CapeEpic Stage 5
Es war Zeit für die Queen Stage. Viele Trails, Steile Anstiege und dann kam noch etwas Regen. Ein harter Tag und noch zwei weitere kommen.
Entschuldigung für den späten Upload, das Internet hat gestreikt.
Transkript
Niclas: Willkommen zum Faster U Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, guten Abend und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast Cape Epic Edition. Heute Abend nach der Queen Stage. Also, Queen Stage war auf jeden Fall verdient. Fand ich war bisher so die anspruchsvollste Etappe. Auf jeden Fall auch wegen dem letzten Anstieg. Der war echt knackig. Da es bei uns heute Abend alles ein bisschen kürzer, ähm, länger gedauert hat, so rum, wird das heute Abend etwas kürzer, aber ich wollte auf jeden Fall noch eine Folge machen, Und zwar, heute Nacht hat es auf jeden Fall gut abgekühlt. Somit sind wir bei, ich glaube, so 20 Grad rum gestartet. In der Spitze waren es dann heute nur 24 Grad. Allerdings extrem, oder ich weiß gar nicht, ich habe keinen Messwert dazu, aber auf jeden Fall hohe Luftfeuchtigkeit. Ich habe beim Warmfahren schon geschwitzt und dachte mir, boah. Unangenehm. Ich persönlich komme mit hoher Luftfeuchtigkeit nicht so gut klar. Ich fange dann an sehr stark zu schwitzen und wenn ich hohen Schweißverlust habe, verliere ich auch sehr viel Salz und das kann mir durchaus im Rennen auch mal das Knick brechen. Ich kenne das zum Beispiel auch schon aus Trainings, dass wenn ich bei hoher Luftfeuchtigkeit trainiere, ich Probleme habe. die Wattzahlen einzuhalten, jetzt zum Beispiel bei harten Einheiten. Somit war für mich heute auf jeden Fall an den VPs, haben die hier zum Glück immer so Salztabletten auch liegen und man hat guten Zugriff auf Elektrolyte, da musste ich heute auf jeden Fall gut drauf achten. Ansonsten ging es von Pal aus nach Junkershöck. Insgesamt hatte die Etappe 97 Kilometer und 2800 Höhenmeter ausgeschrieben. Ich selbst habe zweieinhalb gemessen, kann aber auch gut sein, dass das einfach ein Messfehler von Garmin ist. Wir haben heute für die Etappe, Garmen gemessen, 5 Stunden 8 gebraucht und 39 Sekunden. Im Ziel hatten wir, glaube ich, offizielle 10, also 5 Stunden 10, somit wieder so 1,20 an den VPs gestanden. Das ging echt gut. Es wurde wieder relativ zügig, fand ich zumindest, losgefahren. Ging dann die ganze Zeit so leicht über Jeep-Tracks nach oben. Kamen dann ein paar Wellen, dann kam der erste... längere Anstieg hoch nach Murati. Ging dann einen schönen Trail runter. Danach ging es zum Bootsmann-Coop hoch. Wo es dann oben raus auch nochmal über solche Switchbacks echt auch ganz ordentlich nochmal berghoch ging. Und dann ein sehr schöner Trail runter nach Sellenbosch. Der heißt The Doctor. Der macht richtig Laune. Sehr schnelle Anliegerkurven. Im Stream hat man da auch zum Beispiel schön gesehen, wie Colombo vorher attackiert hat und Schurte dann versucht hat, in der Abfahrt eine Lücke zu reißen. Der macht auf jeden Fall bergab richtig Bock. Also da kann man es richtig laufen lassen, weil die Anlieger so gebaut sind, dass du nur, sag ich mal, minimal vielleicht über die Hinterradbremse ein bisschen korrigieren musst. Das hat richtig Bock gemacht. Ähm, und dann ging's über den G-Spot-Trail unten in Stellenbosch rüber Richtung dem finalen langen Anstieg. Ähm, Der war früher, glaube ich, oben raus wohl auch Singletrail. Wurde jetzt aber mittlerweile komplett planiert. Das sieht man auch, dass da anscheinend die mit irgendeinem Bagger durchgefahren sind einmal. Und somit war das jetzt einfach ein breiter Weg. Allerdings... Reden wir da in der Spitze. Es zoomt gerade raus. Also im Schnitt waren das 10,7% auf 3,7km. In der Spitze hatte der aber definitiv 20% oder sogar mehr und war somit echt eklig zu fahren. Also der heißt The Neck und