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Episode #39

Carbs & Performance

04. April 202541 min

In dieser Folge tauchen Björn und Niclas tief in die Wissenschaft der Muskelglykogenspeicherung und deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit ein. Basierend auf aktuellen Studien diskutieren sie, wie das Timing der Kohlenhydratzufuhr nach intensiven Trainingseinheiten die Regeneration und die Performance am nächsten Tag beeinflussen kann.

Transkript

Björn: Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Aushaubersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, willkommen zu einer neuen Folge A Faster You Podcast. Heute mal nicht alleine, sondern wieder mit Björn zusammen. Hallo Björn.

Niclas: Moin, moin. So, wir reden über Kohlenhydrate. Das krasseste Doping, das es gibt. Nichts wirkt leistungsfördernder als Kohlenhydrate. Wir reden auch über die Cape Epic. Wir sind beide maximal unvorbereitet, was ich mal angenehm finde. Da bin nämlich nicht nur ich der Buhmann, sondern auch du. Und wir haben uns ein paar Sachen, oder ich habe mir ein paar Sachen angeschaut. Ich habe Niklas die Sachen geschickt, aber du hast ein bisschen drüber geschaut, oder?

Björn: Ja, ich habe ein bisschen drüber geschaut, genau. Und ich habe ja auch schon mal, letztens zumindest eine Folge, vorbereitet, die nicht so richtig nur über Kohlenhydrate gegangen wäre, aber wo auf jeden Fall auch Kohlenhydrate und auch, ich würde jetzt mal sagen, normal ernähren und essen, ein großer Teil des Ganzen gewesen wäre. Und deswegen, glaube ich schon, können wir uns ganz gut über das Thema unterhalten.

Niclas: Ja, grundsätzlich ist es ja auch ein tolles Thema.

Björn: Es ist, glaube ich, das Thema, was du den meisten Athleten am meisten hinterher tragen musst, Und finde ich das Thema, wo das größte Potenzial von, ich behaupte mal, fast 80% meiner Athleten liegt. Weil die, solange du nicht mal, jetzt ein blödes Beispiel, ich hatte einen Athleten, der war mit uns im Trainingslager und der wusste vorher nicht, wie viel man essen kann. Und was es für ein Unterschied ist zwischen einem Profisportler, der sich um eine zum Beispiel 30 Stunden Trainingswoche mit Kohlenhydraten verpflegt und einem Hobby-Amateursportler, der eine 30 Stunden Trainingswoche fahren möchte, dadurch sogar besser werden möchte. es aber im Endeffekt vielleicht gar nicht schafft, sie zu fahren oder auch daraus besser zu werden, weil er es gar nicht schafft oder gar nicht auf dem Schirm hat, wie viel man essen muss. Und ich glaube, das ist auch wirklich ein Punkt, den ich vielen meiner Athleten hinterher trage und was ich immer als erstes frage, hast du genug gegessen? Und ich glaube, viele checken nicht, wie viel sie essen müssen. Ja.

Niclas: Ja, ja, ja, ja, definitiv, definitiv. Ja, ich würde sagen, wir legen los, richtig, oder?

Björn: Möchtest du erst Kohlenhydrate machen oder möchtest du erst CapEpic machen?

Niclas: Lass uns Epic machen. Also, nee, du willst ja Epic. Ich will ja gar nicht Epic. Ich bin ja schon frustriert genug. Ich meckere ja immer nur auf hohem Niveau. Nee, erst Epic, dann findet man einen super Übergang. Okay. Guck mal, du bist ja mitgefahren. Ja. Und erzähl mal, wie war es?

Björn: Geil. Also ich glaube, es war von den drei Editionen, wo ich jetzt da war, auf jeden Fall eine, wo wirklich so alles am Start war und viel, auch so gefühlt zumindest, viel passiert ist und das Rennen unfassbar spannend war. Mhm. Also ich glaube, es ist selten ein südafrikanisches Team so aktiv gefahren und so, blöd gesagt, auch um den Sieg mitgefahren. Also theoretisch hätte ja auch bei den zwei Teams vorne dran was passieren können und so weit hinten dran wären sie nicht. ein Schaltwerk defekt und die Jungs sind plötzlich, fahren sie um den Sieg mit. Und das kann halt bei der Epic immer passieren. Und ich fand Tristan Nord hier unfassbar stark. Also so geil zu sehen, wie der gefühlt den ganzen Tag von vorne hämmern wollte. Und auch die Bedingungen waren einfach echt krass. Also zu sehen, einen Tag, wo es in der Spitze, Garmin gemessen 39, So in der Wahrnehmung auf jeden Fall über 40, 42 Grad wohl, gemessen auch mal in Pal gewesen waren. Also das war schon brutal heiß, von Kilometer 40 bis 60 kein Wasserpunkt und 20 Kilometer in einem Trailanstieg zu stehen, wo es 40 Grad reinhämmert, ist... Klasse.

Niclas: Klingt logistisch nach einem Meisterwerk.

Björn: Ja, das war auf jeden Fall gut. Und dann hinten raus wiederum die Regenetappe, wo dann sogar gekürzt wurde, vier Stunden in krassen Regen zu fahren. In Lawrence Ford mit den Steinen. Hat auch Bock gemacht. Also es war wirklich alles dabei. Also mir hat es unfassbar Spaß gemacht. Man muss aber auch ehrlicherweise sagen, ich bin halt nicht am Limit gefahren. Ja.

Niclas: Oh, Niklas wird angerufen.

Björn: Aber auch das erste Mal. Normalerweise, siehst du, das habe ich vergessen, normalerweise habe ich immer nicht störend drin. Dann passiert das nicht. Sorry.

Niclas: Alles gut. Ja, also Epic ist halt immer, das eine ist das Radfahren, das andere ist das Überleben. Das hat so ein bisschen was von, Alex Hutchinson hat gerade ein neues Buch rausgebracht, The Explorer's Dream. Wo es eigentlich genau nicht darum geht, aber wieso machen wir eigentlich diesen Scheiß? Beziehungsweise da geht es dann vor allen Dingen mehr darum, Wieso machen Menschen Blödsinn nach dem Motto, eigentlich geht es uns ja gut, wir haben genug zu essen und so weiter, aber wir versuchen unentdeckte Sachen zu finden oder wollen auf den Mars fliegen oder damals setzen uns auf irgendein Schiff und fahren mal einfach mal so 70 Tage in eine Richtung und gucken, ob wir irgendwo gegenstoßen. Genau, und die Epic ist halt vielleicht auch so ein bisschen sowas, sich so sinneserweitert nenne ich das einfach mal. Und das ist A für die Sportler so und das ist auch immer für mich als Trainer so, wenn ich da jetzt mal in diese Perspektive wechsle. Also dieses Jahr war wirklich extrem, weil wir zwei extrem starke oder drei sehr starke Teams hatten vorne. Das ist spannend gewesen, es war super spannend. Für mich natürlich schade, dass Jakob Hahnmann zwei Tage vorher so krank wurde, weil dass da gar nichts mehr ging, weil die waren halt auch so brutal in shape. Das wäre wirklich nochmal interessant geworden. Aber ja, jetzt haben wir zumindest jetzt haben wir gerade wieder die Kurve gekriegt mit dem Jakob. Also es war dann doch echt eine fiese Virus Erkrankung und er hat sich da so durchgeschleppt. Und ja, Marc Stutzmann mit Porro trotz

Björn: Bestes Marathon-Team, ne?

