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Episode #37

CapeEpic Stage 6

22. March 202511 min

Der 7te Tag des Epic war mit der schwerste. Der Regen machte die schon anspruchsvolle Strecke noch schwerer. Das Rennen bleibt spannend bis zum letzten Tag.

Transkript

Niclas: Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, guten Abend und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast. Cape Epic Edition. Es war Stage 6, Tag 7. Ein weiterer Tag noch zu gehen. Und es hat geregnet. 86 Kilometer, 2500 Höhenmeter galt es zu überwinden. Das Ganze komplett in diesem Tal von Lawrenceford. Also alles in quasi nur einem, ja, sie nennen das hier Kessel. Ist ganz interessant, denn Lawrenceford ist quasi ein Weinanbaugebiet nur, also quasi so eine Farm. Und das ist so riesengroß darin, dass du easy darin auch 120 Kilometer wahrscheinlich fahren könntest. Die haben so viele Trails, so viele Anstiege, wirklich krass. Sehr, sehr schön. Aber das Besondere dabei ist halt, dass dieser Kessel ganz oft halt, wenn dort mal Regenwolken drin sind, bleiben die auch da drin. Also das hängt dann quasi so da drin. Und somit hatten wir den ganzen Tag mehr oder weniger mal Regen, sind quasi den Wolken rumgefahren. War auf jeden Fall, fand ich, eine Cape-Epic-würdige Etappe. Es ging vom Start an ziemlich direkt berghoch, da es heute Morgen wieder relativ schwül war, habe ich zu meinem Partner gesagt, und ich muss mal dazu sagen, ich komme mit schwülen Bedingungen nicht so gut klar, habe ich zu meinem Partner gesagt, ey, lass mal bitte einfach ruhig und sauber zügig gepacet losfahren. Auch hatte ich im Hinterkopf, dass er in den letzten Tagen hinten raus immer ein bisschen hochgegangen ist und wir dann am Schluss, obwohl wir gut im Rennen lagen, nochmal gut Zeit verloren haben. Habe ich mir gedacht, okay, wenn wir das einfach sauber pacen und er nicht über der Schwelle fahren muss, er einfach Energie spart, und wir hinten raus ein besseres Tempo fahren können. Ist auch mehr oder weniger aufgegangen. Wir sind erst mal den ersten Anstieg hoch, haben halt relativ schnell die Gruppe ziehen lassen. Der erste Anstieg waren direkt schon mal so elf Kilometer. Wir haben dafür 38 Minuten gebraucht. 301 Nm bin ich gefahren mit 283 im Schnitt. Hab das halt genau so gepacet, dass Juri da gut hochkommt. Hinten raus oben hat er dann auch da schon... Also wir sind die ganze Zeit, sag ich, eher so um die 320 rumgefahren. Und dann hinten raus musste er dann halt schon auch noch mal ein bisschen reißen lassen. Dann ging es in die erste kleinere Abfahrt rein. Und dann noch mal etwas... über solche Jeep-Tracks wieder so geschlängelt nach oben. Und nach 16,7 Kilometer dann einer Rennstunde waren wir dann erst mal am höchsten Punkt des Rennens. Bis dorthin bin ich 295 NP-Gifts gefahren, 264 im Schnitt, hatte dabei ein 144er Puls im Schnitt und wir haben zu dem Zeitpunkt schon 670 Höhenmeter gemacht. Das lief bis dorthin auch eigentlich echt gut. Wir waren bei den Leuten, die bei uns so in der Open Man rum sind, eigentlich lagen wir da ganz gut im Rennen, waren vielleicht einen Ticken hinten dran, aber alles komplett, komplett im Rahmen. Dann ging es runter in die erste Abfahrt und als ich das erste Mal an dem Tag, nee, wir hatten schon mal eine Zwischenabfahrt, Entschuldigung, nach den ersten Elf kam eine Abfahrt, dann ging es nochmal hoch. und zu dem Zeitpunkt waren wir halt schon relativ gut eingesaut und dann ging es halt erstmal bis Kilometer 20 ungefähr da war die erste Feed Zone erstmal bergab technischer Trail Und wir fahren in den Trail rein und mein Zug zur Tropper Post reißt. Sie war dann unten eingerastet und es war erst mal unten. Das war zu dem