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Episode #33

CapeEpic 2025 Stage2 TT

18. March 202513 min

Es war TT Tag beim CapeEpic. Und es war Heiß, flach und schnell. Niclas bringt heute wieder ein paar Insides aus dem Rennen.

Transkript

Niclas: Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge A Faster You Podcast in der Cape Epic Edition. Heute war es heiß. Wir sind heute... von Merendal nach Pal gefahren. Die Etappe hatte 66 Kilometer und 900 Höhenmeter ausgeschrieben. Selbst gemessen waren es 857, also mehr oder weniger passt das. Die Etappe fand als Zeitfahren statt. Die Profi-Teams starteten zuerst. Um 6.50 Uhr sind da die ersten von der Rampe gerollt. Die schlechtesten, in Anführungszeichen, schlechtesten in GC. Ähm... Mussten zuerst los und dann die Besten, also das gelbe Trikot mit Schurter und Colombo, sind dann als Letzte gestartet. Danach durften dann die Open Men und die Amateure, beziehungsweise dann sind glaube ich die besten 30 Teams waren es heute, der Open Men, Masters und Grandmasters gestartet. Und danach dann erst die Profifrauen gestartet. Also grundsätzlich war es, würde ich sagen, eigentlich von der reinen Etappe her echt eine gute Etappe. Im Vergleich jetzt zu den letzten Etappen in Anführungszeichen langweilig, weil es sehr viel einfach nur über Farm Roads ging, viele Jeep Tracks und quasi einfach nur flach gedrückt wurde. Es waren direkt am Anfang ging es über die Merendal Trails wieder raus. Die sind wir jetzt teilweise schon den dritten Tag in Folge gefahren. Somit kannte man die dann schon ganz gut. Danach erstmal viele Jeep-Tracks an so Zäunen oft vorbei, so Single-Tracks, die quasi direkt an so einer Farm vorbeigingen. Also rechts war dann quasi Stacheldrahtzaun, links war ein riesiges Feld. Und da war dann ein Trail, der quasi gerade so da lang ging. Dort sind wir ganz viel lang gefahren, sehr wellig einfach nur. Sehr schnell vor allem. In der ersten Rennstunde zum Beispiel sind mein Partner und ich heute einen 26er Schnitt gefahren. Das haben wir tatsächlich, glaube ich, sogar fast bis über die Distanz gebracht. Am Schluss waren es dann noch ein 25er Schnitt. Insgesamt 25 Sechser, genau. Somit ging es sehr viel sehr flach erstmal. Das hat sich dann ungefähr, würde ich jetzt mal behaupten, so die ersten zwei Rennstunden, also bei uns Stunde 50, die ersten 50 Kilometer gezogen und danach kam dann ein Anstieg und danach noch ein paar steilere Wellen und dann Singletrail ins Ziel. Grundsätzlich bei den Profi-Teams war es so, es durfte kein Drafting stattfinden. Somit war Windschattenfahren verboten. Also wenn ein Team auf ein anderes Team aufgefahren ist, musste man entweder direkt vorbei und das hintere Team quasi schauen, dass sie nicht im Windschatten sind. Und am Schluss im Livestream hat man es auch einmal gesehen, da konnten Stutzmann und Porro nicht an Stiebian und Rabensteiner vorbei. Und man hat richtig gesehen, wie die die ganze Zeit versucht haben, eine gute Linie zu wählen, aber nicht in den Windschatten der anderen zu kommen. Sie hatten in dem Moment auch nicht, anscheinend zumindest nicht die Kraft, direkt vorbeizugehen. Und gerade in dem Abschnitt, wo sie waren, war es super sandig, am Schluss nochmal. Das war echt nervig. Also ich wäre ungern in denen ihrer Situation gewesen. Aber... Das Gute bei allen anderen, also bei den Profifrauen war Drafting auch verboten, bei allen anderen, also Open Man, Grandmasters und so, durfte gedraftet werden. Was dann bei uns im Rennen dazu geführt hat, ich glaube nach den ersten sechs Kilometern haben wir schon die ersten zwei Teams aufgefahren. Das hat sich dann mehr oder weniger bei uns zumindest erst mal zu so einer Zehn-Mann-Gruppe geformt. Die konnten wir dann auf einer Farmroad direkt auseinanderfahren. Da habe ich dann kurz zügiger gemacht und dann waren wir die wieder los. Sind dann erst mal ein Stück alleine gefahren. Danach ist ein Team von hinten