Ein Jahr im Rückblick: Unsere Highlights und was 2026 bringt
Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und Björn und Niclas melden sich ein letztes Mal für 2025. Nach einer kurzen Pause, in der Niclas im Trainingslager unterwegs war, nehmen wir uns Zeit für einen ausführlichen Rückblick auf die vergangenen Monate. Wir sprechen über unsere persönlichen Highlights des Jahres, die Erfolge unserer Athletinnen und Athleten sowie die Ziele, die wir uns selbst gesteckt und erreicht haben. Was lief besonders gut? Was haben wir gelernt? Und wo gab es Herausforderungen, an denen wir gewachsen sind? Zum Abschluss richten wir den Blick nach vorne: Welche Ziele setzen wir uns für das kommende Jahr? Und welche Veränderungen erwarten – oder wünschen – wir uns für 2026 im Training, im Coaching und im Radsport allgemein?
Transkript
Björn: Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast. Boah, das sind schon wieder eineinhalb Monate, Björn, ne?
Niclas: Das ist nicht so gut, ich weiß. Aber wir wollten es euch nicht erspart lassen. Ihr denkt, das Jahr endet schön, in Ruhe, besinnlich. Keine Chance. Niklas und Björn kommen nochmal um die Ecke, um nochmal den Rest des Jahres maximal zu versauen. Aber man kann auch ausdrücken.
Björn: Könnte man, genau. Ja, Björn, was liest du die letzten Monate bei dir? Wie geht's dir?
Niclas: Ja, das sind immer so Fragen. Niklas als ehemaliger Journalist sind das immer so Fragen, die man stellt, wenn man keine Ahnung hat vom Gegenüber. Wie geht's dir? Was hast du so die letzten Monate getragen? Sie haben doch mal gesagt. Nee, alles gut. Viel zu tun. Ja. Gibt auch News, zeitnah, werden wir dann drüber reden, machen wir nochmal eine gesonderte Folge draus.
Björn: Das ist dieser Spruch von Precht und Lanz, oder? Keine Ahnung. Ich glaube, gemischtes Hack nehmen die immer hops, weil die doch immer, weil da auch immer dieser Spruch fällt, ja, da müssen wir nochmal eine gesonderte Folge zu machen. Achso, ah ja, okay, gut.
Niclas: Okay. Ähm, Ja, nee, so. Weihnachten gehabt, zehn Leute im Haus gehabt, das war anstrengend. Ja. Vier Kinder. Vier Kinder, aha. Das war hier Ausnahmezustand. Okay, okay. Ja, nee, sonst entspannt. Wir waren am überlegen, ob wir nochmal irgendwie wegfahren. Das haben wir uns dann anders überlegt. Wir fahren dann ein andermal weg. Jetzt ist das Wetter ja so toll, auch in den Bergen. Das heißt, bisschen Schnee, Sonne und so weiter nutzen wir dann mal richtig aus. Ihr geht wandern. Kannst du eigentlich Ski fahren? Na, langlaufen kann ich.
Björn: Langlaufen, aber so klassisch Alpinski machst du nicht?
Niclas: Nee, es gibt im Sportbereich wenig Dinge, wo meine Frau deutlich überlegen ist. Und Skifahren ist sie. deutlich überlegen. Und ja, das Problem... Bei mir ist, glaube ich, ich rede es mir einfach mal ein, wenn ich das jetzt A anfangen würde, würde ich A viel Zeit daran investieren und C mir sicher auch, wie das halt zum Sport gehört, auch mal die Knochen brechen.
Björn: Also gerade Skifahren ist halt echt prädestiniert dafür.
Niclas: Genau und deshalb habe ich darauf gar nicht so viel Bock und Old Dogs, New Tricks, klar kann man das lernen, aber ich habe da gar nicht so viel Bock drauf. Ich finde so Turnski und sowas finde ich schon echt sexy. Aber es ist auch mit Aufwand verbunden, mit viel Aufwand verbunden. Es ist halt nicht so, höre ich ziehe mich schnell mal an und gehe da hin. Es ist beim Langlaufen ein bisschen anders, weil wenn wir Schnee hier haben bei mir, kann ich halt in zehn Metern auf meine selbst gespurte Läupe gehen und dann ist alles tipptopp. Oder mich kurz mal doch mal schnell ins Auto setzen, das ist auch nochmal okay. Aber ja, meine Frau ist da super. Ich bin da die totale Flasche.
Björn: Okay. Das heißt, das wird auch nicht nochmal kommen.
Niclas: Ne, ach, weiß nicht. Davor kommt vielleicht irgendwie Abnoe tauchen. Boah.
Björn: Wobei das ja auch auf jeden Fall ein sehr interessanter Sport ist, wie sehr Menschen sich selbst kontrollieren können. Also im Endeffekt, nur tauchen geht ja viel über diesen Atemreflex einfach nur zu kontrollieren.
Niclas: Richtig, wenig Sauerstoff verbrauchen.
Björn: Genau, und seinen Körper, sein Herz-Kreislauf-System so runter zu regulieren. Es ist schon extrem faszinierend. Also wenn da Leute irgendwie acht, neun Minuten die Luft anhalten können. Voll knapp gefahren. Gibt auch diesen Film, ne?
Niclas: Im Rausch der Tiefe. Ja. Von Luc Besson. Alter Film. Ähm, ja. Nee, das ist spannender Sport, aber es gibt halt viele tolle andere Sachen. Es gibt auch, ich bin auch gerade so ein bisschen, ne, wir haben ja unser Zeitfahrtprojekt. auf das ich mich noch gar nicht vorbereitet habe. Auch mental nicht. Ich bin gerade viel am Laufen. Da habe ich gerade so, ich merke gerade so... Macht Spaß? Ja, bringt mir gerade viel Spaß. Läuft auch gerade ganz gut.
Björn: Ich wollte ja in der Off-Season anfangen zu laufen und habe wirklich seitdem Achillessehnen-Probleme. Ich war richtig motiviert, neuen Schuh gekauft, war meiner Meinung nach wirklich entspannt angefangen, bin nie wirklich schnell gelaufen, bin einmal eine Runde gelaufen, wo es richtig berghoch ging und danach, zack, Achillessehne.
Niclas: Tschüss. Das ist halt das Problem. Nee, das ist so, ich laufe so 50 Kilometer in der Woche, ganz easy gerade. Boah, das ist aber viel. Ich bin ja auch schon mal Marathon gelaufen, so aus Spaß heraus. Und ja, da habe ich gerade so ein bisschen Bock drauf. Okay, okay. Aber Laufen ist ja noch fieser als Radfahren, weil Laufen ist natürlich Gewicht echt eine Nummer. Also ein halbes Kilo weniger machst du halt locker 25, 30 Sekunden auf einen Kilometer. Das rechnet sich halt auf einem Marathon ganz schön auf.
Björn: Im Marathon hat doch jetzt auch unser Vizeweltmeister einen neuen deutschen Rekord gelaufen. 204. Ja, genau. Und Henrik Pfeiffer hat auch seinen Rekord gebrochen mit irgendwie 206,25 glaube ich. Also das sind schon Zeiten... Das ist doch völlig Banane. Wenn man mal so jetzt selbst als guter Sportler versucht, diese Pace mal kurz zu laufen, da denkt man sich, was ist denn hier los?
Niclas: Und das laufen die zwei Stunden. Auf meinem Laufband gibt es so einen Knopf, da steht 22 kmh drauf. Das ist halt abartig sprinten und wenn man sich überlegt, gut, das ist ja natürlich jetzt schon ein bisschen schneller, aber so als Kipchoge unter zwei Stunden gelaufen ist, das ist halt schon echt ein Brett, ne?
Björn: Ja, das ist wirklich, also vor Läufern habe ich da auch schon wirklich höchsten Respekt. Das ist schon ganz verrückt, was die Jungs da abreißen. Ja, auf jeden Fall.
Niclas: Aber jetzt bist du mal dran, was hast du denn gemacht? Erzähl mal, Niklas, was hast du denn die letzten sechs Wochen so getrieben?
Björn: Man muss ja ehrlich dazu sagen, Ich war ja das Hauptproblem, warum wir nicht aufgenommen haben. Wir haben eine Wohnung in Girona gemietet und in der Wohnung hatten wir einfach kein so gutes Internet. Also es hat funktioniert zum Arbeiten und so, aber es würde bei weitem nicht funktionieren, einen Podcast aufzunehmen, vor allem wenn dann sechs Leute in diesem WLAN hängen. dann wird es halt echt schwierig. Und vor allem, es war halt auch nie wirklich ruhig. Also es war halt immer jemand noch mit in der Wohnung und die Wohnung war relativ laut dann. Das hätte nicht funktioniert, dass ich da mit gutem Gewissen einen Podcast aufnehmen kann und dann auch hochladen kann und sage, okay, das ist okay. Sondern das wäre wahrscheinlich mit sehr viel Störgeräuschen oder schlechtem Internet verbunden. Ja. Ja, ich habe im Endeffekt trainiert, viel trainiert. Hat extrem viel Spaß gemacht. Also wenn man so eine gute Trainingsgruppe hat, wo alle so mehr oder weniger gleichgesinnt sind, dann macht das schon wirklich sehr viel Spaß. Und ich habe noch nie in einem Monat so viel trainiert mit anderen. gefühlt so wenig Aufwand. Also das geht halt, wenn die Gruppe stimmt, setzt man sich halt jeden Tag fünf Stunden aufs Rad und dann sind fünf Stunden auch wirklich wie mit einem Fingerschnipsen rum, weil man die ganze Zeit Quatsch redet. In Girona hast du halt auch hier mal einen Trail, da mal einen Trail, fährst mal ans Meer, hast eine schöne Aussicht, dann geht das echt leicht rum. Also
Niclas: Wetter war, glaube ich, noch ziemlich gut die ganze Zeit.
Björn: Das ist frech. Einen einzigen Tag hatten wir mal ein bisschen Regen. Ich glaube, an einem Tag, wo ich mehr Intervalle gefahren bin, war es auch so ein bisschen bewölkt. Aber ansonsten hatten wir jeden Tag 15 bis 18 Grad, nur Sonne. Es war perfekt. und dir noch ein großes Lob aussprechen, ich habe eine Leistungsdiagnostik vor Ort gemacht, eine echte im Labor und das letzte Mal hatten wir zwei ja eine echte gemacht, als wir angefangen haben zusammen zu arbeiten und ich habe meine Ökonomie deutlich verbessert Ich verbrenne mittlerweile über 40 Gramm mehr Fett am Fatmax und mein Fatmax ist 45 Watt höher als bei unserer Messung damals. Das heißt, alles, was wir trainieren wollten und wo du quasi damals gesagt hast, ja, da musst du hin, hat im großen Umfang funktioniert. Und das ja auch direkt nach der Oster-Off-Season raus. Gut gemacht, Herr Kafka. Sehr gut.
Niclas: Sehr gut, ich bin total glücklich, das habt ihr jetzt das Jahr gerettet, Niklas, danke dir. Oder? Jaja, total.
Björn: Siehste, deswegen erzähl ich dir das. Sehr gut. Genau, ja im Endeffekt bei mir gibt's, ich mach eigentlich fast alles so weiter wie immer, ich trainiere. betreue meine Athleten. Und eine kleine Sache wird sich ändern. Da bin ich mal gespannt, wie groß das Projekt wird und wie viel Arbeit das wird. Das ist auch erst offiziell ab dem 01.01. Deshalb redest du auch schon drüber. Nee. Deswegen, das mache ich dann, wenn es auch soweit ist. Dann werde ich auch offiziell drüber reden. Und dann muss ich auch erst mal gucken, wie viel wird das? Wie viel Arbeitsaufwand wird das? Ich habe da, muss ich sagen, extrem Bock drauf. Genau, aber mal gucken, wie die Möglichkeiten da auch einfach sind, sich auszuleben.
