Powertest KI und Activity
Björn und Sebastian melden sich nach langer Pause zurück...aber haben einiges im Gepäck: die neue Powertest KI und die Activties, die euch zeigen wie effektiv euer Training war, wieviele Kohlenhydraten und Co. ihr Verbraucht habt und wie auch schlecht gepacete Tests mit der KI besser werden.
Transkript
Sebastian: Hi, dies ist der Aerotune Podcast mit Sebastian Schlurke und Björn Kafka. Dein Podcast für Aerodynamik und Ausdauertraining. So, willkommen zurück. Beim Aerotune-Podcast, lange waren wir nicht online. Erstmal hallo Sebastian. Hallo Björn, schön, dass wir hier sind. Genau, virtuell. Wir wollen so ein paar Änderungen einführen in den Podcast. Sebastian, magst du kurz erklären, was wir vorhaben?
Björn: Ja, also im Grunde genommen brauchen wir so ein bisschen mehr Daily-Updates für euch und das heißt, Daily werden wir nicht schaffen, aber wir werden halt wöchentlich oder monatlich mal ein Update machen darüber, was passiert gerade bei Aerotune, damit ihr ein bisschen mehr wisst, was auf euch zukommt und welche neuen Möglichkeiten ihr sozusagen erhaltet. Und wir werden das Format insofern so ein bisschen ändern, dass wir diesen Update haben und dass wir auch nochmal spezifisch zu Trainingsfragen Podcasts machen können. sodass ihr auf der einen Seite halt immer informiert darüber seid, wie Training gesteuert werden kann, was es für neue Erkenntnisse auch gibt oder das, was euch bewegt. Also immer her mit den Themen. Dann werden wir das aufnehmen. Und das andere ist halt so ein bisschen, was passiert gerade auf der Plattform? Was steht da an Features für euch zur Verfügung? Und das trennen wir so ein bisschen, sodass ihr dann auch vielleicht das ein bisschen einfacher in eurer Entscheidung habt, welchen Podcast ihr denn hören wollt. Natürlich alle, aber... So habt ihr schon ein bisschen mehr Ahnung darüber, worum geht es halt sozusagen.
Sebastian: Genau. Und heute starten wir sozusagen mit unserer Plattform wieder, richtig, um euch ein bisschen aufzuschlauen. Wie kann man Aerotune nutzen? Welche neuen Features haben wir eingebaut? Und da wollen wir uns heute mit zwei Features auseinandersetzen. Das wäre einmal die Power-Test-AI, die schon relativ lang bei uns auf der Seite ist, die wir aber noch nie richtig erklärt haben und auch die Activities. Wir erklären uns erstmal was zur Power-Test-AI und da hat Sebastian viel programmiert. Erzähl mal so ein bisschen die Historie, wie das anfing.
Björn: Ja, also wir haben ja dann irgendwann wirklich viele Powertests mittlerweile in der Plattform. Vielen Dank an euch, dass ihr da so fleißig testet. Und wir versuchen ja natürlich immer für euch auch das Beste zurückzubringen. Und nachdem wir natürlich so eine kritische Masse von ungefähr 10.000 Powertests erreicht hatten, haben wir gesagt, okay, wir untersuchen das mal weiter. Und wir haben halt angefangen, Herzfrequenzverläufe genauer zu untersuchen, zu analysieren. Und irgendwann haben wir dann festgestellt, wow, Da können wir vielleicht sogar mehr draus machen und haben dann sozusagen die Daten, die wir aus dem Powertest gesammelt haben, nämlich die V2max und V1max-Werte, angefangen genauer zu untersuchen und haben dann eine AI entwickelt, die sozusagen aus zehn Minuten Daten, Und das war dann schon ziemlich geil und wir haben ja schon vorher Erfahrungen auch in AI gesammelt hinsichtlich unseres Aerotest-Systems und wir haben dann TensorFlow als Entwicklungsumgebung benutzt. und da ein richtiges neuronales Netz entwickelt und Daten aufbereitet, viele, viele Daten aufbereitet, die Informationen analysiert. Speziell, was wichtig ist für die PowerTest AI, ist die Herzfrequenz und Leistung und vor allen Dingen das Verhalten zwischen diesen beiden Parametern. Und dann natürlich alle anderen Parameter, die sekundär noch hinzukommen. Das ist halt zum Beispiel die Temperatur, Schrittfrequenz, Trittfrequenz, alle Parameter, die man so aufnimmt. Und Wir untersuchen oder machen dann eine Predictions auf diesen 10-Minuten-Daten hinsichtlich der VO2max und VOLAMAX und wir haben es dann am Ende geschafft, einen Accuracy, ein R-Quadrat, also das ist ein Maß, was sozusagen in der KI-Entwicklung sozusagen benutzt wird, haben wir geschafft, auf 90% Genauigkeit zu kommen. Und über fünf Trainingseinheiten beispielsweise kann man dann schon relativ exakt dieselben Ergebnisse erzielen, wie in einem normalen Powertest nach Marder, wenn er gut gepacet worden ist. Was dann schon ziemlich cool ist, weil man auf einmal unabhängig von Protokollen sagen kann, was man für eine VO2 Max und Fowler Max hat.
Sebastian: Ja, das ist das Coole. Da kommen wir leider mal ein bisschen genauer drauf zu, wenn wir über die Activities sprechen. Für mich als Coach war halt immer das oder ist das grundsätzliche Problem, wie soll sich der Sportler pacen oder wie gut kann sich der Sportler ausbelasten. Ist er motiviert? Haben wir vielleicht andere Umstände? Haben wir Probleme mit Pollenflug und ähnlichen Dingen? Und die AI hat uns dann gezeigt, vor allen Dingen mir, weil ich relativ viele Daten von den Sportlern habe, wir haben ja mehr Daten teilweise von fünf Jahren, haben wir Leistungsentwicklungen gesehen und haben dann die Prediction drüber laufen lassen. Das hat halt wie die Faust aufs Auge gepasst. Vor allen Dingen, sagen wir mal, WM-Titel oder ähnliches konnten wir halt über die AI dann predikten. Das war schon ganz cool. konnten wir jetzt sehen, wann ist ein Test nicht gut gefahren und wann ist er schlecht gefahren. Und da nimmt halt die AI so ein bisschen den Schrecken oder die Angst, einen Test zu fahren, weil die hilft da schon extrem. Dennoch, das Marder-Modell ist immer das, was wir uns als erstes anschauen. Und das sollte auch aktuell immer noch das Ziel sein. Dass wir sagen, okay, der Sportler sollte sich optimal pacen, der sollte sich gut auskennen oder fährt halt die Rampe, das geht ja auch, das ist halt ein bisschen einfacher. Und die AI lernt immer weiter, sie wird immer schlauer und ist dann vor allen Dingen nachher in den Activities ganz, ganz spannend. Aber wie alle Neuentwicklungen und Modelle hat auch die AI ihre Pferdefüße und das hat vor allen Dingen was mit der Hardware zu tun.
