Mehr Leistung durch Struktur und Ernährung mit Cathi Rossmann
In der neuen Podcastfolge spricht Niclas mit Cathi Rossmann. Seit Anfang des Jahres ist Niclas ihr neuer Coach und begleitet sie auf dem Weg zu ihrer Bestform. Wir sprechen über das Jahr 2025, warum sie sich für einen Trainer entschieden hat und welche Veränderungen sie dadurch angestoßen hat. Außerdem geht es um ihre Ernährungsumstellung – und wie herausfordernd es für sie war, sich auf eine High-Carb-Ernährung einzulassen. Viel Spaß bei der neuen Folge!
Transkript
Cathi Rossmann: Willkommen zum FASTA-U-Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge FASTA-U-Podcast. Heute mal ohne Björn und vor allem heute mal wieder eine Folge. Wir haben jetzt den 7. Februar. Die letzte Folge habe ich tatsächlich, die war verschollen, sage ich mal, da hatten wir Tonprobleme, die habe ich jetzt gerade wieder neu hochgeladen, die konnte ich jetzt endlich fixen. Genau, heute ohne Björn, sondern mit einer neuen Athletin von mir oder ja, fast einen Monat jetzt, relativ neu noch, der Kathi Rossmann. Guten Tag.
Niclas: Hallo, ich freue mich bei euch heute im Podcast zu sein.
Cathi Rossmann: Genau. Ich vermute mal, den meisten Zuhörern wirst du ein Begriff sein. Ich meine, seit du den Ötztaler 22 gewonnen hast, bist du sehr bekannt in der Radsportszene, vor allem im Amateurbereich und aber auch, ich glaube, auch im Profibereich. Ein ehemaliger Athlet von mir hat gesagt, du bist bekannt wie ein bunter Hund. Also jeder, der irgendwie im Radsportzirkus unterwegs ist, kennt dich. Genau. Willst du dich einmal ganz kurz nur vorstellen für die, die dich nicht kennen? Wir haben gerade schon im Vorgespräch gesagt, wir fangen jetzt nicht an mit die ganze Story aufräumen. Da gibt es bestimmt genug Podcasts über dich, sondern wir wollen quasi über das Jetzt reden. Genau, aber eine kurze Vorstellung kannst du ja trotzdem machen.
Niclas: Genau, also ich bin die Kathrin Rossmann, ich komme aus Heppenheim, das ist zwischen Heidelberg und eigentlich Frankfurt, genau in der Mitte, liegt am Fuße vom schönen Odenwald, meinem Lieblingstrainingsrevier und ich bin ja eigentlich Hobbyathletin, schon sehr ambitioniert im Amateurbereich unterwegs und arbeite Vollzeit als Anwältin und Und meine größte Leidenschaft ist einfach das Radfahren. Ich praktiziere das eigentlich immer ganz früh morgens oder abends und verbinde das Ganze mit meinem Vollzeitjob halt eben.
Cathi Rossmann: Ja, okay. Ich muss jetzt gerade schon bei manchen Aussagen sehr schmunzeln. Also wer Kathi vielleicht noch nicht auf Strava folgt, sagen wir mal so, lohnt sich. Ich glaube... Man kann das, doch man kann das so sagen, du hast letztes Jahr wahrscheinlich mehr trainiert wie 99% aller Worldtour-Profis. Du bist auf jeden Fall, ich glaube bei, also in Training Peaks, ich habe nämlich vorhin mal reingeguckt, weil es hat mich interessiert, in den letzten 365 Tagen bist du bei über 1100 Stunden Fahrradfahren und dann kommen da nochmal... Fast 150 Stunden laufen dazu, also wir sind da bei 1200 Stunden und wenn ich Training Peaks richtig sehe, ist nicht alles drin, weil wenn ich auf die Distanz gucke, sind wir da lediglich bei 32.000 Kilometern. Auf Strava hast du aber im letzten Jahr wie viele Kilometer gehabt?
Niclas: Ich glaube, es waren um die 41.000 oder 42.000 sowas.
Cathi Rossmann: Okay, das heißt, da fehlen, sagen wir mal, okay, es ist der erste Monat quasi noch vom letzten Jahr weg, wo du mehr gefahren bist. Aber sagen wir mal, da fehlen dann irgendwie noch um die 8.000 Kilometer in Training Peaks. Das heißt, 8.000 Kilometer sind nochmal so 200 Stunden lang. Nee, sogar mehr. Es müssen ja sogar noch mehr sein. Also es ist sehr viel. Und das mit einem Vollzeitjob als Anwältin, wenn ich das richtig gesehen habe, für Erbrecht, oder? Genau, ja. Okay. Jetzt tut sich die Frage auf für jeden, der Vollzeit arbeitet. Wie fährt man neben Vollzeit quasi nochmal Vollzeitfahrrad und nennt sich dann Hobby?
Niclas: Ja, indem man jede freie Minute eigentlich auf dem Fahrrad verbringt und am Wochenende halt immer lang fährt. Immer lang fährt. Genau. Und ich habe es ja gesagt, ich bin halt jemand, wenn ich an irgendwelchen schönen Orten war und letztes Jahr habe ich super viele coole Möglichkeiten gehabt, an schönen Orten der Welt Radfahren zu gehen. Und da kann ich einfach nicht an mich halten. Da will ich dann alles sehen und alles erkunden. Und wie gesagt, letztes Jahr habe ich einfach viele Möglichkeiten gehabt. Dolomiten, Mallorca, Girona, dann in den französischen Alpen. Also ich war relativ viel unterwegs. Vogesen, genau.
Cathi Rossmann: Okay, und bei dir ist, wenn ich das richtig sehe, zumindest im letzten Jahr so gewesen, jede freie Minute, wo du nicht gearbeitet hast, bist du Rad gefahren oder gelaufen?
Niclas: Ja, könnte man so sagen. Oder eingekauft und gegessen. Wobei das Essen habe ich jetzt neu erlernt nochmal.
Cathi Rossmann: Genau. Das muss man dann ehrlich wieder auch dazu sagen. Gar nicht so viel gegessen für das, was du an Rad gefahren bist. Das wird sich jetzt auf jeden Fall ändern. Da werden wir aber noch zukommen. Aber jetzt hast du ja vorhin schon gesagt... Du trainierst morgens immer, du trainierst abends immer. Das heißt wirklich, dein Tagesablauf hat letztes Jahr, weil sonst kommt man ja nicht auf 41.000 Kilometer. Du bist wirklich morgens aufgestanden, zwei bis drei Stunden Zwift gefahren, arbeiten gegangen, heimgekommen, wahrscheinlich auf dem Hinweg, Rückweg eingekauft, heimgekommen, zwei, drei Stunden Zwift gefahren, schlafen gegangen, fertig.
Niclas: Ja, wobei unter der Woche ging es eigentlich, wobei, ich habe glaube ich, zwei Abende habe ich glaube ich nichts gemacht, aber ich bin halt am Wochenende mal, wow.
Cathi Rossmann: Jetzt muss man auch dazu sagen, zwei Abende, das heißt nicht zwei Tage Ruhe gemacht, sondern zwei Abende Ruhe gemacht, also morgens wird trotzdem um fünf Uhr trainiert.
Niclas: Genau, und ich bin halt sehr viel am Wochenende gefahren. Also ich bin auch schon im Winter auch schon so acht bis zehn Stunden teilweise draußen gefahren. Ich habe es ja immer genannt, den Odenwald-Ötzi. Ich bin ja teilweise schon im Januar den Odenwald-Ötzi gefahren mit, keine Ahnung, 260 Kilometer, auch mit 5000 Höhenmeter.
Cathi Rossmann: Das ist so geil.
Niclas: Mit meinen beheißbaren Socken.
Cathi Rossmann: Und eigentlich, jetzt muss man halt auch dazu sagen, also Björn und ich sind ja, predigen in diesem Podcast immer, Leute, esst genug, esst, esst, esst, essen, was geht. Vor allem auch auf dem Rad, wenn man jetzt aktuell wieder sieht, was, keine Ahnung, ein Abrahamsen des Sierra Nevada trainiert mit Trainings, wo er 160 Gramm pro Stunde in einem Training aufnimmt. Und jetzt muss man dazu sagen, das hast du bisher gar nicht gemacht, ne?
Niclas: Nee, also ich war richtig schlecht im Essen. Also vor allem das Verpflegen während den Einheiten, das war sehr, sehr schlecht.
Cathi Rossmann: Okay, das heißt, du bist 260 Kilometer gefahren. Wie viel hast du dabei so gegessen?
Niclas: Boah, ich habe es heute gerade einem Bekannten erzählt auf dem Rad. Ich habe dann vielleicht so zwei Riegel, eine Banane, eine Laugenbrezel und vielleicht, wenn es nochmal gut gelaufen ist, noch eine Zimtschnecke oder so, aber das war es.
Cathi Rossmann: Das wäre, wenn ich es jetzt mit mir vergleiche, das wäre ungefähr das, was ich in den ersten zwei Stunden gegessen hätte.
Niclas: Genau. Und heute habe ich allein schon in den ersten drei Stunden hatte ich schon drei Stücke Bananenbrot, zwei Gels und eine Flasche mit Getränkepulver.
Cathi Rossmann: Ja, das ist ein Unterschied. Okay, das ist auf jeden Fall krass. Also letztes Jahr war quasi der Fahrplan, okay, also war das auch quasi so dein Ziel? Okay, du willst einfach möglichst viele Kilometer fahren oder würde ich jetzt mal sagen, hattest du gar kein Ziel, sondern du hattest einfach Bock, Rad zu fahren und bist einfach gefahren?
Niclas: Ja, ich hatte eigentlich gar kein Ziel. Also ich hätte auch nicht mir vorgenommen, so viel, also diese Anzahl an Kilometern zu fahren. Das hat sich dann so entwickelt. Und ich bin einfach so viel gefahren, wie ich auch Lust und Laune hatte. Und wie gesagt, war halt an vielen coolen Orten, wo ich halt auch immer viele lange Touren machen wollte und alles sehen wollte. Und im Endeffekt muss man ganz ehrlich sagen, es verselbstständigt sich ja auch. Von selbst, würde ich mal sagen. Man verliert dann auch so ein bisschen die Perspektive für alles, weil dann auf einmal 200 Kilometer sind halt wie früher mal so 90, 100. Also 200 ging halt einfach locker so von... Also für mich waren 6, 7 Stunden, das ist für mich, ja, easy gewesen. Also ich bin eigentlich mindestens immer 3... Man gewöhnt sich dran. Ja, 3 oder 4 gefahren.
Cathi Rossmann: Okay, das ist auf jeden Fall krass, aber... Das ist jetzt eine Frage, die hat vorhin ein Kumpel gestellt auf der Rolle. Mit dem Pensum an Training, du bist ja regelmäßig 30 Stunden die Woche gefahren, plus Vollzeitjob als Anwalt sind wahrscheinlich mindestens 40 Stunden, auch hier und da mal mehr. war da nicht irgendwann mal so der Punkt, wo du gesagt hast, oh, ich kann nicht mehr? Also, weil das sind ja, ich sage jetzt mal, guck mal, das sind ja aktive 70 Stunden die Woche, wobei halt die 30 Stunden so viel Energie durchschleusen, dass man bei, ich glaube, der Otto-Normal-Bürger wäre bei den anderen, sagen wir mal, 45 Stunden gar nicht mehr aktiv. im Kopf, so, wenn man sich dann auch noch überlegt, du hast das quasi auf, keine Ahnung, 10 Gramm die Stunde Kohlenhydrate gemacht, also ist man da nicht, also ich kann es mir nur von mir, ich könnte das nicht, muss ich ganz ehrlich sagen, so, wenn ich 30 Stunden mit so wenig Essen fahre, also ich glaube, ich schaffe das nicht mal eine Woche.
Niclas: Ja, das Krasse war halt, ich bin ja am Wochenende immer lang gefahren. Also ich hatte ja teilweise auch gar nicht so viele Ruhezeiten eigentlich. Aber irgendwie hat es funktioniert. Und das Krasse war, ich war keinen Tag krank letztes Jahr. Also war...
Cathi Rossmann: Ja, weil wenn man krank ist, schafft man keine 41.000.