Niclas: Sehr gut. Ihr hört, wir haben gerade so ein paar Seitenprojekte am Laufen. Ich will auch noch einen neuen Podcast mitmachen, meinen Menschen hier drin haben. Kommt auch noch. Aber das machen wir mal nächstes Jahr. Schauen wir dann mal. Reden wir dann mal alles in Ruhe nächstes Jahr. Ihr werdet sehen, auch wenn wir lange Zeit nicht auf Sendung waren, der Podcast wird eventuell sogar ein bisschen größer werden. Und ja, gucken wir. Schauen wir mal. Tipptopf Sachen vorbereitet.
Björn: Ja, ich habe mir also... Es ist ja so Ende des Jahres und ich wollte dann einfach so ein kleines Review, Recap machen.
Niclas: Soll man nicht so gute Vorsätze auch noch? Sind nicht auch so raune Nächte, wo man sich so Wünsche irgendwie auf den Zettel schreibt, die man dann verbrennt und der letzte, der übrig bleibt, den macht man.
Björn: Okay, ja, kann sein. Wohnmobil. Wohnmobil, ja, gerne. Oder keine Ahnung was, ja. Nee, wir können, doch, guck mal, ein Punkt wäre doch gewesen, Ziele 26. Ist Ziele 26 nicht dann auch irgendwie Vorsätze 26? Ja, ja, definitiv. Das geht doch überein. Aber komm, wir fangen mal vorne an oder einfach in meinem Vorne. Was war denn für dich der Radsport-Moment 25? Wo hast du so am meisten mitgefiebert? Was fandst du so am geilsten? Oder wo war so für dich, ah, guck mal, das ist mal was Neues oder was Unvorhersehbares?
Niclas: Äh, da gibt es was, aber da kann ich noch nicht drüber reden. Ähm, ja, ist leider wirklich so. Ich würde gerne. So geil. Ja, das wäre so mein Moment. Sonst für mich persönlich, also so Dinge, die mich persönlich betreffen, da bin ich echt gerade am überlegen.
Björn: Ja, oder auch einfach, wo du vor dem Fernseher gesessen hast und wirklich nochmal dir gedacht hast, alter, wie geil.
Niclas: Ja, also die Tour ist halt immer krass. Ich fand die Tour de France dieses Jahr mega. Sie war einfach von Anfang bis Ende super hart, super spannend, schön gefahren, schön ausgefahren und dann Florian Lipowitz auf drei. Das finde ich einfach krass. Das ist schon, das geht so ein bisschen unter, ja. Aber ich finde einfach, das ist einfach so der krasseste Moment, zumindest aus deutscher Sicht. Und ja, wie er das so gemacht hat, so irgendwie so gar nicht so auf der Rechnung. Klar, der ist super gefahren, der Dufiné, aber alle so, mal gucken. Und dann rasiert er damit rum und fährt so sein Ding, ja. Lässt sich da nicht aus der Ruhe bringen. Das war schon ein cooler Moment. Dann, wenn wir bei der Tour bleiben, die Nummer vom Abrahamsen war halt auch geil. Zerschießt sich da vorher, sitzt nur auf dem Hometrainer und gewinnt eine Etappe.
Björn: Also das ist wirklich schon sehr Banane.
Niclas: Das ist auch einfach sehr, sehr cool. Und sonst... Andi Seewald, Europameister, das war auch für mich ein großes Highlight. Klar, ich habe schon einige Europameistertitel gewonnen, aber das war nochmal schön, weil der Kurs war schwer, es war anspruchsvoll. Klar hätte ich bei der WM auch nochmal gern irgendwie mehr geholt, aber that's how it is. Passte halt gar nicht zusammen. Dann... Anna, natürlich, klar, Anna Weinbär, die von Hobbysportler zur Weltklasseathletin einfach mal wurde. Innerhalb weniger Monate, das war auch sehr lässig. Ja, das war krass. Das sind eigentlich so die Radsportmomente, die ich ziemlich, ziemlich cool fand. Klar gibt es noch viele andere, aber das ist so gerade...
Björn: Ich fand es geil, wie Sanremo, wie Ghana mit denen über den Pocho fährt. Also quasi die, mit Thunderpool und Pogi zusammen, klar, Ghana weiß man, muss man nicht drüber reden, genialer Radfahrer. Aber dass der quasi die Klasse zeigt, mit den zwei dann nochmal drüber zu fahren.
Niclas: Und zwar wie schnell.
Björn: Ja, genau. Also da ist ja sonst kein Bergfahrer nichts, ist dann mal mitgefahren und ein Ghana mit wahrscheinlich gut über 80 Kilo drückt das Ding dann mit drüber.
Niclas: Jetzt überlegt jemand, dieses Rennen. Wir haben Poggio, wir haben Cipressa. Und es wird deutlich anders gefahren als noch vor zehn Jahren. Wir hatten vielleicht mal so ein kleines Aufblicken, als Kwiatkowski gewonnen hat 2017. Als er sich so da durchgedrückt hat zwischen Sagan und Alaphilippe. Und dann... Wie schnell der erste Berg jetzt schon gefahren wird. Pogacar hat bei 2,9 Kilometern vor Ende des Berges etwa attackiert und die fahren da halt mit 38 hoch, 37,8.
Björn: Ich glaube, man kann sich das... Wenn man selbst mal so schnell Fahrrad gefahren ist, kann man sich das nicht vorstellen, was das berghoch bedeutet.
Niclas: Das hat 4,3 im Schnitt oder so. Also die fahren da schon... Da bringt Aerodynamik schon mal super viel. Die müssen auch in der Gruppe fahren. Und dann fährt... Pogacar das Ding auch fast alleine oben durch, also wirklich bis fast alleine oben. Pfannepohl hinten drauf, Garner hinten drauf, dann verliert Garner ein bisschen, robbt sich da wieder ran. Und das ist ein total spannendes Rennen, weil es sich halt immer auf diese zwei Anstiege, Cipressa und Poggio, konzentriert. Und früher wurde halt immer der erste Anstieg so gefahren. Ich meine, die sind 2016, 2018 da noch mit 32, 33 hochgefahren. Das ist halt ein Witz. Und jetzt sprinten die da quasi. Jetzt fahren die Damen halt mit 37, 38 hoch. Der letzte Anstieg Der wird schon immer schnell gefahren. Aber dass so diese Abschussrampe da schon gleich am ersten Anstieg genommen wird, das ist halt krass. Extreme Vorselektion. Du siehst, ich habe mich mit diesem Thema beschäftigt, lustigerweise. Ich kenne das Rennen jetzt wirklich gut. Das ist nicht abgesprochen gewesen. Ich habe mich nur mit Sanremo ein bisschen mehr beschäftigt. Und ganz spannend, wenn man sich mal die Zeiten und Geschwindigkeitsentwicklung der letzten zehn Jahre anschaut, dann ist das halt, man muss, wie soll ich sagen, durch die Limitierung von Möglichkeiten, muss man halt extrem kreativ werden in diesem Rennen und sich überlegen, wie fährt man wo was. Und jetzt wurde halt so mit der Brechstange da hochgeballert. Und ich vermute fast...
Björn: Das wird sich Next26 wahrscheinlich nochmal ein Stück entwickeln, weil es fehlt Poggi halt. Ihm fehlt dieser Sieg und er will diesen Sieg. Da bin ich mir ziemlich sicher, der wird alles dafür tun und das Team wird alles dafür tun, diesen Sieg zu holen. Und die einzige Antwort, einen Mathieu oder auch einen Garner da noch zu schlagen, ist halt, okay, wir müssen die Anstiege halt noch schneller fahren. Weil die will einen Pogi, sonst die Jungs loswerden. Also im Flachen wird dann ein Garner und auch ein Mathieu nicht los. In der Abfahrt wird dann ein Mathieu auch nicht los. Er muss den Anstieg einfach noch schneller hochfahren.
Niclas: Ja, du musst halt da so hochprügeln. Das haben sie ja schon gut gemacht. Letztes Jahr, also dieses Jahr, Navarrest, ähnlich wie bei der Tour. sprintet da halt hoch.
Björn: Das war so geil auch bei der Tour.
Niclas: Ja, ja, sprintet da halt hoch und Pogi hängt da irgendwie hinten noch drin und ja, letztendlich musst du einen unglaublich hohen Speed da schon 10 Kilometer, bevor du in den Anstieg reinfährst, reinballern, dass da hinten schon alle auf der Kante hängen und alles, was schon mal so stört, weg hast und dann musst du halt da hochfahren. Dann hast du natürlich da so, dann hast du nochmal 10 Kilometer dazwischen, ja, die musst du ja auch irgendwie schnell fahren können. Und das ist halt so der Knackpunkt. Wie sehr rauchst du dich da auf, wenn du da alleine drüber die Fläche fährst? Oder du hast da irgendwie Ghana und Thunderpole hinten drin, die sich da zu zweit abwechseln können. Da ist halt dein beliebter Compound-Score, dann doch mal wieder entscheidend, Und dann musst du halt das Ding hochdrücken und dann geht es ja immer noch wieder. Ich meine, wir haben auch Situationen gehabt, als Jasper Stolven gewonnen hat, da haben sich halt alle angeschaut und dann hat er einfach attackiert. Und ich fand auch die Option, die Mohoric gemacht hat, da einfach mal so schnell runterballern.
Björn: Mit der Dropper.
Niclas: Mit der Dropper-Post, ja. Das ist alles so höh, okay. Wo kommt das jetzt her? Also, spannendes Rennen. Superspannend. Und es gab auch wieder, es gab auch, also ob es diese Massensprint-Option mal wieder gibt, ich glaube nicht. Ich glaube, das Thema hat sich erledigt. Vor allem jetzt in Zeiten von Pogi und Co.
Björn: Also ich glaube, vielleicht, wenn Pogi aufhört, auf die Monumente zu gehen oder wenn Pogi insgesamt, ich sage jetzt mal, die Radsportzeit Pogacar rum ist, das ist ja auch vielleicht sogar absehbar, weil er ja selbst gesagt hat. Mal gucken. Ähm... Aber ich vermute fast auch, dass selbst wenn Poggi damit durch ist, dann kommt halt der nächste Sportler, dann fährt halt sein mexikanischer Freund Del Toro auf das Ding und wird das im selben Style gewinnen wollen. Ja, also ich glaube...
Niclas: Poggi hat gezeigt, dass es geht. Und das ist das Problem. Das heißt, jetzt alle wissen, okay, wir brauchen gar keinen Sprintzug, bla bla bla, wir fahren das Ding kontrolliert hoch. Das wird nicht mehr so passieren. Weil alle wissen, okay, man kann das Ding irgendwie alleine hochpressen.
Björn: Ich finde, Mathieu hat auch eigentlich gezeigt, du brauchst nur zwei Mann im Team. Du brauchst einen Silvan Delier, der fährt dir halt die 300 Kilometer flach von vorne. Und dann musst du Mathieu sein und hackst halt das Ding hoch. Das heißt, du brauchst eigentlich nur zwei Fahrer am Start.
Niclas: Ja, und das ist jetzt übrigens auch eine spannende Sache, man hat 300 Kilometer, wieso fahren wir nicht einfach, was passiert eigentlich so die 270 Kilometer davor?
Björn: Da muss man ja auch ehrlich sagen, also diese 270 Kilometer davor, die sind ja auch einfach nur dumm langweilig.
Niclas: Ja, da passiert ja gar nichts, da sind sie echt so, also kurz bevor es auf den ersten ernstzunehmenden Anstieg geht, ist halt da gar nichts passiert. Also da ist so eine kleine Blase im Asphalt und dann fahren sie da rum. Also es ist so, wenn da halt mal Sturm ist, dann könnte es spannend werden.
