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Episode #3

Interview mit Weltmeister Andreas Seewald

13. October 2021

Dieses Mal stellt Sebastian die Fragen und interviewt Björn und Andreas Seewald zu seiner Saison und dem WM-Titel. Dabei erklären die beiden wie sie sich auf die Saison vorbereitet haben, wie das WM-rennen lief und wie Andreas langer Weg zum Titel aussah.

Transkript

Andreas Seewald: Hi, dies ist der Aerotune Podcast mit Sebastian Schlurke und Björn Kafka. Dein Podcast für Aerodynamik und Ausdauertraining.

Björn: Herzlich willkommen zum dritten Podcast von Aerotion. Heute darf ich mal die Einleitung machen. Björn wird heute ein bisschen mehr Antworten geben und wir haben heute einen ganz besonderen Gast bei uns, Andreas Seewald, Mountainbike-Weltmeister im Marathon und beim Mountainbike natürlich. Und ich bin da ein bisschen aufgeregt, so... so gute, so gutes Publikum heute mal begrüßen zu dürfen und da würde ich direkt mal vorschlagen, dass wir eine kleine Vorstellung machen und vielleicht Björn, magst du direkt einmal übergeben, übernehmen, nicht übergeben, sondern übernehmen und mal ein bisschen den Andi ganz kurz vorstellen und dann Wird es wahrscheinlich ein paar Infos auch mal vom Andi geben. Björn, wer ist Andi? Erzähl mal.

Andreas Seewald: Ja, Fremdvorstellung ist immer ein bisschen einfacher, finde ich. Andreas Seewald hat dieses Jahr das Kunststück verbracht, sowohl Europameister zu werden als auch Weltmeister. hat dann noch ein paar andere riesige Rennen gewonnen, World Series Rennen, einige ist aktuell auch Zweiter in der World Series, wenn ich mich nicht täusche, hat den Grand Raid, was ein sehr berühmtes Rennen ist, in Rekordzeit gewonnen. Von daher, wir reden gerade mit jemandem, der etwas erreicht hat, was vorher noch nicht erreicht wurde. Der auch, finde ich, die Latte in diesem ganzen Sport mächtig nach oben gehoben hat. Das haben wir jetzt auch aktuell nochmal bei der WM gesehen, wo er den amtierenden Cross-Country-Weltmeister Nino Schurter in die Schranken gewiesen hat, der nachher sogar ausgestiegen ist. Und von daher freue ich mich total darüber, mit dem Andi zu reden, weil ich arbeite ja auch schon viele Jahre mit dem Andi zusammen als Trainer. Und genau, das ist der Andi Sebald aus Bayern-Lenggries, das sollte man vielleicht nochmal zufügen, ja.

Björn: Ja, schön, Andi, dass du da bist. Erzähl doch mal ganz kurz, wie bist du dazu gekommen, heute mit uns Podcasts zu machen? Hat dich Björn gefragt?

Sebastian: Ja, genau. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Björn hat mich dazu eingeladen. Ja, genau. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Podcast bin. Bin mal gespannt, wie das so ist.

Björn: Ja, das ist doch... Erzähl doch mal ganz kurz, die letzte Woche, wo warst du in der letzten Woche, jeden Tag? Erzähl mal ganz kurz so. Du hast ja eine kleine Rundreise hinter dich gebracht. Vielleicht magst du mal einmal ganz kurz sagen, das ist wirklich was Besonderes, dass der Andi heute da ist, denn der ist ja wirklich durch die Welt gereist.

Sebastian: Da müssen wir zwei Wochen zurückgehen. Am 26. September war noch World Series Rennen in Polen. Jelenia Gora. Ja, da haben wir ziemlich vorsichtig versucht zu fahren dort. Und ich bin Dritter geworden. Ja, und dann ging es von Polen nach Elba mit einem Zwischenstopp zu Hause zum Übernachten. Und da war dann am Samstag die WM. Genau, wo du schon erzählt hast, wie es gelaufen ist. Und dann ging es zwei Tage später noch weiter zum Roca-Syr-Festival. Und da war dann am Freitag Canyon Rock Marathon, den ich dann auch noch gewinnen konnte. Und jetzt war am Sonntag noch in Singen Deutsche Meisterschaft Marathon, wo es dann nicht mehr ganz so einfach war. Und ich habe auch schon mit Blick auf nächste Woche angefangen, jetzt nicht mehr alles riskieren, also vor allem nicht alles riskieren wollte und nicht nicht alles probieren wollte, aber die Konkurrenz war einfach auch stark.

Björn: Ja, super. Also das ist, man hört schon raus, da warst du fleißig unterwegs und da hast du natürlich nicht nur die Wettkämpfe gehabt, sondern da hast du auch den Reisestress mitgebracht. Was ich ja wirklich bemerkenswert finde, ist ja, dass du die WM mit Ansage gewonnen hast und das macht ja noch zusätzlich Druck. Brauchst du das, dass du dir selbst noch den Druck machst, damit du dann auch wirklich an dem Tag performen kannst?

Sebastian: Okay, also das mit Ansage müssen wir jetzt abhören. Oder wie du drauf kommst, dass das eine konkrete Ansage im Vorfeld war. Du wolltest das Trikot tauschen, Andi. Ich träume schon gerne groß. Ich habe das schon eigentlich gerne für mich, auch wenn es... Ich würde nicht sagen, es war mit Ansage, aber ich habe wahrscheinlich schon durchklingen lassen, dass das Ziel auf jedem Podium ist.

Björn: War es für dich denn selber klar? War es für dich persönlich mit Ansage? Bist du da hingegangen? Wolltest du gewinnen?

Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Ich habe auf jeden Fall gehofft, wenn es ein guter Tag ist und nichts dazwischen kommt, keine Pannen, dann muss auf jeden Fall was gehen.

Björn: Okay. Ja, das ist ja immer noch so eine Sache. Macht man eine Ansage so öffentlich, macht man eine Ansage für sich selbst und ich denke, der Björn hat da schon die Ansage nach draußen schon wahrgenommen und das, was natürlich interessant ist, wenn man an so einen Wettkampf geht und du da auch Weltmeister wirst, ist das so, dass man vor, dass sich im Kopf festlegt und ich habe das schon so verstanden, dass du da hin bist und gesagt hast, okay, du willst den Weltmeistertitel holen und Die Pannengeschichte, die ist natürlich immer dabei. Das Risiko, das trägt ja jeder mit sich. Wenn man das hat, dann ist man halt raus. Aber grundsätzlich ist es, glaube ich, schon dann auch eine wichtige Sache gewesen, wenn ich das richtig verstehe, für dich zu sagen, okay, ich will hier gewinnen, ich mache das Ding.

Sebastian: Ja, das war auf jeden Fall seit der EM ganz klar der Fokus auf dem Rennen. Ich habe auch schon... Ja, mir kommt es auch schon so vor, dass das Deswegen zwischen der EM und WM jetzt auch so gut gelaufen ist, weil die Rennen quasi wir alle nicht ohne Erwartungen, aber mit dem Fokus einfach auf der WM, dass da das Formenhoch wieder da sein soll, angegangen sind. Auf jeden Fall jetzt über Monate genau auf dieses Rennen konzentriert.

Björn: Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann ist der Funken, die WM zu gewinnen, so ein bisschen bei der EM entstanden, richtig? Da wusstest du, dass du eigentlich das Zeug dazu hast, auch die WM zu gewinnen, wenn ich dich jetzt richtig verstehe.