Niclas: Nee, gar nicht. Aber wie gesagt, das hat sich so ein bisschen auch verselbstständigt. Aber ich muss ja ganz ehrlich sagen, ich bin ja auch keine Intensitäten gefahren. Ich hatte eigentlich nur noch drei Gänge. Also ich bin mal ein bisschen... Also ich bin eigentlich immer ein Tempo gefahren, aber ich merke es jetzt so richtig, wie ich langsam wieder mehr Gänge bekomme, einfach mehr auch von der Trittfrequenz ganz anders wieder fahren kann, einfach spritziger bin. Das war ja eigentlich alles entweder easy oder halt mal ein bisschen auf Zug, aber es gab keine große Tempo-Variante. Ich bin auch keine Intervalle gefahren, wenn dann mal auf der Rolle gefahren. Und da habe ich mir irgendwelche random Swift-Workouts rausgesucht, die ich gefahren bin, die auch teilweise echt hart waren. Aber die waren ja ohne Sinn und Verstand eigentlich. Also die haben sich jetzt nicht aufeinander aufgebaut. Und ich merke schon, dass jetzt, wenn ich jetzt zum Beispiel 22, 23, 24 Stunden trainiere, aber mit Intervallen, dass es mich teilweise mehr fordert, als jetzt 30 Stunden einfach nur durch die Gegend gerolle.
Cathi Rossmann: Ja, ja, ja, okay. Gut, das heißt quasi 25 war das Programm planlos, ich habe einfach viel trainiert und dann jetzt quasi um den Bogen zu unserem Podcast heute zu spannen, wie bist du dann auf die Idee gekommen, okay, ich brauche jetzt einen Trainer? Und was war da quasi der Anreiz? Weil das ist ja, wenn man sich jetzt überlegt, okay, ich fahre einfach jede Woche 30 Stunden. Und begibt sich jetzt quasi in die Abhängigkeit, okay, dir setzt jemand einen Trainingsplan vor, der dir auf die Finger haut, wenn das nicht so gemacht wird. Und hat quasi jetzt auch noch dazu addiert, auch noch im Auge, okay, was esse ich denn? Da kann man natürlich als Athlet auch immer, ich sage jetzt mal, schummeln, wenn man es sich quasi nicht einträgt. Aber im Endeffekt sehe ich ja, okay, sie isst genug, weil... Oder mittlerweile isst du genug, weil ich ja dann auch sehe, okay, das Training könntest du ja sonst gar nicht umsetzen. Die Herzfrequenz verhält sich anders und solche Sachen. Man kann das eigentlich ganz gut sehen. Aber wie ist quasi dieser Schritt bei dir gekommen, zu sagen, okay, ich gehe jetzt in die Abhängigkeit zu einem Trainer oder Abhängigkeit. Ja, genau.
Niclas: Also ich habe da schon länger drüber nachgedacht und ich bin ja letztes Jahr eigentlich auch gar nicht schlecht gefahren. Dafür, dass ich so viel gefahren bin, habe ich trotzdem noch relativ gute Rennen immer abgeliefert. Und auch bei Ötzi hat ja eigentlich wieder ganz gut geklappt. Zielsprint halt vierte geworden, aber Treppchen war eigentlich wieder greifbar. Also war alles eigentlich ja trotzdem ganz gut. Aber ich habe halt einfach gemerkt, wie gesagt, es verselbstständigt sich dann alles. Man ist dann in dem Trott, Man fährt dann immer wieder 30 Stunden jede Woche und macht das immer weiter, weil es halt die Routine ist. Ich bin so ein Mensch, der liebt Routinen. Ich bin einfach jemand, der kriegt über Routinen Sicherheit. Und so war das halt dann auch beim Ötzi. Aber ich habe einfach gemerkt, wie gesagt, dass mir die Gänge irgendwie fehlen, dass ich nicht mehr so spritzig bin, dass ich immer im Rennen teilweise drei bis vier Stunden überhaupt gebraucht habe, bis die Muskulatur erst mal so locker und wieder warm wurde und ich mich erst mal wieder richtig einfahren musste. Und ich habe einfach gedacht, ja, irgendwie will ich nochmal einen neuen Reiz setzen. Ich will was verändern. Und ich habe darüber länger nachgedacht. Und ich habe vor dem Ötzi, bin ich nach Meran gefahren, habe da nochmal ein Trainingslager gemacht in der Woche vor dem Ötzi. Und da habe ich die ganzen Podcast-Folgen von euch gehört. Und da hattet ihr ja auch so eine Ötzi-Besprechung und so ein Kram. Und da habe ich dann schon drüber nachgedacht, hört sich mega spannend an. Und auch immer mit dem Essen, Essen, Essen, weil ich da ja schon auch gemerkt habe, irgendwie habe ich da ein Problem. Und habe dann schon so mit dem Gedanken gespielt und hatte dich dann, konkret dich, hatte ich dann schon so im Auge und habe dann so überlegt und hin und her und wie du schon richtig sagst, man kriegt dann auf einmal, also wenn man jetzt wieder mit einem Trainer zusammenarbeitet, kriegt man einen Trainingsplan, wird dann auch mehr kontrolliert. Kann dann nicht mehr machen, was man will und so und deswegen habe ich mich dann so ein bisschen gesträubt und wusste nicht, ob ich das machen will, ob ich den Schritt gehen will, ob ich es mir zutraue oder ob ich Angst habe, dass ich damit dann irgendwie nicht klarkomme, dass wenn ich wieder, wenn ich eine Vorgabe habe und so und habe dann länger darüber nachgedacht. Und dann, weißt du ja, wie es abgelaufen ist, kurz vor Weihnachten habe ich dann gedacht, irgendwie muss ich was ändern. Ich will was ändern. Ich will 26 irgendwie etwas Neues machen. Und ich erfinde mich immer, oder ich erfinde mich auch ab und zu mal ganz gerne ganz neu und mache einfach mal was ganz anderes. Und dann habe ich einfach diesen Moment... Die beim Schopf gepackt und habt ihr sofort eine E-Mail geschrieben und dann haben wir uns ja sofort telefoniert und dann hast du ja auch gleich Nägel mit Köpfen gemacht und hast gleich gesagt, ja gut, dann fangen wir da und da an. Und dann kam ich auch gar nicht mehr raus aus der Nummer. Ja, und dann hatte ich schon großen Respekt davor und habe ja auch schon zu dir gesagt, ja, ich will jetzt bitte nochmal über Weihnachten reden. Silvester will ich unbedingt Festival 500 machen und ich will nochmal so richtig eskalieren, so in der Art und Weise. Die alte Kathi will nochmal so richtig ausflippen und dann begibt sie sich dann ins Trainingsregime vom Niklas. Und dann haben wir ja angefangen, Anfang Januar dann zusammenzuarbeiten und ich muss sagen, mir ist es... unerwartet leicht gefallen, mich auf dein System einzulassen, weil ich das Gefühl habe, dass du da auch total berücksichtigst, was mir vielleicht auch wichtig ist oder was dem individuellen Athleten auch, vielleicht auch mental oder was er so ein bisschen braucht und wie sind seine alten Routinen, dass du das auch berücksichtigst. Und das Wichtigste war ja für mich auch das mit dem Essen halt einfach und da hast du mir ja gleich die App geschickt, die Hexes-App gegeben und da haben wir ja gleich mit angefangen zu arbeiten und ich habe einfach mental so ein bisschen die Blockade gehabt, mehr zu essen, weil es kennt jeder und auch jeder, der jetzt sieht, dass ich mehr esse und mit dem Fueling das mehr im Blick habe, fragt mich, hast du zugenommen und sonstiges und dieselbe Angst hatte ich ja auch, dass ich Angst hatte, jetzt wirst du auf einmal dick, wenn du mehr isst und keine Ahnung, hatte einfach Stress davor Und habe deswegen am Anfang auch mich nicht so getraut, der App dann voll zu vertrauen. Habe dann erstmal so zehn Tage gebraucht, bis du mir dann nochmal den Einlauf gegeben hast und gesagt hast, ey Kathi, du musst einfach mehr essen, weil wenn du nicht mehr isst und wenn du nicht den Verbrauch deckst, dann macht es keinen Sinn, Intervalle zu fahren, weil du wirst dich nicht anpassen. Und genau das hatte ich dann immer im Kopf. Und das Gute war halt, dass du mir dann auch geschrieben hast, oder wenn du gesehen hast, oh, Samstagabend, die Kaddi hat mal wieder eskaliert beim Longride. Die soll jetzt nochmal 500 Kalorien essen gehen. Die soll mal zum Kühlschrank gehen. Dann schreibst du mir nochmal eine Nachricht. Und das ist halt auch mega gut für mich gewesen, dass ich so ein bisschen auch die Verantwortung abgeben konnte. Und ich auch das Gefühl habe, ja, ich mache das im Endeffekt schon für mich. Aber ich weiß... Dass es gut so ist, weil sonst, wenn man es alleine machen würde, dann würde man oft schnell wieder in alte Routinen zurückfallen und einfach denken, ja gut, weil wie gesagt, das Alte gibt einem ja schon Sicherheit und das Neue, da hat man manchmal Angst davor. Deswegen war es umso besser, dass du mich da gepusht hast und da mir auch einfach den Rückhalt gegeben hast und diese... Und ich dir auch da vertraut habe und das auch gerne so umsetzen will. Und allein diese Lebensqualität, die ich jetzt dadurch gewonnen habe, dass ich jetzt einfach gleichmäßiger esse, ja wirklich, also dass ich so ein gleichmäßiges Essverhalten halt habe und weil sonst hatte ich oft das Problem, dass ich am Wochenende es gar nicht geschafft habe, alles zu essen, was ich da verbrannt habe. Und hatte dann irgendwie ein, zwei Tage in der Woche habe ich mal so richtig viel gefuttert und hatte so richtigen Heißhunger. Und das war halt irgendwie total unangenehm und es war einfach auch so ein Ungleichgewicht und es hat ja auch nicht dazu geführt, dass der Körper sich irgendwie angepasst hat, sondern es hat den Körper eigentlich noch mehr gestresst. Und jetzt merke ich einfach, wie der Körper wieder in so ein Gleichgewicht kommt und ich über den Tag über auch gar nicht mehr so riesen Hunger habe, wie ich es früher teilweise hatte, sondern einfach ein ganz normales Hungergefühl habe und Und auch das Gefühl habe, dass der Körper sich da richtig dran anpasst und das so richtig aufsaugt. Und auch fürs Training, dass ich da merke, dass ich einfach viel konstanter bin. Ich merke das auch jetzt bei den Ausfahrten. Ich bin ja heute wieder ein Longride, habe ich gemacht. Und habe es geschafft, endlich mal eine Vorgabe von 60 Gramm die Stunde zu essen. Und merke dann einfach... Hab dann auch in der letzten Stunde nochmal richtig, hatte irgendwie noch 35 Minuten, hab dann nochmal ein Gel reingefeuert. Und dann merkst du einfach, du fühlst dich einfach mega gut. Also du hast keine Probleme.