Björn: Magst du kurz was dazu erzählen, wenn wir so über Herzen reden? Genau, das kann man auf jeden Fall erklären. Wichtig für euch, wenn ihr sozusagen den Powertest jetzt durchführt und die Powertest-AI sozusagen benutzt, als Hilfestellung, dann bekommt ihr sozusagen bei der Ausführung, also ihr ladet eure Datei hoch und bekommt euren Powertest, dann meldet sich gegebenenfalls die AI und sagt, hey Mensch, guck mal, du hast bessere Leistungsdaten erreicht. Kann es sein, dass du dich nicht optimal ausgepaced hast? Und da müsst ihr dann ganz objektiv bleiben und versuchen, das zu beurteilen. Und wenn ihr sagt, nee, Mensch, ich habe hier über meine Rampe oder über die vier Minuten und zwölf Minuten wirklich alles gegeben, Dann nimmt das erstmal so hin, dann solltet ihr auch die AI-Lösung nicht akzeptieren, sondern verwendet weiter das MADA-Modell. Ihr könnt euch aber immer Gedanken darüber machen, warum prädiktet jetzt die KI bessere Werte? Und das kann verschiedene Ursachen haben. Eine Ursache wäre zum Beispiel das, was Björn gerade angesprochen hat, nämlich, dass zum Beispiel die Herzfrequenzmessung einfach nicht gut ist. Und das sieht man so in der Regel nicht einfach, weil die Herzfrequenzverläufe sehen immer ganz gut aus, aber wenn man da mal wirklich genau reinschaut, dann könnt ihr schon feststellen, dass bei einigen Einheiten, höchstwahrscheinlich bei euch allen, einfach mal die Herzfrequenz nicht wirklich die Leistung widerspiegelt. Ihr macht zum Beispiel einen Sprint und die Herzfrequenz steigt gar nicht. Und zehn Sekunden später oder 20 Sekunden später habt ihr auf einmal so einen Sprung in der Herzfrequenz. Und da könnt ihr dann davon ausgehen, dass der Herzfrequenzgurt kurzfristig halt gar nicht mitbekommen hat, was da passiert. Kontakt vielleicht verloren, auch zur Oberfläche. Und deswegen nicht messen konnte. Und dann ein bisschen später kommt das Signal und dann habt ihr auf einmal so einen Sprung. Aber das ist eher so, ich habe vorher nicht aufgezeichnet oder ich habe einen Drift mal zwischendurch. Das ist uns dann nachher wirklich aufgefallen, dass wir da manchmal diese Herzfrequenzwerte nicht wirklich da haben. Und das wäre zum Beispiel ein Grund, warum so eine... PowerTest AI euch dann zum Beispiel andere Werte oder deutlich andere Werte prädikte. Wenn wir von deutlich anderen Werten sprechen, dann reden wir in der Regel so von Abweichungen, die größer sind als 5, 6 oder 7 Prozent zur Marder-Lösung. Und 10 Prozent Abweichung ist eher schon selten, selbst mit solchen Messfehlern. Und was auch dazu führen könnte, ist zum Beispiel, wenn dann tatsächlich doch vielleicht was gesundheitlich nicht stimmt. Da hast du ja auch Beobachtungen zu gemacht, richtig Björn?
Sebastian: Jaja, definitiv. Also wir haben bei einem Sportler jetzt eine Entwicklung gesehen, die dann auf eine Erkrankung, hat sich herausgestellt, dass dieser Sportler einfach richtig krank war über Monate. Die Sauerstoffaufnahme wurde immer, immer schlechter predicted, vor allem dann in den Activities. Und da wussten wir dann, okay, irgendwas stimmt nicht. Dann haben wir Bluttests gemacht und dann hat sich halt herausgestellt, dass dieser Sportler zumindest längerfristig krank ist. Und das haben wir halt über die AI erkannt. Also da ist schon richtig, richtig cool. Grundsätzlich nochmal was zur Herzfrequenzmessung. Keine optischen Sensoren verwenden. Das funktioniert schon mal in der Regel gar nicht so richtig gut. Und ja, also... Noch nicht zumindest, ne? Noch nicht so gut, ja. Wir messen da ja eine Welle praktisch. Wir haben ja nicht diesen Impuls wie bei einem Gurt, wo gemessen wird, da sind wir technisch noch nicht, sind die Lösungen noch nicht so akkurat. Einfach einen guten Gurt auswählen, ja. Also man kennt die Hersteller, die gut sind und dann haben wir da auch deutlich weniger Messfehler.
Björn: Kurze Frage noch, was war das für eine Krankheit, die der Sportler hatte? Gibt es da eine Info zu? Ja, wir haben Elfsteinbar rausgemessen.
Sebastian: Ja. Okay, also ist ja super spannend, wenn man das sehen kann. Also das kann man schon an Herzfrequenzdaten, sieht man das auch schon, aber die hat halt relativ schnell ausgeschlagen, dass wir das rausmessen konnten.
Björn: Ja, das ist auf jeden Fall spannend und damit auch ein echt wichtiges Feature, das ihr einfach nutzen könnt, wenn ihr selber einen Powertest macht. Und Björn wird ja gleich noch mehr zu den Aktivitäten auch dazu sagen. Grundsätzlich habt ihr eine echte Hilfestellung. Also nehmt das als echte Hilfestellung. Ihr macht den Powertest und habt vielleicht nicht optimal gepacet und habt schon ein Gefühl, Mensch, da hätte vielleicht ein bisschen mehr gehen können. Und dann sagt euch die Powertest-AI, Mensch, ihr hättet vielleicht zehn Watt mehr erreichen können. Dann ist das vielleicht auch eine realistische Einschätzung eurer Leistungsfähigkeit und so habt ihr halt einfach euren Co-Piloten einfach dabei, der sozusagen nochmal einfach aus AI-Sicht die Sachen betrachtet und gegebenenfalls wirklich herausfindet, dass das Pacing vielleicht nicht optimal war oder ihr euch nicht voll ausbelassen konntet. Und auf der anderen Seite habt ihr nochmal eine Hilfestellung in der Hinsicht, dass ihr vielleicht nochmal darüber nachdenken könnt, ob eure Sensoren gut sind oder vielleicht halt auch ihr krankheitsbedingt etwas habt oder ihr gegebenenfalls auch in eurer Sitzposition, wenn ihr zum Beispiel beim Radfahren seid, vielleicht auch nicht die optimale Geometrie habt, um die Leistung zu entwickeln, die ihr vielleicht könntet. Und das sind dann schon so spannende Sachen, die da bei der Powertest eher rausgekommen sind und die wir auch ständig weiterentwickeln. Wir haben, Björn hat gesagt, sie entwickelt sich ständig weiter. Wir machen immer in Abschnitten ein neues Training. Unser Ziel bei der ganzen Geschichte ist, einen digitalen Zwilling von euch zu erzeugen. Das bedeutet, wir haben eine virtuelle Repräsentation von euch. die sich dann mit jeder Trainingseinheit von euch weiterentwickelt und euer aktuelles Potenzial wirklich prädikten kann. Und da sind wir mit der Powertest eher einen Riesenschritt weitergekommen. Und das ist eine wirklich moderne KI-Technologie, die wir da eingesetzt haben. Und die Basis sind halt die 10.000 Powertests. Und was wichtig ist, und das werden wir hoffentlich auch in dem Kontext bald mal darstellen können, ist, dass wir natürlich auch mit einem Labor zusammenarbeiten, das grundsätzlich die Validität unseres Projekts, Power-Testes sozusagen darstellen wird. Also wir kennen schon die Ergebnisse und da sind wir wirklich positiv gestimmt und freuen uns dann auch darauf, dass diese Studie veröffentlicht wird. Das heißt, wir haben nicht nur auf irgendwas trainiert, sondern auf wirklich validen Power-Tests, die man so spiroergometrisch auch in einem Labor messen würde.
Sebastian: Ja, ganz genau.