das geht einfach gerade hoch in den Himmel und das war echt ein sehr steiler Anstieg. Da habe ich selbst in meinem 36er-Platt heute echt ein bisschen gestruggelt, dort hochzufahren. Man hat bei den Profis im Rennen auf jeden Fall gesehen, da war es bei der Spitze, das war leider das Einzige, was gezeigt wurde, war es noch komplett trocken. Bei uns dann ein Stück später hat nämlich schon ab Stellenbusch der Regen eingesetzt und bei uns war das schon komplett nass, also unsere Reifen haben sich schon zugesetzt dort hoch. Weil da natürlich Staub drauf liegt und wenn der dann nass wird, klebt der direkt an den Reifen. Und das war auf jeden Fall schon echt unangenehm. Somit sind wir, also ich glaube, wenn ich vorne im Rennen oder wenn ich normal das Profirennen gefahren wäre... wäre ich das alles hochgefahren, weil du dann natürlich auch mehr gepusht hättest, da ich jetzt in dem Fall auf meinen Partner auch immer wieder warten musste, bin ich Teile heute auf jeden Fall einfach gelaufen, weil es, ja, also ich bin da so hoch, genauso schnell gelaufen, wie die Leute um mich herum, die halt gefahren sind und dann fand ich es jetzt einfach nach, ja, jetzt der sechste Tag Rennen fahren, einfach für den Rücken angenehmer, dass halt dann, ja, bin ich halt einfach zügig hochgegangen, war ich genauso schnell wie die anderen Jungs. Der war auf jeden Fall krass. Danach kam dann nochmal eine schöne Abfahrt runter nach Lawrenceford, wo dann das Ziel war. Dort waren ein paar coole Singletrails wieder dabei. Allerdings auch in einem waren die Anlieger echt kaputt und sehr teilweise so weggebrochen. Dort bin ich dann auch einmal mit dem Vorderrad weggerutscht. Konnte das Ganze aber direkt fangen, habe jetzt lediglich meinen Handschuh kaputt gemacht und habe so ein paar Kratzer am Bein, aber keine, nicht mal eine richtige Schirrfunde, also alles easy gegangen. Und dann waren wir auch schon im Ziel. Insgesamt, genau, 5 Stunden nach Gebrauch, 27 Kilometer, 2800 oder 900 ausgeschrieben. Wir sind heute 270 NP gefahren, 215 Schnitt. Heute Morgen beim Start war sich mein Partner nicht sicher, ob er heute überhaupt an den Start gehen will und ob er durchkommt, weil es ihm echt nicht gut ging. Er hat sich einfach sehr erschöpft und platt gefühlt. Dann ging es aber eigentlich tatsächlich echt ganz gut. Wir haben auch nochmal ganz okay im Rennen gelegen. Hinten raus hat er sich dann auch wieder schwer getan, was aber auch bei dem Rennen auch einfach normal ist. Also ich meine, das Profil heute wäre auch für jeden normalen Mountainbike-Marathon ein ordentliches Profil gewesen. Und da hinten raus sich schwer zu tun, ist glaube ich relativ normal. Somit hat er das heute echt gut gemacht. Und wir sind eigentlich da soweit echt nochmal durchgekommen. Sind dann 19er Schnitt gefahren. Ich hatte einen Puls von 146 im Schnitt. Also für mich dann heute nochmal vom Puls zumindest ein niedrigerer Tag. Man muss aber auch dazu sagen, klar, Temperatur spielt da nochmal einen großen Punkt. Ich habe mich heute zum Beispiel echt gar nicht so gut gefühlt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und habe deswegen auf jeden Fall in den VPs immer nochmal mich um Elektrolyte gekümmert. Somit sind wir jetzt glaube ich im GC. immer noch auf Platz 4 in der Open Man, sind heute 8. geworden und overall 54. Und muss sagen, das ist echt, fand ich heute echt nochmal gut. In der Open Man finde ich es auf jeden Fall gerade spannend. Die Leader Avelo Racing mit Markus Nicolai und Lukas Koller haben sich heute auch echt schwer getan und haben... gute zwölf Minuten heute auf Coach Me verloren, was natürlich im GC echt nicht so gut ist für die Jungs. Also es sind jetzt noch zwei Tage zu gehen und da müssen die jetzt schon gucken, dass sie auf jeden Fall dranbleiben, Weil