Cathi Rossmann: Wenn dann so die Nachricht kommt, ich hätte auch einfach noch weiterfahren können. So, ja. Das ist halt, wenn man fit ist und genug isst, dann kann man halt den ganzen Tag einfach weiterfahren. Das ist halt, also blöd gesagt im Grundlagentempo, wenn du so in deinem Tritt bist und einfach immer und immer deinen Verbrauch halt decken kannst, dann kannst du theoretisch den ganzen Tag weiterfahren. Das ist ja das, wie auch diese geilen Ultrazeiten mittlerweile so zusammenkommen, wie auch Riek Steffen, den ich ja auch betreue, der dann Badlands gewonnen hat. Hauptding war, wir haben die Ernährung in den Griff bekommen. Wir hatten eine Strategie, wie er es schafft, über Badlands komplett zu essen. Und klar, bei 32 Stunden oder es war sogar mehr noch, aber man bricht irgendwann schon ein, man wird müde, man wird langsam vom Kopf her, aber die Energie war halt da und er konnte weiterfahren. Ähm... Aber genau, also wir haben dann quasi zu Anfang Januar angefangen zusammen zu trainieren. Ich muss auch ehrlich sagen, für mich war das auch, ich sag mal, eine Herausforderung, weil ich finde es immer, wenn jemand kommt, der sehr viel trainiert hat oder sehr viel trainiert, ist es natürlich immer schwer, dem einen Trainingsplan zu schreiben, der halt quasi irgendwie beides kombiniert. Im Optimalfall natürlich irgendwie das Leistungsniveau von dir quasi abbildet. Was ist dein Körper, ich sag jetzt mal, überhaupt in der Lage zu leisten? Was kannst du... überhaupt realistisch umsetzen, wo findet auch noch eine Anpassung statt, dass du besser wirst und wir nicht einfach nur ins Leere trainieren. Zeitgleich aber quasi auch, ich sag mal, irgendwo genug machen, dass du das Gefühl hast, okay, ich mache ja jetzt nicht viel zu wenig, weil du bist natürlich in einer Routine, wo du super viel trainiert hast, wo du in einer Ja, ich sag mal, in einer festen Routine, ich sag mal, drin gesteckt hast, wo du quasi im Kopf, ja, okay, ich fahre jede Woche mindestens 25 Stunden. Und du hast ja auch in den ersten paar Wochen schon gefragt, so, wann darf ich denn wieder sechs Stunden fahren? So, nur vier am Wochenende? Ah, schwierig, nur fünf? Teilweise nur eine Einheit an einem Tag? Ja, okay. Aber das haben wir ja, denke ich, jetzt am Anfang echt ganz gut hinbekommen. Ich habe ja auch immer den klaren Ausblick gegeben und dir auch gesagt, wenn du genug isst und wenn du die Energie decken kannst, dann können wir auch mehr trainieren. Und das ist quasi immer dieses Zusammenspiel, was ich auch oft im Podcast auch sage, so der Athlet muss erstmal, man muss sich immer eine Vertrauensbasis erstmal zusammen erarbeiten, dass man weiß, okay, der Athlet macht, also ich vertraue dem Athleten, dass ich weiß, okay, Wenn du, so wie heute, zum Beispiel mal eine Stunde länger fährst, haben wir aber vorher ausgemacht, okay, du isst aber auch genug so, klares Ziel so. Wir haben es hinbekommen, okay, du isst das erste Mal wirklich auf so einer langen Tour auch die 60 Gramm pro Stunde. Und dasselbe auch davor haben wir quasi uns Stück für Stück herangearbeitet. Okay, erstes Ziel war überhaupt mal an den kleinen Trainingstagen die Woche über die Energie zu decken, so zusammen. Ziel, okay, cool, geschafft, nächstes Ziel, okay, auch mal an einem großen Trainingstag die Energie zu decken, dass man einfach zusammen sich so Schritt für Schritt daran arbeitet und guckt, okay, immer so kleine Ziele hat, okay, das will ich jetzt als nächstes schaffen, weil ich muss dir ja blöd gesagt nicht beibringen, du bist kein Athlet, wo ich dann sagen muss, ja, wir müssen mal auf den Stand kommen, dass wir mal jede Woche 20 Stunden trainieren, so, die Konstanz hast du quasi einfach, du hast die Routine, du hast die Konstanz, da geht es jetzt mehr darum, okay, erstmal quasi die Energie zu decken, zu gucken, dass du konstant immer genug isst, dass du konstant überhaupt mal die 60 Gramm schaffst, dass wir dann, umso näher es quasi zu den großen Events geht, es schaffen können, okay, auch mal 80, auch mal 90 Gramm die Stunde zu essen, dann Intervallsessions so zu fuelen, das Magen-Darm-System langsam daran gewöhnen, dass wir das Stück für Stück erhöhen können, dass du irgendwann dann die Race-Nutrition verträgst, dass du mal... 6 Stunden nur auf 90 Gramm Iso fahren kannst, ohne irgendwie noch was fest zu essen. Das muss man auch alles trainieren, weil, sind wir auch ehrlich, in der Stunde 90 Gramm nur Iso zu saufen, ist manchmal auch einfach nicht so geil. Und vor allem auf deine Körpergröße und dein Körpergewicht sind 90 Gramm die Stunde auch schon wirklich gut. und dann halt das jede Stunde hinzukriegen, aber im Endeffekt muss das quasi, sage ich jetzt mal, wenn man auf eine gute Performance bei Mallorca 312, was jetzt zum Beispiel unser erster Wettkampf wird, hinarbeiten möchte, dann muss das quasi das Ziel sein, dass wir dort hohe Kohlenhydratmengen kriegen und vielleicht sogar auch noch, wenn du es verträgst, auch noch mehr aufnehmen kannst und das ist quasi, würde ich mal sagen, was die Nutrition angeht, auf dem Rad erstmal das große Ziel. Ja, und dann hast du ja schon gesagt, abseits des Rades mit Hexes. Das macht es halt, finde ich, aktuell mir zum Beispiel als Coach extrem leicht, weil Hexes selbst quasi schon sehr gut vorgibt, wann der Athlet wie viel essen sollte. Also man kann sich das einfach vorstellen, man hat wie so einen Wochenplan, sieht man dann und man sieht die Einheiten. Und dann sagt die Hexe zum Beispiel, okay, heute Morgen zum Beispiel sollst du 785 Kalorien essen, 96 Gramm Carbs, 49 Gramm Proteins, 11 Gramm Fett. Und dann kann der Athlet, hat einfach die Sicherheit, wenn man da mal drin ist, okay, ich frühstücke das jetzt und ich weiß, das funktioniert den Tag über. Ich habe genug Energie, ich nehme nicht zu, aber ich habe die Energie, dass die Intervalle auf dem Rad funktionieren und ich glaube, das ist wirklich was, was halt extrem hilft, dass jeder Athlet da in seine Routine kommen kann und man dann halt gut zusammenarbeiten kann. Genau.
Niclas: Ja, vor allem mit der App ist es halt das Gute, dass man dann auch für sich selber so Schlüsse ziehen kann. Wir haben ja dann zum Beispiel auch ausprobiert, an einem Entlastungstag abends dann auch mehr Carbs zu essen, weil ich wusste, am nächsten Tag morgens stehen dann irgendwie wieder harte Intervalle an, dass ich da halt gucke, dass ich da wirklich abends nochmal gut Kohlenhydrate auch aufnehme, weil ich so früh morgens gar nicht so viel frühstücken kann. sondern meistens dann irgendwie ein Toastbrot mit Honig und Salz dann da verdrücke. Und ja, dass ich einfach merke, dass ich Sachen nachvollziehen kann. Das finde ich super gut mit der App, dass ich praktisch so Schlüsse daraus ziehen kann und sehen kann, was funktioniert gut, was funktioniert vielleicht nicht so gut. Weil zum Beispiel am Anfang habe ich ja versucht, noch relativ viel Gemüse da immer zu essen. Und dann... Und da die Kohlenhydrate drüber zu decken und habe dann gemerkt, scheiße, ich komme gar nicht auf die Mengen an Kohlenhydrate. Ich müsste dann so viel Gemüse essen, das kann ich gar nicht, da habe ich Bauchschmerzen.
Cathi Rossmann: Das geht von den Ballaststoffen gar nicht.
Niclas: Ja, genau. Und ich war halt früher, man ist halt so ein bisschen versaut von dieser Instagram, Proteins, alles, überall muss Proteine drin sein, Welt. Und hab halt echt so ein bisschen Angst vor Carbs gehabt, muss man ganz ehrlich sagen. Weil wenn man so im Nachhinein guckt, dann hab ich einfach viel zu wenig Kohlenhydrate auch immer in der Alltagsernährung gegessen. Und hab auch gar nicht mehr so Reis oder Nudeln, hatte ich schon fast so ein bisschen Angst vor. Hab immer eher so dann nur so ein paar Nudeln gegessen und dann eher viel Gemüse immer drauf geklatscht auf dem Teller. Und jetzt mache ich es halt genau andersrum, sondern esse dann halt lieber ein bisschen mehr Nudeln und reduziere dann eventuell sogar das Gemüse an den Tagen, wo ich halt weiß, ich trainiere intensiv oder trainiere zweimal, weil ich es einfach besser dann vertrage. Und was mir auch aufgefallen ist, dass ich halt super viele, mache ich immer noch so ein bisschen, also viele Proteine halt einfach esse. Also mit Proteinen habe ich gar kein Problem.
Cathi Rossmann: Ja, also man muss ja auch ehrlich sagen, dass... Also wenn man leistungsorientiert trainieren möchte und Leistung aufbauen möchte. Also wir haben jetzt zum Beispiel aktuell das Ziel, okay, wir wollen an der V2 Max arbeiten. dass du nochmal ein bisschen spritziger wirst, eine höhere Sauerstoffaufnahme bekommst. Das heißt, wir müssen viele kurze, recht harte Intervalle fahren oder schon sehr harte Intervalle fahren. Und das geht einfach gar nicht, wenn man nicht genug Kohlenhydrate an Bord hat. Und ich glaube, man darf halt wirklich nicht verwechseln, wenn man jetzt viele, viele schauen auf Instagram und keine Ahnung, ich finde immer ein gutes Beispiel ist hier... Wie heißt der? Christian Wolf mit More Nutrition. Der immer dieses Protein, Protein, Protein. Ja, das ist okay, wenn du ein normaler Mensch bist oder eine normale Frau mit 1500, 1600 Kalorien Grundumsatz oder ein normaler Mann mit 2200. Dann kannst du dich und wirklich keinen Ausdauersport machst. Wenn du ein bisschen Kraftsport, zweimal, dreimal die Woche Kraftsport machst, dann verbrauchst du halt nicht solche Mengen an Kohlenhydraten wie ein Ausdauersportler. Wenn man aber das Ziel hat, ich sag jetzt mal über sieben bis acht Stunden die Woche gezielt wirklich Sport machen möchte, Leistung aufbauen will, VO2max aufbauen will, dann muss halt die Energie rein. Und dann geht es halt ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr nur mit Gemüse essen und Proteine und sonst was, sondern da müssen richtige Mengen an Kohlenhydrate rein, Reis, also... Ich habe so viele Athleten, die mittlerweile ins Trainingsjahr mit Reiskocher fliegen und den Reiskocher im Radkoffer irgendwie noch reinpacken und so einen Scheiß. Weil es geht halt nicht anders. Du musst irgendwie die Menge an Essen reinkriegen. Und das ist wirklich das Erste, was ich mittlerweile ganz vielen Athleten ans Herz lege. So trackt eure Ernährung. Man muss das nicht immer machen, aber man muss ein Gefühl dafür bekommen. Okay, wenn ich fünf Stunden fahren war. Ja, du kannst dir halt als... Als Mann zum Beispiel alleine nach einer 5-Stunden-Tour easy 500 Gramm Nudeln reinziehen. Und ich spreche jetzt von Rohmasse, nicht gekocht. Weil sonst wirst du die Energie nicht decken. Und da muss man auch keine Angst haben, dass man dick wird oder so. Wenn du halt jeden Tag 5 Stunden fährst, dann muss die Energie ja auch irgendwie rein.
Niclas: Ja, das ist auch für mich so, im Büro oder so, da denkt man sich oft mal, man ist so ein kleiner Außerirdischer, weil man halt einfach die ganze Zeit nur am Essen ist und die anderen halt irgendwie das, was du wahrscheinlich zum Frühstück isst oder zum Frühstück und dann Nachmittagssnack, das ist halt deren Tagesessen. Und ich bin halt diejenige, die dann halt einfach, oder wenn ich jetzt heute im Café war, ich war zum Glück mit einem anderen Radfahrer da, der hat auch zwei Stücke Kuchen gegessen, weil ich habe mir dann einfach die Zimtschnecken, weil das ist nicht groß, das waren eher so kleinere Zimtschnecken, aber ich habe gleich zwei Zimtschnecken dann gegessen, weil ich gewusst habe, ja, ich brauche halt einfach jetzt noch die Energie. Und das ist aber irgendwie auch schade, dass man mittlerweile schon so denkt, scheiße, was denken die Leute, dass ich so viel esse? Hahaha. Weil im Endeffekt, ich brauche es halt einfach und da lege ich auch mittlerweile einfach die Scheu ab und weiß, dass es mir gut tut.
Cathi Rossmann: Bei mir ist es jetzt, meine Freundin Paula, die ist relativ, wenn wir bei Freunden quasi zum Essen eingeladen sind und so, dann entweder weiß sie, okay, die wissen nicht Bescheid, dann sagt sie mir, Niklas, iss mal vorher bitte was, weil... Ich bin dann, wenn wir den ganzen Abend da sitzen und keine Ahnung, die hat so, ich sage jetzt mal normal, man kommt normal zu Freunden, so vier Leute und die machen so ein normales Blech Nudelauflauf. Und dann sehe ich so, dann kriege ich so einen Teller mit einer Portion Nudelauflauf. Und ich denke mir so, ja Leute, das wird hier nichts. Ich war heute sechs Stunden Radfahren. Also entweder ihr stellt jetzt nochmal Nudeln auf oder ich fahre gleich heim, weil ich brauche was zu essen. Oder sie sagt halt vorher, der Niklas, die werden nicht genug gekocht haben, essen wir bitte noch was.
Niclas: Oder ihr macht einen Nachtisch, bringt den Nachtisch mit und dann habt ihr...
Cathi Rossmann: quasi immer von sich sagt, dass er so viel essen würde. Und Paula ist dann so im Vorhinein zu mir gekommen und meinte so, zeig dem mal, wie man wirklich viel isst. Also als Sportler ist das schon immer sehr lustig.