Björn: Da hast du ja auch nochmal mit unterstützt, dass da die Laborwerte auch gut passen und dass da keine Fehler in den Protokollen gemacht werden. Und von daher sind wir da wirklich happy, dass da eine gute Lösung zustande kommt. Genau. Was kann man sonst noch sagen? Powertest AI, wie sieht es aus? Hast du gerade davon erzählt, dass du ein Sportler die Krankheit detektieren konntest, dass du das vor allen Dingen in den Aktivitäten nutzt? Und du hattest erzählt, dass du einige Athleten hast, wo vielleicht das PC nicht ganz perfekt ist. Hast du da noch einen anderen Sportler beispielsweise, wo du die Powertest AI benutzt, weil der vielleicht ... das tatsächlich nie schaffen mit dem Pacing oder in einem anderen Kontext?
Sebastian: Wir haben, die Problematik ist, in der Regel sind es, klar, vier Minuten, zwölf Minuten. Leute, die das nicht so richtig kennen, die können sich da schwer einschätzen. Grundsätzlich kann man immer sagen, Leute mit hohen Faulermax-Werten können die vier Minuten gut, aber die zwölf Minuten schlecht. Und andersrum mit niedrigen Faulermax-Werten können die vier Minuten schlecht und die zwölf Minuten gut. Da hilft die AI richtig, richtig viel, aus diesen vielleicht nicht ganz optimalen Daten deutlich mehr rauszulesen und vor allem das Potenzial nochmal rauszulesen. Das ist total spannend. Wer viele Powertests gefahren ist oder viele 12-Minuten-Tests oder meinetwegen 4-Minuten-Tests, Das ist schon so ein bisschen reingehämmert ins Hirn, dass man sagt, okay, ich fahre halt über die vier Minuten 480 Watt, fertig. Mir geht nicht, mir will ich auch gar nicht versuchen und über die zwölf Minuten fahre ich 420 Watt. Und wenn man die AI rüberlaufen lässt und sieht, pass auf, fahr doch mal 500 Watt und 440 oder 450, dann gucken die einen erstmal an und sagen, nee, das geht nicht. Am Ende des Tages hat sich dann vor allem bei einem Sportler herausgestellt, der konnte dann wirklich mal die 500 durchfahren. Und die Werte passen jetzt auch. Der war halt, also man hat schon im Rennen gesehen, der muss eigentlich mehr können, aber das war halt eingehämmert ins Hirn. Und wir haben ja keine Maschinen oder ich arbeite ja nicht mit Maschinen, denen ich sagen kann oder Rennpferden, hier lauf mal bis du tot bist, sondern da ist halt immer eine hohe mentale Komponente mit drin. Und da ist die AI vor allen Dingen, was das angeht, das Aufzeigen von eventuellen Leistungsreserven richtig Gold wert. Also richtig, richtig cool.
Björn: Jetzt ist das ja natürlich schon spannend, wenn du erzählst, hier 500 Watt, das sind ja schon Weltklasse-Athleten. Das ist World Tour. Das ist glaube ich auch immer ganz wichtig und auch spannend für unsere Zuschauer einfach zu hören, wenn du von solchen Werten sprichst, das sind natürlich schon echte Hammer-Krasse-Athleten, kann man ja gar nicht anders sagen. Und, aber schön, dass man da so einen nahen Zugang hat und wir versuchen natürlich alles, dass ihr euch auch in eurer Leistung in diese Richtung bewegen könnt. Ganz kurz, was ist das für eine VO2 Max ungefähr, sag mal?
Sebastian: Das war eine ganz hohe 70er, 80er, also Anfang 80er, hohe 70er. Schon ein etwas schwererer Fahrer, um die 71 Kilo oder so. Schwer, ne? Also halt schon eine richtige Maschine, ein richtig guter Fahrer. Und auch dazu mal fällt mir gerade ein, auch was die Sauerstoffaufnahme angeht, ich glaube, das war der Samuel McCorrer zumindest, wurde es in dem Buch von Hutchinson mal erwähnt. Übrigens Empfehlung, Endurance von Andrew Hutchinson, wunderbares Buch. Auch die VO2max kann man deutlich beeinflussen und die haben es halt mit psychischen Tests, also die haben die Leute halt so ein bisschen mental platt gemacht und haben dann die Tests gefahren und haben dann festgestellt, Man kann auch diese Werte deutlich ändern. Jeder weiß, wenn man mal so eine Rampe fährt, wie viel Bock habe ich, mich da richtig auszuquetschen. Dann auch, wenn ich da rumhampel und die Arme hin und her reiße, kriege ich auch wieder eine andere VO2max. Wenn ich auf dem Auflieger liege und die Lunge halt ein bisschen horizontaler liegt, kriege ich auch wieder einen höheren Sauerstoffzug, habe auch wieder andere Werte. Auch da muss man sagen, Was wir im Labor messen, ist super und wir können es auch aktuell vielleicht Goldstandard nennen, weil wir nichts Besseres haben, aber auch da haben wir Probleme und da gibt es Probleme bei der Messgenauigkeit und von daher... Ziehe ich ja aktuell immer den Powertest vor, weil da einfach durch die Menge an Wiederholung und vor allem durch die Powertest-AI kriege ich halt jeden Tag Daten reingejagt und habe einfach über den Schnitt eine deutlich bessere Prediction, als wenn ich alle Vierteljahr, wenn ich sogar nur alle halbe Jahr in ein Labor reingehe, wo ich nicht weiß, wie gut die Sachen kalibriert sind und dann noch viel schlimmerer. Auf einem Rad eventuell fahre, auf dem ich halt nie sitze. Ich habe mal eine Bachelorarbeit, das war glaube ich so eine Masterarbeit begleitet, haben wir Bikefittings gemacht und dann Sauerstoffaufnahmen gemessen. Vorher, nachher, die haben sich halt total verändert. Also wie du schon gesagt hast, die Position des Rades hat einen starken Einfluss. Oder Positionen des Radsportlers auf dem Rad haben einen starken Einfluss auf die Sauerstoffaufnahme. Und auch beim Nachgleich, ja, also der Sportler durfte sich dann auch wieder gewöhnen an die Position, gab es auch wieder Änderungen. Also da muss man immer ein bisschen aufpassen, dass es nicht alles immer gleich, okay, das ist 100 Prozent richtig, ja.
Björn: Also das macht den Powertest schon attraktiv, weil du kannst dann auf der normalen Rennradposition deinen Powertest machen. Dann über das Winter, wenn du da zum Beispiel so trainierst und wenn du im Sommer dann vielleicht doch Triathlet bist oder Zeitfahrer bist und dann in die Zeitfahrposition gehst, dann machst du halt einfach den Powertest in der Zeitfahrposition, weil da sind deutliche Unterschiede halt einfach vorhanden, ob ich in der Rennradposition sitze oder in der Zeitfahrposition. Und im Zweifel macht ihr euch halt kaputt damit, weil ihr in einer Rennradposition deutlich höhere Radwerte treten könnt und dann eine andere V2 Max, V2 Max habt und euer Training dann auf dem Zeitfahrrad umsetzt, dann kann das im Zweifel doch deutlich zu hoch sein, was ihr dann da fahren sollt.
Sebastian: haben wir ja jetzt gerade die aktuelle Diskussion. Wir haben ja jetzt nationale Meisterschaften im Zeitfahren und die Wattwerte, die sie treten können auf dem Rennrad, sind halt nicht unbedingt die Wattwerte, die sie auf dem Zeitfahrrad treten können. Also das sind halt zwei unterschiedliche Sportgeräte. Da wird halt anders metabolisch drauf gearbeitet sozusagen. Und wir sind ja dicht an Wattjob dran, auch Dan Bickham. Und da werden halt nicht die Killer-Watt-Werte teilweise getreten, aber die sind halt Killer-Aerodynamisch. Und da sagt man dann, gehen wir den aerodynamischen Weg anstatt den metabolischen Weg sozusagen. Genau.