Niclas: Bestes Marathon-Team und ich sage erstmal, die Vorbereitung war weit weg von optimal, mit sehr viel Krankheit und Porro knackste... Gebrochene Hand, ne? Gebrochene Hand, ich meine, das muss jetzt erstmal auch so... Acht Tage Epic mit einer gebrochenen Hand auf Platz 4 zu fahren. Angeknackst, ne? Er hat sich ja in Andalusien auf die Nase gelegt und ich meine mal, das ist schon stabil, ne? Marc ist nicht ein richtiges Rennen vorher gefahren. In Andalusien konnte er halt nicht mehr fahren, weil Porro sich verletzt hatte. Dann war er krank und die Woche vor Andalusien war wirklich noch so, okay, wie machen wir das jetzt? Kannst du überhaupt fahren? Genau, dann Egger und Baum, auch total stabil. Hier und da vielleicht mal ein bisschen unterversorgt, aber letzte Etappe halt nochmal alles rausgerissen, hat mich auch super gefreut. Für die beiden, vor allen Dingen für Georg dann, ich meine, Schurter vom Hinterrad wegfahren. Das sah so geil aus.

Björn: Das sah so geil aus. Du hast aber wirklich an dem Tritt gesehen, okay, der latscht gerade so böse da rein.

Niclas: Wenn da gute, hohe, dreistellige Zahlen sind, so ein PS da vorne einfach mal rumfährt, dann wird es halt schon so ein PS rumpferdet, sozusagen. Genau, dann Vera Loser, auch total stabil auf Platz 2, gegen Langfahrt und Gomez war wenig auszurichten, wobei, man muss dazu sagen, auch die Annika hat gestruggelt und die ist auch definitiv schlagbar. Vor allem auch technisch gestruggelt, also zum Beispiel auf der...

Björn: Ja, oft auf die Schnauze gelegt, berghoch, oft absteigen müssen, laufen müssen, über vermeintlich, also zum Beispiel auf dieser Pal-Etappe hat man das gesehen, in diesen Switchbacks andauernd musste sie vom Rad, in diesen Switchbacks, da war jetzt... also ich kann mich an keine erinnern, wo ich absteigen musste, die waren nicht so schwer.

Niclas: Ja, war gut, wenn du das lange nicht gemacht hast und dann bist du halt, bist du grau, dann bist du koordinativ nicht mehr so fit und dann machst du vielleicht auf Nummer sicher. Das ist ja wie beim Training, ja, wann stürzt du? Du stürzt ja immer nur dann, wenn du eigentlich kurz vor der Haustür bist, weil du schon eigentlich eher A im Heimmodus bist und vor allen Dingen auch angegraut, ja, glykogenverarmt eventuell und dann... War das vielleicht die Safety-First-Variante und war definitiv auch die richtige, weil sie hat sich ja ein paar Mal böse hingelegt. Und das hätte halt auch ganz anders ausgehen können. Ja, absolut. Das ist halt auch das Spannende an dem Rennen. Die PS, die du hast, musst du halt auf diese Strecke bringen. Die ist mit Sicherheit physiologisch brutal und auch deutlich besser als alle anderen, die da am Start sind. Aber Ja, du musst halt die PS auf die Straße bringen. Das erinnert mich an diese Werbung und diese Werbung ist so alt, dass selbst ich als Kind sie wirklich noch ganz, ganz, ganz weit hinten drin habe. Und zwar war das die Werbung mit, ich glaube mit Carl Lewis, mit dem Sprinter. Und von Pirelli war die damals. Und er hatte Stöckelschuhe an und stand in diesen Startblöcken vom Sprint und dann stand da Power is nothing without control. Und genau darum geht es ja. Du kannst halt zu viel Power haben und wenn du es halt nicht auf den Boden transferieren kannst, dann stehst du halt einfach da. Und das ist so ein bisschen das main problem.

Björn: Ja, auch von dem vermeintlichen Favoritenteam um Specialized herum mit King Swanson. Rückenprobleme die ganze Woche gehabt und da war gar nichts.

Niclas: Ja, das war echt krass. Also da hätte ich jetzt wirklich gedacht, oder viele auf dem Papier haben ja gesagt, das ist das Team, die reißen das voll auseinander und eigentlich war schon nach dem ersten Tag klar, da geht gar nichts. Und dann hatte jemand Rückenprobleme und dies und das alles. Also letztendlich war es spannend zu sehen, wie vermeintlich gut sie dann sein sollten und wie schlecht. Schlecht waren sie ja auch nicht, ne? Aber ich sag mal so, der Matthew Beers hat das da ganz gut durchmanövriert und sie sind dann ja auch im GC, was sind sie, sechste, siebte geworden? Ja.

Björn: Das Ergebnis, aber im Endeffekt, der kam dahin, um seinen Titel zu verteidigen und der war schon ziemlich angefressen. Der hatte eigentlich, glaube ich, nach dem ersten Tag, muss man Biers hoch anrechnen, der hat am ersten Tag gecheckt, okay, wir gewinnen das Ding dieses Jahr nicht und er hat es trotzdem sieben Tage hochprofessionell von vorne durchgezogen und Kiegen einmal durch Südafrika geschleift.

Niclas: Ja, Andi und Tim ist auf der letzten Etappe, da musste sie trotzdem mal etwas Dampf ablassen und einfach vorne mit rumfahren zum Unfrieden der UCI.

Björn: Ja, und auch so ein bisschen die Kommentatoren fanden das auch gar nicht so cool, dass plötzlich Tim und Seewald da vorne mit rumstrahlen.

Niclas: Ja, ja, ja, ja, ja.

Björn: Aber kann man den Fahrer nicht verübeln. Du bereitest dich den ganzen Winter auf dieses Rennen vor, du weißt, jeder guckt da drauf und du weißt, ich bin in Topform und dann zurückzustecken und nicht seinem Partner um die Ohren zu fahren. Ja.

Niclas: Ja, das ist super schwierig, vor allem dann, wenn du in so einer Überform steckst, dann ist es natürlich echt bitter. Aber ja, so ist es nun mal und ich erlaube mir da kein Urteil.

Björn: Also, man muss ja gar kein Urteil darüber fällen, aber ich finde halt, man sollte sich, oder auch jedem, der sich überlegt, stelle ich mich bei einem Epic Series Event an den Start, du musst dir darüber im Klaren sein, Du musst mit deinem Partner acht Tage, vier Tage, sechs Tage fahren. Also es bringt dir nichts, wenn du super gut bist und die ganze Zeit hier deinen Partner bergab auch unter Druck setzt und der sich fünfmal auf den Maul legt. Das bringt nichts. Du musst als Team funktionieren. Ich habe Juri auch acht Tage durch die Gegend geschoben. Also ich glaube, meine Schultermuskeln sind stärker geworden vom ganzen Schieben. Aber das ist halt, wir wussten das vorher, wir haben darüber gesprochen und ich habe gesagt, jeder Weg, wo ich die schieben kann, werde ich die schieben.

Niclas: Wie seid ihr in DC reingefahren eigentlich?

Björn: Drei? Fünfter.

Niclas: Fünfter, okay.

Björn: Juri hat sich auf den letzten Etappen hinten raus immer den Böse gesagt habe ich den die ersten vier Tage halt leer gefahren und dann wurde es halt immer die ersten paar Stunden gingen und dann hinten raus wurde es halt immer echt zäh auf den Etappen und dann sind uns halt die anderen Teams weggefahren.

Niclas: Ja, aber trotzdem, ich meine, in der Open Class oder wie auch immer die heißt. Heißt die Open? Ja, Open Man. Ja, Open Man. Trotzdem super, ja.

Björn: Also mit 49 da auf den fünften Platz zu fahren.

Niclas: Ey, krass. Das ist schon super krass. Sorry, ich glaube mit 49 haben halt die meisten ganz andere Sorgen. Ich würde es nicht schaffen. Aber ich bin ja auch noch nicht 49. Aber ich gehe stark darauf zu.