Niclas: Ja, im Trainingslager bin ich immer mit zwei, also mit meinem Trainingskollegen Konstantin und dessen Bruder war mit dabei. Letztes Jahr war die Freundin auch von Pota mit dabei, die Lola. Und da haben wir immer die Witze gemacht, also Ausnahmeathleten können gut essen. Und die haben auch immer, keine Ahnung, jeder irgendwie 500 Gramm Nudeln da weggezischt. Und danach mussten wir dann noch zum Kreppmann immer in Girona abends laufen, haben wir... den täglichen Ausflug gemacht, immer dieser Greppmann, der diese fünf Mini-Smarties drauflegt, den kennst du bestimmt auch.
Cathi Rossmann: Ist das der, wo dieses Auto quasi vorne drin steht?
Niclas: Nee, das ist der bretonische Grepp, das andere, der ist praktisch mehr Richtung Kirche hinten.
Cathi Rossmann: Ja, okay, weil wir waren bei uns... Weil unsere Wohnung über Espresso-Mafia war, waren wir immer bei dem Bretonischen dann. Weil der ist ja quasi direkt neben dran. Da sind wir abends immer noch eingefallen, ja.
Björn: Okay.
Cathi Rossmann: Aber, weil du jetzt vorhin gesagt hast, Zimtschnecken. Du hast ja jetzt den Vergleich. Du kennst ja die Zimtschnecken von La Fabrica und von Espresso-Mafia sehr gut. sind, finde ich, so mit die besten Zimtschnecken, die es so gibt oder die ich bisher zumindest in Cafés gegessen habe. Ich finde, und ich habe jetzt in Deutschland schon echt oft probiert, gute Zimtschnecken zu finden, ist es unmöglich gefühlt.
Niclas: Warst du schon auf der Zeit für Brot?
Cathi Rossmann: Nee.
Niclas: Ja, du musst mal zu mir kommen. Wir müssen nach Heidelberg zusammenfahren. Da gibt es eine Zeit für Brot. Da gibt es ultrageile Zimtschnecken. Und mein Bäcker des Vertrauens in Weinheim, wo ich immer das allerbeste Sauerteigbrot hole, der hat auch mega geile Zimtschnecken. Und... Ich backe gute Zimtschnecken. Also wenn wir uns nicht mehr sehen, backe ich dir geile Zimtschnecken.
Cathi Rossmann: Okay, okay, ich bin gespannt. Weil ich finde das richtig schade, dass man, ich habe hier noch keine guten Zimtschnecken gefunden und ich denke mir immer so, ein Kaffee mit einer geilen Zimtschnecke so beim Radfahren, das wäre es. Aber alle Zimtschnecken hier, die sind immer so trocken und die schmecken nicht nach Zimt, sondern keine Ahnung. Ich weiß nicht. Gefällt mir bisher noch nicht.
Niclas: Du brauchst einfach einen richtig guten Hefeteig. So einen richtig guten, fluffigen, saftigen Hefeteig.
Cathi Rossmann: Okay, okay. Ja, ich sehe schon. Du hast da die besseren Adressen und kennst dich mehr aus. Aber das passiert halt, wenn man 41.000 Kilometer fährt. Da kennt man noch jedes Café danach.
Niclas: Ja, ja, ich habe heute auch gesagt zu meinem Bekannten, mit dem ich auf dem Rad unterwegs war, du musst immer mit mir fahren. Ich kenne die besten Cafés überall. Ich habe jetzt schon für Girona wieder neue Cafés gepinnt. Die werden dann jetzt abgefahren.
Cathi Rossmann: Ja, okay, sehr gut. Okay, wir haben jetzt angefangen, am 3. Januar zusammen zu trainieren. Einen ersten Leistungstest sind wir schon gefahren. Das heißt, wir wissen, okay, wo sind unsere Stellschrauben gerade. Dann habe ich ja vorhin schon gesagt, erstes Rennen, was wir gemeinsam quasi bestreiten, wird der 26. April, Mallorca 312. Du hast inoffiziell den Streckenrekord, oder?
Niclas: Ja, um 9 Stunden 30, 9 Stunden 29 sind wir gefahren.
Cathi Rossmann: Okay, okay. Weil ich habe mir vorhin nochmal angeschaut, das sind 312 Kilometer mit 5050 Höhenmeter, aber eigentlich nach Kilometer 158 sind die Höhenmeter fast vorbei, oder?
Niclas: Genau, das ist alles am Anfang. Am Ende fährst du eigentlich nur so wellig. Und das Krasse war ja auch, die haben mich ja nicht aus dem ersten Startblock starten lassen. Ich musste ja von ganz hinten starten, also von Startblock 5 oder so und ich habe eigentlich bis zum Putschmajor, bin ich eigentlich die ganze Zeit nur auf der linken Seite gefahren, habe immer gerufen left, left, left und bin eigentlich die ganze Zeit nur an Leuten vorbeigefahren.
Cathi Rossmann: Also 50 Kilometer lang quasi nur an allen vorbeigehackt.
Niclas: Genau, und dann unten in Soller dann endlich ging es ein bisschen besser, als wir dann wieder hochgefahren sind Richtung Küstenstraße.
Cathi Rossmann: Okay, super nervig. Aber an sich, 9 Stunden 30, das heißt, was hast du dir bisher so für dieses Jahr als Ziel gesetzt?
Niclas: Auf jeden Fall nochmal schneller.
Cathi Rossmann: Klar, wäre schön.
Niclas: Und halt einfach gute Versorgung. Wobei ich sagen musste, ich bin da auch relativ gut noch unterwegs gewesen. Hatte eigentlich auch am Ende kein Energieproblem, obwohl ich jetzt nicht so viel gegessen habe. Aber ich glaube halt, wenn ich nochmal weiter vorne starten kann aus der ersten Startgruppe, dass man auch nochmal bessere Männer um sich herum hat. an dem man sich nochmal orientieren kann, weil am Ende war es mir in Anführungszeichen ein bisschen zu langsam. Die letzten eineinhalb Stunden, da hätte ich nochmal ein bisschen mehr Gas geben können, aber die Männer um mich herum konnten nicht mehr. Aber ich war auch zu schwach, dann alleine rauszufahren. Der Einzige, der mich noch gezogen hat, das habe ich dir erzählt, war der Miguel Ingo Rhein, der mit mir zusammengefahren ist. Das war der Einzige, der noch Tempo gemacht hat.
Cathi Rossmann: Das ist auch so geil, mit Miguel Indo rein, einfach noch die letzten 90 Minuten zu fahren. Das ist schon crazy. Ich hätte nicht mal gewusst, dass der mal noch Fahrrad fährt.
Niclas: Der fährt sehr, sehr gut noch Fahrrad, muss man ganz ehrlich sagen.
Cathi Rossmann: Wenn man noch in neuneinhalb Stunden Mallorca 312 finisht, dann muss man ja auf jeden Fall auch noch wirklich fit sein.
Niclas: Ja, der war einen Tick langsamer, weil der praktisch vor uns gestartet ist.
Cathi Rossmann: Okay.
Niclas: Aber der, wie gesagt, der kam dann im Ziel auch zu mir und hat mir nochmal den Oberschenkel gegriffen und hat gemeint, ja, Jukati, you are strong.
Cathi Rossmann: Geiler Scheiß. Ja. Also mit Mikkel Indoor reinzufahren, würde ich auch mal gerne noch machen. Das ist schon nicht schlecht.
Niclas: Ich habe ja die Vorstellung, dass er dieses Jahr wieder am Start ist. Also das sehe ich nicht. Ich glaube, der wohnt sogar nämlich auf Mallorca. Also sein Sohn wohnt auf jeden Fall auf Mallorca.
Cathi Rossmann: Okay. Das heißt, direkt von Anfang an diesmal mit Minga Indoor einfahren. Wobei, du bist ja wahrscheinlich am Berg. Also, wenn du ihn quasi da schon eingeholt hast.
Niclas: Ja, ja.
Cathi Rossmann: Das heißt, du wirst am Berg schneller sein wie er.
Niclas: Ja, ja. Wir haben den erst ganz weit hinten, kurz vor Andrasch, erst eingeholt.
Cathi Rossmann: Okay.
Niclas: Weil wir halt so lange gebraucht haben, uns vorzuarbeiten.
Cathi Rossmann: Ah, das ist echt... Aber hast du dann... Weil du hattest dieses Jahr Probleme mit deiner... Oder letztes Jahr Probleme mit deiner Startnummer, oder?
Björn: Ja.
Cathi Rossmann: Das heißt aber, du darfst dieses Jahr auch trotzdem, weil die erkennen schon an, dass du schon mal gestartet bist und dass du quasi auch gefinisht hast.
Niclas: Die haben mir versprochen, dass ich nächstes Jahr aus dem ersten Startblock starten darf, weil ich mich ja mega aufgeregt habe, dass sie das nicht gewertet haben. Da gab es ja auch große Diskussionen, aber im Endeffekt haben sie mir dann damals zugesichert, dass ich nächstes Jahr aus dem ersten Startblock starten darf.
Cathi Rossmann: Okay, perfekt. Das heißt, das ist auf jeden Fall das erste Ziel. Davor machst du noch, hast du ja gerade schon selbst gesagt, ein Trainingslager in Girona.
Niclas: Genau.
Cathi Rossmann: Das heißt, da können wir auf jeden Fall nochmal gut Stunden machen. Nicht eskalieren, aber gut Stunden machen. Ich meine, für auch Mallorca 312 muss man ja auch ein paar wirklich lange Touren fahren und auch am Berg schon ein paar Intervalle machen. Das können wir dann in Girona auf jeden Fall sehr gut umsetzen.
Niclas: Ich freue mich am LZG, jetzt hoffentlich ein paar bis schnell hochzuknallen zu dürfen. Das darfst du auf jeden Fall.
Cathi Rossmann: Muss ich auch echt einfach sagen, ich finde das ist einfach so für Intervalle zu fahren, auch wenn er so ein bisschen, er ist ja nicht so richtig rhythmisch, der Anstieg. Aber ich finde den gerade von der Girona-Seite aus hoch so schön einfach zu fahren.
Niclas: Ich liebe diesen Berg. Ja, das ist wirklich, also... Letztes Jahr haben wir immer ein Foto gehabt, mindestens einmal am Tag Elsangels.
Cathi Rossmann: Ja, aber kommt man ja irgendwie, ich weiß nicht, also Küstenloop fährt man ja immer dort raus, finde ich. Hinkepi-Runde fährt man ihn auch immer. Das heißt eigentlich, also ich sage mal, als Mountainbiker würde ich sagen, so auf 70 Prozent der Touren fährt man es und ansonsten fährt man halt viel noch hinten raus Santillari hoch.
Niclas: Ja, Santillari, ja.
Cathi Rossmann: Da ist ja für die Mountainbiker quasi auch noch Santa Coloma zum Trails fahren. Das ist aber schon auch richtig gut. Santillari, muss ich auch sagen, finde ich auch sehr schön, den Anstieg. Den finde ich vielleicht sogar für Intervalle besser.
Niclas: Und das Problem ist, dass es ein bisschen kalt ist, wenn du da... Ja, wenn du runter nach Olat, ist das Olat?
Cathi Rossmann: Ja. Ja. Ich glaube schon. Dieses Tal darunter, da habe ich mir mal auf einer Acht-Stunden-Trainingstour mit einem Kumpel, wir hatten keine Handschuhe dabei, wir haben uns so böse die Hände abgefroren, weil es da plötzlich zwei Grad waren. Und dann, du fährst ja irgendwie so eine halbe Stunde durch dieses Tal darunter. Oh, das hat so wehgetan.
Niclas: Und dann gibt es noch diesen anderen coolen Berg, dieser, wie heißt der, der von Amer oder Amer hochgeht, wo auch ganz viele Worldtour-Profis auch immer ihre Intervalle fahren, wie hieß denn der?
Cathi Rossmann: Den bin ich selbst noch nicht gefahren. Ich weiß welchen, weil ein Athlet von mir fährt dort immer seinen Test hoch und das machen wohl ganz viele, weil der sehr, du meinst diese Einbahnstraße hoch, oder?
Niclas: Genau, man hat auch oben keinen Ausblick, aber der ist auch sehr gut zum Fahren.
Cathi Rossmann: Ja, genau. Okay, das heißt, Mallorca, erstes Highlight, danach, wie hast du bisher dein Jahr quasi weiter geplant?