Björn: Da ist natürlich auch immer ein echter Vorteil auch letztlich die Simulationswaffe, die wir haben, bei dem ihr einfach feststellen könnt, wann bin ich denn wie schneller. Und man kann ja durchaus auf Watt verzichten, auf Metabolik und dafür Aerodynamik bekommen, weil am Ende zählt die Zeit und die setzt sich halt aus, Aerodynamik und Leistungsfähigkeit zusammen. Und da haben wir schon, versuchen wir halt euch auch wirklich eine komplette Lösung zu geben und nicht nur einzelne Schnipsel. Und ich glaube, das ist auch eine ganz gute Überleitung, einfach zu den Aktivitäten jetzt zu wechseln. Denn wenn wir von Schnipseln reden und auch so ein Powertest, den man sicherlich häufig einsetzen kann, also viel häufiger als das Labor beispielsweise, je nachdem, was ihr für Athleten seid, Profis haben vielleicht mehr Zugangsmöglichkeiten zum Labor, Aber als Amateurathlet, Hobbyathlet halt eben nicht und da hat der Powertest schon enorme Vorteile, vor allen Dingen, weil ich halt zum Beispiel auch das Radfahren und Laufen gut in so einen Powermans integrieren können. Und wenn ich jetzt sozusagen, noch schöner wäre es ja noch häufiger zu testen und wir wissen alle, dass Sportler häufig dann auch einen Powertest immer noch als Schwelle sehen, weil das muss gemacht werden und man wird an dem Tag immer gemessen und dann immer gleich zu sehen, wie gut man gerade ist und ob man sich voll ausbelasten kann und wie hart vielleicht auch das Training gerade war, wie ausgeruht man ist. Da kommt jetzt die Aktivität ins Spiel und da waren wir fleißig und haben eine Schnittstelle zu Garmin und Wahoo jetzt erstmal realisiert. Die Daten werden synchronisiert und dann haben wir nahezu jetzt die Powertest AI, die sozusagen dann eine Daily Prediction macht. Aber wichtig ist halt, ihr braucht halt, wenn ihr auf dem Rad seid, eine Powermessung dazu und ihr braucht den Herzfrequenzgurt. damit ihr auch valide Daten bekommt. Ein weiterer wichtiger Parameter, haben wir noch nicht erwähnt, ist die maximale Herzfrequenz und die verändert sich ja nicht so stark. Björn, über das Jahr hast du Beobachtungen, wie stark ändert sich die?
Sebastian: Die kann sich schon stark ändern, aber die ändert sich ja insofern, entweder du bist krank, dann geht sie viel zu hoch. Also wenn du Fieber hast, dann erwähnst du höchstwahrscheinlich deine maximale Herzfrequenz, definitiv, was nicht gesund ist. Aber in der Regel sehen wir den vorliegenden Abfall einer maximalen Herzfrequenz bei einer Überlastung, aber sonst ändert sie sich in der Regel in einem Jahr nicht so dramatisch, sollte sie zumindest nicht. über einen Schnitt von zehn Jahren, also altersbedingt und so weiter, kann die sich dann schon deutlich ändern. Oder auch Trainingszustand, ganz klar. Aber vor allem das Alter spielt eine Rolle. Aber wenn wir über dem Jahr eine starke Abweichung haben, was weiß ich, 20 Schläge, ich habe da gerade einen Sportler im Kopf, der den ich übernommen hatte vor anderthalb Jahren, der hat im Winter 195 maximal Herzfrequenz gehabt und dann fuhr er Rennen im April und hatte 175, das war halt ganz klares Anzeichen von viel zu viel gemacht und da wurden dann erstmal ein paar Wochen Grundlage verabreicht und dann war die Sache auch wieder drin, ja.
Björn: Ist ja ein wichtiger Parameter sozusagen für die Aktivitäten und jetzt müsste ja so ein Sportler das dann auch dann anscheinend regelmäßig überprüfen oder ist das eher selten, dass sowas passiert, dass so eine starke Abweichung kommt? Was würdest du denn für den Durchschnittsathleten sagen?
Sebastian: Das passiert in der Regel selten. Und der Athlet merkt es auch relativ schnell selbst. Also wenn eine Ausbelastung, eine maximale Ausbelastung mit einem nicht annähernd erreichenden maximalen Herzfrequenz einhergeht, dann ist der Sportler definitiv... Im Übertraining, wie man so mal ganz salopp sagen würde, zumindest ist irgendwas faul und in der Regel hilft es ja erstmal Ruhe. Oder mal Blutbild machen lassen und grundsätzlich, was es sich, wenn man viel zu wenig gegessen hat, klassische Glykogenverarmung, also über Wochen, Monate vielleicht versucht, Gewicht zu machen, dann sieht man das auch immer sehr schön in der Herzfrequenz. Und das ist ja eigentlich auch das Attraktive an der Activity, dass wir einen langfristigen Verlauf der VO2-Diagnostik Max und der Fowler Max sehen und dann wirklich sehen, okay, was passiert da eigentlich? Also um mal ganz kurz vorzugreifen, für mich ist das aktuell eines der besten Tools, um zu sehen, wo steuert mein Sportler hin? Wir haben ja immer, wir haben ein Modell aufgebaut, das sagt, okay, wie viel Energiefluss wäre ideal bei dem und dem Trainingszustand? Das ist aber eine Blase. Was macht der Sportler denn sonst? Wie gut schläft er? Wie viel isst er? Was hat er sonst für ein Leben? Und das können wir nicht kontrollieren. Das spiegelt sich aber, und das ist ja praktisch der einzige Parameter, den wir praktisch als Feedback wiederkriegen, nämlich die Herzfrequenz spiegelt sich in der Herzfrequenz wieder. Und wenn wir da Werte sehen, die nicht passen über mehrere Tage, dann wissen wir, okay, da läuft irgendwas schief. Vor allem im Training. Weil wir unter einer Belastung die Herzfrequenz messen können, wissen wir halt relativ schnell, vor allem in Korrelation mit den Wattwerten, ob wir richtig liegen oder nicht. Also starker Abfall der VO2 oder Abfall der VO2max, Abfall der VLAmax, wissen wir höchstwahrscheinlich Glykogenverarmung. Also das ist der Klassiker. Ja.