Björn: Und... Also ich habe erstmal vor seiner körperlichen Leistungsfähigkeit sehr, sehr großen Respekt und dass er das auch so gut gemacht hat. Aber viel geiler fand ich, der Typ fährt bergab wie auf Schienen.

Niclas: Ja, cool.

Björn: Also der fährt auch, wenn er grau ist, fährt er einfach so sauber und gut noch bergab. Und du kannst dich verlassen, du kannst den berghoch pushen und der setzt sich in die Abfahrt rein und hämmert die Abfahrt einfach immer noch zügig. Mhm. Sicher bergab. Das hat so Bock gemacht, mit dem zu fahren.

Niclas: Klasse. Ja, das ist super. Das ist richtig gut. So, jetzt haben wir ja die geile Überleitung. Im Journalismus würde man halt eine mega geile Überleitung da hinkriegen. Wenn du jetzt was schreiben würdest, würde man so eine Epic-Etappe nehmen und ein Fahrer fährt sich ziemlich leer auf so einer Etappe, weil eine geringere Kohlenhydratversorgung und dann kommt er ins Ziel und da gibt es halt auch nicht sofort was. Und dann ist der nächste Tag und eigentlich geht nicht mehr so richtig viel. Und das wäre jetzt so der journalistische Einstieg. Dann würde man jetzt mit dem moderierenden Teil sozusagen anfangen und wir wollen ein bisschen über Kohlenhydrate reden. Und vor allen Dingen so ein bisschen über ein paar Studien, beziehungsweise eine Studie haben wir uns rausgesucht. Ich habe noch ein paar andere rausgekramt, was so passiert. Und da haben wir eine sehr schöne Studie gefunden, die auch einigermaßen aktuell ist. Die Delaying Post-Exercise Carbohydrate Intake Impairs Next-Day-Exercise Capacity, but not Muscle Glycogen or Molecular Response. Also schlicht und ergreifend heißt das, Auch wenn ihr Kohlenhydrate esst und das sozusagen gleich aussieht im Muskelglykogen und der Response auf molekulärer Basis auch gleich ist. heißt es nicht, dass die Leistungsfähigkeit gleich ist. Und in dieser Studie wurde geschaut, was eigentlich passiert, wenn es zu einer verzögerten Kohlenhydratzufuhr nach hochintensivem Training kommt. Und einmal hat man eine Gruppe gehabt, also es war eine Doppelblind-Studie, ich glaube, das war Cross-Over-Design, das heißt, die einen haben das eine Protokoll gemacht Und dann wurde es nachher nochmal geswitcht. Also wir fahren uns einen Tag leer, hochintensiv. Die einen kriegen sofort Kohlenhydrate. Wie viel Gramm? Ich glaube 2,4 pro Kilo Körpergewicht. Ich weiß es gar nicht mehr. Und die anderen kriegen halt drei Stunden später erst. Dann hat man nochmal gemessen, wie viel Glykogen ist da drin. Hat gesehen, okay, eigentlich ist es gleich bei beiden, so ziemlich gleich. Und am nächsten Tag wurde nochmal gefahren. Und man hat festgestellt, obwohl das Glykogen gleich ist, fahren die, die später gegessen haben, deutlich schlechter. Und das passiert auch bei solchen Sachen wie Cape Epic und ähnlichen. Wenn du in der Etappe schon zu wenig zuführst und danach vielleicht auch noch nicht so optimal, aber vor allem so in der Etappe und dich so leicht grau fährst, dann bist du am nächsten Tag fertig. Wenn man sich anschaut, wie lange es braucht, das wird jetzt in dieser Studie nicht klar, aber es gibt so ein schönes Buch über Muscle Physiology, glaube ich heißt es, das habe ich so 500 Seiten schicken, Und Gatorade forscht auch relativ viel. Die haben echt eine ganz gute Studienabteilung. Wie lange braucht so die Rücksättigung von Glykogen, vor allen Dingen die Fast-Fritz-Fibers? Das kann halt richtig lange dauern. Und ich rechne in der Regel trotz guter Versorgung mal so mit 28 Stunden, teilweise auch 40 Stunden. Und das erklärt dann auch immer, wenn so Leute mit hohen Sauerstoffaufnahmen und hohen Laktatbildungsraten sich am Anfang so richtig in die Grütze fahren.

Björn: Dass die Sonntage richtig schnell fahren und danach...

Niclas: Und ramponieren wir aber nicht die Sauerstoffaufnahme dabei, weil das ist immer so die Gefahr. Und dann hat er halt den Giro noch gedreht in der letzten Woche, weil er halt mit seiner hohen Sauerstoffaufnahme kam und die Laktatbildung gesenkt hat. Das ist auch dieses klassische Phänomen, kennen wir ja. Also die Leute mit guten Sauerstoffaufnahmen, hohen Laktatbildung, es ist so, erster Tag geht, zweiter Tag ist meistens Katastrophe und ab dritten Tag wird es ein bisschen besser, wenn die Etappen es hergeben. Bei einer Epic ist es halt schwierig, weil da wird halt nie gerollt. Und wenn du Stages hast, wo halt jeden Tag Vollgas gegeben wird, dann wirst du das nicht mehr aufholen. Bis zu einem bestimmten Punkt, wenn dann zum Schluss vielleicht noch eine kurze ist, dann hast du vielleicht noch mal Glück, dass ein bisschen was hängen geblieben ist. Aber darum geht es vor allen Dingen. Kohlenhydrate reinschieben, wann immer es geht. Zeigt das relativ gut. Also nicht sparen.

Björn: Und was sagst du? Wie viele Gramm haben deine Topfahrer genommen?

Niclas: Also am liebsten würde ich sie 120 Gramm nehmen lassen, was logistisch schwierig ist bei dem Rennen und auch von der Versorgung mit Wasser auch echt ein Thema ist. Das ist ja nicht wie in der Worldtour oder wie auch immer bei der Tour, wo ein Fahrzeug daneben das einfach in die Hosentasche steckt, gibt es halt nicht. Es darf halt nicht passieren, dass wir zu viel Kohlenhydrate einwerfen und zu wenig Wasser haben, dann werden sie halt auch nicht aufgenommen. Dann wechseln wir halt von Isotonen in alle möglichen Tons rein, Hypoton, Hyperton und so weiter und zu viel, zu wenig und das muss man ein bisschen kalkulieren. Und da ist eigentlich die große Gefahr, dass zu wenig Wasser aufgenommen wird. Und dann haben wir halt eine Konzentration, darum geht es ja, eine Teilchenkonzentration, die wir aufnehmen, die dem Körper, Körper will ja immer praktisch ein ausgeglichenes Medium sozusagen herstellen, dann entziehen wir dem Körper noch Wasser zusätzlich, um diese... hoch energiedichte Konzentration, Teilchenkonzentration zu verdünnen. Und dann bist du halt in Teufelsküche. Genau, dann kriegst du halt richtig Krämpfe, dehydrierst. Dann wäre es eigentlich schlau, in solch einer Phase sogar zu sagen, wir nehmen eine Konzentration, die nicht Isoton ist, sondern auch deutlich verdünnter. Dann wird wieder Wasser abgegeben in den Körper hinein. Und das kannst du auf der Epic aber nicht handeln. Das ist echt ein Problem. Deshalb machen Trinkrucksäcke auch mal total Sinn. Aber ich finde, bei der Trinkrucksack-Entwicklung ist noch viel Potenzial, muss ich mal ehrlich sagen. Vor allen Dingen der Aspekt Kühlen. Da könnte man nochmal Hirnschmalz reinstecken. Vielleicht schreibe ich denen mal diesen USM, heißen die?

Björn: Ja, jetzt musst du aber, welches Modell hast du denn oder was sind deine Kritik?