Sebastian: Ja, ab da dann auf jeden Fall. Und da wird einem auch nochmal klar, nach dem Titel geben bei der EM schon, dass einfach Titel sind Titel. Und es ist einfach... Viel, viel wichtiger als jetzt die ganze Saison jedes Rennen für Rennen immer zu probieren, dass man jedes Mal für jedes Rennen alles gibt, sondern wirklich auf die Meisterschaften konzentrieren und dass das eben auch funktioniert, weil es bei der EM so gut funktioniert hat. Genau.

Björn: Wann wusstest du denn bei der WM, dass das klappt? Wann hattest du das Gefühl? Das Rennen ist ja schon ein bisschen länger. Vielleicht magst du noch mal ganz kurz erzählen für diejenigen, die es vielleicht nicht genau wissen, wie so eine Marathon-WM aussieht. Wie viele Kilometer musstet ihr fahren?

Sebastian: Diesmal war es sehr lange, also 115 Kilometer und 4.800 Höhenmeter, glaube ich, waren es dann. Und sechs Stunden Rennzeit. Aber es war tatsächlich so, ich weiß es vom Timing her nicht ganz genau, wo es dann war, aber ich glaube so nach fünfeinhalb Stunden ungefähr habe ich dann meinen letzten Verfolger abgehängt im steilsten Anstieg der ganzen Strecke. Und bin vorher schon ungefähr eine Stunde, glaube ich, nur vorne gefahren und habe nur probiert zu attackieren und konnte den zweiten Diego Arias dann aber ewig nicht abhängen und im letzten richtig steilen Anstieg hat es dann doch geklappt und da wusste ich dann eigentlich ziemlich, Ich habe zum Gefühl zum hundertsten Mal über die Schulter geschaut und dann war endlich mal nur zwei Meter Lücke da. Und da wusste ich, oder ich wusste es nicht, aber da dachte ich, okay, das ist jetzt kein Zufall, dass er jetzt zwei Meter hat, sondern vielleicht habe ich ihn jetzt so weit. Und ab da waren es doch mal zehn Minuten richtig Schmerzgrenze und dann einfach schauen, irgendwie sicher ins Ziel zu kommen.

Björn: Wenn du dich da umdrehst und deinen Kontrahenten anschaust, schaust du dem auch ins Gesicht? Guckst du, ob er leidet? Überlegst du dir, ob er mehr leidet als du?

Sebastian: Also man kann jetzt nicht unbedingt lang immer so Gesichtsausdruck und sämtliche Details studieren, aber man sieht es immer so einfach vom Abstand her eigentlich. Das ist eigentlich das Erste. Wenn er die ganze Zeit direkt am Hinterrad ist und dann doch mal zwei Meter weg ist, dann weißt du eigentlich... Und dann eben, wenn man auch die Körperhaltung dann sieht, dann weiß man schon, okay, jetzt ist es vielleicht zu weit.

Björn: Okay, also du siehst das dann schon so am Abstand, weil normalerweise würde er wahrscheinlich keine Lücke lassen, sondern würde immer bei dir dranbleiben und so eine kleine Lücke ist dann vielleicht auch schon ein Zeichen. Und ja, das ist ja auf jeden Fall spannend, also da habt ihr euch die ganze Zeit angeschaut und dann hast du da endlich deinen Anstieg gehabt, wo du wegziehen konntest und da war dir klar, dass du das Ding auch machen kannst.

Sebastian: Ja, genau, also da wird man dann direkt euphorisch, wenn man endlich sieht, okay, die Lücke geht jetzt auf und dann probiert man sich eben nochmal extra hart zu fahren, um die Lücke gleich groß zu machen und den Gegner quasi mental dann einzuschüchtern. Man kennt das ja selber, wenn man selber eine Lücke reißen lassen muss und dann sieht, okay, die Lücke wird größer und größer, das macht einen...

Björn: Hast du da eigentlich dann nochmal so ein Stück extra Energie, wenn du jetzt sagst, du bist so ein bisschen euphorisch, du siehst, der andere kommt nicht mehr hinterher, da wittert man seine Chance und kriegt man da nochmal extra Körner? Hat man da nochmal so einen extra Schub, so eine zweite Luft, die dann auch nochmal dazu kommt, weil man einfach vom Kopf her vielleicht auch weiß, so jetzt kann das Ding richtig was werden?

Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Also da war dann wirklich nochmal... da gibt es ein interessantes Strava-Segment sogar, das sind wir dann praktisch dreimal gefahren und in der dritten Runde bin ich dann am schnellsten gefahren und habe noch einen Komm geholt. Während der Attacke praktisch. Und das geht halt auch nur, wenn du realisierst, okay, wenn ich jetzt fünf bis zehn Minuten nochmal einfach Schmerzgrenze fahre und der andere kann ja dann eigentlich unmöglich oder Ich kann dann fast nicht noch härter fahren. Dann muss es eigentlich funktionieren und mit der Medaille im Blick halt. Dann geht sowas irgendwie. Aber im Ziel war ich dann auch so fertig wie nie zuvor nach irgendeinem Rennen. Also man düst dann schon dafür, aber erst nach der Ziellinie, Gott sei Dank.

Björn: Ich glaube, das ist schön für alle anderen zu hören, dass du dich dann auch an diesem Tag wirklich voll ausbelastet hast und da nichts mehr drin warst. Wenn du dann zu überlegen bist, dann ist das vielleicht für die anderen noch schwerer zu verkraften. Aber so ist es natürlich ganz gut. Björn, wie bereitet ihr euch darauf vor, auf so einen Wettkampf? Was habt ihr getan?