Björn: Man merkt schon, dass du schon wieder sehr tief in der Materie gerüstet und viel gemacht hast und wir müssen da vielleicht den einen oder anderen vorher noch abholen, was die Aktivitäten sozusagen bedeutet. Also grundsätzlich, wir haben ja von der PowerTest AI gesprochen, das heißt, die PowerTest AI wenden wir auf die Aktivität an. Ihr bekommt eine VO2max und VOLAMAX Prediction. Ein wichtiger Parameter ist die Herzfrequenz, maximale Herzfrequenz, die wir auch regelmäßig aus euren Einheiten nehmen, aber ihr müsst da schon ein bisschen derzeit auch darauf achten, dass die da korrekt eingepflegt ist, damit ihr eine korrekte Prediction sozusagen auf eure VO2-Max und VOLA-Max bekommt. Und wie Björn jetzt gerade dargestellt hat, ist natürlich, dass wenn man das jetzt genau untersucht bei seinen Sportlern und vor allem diese Parameter in die Hand bekommt, kann man ganz schnell ganz viel feststellen, ne? Also... Das, was du gesagt hast, komme ich vielleicht ins Übertraining. Was ihr zum Beispiel sehen könntet, Glykogenverarmung, dann würdet ihr vielleicht auch sehen, dass die VO2max auf einmal stark abfällt oder VO2max runtergeht und ihr das auch in den Aktivitäten sozusagen sehen könnt, was auf jeden Fall ein Zeichen dafür ist, dass es ja in die falsche Richtung geht. Also ein starker Abfall der VO2max wollt ihr ja gar nicht. Ja. Eine V- oder Max-Veränderung ist ja manchmal durchaus gewollt. Und wenn ihr einen Trainingsschwerpunkt setzt, dann soll sich ja auch daran was verändern. Und wenn Björn sozusagen davon erzählt, dass wir ja sozusagen optimale Trainingszeiten für euch empfehlen, die bekommt ihr ja sozusagen aus dem Powertest. Und das sollte auch immer die Basis sein, um mit den Aktivitäten zu starten. Also ihr macht einen Powertest, habt den in der Plattform drin, macht dann Training und dann werden sozusagen... Die metabolischen Daten, also Kohlenhydratverbrauch etc. wird erstmal auf Basis eurer Powertests durchgeführt und anhand von einer Woche Training, so machen wir es aktuell, prädikten wir dann einen neuen Powertest für euch und auf dieser Basis werden dann die nächsten Also Kohlenhydratverbrauch etc. ausgerechnet. Und wie gesagt, es ist wichtig, diesen ersten Powertest gemacht zu haben, damit auch die KI eine Chance hat, auf euch zu lernen und eure Parameter zu erkennen. Und dann könnt ihr super mit den Aktivitäten starten und erhaltet halt die Predictions da drin. Und das, wie gesagt, das, was... was wir ursprünglich mal entwickelt haben, was Björn damit reingebracht hat, ist halt die Ausschöpfung. Wie viel Zeit sollt ihr in welcher Trainingszone machen, damit ihr eine Adaption habt, damit ihr nicht ins Übertraining kommt, damit ihr wirklich gezielt Erfolge habt. Und das könnt ihr bei den Aktivitäten sehen. Und dafür haben wir uns so ein Punktesystem einfallen lassen. Das werden wir vielleicht auch nochmal überarbeiten. Also, wir sind da auch offen, aber Björn, sag mal, jetzt gibt es sozusagen so eine Prediction, ja? Zum Beispiel zwölf Stunden Grundlagentraining und dann habt ihr vielleicht eine Stunde V2Max-Training.
Sebastian: Mhm.
Björn: die wir sozusagen pro Woche empfehlen, ja, also wenn ihr im Powertest drin seid, dann eure Trainingszeiten euch anschaut, dann seht ihr diese Werte und jetzt kriege ich eine Auswertung und wie viele Punkte müsste ich jetzt theoretisch dann in dieser Woche sammeln?
Sebastian: Ja, also wir haben uns, also die Basis sind ja, also wir rechnen ja immer Energieflüsse, ja, und ich will da jetzt nicht 15.000 Kilo Joule reinschreiben, ja, weil damit, also das mache ich, ja, aber wir haben uns überlegt, das ist vielleicht nicht allgemein menschlich kompatibel für alle, sondern wir entwickeln ein relativ simples Punktesystem, ähnliches, wie wir es auch bei den Aeropunkten gemacht haben, was jeder versteht. Um deinen Grundlagenbereich optimal abzudecken, haben wir gesagt, okay, 100 Punkte, 100% Grundlage, dann hast du die Kilojoule durchgejagt, die idealerweise sind. Wenn du sagst, du willst auch noch einen VO2 Max 90 Block drin haben, dann kriegst du da auch nochmal 100 Punkte sozusagen mit rein und dann zeigt dir das System halt, dass du dein optimales Level erreicht hast. Und du siehst immer, habe ich zu viel oder habe ich vielleicht nicht. Was heißt zu wenig? Ich habe halt... vielleicht nicht optimal genau in diesem Bereich trainiert, sodass du immer die Chance hast, zu kontrollieren, in welchem Bereich ich bin. Und das ist relativ simpel. Wir haben so einen Intensity-Bereich, also der Bereich, wo wir relativ viel Laktat aufbauen und schlecht abbauen. Und wir haben den Bereich Grundlagen und für jeden Bereich gibt es 100 Punkte und 100 plus 100 sind 200. Und dann weißt du, wenn... Sebastian, der Mathematiklehrer, hat sich das ausgedacht. Ich habe mich darüber köstlich amüsiert. Und dann habt ihr halt eine Chance zu kontrollieren, ob ihr die optimalen Trainingszonen erreicht. Und vor allen Dingen für mich immer sehr, sehr wichtig, dass ihr nicht übers Ziel hinausschießt. Ja.
Björn: Was man halt super beobachten kann, ist halt, trefft ihr eure Zone? Also ganz häufig ist es ja so, ihr wollt Fat Max trainieren und seid die ganze Zeit im GA2. Oder weil zum Beispiel das Terrain, in dem ihr trainiert, relativ wellig ist und ihr den Berg dann doch doll hochdrückt und dann den Berg runter dann doch eher rollt, dass ihr eigentlich nie in der Trainingszone seid, in der ihr eigentlich gerade sein wollt. Und wir haben das auch so gemacht, dass eigentlich die Zuordnung der Leistungswerte zu den Trainingszonen auch das Fünf-Sekunden-Mittel ist. Also es ist jetzt nicht einfach so, dass man sagt, wir nehmen uns einfach so die Trainingsdaten, sondern es ist das Fünf-Sekunden-Mittel. Das passt auch einigermaßen gut mit den Phosphatspeichern, sodass man wirklich die mittlere Fünf-Sekunden-Leistung nimmt und die sozusagen zu den Trainingszonen zuordnet. um da so ein bisschen weniger Fluktuationen drin zu haben. Aber es ist halt einfach so, bei vielen Athleten sehen halt zum ersten Mal, wow, ich trainiere ja die ganze Zeit im GH2-Bereich. Und das ist halt so eine echte Erkenntnis, die man daraus mitnehmen kann und wo man einfach die Qualität seines Trainings viel besser umsetzen kann und auch relativ schnell sieht, wenn ihr beispielsweise euch dann doch vielleicht selber trainiert, Seht, okay, so viel habe ich jetzt tatsächlich umgesetzt oder ich war mit den Jungs draußen ballern und jetzt sehe ich halt, wow, ich habe hier schon mal direkt in meiner einen Einheit meine 100% VO2 Max Trainingspunkte umgesetzt, dass ihr dann vielleicht im Nachhinein dann in der Woche besser darauf reagieren könnt. Halt einfach so, okay, dann mache ich jetzt nur noch Grundlage und mache keine Intensitäten mehr. weil ich habe meiner Zelle schon viel zugemutet in der Woche. Da hat man wirklich deutlich mehr Möglichkeiten, sein Training zu kontrollieren und festzustellen, in welchen Zonen man tatsächlich unterwegs ist.