Björn: Denkst du, es könnte passieren, dass es mal dazu kommt, dass sie den ersten Anstieg so richtig schnell fahren und dann quasi nur eine Gruppe aus kleinen Kletterern den Rest zusammenfährt? Schauen wir mal.
Niclas: Ja. Also die fahren ja den ersten Anstieg schon schnell.
Björn: Ja.
Niclas: Oder welchen meinst du?
Björn: Ne, die fahren doch über einen Pass drüber. Achso, ja, ja.
Niclas: Ne, ich glaube, das passiert nicht mehr.
Björn: Okay. Dafür ist es danach noch zu weit.
Niclas: Ja. Okay. Ja, ja. Ja. Who knows, ja. Wer weiß, wenn da Leute irgendwie auf dem Fall... Also, jetzt spielen wir mal Theorie. Sagen wir mal, du schickst vorne eine Gruppe raus.
Björn: Und hast da so ein paar... Wo in der Gruppe vorne zum Beispiel Nils Pollet fährt.
Niclas: Und auf Wout van Aert. Oh, dann Wout van Aert. Das ist Kampenaz van Aert, Pollet und so treten Maschinen halt. So, und dann schickst du da mal ein paar schnelle Kletterer. Und dann hast du so diese Satellitenstation und dann Relaisstation, wie sie immer schön genannt wird, sorry. Und dann pressen die das Ding halt weiter durch. dann kann das schon mal vielleicht anders aussehen. Aber das ist halt ein extrem hohes Risiko, das zu gehen auf ein Monument.
Björn: Ich überlege dir mal, die schicken Pollitt in die Ausreißergruppe und Poggi hackt diesen Anstieg so schnell hoch, dass da niemand mehr mitfährt und dann fährt Pollitt das Ding für Poggi quasi nach Hause. Ja. kann alles passieren. Das ist mein Wunsch für 2026. Wie weit ist es denn noch bis ins Ziel?
Niclas: Ich weiß es gerade gar nicht.
Björn: Keine Ahnung. Bestimmt 100 noch.
Niclas: Das sind halt zweieinhalb Stunden.
Björn: Kann Polit ja auch mal schnell fahren. Okay, genau. Also bei mir ist es auf jeden Fall Sanremo irgendwo gewesen und dann klar, ich kann bei der Tour zum Beispiel nicht nur einen Moment sagen, ich muss sagen, die Tour hat mir dieses Jahr so viel Spaß gemacht, wie glaube ich noch nie zuvor. Mega. Letzte Etappe Montparnasse. Großartig. Also allein die letzte Etappe, das war ja völlig Banane. Allein, dass Lippowitz da so geil mitfährt, dann irgendwie fand ich auch, So ein bisschen dieses Drama um Evenepoel, das hat auch, ich weiß, aber das gehört ja auch irgendwie zu einer guten Tour dazu, dass es über so einen Topstar auch so ein bisschen Drama gibt. Das hat schon, dieses Gesamtkonzept hat einfach Spaß gemacht und ich muss einfach sagen, ich spiele mittlerweile jedes Jahr in einer Freundesgruppe Fantasy Tour de France. Mhm. Und dadurch, dass du dann jeden Tag auch noch ein bisschen so um Fahrer mitfieberst, die keine Top-Favoriten sind, wo ich selbst aber denke, okay, der könnte einen Etappensieg heute holen und ich dann drauf getippt habe, das macht das Ganze wirklich... Das sind immer die besten drei Wochen im Jahr. Da ist drei Wochen lang, habe ich einfach Spaß. Niklas, erklär mal bitte Fantasy Tour de France. Nein, also du hast quasi... Es gibt einen Pool aus allen Fahrern und jeder Fahrer ist unterschiedlich viel wert und du hast ein Budget. Ja. Das heißt, du darfst jetzt nicht Winnegard, Pogacar, Evenepoel und Lipowitz im Team haben. Du darfst nur drei von denen haben. Oh, wie schade. Genau. Und dann gibt es quasi Sprinter. Also alle Fahrer sind drin und du musst dir dein Team bauen und musst halt Punkte sammeln. Und dann brauchst du natürlich einen Sprinter, der im Optimalfall möglichst viele Etappen gewinnt. Und du musst jeden Tag aus deinem Team, was du hast, einen Fahrer tippen, der heute den Stage-Winner-Bonus hat. Das heißt, du tippst, wer aus deinem Team platziert sich am besten, hat das gelbe Trikot und dann kriegst du auf den Fahrer doppelte Punkte. Und das macht halt unfassbar viel Spaß, wenn du jeden Tag so ein bisschen tippen kannst. Also Paula zum Beispiel hatte, glaube ich, Milan im Team, ich hatte Tim Melier im Team und dann war natürlich nachmittags vorm Fernseher das Geschrei groß, wenn Melier gewonnen hat und nicht Milan oder halt andersrum. Und dann macht das natürlich, hat man so ein bisschen mehr Interesse auch noch, dass vielleicht auch mal ein Ausreißer durchkommt, weil du... Irgendeinen kleinen Fahrer drin hast, der es in die Ausreißergruppe schafft oder so. Ich habe in einem Jahr, da habe ich noch bei Canyon gearbeitet, das Ganze gewonnen, weil ich, wie hieß der Kasache, der ja auch extrem gut ist, bei Astana, der ist da gefahren zwei Jahre. Und er hat in dem Jahr zwei Etappensiege geholt. Und ich hatte den im Team und habe an dem Tag sogar darauf getippt, dass er gewinnt. Weil ich wusste nicht, okay, wir sollen sonst gewinnen. Gut, komm, vielleicht geht er in die Ausreißergruppe. Und dann hat er an dem Tag auch noch gewonnen. Und dann habe ich so viele Punkte gemacht und das gewonnen.
Niclas: Wer ist denn da? Ich bin gerade am überlegen.
Björn: Das Problem ist, bei kasachischen Fahrern hat man immer... Es ist immer der kasachische Meister gewesen. Der ist auch ganz bekannt, weil der hat schon echt viel gewonnen. Und er war auch ein guter Bergfahrer und Leader gewesen.
Niclas: Kurve. Nein, der ist nicht. Mein Gott. Das müssen wir jetzt erstmal rausfinden.
Björn: Du schaust nach?
Niclas: Fuhr der bei Astana?
Björn: Ja, der fuhr bei Astana. Aber der fuhr halt damals bei Astana. Das heißt, wir müssen ein paar Jahre zurückgehen.
Niclas: Ja, ja, ich schaue gerade.
Björn: Die Leute, die zuhören, kriegen jetzt auch gerade die Krise.
Niclas: Ja, natürlich. Weil es ist... Alexey Lukaschenko natürlich.
Björn: Lutsenko, genau. So, sorry.
Niclas: Genau, Lutsenko, ja.
Björn: Der war es, so. Mein Gott. Ja, eben. Also der ist schon so gut und den Namen muss man kennen. Sorry.
Niclas: Oh, das ist bitter, dass wir da so abkacken.
Björn: Ja, ja, ja. Huch, naja. Genau, also ganz klar meine zwei Radsport-Highlights waren San Remo.
Niclas: Weißt du, wo der jetzt fährt?
Björn: Ich dachte, der hat aufgehört. Der ist noch bei Premier Tech gefahren als letztes. Und dann fährt der jetzt bei NDR... Nee, der fährt weiter.
Niclas: Also der fährt immer noch bei Premier Tech. NSN heißen die.
Björn: Genau, NSN, ja. Ja. Okay. Nicht schlecht.
Niclas: Sehr gut. Mein Roboter sagt gerade, seine Bürstenrolle ist blockiert. Geil. Ich fühle gerade den Drang, die zu entreinigen. Aber ich lasse es sein, Niklas. Ich bin nett. Okay, danke schön.
Björn: Genau, also das waren so, glaube ich, die zwei Haupthighlights, wobei ich auch so Momente wie die Kanadierin Weltmeisterin wird, auch wirklich genial. Insgesamt muss ich sagen, die WM in Ruanda fand ich auch schon wirklich gut. War auch geil anzuschauen. Insgesamt, ich fand, ich muss sagen, auch wenn natürlich die Dominanz von Pogacar schon sehr krass ist, es sind trotzdem immer Rennen, weil er halt auch gerne bei 100 Kilometern plus minus losfährt, sind es ja trotzdem Rennen, wo du dann vorm Fernseher sitzt und dir denkst, ja, holen sie ihn jetzt noch oder nicht? Und, boah, 100 Kilometer, das ist aber weit. Und dann siehst du, wie er auch mal hier und da in einem Anstieg langsamer wird, eine Schwäche zeigt und das sind dann schon Sachen, wo ich sage, es macht extrem Spaß, dem Mann beim Radfahren zuzuschauen. Auch wenn es natürlich, man guckt auf die Startliste, er ist dabei, meistens gewinnt er. Aber das ist schon geil und natürlich auch Roubaix. Roubaix war auch
Niclas: unfassbar gut, wie er selbst sich verbremst, Mathieu dann wegfährt und er auch seine Breitlinge ihm in den Unterarmen reinrammt und er schön blutet oder was auch immer. Richard Mill. Achso, okay, gut.
Björn: Du weißt Bescheid. Genau, also ich fand, es war ein sehr, sehr gutes Radsport, ja. Genau. Okay, dann, weil du hast da vorhin schon vorgegriffen, wo ich dann gefragt hätte, von all deinen Athleten Was dann da quasi der Moment war, also größter Erfolg oder auch einfach ein Moment, wo du gedacht hast, ja geil. Hattest du da irgendwas noch?
Niclas: Also jetzt neben Andi? Ja, Olli Mattheis. Natürlich. Tour of Rwanda oder Tour de Rwanda. Mega geil. Ich meine, da kommt er schon als KT-Profi an. Und fährt halt mit der Worldtour-Bagage da um die Welt und fährt einfach aufs Podium. Ja. Und fährt dann auch irgendwie Tour auf Istanbul, in den Prolog, gewinnt er vor Lotto total Energie und, und, und. Das war schon eine echt geile Nummer. Finde ich toll, dass jemand... Ich meine, der hat zwei Kinder und hat da irgendwie ein volles Leben. Hat bis vor kurzem richtig viel noch gearbeitet und fährt da einfach mal so richtig gut. Hat alles auf eine Karte gesetzt und hat da richtig, richtig rumrasiert. Das freut mich. Es ist ja nicht unbedingt immer die Siege. sondern auch, wie sich Leute entwickeln. Auch jemand wie Selma Lansch, zweite EM, super deutsche Meisterschaft gefahren, hat mich auch richtig, richtig gefreut. Tims Menge, siebter der WM, großartig.
Björn: Tim, seine Fahrt bei der WM war genial. Also als ich das gesehen habe, habe ich mir auch gedacht, komm Junge. Der hat ja, wenn ich das richtig gesehen habe, die Zeiten, als ich reingeguckt habe, Pastellona, war der oben eine Medaille rum. Ja, genau. Da habe ich mir echt gedacht, Alter, Tim, lauf, lauf da hoch.
Niclas: Der wäre halt, das ist halt auch so ein Kandidat, der ist auch nochmal für eine Medaille irgendwo richtig, richtig prädestiniert.
Björn: Also bei Tim sage ich einfach nur, wenn der Kurs stimmt und Tim die Form hat, Dann holt der eine Medaille. Also man muss halt bei Tim seinem Potenzial sagen, da ist auch theoretisch ein Titel drin. Also von der rein körperlichen Leistungsfähigkeit hat der es. Da muss es halt einfach nur zusammenlaufen.