wiedergekommen, die Zweite in der Open Man sind, das Team Coach Me mit Manuel Fasnacht und Stefan Spielmann. Ich glaube, das war so bei Kilometer 15, so ungefähr. Dabei ist tatsächlich, lustig nicht, aber bin ich so leicht schräg rechts versetzt gefahren von Stefan Spielmann, der an dem Tag, wenn ich so richtig gesehen habe, die meiste Führungsarbeit gemacht hat und er hat sich nach links umgedreht. Und hat dabei einen Schlenker rechts zu mir rüber gemacht und ist dabei mit seinem Schuh, mit seinem Bohrverschluss in meine Bremsscheibe gekommen. Und somit hat meine Bremsscheibe seinen Bohrverschluss gekillt. Dann waren die kurz weg. Ich habe mich entschuldigt, aber war halt in dem Moment jetzt auch halt einfach eine Remssituation. Also weder ich konnte noch was dafür. Also er hätte halt keinen Schlenker machen dürfen, so gesehen. Aber ich würde jetzt einfach sagen, das ist was, was halt im Rennen einfach passieren kann. Danach sind wir dann mit denen zusammen ein Stück gefahren und dann auf eine sehr, sehr große Gruppe aufgefahren, die aus, ich glaube, zwei Open-Man-Teams bestand und der Rest waren Masters- und Grandmasters-Fahrer, also... Udo Bölz mit seinem Partner war da drin, Bart Prentzschens mit seinem Partner war da drin. Das sind so die zwei Bekannten, die ich zumindest kannte. Und die Gruppe war Anne Ibu, Ibu Gasti, der Leader in der Masters-Kategorie oder in der Grandmasters-Kategorie. Genau, lila Trikotfarben die gehabt haben. Die waren dort auch mit drin und dort hat dann der Fahrer von Coach Me, der Stefan Spielmann, erstmal die Hauptführungsarbeit gemacht. Die Gruppe, also bis auf ihn, hat dort eigentlich niemand geführt. Ich habe dann irgendwann mal noch... mitgeführt, weil er dann auch irgendwann keine Lust mehr hat und dann wollte halt gar niemand mehr fahren. Mein Partner hat mich erst gebremst und dann, ja, habe ich dann doch ein bisschen Arbeit immerhin gemacht. Die Gruppe ist dann aber gegen Ende, wo es dann in den Anstieg ging und es immer steiler wurde, ist die Gruppe dann geplatzt und jedes Team ist dann mehr oder weniger nochmal so für sich alleine gefahren. Im Endeffekt sind wir jetzt an dem Tag wieder als Vierte ins Ziel gekommen mit, ich glaube, 40 Sekunden Rückstand auf Platz 3 an dem Tag. Insgesamt sind wir jetzt im GC auch vorgefahren auf den vierten Platz. Haben auf den dritten Platz jetzt ziemlich genau zwei Minuten Rückstand. Auf den zweiten Platz acht Minuten Rückstand. Äh, ne. Wir haben auf den dritten Platz zwei Minuten Rückstand. Auf Coach Me haben wir, glaube ich, zwölf oder, ne, 14 Minuten Rückstand. Und aus Avelo Racing auf Markus Nicolai und Lukas Koller haben wir jetzt 22 Minuten Rückstand. Ich würde fast behaupten... Vielleicht passiert da noch was zu drei. Ich glaube aber eher, dass die nächsten Tage so hart werden. Da muss ich mal schauen, wie es meinem Partner geht, ob wir da noch nach vorne auffahren können. Ab jetzt wird halt eigentlich echt nur noch geklettert. Insgesamt haben wir jetzt heute 2 Stunden 35 gebraucht. Ich bin dabei gefahren 253 Schnitt 292 NP. Man muss halt sagen, deutlich weniger Tretpausen. Somit sind NP und Durchschnitt auf jeden Fall näher beieinander. Was auch noch heute auf jeden Fall ein entscheidender Faktor war, dass allein nach 43 Minuten... hatten wir schon 27 Grad, dann nach einer Stunde 20 waren wir schon bei 30 Grad. Im Vergleich, wir reden dann da über knapp 20 nach 9, hatten wir schon 30 Grad und das Ganze stieg dann hinten raus auf 32 Grad noch an. wo man halt berücksichtigen muss, wir sind quasi recht früh gestartet, um 7.50 Uhr, glaube ich, sind wir gestartet. Es gibt Teams, die sind quasi erst gestartet, als wir im Ziel waren. Das heißt, sie sind schon bei 32 Grad losgefahren und es wurden heute in der Spitze 37 Grad. Das ist dann natürlich schon echt unangenehm. Und daraufhin Wurde jetzt auch zum Beispiel die Etappe morgen um 10 Minuten nach vorne verlegt, was jetzt nicht den großen