Sebastian: Also praktisch das, was ich händisch dann mit dem Taschenrechner ausgerechnet habe, wie viel Joule-Fluss, Kilo-Joule-Fluss in den einzelnen Zonen stattgefunden hat und wie habe ich das zuzuordnen, macht das System halt jetzt alleine, was mir extrem viel Arbeit erspart. Und was halt für den Coach oder für den Sportler selber die Sache deutlich, deutlich erleichtert. Nochmal ganz kurz zur Historie der Activities. Das haben wir ja schon relativ lang drauf, aber wir prosauen das ja selten raus. Wir haben das zur Epic praktisch freigeschaltet unter Hochdruck. Vielen Dank nochmal dafür, Sebastian. Das ist ja schon länger her. Aber worum ging es? Es ging vor allem darum zu sehen, wie viel Kohlenhydrate ballern die Jungs da eigentlich weg. Und mit den Activities haben wir dann jeden Tag gesehen, wie viel Kohlenhydrate, Fette und Proteine werden denn in diesem Modell wirklich verbrannt, um dann ein ideales Nachfeeding sozusagen zu haben, dass sie ihre Kohlenhydrate wirklich gut anpassen. Und auch schön ist, man sieht halt auch in Trainings oder vor allem in Rennen, oh, da habe ich mich platt gefühlt. Und dann fragst du mal, okay, wie viel hast du eigentlich gegessen? War schwierig, die ersten 90 Minuten kam ich eigentlich irgendwie kaum zur Flasche, konnte kaum was trinken, halbes Geo runtergewürgt. Da waren dann halt nur irgendwie vielleicht in anderthalb Stunden 60 Gramm drin. Und dann sind die da die ganze Zeit mit 350, 400, noch was, umgeheizt mit Antreten. Da war der Speicher leer. Und das siehst du auch, weil wir in diesen Activities auch eine Heatmap zum Beispiel drin haben, wo du siehst, okay, an dieser Stelle habe ich gerade extrem viel Kohlenhydrate rausgebraten und das macht das so charmant. Also jetzt auch im Trainingslager, ich hatte ein paar Jungs in der Höhe und die mussten auch noch ein bisschen Gewicht verlieren und dann wussten die ganz genau, okay, die Kohlenhydrate habe ich gerade rausgehauen. Ich muss in einem kleinen Defizit sein und dann haben sie einfach ein super Nachfeeding sozusagen gehabt und haben das extrem gut umgesetzt, ohne sich komplett abzuschießen und auch noch einen signifikanten Gewichtsverlust hinzukriegen. Also da ist es der Hammer. Es freut mich jedes Mal, das zu sehen, wenn das so gut funktioniert.
Björn: Ja, es ist natürlich sensationell, wenn man Rundfahrten macht und dann einfach schauen kann, wie viel Kohlenhydrate wurden tatsächlich umgesetzt, wie groß sind die Speicher. Das wird ja im Powertest auch berechnet. Das gehen wir nicht immer direkt raus, aber das kann man schon sehen, wie groß die Speicher sind, die dem Athleten zur Verfügung stehen. Und wenn man jetzt über so eine Rundfahrt fährt und die täglichen Kohlenhydratverbrauche sieht, Dann kann man natürlich auch planen und dann weiß man halt auch beispielsweise, wie viel Kohlenhydrate dann vielleicht auch gegebenenfalls an so einem Tag noch zur Verfügung stehen, wo man sich vielleicht auch nochmal zurückhalten kann, weil man vielleicht auch eine Planung hat, dass man am nächsten Tag nochmal eine Attacke fahren möchte. Und dass man dann sozusagen clever mit seinen Kohlenhydratspeichern planen kann, denn wenn man so viel Kohlenhydrate umsetzt, wie die Sportler das da zum Teil machen, wird es auch schon schwierig, das an einem Tag nachzufüllen.
Sebastian: Ja, man sieht das auch immer. Also man unterschätzt immer so ein bisschen die Arbeit, was sich jetzt irgendeine Rundfahrt tut. Swiss hat mehr als aktuell und man hat mehrere Sportler und sieht die Daten, was da reinfließt. Wie viel Energieverbrauch hat denn jemand, der vorne ein Loch durchdicht fährt und Flaschen andauern muss? Also die Sportler, die die ersten drei Stunden, die man nie im Fernsehen sieht, die die ganze Zeit hin und zurück, hin und zurück, Flaschen holen, Jacken wegbringen und, und, und. Die haben total krasse Energieverbräuche, die sind total wichtig, aber man sieht sie nie. Die ballern halt ohne Ende Kohlenhydrate raus. Und die sagen dann am letzten Berg, tschüss hier, ich komme jetzt eine halbe Stunde später rein, weil es gar nicht anders geht. Die sind halt energetisch platt und deren Job ist es halt, nicht auf Platz 35 reinzurollen, sondern die sollen halt auf Platz 100 reinrollen, weil sie am nächsten Tag genau das Gleiche wieder machen müssen. Zwei, drei Stunden lang Flaschen holen und eventuell löcherdicht fahren oder in irgendeine Gruppe gehen. Und da kann man ganz gut sehen, wie viel Energie das kostet und wie energieschonend fährt denn eventuell der GC-Contender, der da vorne mit rumfahren soll oder wie schlau fährt ein Sportler grundsätzlich. Gleiches Rennen, ähnliche Platzierung, wer hat eigentlich mehr Kohlenhydrate rausgehauen? Super spannend zu sehen, auch eher dynamisch, ja.
Björn: Da kann man ja vielleicht noch eine kleine Anekdote nochmal sagen. Das ist ja so der Verbrauch, der dann durch die Aktivitäten einfach festgestellt werden kann und womit man seine Trainingsplanung und seine Rennplanung auch machen kann. Hast du noch ein kleines Beispiel, einen ganz kleinen Wink zu unserer Simulationssoftware? Da hast du auch gerade mit den Kohlenhydraten gearbeitet und auch einen guten Sportler gehabt, der ein tolles Ergebnis erzielt hat.
Sebastian: Magst du ganz kurz was dazu sagen? Ja, wir haben so einen, wir haben den Daniel Steinhauser, das ist so ein Ultra-Fahrer, ähm, mit dem ich trainiere, das ist eigentlich eher so, das war so ein Spaßprojekt, weil ich sowas ja noch nie so richtig gemacht habe, zumindest nicht auf dem Level, hochmotivierter Sportler und er ist das Race Across Italy gefahren, ist Zweiter geworden, kurz hinterm Strasser und war auch lange Zeit vorne und was wir gemacht haben, wir haben die Simulationssoftware genutzt, um die Kohlenhydratverbräuche wirklich durchzurechnen und haben das wirklich durchgetaktet Und haben ihn dann aerodynamisch vorher noch angepasst, um mit der Simulation auszurechnen, wo sitzt der aerodynamisch am optimalsten, also in der Fläche. Die Software berechnet ja auch, wie berghoch der CDA-Wert sich ändert. Also du wirst ja eher aufrecht fahren und bergab. Das kann man ja alles wunderbar einstellen. Und dann haben wir ihn halt auf den zweiten Platz manövriert. Jetzt fährt der Race Across the Alps. Ich glaube, es ist dieses Wochenende auch. Da haben wir wieder die Simulationssoftware benutzt. Schauen wir mal, wie es geht. Am Ende des Tages entscheidet ja der Körper und nicht die Simulation. Aber da nimmt die Simulation extrem viel Druck raus. Und vor allen Dingen, wir erstellen ja einen Power-File, dass du auf deinen Garmin ziehen kannst, wenn das Garmin das kann. Wie heißt diese Power? Wie heißen die nochmal genau, die Files? Ich weiß es gerade nicht.