Niclas: Ja, genau. Das ist halt so ein Monster. Das ist halt ein absolutes Wattmonster. Wenn dann hier und da nochmal alles passt, Abfahrt okay und und und, dann fährt er auch immer um eine Medaille oder einen Titel. Das ist schon faszinierend. Ja, genau. Sonst Jetzt vergesse ich natürlich einige. Ja, aber das ist ja okay. Also, es gab viele, viele tolle Sachen, die natürlich immer viel schöner sind, wenn es davor nicht so geil war. Ja, also Tim hatte irgendwie dann, hat natürlich auch so seine Probleme dann mit Allergie und dies und das oder legt sich auf die Schnauze. Martin Frey hat mich auch gefreut, zum Ende der Saison da nochmal einen Sieg geholt, der ein absolutes Seuchenjahr hingelegt hat. Katastrophe. Klar, Andi hat Titel geholt, EM, DM, auch großartig. Nö, sonst Cape Epic, zweiter Platz und so weiter. Das ist schon alles mega. So müssen wir gar nicht drüber reden. Alles sehr, sehr cool.
Björn: Also aus der Sicht war es bei mir auf jeden Fall auch das bisher erfolgreichste Jahr mit Rick, der das Badlands gewinnt und mit Anna Mit ihrer Silbermedaille bei der WM. Das war schon extrem geil und ich glaube, ich habe auch, muss ich sagen, gerade bei Rick, bei Badlands, weil das ja auch so lange geht. hängt man echt viel in diesem Dot-Watcher und guckt die ganze Zeit an, wo ist der auf Platz 2, wie viel Vorsprung hat er jetzt? Ah, jetzt bitte nicht nochmal plattfahren, nichts haben. Du musst jetzt da durchkommen. Das ist schon, wenn du so über 38 Stunden so ein Rennen sehr eng verfolgst, das ist schon echt spannend. Krass. Und dann natürlich bei Anna war es auch die WM... Ich habe teilweise die ganze Zeit auf dem Live-Ticker geguckt und immer wieder aktualisiert, weil ich mir denke, jetzt kommt Fahrt über diese Matte. Ich will die Abstände wissen. War auch schon echt spannend. Ähm... Genau. Und ich muss sagen, ich habe einen Athleten, der hat sich echt einfach über die letzten eineinhalb Jahre, seitdem ich mit ihm zusammenarbeite, von der Leistung extrem entwickelt. Der hat angefangen mit 260 Watt Schwelle und ist jetzt bei knapp um die 400. Und der... Familienvater, zwei Kinder, anspruchsvollen, stressigen Job, klar hat Homeoffice, also das macht es natürlich auch, also hat hier und da Homeoffice, nicht immer, das macht es natürlich schon auch immer leichter, aber seit eineinhalb Jahren legt der Mann eine Disziplin an den Tag, wo ich echt den Hut vorziehen muss, wie man das in so einem vollen Alltag hinbekommt. Die Woche über trainiert er immer zwei Stunden, er geht immer zweimal die Woche ins Gym und am Wochenende fährt er immer seine fünf Stunden. Und er zieht das mit einer Konstanz durch, wo ich immer mir denke, zwei Kinder, Family, stressiger Job, definitiv mehr als nur 40 Stunden, wo ich mir denke, boah, stabil, Junge. Also, das ist echt geil.
Niclas: Und die Familie mag ihn auch noch?
Björn: Ja gut, das weiß ich jetzt nicht. Also... Das kommt die kritische Frage des älteren Trainers, der auch zwei Kinder hat. Damit habe ich ja nichts zu tun. Scheint ja zu funktionieren, zumindest bisher. Ich drücke ihm auf jeden Fall weiter die Daumen.
Niclas: Bald hat er noch mehr Zeit.
Björn: Bald hat er dann noch mehr Zeit. Nein, Spaß. Aber sowas zu sehen und da muss ich auch einfach sagen, unabhängig wie erfolgreich ein Athlet in Wettkämpfen ist, es macht finde ich immer extrem Spaß, wenn du merkst, die Person, mit der du da arbeitest, die hat richtig Bock. besser zu werden und fragt nach, hört sich an, was du zu sagen hast und setzt das dann auch um. Und manchmal ist ja auch das, was ich sage, Quatsch oder vielleicht nicht so passend für die Person, sagen wir es so. Und hinterfragt dann auch mal kritisch, ja, können wir hier mal noch vielleicht was ausprobieren? Ich habe damit vielleicht ein besseres Gefühl. Dann mache ich mir meine Gedanken darüber, ja, okay, könnte funktionieren. Gut, probieren wir mal aus. Das sind so Sachen, wo ich sage, da macht die Zusammenarbeit einfach so geil viel Spaß. Wenn so Leute so ein bisschen kritisch sind, aber trotzdem einfach mal ein gutes Zusammenarbeiten hat. Das finde ich ist wirklich, das ist Gold wert. Also gerne mehr so Athleten. Ja, definitiv.
Niclas: Es gibt auch einige Athleten, egal wie gut oder schlecht die sind, das bringt einfach Spaß mit denen zu arbeiten, mit denen zu reden. Das ist einfach echt.
Björn: Absolut. Und ich muss auch wirklich sagen, ich habe einen... Ich habe sehr angenehme Athleten insgesamt, würde ich sagen, und es macht extrem viel Spaß, da meinen Job machen zu dürfen.
Niclas: Ja, das hat sich bei mir auch über die Jahre so herauskristallisiert, was, glaube ich, auch daran liegt, dass Ich mache aktiv keine Werbung. Ich glaube, du auch nicht, ne? Nee.
Björn: Ich mache das auch gar nicht.
Niclas: Ich folge sehr dem Kafka-Schön-Prinzip. Du bist in meinem Windschatten mitgenommen worden. Deshalb suchen sich dann meistens immer auch sehr nette Menschen oder passende Menschen einen aus. Und das war natürlich früher anders. Da hat man natürlich auch Menschen gehabt, mit denen man nicht so gut klarkam. Das muss ich auch sagen. Ich glaube... Natürlich teilweise auch an mir, aber aktuell ist man so auf einer Wellenlänge unterwegs, klar.
Björn: Ja, ich glaube, das macht schon... Also der Podcast und die Zusammenarbeit mit dir ist natürlich die größte Werbung. Aber ich glaube auch, die Leute, die sich ja dann diesen Podcast hier anhören, die hören uns. Und wenn wir ihnen nicht sympathisch sind, dann hören die erstens schon gar nicht mehr zu. Und dann kommen die ja gar nicht auf uns zu, um mit uns zu arbeiten. Und ich glaube, dann ist das halt ein Punkt, wo ich sage, im Vergleich zu früher oder zu solchen Firmen, wo man als Trainer dann arbeiten kann... Da sehen die Leute quasi das Marketing, aber sie wählen ja nicht dich als Person. Und dann ist das halt schon immer eine andere Grundlage. Das macht, glaube ich, den großen Unterschied, weswegen ich da sehr froh drüber bin mittlerweile, diese Art zu arbeiten zu haben. So, jetzt nach 38 Minuten quasi nur Gelaber.
Niclas: Das war super.
Björn: Was ist, ja jetzt versuchen wir aber mal noch für die Zuhörer einen Mehrwert zu bringen. Aus dem Jahr, so was hast du, würdest du sagen, am meisten nochmal so trainingswissenschaftlich, Erholung, Umgang mit Athleten, was hast du nochmal gelernt, wo du sagst, das hat dich dieses Jahr nochmal nach vorne gebracht, das hat deine Sicht auf Training und den ganzen Kram nochmal so ein bisschen geändert vielleicht oder auch wie du nochmal Leute trainierst, was sind da so deine Haupterkenntnisse, wo du sagst, ja okay, das war nochmal geil, das bringt uns jetzt nochmal weiter.
Niclas: Viel hilft viel.
Björn: Das gab es aber schon mal, Björn. Das ist aber so. Viel hilft viel. Da muss ich dazu sagen, viel hilft viel, wenn man auch dasselbe Prinzip beim Essen auch umsetzt.
Niclas: Ja, genau. Viel essen, viel trainieren. Ganz einfach. Wenn der Motor läuft, muss halt was rein. Viel hilft viel mit viel Essen. Da funktioniert auch jedes Tempo bis Schwelle ran, würde ich sagen. Würde ich mal frech behaupten. Ja. Und auf Kleinigkeiten schauen. Das ist immer wieder am Ende des Tages klar. Man sagt immer hier, wir müssen auf die... Wieso trägst du eigentlich ein Ryzen-T-Shirt?
Björn: Jetzt habe ich meine Jacke aufgemacht, weil es mir zu warm ist. Ja, weil das so, keine Ahnung, ich habe mal ein paar Sachen von denen vor zwei Jahren bekommen und seitdem habe ich ein Ryzen-T-Shirt im Schrank. Und wenn ich einfach daheim bin, dann greife ich in den Schrank rein und ziehe das an, was in meiner Hand ist. Und es ist mir egal.
Niclas: Ist da auch noch ein Pool mit Gegenstromanlage bei dir im Keller oder wie? Leider nicht.
Björn: Kommt vielleicht noch. Kommt. Kommt drauf an, wie viele Athleten ich in der Zukunft betreue.
Niclas: Ich sag mal, in diesem Bereich gibt es ja bessere Podcasts.
Björn: Ja, wir machen hier draus relativ wenig Geld, das ist aber okay.
Niclas: Lass uns doch jetzt mal Triathlon-Podcast machen.
Björn: Nein, stopp. Wobei man von denen viel lernen kann.
Niclas: Absolut, ich finde die sind echt gute Podcasts, kann man definitiv mal so sagen. Aber genau, um mal wieder zurückzukommen. Ähm, Ja, auf Details achten. Super, super spannend. Zur richtigen Zeit die auf das Rennen zugeschnittenen Aspekte benutzen, die halt interessant sind. Ich schaue mir unglaublich gerne die Body Battery bei uns an, auf der Faster U, weil die halt echt geil funktioniert. Und Es ist wie immer im Training und bei allen anderen Sachen auch, bei der Entwicklung der Menschheit, ist es nicht so, dass es so Quantensprünge gibt, sondern dass sich das so... Aber das muss sich so erstmal so langsam einrieseln. Ja, das ist ja meistens so, dann schwingt das eine Pendel irgendwo hin. Super, das müssen wir jetzt alle machen. Ich sage nur polarisiertes Training, wo alle gesagt haben, alles andere funktioniert nicht. Und jetzt sehen wir auf einmal, warte mal, man kann ja auch irgendwie Norwegian Method machen und dann finden wir halt die ganze Zeit andere Sachen. Interessanterweise aus einem Land, zwei sehr konträr, scheinbar konträr. Ja eben, weil eigentlich der Begründer von Polarize war doch Seiler. Ja, genau. Ja. Genau. Der aber in Norwegen ist, ne? Ja, genau. Das meine ich, ja. Genau. Und ja, also es ist... Das Spannende an den ganzen Sachen ist, dass wir immer, immer tiefer gehen und dass sich das so langsam so wegraspelt alles. Zumindest habe ich immer so das Gefühl. Und dass sich da dann so der Kern rauskristallisiert. Und das ist eigentlich so trainingstechnisch, wie ihr gerade merkt, nicht so die Riesenerkenntnisse. Aber an Schwächen arbeiten und nicht nur, nicht nur, also ich finde es immer ganz lustig, wenn es gibt immer so zwei Lager. Sich auf Kleinigkeiten fokussieren und das große Ganze vergessen. So was wie mir fehlen Kilometer. Klar, um die Kilometer komme ich nicht herum. Auf der anderen Seite sehe ich es manchmal so, wenn ich irgendwas erkenne, Keine Ahnung. Jemand atmet komisch oder jemand sitzt komisch auf dem Rad, wie auch immer. Und wenn ich daran nicht arbeite, wird sich das irgendwann manifestieren und zu einem Problem werden. Vor allem dann, wenn ich mehr Kilometer mache. Deshalb zu sagen, ich arbeite an diesen schwächen Problemchen, auch wenn sie noch keine Probleme sind, schon mal richtig, damit die auch nicht zu großen Problemen werden. Ich finde, das wird oft übersehen und kann auch bei... Es wird einfach gerne übersehen, weil es einfach aufwendig ist. Es ist einfach ein großer Aufwand, solche Sachen zu erkennen. Da braucht es viel Erfahrung, da braucht es viel Know-how, was Daten angeht, Verläufe und das dann erkennen und auch zu wissen, was zu tun ist. Das ist immer wieder etwas, wo ich sehe, da holt man immer noch, Einiges raus bei Athleten, wo man manchmal sagt, krass, wo kommt das jetzt her? Ja, weil wir das und das geändert haben. Diese Aha-Momente habe ich oft oder öfters mit Athleten und das dauert manchmal Jahre, bis man dann erkennt, oh, warte mal, der hat ja das und das und wir haben dieses Muster, lass doch mal da und da dran arbeiten. Das ist eigentlich das, was am meisten Spaß bringt, finde ich. zu erkennen, wo sind Potenziale und wie kann ich aus scheinbar kleinen Dingen, Butterfly-Effekt, maximal viel rausholen. Ja. Also, wenn ich... Tut mir leid jetzt, jetzt breche ich, gehe ich wieder rein, aber ihr seht, keine Erkenntnis. Alles nur ein bisschen mehr.