Niclas: ich habe noch so ein paar optionale Rennen, die ich eventuell fahren will, entweder in den Vogesen, gibt es nochmal diesen Tor Ballon, oder dann hatte ich dir erzählt, da gibt es ja wohl jetzt ein neues Rennen nochmal in der französischen Schweiz, da in der Nähe von Chamonix, glaube ich, ist das nochmal, gibt es wohl ein Zweitagesrennen, das finde ich auch sehr interessant, muss ich mal schauen, was jetzt Sinn machen würde und eventuell der Mamotte Grand Fondo nochmal, den habe ich letztes Jahr auch gefahren, Im Juni, genau. Und dann hatten wir ja überlegt, eventuell sogar Höhentrainingslager zu machen. Und sieht ganz gut aus vom Urlaub so, was ich so da einplanen kann. Also ich habe mega Lust, das mal auszuprobieren. Und dann wird das nächste große Highlight, wie letztes Jahr, auch wieder der Ötztaler Radmarathon dann Ende August stattfinden.
Cathi Rossmann: Okay, das heißt, wir werden auf jeden Fall dieses Jahr alles, also ich sage jetzt mal nach Mallorca 312, werden wir auf jeden Fall die Jahresplanung und die Trainingslager oder das Trainingslager dann so darauf ausrichten, dass wir im Optimalfall beim Ötzi möglichst schnell fahren werden. Das ist jetzt erstmal das ausgesprochene Ziel. Genau. Ohne jetzt irgendwie ein Ergebnis da hinten dran zu hängen. Ich meine, da haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen, dass man das ja nie, ich sage mal, selbst in der Hand hat, ob man dann wirklich nachher ganz vorne steht oder nicht. Da läuft ja immer sehr viel rein. Aber das Ziel wäre es auf jeden Fall, einfach deine Zeit, deine bisherige Zeit, die du beim Ötzi gefahren bist, zu verbessern und auch einfach im Optimalfall deine bisher insgesamt beste Leistung und beste Form bis dorthin zu haben. Genau. Und da habe ich dann halt auch ins Spiel gebracht, okay, klar, Ötzi, Timmelsjoch geht auf 2,8 hoch. Wir haben ja auch im Podcast schon mal drüber gesprochen, dass man dann auf jeden Fall mit Höhentraining arbeiten kann, um halt einfach weniger Leistungsverlust zu haben und halt fit dort am Start zu stehen. Ist auch denke ich auf jeden Fall sinnvoll und kriegen wir, hast du ja auch gerade schon gesagt, bestimmt unter. Hast du schon mal geschaut, wo du Höhentraining machen wolltest?
Niclas: Also wir hatten ja mal drüber gesprochen, dass ja Livigno und Tignes so hier in der Region gut erreichbar ist zumindest. Und ich finde eigentlich Tignes reizvoller, weil ich einfach die Berge da, die Anstiege in den französischen Alpen cooler finde. Also einfach abwechslungsreicher. Und deswegen würde ich es wahrscheinlich gern dort machen.
Cathi Rossmann: Okay, das heißt Ötzi ist dann das nächste große Ziel. Hast du dir selbst für Ötzi, ich weiß nicht, so aus der Vergangenheit irgendwie so einen Plan im Kopf, wo du weißt, okay, das hat in der Vergangenheit beim Ötzi nicht so funktioniert, da willst du dieses Jahr auf jeden Fall dich verbessern oder hast du da schon quasi, ich sag mal, dir auch für dieses Jahr Ziele gesetzt, was du verbessern möchtest?
Niclas: Auf jeden Fall Fueling, also da sind wir ja schon dran, also Ernährung, weil das war immer unterirdisch.
Cathi Rossmann: Hast du da bisher in der Vergangenheit überhaupt was gemacht?
Niclas: Also generell mit Ernährung meinst du jetzt oder wie?
Cathi Rossmann: Ja, also ich sage jetzt mal, hast du vor einem Ötzi bisher schon mal ein Carbo-Loading gemacht? Hast du, ich weiß nicht, deine Rennernährung vorher schon mal getestet? Nö. Okay, das heißt, du hast auch, hast du dich im Rennen schon mal verpflegt beim Erziehen?
Niclas: Ja, ja, da habe ich schon was genommen, aber halt eher so, ja gut, jetzt nehmen wir mal das mal was. Also ich habe jetzt das ja im Training nicht vorher getestet, die Mengen, die ich da genommen habe.
Cathi Rossmann: Okay, und du hattest auch jetzt nicht, sage ich mal, einen klaren Plan, Stunde eins so viele Carabs, Stunde zwei so viele Carabs?
Niclas: Nee, gar nicht. Okay.
Cathi Rossmann: Hattest du einen Verpfleger?
Niclas: Ich hatte zum Glück ein paar Leute an der Strecke stehen, wo ich nochmal Sachen annehmen konnte, ja. Aber ich habe immer zu wenig. Also wie gesagt, das war... Ich glaube, wenn ich jetzt mit einem guten Fueling... Ich merke das ja jetzt schon im Training. Also jetzt fällt es mir auch schon bei Grundlagenausfahrten, kann ich eigentlich 20 Watt mehr fahren als sonst oder noch mehr eigentlich. Ich muss mich echt zurückhalten, weil ich mich so gut fühle.
Cathi Rossmann: Ja, du musst dich auch noch mehr zurückhalten, weil... So viel kann ich dir manchmal gar nicht auf die Finger hauen, aber das bin ich gewohnt. Das ist bei vielen Athleten so, dass sie im Grundlagenbereich eigentlich die ganze Zeit so 10, 20 Watt zu viel fahren.
Niclas: Ja, aber was ich mir auch noch für den Ötzi vorgenommen habe oder was die letzten Jahre immer so war, also das Rennen war eigentlich in Anführungszeichen immer relativ easy bis unten in St. Leonhard. Und dann in Timmelsjoch wird es halt dann intensiv. Also da merkt man dann einfach, dann wird es halt anstrengend. Davor war eigentlich immer alles super gut fahrbar, weil wie gesagt, Küter ist man eh noch gut drauf, Brenner rollt man mit. Und Jaufen ist irgendwie mein Pass. Jaufen mag ich total gerne zu fahren. Und ich mag auch die Abfahrt extrem gerne. Da kann ich richtig schnell fahren. Und dann würde ich halt gerne einfach, dass ich am Timmelsjoch einfach nochmal so was richtig drauflegen kann. Ich kann dann nochmal einen Gang zuschalten. Das wäre halt einfach genial, wenn ich praktisch am Timmelsjoch das Rennen noch vollkommen unter Kontrolle habe. Das wäre genial. Ja.
Cathi Rossmann: Also auch so vor allem von, ich sag jetzt mal, von deinem Gefühl her unter Kontrolle, dass du das Gefühl hast, okay, du kannst wirklich noch pushen und Gas geben.
Niclas: Genau, weil so hatte ich immer ein bisschen Schiss, Scheiße, ich weiß nicht, wie es von der Energie, ich war so immer so instabil von der Energie und wusste nicht, wenn ich jetzt nochmal drauflege, dann… vielleicht schaffe ich dann die letzten sieben Kilometer, dass ich dann irgendwie einbreche oder irgendwie sowas, sondern dass ich das Gefühl habe, ich habe das alles unter Kontrolle. Ich weiß, was ich an Energie nehme, ich weiß, wie ich da hochfahren kann, ich habe genau meine Vorgaben, weil ich bin ja auch nie nach Watt gefahren, ich bin ja immer nach Gefühl gefahren, sondern dass ich halt einfach weiß, hey, am Kühltal drücke ich das, Brenner fahre ich mit, Jaufen kann ich dann nochmal ein bisschen zulegen, weil ich glaube am Jaufen kann man noch einen großen Unterschied machen, so habe ich ja das Rennen auch 2022 gewonnen, weil ich einfach am Jaufen mich abgesetzt habe und dann praktisch am Timmelsjoch nur noch konserviert habe. Und ich weiß auch, dass mir die letztjährige Siegerin am Timmelsjoch noch mal relativ viel Zeit gegeben hat und an den anderen Streckenpassagen das in Anführungszeichen nicht so dramatisch war. Und deswegen, wie gesagt, ist mein Ziel am Timmelsjoch noch Herr der Lage oder Herrin der Lage zu sein.
Cathi Rossmann: Nicht einfach nur noch dort hochfahren und überleben.
Niclas: Genau.
Cathi Rossmann: Okay, okay. Dieses Jahr war deine Zeit 7,51, oder?
Niclas: Genau.
Cathi Rossmann: Okay. Ist das bisher deine beste Zeit?
Niclas: Ja.
Cathi Rossmann: Okay. Das ist ja aber auch schon mal auf jeden Fall gut. Was war dieses Jahr die Siegerzeit der Frauen?
Niclas: Ich glaube 7,24.
Cathi Rossmann: Okay. Dann müssen wir 25 Minuten schneller fahren.
Niclas: Ja, aber das traue ich mir zu. So.
Cathi Rossmann: Dann muss ich das gar nicht sagen.
Niclas: Wenn ich jetzt überlege, was ich eigentlich alles so nicht richtig gemacht habe oder irgendwie... Also sagen wir mal so, das Potenzial, was auf der Straße lag, ist sehr groß.
Cathi Rossmann: Also einfach, ich sage mal... Es ist auf jeden Fall, die Stellschrauben, die wir drehen können, sind halt die, die am effektivsten sind. Einfach ordentlich ernähren. Das ist das, was ganz klar die meiste Anpassung mit sich bringt. Ich würde aus reiner Trainersicht immer gerne ein bisschen konservativer gedacht, halt sagen, okay, ist halt nur die Frage quasi, wie schnell läuft die Anpassung mit dem neuen Essen und das kommt halt immer auf den Körper des Athleten an, wie schnell kann man sich quasi oder findet die Anpassung dann statt. Im Normalfall ist halt durch Essen die Anpassung findet halt, würde ich fast behaupten, schneller statt als die Anpassung durch Training. Das heißt, wir können da sehr schnell große Sprünge machen. Ich weiß gar nicht, ob du es schon gesehen hast, aber ich habe glaube ich für die Woche vorm Trainingslager in Girona den nächsten Test schon in TrainingPeaks eingetragen. Und dann können wir quasi schon auch das erste Mal abschätzen, okay, durch das Essen, wie viel konnten wir da jetzt schon gut machen und wo stehen wir da ungefähr. Aber grundsätzlich, wenn ich mir jetzt das Pfeil vom Ötzi von dir dieses Jahr anschaut, da sieht man halt schon, dass du oben raus im Timmels hier auch im Vergleich zum ersten Berg auf jeden Fall schon gut Leistung um die 45 Watt eingebüßt hast. Und das ist halt schon auf jeden Fall ein Einbruch. Und wo man immer noch sagen muss, die Leistung war immer noch echt gut. Also ich meine, eine 751 zu fahren, ist schon echt zügig. aber da, wenn wir den Einbruch einfach geringer halten können, was normalerweise mit Kohlenhydraten auf jeden Fall der Fall ist, und wenn wir dann auch noch Höhentraining machen können, womit du quasi dann, ich sag mal, den, in Anführungszeichen, den Einbruch sieht man hier so ungefähr ab so 2000 rum, da wurde es dann weniger, kannst du ja vielleicht auch bestätigen, dass es da wahrscheinlich dann zäh war, so die letzten 40 Minuten, timmelt es sich auch hoch, dann kann man da auf jeden Fall, würde ich fast behaupten, ist das so der Bereich, wo wir versuchen, die größten Gains zu machen, einfach besser zu werden.
Niclas: Genau.
Cathi Rossmann: Und dann im Optimalfall einfach auf einen guten Rennverlauf hoffen.
Niclas: Ja.
Cathi Rossmann: Ich sehe gerade, ich gucke mir jetzt gerade mal die Woche an, ist auf jeden Fall auch eine Mörderwoche, die du davor noch gefahren bist. Das werden wir auf jeden Fall anders machen. Du wirst es ja nicht in der Woche vom Ötzi Montag 6,5 Stunden fahren, Dienstag 6 Stunden 40 fahren. Aber hey, guck mal, du hast immerhin für deine Verhältnisse, würde ich sagen, fast drei Tage rausgeholt von Ötzi.
Niclas: Ja, aber nur, weil es geregnet hat.
Cathi Rossmann: Du wärst also, du wärst selbst einfach noch mehr gefahren.
Niclas: Ja, wenn es nicht geregnet hätte, wäre ich bestimmt mehr gefahren. Aber es hat echt krass geregnet und es war arschkalt in der Woche vorm Ötzi. Das war mein Glück vielleicht auch ein bisschen.
Cathi Rossmann: Und guck mal, du hast danach sogar zwei Tage mal nicht auf dem Rad gesessen.
Niclas: Ja, da war ich glaube ich laufen.