Björn: Das sind TCX-Sites und die TCX-Sites haben die Powerwerte drin für die einzelnen Segmente und wenn ihr dann fahrt, dann kriegt ihr die optimalen Powerwerte für die einzelnen Segmente angezeigt und der große Vorteil ist halt, dass durch diese Aero-Simulation halt, das System eine Minimierungsaufgabe macht und versucht halt, euch die schnellste Zeit zu geben mit einer vorhandenen Menge an Kohlenhydraten und einer Zufuhr. Und so habt ihr dann einen echten Plan darüber, wie viel Watt sollt ihr am Berg fahren, bergrunter fahren. Und die Windgeschwindigkeitswerte werden ja auch aus der Wer hat da API genommen? Also die Predictions sind schon ganz gut und mir ist schon klar, dass einige auch sagen, oh, so Simulationen, die funktionieren nicht, da spielen ja so viele Randparameter eine wichtige Rolle. Da können wir aus unserer Erfahrung einfach sagen, nee, das stimmt nicht, das funktioniert. Ja und auch wenn es Parameter gibt, die man vorher nicht sozusagen berücksichtigen kann, heißt das nicht, dass man alles dem Zufall überlassen sollte, sondern es gibt ja einfach Berechnungsgrundlagen und man könnte auch sagen, Training funktioniert nie so, wie man das vielleicht plant, weil irgendwas anderes ist und jetzt überlasse ich das dem Zufall, weil ich kann das ja eh nicht komplett so umsetzen. Das stimmt halt einfach nicht. Ja. Die Simulationen sind relativ dicht dran und es gibt immer wieder Parameter, die auch eine Simulation und die auch ein Powertest nicht vollständig abdecken kann. Einfaches Beispiel, ihr macht immer einen Powertest bei selben Umgebungsbedingungen und dann irgendwann macht ihr einmal einen Powertest einfach bei 10 Grad mehr oder ihr habt vor ganz schlecht gegessen, dann kriegt ihr da auch unterschiedliche Werte raus. Und wenn euch das nicht bewusst ist, dann kann man natürlich sagen, wow, das funktioniert nicht, aber das Detail war halt so, dass ihr das vielleicht an der Stelle nicht wusstet. Und auch bei einer Simulationssoftware kann man natürlich sagen, dass vielleicht bestimmte Sachen nicht erkennbar sind. Aber die Wind-Simulation, die funktioniert schon relativ stabil und Wind ist nicht so chaotisch, wie die meisten das denken. Es ist schon chaotisch auf einer bestimmten Art und Weise, weil es Zufallswerte um den Mittelwert herum gibt und es gibt auch mal Windböen und es gibt Rampen, die werden auch noch unterschiedlich dargestellt, aber die sind nicht so häufig. Also es ist nicht so irrsinnig. Sonst würdet ihr auch keine Segelboote sehen, die sich von A nach B bewegen können, weil wenn es nur chaotisch wäre, dann… würde es ja überhaupt gar keine Rahmenbedingungen geben. So eine mittlere Windgeschwindigkeit in eine Richtung, die bleibt erstmal stabil und darum gibt es halt ein Rauschen. Und das kann man schon relativ gut prädikten. Und wir sind ja zum Teil mit unseren Simulationen wirklich ein Prozent dran an der tatsächlichen Umsetzung. Wenn ich zum Beispiel daran denke, du hast damals mit dem super gute Simulationen gemacht und da kann man natürlich sagen, oh ja, Mensch, das ist ja nur eine Simulation, aber die waren wirklich dicht dran. Wir waren ja nur ein Prozent von der Zielzeit entfernt oder weniger sogar noch.
Sebastian: Ich glaube, Kottl waren wir 19 Sekunden 19 Sekunden dran. Und wir haben ihn auch für die österreichischen Meisterschaften, wo er ja Zweiter geworden ist, und dann hat er ja den Vertrag bei Bachheim bekommen, den Worldtour-Vertrag. Das haben wir einfach so durchsimuliert. Das habe ich ihm durchsimuliert. Und das haben wir auf das Pacing, etwas, was ich selten mache, also ein relativ spezifisches Training auf dieses Pacing aufgebaut, dass er wirklich diese Wattwerte fahren kann, die wir in der Simulation durchgerechnet haben. Und dann ist er halt sensationell Zweiter geworden und hat dann seinen Vertrag gekriegt. Also dafür ist die Simulation mächtig.
Björn: Ja, also ihr habt das beste Pacing, beste Pacing-Strategie an dem Tag. Habt das wirklich gut, die Möglichkeit, die beste Zeit mit eurer Performance herauszuholen. Also wo müsst ihr eure Kohlenhydrate investieren, damit ihr wirklich am schnellsten fahrt. Und was ihr auch nicht vergessen dürft, ihr kriegt natürlich dadurch auch eine Idee darüber, was ihr denn fahren müsst, um sowas gewinnen zu können. Also denkt mal da dran. Also es ist ja, wenn ihr im luftleeren Raum unterwegs seid und nicht wisst, woran ihr euch orientieren sollt, dann ist es immer schwieriger. Aber wenn ihr eine Simulation macht und dann darin sehen könnt, okay, die VO2-Max brauche ich, um das Rennen zu gewinnen, dann habt ihr auch ein Ziel und dann könnt ihr euch auf eine Reise machen. Und wenn ihr das alles nicht wisst, dann ist es alles immer schwieriger. Also all das sind tatsächliche Hilfen. Die Simulationen sind wirklich nah dran. Das war jetzt ein kurzer Abstecher zur Simulation, weil wir halt auch über Kohlenhydratverbräuche gesprochen haben und ich denke, das war auch spannend für euch, was man mit der Simulation machen kann. Wenn wir wieder zurückkommen zu den Aktivitäten, dann habt ihr ja jetzt schon mitbekommen, wir haben die VO2max und die VOLAMAX, die wir mit der AI predikten können. Ihr kriegt eine Zusammenfassung über die Woche, wie viel ihr tatsächlich dann Kohlenhydrate verbraucht habt, was ihr für eine VO2max, VOLAMAX habt. wie viele Trainingspunkte ihr in euren Zonen umgesetzt habt, also wirkliche Hilfen darüber, die euch transparent machen, wie euer Training funktioniert und damit auch wirkliche Chancen haben, euer Training besser zu machen. Und wir arbeiten jetzt, also wir haben das noch als Beta, wir haben es auch noch nicht groß... Wir müssen noch ein paar Sachen machen, damit das wirklich in so ein Produktivsystem umgewandelt werden kann, damit wir dann wirklich auch regelmäßig die besten Ergebnisse für euch generieren können. Und es gibt noch zwei Features, an denen wir arbeiten und die sind... Auch nicht so ohne. Das eine ist halt die Aerodynamikauswertung von eurer jeden Rennrad oder Triathlon oder Mountainbike-Fahrt mit. Da wollen wir noch nicht zu viel verraten. Da sind wir aber mit Hochdruck dran. Wir haben wieder wirklich weitere Fortschritte gemacht. Und auch da benutzen wir KI-TensorFlow als Lösungsmittel der Wahl. Und das andere, was wir machen, und da überarbeiten wir gerade sozusagen unsere Powertest-Version, ist, dass wir das dynamische Lactat-Simulation noch mit integrieren werden, auch in der Darstellung. Das läuft bisher nur im Hintergrund und in den Daily Activities auf Basis der Powertest-AI. Da gibt es noch so ein paar Kleinigkeiten zu lösen, aber ihr dürft gespannt sein. Ihr werdet das Lactat-Profil mitbekommen. in euren Einheiten und damit noch einen zusätzlichen, wichtigen Parameter für eure Steuerung bekommen. Das sind natürlich häufig erstmal Parameter, mit denen ihr auch lernen müsst, umzugehen, aber deswegen machen wir auch die Podcast und wir versuchen euch auch in dem Kontext immer auch zukünftig darzustellen, wie die Effekte gewesen sind, also momentan zeigen wir euch ja einen ganz wichtigen Effekt, also einfach VO2max, Foulermax. Aber wir wollen euch auch die Effekte darstellen. Das heißt, was hatte das Training denn voraussichtlich für einen Effekt auf eure VO2max, Foulermax? Aber wie Björn schon gesagt hat, es gibt sehr wichtige Sekundärparameter. Ihr könnt ganz viel VO2max trainieren, wenn ihr den ganzen Tag keine Kohlenhydrate esst. dann wird es vielleicht nicht so der VO2max-Effekt sein, wie ihr euch wünschen würdet, oder? Wie siehst du das, Björn?