Niclas: Ich habe jetzt verschiedene Sachen getestet. Okay. Und auch was Wärmeregulation angeht und der Effekt ist marginal. Das kann man viel schlauer machen, weil wir haben eigentlich eine relativ gute exponierte Stelle. Wir müssen eine Ventilation hinkriegen und wir müssen auch eine direkte Kontaktfläche zur Flüssigkeit hinkriegen, weil Flüssigkeit, wenn sie kühl ist, ich meine, das entzieht die Wärme, darum geht es ja letztendlich. Und das muss man halt mal schlau angehen. Und dann kann man da auch echt was Geiles draus machen. Bis jetzt hast du ja, kleben dir die Dinge auf dem Rücken, fertig aus. Da muss man halt mal Hirnschmalz reinstecken. Und die Epic bietet sich halt an, weil wir geringe Luftfeuchtigkeit haben. Deshalb kannst du da auch eigentlich ein ganz gutes Ding, auch was Ventilation und sowas angeht, noch hinkriegen. Und vor allem die Kühlung durchs Getränk. Dass dir der Rucksack irgendwie in der zweiten Feedzone gereicht wird oder so, wenn es richtig heiß wird. Dann wäre es halt spannend.

Björn: Ja, weil wir hatten den USWE mit quasi so einem isolierten Paket um die Trinkblase rum und wir konnten uns somit immer, also wir sind jeden Tag damit gefahren und wir haben einfach an der VP angehalten, haben uns Eiswasser geholt und in den wieder reingekippt und so hatten wir immerhin gekühltes Trinken und das hat auch relativ lang kühl gehalten. Und das war schon mal ganz cool.

Niclas: Ja.

Björn: Aber klar, die Idee, die wir immer hatten, dass der Trinkrucksack quasi auf dem, oder die kalte Trinkblase auf dem Rücken aufliegt und uns dadurch kühlt, das hast du damit natürlich nicht, weil sie ist halt isoliert.

Niclas: Ja, das ist halt der Clou an der Sache, darum muss es eigentlich gehen, ja. Aber jetzt sind wir ein bisschen abgewichen. Wenn wir uns nochmal die Studie anschauen, genau, also was eigentlich rausgekommen ist, ist, dass die Leistungsfähigkeit gesunken ist. Ich glaube auch der Laktataufbau war auch geringer, was total interessant ist, ja, weil sie eigentlich das Muskelglykogen gleich haben. Also wir haben definitiv ein Impairment oder eine, nicht Impairment, also eine, eine Einschränkung des Lactatstoffwechsels bzw. der Glykolyse gehabt durch eine zeitlich verzögerte Aufnahme, obwohl die Kohlenhydratmenge über 24 Stunden ident oder gleich war. Auch was Aktivierung von Gen angeht, so klassische Ausdauermarker wie PGC1-Alpha waren auch gleich, also die Expression war gleich. Und ja, einfach spannend, wie genau die Mechanismen dahinter jetzt stehen, wieso zwei Stunden spätere Aufnahme dann doch nicht. trotz gleichem Muskelglykogens und ähnlicher Marker, dann doch zu dieser Einschränkung führt, kann man jetzt mal so als Take-away mitnehmen und sagen, vermeide es, leer zu laufen im Rennen und im Training. Und auch klassisch, wenn ihr Training macht, das halt aufeinander aufbaut, so irgendwie am ersten Tag VH2 Max und am zweiten Tag VH2 Max, im Training essen, nach dem Training essen. Sonst wird der nächste Tag Katastrophe.

Björn: Also da sage ich auch, Gerade bei hochintensiven Sachen, die 80 Gramm pro Stunde, die müssen auf jeden Fall rein. Und da wirklich, ihr fahrt drei Stunden und ihr habt zwei Flaschen am Rad, nicht da nur 80 Gramm reinfüllen pro Stunde. Das heißt, ihr braucht für die letzte Stunde auch nochmal 80 Gramm. Das heißt, nochmal an der Tanke anhalten, Wasser holen und vielleicht noch einen Mortenbeutel oder... MX, keine Ahnung, ist ja vollkommen egal, nochmal dabei haben. Ein Athlet von mir hat immer ein Döschen dabei, wo er sich sein Isopulver daheim nochmal einfüllt, damit er in der Trikotasche nochmal 80 Gramm dabei hat. Also es geht wirklich darum, das pro Stunde auch aufzunehmen und nicht nur am Anfang zwei Flaschen mit 80 zu haben. Und dann auch, was ich auch oft höre, ja, ich hatte noch einen Riegel dabei und es war ja nur noch eine halbe Stunde bis dahin, ich habe den dann nicht mehr gegessen, weil ich kann ja daheim essen. Nein. Was ihr auf dem Rad essen könnt, gibt es auch Studien drüber, alles was ihr auf dem Rad esst, was ihr während der Aktivität esst und Viertelstunde nach dem Rad, wird besser in der Muskulatur aufgenommen. Das kommt viel schneller an, weil die Zellen noch arbeiten. Das heißt, wenn ihr auf dem Rad essen könnt und auch direkt danach ordentlich essen könnt und auch direkt danach... Eine Handvoll Gummibärchen, ist ja perfekt. Ihr müsst nicht direkt danach vom Rad steigen und euch Haferflocken reinziehen. Die kommen zu langsam an, sondern wirklich das, was schnell ankommt. Direkt aufnehmen und dann seid ihr viel besser verpflegt, wie wenn ihr es anders macht.

Niclas: Ja, definitiv. Ich habe mir dann im gleichen Zuge nochmal ein bisschen angeschaut, was eigentlich so bei Low Carb Sachen passiert, also wenn dir so die Energie durchläuft, weil das ist ja auch immer immer wieder diskutiert und kommt, glaube ich, jetzt auch bald wieder. was passiert oder hat es Vorteile, wenn wir Low Carb trainieren.

Björn: Okay, aber denkst du wirklich, es kommt wieder?

Niclas: Ja, ich glaube, es kommt wirklich wieder. Es wird definitiv, es kommt alles wieder. Ich glaube, der Trend kommt und ich glaube auch, dass wir müssen da ein bisschen schlauer denken. Es geht mehr um die Genexpression sozusagen. Was du für ein Typ bist. Naja, nee, wie kannst du mit bestimmten Ernährungsweisen triggern? Bei Sportlern ist es, also bei Hochleistungssportlern ist das Thema relativ, sage ich jetzt vom Tisch, weil wir eh immer so viel trainieren, dass wir eventuell uns permanent wehlaufen, aber... Ich hatte da was gefunden, das ist Systemic Review, also eine Meta-Analyse. Responses to exercise with low carbohydrate availability on muscle glycogen and cell signaling. Und sprich, was passiert eigentlich beim niedrigen Kohlenhydratstatus vor, während und nach dem Training auf molekulare Anpassungsprozesse in der Muskulatur. Und insbesondere Genexpression und Glykogenstatus. Und dann hat man sich das ein bisschen angeschaut. So Low Carb und High Carb Sachen. Und eigentlich, na klar haben wir irgendwelche Marker, die da ausschlagen. Auch was Effekte von Low Carb auf Genexpression und so weiter sind dann auch zum Teil erhöht. Aber das Spannende ist eigentlich, dieses PGC1 Alpha hat unter Low Carb gar nicht so einen krassen signifikanten Effekt. Der Effekt tritt nur dann auf, wenn wir einen starken Abfall haben. Also es geht eigentlich darum, du musst eine starke Glykogenverarmung, dich in eine starke Glykogenverarmung reinfahren. Dann hast du diesen Effekt. Das heißt, du startest... Nein, nein, pass auf. Das machst du schon. Das machst du und das machen Sportler, die mit mir trainieren, ja ab und zu. Und jetzt überleg mal, wann wir das machen.