Andreas Seewald: Ja, dieses Jahr war es eigentlich... waren wir in der schönen Lage, dass man mit der hervorragenden Form, die Andi jetzt schon die ganze Saison hat, auch mal wirklich Dinge zu testen. Also ich sage mal, nicht nur mitzufahren und dann vielleicht auch mal so gut zu siegen, sondern wir waren immer so ein paar Prozent besser und konnten uns wirklich taktisch die Rennen aufteilen. Und das haben wir eigentlich beim Celeronda Hero, das ist das Rennen vor der EM gewesen, da haben wir schon gesehen, okay, wir sind in einer richtig, richtig guten Verfassung. Und dann haben wir bei der EM, eine Woche später war das, glaube ich, haben wir dann wirklich mal taktisch angefangen zu arbeiten. Da haben wir gesagt, okay, wir fahren jetzt den Reifen, der vielleicht nicht der Beste in der Abfahrt ist, aber wir wissen, wenn wir oben als Erste in den Anstieg reinkommen, Dann kommen wir da relativ gut runter. Und dann haben wir alles auf den letzten Anstieg bei der EM gesetzt und wussten dann, wir kamen, glaube ich, mit einem ganz leichten Rückstand in den Anstieg rein. Und dann war das, glaube ich, der Porro ist dann Zweiter geworden, ein Italiener. Und dann hat Andi dem, glaube ich, auf dem Anstieg nochmal drei Minuten gegeben. Und das waren dann so die ersten Sachen, wo wir sagen konnten, okay, wir arbeiten jetzt auch mal in einem Marathon sehr taktisch, was nicht unbedingt immer gemacht wird, beziehungsweise das war eigentlich immer eher so ein Überlebensrennen für jeden. Und dann haben wir den Rest der Saison, praktisch jedes Rennen, das wir angegangen sind, habe ich jedes Rennen so getrimmt, dass wir wie eine WM fahren. Ja, wir haben immer gesagt, Der Anfang ist sehr hart, da versuchen wir möglichst viele der Kontrahenten wegzukriegen. Danach versuchen wir das Rennen zu stabilisieren, mitfahren, das Tempo nicht einschlafen lassen und dann zum Schluss die letzten 30, 40 Kilometer versuchen wir das Rennen zu bestimmen. zu gewinnen. Und das war wirklich, wir haben diese drei Segmente für die WM gehabt und das haben wir sicher zwei, drei Monate gemacht bei allen World Series Rennen und so weiter und das hat jedes Mal gut geklappt. Wir haben danach immer telefoniert und dann war eigentlich, ich sehe es an den Daten, Andi sieht das auch an den Daten und vor allem ist es sein eigenes Gefühl dann, dass wir immer gesagt haben, fall nicht im roten Bereich. Du sollst nicht im roten Bereich fallen, du sollst immer kontrolliert sein. Und das hat eben rein von der taktischen Auslegung, das ist der eine Teil und dann natürlich der andere Teil, wie bereitet man sich auf so eine WM vor auf die Strecke, der war eher sehr speziell, das war eher ein Cross-Country-Kurs, ja, mit vielen kürzeren Anstiegen rauf, runter, extrem technisch, sehr, sehr wenig Zeit, sich auszuruhen, also nur mal, um mal Kennzahlen zu nennen, das, Andi ist knappe sechs Stunden 300 Watt gefahren, normalized waren es 350, Andi, oder, verbessere mich? Ja, ungefähr. Ja, 350 bei 68 Kilo Gewicht. Das sind schon mal echte Ansagen. Und wir haben eben dann das Training die letzten Wochen darauf auch konzentriert, dass wir sagen, okay, wir fahren etwas unrhythmischere Tempowechsel, aber die immer sehr hoch gehalten, also oberanders und ähnliches. Davor natürlich viel Höhentrainingslager. Wir waren dieses Jahr, glaube ich, mehr im Höhentrainingslager. als je zuvor. Und das ging dann eben hervorragend aus. Wir haben auch die Ruhezeiten versucht einzuhalten. Da gab es auch ab und zu, kann ich mal mehr machen? Nee, kannst du heute mal nicht mehr machen. Aber dass es natürlich so aufgeht, da kann man sich immer auf die Schulter klopfen und sagen, super, wir hatten ja auch einen mega Plan. Am Ende des Tages Es ist auch immer 50 Prozent, weil 50 Prozent kann auch immer schief gehen. Irgendwie stürzen, krank werden oder irgendwas nicht bedacht. Aber wir arbeiten jetzt schon seit sechs, sieben Jahren zusammen. Von daher, der Andi kennt mich, ich kenne den Andi. Und mir war eigentlich schon so ein bisschen klar, dass das bei der WM gut wird. Wir haben vor der WM am Samstag genau drei Minuten telefoniert. Und da hat Andi gerade die Nummern, glaube ich, geholt. Und da war mir klar, der ist komplett schon drin. Also der ist sich aus seiner Sache gerade extrem sicher. Das ist nicht diese Last-Minute-Panik, die man manchmal hat bei Sportlern, die dann anrufen und sagen, oh, welchen Reifen soll ich noch fahren? Und soll ich noch dies machen? Soll ich noch das machen? Was kann ich noch machen? Sondern das war einfach schon, das ganze Szenario war einfach schon über Monate durchgespielt worden. Und wenn nicht sogar über Jahre, weil wir uns eben schon über Jahre kennen. Was nehmen wir wann? Welche Mixtur ist in der Flasche? Und, und, und. Das wurde alles schon durchgespielt. x-mal getestet und intensiviert, vor allem die letzten Monate und von daher war das so ein bisschen Automatikmodus, wobei eine WM natürlich immer speziell ist, weil auf einmal kann da jeder schnell fahren.

Björn: Wenn ich das so höre, Andi, die Jahre zuvor war es so, jedes Rennen war eher so ein Überlebenskampf. Und in diesem Jahr ist es ein bisschen neu gekommen, dass ihr taktisch fahren konntet. Also es ging nicht mehr die ganze Zeit nur ums Überleben. Ist das was Neues? Ist das gut so, dass man vielleicht nicht die ganze Zeit um das Dasein kämpfen muss? Wie empfindest du das für dich? Das muss ja eine ganz neue Facette sein, wenn man dann auf einmal vielleicht auch so taktische Spielchen mit reinbringen kann. Bereichert das für dich den Wettkampf? Ist das was Gutes?

Sebastian: Ja, man geht natürlich ganz anders in den Wettkampf rein, wenn man eigentlich mit der Erwartung reingeht, nicht nur irgendwie dabei zu bleiben, sondern das Rennen selber bestimmen will. und schon Taktik hat, wo man quasi dann wegfahren will und das Rennen entscheiden will. Früher war es nur immer irgendwie überleben und immer so hart fahren, wie es geht und sehen, wo man rauskommt. Und mittlerweile ist es eigentlich so, dass normalerweise ich in der Spitzengruppe einfach dabei bin und dann eben Sachen probieren kann. Meistens.

Björn: Ja, das ist ja auf jeden Fall dann, vielleicht ist es ja auch genau das, was man dann braucht. Man braucht vielleicht genau diese Taktik, genau diese Möglichkeiten, genau diese Leistungsfähigkeit auch. Und dann bei solchen, ich meine, wir reden ja nicht von irgendwelchen Rennen, wir reden hier von der Weltmeisterschaft, um sowas auch gewinnen zu können. Und wenn du, Björn, warst ja jetzt, soweit ich weiß, nicht dabei, du warst ja nicht live vor Ort, wie erlebst du das? Wie kannst du da bei deinem Athleten sein? Wie kriegst du da die Infos mit?

Andreas Seewald: Ähm, ich bin da immer furchtbar nervös. Also vor allem, wenn es da so richtig um die Wurst geht. Ähm, ich halte das kaum aus. Man kann das Rennen auch auf Eurosport nochmal sehen. Es wurde live auf Eurosport übertragen. Wer möchte, kann sich das mal anschauen, wie hart das eigentlich ist. Ähm, Ich habe es mir nicht angeschaut, weil ich kann eh in diesem Moment gar nichts machen. Ich schlafe die Nacht auch davor und auch nicht immer super. Ich hatte auch viele andere Sportler von mir, die sind auch dort gefahren. Und von daher war das schon... ich sage immer so, mein Sohn hat seinen Geburtstag nachgefeiert und ich habe dann so ein bisschen Ablenkung auch in der Vorbereitung gehabt, da war ich ganz, das war schon mal ganz gut und ich hatte dann mit einem Sportler etwas länger telefoniert, der nicht da gefahren ist, ein Straßenfahrer und der sagte, ha Björn, du suchst jetzt Ablenkung und irgendwann gegen Nachmittag oder kurz nach dem Rennen, ich weiß gar nicht mehr, wann das Ende war, machte ich mein Handy mal kurz wieder an, ich hatte es nämlich auf Flugmodus an und hatte einfach 60 WhatsApps gekriegt, ja. von Leuten, die mir gratuliert haben. Und da war mir schon klar, dass da ganz, ganz viel passiert ist. Und dann haben wir einmal kurz telefoniert, Andi. Da war ich erstaunt, dass ich dich sofort gekriegt habe. Und dann haben wir ganz kurz telefoniert. Ja, Hammer. Also ich war natürlich irgendwie, es hat ein bisschen gedauert, bis das so mal so eingedrungen ist ins Hirn. Hat ein paar Tage gedauert. Ich glaube, meine erste Reaktion war, super Rennen, Taktik aufgegangen. Aber ich habe dann auch gesagt, okay, ich gucke es mir jetzt mal genauer an und wir schauen mal nach, was wir eigentlich besser machen können. Weil das ist ja das Schöne, wenn man, ich mag das ja gerne, so ein bisschen rumfrickeln, wo kann man denn noch mehr Zeit rausholen? Wie kann man denn taktisch noch ein bisschen besser fahren, damit man vielleicht eventuell noch dominanter ist? Und ja, so habe ich es erlebt. Also eigentlich gar nicht so richtig. Ich habe mir dann natürlich das Rennen nochmal angeschaut. Ganz klar, ich wusste ja den Ausgang. War ja gespoilert. Und dann sitzt man da und denkt, gut, dass ich jetzt keinen Angstschweiß miterleben muss. Ich habe mich dem ein bisschen entzogen, ehrlich gesagt.