Björn: Würde ich, glaube ich, gar nicht so sagen, weil eins, was du gesagt hast, viel hilft viel. Ich glaube... Das ist wirklich der Hauptpunkt, warum es im Radsport gerade zumindest auf der Leistungsseite, wenn man sich die Leistungen der letzten Jahre anguckt und vor allem auch durch die Bank weg anguckt. Also es werden ja gefühlt alle einfach nur noch besser. Jetzt ganz blöd und provokant gesagt, 6 Watt pro Kilogramm Schwelle zu erreichen, schafft ja fast jeder Profisportler. Vor ein paar Jahren, also wahrscheinlich jeder, der bei der Tour am Start steht, hat 6 Watt pro Kilogramm Schwelle. Nein, haben die nicht, aber die sind schon alle ziemlich fit. Ja, aber worauf ich hinaus will, es ist, ich sag mal, es werden viel mehr Leute viel besser als früher. Und ich glaube wirklich, dass viel hilft viel. Und vor allem, da muss man noch dazu sagen, nicht nur in Bezug auf Training. Früher hat man quasi einfach nur trainiert und Wasser getrunken. So, da sind dann halt... Ein kleiner Prozentsatz ist durchgekommen, weil ihr Körper das verkraftet hat. Wenn du jetzt heute aber hingehst und dieses viele Training, sagen wir mal 25 Stunden jede Woche, wenn du dieses Training dann jetzt anfängst auch noch ordentlich zu verpflegen, also dir jeden Tag 7000 Kalorien reinschiebst und auch auf dem Rad die ganze Zeit 80 Gramm pro Stunde plus, eher sogar teilweise 100 Gramm pro Stunde oder 100 Gramm pro Stunde plus isst, dann hast du halt... eine viel größere Menge an Menschen, die das verkraften und vor allem ordentlich verpflegt sind und eine viel bessere Anpassung. Und ich glaube, das ist etwas, was die Leute noch so maßlos unterschätzen, die nicht im Profisport drin sind, welche Mengen man als Profisportler essen muss. Wir waren jetzt wieder, also habe ich ja vorhin schon gesagt, in Girona und da waren dann nochmal Sportler dabei, mit denen ich so vor Ort quasi noch nicht gearbeitet habe, so noch nie ihren Tagesablauf mal gesehen habe. So, was essen die Jungs denn? Und nach kurzer Zeit war das Hauptding, du holst dir jetzt mal Hexes und jetzt trackst du mal einen Tag, was du denn wirklich isst. Und dann setzt dieser Athlet im Training, sagen wir mal 4000 Kilojoule um, kann man sagen, hat noch einen Grundumsatz von 2,2. Das heißt, der muss am Tag 6200 Kalorien essen. Ja, dann trackt der mal und dann isst der 4 Kilojoule. So, ja, das sind halt 2200 zu wenig. Und wenn du jeden Tag 2200 zu wenig isst, dann muss man sich nicht wundern, warum die Leistung nicht hochgeht. Und dann muss man sich nicht wundern, warum das Gewicht vielleicht nicht hochgeht, warum Schraube X, Schraube Y nicht funktioniert, warum der Schlaf schlecht ist, warum man öfter krank ist, whatever. Jetzt mal völlig unabhängig von der Person. Aber es ist einfach ein Punkt... Und das unterschätzen auch viele Leute, wie viel Energie man da durchsetzt, wie viel man auf dem Rad essen muss. Im Optimalfall sieht man dann auch, wenn ich nur Kohlenhydrate auf dem Rad esse, dann gehe ich ja trotzdem mit unfassbar, dann habe ich vielleicht meine 80 Gramm pro Stunde, gehe aber trotzdem mit einem unfassbaren Defizit vom Rad. Also esse ich vielleicht auf dem Rad mal doch noch einen Cliff Bar, der mir auch noch ein paar Proteine, ein bisschen Fett und sogar ein bisschen Energie liefert, habe dann danach ein bisschen weniger Hungergefühl, weil im Magen-Darm-System auch ein paar Ballaststoffe sind. Jetzt unabhängig, ob du das auf dem Rad brauchst. Nein, du brauchst es nicht auf dem Rad, um jetzt leistungsfähig zu sein, aber es hilft dir vielleicht über den Tag gesehen, dein Energiedefizit geringer zu halten und danach nicht so einen großen Hunger zu haben. Und ich glaube, manche Sportler unterschätzen das immer noch maßlos, wie viel man essen muss. Und das fängt an, sobald du eigentlich... 15 Stunden die Woche im Schnitt trainierst, sag ich, schaut euch mal an, wenn ihr samstags 5 Stunden fahrt, sonntags 5 Stunden fahrt, mit welchem großen Energiedefizit ihr da rausgeht. Das ist super easy zu tracken mit zum Beispiel MyFitnessPaul, ganz einfach gemacht und guckt mal, wie viel ihr wirklich essen müsst, weil Das ist der Gamechanger, warum das in den letzten Jahren vorwärts geht. Warum die Jungs jede Woche 25 Stunden hacken können und nicht müde werden, weil sie auf dem Rad 100 Gramm die Stunde essen und weil sie danach sich eine Packung Nudeln jeden Tag reinziehen. Also wir müssen keine Nudeln, kann auch heiß sein. Aber ich glaube, das ist wirklich viel hilft viel. Stimmt, du musst es nur essen können. Und wenn du es nicht essen kannst, dann trainiere auch nicht so viel, weil du wirst keine Effekte davon haben. Du machst dich eher kaputt, du bist krank, es ist nicht nachhaltig. Immer das raussuchen, was für den Sportler, für die Balance quasi umsetzbar ist und dann wirst du auch damit Erfolg haben.
Niclas: Ich hatte eine sehr interessante Sache gesehen, ein Video auf Instagram. Zwar Ernährungsberaterin, Berater, wurde eben gefragt, ja, wie viel, was ist so, was ist so das Krasseste, was du hier erlebt hast? Ja, hier, Worldtour-Profi, Tour de France-Fahrer, 13.000 Kalorien am Tag. Hab ich gesagt, what? Okay, das ist jetzt aber mal ein bisschen too much. Hast du mal so durchgerechnet. Das hieße dann, der wäre so, rechnen wir mal 5 Stunden Fahrzeit, wäre da halt 550 Watt im Schnitt gefahren. Wo ich sage... Das ist dann doch ein bisschen viel gewesen, da hat sie doch mal, oder die Person dann doch mal sehr die Trickkiste gegriffen, um mal irgendeine Zahl aus irgendwie sich zu überlegen. Natürlich totaler Humbug.
Björn: Das sind Energieumsätze, die haben eigentlich, wenn du ein Ultra-Cyclist oder jetzt zum Beispiel... Noch nicht mal die. Ja, aber ich hatte jetzt einen Athleten, der heißt tatsächlich gestern, ist die 500 Kilometer von der Rafa Festiv am Stück gefahren. bei 238 Watt im Schnitt, der hatte diesen Energieumsatz an dem Tag. Also der setzt diese Energie mal durch. Aber das kannst du halt auch nicht mehr essen. Nein, natürlich nicht. Ich würde behaupten, nachhaltig nachhaltig, ich würde zum Beispiel 6.000 im Schnitt. Das ist gut machbar. Das ist okay. Alles über 6.000, da kann ich jetzt aus vier Wochen Erfahrung sagen, dann sitzt du abends um 21 Uhr noch am Tisch und guckst noch auf Hexes und denkst dir, scheiße, ich brauche noch 500. Das ist abends dann immer, war der Tanz um den Kühlschrank, weil jeder nochmal in den Kühlschrank geguckt hat, was esse ich denn jetzt noch, um noch 500 Kalorien reinzukriegen? Sau geil. Ja.
Niclas: Ja, das ist es. Also ich meine, irgendwo bei 5.000, 6.000 ist halt so langsam Ende. Was die Ernährung, was Verdauung und sowas angeht, da wird es dann halt schon sehr, sehr dünn. Ich schaue gerade mal. Hier, Race Across Italy. 10.000 plus 16.000 Kilojoule.
Björn: Ja.
Niclas: Das ist schon stabil.
Björn: In 24 Stunden dann.
Niclas: In 26 Stunden.
Björn: Also das sind so die Energieumsätze, wo ich sage, ja okay, das ist machbar.
Niclas: Hat aber nur 20.000 Kilojoule durchgesetzt in der Woche. Das ist eine stabile Trainingswoche, würde ich sagen.
Björn: Ja, 20.000 in der Woche ist vollkommen human. Das ist noch nachweisbar. Ja, aber ich glaube, das ist wirklich ein Riesending. Und was ich auf jeden Fall vor diesem Jahr noch nicht so auf dem Schirm hatte, was diese Studie so ein bisschen bewirkt hat, die du mir geschickt hast, ist, noch gezielter mit Trittfrequenzen zu arbeiten, um da einfach noch mal teilweise durch Drehmoment einen besseren Reiz zu generieren, gerade für Offroad-Sportler vielleicht einen gezielteren Reiz, weil wir halt auch mal 25% Rampen kurz hochtreten müssen, wo du halt nur eine 50 fährst, so 50%. wenn du das noch nie gemacht hast. Könnte unangenehm werden. Und ich glaube, das ist was, was in den nächsten Jahren... Ich glaube einfach, das ist so ein kleines Detail. Das darf man nicht überschätzen. Also Trittfrequenz-Training wird dich jetzt nicht aus einem mittelmäßigen Radfahrer zum Weltklasse-Radfahrer machen. Wird nicht passieren. Aber es ist vielleicht ein, zwei Prozent, die du im gezielten Wettkampf dadurch noch mal rausholen kannst, weil du es vorher mal trainiert hast. Ja.
Niclas: Ich widerspreche dir da sogar ein bisschen. Nämlich, ich glaube, dass man mit Trittfrequenzen total krass viel bewirken kann im Sinne von, mache ich dich zum Diesel oder mache ich dich deutlich explosiver, was die Rekrutierung von Fasern angeht. Das ist nämlich eine ganz andere Nummer. Wenn ich jetzt jemandem sage, der die ganze Zeit eigentlich so mit 80 durch die Gegend fährt, und ich den jetzt zwinge, eine 95er in so einer Grundlage zu fahren, dann werde ich eine echt krasse Anpassung haben. Und das habe ich mit vielen Sportlern schon über viele Jahre gemacht. Darüber hatten wir doch auch nicht schon mal gesprochen. Ich weiß, Simon Schneller
Björn: Genau, das Beispiel habe ich im Kopf.
Niclas: Genau, als er in den USA den World Cup gewonnen hat, haben wir genau dieses Spiel getrieben. Eher lieber den dickeren Gang getreten und dann halt die ganze Zeit auf hohe Frequenz. Und vor allen Dingen da, wo wir schon einen relativ hohen glykolytischen Fluss haben, sprich so Sweet Spot und so weiter, da haben wir dann mit einer 95er rumgespult und das hat halt den Megaschub gegeben. Hat übrigens aufgehört.