Sebastian: Ja, ganz genau, ganz genau. Und wenn wir dann die Laktat-Simulation praktisch mit drin haben, das ist ein großer Wunsch von mir, an dem wir viele Jahre schon arbeiten, also letztendlich schwebt uns vor, dass wir eine Simulation des Trainings oder vor allem des Rennens haben, um festzustellen, okay, wo, wieso fällt der Sportler ab und wieso braucht er so lange, um sich zu erholen und das dann visuell klarzumachen, ein besseres Modell als zum Beispiel ein W-Prime oder DFRC, die praktisch nur Rechenmodelle sind und wir wollen wirklich ein metabolisches Simulationsmodell, haben wir jetzt erstellt, Und dass wir wirklich sehen, okay, du brauchst doch so und so lang, um dich zu erholen. Vielleicht wäre in dieser Phase es besser gewesen, Fatmax zu fahren, dann hättest du dich zwei Minuten schneller erholt, dass wir da relativ viel Daten rausziehen können. Für den Sportler, für den Trainer ist es vielleicht am Anfang sogar noch ein bisschen spannender, aber wir wollen auch da wieder die Daten so einfach aufbereiten, um einfach so einen Hinweis zu geben, hier, mach mal dies in dem Rennen, da läuft es besser.
Björn: Was jetzt hier auch schon wieder schön ist, glaube ich, für unsere Zuschauer, ist halt, dass Björn halt Weltklasse-Adlehen trainiert und er schon wieder bei der Rennsimulation ist und sich schon wieder überlegt, wie er seine Sportler besser machen kann im Rennen.
Sebastian: Weiß ganz genau, wie viele Jahre wir uns diesen Kopf darüber zerbrochen haben, wie man das geschickt darstellen kann und schön machen kann. Und ich meine, eine W-Prime oder DFRC, das funktioniert halt, für einen kurzen Zeitraum mal okay und danach kackt das halt ab und es nicht mehr funktioniert aber nicht, weil dein Stoffwechsel wird sich Deine Leistungsfähigkeit wird sich innerhalb der Einheit ändern. Ist einfach so. Du startest mit 80er Sauerstoffaufnahme und 0,5er Laktatbildung und kommst vielleicht mit einer 0,4er Laktatbildung und einer 77er Sauerstoffaufnahme an. Definitiv ändert sich was an der Laktatbildung. Und das wollen wir halt darstellen, um dann wirklich zu sagen, okay, deshalb passiert das und das. Genau.
Björn: Ihr seht also, es gibt auch schon wieder unterschiedliche Instrumente, wofür ihr das sozusagen benutzen könnt. Das eine ist halt sozusagen wieder die ganz allgemeine Trainingssteuerung, dass man halt einfach sicherstellen kann, dass man nur dann Laktat auch wirklich produziert, wenn man dann auch einen bestimmten Effekt wieder in seinem Training haben möchte, wenn man zum Beispiel seine Laktatbildungsrate verändern möchte oder wenn man VO2max machen möchte. dass man halt das als Steuerungsinstrument bekommen wird und wir werden euch das auch aufbereiten, dass ihr das auch wirklich damit eine echte Hilfe habt und nicht nur einen weiteren Parameter, den keiner versteht, sondern das ist schon unser Anspruch und ihr dürft da auch immer gerne eure Kommentare dazu ablassen und eure Fragen stellen. Das ist alles Gold für uns, weil wir so auch immer verstehen, was sind die Needs von euch, also was braucht ihr und wie müssen wir diese Sachen darstellen, damit ihr wirklich ein optimales Trainingssystem bekommt. Denn das ist unser Anspruch, das wollen wir für euch generieren und da haben wir selber ja auch mega Bock drauf, weil wir ja auch alle immer noch Sport begeistert sind. Und der andere Anwendungsfall, den Björn dargestellt hat, ist es halt dann wirklich in die Einheit reinzugehen und festzustellen, warum ist ein Rennen so gelaufen, wie es war. Und wie kann man Pacing-Strategien optimieren? Wie kann man Simulationen optimieren? Wie kann man den Athleten das dann auch mitgeben? Und wenn du sagst, dass der Athlet Fatmax hätte fahren sollen, dann wahrscheinlich aus dem Grund, vielleicht magst du es ganz kurz noch den Zuhörern sagen, warum sollte Fatmax dann zwischendurch fahren? Was ist das Tolle an Fatmax?
Sebastian: Laktat als Treibstoff einfach ideal nutzen. Dann bauen wir es einfach ein bisschen schneller ab und der Sportler ist schneller leistungsfähig. Das ist der Hauptgrund, ja.
Björn: Okay, also der Laktatabbau. Und das ist vielleicht auch nicht jedem bewusst sozusagen, dass man in Fatmax ganz viel Laktat abbaut. Wir haben aber dazu auch einen Podcast gemacht über die Trainingspläne. Also über die Trainingszonen. Den könnt ihr euch gerne nochmal anhören. Da ist auf jeden Fall genügend Information darüber, wie sich das Laktat auch verhält. Und für so einen Top-Athleten ist es halt wichtig, wenn der dann Laktatlevel erstmal wieder ein bisschen abgebaut hat, dass er danach ein bisschen leistungsfähiger ist. Und Ja, so ist das, also da ist also die Aerotest AI, so werden wir das nennen, also die Analyse von euren Trainingseinheiten, auch ohne einen Aerometer, dass wir euch da adäquate CDA-Werte für euch geben können, damit ihr einfach erkennt, so Mensch, wow, das ist gar nicht meine Leistungsfähigkeit, die hier immer meine Limitierung ist, sondern vielleicht auch euer CDA-Wert, dass ihr dann Und da gibt es so ein paar tolle Features, weil wir dann auch darstellen, halt einfach Häufigkeitsanalysen machen. Wie häufig habt ihr welchen CDA-Wert gehabt? Und dann könnt ihr vielleicht am Ende des Tages auch sehen, dass wenn ihr ein Rennen hattet, Mensch, es hat sich nicht nur so angefühlt, sondern ich war tatsächlich 30 Prozent der Zeit gar nicht in Ero, sondern habe irgendwas anderes gemacht. Und deswegen verliere ich meine Zeit. Und das ist... Für den Athleten manchmal ist es einem nicht so bewusst, aber vor allen Dingen für den Coach ist das sehr interessant, wenn ihr denn einen Coach habt, um einfach sowas zu sehen. Und da werden wir euch aber auch mit einem neuen Update dann informieren, mit einem Erosion erfasster Human Update, sobald wir das live schalten mit der Powertest AI zusammen. Und dann werden wir uns auch ganz massiv darum kümmern, dass wir unsere Webseite, dass wir mehr Descriptions dahin bekommen und dass ihr da einfach mehr Informationen bekommt, die euch hilft, unsere Produkte für euch gewinnbringend einzusetzen. Wir überlegen uns da aber auch schon eine neue Variante, das erzählen wir euch dann. Die wird auch relativ schnell kommen, die euch dann einfach deutlich dynamischer und menschlicher unterstützen wird. Und mehr verraten wir dazu nicht. Kommt aber, ist schon in der Mache und wir freuen uns halt einfach drauf, das einfach für euch besser zu machen. Cool.
Sebastian: Ich würde sagen, reicht. Wir wollten eine halbe Stunde, haben wir gut gemacht, würde ich sagen. Ich fahre jetzt zum Pflanzenmarkt und kaufe jetzt Pflanzen. Sehr gut, das tue ich nicht. Ich werde jetzt Mittag essen. Mach mal, auch gut. Schön.
Björn: Also, Björn, dann vielen Dank für deine Zeit.
Sebastian: Gerne. Wir hören uns eh bald wieder. Machen wir. Bis dann.
Björn: Bis dann.
Sebastian: Tschüss.