Björn: wenn wir über Tage hinweg richtig Energie durchbalzen.

Niclas: Nee, nicht unbedingt. Das sind so die Tage vor Rennen. Das heißt, wenn wir am Sonntag Rennen haben, fahren wir am Donnerstag meistens nochmal lang. zwar so fünf, sechs Stunden und teilweise auch so ein bisschen unter, ich sag mal, nicht komplett leerer Kohlenhydrat, also wir fahren uns da nicht, ich sag mal, verminderte Aufnahme, ja, so auf 60 Prozent, dass man so ein bisschen angegrillt zu Hause ankommt. Und dann haben wir halt diesen Drainage. Und dieser Effekt, den du mit Sicherheit kennst, oder ich kenne ihn vor allen Dingen gut, du fährst dich einmal so richtig in den Keller, dann hast du am nächsten Tag halt das, oder zwei Tage später ein brutales Standgas. Auf der anderen Seite hast du vor allen Dingen auch, das ist halt Team, ne, Classic, haben wir auch dieses Wiederauffüllen der Glykogenspeiche auch ein bisschen höher. Das muss man jetzt nicht so krass machen, wie Saltine das früher beschrieben hat. Bei gut durchtrainierten Sportlern geht das auch in zwei Tagen schnell. Man muss da jetzt nicht irgendwie drei Tage Low Carb und nichts mehr essen, sich komplett in die Grütze trainieren. Aber darum geht es eigentlich. Wir müssen diese Fallhöhe relativ hoch sein und dann haben wir diese Genexpression. Man sagt, wir starten zwar einigermaßen voll und fahren uns mal so richtig leer, dann passt das. Wir brauchen eine Kohlenhydratrestriktion, reicht nicht aus. Wir müssen voll starten und leer ankommen. Darum geht es.

Björn: Ja, war das fit. Ist doch super. Wenn man das mal gemacht hat.

Niclas: Ja, also ich fahre mich vier Wochen lang komplett leer.

Björn: Wenn ich die Wahl habe zwischen, wir machen vier Wochen lang Low Carb und ich fahre mich donnerstags einmal leer, dann ist das natürlich was anderes.

Niclas: Das stimmt. Total spannend. Deshalb glaube ich auch, dass dieses... dass diese Ideen von, wie man Ernährungsstrategien nochmal ein bisschen feintunen kann, und zwar nicht nur so, wir sind ja in so einer Phase von, immer noch in so einer Holzhammer-Phase. Wir waren früher in dieser Low-Carb-Holzhammer-Phase, so um die 2008, 2009, 2010, auch mit Sky noch, haben wir auch viel Low-Carb gemacht. Und jetzt sind wir halt so umgeschwenkt auf mehr ist besser, mehr ist alles. 160 Gramm, alles rein, egal ob wir das auskotzen fünfmal und trotzdem EM-Europameister werden im Ironman. Das ist egal. Ich glaube, wir werden bald etwas erleben und ich sehe es zum Teil schon, dass wir so ein bisschen... Gestalten in der Kohlenhydrataufnahme.

Björn: Ich glaube, genau die Person, auf die du jetzt angespielt hast, Olaf Alexander Buu, würde oder zumindest du hast jetzt auch Christian Blumenfeld angespielt, aber sein Trainer ist ja Buu, der das quasi alles steuert. der würde dir wahrscheinlich, glaube ich, gerade so ein bisschen widersprechen wollen, weil was ich bei dem sehe und was er auch zumindestens, wahrscheinlich wird er den Gedankengang nachvollziehen können, aber er würde wahrscheinlich auch zumindest in der Öffentlichkeit propagieren, nein, mehr Kohlenhydrate ist immer besser, egal was kommt. Zumindestens macht er das ja auch gerade bei UNOX. Die Fahrer haben ja gerade so einen Pressepost, wo ja auch wieder gesagt wurde, ja, Sie sehen den Trend eher hin zu, wir werden alle oder alle Profis werden quasi ein, zwei Kilo mehr auf den Rippen haben und damit auch bessere Watt pro Kilogramm erreichen, weil sie grundsätzlich es erreichen, über, ich sag jetzt mal 24-7 den ganzen Tag hinweg, besser verpflegt zu sein und deswegen besser regenerieren und deswegen auch wiederum einfach noch leistungsfähiger werden. Und quasi dadurch so viel mehr absolute Watt aufbauen können, dass das das Watt pro Kilogramm, die ein, zwei Kilo mehr, die man dann hat, quasi ausgleicht.

Niclas: Ja, also das heißt widersprechen. Ich stelle das mal einfach so als These rein. Was passiert? Und ich kann mir vorstellen, dass es Leute geben wird, die damit experimentieren. Es ist natürlich immer die Frage, auch wenn wir sehr hohe Kohlenhydratmengen aufnehmen können, im Training, ist immer die Frage, wie gut setzen wir das auch, können das auch im Rennen umsetzen, weil die ganz große Gefahr ist ja immer, also ich meine, 160 Gramm, da denkt man schon, das ist ja schon brutal viel. Das geht. Also nein, nein, es ist vor allem nicht viel für den Körper. Wenn jetzt jemand mit, keine Ahnung, wenn du da irgendwie mit sonst wie viel Watt pro Kilo durch die Gegend fährst, 400 Watt, dann bläst du halt auch mal schnell drei, 400 Gramm Kohlenhydrate raus in der Stunde. Das heißt, die Aufnahme ist halt schon der limitierende Faktor. Und das andere, und das ist ja eigentlich so vielleicht noch viel interessanter, ist, dass wir bei hochintensiven Sachen, sprich jemand tritt an, dass wir die Betaoxidation, den Fettstoffwechsel, einfach mal ausknipsen. Das ist ja das große Problem. Wenn wir mal eine metabolische Simulation laufen lassen, dann, mal ganz platt gesagt, eine Wattleistung definiert auch immer den Kohlenhydrat oder die Mischung der Makronährstoffe. Wie viele Proteine, Kohlenhydrate und Fette gehen da gerade durch. Wenn du jetzt eine Spiromaske auf hast, würdest du das sehen. Aber So einfach ist es halt nicht, weil das sind keine fixierten Werte. Wenn du dich halt einmal in die Grütze fährst, dann läuft dein Stoffwechsel halt nochmal ein bisschen anders nach. Dann sagst du nicht, okay, ich fahre jetzt 500 Watt, das heißt, ich fahre 100% Kohlenhydrate und dann fahre ich wieder 100 Watt und dann bin ich wieder im Fettstoffwechsel unterwegs. Stimmt nicht. Also die Beta-Oxidation ist eingeschränkt. massiv eingeschränkt, kann richtig lange eingeschränkt sein. Das heißt, wir haben einen deutlich höheren Kohlenhydratverbrauch. Und das ist eigentlich die spannende Sache. Das ist jetzt auch nochmal die Sache von, wie kann man das noch nachsimulieren, dass der Kohlenhydratstoffwechsel noch so nachhinkt. Und dann bin ich jetzt nochmal ganz gemein, jetzt hängen wir nochmal in der dritten Dimension ran, Trittfrequenz. Ja, ich meine Trittfrequenz.

Björn: Ja, genau, hatten wir letztens das Thema.

Niclas: Genau, also das ist jetzt nochmal die nächste Dimension. Wie kriegen wir die Trittfrequenz da rein im Sinne von trete ich da langsam rum und aktiviere vielleicht viele langsame Fasern, habe dann aber einen Laktatstau im Muskel oder trete ich ein bisschen schneller und baue das Laktat ab.

Björn: Du verbrennst aber je nachdem, was du fährst, unterschiedlich.