Björn: Ich weiß, habe ich auch schon gehört. Das muss man mal so erwähnen. Simon ist gefühlt schon immer Profi, weil der kommt ja aus dieser Bulls-Schule und war auch quasi damit seit U-Klassen immer schon im Bullstrikot unterwegs und sehr früh wirklich Profi. Aber Simon ist gar nicht so alt, oder? Simon ist mein Alter rum.
Niclas: Ja, weiß ich gar nicht. Aber es ist natürlich immer schade, wenn man so gute Sportler gehen sieht. Vor allem vergleichsweise jung für einen Ausdauersportler. Ja, Puls macht dicht. Aber auch absolut verständlich, ja. Coole Karriere. EM-Dritter, glaube ich, von 2024.
Björn: Du hast ihn trainiert, das weiß ich nicht genau.
Niclas: Dann natürlich Weltcup-Sieg, war auch schon ziemlich lässig. Von daher immer solide Etappensiege, Cape Epic und, und, und. Also schon immer echt ein Brett gewesen.
Björn: Einfach immer ein deutscher Topfahrer gewesen.
Niclas: Immer super. Also wirklich mit einem weinenden Auge sehe ich ihn davon gehen. Aber absolut verständlich, sehr sympathisch. Megasportler mit zusammenzuarbeiten. Der Traum meines Coaches. Wenig Fragen, einfach machen. Das war es schon immer. Ja, definitiv. Von daher. Okay. Der wird höchstwahrscheinlich genauso professionell, wie er den Radsport betrieben hat, auch das, was er jetzt macht, machen. Wir haben eine Firma zu Hause.
Björn: Genau, jetzt wollte ich gerade sagen, der übernimmt die Firma der Familie. Ja.
Niclas: Ja, oder ich glaube mit seinem Bruder zusammen. Und ja, hatten glaube ich einen Bruder. Also wenn ich mich da jetzt nicht voll in die Nässe setze. Also das weiß ich nicht. Ja, irgendwie habe ich das so in Erinnerung. Und von daher kann sich jeder Kunde, der mit ihm zusammenarbeitet, darüber freuen, dass dieser Mensch sehr akkurat ist. Ja, echt zu seinem Wort steht. Cooler Typ. Ja, kann man einfach so sagen.
Björn: Gut. So, Björn, dein persönliches Highlight, also so persönlicher Erfolg, Privatleben, gibt es da irgendwas, wo du sagst, boah, das ist es? Also abseits des Sports? Ja, genau, abseits des Sports. Was war 25 dein Highlight?
Niclas: Oh, kann ich noch nicht drüber reden. Haha, ja, rede ich nochmal in Ruhe drüber. Nee, aber sonst, ich habe mir zwei Katzen gekauft. Ja, das habe ich schon gesehen. Die sind cool. Ja, ich habe zwei Katzen. Juri und Natsumi heißen sie. Jetzt können wir über Katzen reden. Das ist sehr lustig.
Björn: Habe ich wirklich gar keine Ahnung von, weil wir immer Hunde haben.
Niclas: Ja, ich bin da auch ein bisschen mit Hund aufgewachsen. Wir hatten schon mal ganz, ganz früher eine Katze hier. Die ist leider irgendwann gestorben. Und dann, ja, dann hieß es so, ja, meine Frau wollte dann immer wieder ein Haustier haben. Ich habe gesagt, haben wir auch Hund oder Katze, Hund oder Katze. Und dann... haben wir uns für eine Katze oder für Katzen entschieden. Zwei Katzen. Ragdolls kann jetzt jeder googeln. Die sind total cool. Die sind eigentlich keine richtigen, also doch, natürlich sind das richtige Katzen, aber die sind so vom Wesen her die Superchiller. Die sind eigentlich so ein bisschen, die laufen ja auch die ganze Zeit hinterher, sind so ein bisschen auch wie Hunde. Kann man auch an der Leine mitgehen. Also wirklich, das ist total geil. Und die sind halt wie so ein Flauschteppich. Die sind halt wie so ein niemals verfilzender Flauschteppich. Die haaren nicht. Mega. Und sind vom Wesen her sehr entspannte Tiere. Was ich auch cool finde, auch für meine Söhne, die sind halt, es gibt ja auch schöne Studien dazu, dass Katzen das Stresslevel, oder grundsätzlich Tiere, aber ich glaube vor allem Katzen, irgendwie in 30 Sekunden um so und so viel Prozent senken. Also wenn man was... Wenn man so ein Hochblutdruck-Typ ist, wie ich es nicht bin, aber ich glaube so grundsätzlich Menschen, die so auf der Performance-Linie unterwegs sind, so im ganzen Leben und ihre Familie dann auch noch damit terrorisieren. Katzen sind die Antwort. Alle werden ruhiger. Ja, also ich würde sagen, das ist so mein Highlight. Und dann noch, dass ich mein... ältesten Freund nach über 20 Jahren besucht habe in Portugal und wir da eine sehr coole Zeit hatten. Okay. In seinem Off-Grid-Leben in Portugal auf so einem Bauernhof und alles sehr wild. Ne, nicht wild, aber sehr cool einfach. Genau. Okay. Ja. Ich will somit nicht mehr über Katzen reden. Ich finde Katzen total cool. Ich habe halt keine Ahnung von Katzen. Das Tolle an Katzen ist, die sind so ein bisschen wie Kartoffeln. Die steckst du in die Erde und die wachsen von allein. Die sind extrem unabhängig. Die lassen sich auch nicht irgendwie dressieren. Das ist ja auch das Spannende an Katzen. Katzen sind insofern spannend, dass sie...
Björn: Die machen doch immer, was sie wollen.
Niclas: Die machen erstens A, was sie wollen. Ein bisschen kann man sie dressieren, aber das ist schon echt schwierig. Also Klickertraining und so weiter. Wenn man es überhaupt will. Aber Katzen sind sehr, sehr eigenständig. Die haben sich den Menschen nur angeschlossen. Die kommen ja irgendwie aus der Wüste, also Ägypten und so weiter. Und die Menschen haben halt gemerkt, hey, das sind total tipptopp Tiere. Die fressen nämlich unser Ungeziefer weg. Und die Katzen haben sich denen halt so angeschlossen. ohne dass sie großartig domestiziert worden sind. Also es ist nicht irgendwie dressiert, sondern einfach, die leben halt mit, wie so ein Putzerfisch. Und sind halt total nett. Nächster Aspekt ist, Katzen kommunizieren ja gar nicht so großartig untereinander, so Miau, Miau und Pipapo. Das machen sie nur mit Menschen. Und zwar in einer Tonlage, die Menschen halt an Babykreischen oder Geschrei erinnert. Deshalb springen wir auch total auf die Viecher an. Wenn die nämlich so ein bisschen... und die sehen so wahnsinnig putzig und lieb aus, dann will man denen natürlich was zu essen geben. Sind natürlich Raubtiere. Die besorgen sich ihr Essen? Genau, wenn du krepierst und im Haus liegst, dann werden die höchstwahrscheinlich erstmal anfangen, deine Weichteile aufzuessen, deine Haukepfe und so weiter. Hunde machen das eher ein bisschen seltener. Aber Katzen mögen einen trotzdem.
Björn: Auch wenn sie dich essen.
Niclas: Überleben. Genau. Okay. Von daher Katzen. Katzenbahns für dich dieses Jahr. Und ich musste die auch erstmal besuchen und das war so super. Ich musste da hinfahren und diese ersten richtigen Research, ich habe da richtig eine Arbeit draus gemacht. Ich liebe ja sowas, mich in sowas so ein bisschen rein zu nerden und da musst du erstmal Züchter und dies und das finden. Das ist gar nicht so einfach, ein Gutes zu finden. Hab da eine mega Züchterin, sehr, sehr nett. Hat mich so ein bisschen erinnert an die Schwestern von Marge Simpson, die immer ganz viel geraucht haben und so eine Stimme. Wohnte dann auch ganz zufällig in der Nähe meiner Mutter Und das hat sich natürlich ergeben. Dann bin ich da zweimal hingefahren, auch mit der Family. Und dann hat sie halt diese unfassbar süßen Tiere. Und ja, dann hat man halt da ganz viel Geld reingesteckt und hat jetzt drei Kratzbäume im Haus und so eine automatische Katzentoilette. Mega geil. Ich liebe das ja. Kennst du diese automatischen Katzentoiletten? Nein, ich habe... Keine Ahnung. Das ist so eine Trommel, da ist Katzenstreu drin, geht die Katze drauf und dann dreht die sich und dann fällt es in so einen Abfallbehälter. Ich kriege dann auch immer auf meiner App, sehe ich dann, welche Katze war auf Toilette.
Björn: Doch, doch, doch. Deine Katzentoilette hat eine App und die hast du auf deinem Handy. Oh mein Gott.
Niclas: Ich sehe, egal wo ich bin auf der Welt, sehe ich, wann meine Katze und welche Katze auf Toilette geht und wie schwer vor allem meine Katzen werden.
Björn: Das ist verrückt. Das ist wirklich verrückt.
Niclas: Die sind nicht mal teuer, die kosten irgendwie 300 Euro oder so. Kannst auch einen Schuhkarton hinstellen mit Katzenstreu, kostet halt 5 Euro. Aber es riecht halt nicht. Zero Gestank. Mega cool. Und guck mal, jetzt ruft Jörg Hartmann an. Den drücke ich jetzt nochmal weg. Und genau, dann sehe ich halt auf der App, wann die Katze was gemacht hat. Super schlanke Sache von daher.
Björn: Okay. Sehr spannend.
Niclas: So Niklas, jetzt wird es schwierig, das zu toppen. Dein persönliches Highlight.
Björn: Kann ich nicht toppen. Aber mein persönliches Highlight war einmal die Verlobung mit meiner Freundin und dann... Hä? Wie, was? Ja. Das hast du gar nicht erzählt. Nee. Das habe ich sehr, sehr wenigen Leuten erzählt.
Niclas: Also eigentlich müsste ich jetzt diesen Podcast beenden. Scheiße, das bist denn du. Ja, sei es. Mein Bein wurde abortiert, habe ich auch bei mir immer erzählt. Ja, im...
Björn: Oh, frag mich nicht wann. Doch, März. März war das, genau. Und dann halt das Haus, was wir gekauft haben.
Niclas: Was man so macht, wenn man Mitte 20 ist.
Björn: Ich bin ja jetzt 29, ich bin jetzt Ende 20. Das geht ja aber nur, muss ich ja auch ganz ehrlich, da habe ich auch gar kein Problem drüber zu reden, das geht nur aus einem sehr glücklichen familiären Umstand und weil... wir per Zufall, also wir haben nach einem Haus gesucht, weil wir quasi einen sehr guten familiären Umstand hatten, wo quasi wir nicht einen klassischen Kredit bei der Bank gebraucht haben. Das ist schon mal immer eine gute Sache. Und dann muss man auch sagen, im Saarland sind quasi, sag ich mal, die Hauspreise noch bezahlbar. Nicht München. Genau, nicht München. Und ein Teil, also das Haus ist etwas größer, aber ein Drittel davon, da wohnt meine Mutter drin, die hat das quasi gekauft, oder die wohnt da auch drin, weil das halt eine ebenerdige kleine Wohnung ist, mehr braucht sie nicht mehr, die ist quasi für das Alter sehr passend. Genau, deswegen, da sind sehr viele Sachen irgendwie glücklich zusammengelaufen, würde ich sagen. Sonst hätte ich mir das in meinem Alter natürlich nicht leisten können.
Niclas: Zur Hochzeit bin ich aber eingeladen, oder?