das Ganze sonst echt noch spannend davon werden kann. Also wir haben jetzt auf die Jungs vor uns, Honeycomb, also so gesehen auf Platz 3, haben wir jetzt 11 Minuten Rückstand. Die waren heute auch nochmal 3 Minuten schneller. Wir sind lange mit ihnen gefahren. Wir sind bergab auf jeden Fall schneller, obwohl die Jungs aus Südafrika sind. Finde ich nicht okay. Die sollten schneller sein. Das sind ihre Hometrails. Naja, Spaß beiseite. Aber die fahren eigentlich echt ganz gut. Merkt man auch berghoch. So in Switchbacks tun sie sich oft mit engen Kurven, tun sie sich oft schwer, klippen aus und so. Das ist nicht... Oh, nervt, wenn man hinter ihnen fährt, weil man dann immer in der Kurve einen Trackstand machen muss. Aber die fahren grundsätzlich schon echt gut. Dann sind hinter uns ein Team, die heute auch vor uns waren. Marsch McLinan heißt das Team. Die sind jetzt auf sechs Minuten ran auf uns. Da müssen wir jetzt die nächsten zwei Tage gucken, dass wir vielleicht den vierten Platz noch halten. Wenn wir fünfte werden, ist auch nicht schlimm. Aber worauf ich hinaus wollte, hier Avelo Racing hat jetzt nur noch 8 Minuten Vorsprung auf Coach Me. Und man muss ehrlicherweise sagen, dass eigentlich Coach Me schon führen würde, weil die waren bei einer Siegerehrung nicht und haben dafür eine Zeitstrafe kassiert von 15 Minuten. Und die haben sich schon in Vorderreifen aufgeschlitzt und haben da auch echt lange gebraucht. Also eigentlich muss man ehrlicherweise sagen, Coach Me ist auf jeden Fall das stärkere Team bisher, rein körperlich. Klar, Siegerehrung muss man am Start sein, geht nicht, wenn man da fehlt. Und Reifen aufgeschnitten kann ein Fahrfehler gewesen sein, kann schlechte Materialwahl gewesen sein, kann aber auch Pech gewesen sein. Weiß man natürlich nie, steckt man nicht drin. Genau, so mit Open Man auf jeden Fall echt noch spannend. Das Frauenrennen, ja... Scheint mir fast eigentlich entschieden. Also klar, es sind noch zwei Tage und die werden jetzt auch nicht einfach, aber Toyota Specialized mit Annika Langwart und Sophia Gommes führen mit 22 Minuten 30 und fahren jeden Tag souverän. Ich glaube, heute war bisher der knappste Tag, aber grundsätzlich sollte da glaube ich nichts mehr anbrennen. Dann das Männerrennen. Echt unfassbar geil, sich das heute anzuschauen. Also jeder, der auf gutes Mountainbike-Rennen steht, sollte sich das auf jeden Fall angucken. Sehr unterhaltsam, Marco Gilbert und Tristan Nortje haben zum Stadion in Stellenbosch hoch attackiert, eine richtige Attacke gefahren, haben auch auf kurzer Strecke sehr viel Zeit rausgeholt. Was, wenn man den Streckenabschnitt selbst kennt und weiß, okay, der Anstieg, wo die attackiert haben, ist relativ steil, der ist nicht ganz so einfach, der ist aber auch nicht so lange und danach ist es eigentlich einfach nur erstmal flach bis leicht runter. Und in dem Abschnitt haben die in einem sehr, sehr kurzen Bereich echt viel Zeit rausgeholt. Also die müssen da richtig gehackt sein. Was man dann leider im Nachhinein wieder den Neck hoch, diesen super steilen Anstieg, diese drei Kilometer mit, ich glaube, in Strava sind es drei Kilometer mit 13 Prozent im Schnitt. Und der hat ganz kurze, kleine Flachpassagen drin. Also der ist schon echt bössteil. Und dort ist Marco Gilbert halt richtig am Stock gegangen. Also der ist richtig geplatzt da hoch. Was für Tristan Nott ja auf jeden Fall schade war, weil man hat gesehen, okay, der hätte das wahrscheinlich heimgebracht. Luca Bredot und Simona Vendetto sind nachher Zweite geworden und wurden dann auch von Filippo Colombo und Nino Schurter dort hoch abgestellt um ein paar Sekunden. Und haben jetzt insgesamt im GC eine Minute 52 Rückstand. Tristan Nortje und Marco Gilbert haben 12 Minuten 55 Rückstand. Das ist bisher die Top 