Björn: Ja, das ist, also wenn man dann natürlich nicht vor Ort ist und du natürlich keine Möglichkeit hast, dann direkt auch was zu tun, dann ist es natürlich, glaube ich, wirklich was ganz Aufregendes und etwas, wo man dann, sich ein bisschen schwer tut, hinzuschauen oder nicht hinzuschauen. Und man würde ja die ganze Zeit live mitfiebern, wenn du dann die Platzierung siehst und auch die vielleicht auch eine Live-Berichterstattung. Manchmal sind die Athleten ja auch vor Ort und teilen noch ein paar Videos. Da habe ich ja bei verschiedenen Mountainbike-Rennen jetzt auch schon gesehen. Ist ja mittlerweile ja immer mehr möglich. Und dann werden Live-Ausschnitte noch gezeigt. Manche Athleten filmen noch mit der Kamera mit. Da habe ich den Andi auch das eine Mal gesehen. Und wie er dann noch gefilmt worden ist und angefeuert worden ist, damit er nach vorne kommt. Und ja, das ist ja natürlich schon eine ganz spannende Geschichte. Andi, wie war es für dich, als du ankamst? Du hast gesagt, du warst richtig fertig. Wann hast du das so richtig realisiert, dass du Weltmeister bist, Andi?

Sebastian: Ja, realisiert, das ist keine Ahnung, ehrlich gesagt. bin mir nicht sicher, ob ich es jetzt schon richtig realisiert habe. Beim Ziel war ich erstmal ziemlich kaputt und wollte mich nur beim Gio und beim Chris bedanken, dass wir das jetzt ermöglicht haben, mit meinem Profi-Team endlich zu fahren. Ich war erstmal einfach nur dankbar, Und ja, ist immer noch irgendwie komisch.

Björn: Ja, das ist ja vielleicht auch insofern eine interessante Frage, denn auf der einen Seite, Andi, seit wann hast du denn den Wunsch oder wann hast du dir, du hast ja mit dem Mountainbikesport angefangen und hast du dir das auch schon früher mal als Ziel gesetzt, dass du irgendwann mal Weltmeister werden willst?

Sebastian: Ich glaube so 2016, na 15, war ich ja das erste Mal bei der WM und bin tatsächlich gleich in die Top 20 gekommen und dachte mir so, okay, das war jetzt ein guter Tag und so, aber für das, wie ich eigentlich unterwegs bin, wie amateurmäßig und neben der Arbeit und alles und ohne große Streckenbesichtigung und ohne irgendwas halt. Dann schon in den Top 20 und ich glaube, der Zeitrückstand war auch nicht mal so enorm. Da dachte ich mir damals eigentlich schon, falls ich mal in ein Profi-Team komme, will ich auch mal Weltmeister werden. Aber wann dann das konkrete Ziel war, das kommt so Stück für Stück immer, man denkt immer drüber nach und wird sich immer sicherer, dass das vielleicht wirklich möglich wäre und so ab dem EM-Titel dann war ich, glaube ich, erst überzeugt, dass das vielleicht wirklich möglich ist.

Björn: Ja, wenn du das so sagst, 2016, jetzt haben wir 2021, das sind ja fünf Jahre gewesen, fünf Jahre, wo man vielleicht diesen Funken gehabt hat, mal Weltmeister zu werden und dann diese lange Reise begonnen hat, Und die dann auch wirklich geschafft hat, auch Weltmeister zu werden. Ja, was ja wirklich sensationell nach wie vor ist. Du aber ja, was wir ja gerade eben schon gehört haben, auch ja vielleicht noch gar nicht so richtig die Zeit hattest, anzukommen und dir über allen das so Gedanken zu machen, denn du hast ja noch viele weitere Rennen jetzt mitgemacht. Und vielleicht kommt das ja noch, dass man diesen Punkt nochmal hat, dass man erkennt, was man da wirklich Großartiges geschafft hat. Und Björn hat ja auch schon erwähnt, du hast ja noch ganz viele andere Aspekte dabei. Du bist Europameister geworden, du bist Weltmeister geworden, du hast noch andere wichtige Rennen gewonnen, du hast Rekorde gebrochen, was ja summa summarum dann wirklich eine sensationelle Geschichte ist, die es so noch nicht gegeben hat. Und auf der anderen Seite braucht man aber sicherlich auch Zeit, um das zu verstehen. Und ich selbst komme ja eher so aus dem Langdistanz-Triathlon-Sport und wenn man da so was Großes und was Besonderes gemacht hat, dann so nach zwei, drei Wochen irgendwann, wenn die Wettkämpfe vorbei sind, dann kommt ja so... in der Regel erst so ein Loch vielleicht, wo man dann sich so fragt, was kommt jetzt? Vielleicht ist es ganz gut gewesen, dass du da mit deiner eigenen Entscheidung so getroffen hast, auch noch weiter Rennen zu machen, Björn auch weiter einfach am Ball zu bleiben und nicht das Loch zu groß werden zu lassen. Dass man einfach sagt, hey Mensch, wir bleiben einfach am Ball, wir machen gleich weiter Wettkämpfe. Und sehen mal, was so möglich ist. Und ihr habt da ja wirklich einen Wettkampf nach dem anderen geplant gehabt. Und du hast ja weiter Top-Resultate abgeliefert. Das ist schon spannend. Björn, bist du damals schon 2015, 2016 auch schon Trainer von Andi gewesen, als ihr da eure erste Weltmeisterschaft hattet?