Björn: Genau, wirst du auf jeden Fall. Ich bin gespannt. Ich hoffe, du hast dann auch Zeit.
Niclas: Das kann ich dir noch nicht versprechen.
Björn: Ja, das weiß ich, alles gut. Aber bist du auf jeden Fall. Aber da gibt es auch noch nicht so richtig die Pläne. Also wir wissen, wann wir standesamtlich heiraten werden, aber das wird dann quasi nur im ganz Kleinen und wann dann die normale Hochzeit ist oder die große Hochzeit, wo alle eingeladen sind.
Niclas: Niklas, das ist ja total krass. Du machst ja jetzt ja voll Nägel mit Köpfen. Ja, klar. Na gut, okay. Wann habe ich denn geheiratet? Oh, Björn. Er ist vorsichtig. Nee, ich will wissen, wie alt ich war. Wann ich geheiratet habe, das weiß ich natürlich. Das heißt, ähm, 14? Ja, ich war schon über 30, ja. Aber knapp über 30. Na, guck mal, ich werde dann jetzt mit 29 heiraten. Ja, meine Frau war 29. Aha! Also sehr nah, sehr zeitnah. Ja, nächstes Jahr. Ja, ja. Wann hast du Geburtstag? 28.11. hatte ich. Ah, guck mal, ich habe vergessen, dir zu gratulieren.
Björn: Das ist nicht schlimm. Ich feiere meinen Geburtstag nicht und meinen Geburtstag kennen auch nur sehr wenige. Jetzt kennt ihn aber jeder. Sorry. Ihr müsst mir aber, also bitte nicht gratulieren. Ich mache da nichts. Ich war an dem Tag einfach lange Radfahren und bin fertig. So, Björn. Ziele 26.
Niclas: Was hast du vor? Ja, ja, weißt du doch. Attersee gewinnen. Attersee gewinnen wir. Marathon laufen. Ja, welche Zeit? Unter vier Stunden auf alle Fälle. Okay. Also das ist so ein Ziel, das ist auch machbar, wenn die Knochen halten. Also ich bin schon mal eingelaufen in knapp unter vier Stunden, da habe ich mich sechs Wochen drauf vorbereitet. Aber da war ich ja noch fitter. Okay. Und sonst meine neue Küche einbauen lassen. Nachdem der Wasserschaden behoben wurde von meinen Nachbarn. Große Freude. Okay, wann soll die Küche kommen? Die sollte schon im August eigentlich kommen. Ah, cool.
Björn: Aber ihr seid jetzt nicht seit August irgendwie mit so einer provisorischen Küche am Arbeiten.
Niclas: Doch, eigentlich seit August bin ich in so einer Campingküche unterwegs. Großer Spaß. Oh, das hört sich doch richtig toll an. Das macht doch richtig Spaß. Das macht mich richtig Laune. Achtung, jetzt eine kleine Erkenntnis. Ich habe ja dieses wunderschöne alte Haus. Toll. Und das ist so ein altes Bauern-Dingster-Boomster. Und da dran ist so ein Teil dran. Und das gehört meinen Nachbarn. Und zumindest ist es so, ich baue so die Küche ab, sitze, sehe ich die Arbeitsplatte und so weiter und dann so, oh, da ist ja irgendwie der Putz komisch. Hm, Wasser. Und ich so, oh, fuck. Und dann habe ich erstmal überall geschaut und wo kann das herkommen. Auf dem Dach gewesen, weil da auch der Kamin lang läuft und alles gecheckt. irgendwie nichts gefunden, dann nochmal weitergesucht, okay, who knows, so ein Entlüfter, so ein Riesengerät hingestellt vom Freund von mir, der so Gas, Heizung und Pipapo und Wasser und Sanitär Chef ist. Und dann passierte dabei nicht so richtig viel nach ein paar Wochen. Okay, das ist jetzt aber auch schon mal seltsam. Da haben wir natürlich irgendwie Leitung untersucht, Versicherung. Und ich hatte schon mal meine Nachbarn gefragt, habt ihr irgendwas? Nö, nö, nö. Und dann bin ich trotzdem noch mal rübergegangen und dann stellte sich fest, das kommt von meinen Nachbarn. Das war extrem uncool, weil sich das halt so lange hingezogen hat. Dann kam aber Versicherung und und und, dann haben sie hier neue Trocknungsgeräte reingestellt, dann haben wir aber schon Ende Oktober, das hat sich irre lang gezogen. Und das Problem ist an so einem Schornstein oder Kamin-Zeugs, das ist halt so ein Stein und das Haus ist halt echt alt, der saugt sich wie so ein Schwamm voll und das kriegst du halt auch nicht so richtig raus. Und nur so ein Trocknungsgerät bringt halt auch gar nichts. Und, äh, bis, äh, vor kurzem standen halt nur so ein paar Trocknungsgeräte hier. Also der Boden und so weiter ist auch alles, das ist jetzt auch alles gut, ja. Ist halt auch so unter die Fußbodenheizung gelaufen. Oh, nee. Ja, ja, so richtig Vollgas. Drei Räume betroffen. Großartig. Ähm, und, ähm, Dann haben sie jetzt so eine Wärme-Infrarotscheibe-Platte dahingestellt und jetzt auf einmal rockt das voll, wird halt auch dieses letzte Stück. Und da, wo auch die, weißt du, alle Räume sind schon lange trocken, das ging auch flott, aber nur dieses Stück Kamin, das da, wo auch genau die Küche hin muss, ja, das sieht jetzt ganz gut aus. Da ist auch kaum noch Wasser in diesem Gerät dann drin.
Björn: Und dann...
Niclas: Ich meine, das Ding habe ich halt schon bezahlt. Unsere Küche ist halt schon echt teuer. Und da denkst du so, oh, fuck off. Jetzt habe ich dir so viel Geld reingesteckt und die Küche ist immer noch nicht drin. Aber jetzt werden die Geräte abgebaut, wenn es denn so kommen sollte. Aber es sieht jetzt schon mal sehr, sehr gut aus. Und dann werde ich Mitte... Januar eine neue Küche haben. Und ich bin nicht da, was total toll ist, weil da muss ich diesen Einbaustress und Krach nicht mithaben, weil ich bin auf Malle.
Björn: Das ist doch aber grundsätzlich erstmal gut. Ja, genau. Dann kommst du zurück und dann hast du eine neue Küche.
Niclas: Das ist doch geil. Genau. Das sind zwei 26 Highlights. Und dann natürlich immer noch schlauer und besser werden und ein super Familienvater, der beste Ehepartner der Welt, toller Sohn sein, toller Bruder sein. So das, was man einmal bewacht, ne? Und natürlich allen danken, die mir geholfen haben auf meinem Weg und wie auch immer. Grundsätzlich, Björn ist einfach ein guter Mensch. Einfach so weitermachen, wie schon immer.
Björn: Okay, okay. Niklas, jetzt. Also heiraten? Genau. Ja, also, werde ich machen. Ist jetzt aber, finde ich, kein Ziel, oder?
Niclas: Doch, bei uns war das eine richtige Mission.
Björn: Okay, dann wird das auf jeden Fall eine richtige Mission. Dann will ich auf jeden Fall... Ich würde gerne in einem UCI-Rennen mal ein Podium knacken oder vielleicht sogar gewinnen, ein UCI-Rennen. Ist mir vollkommen egal, welche Kategorie und theoretisch auch egal, auf welchem Fahrrad. Gehst du irgendwo nach Sarajevo, Slowenien? Naja, also... Jetzt ohne am anderen Ende der Welt sein zu müssen. Also schon mit einer gewissen, immerhin einer gewissen Konkurrenz jetzt. Also ich habe da auch keine Illusionen. Ich weiß, wenn da, ich sage jetzt mal, echte Profis am Start stehen, dann werden die mich zerlegen, das weiß ich. Aber ich glaube, wenn das Gelände passt, kann ich auf jeden Fall schon schnell fahren und dann kann das vielleicht klappen.
Niclas: Vielleicht gibt es ein Rennen auf den Fair-Ear-Inseln.
Björn: Björn, jetzt bist du aber gemein. Nein, natürlich nicht. Ich denke jetzt an so... Aber ich denke jetzt an so... an halt schnelle Kurse. Genau. Zum Beispiel, ja. Wobei, wenn es blöd läuft, kann ich Willingen gar nicht fahren, weil es da eine Terminüberschneidung gibt, wo ich vielleicht für Bike-Discount ein Rennen fahren muss, also es ist alles noch nicht fix. Aber wenn es blöd läuft, kann ich Willingen gar nicht starten.
Niclas: Was ist das denn für ein Bike-Discount-Rennen? Das ist kein... Kein UCI-Rennen?
Björn: Nee, das wäre kein UC-Rennen. Das wäre auch was sehr großes, prestigeträchtiges im Gravel-Sport. Also Unbound. Die wollen vielleicht, dass ich Unbound fahre.
Niclas: Aber Unbound-Gewinn ist eigentlich wichtiger als so ein popeliges Willing.
Björn: Ja, aber ich bin da ja auch schon realistisch. Also grundsätzlich von der Strecke her wird mir Anborn wahrscheinlich auch liegen, aber ich bin noch nie sowas langes gefahren. Ich werde auch zum Beispiel, das ist auf jeden Fall auch ein Ziel, ich werde das Tracker, dieses Jahr war es Tracker 360, nächstes Jahr ist die Strecke wohl nur 335 Kilometer lang. Das werde ich fahren, das wird mein erstes längeres Ultra-Rennen.
Niclas: Das ist ja schon relativ früh im Jahr immer.
Björn: Ja, Mai. Das ist jetzt auf jeden Fall mein erstes Highlight, wo ich draufhin trainiere, wo ich auf jeden Fall echt Respekt vor habe. Weil irgendwie 11,5 Stunden ist so die Siegerzeit.
Niclas: Ja, aber da musst du ja gar keinen Stress machen. Also es ist so, das ist ja nicht so, dass du da jetzt irgendwie 11,5 Stunden 400 Watt fährst. Das ist halt am Ende des Tages, ich sag mal so, du fährst halt 5 Stunden Rennen und den Rest der Zeit musst du dir halt die ganze Zeit sagen, ja.
Björn: Ich will das hier wirklich, ich mach das.
Niclas: Ja, genau. Du kannst dir irgendwie positive Affirmationen ins Hirn sagen oder negative Affirmationen. Ich gehöre dann eher zu den Negativen. Ich setze mich jetzt mal hin, hasse mich und fahre jetzt.
Björn: Hilft dir das? Weil ich bin ganz klar, ich muss mir dann währenddessen sagen, okay, ich kann das, du ziehst jetzt weiter durch hier, komm, gib Gas, Junge. Auch wenn es weh tut, du musst jetzt hier weiter einfach treten.
Niclas: Ja. Es gibt ein Buch von irgendeinem, ich glaube, es war ein NBA-Trainer, das hieß The Power of Negative Thinking. Und ich gehöre definitiv eher zu den Menschen, die übers Negative kommen. Das ist nicht super, das weiß ich. Aber ich komme aus einer Verteidigungs- und schlechte Launehaltung kann ich bessere Sachen machen, als wenn ich da so positiv in den Tag starten und alles ist super und ich habe mein Bett schon gemacht und jetzt läuft der Tag. Ich bin eher so, ja, ich trainiere auch, habe auch immer gerne bei schlechtem Wetter trainiert, weil ich dann wusste, dass weniger Leute trainieren.
Björn: Geil, ja. Aber den Ansatz kann ich wiederum verstehen. Also den setze ich mir auch in den Kopf, wenn ich so weiß, okay...