Unterschied macht, aber um tatsächlich 12 Kilometer gekürzt. Höhenmeter bleiben fast gleich, aber es sollen halt morgen nochmal 37 oder 38 Grad werden und ich glaube auch einfach um die Amateurfahrer und Hobbyfahrer. die im Feld sind, zu schützen, wird das Ganze dann in den Morgen noch weiter nach vorne verlegt und hinten raus die Etappe halt etwas gekürzt, damit die Fahrer das auch einfach alles schaffen beziehungsweise nicht an der Hitze untergehen. Zum GC, bei den Frauen... war das glaube ich wieder relativ klares Spiel oder in Anführungszeichen klares Spiel von Toyota Specialized. Die haben wieder mit zwei Minuten Vorsprung gewonnen in einer Zeit von 2 Stunden 43 Minuten. Ähm, Kendale ISB Sport 1 war dann heute Zweite mit 2 Minuten 9 Rückstand und Vera Lusa mit ihrer Teampartnerin Alexis Gada kam dann auf den dritten Platz rein mit 2 Minuten 24 Rückstand. Beste Deutsche heute wieder, Steffi Walter, heute auf dem 10. Platz. Die sind eins nach hinten gerutscht, zumindest heute auf der Etappe, mit 16 Minuten Rückstand. Bei den Männern... war es echt, fand ich, eine ganz interessante Etappe. Buff Megamo sind, glaube ich, Top 10 im GC und sind dann halt relativ, im Vergleich zu den anderen Top-Teams, die vorne gelandet sind, recht früh losgefahren und haben relativ schnell mit 2 Stunden 13 die Top-Zeit gesetzt. Ist halt absolut ein Gebiet, was der Ward Aleman, der auch groß ist und sehr viel Watt treten kann, liegt. Also dieses flache Drücken, da war der wirklich stark heute. Danach auf Platz 2 Schurter mit Colombo. Heute im Stream fand ich auch wieder klar zu sehen, gerade so die letzten Rampen hoch, Colombo immer von vorne gefahren, Schurter so ein bisschen gestruggelt, kam gar nicht so richtig ran. Und war zumindest augenscheinlich wieder der schwächere Partner. Dann Villiers Vittoria haben, würde ich sagen, echt einen guten Job gemacht mit 2,14 Minuten. Eine Minute Rückstand, was ich wirklich interessant finde. Die fahren wohl kein Powermeter, wird zumindest im Stream gesagt. Und sie hätten wohl auch nachgeschaut, sie würden ohne Powermeter fahren. Ja, Cross-Country braucht man das Powermeter, würde ich jetzt mal behaupten, fast nicht. Da fährst du einfach die ganze Zeit all out und dann kennen die Jungs sich anscheinend so gut, dass sie das auch über diese Renndistanzen, sage ich jetzt mal, gut pacen können. Ist halt interessant zu sehen, ob die das die Woche lang durchhalten. Ich würde es ihnen auf jeden Fall wünschen, weil es bringt ein bisschen Dynamik in das Rennen mit rein. Auf Platz 4 dann BH Coloma, David Valero Serrano mit Thiago Ferreira. 1,11 hinten dran. Natürlich auch zwei große Fahrer, die einfach unfassbar viel Druck auf dem Pedal haben. Wenn ich das richtig gesehen habe, viel von Serrano von vorne gefahren. Auf Platz 5 dann richtig cool. Äh, Ägger und Baum mit 1,45. Wenn ich das richtig im Stream gesehen habe, in der ersten Hälfte mehr Ägger von vorne, in der zweiten Hälfte mehr Baum von vorne. Und Georg wohl hier und da auch mal Lücken gelassen. Und das Ganze, ähm, ja, sah auf jeden Fall so aus als, ähm, wäre es hart für ihn hinten raus geworden. Kann ich auch absolut nachvollziehen, wenn man die ganze Zeit so pushen muss und dann bei 32 Grad, das wird halt richtig unangenehm. Was ich bei den zwei echt sehr, sehr cool fand, ihre Griffposition und insgesamt ihre Position auf dem Rad. Also erstens, die Jungs sitzen ja eh schon, würde ich jetzt mal sagen, sehr aerodynamisch auf einem Mountainbike mit dieser Bike-Ahead-Stütze, die nach hinten weg geht, also mit Setback. Dann viel Überhöhung, das heißt, die sitzen eh schon sehr rennradmäßig auf dem Rad und dann haben sie beide sehr, sehr durchgehend, also was heißt sehr, sehr durchgehend, aber fast komplett durchgehend wirklich innen gegriffen. Wie ich, glaube ich, auch letztens schon mal in einer Ökonomie-Folge erzählt habe, wo ich das Ganze einfach selbst mal getestet habe. Das macht halt wirklich