Andreas Seewald: Ja, also da haben wir zusammen mit einem anderen Kollegen zusammen, hatten wir ein Institut. Und da war der Andi dann auch. Andi ist damals für das Team gewählt. Centurion VD gefahren, wo auch Markus Kaufmann fuhr, Daniel Geismeier, Jochen Kees. Also wirklich, das war damals das Team, Mountainbike-Marathon-Team, das echt dominiert hat. Den Andi selber hatte ich viel früher kennengelernt oder das erste Mal ist er mir in Erscheinung getreten, als ich ihn auf einem Crossrennen in Rosenheim gesehen habe. Und da ist der Andi die Hobbyklasse gefahren. Und ich glaube sogar mit einem Trekkingrad, wo an den Seiten so Flatterdinger hingen und ein Gepäckträger sogar drauf. Ich bin mir nicht sicher. Da war sogar noch Schutzbleche dran. Ich bin mir nicht sicher. Zumindest sah ich da so einen Typen, In so einem Radlrasti-Trikot. Man muss dazu sagen, Radlrasti-Trikot ist so eine Jamaika-Farbe, Ampelfarbe. Also so wirklich mega auffällig. Und dann fuhr dieser Typ da rum und hat das komplett aus dem Nagel genommen und fuhr einfach super schnell. Und da dachte ich so, Alter, was ist denn das für ein Typ? Und ich bin dann später das andere Rennen gefahren. Ich glaube sogar das Lizenzrennen. Voll abgelost natürlich. Das war glaube ich auch eines meiner letzten Rennen, die ich gefahren bin. Und da ist mir das erst mal aufgefallen, dass da jemand ist, der kann was. Und dann habe ich den Andi und den Rasti, den Radlrasti. Der Radlrasti ist jemand, der in Lenggries einen großen Radladen hat. Cooler Typ, kann man einfach so sagen. Und dann hatte ich den Andi und den Rasti auf der Eurobike getroffen und ich war schon in diesem Team Centurion VD als Mit-Performance-Manager sozusagen oder Trainer. Und dann, ihr habt irgendwie Teamsponsoren oder sowas gesucht. Und da habe ich gesagt, weißt du was, eigentlich müssen wir dich mit in dieses Team reinkriegen. Und dann war Andi in diesem Team drin. Und dann war es ein bisschen Rollercoaster über die Jahre, wenn ich da mal kurz vorgreifen darf. Das war so ein bisschen was bei VAUDE. Dann bist du zu Kreidler gegangen, was auf dem Papier her ein tolles Team war, mit Moritz Mielertz, ja, auch immerhin Cross-Country-Europameister, glaube ich, Weltcup, wahnsinnig gut. Auch beim Marathon mal Zweiter gewesen gewesen. Ein wahnsinniger Fahrer, Markus Bauer, war auch da und das Team gab es leider nur sehr kurz. Und dann ist Andi in einem anderen Team gefahren, Rockloop heißt das. Das war weit weg vom Professionell, aber sie haben auf alle Fälle ihr Bestes gegeben. Winter, ja, Herbst, Winter, habe ich den Julian Biefang von Canyon, den kenne ich ganz gut, mit dem arbeite ich auch ein bisschen zusammen, was Training angeht. Und die haben in dem Team Canyon Northwave, haben sie einen Fahrer gesucht und da habe ich gesagt, nehmt euch den Andi rein. Der hat so viel Potenzial, dass der, der wird euch Weltmeister. Und dann habe ich mit dem Christian Hinnig, der der Teamchef von diesem Team ist, der auch immerhin Zweiter der WM war vor zwei oder drei Jahren, habe ich ihm gesagt, pass mal auf, der Andi ist sehr gut, der kann das und das. Und man sollte auch immer eins nicht vergessen. Andreas Seewald ist jemand, der fährt zu einer World Series, also die höchste Kategorie, was Rennen angeht. Fuhr in seinem alten Ford Galaxy oder was auch immer das war. Hat im Auto geschlafen. hat sich den Reis gekocht im Auto, während alle anderen professionellen Teams da im Hotel wohnen und Mechaniker und alles haben, dann pennt er in diesem Auto, steht am nächsten Morgen auf, setzt sich aufs Rad und gewinnt das Rennen. Ja, also... Das darf man nicht, das muss man sich erst mal vorstellen.

Sebastian: Richtig, nur einmal.

Andreas Seewald: Aber trotzdem, diese Fähigkeit, sich ohne Support so ein Rennen einfach mal durchzuknallen und dann zu gewinnen vor der versammelten Weltelite, das zeigt eben, wie viel der Andi auch, das darf man nicht vergessen, von diesem Team jetzt profitiert. Vor allem mit Leuten wie Christian Hinnick, der das Team hervorragend managt, auch ein hervorragender Fahrer ist, mit Matthias Stossek, der auch, der führt aktuell die Weltrangliste, also das Team Canyon Northwave ist aktuell das stärkste Marathon-Team auf der Welt und da hat sich, ich kenne dieses Phänomen, sieht man ja öfters, dass sich die Fahrer dann so gegenseitig hochschaukeln und da ist einfach so ein unglaublich hohes Levelgrad an Performance in diesem Team, vor allem mit dir und mit Martin Stossek, die beiden fahren vorne raus, Und da wissen die eben, okay, wir können eben taktisch auch spielen. Ich gebe Gas, der Martin kommt mit und dann schauen wir einfach, dann sind wir vorne zu zweit weg. Vielleicht kommt noch einer mit, naja, was soll der denn noch machen? Zwei gegen eins, ja. Also von daher, das ist so ein bisschen die Entwicklung und wir haben da immer zusammengearbeitet und haben eigentlich immer ein Ziel, mir war immer klar, der hat so viel Potenzial und das kriegen wir schon irgendwie hin. Immer dran geglaubt. Und mich freut es natürlich wahnsinnig, weil es auch viele professionelle Teams haben ihn scheinbar auch nie so richtig wahrgenommen. Und glücklicherweise hat Canyon das richtig erkannt. Und jetzt hat man den besten Mountainbike-Marathonfahrer der Welt und jetzt muss ich mal ehrlich sagen, ähm, das von den Resultaten her hat auch noch nie jemand solch eine Saison hingelegt, ja, das ist ein No-Boom, was wir hier haben, auch von den Leistungswerten her ist es, äh, ja, ich bin schon ein bisschen länger in dem Business, vor allem im Marathon-Business ist es eben toll zu sehen, dass es so klappt, ja, und dass alle Zahnräder mal richtig gegriffen haben und das funktioniert eben alles nur im Team, ja, also, äh, Andi, Trainer, das ganze Team herum, die ganze Logistik, das passt einfach dieses Jahr hervorragend.

Björn: Du hast ja jetzt das Team auch erwähnt und auch gesagt, was das für einen Unterschied macht. Und der Andi hat ja selber gesagt, als er das Rennen gewonnen hat, dass er sich auch als erstes bei seinem Team bedankt hat. Andi, was hat sich für dich geändert, seitdem du in dem Team bist? Gibt es irgendetwas, du musst nicht alles sagen, gibt es irgendetwas, was dir besonders am Herzen liegt? dass du in diesem Team bist und dass du davon profitieren kannst?

Sebastian: Besonders am Herzen. Schwierige Frage. Wo fängt man da an? Das ist einfach eine ganz andere Welt. Man fühlt sich dem Team allein schon so verpflichtet, weil man so viel Unterstützung bekommt. dass man auch was zurückgibt in Form von Resultaten und es ist einfach super unkompliziert alles hier und ja, ich einfach alles so viel einfacher mache,

Andreas Seewald: das war's. Also ich finde, wenn ich kurz was sagen darf, was auch den Unterschied macht, und das sehe ich auch bei anderen Marathon-Teams, auch bei anderen professionellen Marathon-Teams, ist, dass mit dem Christian Hinnig hat man da eben jemanden, der schon mal ganz, ganz oben auf dem Podest stand, bei vielen Rennen, ein Vollblutfahrer ist, immer noch ein hervorragender Fahrer ist, und der kennt der kennt genau die Nöte eines Fahrers. Der weiß ganz genau, wo es drauf ankommt. Und da geht eben wenig im Rauschen von Teammeetings oder Ähnlichem um, sondern da ist es einfach gemacht. Klar muss man sich ein bisschen zusammenrütteln, damit man sich ein bisschen besser kennenlernt. Aber da sehe ich einfach im Vergleich zu anderen Teams, du hast einfach jemanden, der ein Vollboot-Rennfahrer ist, der auch noch voll drin ist und der dieses Team voranbringen will und der vor allem dieses Team auch selber kreiert hat. Das war nämlich vor drei Jahren. Gab es dieses Team, glaube ich, noch nicht oder vor zwei Jahren. Da fing der an, ganz klein und hat dann eben innerhalb kürzester Zeit, das muss man festhalten, zweimal zweiten Platz bei der WM geholt. Er und dann der Martin und der Martin Stossik und jetzt der Andi eben die Goldmedaille. Also das ist einfach, das spricht einfach für die Qualität vom Christian, muss man einfach echt mal sagen, dass er da neben, also Teammanager, Profi, Familienvater, das ist schon gewaltig, ja. Und das kriegen die Fahrer zu spüren und wie Andi schon sagte, zumindest bekriege ich das so von außen mit und auch von Christian, ähm, Man fühlt sich diesem Team auch irgendwie verpflichtet und das zieht mit, ja. Das ist toll zu sehen, ja.