Cathi Rossmann: Ja, ja. Also zwei Tage nach dem Ötzi einfach ein Halbmarathon gelaufen. Chillig. Ich glaube, zwei Tage nach dem Ötzi würde ich immer noch kein Rad, würde ich schlafen. Keine Ahnung, zwölf Stunden oder so. Krass. Okay. Das heißt, wir haben auf jeden Fall schon einen ganz guten Plan gemacht, woran wir quasi arbeiten müssen, was so die Stellschrauben sind. Und jetzt bin ich auf jeden Fall aus meiner Sicht auch wirklich gespannt, was wir da bis zum 7. März zum ersten Test oder zum nächsten Test quasi rausholen können. Und wie dann auf jeden Fall Mallorca 312 laufen wird. Ich hoffe, dieses Jahr keine Probleme mit der Startnummer und dann den offiziellen Streckenrekord auch in der Hand.
Niclas: Ja, das hoffe ich. Wobei ich wahrscheinlich da ja schon auf unsere Hauptkontrahentin vom Ötzi treffen werde. Die wird dort am Start sein. Also es wird ein interessantes Rennen auf jeden Fall.
Björn: Mhm.
Niclas: Aber ich muss generell sagen, dass mir auch unabhängig jetzt, wie jetzt Test laufen wird und wie jetzt auch das Rennen, das erste Rennen laufen wird, das Training in der letzten Zeit so viel Spaß macht und einfach so viel Abwechslung bietet. Allein dieser Prozess, den wir beide jetzt da angestoßen haben und den wir da zusammen durchziehen, das macht einfach so viel Spaß und so viel Laune und gibt mir einfach so viel Motivation aktuell. dass das allein für mich schon gerade irgendwie eine coole Win-Win-Situation ist und vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass ich ja am Anfang so Angst hatte, jetzt das Ruder wieder aus der Hand zu geben und Veränderungen zuzulassen und jetzt zu merken, ey, das ist eigentlich das Beste, was mir passieren konnte und manchmal braucht man vielleicht auch ein bisschen länger, um dann zu merken, man muss mal wieder einen neuen Weg einschlagen, aber ich bin einfach nur happy, dass ich es gemacht habe.
Cathi Rossmann: Ich glaube, es ist auch fast, also so ist immer zumindest mein Gefühl, also jetzt aus der Sicht, ich selbst als Athlet quasi gesprochen, ich finde es halt immer klar, man hat irgendwo eine Verantwortung und man muss dem Trainer irgendwo vertrauen, dass das, was er da aufschreibt, einen irgendwo ans Ziel bringt. Aber ich finde, es gibt mir immer total eine Ruhe, Ähm, und ich mach mir einfach, wenn ich weiß, okay, ich hab jetzt, oder der Trainer hat sich den Plan quasi überlegt und ich seh den und ich versteh den und er macht Sinn oder er wird mir, wenn ich was nicht verstehe, wird es mir erklärt, okay, wir machen das jetzt, weil das und das gerade so ist, ähm, dann finde ich, gibt das immer extrem Ruhe und ich weiß, okay... Ich muss das einfach nur abtrainieren und es wird mich dahin bringen, wo ich quasi hin will. Und zwar mich halt besser machen im Best Case. So, wenn natürlich drumherum auch alles läuft. Und ich finde, das ist einfach ein Prozess. Darum geht es ja auch irgendwo im Leistungssport immer. Man will halt selbst versuchen, besser zu werden und das Beste aus sich selbst rauszuholen. Und das ist eigentlich der Hauptprozess, was wir da halt versuchen. Der Wettkampf ist halt im Endeffekt quasi nur, finde ich, immer dazu da, quasi sich durch die anderen an sein Limit zu pushen. Also ich weiß selbst, ich kann mir nach viereinhalb Stunden, werde ich mir im Training nicht mehr solche Schmerzen zufügen, wie ich es teilweise im Rennen mache, wenn ich halt weiß, okay, der Idiot tritt jetzt schon wieder an. Ja, ist ja so. Dann fährt man halt trotzdem noch mal schneller und dann schaltet man nicht runter, sondern bleibt halt noch mal dran. Und das ist, glaube ich, finde ich das, warum Wettkämpfe dann auch so Spaß machen. Genau. Cool. Hast du noch quasi als Athletin Fragen an mich als Trainer?
Niclas: Ja, grundsätzlich würde mich mal interessieren, wie du überhaupt zum Trainer geworden bist. Also wie du praktisch dazu entschieden hast, Trainer zu werden.
Cathi Rossmann: Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal im Podcast erzählt habe mit Björn. Aber eigentlich... aus der einfachen Sicht heraus, dass ich selbst schon immer sehr sportbegeistert war. Also ich habe meine ganze Jugend immer schon Sport gemacht und habe dann während dem Abi mit 18, 19 quasi angefangen Leistungssport zu machen. Und habe dann mit meinem ersten Trainer hier aus dem Saarland angefangen zu arbeiten. Und da muss man, ja, ich glaube, ich kann das schon so sagen. Ehrlich sagen, der erste Trainingsplan war wirklich nicht gut. Es war einfach eine Excel-Datei, wo Einheiten drin standen und teilweise auch vier Intervalleinheiten in einer Woche. Teilweise wirklich so vier Wochen lang komplett den Hammer draufgeschlagen. Dann eine Erholungswoche und man hat die Erholungswoche gebraucht und in der standen dann irgendwie nur sieben Stunden drin und ich wollte auch eigentlich diese sieben Stunden nicht fahren, weil ich war so grau. Und das ist dann bei mir auch irgendwann in wirklich Übertraining geendet, dass ich dann auch eine Verletzung hatte und erstmal für acht Wochen raus war. Zum Glück damals während der Tour, konnte ich immer in Tour schauen. Und Da war es auf jeden Fall damals noch nicht so, dass wenn ich irgendwie krank oder Pause mache, dass ich mir keinen Radsport angucken kann. Das ging damals noch. Auf jeden Fall. war dann damals schon so, immer irgendwie, mit jedem Trainer, den ich hatte, ist dann irgendwie der Gedanke gereizt, das kann ja nicht alles sein. Dann war ich damals bei einem Trainer, wo ich zumindest dachte, okay, der hat auch damit quasi geworben, dass er einen Worldtour-Profi und schon auch einen Weltmeister trainiert hat im Mountainbike-Marathon. Und dann war ich bei dem und dann habe ich das Training gesehen und da habe ich mir dann auch schon gedacht, Also da war ich dann, da war ich schon so langsam in dem Weg, dass ich angefangen habe, selbst Bücher über Trainingslehre zu lesen. Und da war ich dann auch schon an dem Punkt, dass ich Gesundheitsmanagement studiert habe, wo ich in dem Studium macht man auch, also es war ein duales Studium und da macht man auch so Basis, Physiologie, Anatomie. Trainingslehre und sowas und da macht man auch einen Trainerschein in diesem Studium. Und da habe ich mir dann immer so gedacht, ja, das kann es nicht sein. Also das muss besser gehen, da muss mehr sein. Und dann habe ich halt immer angefangen und ich selbst bin dann als Athlet irgendwann bei Lukas Löhr, der Science macht. Ähm, gelandet. Und, äh, Lukas hat damals noch bei ProFleets gearbeitet. Und, ähm, ich war eigentlich auf dem Trip, okay, ich will mich selbst trainieren, so. Okay, ich mach das jetzt, ich trainiere mich selbst, ähm, okay. Gut, ich muss erstmal Leistungstest machen. Bin zu PA damals gefahren. Ich habe einen Leistungstest gemacht, den hat Lukas gemacht und Lukas wollte mich dann aber quasi trainieren. Ich habe damals gesagt, ja, ich würde mich eigentlich gern selbst trainieren und Lukas fand die Werte schon ganz gut, wobei aus der jetzigen Sicht betrachtet waren die Werte gar nicht so gut, aber für den Zeitpunkt, was ich gemacht habe, waren sie dann schon okay. Und dann hat mich Lukas quasi angefangen zu trainieren und da habe ich das dann eigentlich auch schon so gemacht wie bei Björn. Ich hatte ganz viele Nachfragen immer gestellt, weil ich wollte das wissen, ich wollte dies wissen. Und er hat mir dann auch immer noch mal was empfohlen, was ich lesen kann, hier machen kann, da machen kann. Und somit habe ich dann angefangen, mir immer mehr anzulesen, Bücher zu lesen, Studien irgendwann zu lesen. Und bin dann, ich habe dann selbst zu dem Zeitpunkt bei Rose gearbeitet, wurde noch von Lukas trainiert. Und dann hat sich aber Lukas... Mit PA verstritten, ist von PA weggegangen, hat dann damals, ich glaube mehr oder weniger schon direkt Science gegründet und hat mich dann aber quasi an PA als Trainer vermittelt, weil er gesagt hat, der hat Ahnung, der kann was und dann habe ich quasi bei PA angefangen festzuarbeiten. Bike-Fittings zu machen, weil ich mich halt vorher den ganzen Kram mir selbst beigebracht habe, die ganzen Bücher gelesen habe und dann halt natürlich bei PA in einem Umfeld war, wo ich der Einzige war mit keinem abgeschlossenem Sportstudium, sondern ja, so gesehen ein kurz vor... quasi selbst Autodidakt und habe dann da echt viel nochmal lernen dürfen von den Jungs halt und vor allem auch von meinem jetzigen, oder der wird jetzt im April auch mein Trauzeuge sein, von Simon, der arbeitet immer noch dort, leitet dort jetzt die Leistungsdiagnostik und der hat mir auch echt immer nochmal viel beigebracht und mittlerweile finde ich es sehr amüsant, Wir sitzen manchmal in Discord zusammen und schreiben Trainingspläne und unterhalten uns halt währenddessen dann über verschiedene Athleten her. Dann fragt er mich, ja, wie siehst du das? Welche Einheit würdest du da machen? Dann frag ich ihn, ja, hier bei dem und dem, guck dir mal die LD an. Wie siehst du das? Was würdest du dazu sagen? Und das ist echt geil. Und ja, so bin ich im Endeffekt zum Trainer-Dasein gekommen. Also eigentlich aus dem Ansatz heraus... dass ich bei in Anführungszeichen schlechten Trainern war. Ich bin immer ein Freund davon, ich würde denen mal unterstellen, sie wussten es zu dem Zeitpunkt einfach nicht besser, weil was ich so in den letzten Jahren gesehen habe, die Sportwissenschaft ist so jung, wir wissen immer noch ganz viel nicht. Also ich meine, es sind jetzt erst ganz viele Sachen nochmal rausgekommen, die quasi so, zeigen, okay, Lactatbildungsrate, fauler Max, ob das wirklich so der Parameter ist, den wir gerade, wie wir ihn bisher benutzt haben, ob das wirklich alles so richtig ist und ob das so passt. Und ich glaube... Das ist einfach gekommen durch den Reiz, ich will das halt besser machen und ich bin der Meinung, es geht besser. Und ich glaube auch, was meine Stärke darin ist, dass ich halt währenddessen als Athlet auch quasi noch immer mitgewachsen bin und halt... im Vergleich zu einem reinen Sportwissenschaftler, der vielleicht mal ganz gut Sport gemacht hat, ich den Sport ja schon auf einem recht hohen Niveau ausübe, bei Weitem kein Top-Profi bin oder so, aber trotzdem ja schon auch, ich bin jetzt schon, ich glaube, drei oder vier Weltmeisterschaften gefahren, Europameisterschaften gefahren, mehrere Fachdeutsche Meisterschaften gefahren, also dreimal Cape Epic gefahren, fast jedes Etappenrennen, was es in Europa gibt, wobei, da gibt es schon auch noch viele, aber so die großen bin ich alle gefahren und habe halt die Erfahrung, wie es sich halt auch anfühlt nach sechs Tagen Rennen fahren am Stück, was für Probleme es da gibt mit, keine Ahnung, zehn Tage lang jeden Tag zehn Gramm Kohlenhydrate, zehn Gramm pro Kilogramm Körpergewicht Kohlenhydrate zu essen und all diese Sachen, sind halt glaube ich, was wenig Trainer aktuell so haben, diese Expertise, das halt beides zu haben. Und was ich auch von einem Freund, den ich damals im Gesundheitsmanagementstudium, das Studium hat man quasi im Fitnessstudio gemacht, und da habe ich mit einem, hat mich quasi in so Kraftsachen und sowas jemand gecoacht und mir halt Sachen beigebracht und die Art und Weise, wie der quasi Leuten immer was beigebracht hat, da habe ich mir ganz viel abgeschaut, weil der hat immer, der hat zu mir immer gesagt, Niklas, du kannst die Leute nicht immer so, nicht immer so pushen und ihnen so sagen, das muss jetzt so sein, weil ich habe am Anfang zumindest, wo ich angefangen habe mit Leuten zu arbeiten und zu coachen, immer so, quasi gesagt so, mach es doch einfach direkt richtig. Das ist der Weg, mach es so, fertig. Guck mal, da steht es, wie es richtig geht, mach bitte. Und ich hatte da ganz lange so gar keine Toleranz dafür, wenn Leute das nicht auf Anhieb einfach umgesetzt haben. Nach dem Motto, ja, im Plan stehen doch 90 Gramm die Stunde, dann nimm sie doch. Und der hat mir quasi, finde ich, viel beigebracht, so ein Gefühl für andere Athleten und für Menschen zu kriegen, dass man halt jeder das in einem unterschiedlichen Tempo macht und vor allem, dass man auch nicht jedem helfen kann. Ich kann nur den Leuten helfen, die auf mich zukommen und mit mir kommunizieren und mit mir arbeiten. Und wer das quasi nicht macht und wer einfach auch nur einen Trainingsplan will, dem schreibe ich auch einfach nur einen Trainingsplan. Das ist gar kein Ding. Aber wenn halt Leute zu mir kommen und mit mir kommunizieren und ja, einfach den, bereit sind quasi sich zu öffnen, sag ich jetzt mal, dann versuche ich auch immer quasi ihnen das so zu bieten und das ist was, was ich von dem auf jeden Fall gelernt habe, halt so ein bisschen wirklich, ich sag mal so, zu coachen, dieses nicht nur einen Trainingsplan zu geben und quasi als viele Sportwissenschaftler sind immer nur so, die sehen immer nur dieses, ja, okay, das muss so sein, fahr nur 200 Watt und ich weiß halt, herzlichen Als Mountainbiker, man ist halt auch mal in einer Gruppe unterwegs, du willst mal einen geilen Trail fahren und in einem geilen Trail fährst du auch mal eine steile Rampe hoch und so versuche ich dann halt auch Trainingspläne irgendwo immer auch noch so ein bisschen so einen Puffer drin zu haben, weil ich weiß, wenn du mit deinem Trainingsbuddy fahren gehst, Es werden mehr wie sechs Stunden. Und dann sollte die Woche vielleicht nicht so Arsch auf Eimer geplant sein, dass du dann, wenn du mir mal eine Stunde überziehst, komplett grau bist.