schon Sekunden aus. Also die Jungs fahren dadurch einfach schneller. Wenn du permanent bei den Geschwindigkeiten, bei 25 kmh, einfach innen greifst, sparst du dir halt Sekunden auf Kilometer. Und wenn du es auf 66 Kilometer hochrechnest, fahren sie halt einfach nur deswegen 2-3 Minuten schneller. Was ich wirklich beeindruckend finde, dass sie das so auch auf allen Trails und Jeep-Tracks hinbekommen. Das erfordert auf jeden Fall ein bisschen Übung, weil du natürlich, wenn du enger greifst, geringeren Hebel hast und somit das Ganze teilweise ein bisschen instabiler werden kann. Gerade auf den Jeep-Tracks hier sind sehr viele Bremswellen drin. Es ist halt nie, sag ich jetzt mal, ein normaler deutscher Waldweg rollt deutlich, deutlich besser wie die Jeep-Tracks hier. Und dann diese Felder und diese Singletrails über die Felder rollen quasi im Vergleich gar nicht. Also ich sage, ein gleiches Rennen in Deutschland wäre auf jeden Fall zwei, drei kmh schneller. Somit ist das schon auf jeden Fall cool zu sehen, dass die Jungs das so gut drauf haben, die ganze Zeit in der Mitte zu greifen. Heute etwas nach vorne gefahren sind Beers und Swenson. Beers hat nachher im Interview wohl auch gesagt, Keegan hatten schon ein bisschen Rückenprobleme. Sollte sich jetzt nicht nach einer Ausrede, also hat er direkt gesagt, sollte sich jetzt nicht nach einer Ausrede anhören, aber Keegan wäre halt keiner Mountainbike-Rennen gefahren und hätte halt wenig Mountainbike-Vorbereitung gehabt. Gerade weil das Cape Epic immer mehr XCO-Style wird vom Fahren her und weniger Marathon wird, hätte er damit gerade Probleme. Kann ich nachvollziehen. Ist aber, ja, aus Athletensicht verstehe ich nicht so ganz, wenn King doch weiß, okay, er fährt hier mit Matthew Beers, dem amtierenden Sieger, dann musst du doch mountainbiketechnisch hier top vorbereitet an den Start gehen. Aber gut. Des Weiteren, Marco Gilbert hatte heute wieder einen besseren Tag. Dem ging es ja gestern hinten raus nicht gut. Stibi und Rabensteiner nur 3 Minuten 17 hinten. Absolut cool zu sehen und auch sehr schön zu sehen auf Platz 9. Seewald und Hartmann lief anscheinend heute deutlich besser. Nur 3 Minuten 23 Rückstand. Also das ist auf jeden Fall gut. Die Deutschen fahren weiterhin echt stark im GC. Und genau, mal schauen, wo das hinführt. Morgen und alle haben so auch die ganze Zeit über das Rennen so ein bisschen gesagt, ab morgen geht es quasi richtig los. Wir hatten jetzt den Prolog mit 26 Kilometern und 750 Höhenmeter. Gut Stage 1, 92 Kilometer und 2700 Höhenmeter waren Brecher. Heute 66 Kilometer und 950 Höhenmeter, eher flach. Morgen wurde jetzt gekürzt, wäre aber eigentlich 90 Kilometer mit 2600 Höhenmeter gewesen, sind jetzt 78 Kilometer mit 2450 Höhenmeter. Wird aber auf jeden Fall richtig heiß werden. Das könnte interessant werden. Dann gibt es noch Stage 4, die dann auch 80 km hat mit 2000 Höhenmeter. Dann Stage 5 mit 98 km und 2,8. Und Stage 6 mit 87 und 2,5. Also ab jetzt eigentlich bis auf... Morgen, nein, Quatsch, jetzt jeder Tag 2000 Höhenmeter oder mehr. Und das Ganze jetzt mit auf jeden Fall zwei sehr heißen Etappen. Und wahrscheinlich am Freitag stand jetzt zumindest Regen gemeldet. Und da geht es wieder nach Lawrenceford rüber, wo damals diese krasse, oder vor zwei Jahren, doch, vor zwei Jahren diese krasse Regenetappe war. Mal schauen. Ich als Fahrer freue mich nicht auf Regenetappen. Von mir aus bleibt es lieber heiß. Das ist auf jeden Fall angenehmer und gerade auch fürs Material schonender. Wenn es wirklich richtig nass wird, bin ich mal gespannt. Wir haben zwar Reifen dafür dabei, aber es muss nicht unbedingt sein. Genau, das so viel zu Stage 2, dem Zeitfahren. Ich bin mal gespannt, wenn es mich morgen nicht komplett hochkocht, durchkocht, kriege ich das morgen Abend mit der Folge auf jeden Fall auch wieder hin. Und genau, soweit war es das erstmal.

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