Björn: Seit wann bist du jetzt in dem Team?

Sebastian: Seit dem Jahr, also seit Januar. Und es ist einfach heute der Fokus einfach auf dem Wesentlichen. Es geht bei uns ums Rennenfahren und

Björn: Du musst dich nicht mehr um die Logistik kümmern, du hast deine Fahrradmechaniker, du hast das Team, was bei dir ist, du hast die Leute, die dir zuhören, du hast wahrscheinlich auch eine bessere Verpflegung, die Leute, die sich um dich kümmern, auch von der Ernährung her. Da gibt es bestimmt viele Aspekte, sodass man sagen kann, Mensch, ich muss jetzt hier nur noch Rad fahren und alles andere, darum wird sich gekümmert. Da kann ich mir schon vorstellen, dass das einem hilft und oft ist es ja auch so, dass wenn man dann Menschen hat, die sich in dich hineinfühlen können und das hast du ja gerade genannt, Björn, dass wenn du siehst, dass da jemand deine Nöte und deine Ängste und auch deine Wünsche vielleicht versteht, dass du dann, wenn du dich da einmal so richtig aufgehoben fühlst, auch mal ganz andere Leistungen abbringen kannst und wenn du dich dann auch noch verbunden fühlst, und dann sagst, hey Mensch, für die, für die mache ich das richtig gerne, da will ich auch Leistung bringen, weil die supporten mich hier und machen die Sachen für mich, dann ist das vielleicht auch einer der Gründe, warum dann auch so eine Leistungssteigerung auch in diesem Jahr nochmal möglich ist, also das gehört ja alles zusammen, man Ich vermute mal, dass man das nicht alles nur isoliert betrachten kann, reines Training, sondern da ist ja auch die mentale Aspekt dabei. Für wen tust du das? Warum machst du das? Und du hast ja jetzt ja auch 2017 bis 2019 gar keine Bezahlung gehabt. bist ja eigentlich dem Sport so treu gewesen, dass du das auch ohne Bezahlung machst. Und das zeigt ja auch dein Engagement einfach für diesen Sport und deine Leidenschaft und deinen Willen dafür. Und wenn du dann natürlich mal richtig aufgenommen wirst, kann ich mir gut vorstellen, dann beflügelst du das vielleicht nochmal auf eine ganz andere Art und Weise.

Sebastian: Ja, genau. Das war einfach eine Riesenchance. Und deswegen so, das ist so jetzt erst recht Gefühl für die ganze Saison schon oder seit dem Winter schon, das jetzt wirklich endlich mal als Profi zu versuchen und wirklich alles reinlegen und ja.

Björn: Ja, wie sieht denn aktuell, wenn du seit Januar angefangen hast, wie sah denn jetzt, und vielleicht macht ihr das beide zusammen, wie sah euer Training aus, ganz aktuell? Einfach mal ein paar nackte Zahlen, wie viele Stunden trainiert ihr denn pro Woche?

Sebastian: Hast du da einen Überblick, Björn?

Andreas Seewald: Ja, also wir sind so zwischen 15 und 20 Stunden, wenn wir mit Ruhe und allem drum und dran. Wenn man mal ein bisschen weiterfasst, wir haben, oder ich habe versucht, die Jahre immer drauf zu achten, dass wir an Stärken und Schwächen eben arbeiten. Also es gab Jahre, da haben wir gesagt, okay, wir machen nur V2max, V2max, V2max. Dann haben wir die V2max irgendwann gesenkt. Also wir haben da wirklich, oder ich habe versucht, in großen Jahreszyklen zu arbeiten, wenn wir mal ganz speziell auf die Saison jetzt schauen. Klar, Skitouren gehen und sowas machen wir viel im Winter, solche Sachen. Wir waren dieses Jahr aber auch viel mehr auf dem Rad als sonst. Wir waren viel mehr im Höhentrainingslager. Wir haben bei den ersten Rennen gesehen, dass wir so ein bisschen Probleme haben in den Anfangsphasen. Dann haben wir das Warm-up geändert. Wir haben versucht, die Spritzigkeit mehr reinzukriegen. Das haben wir dann wirklich gut in den Griff gekriegt. Und dann haben wir extrem viel Volumen gemacht. Irgendwann haben wir angefangen oder zum Ende hin viel im Laktatshuttling zu arbeiten. damit wir einfach, also wir konnten ja, das war sozusagen so ein bisschen der Quick-Fix, weil wir eh schon ein hohes Level hatten, aber wir wussten, dass wir über so eine lange Distanz auch die Fähigkeit haben müssen, Laktat besser als Treibstoff zu nutzen. Und ja, ich bin ja ein großer Freund von Blocktraining. Das heißt, ich bearbeite immer eine Fähigkeit des Sporters immer relativ intensiv und switch dann in was anderes rum und dann natürlich immer versucht, die Regeneration nicht zu kurz kommen zu lassen. Und das ist dann die hohe Kunst. Wir haben so hohe Energiedurchsätze. Klar, wenn man da schon so eine hohe Sauerstoffaufnahme hat, hat man extrem hohe Energiedurchsätze, wenn er trainiert. Und da geht es wirklich nur noch darum, die Energie reinzukriegen. Christian Hinnig, der Teamchef, dachte mal, er hat noch nie jemanden gesehen, der so viel essen kann. Aber das müssen wir einfach machen. Wenn der Andi sich einfach mal 300 Gramm trockenen Reis, den er dann gekocht hat und sich dann mal reinmampft. Aber das sind einfach, ja. Wer 5000 Kilojoule oder 4000 Kilojoule im Training wegballert, der muss einfach nachschieben. Ganz klar.

Björn: Also bist du auch am Buffet der Sieger, wenn ich das so richtig verstehe? Gibt es da eine interne Wertung?

Sebastian: Ja, Wertung gibt es nicht, aber ja. Ich bin so der, der mit Abstand am meisten ist, auch während dem Training schon.

Björn: Was ich mir gut vorstellen kann beim Andi so, wenn er dann mal essen geht in so einer Gruppe und dann mal so eine Pizza isst und dann sich danach direkt noch eine Pizza bestellt, weil die dann auch noch reingeht. Ich glaube, da kann dann der ein oder andere dann auch mal den Mund nicht zubekommen, dass Menschen dann so viel essen können. Ja.