Niclas: Aber ich muss genau sagen, das war mir auch extrem wichtig, den Trainer, also weil viele immer fragen, ja, du wolltest ja mal dein eigenes Ding machen, immer deinen eigenen Weg gehen und so und jetzt hast du wieder einen Trainer, ist überhaupt möglich, dann wieder dein eigenes Ding zu machen oder so, aber ich finde genau, weil du halt dich individuell auch auf den Athleten einlässt. Und weil wir gerade auch so einen guten Austausch haben oder weil du das auch anbietest, diesen Austausch zu haben, das ist mir extrem wichtig gewesen, jemanden da zu finden, mit dem ich mich auch entsprechend rückversichern kann, weil es gibt so viele Trainer draußen. Und die ähnliche Trainingspläne vielleicht sogar schreiben wie du oder weil ähnliche Inhalte... Da wird es auch Leute geben, die bessere Trainingspläne schreiben als ich. Aber wo der Austausch halt einfach nicht da ist, wo keine Bereitschaft da ist, sich mit dem Athleten auseinanderzusetzen oder dass teilweise die Einheiten nicht angeschaut werden oder kein Feedback dazu kurz mal gegeben wird oder so. Und das ist bei dir halt ganz anders und das, ja, ich... Ich wusste das ja nicht, als ich mich auf dich eingelassen habe, aber ich bin umso positiver überrascht, dass es so ist, beziehungsweise umso froher einfach oder happy, dass es einfach so ein gutes Match ist.
Cathi Rossmann: Ich glaube halt, man muss halt auch ehrlich dazu sagen, das ist halt, wenn jemand gut kommuniziert oder das auch einfach auf einer Gegenseitigkeit beruht, dann, oder wie auch, ich glaube Björn sagt das auch immer, das Wichtigste als Trainer ist eigentlich, dass der Athlet das Gefühl hat, okay, wenn er sich bei mir meldet, dann kriegt er zügig eine Antwort, wird ernst genommen. Und ich glaube wirklich, wenn ein Athlet mir schreibt, hey, können wir morgen telefonieren, Sag ich eigentlich immer, ja klar, oder klar, manchmal bin ich auch irgendwie, ich weiß nicht, ich glaube gestern, gestern Abend war ich mit meiner Freundin im Kino und mir hat irgendwie eine Viertelstunde vor Kinobesuch, hat mir ein Athlet geschrieben, ob wir heute Abend noch telefonieren können, habe ich gesagt, ja. Wäre cool, also geht heute Abend nicht, wir müssen morgen früh telefonieren. Dann ist das ja auch okay. Aber grundsätzlich ist, glaube ich, das halt ein Ding, dass man halt versucht, einfach da zu sein, wenn der Athlet das quasi braucht. Das geht halt aber auch immer nur für eine gewisse Anzahl an Athleten. Man kann das halt nicht für... Keine Ahnung, unendlich hoch skalieren so. Deswegen muss man das, glaube ich, immer auch berücksichtigen, dass das halt, ich glaube, manchmal in, wenn du jetzt zum Beispiel dich von so einer Firma coachen lässt, muss man halt auch wissen, dass man sich... quasi zu einer Firma geht, wo man sich coachen lässt und eine Firma ist darauf ausgemacht, möglichst viel Profit irgendwo zu machen, weil die haben Räumlichkeiten, die bezahlt werden müssen und so. Ich kann das halt und ich glaube auch Björn konnte das halt auch immer, bevor er bei Uno X war, halt machen, weil man halt so gesehen nur ein Mannunternehmen ist und das funktioniert dann halt leichter und besser. Und ich bin so gesehen kein Angestellter, der um 8 Uhr das Handy weglegt. und dann quasi nicht mehr arbeitet. Weil das kenne ich, die Seite kenne ich halt auch. Und da habe ich mir halt auch immer so gedacht, eigentlich will ich das nicht. Eigentlich will ich versuchen, der Trainer zu sein, den die Leute gerne hätten.
Niclas: Ja, sehr gut. Ich habe noch eine weitere Frage an dich. Und vor allem, wie du dazu gekommen bist, dich auch mehr mit dem Thema Fueling und vor allem auch mit dieser App damals, du hast ja mehrere Apps sogar gecheckt gehabt, bevor du dich jetzt für Hexes entschieden hast, hast du aus deiner eigenen, ja, weil du selber gemerkt hast, ich bin mit dem Fueling, das habe ich noch nicht so richtig drauf oder woher kam dieser Need, dass du dich damit mehr auseinandergesetzt hast?
Cathi Rossmann: Im Endeffekt auch wieder hauptsächlich aus dem eigenen Nied, aber auch, weil ich mir halt gedacht habe, das ist halt was, wo ich gerne anbieten wollen würde, weil ich halt gesehen habe, dass das bei Athleten nicht funktioniert. Es ist halt, wenn du Athleten quasi betreust und im Endeffekt, ich kann ja quasi nur die Sachen sehen, die der Athlet mir zeigen möchte. Also ich sehe, klar, ich sehe Training Peaks. In Training Peaks sehe ich ja aber quasi nur das, was er an Tag X gefahren ist. Und dann, wenn ich dem Athleten sage, hey, oder der Athlet schreibt mir, oh, Einheit ist heute gar nicht gelaufen und die ganze letzte Woche ist nicht gelaufen. Und dann kann ich ja nur fragen, okay, bist du krank? Bist du super gestresst? Schläfst du genug? Und dann die nächste Frage, isst du genug? Und bei dem Essen haben mir immer alle gesagt, ja, ich esse genug, ich esse genug, ich esse genug. Ja, ja, ja, ihr esst genug. Und dann habe ich halt irgendwann mit vor allem auch einem Athleten, über den habe ich hier im Podcast auch schon mal gesprochen, angefangen, weil der halt vor allem auch von seinem Gewicht runterkommen wollte. Also er war sehr schwer und wollte halt leichter werden. Vor allem erst mal, vor allem aus einem reinen, das ist kein Leistungssportler, sondern der macht das aus Spaß. Vor allem einfach auch zum einen aus einem gesundheitlichen Aspekt und zum anderen auch einfach aus einem ästhetischen Aspekt. Der will im Spiel besser aussehen. Wollen wir, glaube ich, alle. Und dann habe ich mit dem am Anfang halt auch angefangen, so einfach klassisch MyFitnessPaul und dann hat er mir sein Passwort gegeben oder wir haben in Teams oder per Zoom ein Meeting gemacht und er hat mir einfach sein Screen geteilt und wir haben uns das zusammen angeguckt, solche Sachen gemacht. Und da habe ich mir halt auch schon oft gedacht, das ist irgendwie nicht geil. Und dann habe ich halt... letztes Jahr angefangen zu suchen, okay, gibt es da irgendwas und dann habe ich selbst, einfach weil ich auch Werbung auf Instagram bekommen habe, habe ich zum Beispiel mit Fuelin mal angefangen und habe selbst Fuelin getestet und dann habe ich mir Fuelin angeschaut und die Vorgaben, die Fuelin mir gab, fand ich persönlich, haben gar nicht gepasst, zu dem Zeitpunkt zumindest. Ich habe mittlerweile, weiß ich auch, ich habe mit dem Team von denen mal geschrieben, dass die auch immer am Improven sind und quasi immer Sachen neu machen und den Algorithmus auch anpassen. Ich meine, da muss man auch ehrlich sagen, die Ernährungswissenschaft und in Kombination mit der Sportwissenschaft entwickelt sich auch gerade in den letzten, ja, in den letzten Jahr, Jahren extrem. Also ich meine, ich glaube, vor drei Jahren ist Jumbo-Wismar quasi noch auf Low Carb gefahren, gefühlt, und jetzt... Keto. Teilweise, ja. Ähm... Und dementsprechend sind wir da quasi in ganz vielen Sachen noch in der Entwicklung und Hexes entwickelt sich auch die ganze Zeit noch weiter. Aber im Endeffekt kam das da raus, dass ich mir halt gedacht habe, okay, da muss es irgendwas geben. Und ich glaube, ich habe mir Fuelin angeguckt, ich habe Eat My Ride mir angeschaut.
Niclas: Foodcoach bestimmt auch, oder?
Cathi Rossmann: Genau, Foodcoach, das habe ich auch noch ein paar Athleten, die das immer noch nutzen, weil die mittlerweile sagen, jo, die haben ihren Workflow damit geschaffen und haben sich ein Jahresabo gekauft und dann sage ich halt, jo, nutze es weiter, passt, wenn du Fragen hast, melde dich, so ähm Aber zum Beispiel bei Foodcoach, die hatten dann auch einen... Mit denen habe ich zum Beispiel auch das erste Mal angefangen, noch vor Hexes. Da fand ich aber auch viele Funktionen nicht so gut. Teilweise der Algorithmus hat mir zu dem Zeitpunkt auch nicht so gefallen. Und es hat sich nicht... Also es hat zum Beispiel zu dem Zeitpunkt damals zumindest auch nur eine Einheit von TrainingPeaks sich gezogen und konnte auch nicht in beide Richtungen kommunizieren. Also du konntest quasi... das hat sich den Trainingsplan halt nicht komplett gezogen, Krafteinheiten waren da nicht da, du konntest die Sachen da nicht ordentlich anpassen und das geht mit Hex, das ist halt alles und ist in dem Fall dann auch noch preis-leistungsmäßig für mich als Coach auf jeden Fall, zumindest in der Version, wo wir jetzt mitarbeiten, erschwinglich und quasi umsetzbar. Teilweise wären da auch bei anderen Firmen Coaching-Pakete so, dass ich sage, ja, also Da müsste ich von Athleten horrende Summen verlangen und das mache ich nicht, möchte ich auch nicht machen. Und da bin ich dann irgendwann bei Hexus gelandet und lustigerweise hat mir dann einen Monat später Björn dann auch gesagt, er muss jetzt auch mit Hexus anfangen zu arbeiten, weil Uno X damit arbeitet.
Niclas: Ja, aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich kriege auch so viele Nachfragen aktuell auf Instagram oder irgendwie sowas, zum einen zu der App und halt auch, ich habe das Gefühl, dass super viele Leute strugglen mit dem richtigen Ernähren, also richtig zu essen, dass das ein Riesenproblem ist unter Ausdauersportlern, also dass da viele Leute einfach kein Bewusstsein für haben und einfach ein Problem haben.