Niclas: Ganz genau. Das ist halt das Spannende. Wenn man sich die Simulation anschaut, die wir aktuell haben, Marder oder Heck, die verschiedenen Parameter, die sie damals aufgestellt haben, ist es meistens, glaube ich, auf 90 Umdrehungen getestet. Und das ist halt problematisch. Wenn man sich die Heck-Simulation anschaut, Dann sehen wir eigentlich, zumindest wenn wir es mal nachsimulieren und nachbauen, sehen wir eigentlich immer, dass wir unter konstanten Bedingungen echt ganz gute Daten hinkriegen und konstant heißt im Labor. 100 Watt, 100 Watt und da gibt es keinen Peak. Wenn wir das aber so auf Real-World-Data oder mal einen Sprint fahren lassen, dann rauscht einem der PCR-Speicher, das Kreatinphosphat, die ganz schnellen Speicher super leer und dann funktioniert dieses Modell gar nicht mehr. Dann kackt das ab. Und bei MADA funktioniert das schon, aber da müssen wir deutlich in der Erhöhung der Sauerstoffaufnahme arbeiten. Aber auch da gibt es natürlich Probleme. Also letztendlich sind wir da noch nicht. Der Weisheit lässt das Schluss noch nicht gefallen. Und vor allem Trittfrequenzen und das Nachsimulieren von Einschränkung des Fettstoffwechsels. Das sind auch nochmal so Sachen, die kommen. Und dann sieht man halt, dass bei so einer Cape-Epic-Etappe, wenn die sich dann mal so richtig einschieben, richtig hart fahren und danach eigentlich nur noch so ein bisschen Sweetspot und denkt, eigentlich können die ja schneller fahren, wieso machen die das nicht? Die haben sich halt den Fettstoffwechsel mal ganz kurz richtig ausgeschaltet.

Björn: Und das ist ja auch... Das darf man dann halt nicht vergessen. Wenn du einen Egger Sweetspot fährst, gehen da halt immer noch bei den hohen Wattzahlen unfassbar hohe Mengen an Kohlenhydrate durch. Und wenn denn sein Fettstoffwechsel komplett off ist, der kann das so gesehen... Es ist super schwer, das nachzufüllen. Du fährst dich halt in so einer Etappe dann hinten raus einfach leer.

Niclas: Richtig. Und das ist ja auch, deshalb glaube ich auch, dass eventuell so ein Ansatz auch mal wiederkommt. Wir sehen ja jetzt bei Pogacar oder Jonas Winnegard, dass die natürlich mit hohen Sauerstoffaufnahmen antreten. Und eigentlich können nur die beiden sich nachfahren. Alle anderen, die das machen, verbrennen sich halt und laufen dann im Laufe von drei Wochen leer. Und Sky hat es damals sehr anders gelöst. Ich meine, das ist halt auch schon wieder lange her, ja. Die haben halt einfach gesagt, wir fahren halt Watt pro Kilo und fahren diese Attacken einfach gar nicht hinterher. Natürlich mit den Limits, die haben natürlich auch Low Carb.

Björn: Eigentlich aber eine Taktik, die, wenn man das Ganze jetzt hört, sagt, ist ja super schlau. Weil damit, das können wir drei Wochen durchziehen, weil unsere Fahrer schießen sich nicht ihren Fettstoffwechsel ab und die fahren sich damit nicht so tot.

Niclas: Als Winnegard das erste Mal gewonnen hat, die Tour, haben sie es genauso gemacht. Pogacar hat x-mal angetreten, sie haben einfach nur das Grundtempo brutal hochgehalten. Die ganze Zeit, die ganze Zeit, die ganze Zeit. Und dann ist dieser Hasse halt angetreten. Aber Pogacar ist halt eine brutale Ausnahme. Mit seiner mega Sauerstoffaufnahme und seiner guten glykolytischen Leistung kann der halt da echt was wegbrettern. Aber die Fahrer kommen nach. Das Training wird schlauer. Es wird vor allem die Ernährung, und da spielen Kohlenhydrate halt eine massive Rolle, Macht halt einen großen Unterschied und da muss man halt nicht mehr zu unerlaubten Mitteln groß greifen oder grundsätzlich greifen. Ich meine, früher haben sie sich halt so low trainiert, dass die halt kein Laktat mehr aufgebaut haben und füllst es einfach mit roten Blutköpfchen auf und dann hast du halt eine wunderbare Sauerstoffaufnahme und fährst halt 7 Watt die ganze Zeit durch die Gegend. Ich meine, wie krass ist das denn, 500 Watt irgendwie die Berge hochfahren, ist halt schon abartig, ja. Wenn Armstrong da 7 Watt in der Touretappe hochgefahren ist, den Madonne glaube ich hoch, dann ist es halt schon crazy. Also es ist vollkommen abgefahren. Und dann mit dem Material, das darf man auch nicht vergessen, er war halt nichts aerodynamisch groß oder war mir noch immer so ein bisschen in den Anfängen. Mit Reifen, die nicht gerollt haben, ist es halt vollkommen spooky. Aber ich glaube, um nochmal den Bogen rüber zu kriegen, Wir haben jetzt eine High Carb Phase. Ich kann mir vorstellen, dass es da nochmal Änderungen geben wird.

Björn: Aber dann eher in die Richtung, wir hören nicht auf, alles High Carb zu machen, sondern wir, so gesehen würde ich jetzt davon sprechen, wir ergänzen. Wir ergänzen diese High Carb Phase, wir machen nur, nur, nur High Carb durch, wir machen ganz gezielt an ganz bestimmten Punkten gezieltes Low Carb, verpflegen das danach dann aber auch wieder sehr, sehr gut. um dann daraus wiederum mit einem besseren Effekt rauszugehen oder einem Effekt, den wir halt bei Fahrer X zu Zeitpunkt X wollen.

Niclas: Ja, genau. Dazu habe ich dann auch noch mal eine Studie rausgefischt. Ich muss mal nachschauen, von wann ist die eigentlich? Oh, finde ich gerade nicht mehr. Also das war eine 5-Week-Periodisase-Carbohydrate-Diet-Does-Not-Improve-Maximal-Lactat-Steady-State-Exercise-Capacity-Diet. Also schlicht und ergreifend, du lässt ein paar Leute low fahren, du lässt ein paar Leute high fahren und dann haben sie sich die MLSS angeschaut und haben festgestellt, Nichts passiert. 17 gut trainierte Fahrer haben sie genommen. V2 Max Peak war um die 70. Ich glaube, da wurde wirklich nur der Peak gemessen, weil die haben Schwellenleistung von 250. Also entweder wiegen die gar nichts, also wirklich gar nichts, gar nichts.

Björn: Oder sie waren nicht so well trained.