Zeitpunkt noch vergleichsweise okay, weil es erst mal natürlich bergrunter ging. Und ich wusste, okay, gleich kommt eine Feed Zone. Das heißt, an diesen Feed Zones hat man immer die Möglichkeit zu schrauben. Also dort sind quasi zwei Fahrradstände aufgebaut. Dort steht quasi eine Werkzeugbox und dort ist alles an Werkzeug drin. Die haben auch Züge, die haben theoretisch eine Bremse. Du musst aber... Die stellen dir das Zeug zur Verfügung. Du musst aber selbst schrauben. So, und dann habe ich halt mein Rad dorthin gestellt. Ich musste erst mal den... die Schraube sauber machen, wo ich dann meine Sattelstütze mit rausziehen kann. Habe die Stütze rausgezogen und habe schon gehofft, dass wenn ich dabei die Stütze hochziehe, der Zug von unten an der Dropperpost zieht und die Stütze ausfährt. Das hat auch funktioniert. Dann musste ich die Stütze einfach nur wieder festmachen und hatte somit schon mal das Problem gelöst. Ich habe natürlich keinen komplett neuen Zug dann in dem Tempo eingezogen. sondern einfach nur die Stütze nach oben gemacht, um dann weiterfahren zu können. Hab wahrscheinlich die Stütze 1, 2, 3 Millimeter. Ich konnte meine Markierung mit dem Track leider nicht finden. Hab sie somit erstmal nach Gefühl eingestellt und ich würde nach Gefühl sagen ein Stückchen zu hoch gemacht. Sind dann auf jeden Fall weitergefahren. Das Ganze war auch erstmal kein Problem, weil es berghoch ging. In dem Anstieg ist Juri auch echt noch mal gut gefahren. Danach kam eine längere Abfahrt und in der habe ich mich dann mit der hohen Stütze wirklich schwer getan, zügig bergab zu fahren, weil ich halt gewohnt bin, mit Tropper Boss zu fahren und die Stütze mir schon sehr im Weg vorkam, muss ich ehrlich sagen. Bin somit wirklich danach auch den ganzen Tag nicht mehr wirklich gut bergab gefahren. In den Anstiegen danach, also wir haben, ich glaube insgesamt, ich weiß gar nicht, ob ich das hier in Training Peaks rausziehen kann. Ich glaube, wir haben insgesamt zwei Minuten oder drei Minuten an der VP gestanden. Also wir waren echt zügig das Problem, also wir haben das Problem echt zügig gelöst. Juri hat in der Zeit seine Flaschen vollgemacht, ich hatte meine Flasche vollgemacht. Und hat das Problem mit der Tropper kurz gelöst. Sind danach losgefahren und konnten uns dann auch in den Anstiegen danach sehr schnell wieder an die Führung in der Grandmasters wieder ranfahren. Das hat zu dem Zeitpunkt Udo Bölz, glaube ich, geführt. Und Bart Prentzschens war in der Gruppe und noch ein paar andere Open-Man-Fahrer. Wir sind an die Gruppe relativ schnell aufgefahren. Und konnten uns dann auch in einem Anstieg, so zur Rennhälfte war der, sind wir dann auch direkt an der Gruppe vorbei. Und zu dem Zeitpunkt dachte ich, okay, perfekt. Die Taktik geht eigentlich echt gut auf. Juri pässt sich wirklich gut und wir kommen damit gut zurecht. Das Ganze war dann ungefähr bei Kilometer 37. Und wir hatten zu dem Zeitpunkt 2 Stunden 14 drin mit 280 NP und 230 im Schnitt. Und das war so, wo ich dachte, okay, 280 NP würde ich eigentlich ganz gerne den ganzen Tag durchfahren. Das wäre richtig gut für das Tempo. Danach ging es dann über mehrere Jeep-Tracks. Erstmal ein bisschen durch das... durch Lawrence Ford durch und dann in den längsten Anstieg des Rennens, der sich dann unten raus über Jeep Track gezogen hat, oben raus dann aber immer wieder in Trail überging und Und echt fand ich ein doch recht knackiger Anstieg war. Die Trails, da es den ganzen Tag nass war, waren schon anspruchsvoll zu fahren. Ging aber alles soweit gut und sind dann auch echt, würde ich sagen, den Anstieg gut hochgekommen. insgesamt waren das dann elf Kilometer Anstieg mit 46 Minuten 52, die