machen.
Niclas: Nein, das ist cheating. Okay. Das ist ja, das würde ich glaube ich, so möchte ich dann nicht das goldene Batch.
Björn: Okay, dann müssen wir dann halt das goldene machen wir dann nochmal mit einer Genusstour in Anführungszeichen.
Niclas: Ja, da macht man dann eine Genusstour. Guckt einfach nur, dass man unter 11,30, also wenn man unter 11,30 fährt, dann können wir auch einen Leberkäs oder ein Frikadellenbrötchen essen.
Björn: Ja, das auf jeden Fall.
Niclas: Das sollte auf jeden Fall drin sein. Genau. Somit hat das auf jeden Fall alles schon echt gut funktioniert. Ja. Was mir persönlich bei mir zum Beispiel noch aufgefallen ist, dass mein Sattel auf jeden Fall auf dem Rennrad noch nicht ganz perfekt ist. Ich habe mir tatsächlich jetzt deine Empfehlung mal bestellt. Nachdem ich mich damit auch nochmal auseinandergesetzt habe, was da von der Position her passen könnte, muss ich auf jeden Fall jetzt mal ausprobieren. Ich wollte eh mal so ein 3D... Gedruckten ist das ja, glaube ich. Genau. Ausprobieren. Und den werde ich jetzt mal testen. Vielleicht kommt der sogar noch vor dem Wochenende, dass ich ihn montieren kann. Beim Rennen soll man eigentlich kein Material testen. Predige ich selbst immer. Deswegen darf ich es eigentlich nicht. Aber ich muss am Wochenende beim Rennen eh komplett Material testen, weil ich mein Rad erst morgen fertig bauen kann. Und dann fahre ich lediglich Samstag mal zwei Stunden damit über den Kurs. Und muss dann Sonntag schon mit einem komplett neuen Rad Rennen fahren.
Björn: Wann fährst du rüber nach Österreich?
Niclas: Freitag. Freitagmorgen gehe ich noch einen Athleten abholen. Mit dem habe ich zusammen die Unterkunft, haben wir uns zusammen getan, weil wir beide, also der kommt aus Koblenz, treffen wir uns in Landau. Und genau, werde dann da auch am Samstag einige Athleten treffen. Ich habe mal geguckt, es stehen unfassbar viele Leute am Start.
Björn: Ja, das ist doch jetzt immer so bei Gravel-Rennen.
Niclas: Das ist verrückt.
Björn: Ich bin gespannt. Ich bin auch gespannt, was du da erzählen hast.
Niclas: Bei dir steht jetzt noch ein bisschen weniger Volumen an. Genau. Wo du dich ein bisschen zurückhalten musst. Wir machen noch ein paar Over-Under-Geschichten, noch ein paar lockere Sweetspot-Sachen, noch hier und da ein bisschen Volumen. Und dann hast du ja auch schon am 23. April die Anreise nach Mallorca.
Björn: Genau.
Niclas: Im Endeffekt haben wir jetzt eigentlich schon echt alles parat. Du weißt, welche Nutrition du nutzen musst. Du weißt auf jeden Fall Pacing. Wissen wir, was da geht. Da können wir auch nochmal quasi genau drauf schauen, wenn jetzt die Wetterbedingungen klar sind, dass man dann vielleicht schaut. Im Best Case stehst du ja auch weiter vorne.
Björn: Ja, das sollte nicht klappen. Haben sie mir eigentlich zugesichert letztes Jahr, dass ich vor dem ersten Start was sperren darf.
Niclas: Wenn ich wiederkomme. Wenn du wiederkommst. Dann sollte das ja funktionieren. Und dann sollte das Pacing auch eine gute Gruppe kriegen. Und dann läuft das.
Björn: Ich mache jetzt noch schnelle Deckmäntel, habe ich mir heute bei Specialized organisiert. Die kommen jetzt hoffentlich nach nächster Woche. Ja.
Niclas: Und dann geht's ab. Du bist ja sogar ein langsamen Reifen am Wochenende. Oder was heißt langsam?
Björn: Ja, den Hell of the North war das ja. Aber es war ein Turbokotten.
Niclas: Ja, aber der hat ja Profil.
Björn: Der kann man auf jeden Fall noch optimieren.
Niclas: Und die Regenjacke kann man noch wegoptimieren.
Björn: Genau, und bis zum Ötzi haben wir noch mehr Zeit zum Optimieren und dann knallt's richtig.
Niclas: Ja, da haben wir ja auch schon hier und da ein paar Pläne mit noch einem Trainingslager. Material können wir da nochmal schauen, aber im Endeffekt, ich glaube, was schnelleres wie das SL8 auf dem Kurs ist.
Björn: Ja, also das Ethos macht keinen Sinn. Also das Ethos habe ich schon ab... Also das Tarmac ist einfach das schnellste, die beste Kombination aus beiden Welten da. Leicht und schnell.
Niclas: Ja, das glaube ich auch. Genau. Sehr schön.
Björn: Sehr gut. Ja.
Niclas: Dann haben wir die Leute nochmal eine Runde abgeholt. sind sie soweit nochmal informiert. Die sind ja immer interessiert dran, was bei dir abgeht. Ja. Und dann werden wir jetzt auf jeden Fall mal schauen, dass im besten Fall Mallorca 312 dann der Streckenrekord auch offiziell ist. Und danach haben wir noch ein paar Entree-Events. Aber im Endeffekt geht es dann ja schon Richtung Ötzi. Genau. Sehr schön. Dann vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank, Kathi, dass du noch mal dabei warst.
Björn: Sehr gerne.
Niclas: Und dann noch einen schönen Abend.
Björn: Bis dann. Ciao.