Andreas Seewald: Naja, das ist wie ein Auto, das läuft permanent im Leerlauf, da verlieren wir dann nicht so viel Benzin, aber Andi fährt eben permanent im sechsten Gang durch die Gegend. Also das läuft einfach so viel Energie durch und das ist auch dieser Anachronismus, den wir manchmal im Radsport erleben, dass... wenig essen, gar nichts essen. Und wer am längsten nichts isst, ist der härteste von allen. Diesen Zahn muss man den Leuten dann ziehen. Das ist manchmal bei älteren Sportlern ein bisschen schwieriger, weil die immer glauben, sie müssen wahnsinnig wenig essen, um dann dünn zu werden, was natürlich ein Trugschluss ist. Wir können einfach diese extrem hohen Energiedurchsätze, das kann man am Ende des Tages gar nicht mehr nachessen. Und das sehen wir ja dann, wie dünn die Sportler werden, trotz hohen Energieaufnahmen. Von daher... Ich glaube, mein Standardsatz ist, was kann ich jetzt machen? Und dann sage ich immer nur Essen, Essen, Essen. Immer nur Essen.

Björn: Andi, wie hast du das wahrgenommen über die letzten Jahre? Wir haben ja kurz darüber gesprochen, dass das Training sich ändert. Björn hat seine Roadmap dargelegt, wie er das gemacht hat. Nimmst du das auch so wahr, dass die Jahre anders gewesen sind vom Training her?

Sebastian: Ja, wir haben jetzt auch andere Möglichkeiten zum Regenerieren. Ich habe ja viel mehr Freizeit jetzt. Und die Trainingseinheiten selber werden aber auch jetzt immer öfter wirklich so hart, dass man froh ist, wenn man die Werte erreicht. Das war früher eher nicht so. Da war es eher immer andersrum, dass man gerne noch einen Intervall extra fahren wollte oder vielleicht ein bisschen härter fahren wollte. Aber jetzt ist es mittlerweile so, dass wenn, keine Ahnung, vier Stunden mit irgendwelchen Intervallen draufstehen, dann werden wirklich nur die Intervalle gefahren und die dann wirklich so hart, oder die sind dann so hart, dass man es gerade so schafft manchmal und zwischen den Intervallen fährt man dann wirklich freiwillig ganz normale Grundlage und nicht irgendwo zwischen Grundlage und Schwelle.

Björn: Also man baut heimlich keine Zwischenintensitäten ein, sondern das Hauptmenü, der Trainingsplan ist so gut serviert, dass kein Wunsch nach dem Nachtisch da ist.

Sebastian: Nein, also man hat das Gefühl, es ist immer mehr so genau an der Grenze vom Machbaren. Oder genau so, dass... Das passt, ja.

Björn: Sprichst eigentlich auch dafür, dass der Björn ein ganz gutes Gefühl für deine Leistungsfähigkeit entwickelt hat. Und das ist wahrscheinlich nicht nur ein Gefühl, sondern wir wissen ja, auf Zahlen basiert. Und der Trainingsplan wird wahrscheinlich immer besser zu deiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit passen. Und von daher werden die Trainingspläne auch exakt das betrachten, was halt dich auch gerade weiterbringt. Das ist, glaube ich, auch häufig wieder so eine Sache, dass das, was du gesagt hast, dieser Wunsch nach so einem Nachtisch, so einer zusätzlichen Intensität, der wird ja oft so wahrgenommen und manchmal möchte der Athlet ja auch gerne so am oberen Rand trainieren oder am unteren Rand eher nicht, sondern eigentlich immer lieber ein bisschen mehr machen als das, was der Trainer aufschreibt, ne? Und ich glaube, dass vielleicht das auch ein Schritt zur weiteren Professionalität ist, dass man dann sagt, okay, man macht genau das, was der Trainer halt eigentlich will und muss nicht nochmal immer eine Schippe extra drauflegen. Und dann hatte ich da jetzt auch noch besser kennengelernt. Ja, Andi, erzähl.

Sebastian: Aber dabei eben auch das Gefühl haben, dass es passt. Ja.

Andreas Seewald: Also wir haben ja jetzt mit dieser Möglichkeit auch, wie Andrischen sagte, mit der Erholung, ja, das ist, ich bin, also lieber immer ein bisschen am unteren Ende, oder sagen wir mal, nie 100% gehen, sondern eher so 95%. um einfach den Sportler über Jahre stabiler aufzubauen, weil einmal überzogen können uns dann wieder ein paar Wochen Training kosten, teilweise im Monat, weil krank oder wie auch immer. Ich meine, waren wir dieses Jahr überhaupt mal krank, Andi? Einmal ganz kurz, ja. Von daher, und dieses Jahr wusste ich eben, spätestens nach dem Hero wusste ich, also eine Woche vor der EM, wusste ich, okay, das Ding können wir auch nochmal deutlich größer ziehen und dann haben wir eben 100% Fokus gegeben. Und Zugesehen, dass wir da keinerlei Fehler mehr machen. Und am obersten Limit gearbeitet. Ist so. Aber man muss am obersten Limit arbeiten. Man muss immer am meisten machen und am schlauesten, so komisch das jetzt auch klingen mag, damit du die Besten der Welt schlägst. Weil der Beste der Welt ist immer der, der am schlauesten trainiert hat und den besten Tag hatte und die beste Vorbereitung über die letzten Monate und Jahre. Ja, ist so. Sonst wird man nicht Weltmeister. Also...

Björn: Genau, ja, aber das ist... So, Anni, du hast EM gewonnen, WM gewonnen, zweiter in der World Series. Nächstes Jahr erster in der World Series.

Sebastian: World Series habe ich gewonnen.

Björn: Hast du doch gewonnen?

Sebastian: Ja, war ich. Ach stimmt, jetzt mit Fréjus? Ich war ja schon nach Polen. war ich noch 10 Punkte vorne. Polen war auch wert. Und jetzt für den Schuss, also vor Martin und die anderen Fahrer, also die nächsten vom Bulls, waren schon außer Raum heute. Also wäre es eigentlich nur noch zwischen mir und Martin gewesen und dadurch, dass wir jetzt zusammen Cape Epic fahren, das letzte Rennen der Serie, habe ich es quasi schon gewonnen, aber jetzt habe ich nochmal 200 Punkte. Punkte Vorsprung dazu. Und im Ranking war ich vor der WM Zweiter. Genau, im Ranking. Ja, jetzt Mondlandung.

Björn: Gut, dann haben wir das, also dann jetzt ketzerisch, haben wir Mountainbike abgehakt und kommt jetzt der Wechsel auf die Straße?

Sebastian: Erstmal nicht. Erstmal noch nicht. Also macht einfach noch zu viel Spaß auf dem Mountainbike und gibt noch einige coole Sachen, die ich fahren will und ja.

Björn: Du hast ja eine coole Sache gerade schon erwähnt, Cape Epic. Ist das das erste Mal, dass du da startest?

Sebastian: Ja, genau, es wird das erste Mal. Ich habe schon dreimal in meiner Karriere so stark darauf spekuliert, dass ich starten dürfte oder würde und wurde dann jedes Mal doch nichts. Und jetzt freue ich mich wirklich enorm darauf und noch dazu mit so einem starken Teampartner wie Martin. Ja, wird sicher sehr, sehr, sehr geil.

Björn: Jan, freust du dich auch auf die Cape Epic?

Andreas Seewald: Ja, Cape Epic ist ein Rennen, das ich auch begleitet habe, mit Sportlern zusammen, auch echte Erfolge gefeiert habe. Von daher ist das, es heißt nicht umsonst die Tour de France der Mountainbiker, es ist mega hart, es sind sieben Tage eigentlich Königsetappen, wenn man es mal so sagen darf. Und Mit dem Martin Stossik ist das natürlich ein Ding, das man auch gewinnen kann. Oder zumindest aufs Podium fahren. Und dann hat man natürlich irgendwie alles abgesahnt, was man absahnen kann. Also ich freue mich schon richtig drauf.