wir dort hoch gebraucht haben. Man muss dazu sagen, da war eine Feed Zone, also ein Water Point dazwischen, wo wir jeder eine Flasche voll gemacht haben. Und da es halt technisch anspruchsvoll war hier und da, waren die Wattzahlen nicht so hoch, also 264 NP, 248 im Schnitt, womit ich aber zu dem Zeitpunkt auch echt zufrieden war. Und danach ging es halt lange runter, viele technische Trails und dann auch die letzten... Ja, die letzten 20 Kilometer, würde ich sagen, waren sehr, sehr viele Trails. In normalen Bedingungen, würde ich sagen, absolut wunderbar zu fahren. Also die würden super Spaß machen. Die Strecke heute in Lawrenceford, fand ich, war, glaube ich, bisher die Woche die beste. Wurde halt durch den Regen wirklich hart und... Da habe ich es dann so richtig gemerkt, die letzten 23 Kilometer, mein Fahrwerk hat dann auch komplett den Geist aufgegeben. Also meine Gabel hat nicht mehr, also von 120 Millimeter Federweg hat die vielleicht 30 Millimeter, also 3 Zentimeter gefedert. Und mein Dämpfer hat auch nur noch so halb funktioniert. Also das war wirklich, ja, hat die Situation mit der Tropperpost nicht besser gemacht und Deswegen haben wir auf jeden Fall heute in den Trails bergab oder ich habe heute in den Trails bergab auf jeden Fall gut Zeit liegen lassen. Nichtsdestotrotz lief das dann hinten raus eigentlich soweit noch ganz okay und ganz gut durch. Wir haben dann am Schluss 4 Stunden 43 habe ich selbst gestoppt. Jetzt lädt die Ergebnisseite vom Epic gerade nicht. Auf jeden Fall war ich erstmal mit der Zeit soweit zufrieden, weil Juri bis auf hinten raus an ein paar Anstiegen keinen Einbruch hatte, komplett gut durchgefahren ist. Da muss ich ehrlich sagen, da war eher ich heute der bremsende Faktor, würde ich jetzt mal behaupten. weil ich halt einfach bergab nicht gut runtergekommen bin. Im Endeffekt, genau, haben wir dann offiziell für die Etappe 4 Stunden 49 gebraucht und waren damit in der Open Man heute 12. Allerdings muss man dazu sagen... Bis innerhalb von einer Minute ging es hoch bis auf Platz 7, wo dann die ehemaligen Führer der Klasse Aveloracing gelegen haben. Also wir waren nur eine Minute hinter denen. Somit, die hatten zwar Magenprobleme, also der Markus Nikolai hatte Magenprobleme, Aber eigentlich war das keine schlechte Etappe. Und auch zum Beispiel die, die aktuell vierte jetzt im GC sind, Stephen Bark und Gregory Harrop. Zwei Südafrikaner waren nur zwei Minuten vor uns. Also eigentlich soweit super gelaufen. Mit den Umständen, die wir jetzt heute hatten, muss ich sagen, waren wir da auf der Etappe echt zufrieden. Im GC... liegen wir jetzt nach der Etappe nach wie vor auf Platz 4, haben auf Platz 3 jetzt mittlerweile 17 Minuten Rückstand, also wenn den Jungs jetzt, und ich hoffe es nicht für sie, weil die sind echt korrekt, wenn den Jungs von Honeycomb jetzt morgen nichts mehr passiert, dann werden die auf jeden Fall den dritten Platz halten und haben. Auf der anderen Seite, nach hinten, auf Platz 5, haben wir nur 5 Minuten, äh, Quatsch, nur 30 Sekunden Vorsprung. Und dann auf Platz 6 nur 4 Minuten Vorsprung. Somit ist quasi das Rennen um Platz 4 auf jeden Fall noch, ja, schon sehr eng. Ich muss aber auch ehrlich sagen... Ich bin froh, wenn wir das morgen einfach nur sauber durchgefahren kommen und deswegen, ja, ob wir jetzt vierte, fünfte oder sechste nachher in der Open Man MGC sind, ist Juri und mir relativ egal. Natürlich versuchen wir zu racen und unser Bestes zu geben morgen, aber... Wir sind jetzt erst mal froh, wenn das morgen alles sauber durchläuft und wir das Rennen finishen können. Ansonsten zu der Etappe heute war es echt gut. Wir haben die Reifen noch mal gewechselt für das nasse