Niclas: Ja, wenn die auch abartige glykolytische Leistungen gehabt haben, aber ich glaube einfach, die haben nur einen Peak genommen, so einen Sekundenpeak und keine geglättete Leistung, ja, also dann haben die höchstwahrscheinlich irgendwie so um die 60 eher gehabt und waren trotzdem alle sehr leicht und dann hat man halt eine Periodized Carbohydrate Gruppe gehabt, ja, dass man von 13 Trainingseinheiten von 35 hat man mit niedriger Kohlenhydratverfügbarkeit gemacht und dann hat man eine High Carbohydrate Gruppe gehabt, die halt die ganze Zeit gefuttert haben. Und die haben das absolut identische Training gemacht, weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, könnte man auch, wobei, klar, man will es vergleichen. Und was ist passiert? Es ist nichts passiert. Das ist eigentlich total, also es ist signifikant eigentlich wenig passiert. Die periodisierte Carbohydrate-Gruppe hat im Schnitt 30 Watt draufgelegt, fing aber auch mit 245 Watt an. Und die andere hat 16 Watt zugelegt, fing aber auch ein bisschen lower an. Das ist jetzt noch keine signifikante Verbesserung. Jetzt kann man sagen, okay, die Kohlenhydratverfügbarkeit periodisiert hat einen leichten Anstieg gehabt. Also das sieht man schon in der Studie, auch wenn sie sagt, das ist signifikant. Also signifikant ist es nicht, aber wir sehen einen Unterschied. Ja, Zeit bis zur Erschöpfung bei MLSS, also beide sind gleich gefahren, das sollte auch so sein, in der Regel, Muskelmasse war gleich bei beiden oder beziehungsweise ist auch gleich gestiegen, Körperfettanteil sank bei beiden Gruppen signifikant, ich weiß nicht, muss mir das Training nochmal anschauen, wenn die da natürlich die ganze Zeit irgendwie rumballern und ordentlich Kilojoule durchknallen, dann wirst du halt dünner. Und ja, keine Unterschiede bei der Substratverwendung oder Verwertung besser gesagt. Kohlenhydrat- und Fettverbrennung war identisch, Herzfrequenz und so weiter, alles gleich. Laktat und so weiter auch ähnlich. Was wir sehen, ist vielleicht ein leichter Anstieg der Schwellenleistung, aber auch der ist nicht signifikant gewesen bei denen, die periodisiert haben. Ist natürlich, wie es immer so in der Sportwissenschaft ist, ich meine, 17 Fahrer ist halt echt ein dünnes Eis. Das ist halt echt nichts. Das ist nichts. Das ist halt echt gar nichts. Das sind so die Sachen, die ich mir da so ein bisschen rausgesucht habe. Und jetzt darf sich jeder einen Reim daraus machen. Wir sehen, das ist ja das Gemeine, es stiftet bald wahnsinnig viel Verwirrung. Aber was man sagen kann, in einem Rennen, in einem Rennen wirklich versuchen oder auch in einem Training, wenn man weiß, ich will am nächsten Tag nochmal richtig einen raushauen, müssen die Kohlenhydrate halt passen. Man darf nicht, und da bin ich auch gebetsmühlenartig, im Training darf man nicht anfangen, von Haribo-Bärchen zu fantasieren, weil dann weißt du schon, das ist der Tag, Morgen scheiße werde im Training. Man muss zu Hause ankommen und sagen, ich habe gar nicht so einen Riesenhunger. Und danach auch nochmal gut reinziehen und dann läuft es am nächsten Tag auch vor allem, wenn man sich so richtig, richtig hart belastet.

Björn: Absolut. Das sehe ich auch so. Jetzt mal... damit die Leute eine Idee darüber bekommen, was ist so ein Fahrer nach dem Cape Epic, wenn er sich hart belastet? Oder auch zwischen den Etappen, über welche Mengen reden wir da?

Niclas: Ja, also ich würde so 12 Gramm pro Kilo Körpergewicht sollten wir über den Tag irgendwie reinkriegen.

Björn: Okay, über den Tag, da ist dann aber auch schon die Belastung auf dem Rad mit drin.

Niclas: Ja, ja, ja, ja, kommt immer so ein bisschen, ja. Immer mal ein bisschen gucken. Das ist nämlich schon ganz schön viel. 12 Gramm. Also wenn wir da irgendwie, sagen wir mal, wir haben hier, ich als Mathe-Cracker eigentlich.

Björn: 12 Gramm wären jetzt in meinem Fall irgendwas zwischen 1,5 bis 2 Kilo Nudeln.

Niclas: Ja, ungekocht.

Björn: Ja, genau, ungekocht.

Niclas: Das ist schon viel. Und das ist halt auch so eine Verdauungssache. Deshalb sind auch solche Sachen wie Fette weglassen oder wenig Fette, Ballaststoffe weglassen. Das ist halt nur noch reines Reingekippe. Reingekippe von einfachsten Kohlenhydraten. Milchreis in Hafermilch gekocht. oder Nudeln oder Reis. Also keine Kartoffeln, die sind nicht energiedicht genug. Also es ist halt nur noch Mistessen. Haribos. Genau. Weißes Brot mit Honig. Genau. In der Hoffnung, dass man keine Verstopfung bekommt, wobei der Magen eh so durcheinander ist, dass es eh eigentlich in der Regel kein Problem ist. In Südafrika kriegt man keine Verstopfung. Habe ich dir die Geschichte erzählt? Ich war bei der Epic damals mit Centurion VD und ich sage mal so, die sanitäre Lage ist ja immer schwierig in Afrika gewesen, zumindest bei der Epic. War sie früher. Mittlerweile geht ja eigentlich jedes Team in ein Haus. Achso, genau. Zumindest gab es da für die Leute, die im Zelt gepennt haben, da pennt ja auch immer wahnsinnig viele Leute im Zelt, gab es so eine Reihe, ich weiß nicht, 50 Dixi-Klos nebeneinander. Ja, und auch so Duschen und so weiter. Und ich war da, ich habe dann irgendwie abgewaschen und da standen diese Dixie-Klos und auch diese Duschen und auf einmal explodierte so eine Dusche neben so einem Dixie-Klo. Das war wirklich, die flog nach oben. Und ich dachte so, um Gottes Willen, so die Tür sprang aus, die Toilette flog nach oben und riesiges Drama, es spritzte so durch die Gegend und man weiß nicht, wie viele Fäkalien da durch die Gegend klungen. Und ich dachte nur, um Gottes Willen, wo ist der Mensch, der da drin war? Aber es war zum Glück niemand drin. Es war eine Major Explosion, war beeindruckend. Das erinnere ich mich noch sehr schön bildlich. Ja, es ist sehr, sehr spannend gewesen. Okay. Ja. Ja, also von daher immer Essen dabei. Also ich mache es ja relativ simpel. Best Practice. Ich habe ja keine Lust auf Getränke und Sachen zusammenmischen. Empfehle ich zwar, weil es simpel ist und einfach. Da kauft man sich halt so einen Sack Malto und dann ist es halt easy und vielleicht noch Fructose, wenn man will, wenn man ein bisschen härter trinkt. Ich habe ein Rezept, weil ich meine Athleten schicke. Oder das. Ich mache es einfach. Ich habe ja vorne... Ich habe ganz viele tolle Fahrräder, aber ich fahre ja am liebsten so ein uraltes Gravel von mir. Und da habe ich eine Ortlieb Lenkertasche dran. In dieser Ortlieb Lenkertasche habe ich Haribos. Und zwar habe ich immer die Pico Balla. Kennst du die?

Björn: Ja, klar.

Niclas: Die sind mega.

Björn: Ich mag sie tatsächlich gar nicht.

Niclas: Wieso reden wir hier eigentlich noch? Und die kann man so wunderbar wegsnacken. Da hat man so 100, 200 Gramm. Das ist vielleicht schon echt eine große Packung, aber es gibt ja auch 100 Gramm, glaube ich. Oder man nimmt Katjes, da ist kein Fett drin, wenn man darauf nach achten will.

Björn: Katjes Grünohrhasen heißen die, glaube ich.

Niclas: Die finde ich voll geil. Ich nehme mal Joghurtgums, ich finde die super. Ich stelle mir mal vor, da sind noch Proteine drin, aber ich glaube, da sind keine Proteine drin. Ich denke immer, das sind so BCAAs in lecker. Das wäre geil. Gibt es doch mit Sicherheit. Es gibt doch sicher so Proteingums, oder? Ja, aber denkst du, es gibt Proteingums, die auch gut schmecken? Das ist halt das Problem mit Aminosäuren. Die schmecken immer scheiße. Und wenn die gut schmecken, dann weißt du halt, dass das a lot of scientific shit drin ist.