Björn: Wie viel Zeit habt ihr noch, euch darauf vorzubereiten?

Sebastian: Sonntag geht es los. Morgen ist der Flug. Das heißt, ich kann dann noch drei Tage biken gehen. Aber ein Tag wird mindestens Ruhetag, also zwei Tage Biken gehen. Und ja, vielleicht noch ein kurzer Spin nach dem Flug. Aber ja, wir sind zuversichtlich, weil es die Jahreszeit, durch das, dass jetzt nicht Hochsommer ist da unten, sondern erst Frühling, wird der Temperaturschock oder der Klimaschock nicht ganz so hart. Und deswegen... Ja, möchte schon passen.

Björn: Also weiterhin ein strammes Zeitfenster, was ihr da habt an Wettkämpfen. Ja, ich bin wirklich gespannt. Also das ist ja dann nochmal wirklich ein sehr bekanntes Rennen. Sehr spannend. Starker Partner, den du dabei hast. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Wird mitfiebern da an der Geschichte. Wir haben hier zum Schluss noch so ein paar Fragen. Und zwar, ihr dürft nur eine ganz kurze Antwort geben. Am besten entscheidet ihr euch relativ schnell und wir versuchen das mal so ein bisschen auf Geschwindigkeit zu machen. Wie machen wir das? Wer will zuerst auf die Fragen antworten? Björn oder Andi? Wer von euch beiden erzählt? Wer möchte Vorfahrt haben?

Andreas Seewald: Andi darf Vorfahrt haben.

Sebastian: Also ist das nur so ein Wort?

Björn: Ja, ich stelle eine ganz kurze Frage und du darfst direkt darauf antworten. Okay. Dann Andi, dann darfst du die Vorfahrt haben. Björn darf danach antworten. Wir machen das mal bis zur Hälfte so und dann wechseln wir und machen das auch nicht zu kompliziert. Also, ganz kurze Fragen. Andi, Nino Schurter oder Julian Absalon? Der ist der beste Mountainbiker.

Sebastian: Nino Schurter, aber auch, weil ich, weil er jetzt noch fährt und ich vom Julian Absalon, da war ich noch nicht so in der Szene, wo er noch

Andreas Seewald: Björn? Absolon. Ich fand den, ist ein bisschen rennintelligenter. Hatte einfach so schlaue Moves drauf, sowas wie Rad durch den Matsch tragen, während alle anderen gefahren sind, um mit sauberen Stollen in die Abfahrt zu fahren. Also Absolon.

Björn: Okay. Andi, Shimano oder Sram?

Sebastian: Shimano.

Björn: Ich auch, Shimano.

Sebastian: Aber ja, funktioniert. Beides.

Björn: Alles gut, alles gut. Das sind kurze Fragen. Das ist ja eher so, vielleicht manchmal auch eine Frage des Geschmäckle. Und wenn wir bei Geschmäckle sind, direkt die nächste Frage. Haridom-Training?

Sebastian: Im Training nicht, aber zum Körperloading. Für mich auch im Training.

Andreas Seewald: Für dich auch im Training. Ja, immer.

Björn: Salzehringe gehen nicht so gut. Andi, Watt pro Kilogramm oder Downhill-Skills?

Sebastian: Was ist wichtiger? Ja, ich bin eher Watt pro Kilogramm Spezialist. Alles gut.

Björn: Hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber schön. Björn, bei dir?

Andreas Seewald: Ja, Watt pro Kilo.

Björn: Dann, einmal gedreht. Der Björn darf also erstens anfangen. Buch oder Musik zur Rennentspannung? Buch. Andi, bei dir?

Sebastian: Ist es das Buch oder eher die Musik? Musik.

Björn: Björn, Ero oder Gewicht? Was ist wichtiger? Beides. Andi, was sagst du? Was ist dir wichtiger?

Andreas Seewald: Ero oder Gewicht?

Sebastian: Als Mountainbiker ganz klar Gewicht.

Andreas Seewald: Ah, das stimmt nicht. Das wirst du bei der Epic sehen, dass es nicht nur wichtig ist. Hat es auch einen Aero-Helm auf bei der DM jetzt?

Sebastian: Ja, aber auch das einzige Mal dieses Jahr.

Björn: Das einzige Rennen, was nicht gewonnen wurde. Weil der Helm zu schwer war. Jetzt haben wir es. So, und dann noch, weil wir wieder bei den Geschmacksfragen sind. Björn, Reis oder Nudeln?

Andreas Seewald: Nudeln. Schmecken besser, sorry.

Björn: Reis, von alles. Reis, kiloweite Reis.

Sebastian: Geht besser rein, ne? Bringt man mehr rein, ja.

Björn: Ja, super. Vielen, vielen Dank für eure Zeit. Das ist wirklich was Besonderes. Ihr habt das ja schon mitbekommen. Der Andi ist jetzt auf dem Weg. Morgen geht es wieder los. Er hat viele Wettkämpfe gemacht. Bleibt alles ein heißes Eisen. Deswegen eine tolle Sache, dass der Andi jetzt heute Zeit hatte und auch der Björn natürlich sich Zeit dafür genommen hat. Das sind jetzt so ein paar Einblicke in dein Profileben. Wir haben ja so ein bisschen mitbekommen, woher du kamst. dass das eigentlich deine Leidenschaft gewesen ist und du alles getan hast, um an diesem Sport teilzuhaben und jetzt in diesem Jahr der Knoten geplatzt ist, du die Rennen gewonnen hast, Weltmeister geworden bist, Europameister geworden bist, World Series, haben wir oft genug gesagt. Du hast dein Team gefunden. Für all diejenigen, die da draußen unterwegs sind und Fragen an den Andi haben, du immer gerne her damit, an uns schreiben, an Andi schreiben. Ich glaube, Da gibt es noch ein paar tolle Geschichten auch zu erzählen. Und wenn euch da was gefallen hat oder wenn ihr in Zukunft irgendwie noch Wünsche habt, was wir gerne fragen sollten, wen wir einladen sollten, welche speziellen Thema, immer her damit. Und ja, ich bedanke mich. Gibt es noch Worte von euch, die ihr abschließend noch sagen möchtet? Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück, Andi. Cape Epic wird wirklich spannend. Ich bin heiß drauf, zu sehen, was du da abfeiern wirst mit deinem Partner. Andi, gibt es noch etwas, was du uns mitgeben möchtest?

Sebastian: Ich wollte mich nur bedanken, war super cool mit euch zu plaudern über die Saison und bin jetzt gedanklich schon unterwegs zum Epic, weil es wird sicher nicht nur so Saison-Ausklang, sondern wirklich nochmal ein Highlight und freue mich enorm drauf jetzt.

Andreas Seewald: Ja, auch vielen Dank an euch. Und die Epic kann man auch live anschauen. Einfach mal Cape Epic googeln und die haben, glaube ich, einen wunderbaren Livestream. Da kann man sich dann morgens immer gleich in der Arbeitszeit das Rennen anschauen. Das ist auch eine geile Übertragung. Also wer den Andi nochmal richtig in Action sehen will, der kann das jetzt eine Woche lang ab Sonntag Andi in all seinen Fähigkeiten bewundern.

Björn: Gut. Klasse. Vielen Dank. Also, ciao.

Sebastian: Ja, danke, ciao.

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