3 und die fahren echt richtig geil Rennen. Also das... Finde ich schon sehr amüsant zuzuschauen. Macht echt Laune. Und ich finde es super, wie Marco Gilbert und Tristan Neutier hier versuchen, für Südafrika quasi einen Etappensieg auf jeden Fall mal zu holen. Und die fahren echt super stark im GC. Das hätte ich so vorher nicht gedacht. Das war in den letzten Jahren nie so. Es haben schon hier und da immer Teams geschafft, Etappensiege zu holen. Aber dass sie so gut im GC fahren, habe ich jetzt schon lange nicht mehr gesehen. Das war auf jeden Fall richtig geil. Ansonsten beste Deutsche, nach wie vor Speed Company auf Platz 7 mit mittlerweile 33 Minuten Rückstand. Das fand ich heute echt krass. Lukas Baum, ich würde fast sagen die komplette erste Rennstunde, also das was man im Stream gesehen hat, die ganze Zeit von vorne gefahren. Wobei Egger halt echt, in Anführungszeichen, relativ weit schon hinten dran war. Also das sah teilweise schon fast nach dem Zwei-Minuten-Fenster aus. Die Jungs dürfen nicht länger, also kein Team darf weiter als zwei Minuten auseinander sein, sonst gibt es eine Zeitstrafe oder man wird sogar disqualifiziert, weil es halt ein Teamrennen ist. Man muss dann zusammenbleiben. Und Lukas ist einfach die ganze Zeit von vorne gefahren. Ich weiß nicht, was er vorhatte, weil er hat schon immer wieder nach hinten geguckt und eigentlich dachte ich, okay, er müsste es sehen. So viel, wie dann aber über sie im Stream gesprochen wurde, habe ich mir im Nachhinein gedacht... Vielleicht war es auch einfach nur ein Move, um Aufmerksamkeit zu generieren. Keine Ahnung. Oder Lukas hatte einfach Bock, schnell zu fahren, weil er anscheinend die Beine dafür hat. Im Endeffekt sind die dann aber heute auch, glaube ich... gut vorne reingefahren und hatten gar nicht so viel Abstand. Ja, 9 Minuten 38 waren es dann am Schluss und ein achter Platz. Also sind dann echt nicht... Ja, sind okay. Gut gefahren, würde ich fast sagen. Was ich super noch interessant fand, das hat man im Stream so halb gesehen, dass... Ah, da erklärt sich das Ganze auch. Andreas Seewald und Jakob Hartmann am oben raus Botmanskoop, vor es in The Doctor reinging, waren die fast an der Spitze dran. Und ich habe nur... Ergebnis gesehen, dass sie 31. heute wurden. Zum Vergleich, ein Team, was 31. oder 30. rum wird, hat 32 Minuten Rückstand. So, und da habe ich mir gedacht, hä, wie haben die am Schluss so gesehen? Da kam dann nur noch eigentlich ein langer Anstieg. Die haben die Jungs, wenn sie da so stark fahren, 32 Minuten Rückstand kassiert. Im Endeffekt hatten sie nur 2 Minuten 35 Rückstand, haben aber, wie ich hier sehe, eine 30 Minuten Zeitstrafe bekommen, wegen wohl der Separation Rule, was dann bedeutet, sie waren wohl irgendwann im Rennen mal länger wie 2 Minuten auseinander. Was echt schade ist, weil anscheinend geht es Jakob Hartmann somit besser. Der hat die ganze Woche gestruggelt und er hat seine Beine gefunden, was mich auf jeden Fall freuen würde. Vielleicht sehen wir ja morgen oder am Sonntag noch ein gutes Ergebnis von den zwei, was auf jeden Fall echt cool wäre. Genau, ich muss jetzt schlafen gehen. Und deswegen heute ein bisschen kürzere Folge. Wollte aber trotzdem noch eine machen. Genau, noch zwei Tage zu gehen. Morgen wird auch echt nochmal knackig. 88 Kilometer, 2550 Höhenmeter. Es soll jetzt eigentlich nicht mehr regnen. Es hat heute Mittag ein bisschen geregnet. Morgen soll es nochmal regnen. Wir sind mal gespannt, ja... wie anspruchsvoll das morgen wird. Wenn es natürlich nochmal richtig regnet und richtig matschig wird, könnte das echt eklig werden. Wenn es jetzt nicht so richtig schlimm wird, ist der Boden auf jeden Fall so, dass das gut gehen sollte. Genau. Somit noch... Ja, das war es eigentlich. Schönen Abend. Dankeschön.