Björn: Ja, also eigentlich bin ich da einfach der Freund von normalen Haribos. Ja, genau. Klassisch Goldbeeren geht immer.

Niclas: Ja, ich kann jetzt noch ein paar Studien mehr raussuchen, aber ich glaube, wir haben es jetzt schon langsam erschöpft und die Dreiviertel oder Siebenachtel der Hörer eh schon vergrault, wenn ich mit Simulationen anfange. Aber es war jetzt mal ein lustiger Podcast, auch für mich.

Björn: Auf jeden Fall. Und das, was man eigentlich jetzt daraus ziehen sollte, ist, glaube ich, dass Athleten lernen müssen, wirklich, wenn sie und auch für den Hobbysportler oder Amateursportler 15 Stunden trainieren, verpflegt euch ordentlich auf dem Rad und Das ist hier und da auf jeden Fall herausfordernd, ja, aber es ist eigentlich auch wieder leichter, wie man denkt. So, diese 80 Gramm auf dem Rad.

Niclas: Ja, ich meine, das ist doch nicht herausfordernd. In Deutschland, also mal ganz ehrlich, wenn du leerläufst, fährst du halt zur Tanke.

Björn: Ja, du brauchst den Liter Cola.

Niclas: Ja, also Cola oder Haribo. Oh, schöne Anekdote. Ich trinke ja kein Koffein, weißt du ja. Oder wenn dann irgendwie nur eine Cola leid. Ich habe jetzt vor kurzem auf Pepsi Max, habe ich außerdem eine Pepsi Max gegriffen. Hatte so zwei Dosen und habe die dann so gemütlich vor der Arbeit oder während der Arbeit so weggetrunken. Und irgendwann merke ich so, boah, irgendwie Unterzucker, irgendwie fühle ich mich gar nicht gut. Und dann habe ich noch so gekocht und dachte, ey, ich kippe hier gleich um. So richtig strange. Habe ich festgestellt. Pepsi Max hat die doppelte Menge an Koffein drin wie eine Cola, light. Und ich war total geschockt und es war richtig viel. Ey, wenn du das so Kindern verfütterst, was man natürlich nicht macht, man gibt Kindern keine Cola, das ist ja krasses Zeugs. Ich war da voll drauf.

Björn: Okay, wusste ich gar nicht.

Niclas: Ja, wieder was gelernt.

Björn: Das für mich als Koffein-Junkie ist Pepsi super.

Niclas: Ja, also eigentlich, wenn du keinen Bock auf Kaffee hast oder kein Kaffee zur Verfügung, greif zu Pepsi Max. Geil, wieder was gelernt.

Björn: Das ist das, was ich jetzt aus diesem Podcast mitnehme. Sehr gut.

Niclas: Ich wurde vor kurzem gefragt, Mieke war hier. Ich habe Mieke ein Geschenk gemacht. Kennst du Gespenst-Heuschrecken? Oder Gespenstschrecken? Das sind so Tiere, die so aussehen wie Stöcke.

Björn: Okay.

Niclas: Das sind so Insekten, die sind so groß.

Björn: Ach, das Bild von Instagram von gestern, vorgestern?

Niclas: Ja, ja, ja, ich glaube gestern. Und sie war hier, sie fahren jetzt gerade noch am Wörthersee mit Annem. Und wir haben so viele von diesen Viechern. Also es sind ja unsere Haustiere. Und ich habe ihr ein paar Schrecken geschenkt. Die sind jetzt am Wörthersee. Nicht, wenn da kleine Stöcke rumlaufen. Zumindest hat mich Mieke gefragt, meine Top 4 Filme. Okay. Das war echt, da habe ich zwei Tage lang drüber nachgedacht. Top 4 Filme. Jetzt wird es schwierig.

Björn: Ich habe gerade einen meiner Lieblingsfilme wieder geschaut mit meiner Freundin, weil jetzt der zweite Teil ins Kino kommt. Der Accountant. Mit wem? Geht um einen Steuerberater. Schrägstrich irgendwo auch. Eigentlich ist es ein Steuerberater, der aber das Asperger-Syndrom hat und genialer Mathematiker ist.

Niclas: Haben nicht alle Asperger Steuerberater. Ja.

Björn: Und der war Sohn eines Army-Gouverneurs und hat von seinem Vater halt extrem gut kämpfen, schießen und den ganzen Kram beigebracht. Und der wurde quasi der Steuerberater der Mafia und der größten Verbrecher der Welt und wurde deswegen dann von den Amerikanern halt dann gesucht. Und der Film handelt halt davon, dass man herausfinden möchte, wer ist der Accountant.

Niclas: Ben Affleck.

Björn: Also ich finde den Film voll geil und da kommt jetzt der zweite Film ins Kino und deswegen musste ich den jetzt mit meiner Freundin schauen und ich freue mich drauf, wenn wir jetzt bald ins Kino gehen können und den zweiten Teil gucken können.

Niclas: Also die letzten Filme, die ich im Kino gesehen habe, das waren, ich habe, wie hieß der, Babygirl mit Nicole Kidman. War okay. Dann habe ich den Film von Bob Dylan oder über Bob Dylan, den fand ich auch ganz gut. Dann The Substance, den fand ich hervorragend mit Damie Moore, aber es sind alles keine Filme, die in meine Top-Riege reinreichen. Also, Eastern Promises ist ein ganz großer Film. Kennst du den?

Björn: Sagt mir alles gar nichts.

Niclas: Den schaust du heute Abend an.

Björn: Eastern Promises, musst du mir gleich mal zeigen.

Niclas: Eastern Promises von David Kronberg ist er, glaube ich. Mit Vipo Mortensen. Großartiger Film. Großartig. Und Armin Müller-Stahl. Großartiger Film. Naomi Watts als Hauptrolle. Großartig. Dann gibt es auch noch so lustige Filme wie Adams Äpfel. Auch schöner Film. Auch mit Mads Mikkelsen in der Hauptrolle als Pastor. Ich weiß noch, ich habe den damals in Hamburg gesehen mit meiner Mitbewohnerin, die aus... Japan kam eine japanische Pianistin und sie war schwer verstört, weil ich diesen Film wahnsinnig lustig fand und mich nur kaputt gelacht habe. Der ist halt auch, hat einen sehr schwarzen Humor, so dogma-dänisches Zeug. Aber jetzt sind wir jetzt schon wieder komplett weg von dem eigenen. Ja.

Björn: Okay. Also die Nachricht an alle Athleten, esst mehr Kohlenhydrate.

Niclas: Genau. Und schaut gute Gründe. Bitte. Wenn ihr gute Filme, schickt doch mal eure Lieblingsfilme an uns. Ich will was lernen. Also ich habe jetzt das vorgeschlagen und Niklas, The Accountant mit Ben Affleck als Asperger. Darf man Asperger eigentlich noch sagen? Ist politisch schon schwierig, oder? Weil Asperger waren, glaube ich, die, die im Dritten Reich noch so ein bisschen als schlauer galten und Autisten wurden halt um die Ecke gelegt. Oh, ja.

Björn: Ja, schade.

Niclas: Aber ich bin mir jetzt nicht sicher. Ich kann jetzt auch auf echt total dünnem Eis sein.

Björn: Ich möchte mich dazu dann einfach gar nicht äußern.

Niclas: Das ist auch immer besser.

Björn: Einfach die Klappe halten. Ich rede nur darüber, von dem ich so halb Ahnung habe.

Niclas: Ja, gefährliches Halbwissen ist das Beste.

Björn: Vielen Dank fürs Zuhören und im Optimalfall, wir hören uns nächste Woche wieder. Dankeschön.

Niclas: Bis bald. Ciao, ciao.

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