Wetter. Vorher sind wir von Schwalbe den Rick XC vorne und hinten gefahren in 2.4. Haben jetzt auf Schwalbe Racing Ray und Racing Ralph gewechselt in 2.35. Das war, fand ich, auf jeden Fall auch die richtige Entscheidung, weil die Matsch auf jeden Fall besser funktionieren. Ansonsten... Habe ich jetzt heute auch nochmal, ich glaube mit 150 Gramm eigentlich verpflegt. Bin mit zwei Flaschen jeweils mit 120 Gramm Kohlenhydraten losgefahren. Habe die auch in den ersten zwei Stunden leer gemacht. Dazu jeweils pro Stunde noch ein Gel genommen. Und dann hinten raus das Ganze mit zwei bis drei Gels verpackt. pro Stunde verpflegt und dann halt über die Water Points einfach nur Wasser bzw. Elektrolyte aufgenommen. Genau. Morgen steht jetzt noch eine Etappe an mit glaube ich 65 Kilometer und 2.100 Höhenmeter. Das wird auf jeden Fall nochmal knackig, weil echt viele Höhenmeter auf kurze Distanz. Wetter soll, glaube ich, relativ ähnlich werden, aber im Optimalfall trockener. Bei den Frauen hat heute Cannondale gewonnen vor Toyota Specialized. Das war auf jeden Fall ganz cool zu sehen, dass es nicht ein kompletter Run von Toyota Specialized die ganzen Tage wird und die alles gewinnen. Im GC hat sich da allerdings nicht viel getan. Toyota Specialized mit Annika Langwart und Sophia Gomez haben 23 Minuten 26 Vorsprung vor Vera Lusa und ihrer Partnerin. Somit vermute ich fast, es kann immer alles passieren. 65 Kilometer sind lang und können viele Defekte passieren. Aber ich gehe mal davon aus, die werden das Ding morgen heimbringen. Im Männerrennen... Das war wirklich, also ich habe schon über die letzten zwei Tage gesagt, dass es supergeiles Rennen war und unfassbar geil zu schauen. Aber heute, ich fand es fast noch mal besser. Marco Gilbert und Tristan Nortje haben heute gewonnen vor Luca Predot und Simone Avadento von Villiers Vittoria und vor Scott Sram mit Schurter und Colombo. Und die letzten 20 Kilometer waren wirklich, die sind so gehackt, dass, also, wenn man gesehen hat, wie schnell die auf diesen Trails gefahren sind und man selbst da draußen war und weiß, wie rutschig das heute auch über diese Steine war, Wirklich unfassbar, wie schnell die Jungs über diese Sachen fahren. Man hat auch gesehen, da konnte kein anderes Team folgen. Das einzige Marathon-Team, was da noch mitgefahren ist, war Klimatise Orbea mit Samuel Porro und Marc Stutzmann. Da muss man auch dazu sagen, unfassbar, wie Samuel Porro hier überhaupt am Start ist. Der hat sich beim Andalusia Bike Race zweieinhalb, drei Wochen vor dem Rennen die Hand gebrochen. Und ist jetzt mit, also fährt hier noch mit einer halb verhalten gebrochenen Hand. Das ist auf jeden Fall krass. Und Marco Gilbert und Tristan Nortje haben die ganze Zeit attackiert mit Villiers Vittoria zusammen. Auf jeden Fall schon krass. Gab dann halt einen Move, wo Villiers Vittoria... die Kette verloren hat und somit waren dann Marco Gilbert und Tristan Nortje weg. Filippo Colombo konnte der ganzen Aktion nicht folgen und somit mussten die da auf jeden Fall warten. Jetzt bin ich auf jeden Fall gespannt, was das morgen noch wird. 32 Sekunden liegt Villiers Vittoria nur hinter Scotts Ram. Die konnten heute echt nochmal gute Zeit aufholen. Also ich glaube, ein so spannendes Cape Epic hat man schon lange nicht mehr gesehen, wo so all out die ganze Zeit hinten raus geracet wird. Das ist schon ziemlich geil und macht echt Spaß als Zuschauer. Genau. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich denke, ich werde morgen nochmal eine Folge danach machen und wünsche euch auf jeden Fall hoffentlich morgen viel Spaß, wenn ihr euch das Rennen anschaut. Dankeschön.

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