Cathi Rossmann: Absolut, auf jeden Fall. Ich finde halt, dass viele unterschätzen halt, was im Endeffekt auch so ein bisschen die richtige Zusammensetzung an Essen ausmacht. Also man kann, man muss halt immer so ein bisschen schauen und das ist manchmal nicht unbedingt schade. schön zu essen dann, weil es halt teilweise sehr einseitig ist, so große Mengen Nudeln und Reis, aber teilweise, jetzt blöd gesagt, du kannst dir halt einen Tag oder einen Trainingstag damit versauen, wenn du am Abend viel zu viel oder wenn du zum einen den Tag über nicht genug isst, weil dann sitzt du da abends und ich schaff's auch nicht abends mir noch dreieinhalbtausend Kalorien reinzuziehen, damit ich danach noch einigermaßen gut schlafe, das geht halt nicht. Das heißt, du musst, wenn du jetzt weißt, okay, ich fahre heute sieben Stunden Fahrrad, ich werde, keine Ahnung, kann ich jetzt einfach deine Einheit als Beispiel nehmen, ich werde 3900 Kilojoule durchsetzen, habe einen Grundumsatz von 1,5, so, ich muss heute 4,4 essen, 5,4 essen, so. Und dann musst du halt, wenn du 5-4 essen willst, dann musst du halt morgens genug essen, du musst auf dem Rad genug essen, du musst, wenn du vom Rad steigst, direkt einen großen Shake trinken, du musst dann duschen gehen und im Optimalfall nach dem Duschen hast du schon vielleicht eine kleine Mahlzeit vorbereitet. So mache ich es ganz oft, dass ich mir irgendwie, keine Ahnung, vom Vortag noch was habe oder was ich zum Beispiel immer daheim habe. Es ist jetzt nicht super nachhaltig und gesund, aber einfach eine Tüte Basmati-Reis von...
Niclas: Onkel Benz.
Cathi Rossmann: Ich habe gelernt, man darf Onkel Benz ja nicht mehr sagen, sondern es ist nur... Naja, weil es ist quasi nicht mehr Onkel Benz, weil da war ja ein schwarzer Mann drauf. Ich weiß gar nicht, wer mir das letztens gesagt hat.
Niclas: Ich habe das auch immer da, weil das ist einfach in die Pfanne schmeißen, irgendwie noch ein bisschen Soße oder Gemüse oder Sojasoße oder irgendwas dazu, ein Ei drauf oder so und dann hast du schon... Zack, hat man direkt was zu essen.
Cathi Rossmann: Genau. Man muss da halt so ein bisschen sich einen Weg erarbeiten, wie man halt sinnvoll das Ganze fuehlt und da braucht auch nicht, weil muss man jetzt auch sagen, wenn du jetzt, also ich über meinen Coach-Account bekomme quasi den, also bekomme quasi dein Hexers-Abo günstiger, wenn du das jetzt selbst holst, ich glaube, wenn man das selbst holt, sind es so 16 Euro im Monat, das ist schon für eine App relativ viel, wenn man das jetzt als Hobbyathlet nur macht.
Niclas: Wenn man überlebt ist, man es aber auch täglich benutzt, ne?
Cathi Rossmann: Genau, im Optimalfall benutzt man es täglich, aber es gibt auch viele Leute, die haben ja auch gar keinen Bock, im Monat jeden Tag zu tracken, so muss man auch sagen. Aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist eigentlich einfach nur, dass man sich vielleicht, ladet euch einfach mal MyFitnessPal runter, ist kostenlos, ist super gut zu tracken, verbindet sich mit TrainingPeaks. Verbindet sich easy mit Gabeln und Wahoo und allem, also die haben, MyFitnessPal ist glaube ich die einfachste App, um einfach mal zu tracken und einfach den Grundumsatz angeben und dann sieht sich MyFitnessPal auch automatisch schon, wie viel Energieumsatz ihr habt und ich glaube MyFitnessPal kostet im Jahr 45 Euro, also es ist wirklich nicht teuer. Und kann dann einfach mal schon mal echt einen guten Anhaltspunkt davon bekommen. Das zieht sich halt einmal die Gesamtenergie und das gibt euch nicht vor, welche Mahlzeit ihr wann wie viel essen solltet. Aber dann sieht man schon mal, okay, ich sollte zum Beispiel heute 5000 Kalorien essen. So, und dann weiß man ja schon mal, okay, wenn man das mal hier und da ein paar Tage getrackt hat, sieht man, ah, okay, ich esse vielleicht immer nur drei. Oder mein Frühstück ist viel zu klein. Ich frühstücke nur 500 Kalorien. Und damit wirst du halt nicht auskommen. Dann steigst du mittags um 15 Uhr vom Rad und hast irgendwie 6000 Kalorien offen. Oder 4500 offen, wenn du dann auf dem Rad zu wenig gegessen hast. Ja. Wenn man zum Beispiel, ein super anderes Beispiel, ich habe auch Athleten, die strugglen damit abzunehmen, obwohl sie super viel trainieren. Und die sehen dann zum Beispiel, ja okay, ich esse vielleicht teilweise zu viel. Einfach ab und zu ein bisschen tracken und dann funktioniert das eigentlich schon ganz gut.
Niclas: Ja, man bekommt auch ein Gefühl einfach dafür, für Mengen, für einfach so generell einfach ein gutes Gefühl und einen gleichmäßigen Tagesablauf bzw. eine gleichmäßige Verteilung am Tag von Essen. Genau, ich glaube, das ist auch was.
Cathi Rossmann: Und das kann man ja eigentlich auch ganz gut machen. Jeder weiß ja, okay, ich gehe jetzt am Wochenende lang Radfahren. Und wenn ihr wisst, okay, ich möchte heute vier Stunden fahren gehen, keine Ahnung, vier Stunden sind Pi mal Daumen, zweieinhalbtausend Kalorien, ihr habt einen Grundumsatz von 2000, dann seid ihr bei 4400. So, sagen wir mal, auf dem Rad nimmst du deine Kalorien zu dir, sagen wir mal, 1000 Kalorien auf dem Rad, So, dann frühstückst du noch 1000, dann isst du mittags nochmal 1000 und dann isst du abends nochmal 1000. Man muss sich halt einfach, das ist nicht so schwer in Anführungszeichen, man muss sich das nur mal halt einfach bewusst machen und dann einmal bewusst machen, okay, was sind denn ungefähr welche Mengen. Ich weiß zum Beispiel, 500 Gramm Nudeln sind 1700 Kalorien und sind ziemlich genau um die 300 Gramm Kohlenhydrate. Das hat man halt irgendwann raus und dann... weiß man ungefähr, okay, die Packung Nudeln muss jetzt halt rein. Da führt kein Weg dran vorbei. Sonst werde ich morgen nicht schnell Rad fahren. Also ich glaube, und vor allem, man darf sich das, also man muss es sich trauen, wenn man Leistung besser werden will. Und ich finde, wenn man sich aktuell auch wieder so Rennen anschaut und so, wie viele Leute mittlerweile schnell fahren, gefühlt ist es mittlerweile im Profibereich fast normal, sechs Watt pro Kilogramm zu haben. Das ist echt crazy oder keine Ahnung, über 5,5 zu haben. Aber das ist schon krass, wie viele Leute mittlerweile wie gut werden. Und wie viele Hobby- und Amateurathleten ich auch habe und betreue, die auch mittlerweile gut die 4 Watt pro Kilogramm knacken, was ja auch so, finde ich, bei vielen so die Benchmark ist, wo man sagt auch gerne mal, okay, da fängt Radfahren an, richtig Spaß zu machen, wenn du über 4 Watt bist, weil dann... Macht es auch Spaß, berghoch zu fahren. Ja, das ist aber auf jeden Fall schon krass.
Niclas: Ja, ja. Ich meine, Abraham macht es ja vor. Du hast ja auch schon öfter darüber gesprochen, weil man dem seine... Oh, das macht so Spaß, den zu sehen. Ja, dessen Full Day of Eating sieht. Da weiß man, wo die Power herkommt.
Cathi Rossmann: Ich finde, aber also Jonas Abrahamsen, dem sein Instagram, muss man sich anschauen. Das macht einfach Spaß. Der Typ ist so geil.
Niclas: Ja, und der ist auch immer so, also man hat auch wirklich das Gefühl, es ist wie beim Christian Blumenfeld im Triathlon. Man hat das Gefühl, dem macht das Spaß, was er da macht.
Cathi Rossmann: Dem macht das auch zu 100 pro Spaß, was er da macht.
Niclas: Genau, dass die einfach so mit Feuer und Flamme beim Training, beim Essen, bei allem so dabei sind. Das ist deren Erfüllung. Das macht ihnen einfach Bock und Laune.
Cathi Rossmann: Ja, ja, auf jeden Fall. Also Abrahamsen, definitiv schon geil. Und auch, da muss ich auf jeden Fall in der nächsten Folge mit Björn genauer drüber sprechen über die neue höchst gemessene V2 Max von Christian Blumenfeld mit den 101, glaube ich. Ja. Das ist halt auch so krass. Und ich glaube, das sind alles Resultate, die daraus, die einfach vom vielen Essen und auch von der richtigen Verpflegung, dann natürlich auch mit dem richtigen Training. Aber das richtige Training wird halt erst möglich, wenn du genug isst.
Niclas: Ja, genau.
Cathi Rossmann: Ich glaube, wir müssen bestimmt langsam mal aufhören, über das ganze Essen in meinem Podcast zu reden, weil irgendwann sind die Leute auch mies genervt davon. So, hör doch auf.
Niclas: Nein, ich glaube aber wirklich, man kann es nicht oft genug sagen, weil wie gesagt, es gibt immer noch zu viele Leute, die es einfach nicht hinkriegen, die sich das nicht trauen, die das nicht angehen und die einfach, ja, ich glaube... ein falsches Bild auf Instagram vermittelt bekommen, weil irgendwelche Fitness-Influencer 1600 Kalorien am Tag essen und irgendwie nur Proteins futtern. Und dass das einfach eine verzerrte Realität ist. Das hat nichts mit Leistungssport und auch nichts mit Ausdauersport zu tun. Und dass viele aber damit halt dauerhaft beschallt werden und dann einfach nicht raffen, dass man halt als Ausdauerathlet viel, viel mehr essen muss.
Cathi Rossmann: Also jetzt wöchentliche Reels hochladen, wo man einfach postet, wie viel man isst. Genau. So wie Abraham sie Full Days of Eating machen.
Niclas: Genau.
Cathi Rossmann: Muss ich vielleicht mal, wenn ich jetzt ins Trainingslager... Ja, du musst es mal machen. Mit Bike-Aid-Fahrmann Full Days of Eating machen.
Niclas: Genau, mach das mal.
Cathi Rossmann: Aber ich kann mich auch noch dran erinnern, wie Anna, also Anna Weinbär, die Mountainbikerin, mir auch mal auf eine Instagram-Story geantwortet hat, hast du den Topf Nudeln alleine gegessen? Und ich so, ja.
Björn: Natürlich.
Cathi Rossmann: Hab ich? Klar. Hä? Ich war heute sechs Stunden Radfahren. Natürlich esse ich den Topf Nudeln alleine.
Niclas: Und dann gibt es ja immer noch dein Lieblingseis zum Nachtisch, wenn du richtig gut unterwegs warst.
Cathi Rossmann: Ja, aber da muss ich selbst auch immer gucken, dass ich nicht zu viel esse, weil ich tendenziell auf jeden Fall, das ist auch bei mir, eher über Winter erlaubt und zum Sommer auf jeden Fall auch gucken, dass das weniger wird, um dann natürlich auch in Form zu kommen. Aber ich sehe das mittlerweile bei mir auf jeden Fall auch lockerer, weil ich da auch ganz klar eher die Vorbildfunktion für meine Athleten sehe. Und ich meine Sport ja auch eher für mich auf jeden Fall als Ausgleich und als Antrieb zum einfach Leistung besser werden sehe. Ja. Cool.
Niclas: Super.
Cathi Rossmann: Dann würde ich sagen, echt lange Folge geworden. Ja. Ja, beenden wir das mal. Und auf jeden Fall allen Zuhörern vielen Dank fürs Zuhören und einen schönen Abend noch. Und im Optimalfall hätte ich gesagt, machen wir das Ganze nochmal, spätestens nach Mallorca. Und dann musst du von Mallorca berichten, wie es lief.
Niclas: Ja, sehr gerne.
Cathi Rossmann: Vielleicht dann auch mit Björn zusammen, mal schauen. Mit dem habe ich vorhin schon mich verabredet für eine neue Folge nächste Woche. Da kommen dann direkt zwei Folgen hintereinander, aber dafür gab es jetzt auch lang genug keine Folge.
Niclas: Ja, da gibt es genug Hörstoff für die Leute da draußen und für mich auch. Ich freue mich auch, wie es von euch kommt.
Cathi Rossmann: Sehr gut. Dann vielen Dank, dass du hier warst und dann weiterhin gut essen, gut trainieren und trauen, mehr zu essen.
Niclas: Genau. Also bis dann. Ciao.
Cathi Rossmann: Ciao.