Niclas: Schlechtes Wetter bei Rennen, super, habe ich geliebt. Bin ich auch Fan von, ja. Hat mir immer gut getan und war auch, konnte mich auch, oder am besten noch, wenn ich, ja, gegen Leute fahren hat, immer gut funktioniert und mich selber auch gut quälen ging auch. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann ich das umswitchen und ich arbeite auch und habe auch so gearbeitet. wenn ich Bücher geschrieben habe oder so, maximalen Druck und dann da einfach so durchziehen. Das ändert sich so ein bisschen, muss ich, stimmt übrigens. Ich habe da so eine, mit den Jahren so gewisse Routinen entwickelt, dass ich zum Beispiel, ich habe dieses Jahr zum Beispiel ein Buch geschrieben und das natürlich noch nicht veröffentlicht ist und muss ich noch redigieren. Aber das war so etwas, da habe ich gar nicht so den Druck gehabt, so ich muss das Ding jetzt in x Wochen, Monaten fertig haben, sondern habe mir einfach jeden Abend hingesetzt und gesagt, ich schreibe jetzt anderthalb bis zwei Stunden. Das habe ich früher nie so hinbekommen, weil ich immer Druck brauchte. Und jetzt kann ich das so, habe ich das so gelernt, dass ich auch so strukturierter solche Sachen durchziehen kann. Ja, habe ich das immer geschrieben. Aber eigentlich bin ich eher so... Ich mag das auch, wenn es so ein bisschen chaotisch und daneben geht und kreativ sein. Das ist vielleicht irgendwie so eher das, dass ich so merke, meine Stärke ist es, eine kreative Lösung zu finden und mich da irgendwie so durchzu... nicht wuseln, sondern durchzuackern. Das mag ich. Ich mag nicht so, hier ist der Schutthaufen, schaufel den jetzt mal weg, dauert fünf Tage, sondern wie kriege ich das hin, dass ich das möglichst effizient und schnell und da muss ein gewisser Druck hinterstehen. Nicht so das klassische Ich bin faul, fahr dir aus. Und ich bin auch gerne faul.
Björn: Mein Rallye-Lehrer hat immer gesagt, ich wäre Schafschuh-Versteckler.
Niclas: Rallye-Lehrer? Ja, Religion in der Schule. Ach so, ich dachte jetzt irgendwie, dass du irgendwie deutsche Tourenmeisterschaft oder sowas gefährst.
Björn: Ach so, die Religion, nein. Nein, nein, nein, mein Religionslehrer in der Schule hat immer gesagt, ich wäre ein Schaffschuhversteckler.
Niclas: Ein Schafschuhversteckler? Das musst du jetzt mal erklären.
Björn: Naja, jemand, der bevor er anfängt zu arbeiten, quasi seine Arbeitsschuhe bewusst versteckt, um dann quasi nicht arbeiten zu müssen, weil er muss ja erstmal seine Arbeitsschuhe suchen und die anziehen. Und das nennt man im Saarland Schafschuhversteckler.
Niclas: Das verstehe ich aber bei Religion schon, dass man das...
Björn: Religion habe ich mehr außerhalb des Raums verbracht als im Raum.
Niclas: Ja, weil du rausgeschickt wurdest?
Björn: Zum Beispiel. Der Peak war da, der Lehrer kam rein, hat mich gesehen und hat gesagt, Niklas, ich habe heute keinen Bock auf dich, ich gehe raus.
Niclas: Das ist ja top, du warst im Pädagogik, sowas nennt man Schwellendidaktik, ne? Ich hatte auch einen super Physiklehrer, den ich sehr, sehr gerne mochte. Und der hat zu mir gesagt, ich habe ja einen Jahrgang wiederholt, den Abi-Jahrgang. Gibt dazu natürlich Umstände. Er hat gesagt, du brauchst nicht kommen, bist eh so gut in Physik. Ja, es war wirklich so. Hat dann halt meine Note gekriegt. Das fanden aber einige meiner Mitschüler scheiße. Und haben uns dann uns beide verpetzt. Und dann musste ich noch drei Monate wiederkommen. Und ja, hab dann trotzdem keine Ahnung, wie viele Punkte, 14 oder 15 Punkte gehabt sind. Physik. Okay. Ja, schaffst du, Versteckler. Eigentlich kannst du jetzt, müsstest du jetzt mit diesem Wort bei Florian Vogel in dem Podcast. Warum? Das klingt so nach Schweizerdeutsch.
Björn: Naja, das ist Saarländisch. Ja. Okay, gut. Dann, was denkst du, werden wir 2026 im Ausdauersport sehen? Letzte Frage, um das Ding hier zuzumachen.
Niclas: Niklas ist schon nervös, er will nämlich trainieren gehen.
Björn: Nein, alles gut, ich habe heute lange Zeit zum Trainieren, das passt.
Niclas: Wir werden, ja, was werden wir sehen? Ähm,
Björn: Also denkst du, es wird noch schneller, noch höher, noch besser?
Niclas: Ja, muss.
Björn: Also ich glaube tatsächlich, ich glaube, das Thema Aerodynamik wird noch größer. Also gerade was auch Material angeht, also wenn man jetzt allein das neue Factor, ist ja ein wunderschönes Fahrrad.
Niclas: Das mit dieser hässlichen Gabel. Das habe ich ja schon bei der Eurobike gesehen. Ist es jetzt UCI-mäßig erlaubt?
Björn: Ja, es ist angeblich, es ist durch. Es ist UCI-mäßig erlaubt und es wird gefahren werden.
Niclas: Also da hast du einen Punkt, weil wenn wir die Entwicklung sehen, wie niedrig die CDA-Werte sind auf den Zeitfahrrädern und wie schlecht die CDA-Werte auf den Straßenrädern sind, Oder die große Bandbreite, ja, und auch wie wenig immer noch getestet wird, auch im Worldtour-Bereich, was auch Zeitfahrräder, ja, ich meine, da werden halt so die Cremes, der Rahmen wird abgeschöpft und dann wäre es nochmal okay für die Jungs, so lohnt es sich ein Aero-Fitting zu machen. Der Rest fällt halt hinten rüber und auf Straßenrädern, ey, pff. In Mailand-San Remo fahren wir halt 40 kmh bergauf. Das heißt, da gehen auch mal 300 Watt alleine über aerodynamischen Windwiderstandflöten bei einer 0,3er CDA-Wirt. Kann man vielleicht daran arbeiten.
Björn: Ich glaube halt, das wird wirklich ein Ding werden, durch alle Radsportdisziplinen hindurch, dass man einfach noch mehr checkt, okay, ich muss eigentlich immer gut auf dem Rad sitzen und eine gute Sitzposition macht einen großen, großen Unterschied, ob ich... aufrecht sitze, ob ich aerodynamisch sitze. Was ist überhaupt aerodynamisch sitzen? Weil viele Leute, glaube ich, einfach nur denken, ja, ich mache mir jetzt einen noch längeren Vorbau drauf und dadurch werde ich jetzt aerodynamischer. Muss nicht sein. Dass einfach Leute anfangen, okay, ich teste das Ganze aus, geht ja ziemlich easy und schaue, wann bin ich denn wie viel schneller und was macht mich schneller und wo kann ich denn noch was sparen und ich glaube, das wird nicht nur auf, also klar, Zeit fahren offensichtlich. Aber genau, allein im Straßenrennen, ich finde es auch krass, dass das nicht so von Teams quasi vorgegeben wird hier, jeder wird aerodynamisch auf sein Straßenrad gesetzt, es wird immer das möglichst effiziente Material gebailt, um möglichst aerodynamisch zu sein. dass es da keine klaren Vorgaben gibt, dass Leute einfach... Mega Aufwand.
Niclas: Also, ich sag mal so, mit unserer App geht das natürlich super einfach, aber das ist trotzdem... Ja, natürlich, aber wir reden doch über den... Wir reden über die besten Radsportler der Welt. Die Jungs haben doch nichts anderes... Also, sehr provokativ, aber...
Björn: Ja, das ist Aufwand. Dann stellt euch halt nur einen dafür ein, dann habt ihr einen Aerodynamiker für die Bahn und dann habt ihr noch einen Aerodynamiker für, bei den Geldmengen, die es da gibt, denke ich mir immer so, ihr zahlt den Fahrern so viel Geld und das ist ja auch gerechtfertigt, die Jungs bringen geile Leistung. Aber dann könnt ihr mir nicht erzählen, dass es daran dann liegt, noch einfach eine Person mehr anzustellen, die diesen Job übernimmt und alle auf dem normalen Straßenrad auch gut hinsetzt. Und ich glaube, dass es halt auch einfach im Mountainbike, jetzt Cross-Country vielleicht nicht, aber im Marathon und vor allem dann eher sogar noch mehr im Gravel-Sport auf jeden Fall ein riesen Ding wird, sich einfach noch besser aufs Rad zu setzen und auch gut zu sitzen. Und 32 Zoll.
Niclas: Genau, das ist dann natürlich der nächste Marketingstandard. Nicht Standard, weil es ist ja nichts mehr standardisiert.
Björn: Das wird eh, ich vermute, auf der nächsten Eurobike wird das das Hauptthema sein. Die ganzen neuen Laufräder, die ganzen neuen Gabelrahmen. Alles wird auf 32 Zoll gehen, logisch. Gerade im Offroad-Sport.
Niclas: Ja, beim Marathon und beim Gravel kann ich das eventuell noch eingesehen.
Björn: Denkst du nicht auch Cross-Country? Oder denkst du, dass die Kurse da teilweise zuwendig sind?
Niclas: Weiß nicht, muss man sehen. Also ich hatte so ein paar Sachen gesehen, wo sich die Leute über, klar, bei rotierender Masse, das steigt schon im Quadrat. Aber ich meine, ich glaube jetzt nicht, dass es so den Riesenunterschied macht. Und vor allen Dingen, du fährst die Kurven ja auch nie so schnell. Also bei winkligen Kursen kannst du gar nicht so schnell fahren. Ich bin es selber noch nicht gefahren. Bist du schon gefahren? Nee. Ich habe ein paar Freunde, die das gefahren sind. Ich muss nochmal nachfragen, ob das jetzt so der Game Changer ist, wie man so schön sagt. Also, was ich gehört habe, es rollt halt dumm. Ja, das rollt. Das ist ein mega gerader Auslauf. Ja, das ist schon ein Killer. Und ich weiß, als ich das erste 29er hatte, und das war auch noch ein Prototyp damals. Boah, das war halt einfach krass, ja. Du konntest halt auf einmal alles hochfahren, was du nicht hochfahren konntest vorher, weil du eine ganz andere Auflagefläche hattest.
Björn: Und es wird halt, ich sag, es wird halt bergab. Der Speed-Bergab wird so dumm werden. Also es wird einfach richtig, richtig schnell werden. Und vor allem Gravel-Bikes. Überleg dir mal, wie du mit einem Gravel-Bike mit 32 Zoll bergab hacken kannst.
Niclas: Also ich kann mir vorstellen, dass jemand, der ein 32 Zoll Bike bei der Epic hat, einen Vorteil hat. Definitiv ein Vorteil.
Björn: Allein über diese ganzen Fire Roads mit den ganzen Schlägen, da rollst du ja viel besser drüber. Denkst du, Hot Tech, es wird ein Team geben mit 32 Zoll bei der Epic? Ich hoffe doch. Denkst du, Specialized rollt das Ding da schon aus? Oder ist es vielleicht Scott?
Niclas: Also das wäre total spannend, weil das wäre natürlich so die beste Marketingkampagne. Das wäre so krass.
Björn: Und wenn sie es dann gewinnen, dann hast du das Ding schon verkauft. Musst du nichts mehr machen. Kannst 5.000 Stück vorproduzieren, die sind alle weg nach einer Woche. Ja, ist so.
Niclas: Oder ein totales Desaster passiert, die Felgen brechen die ganze Zeit oder was weiß ich.
Björn: Ja, natürlich, das ist der Spaß an der Sache. Es kann auch richtig blöd nach, oder die Reifen sind noch nicht ready und die haben die ganze Zeit platt.
Niclas: Ja, genau, die sind noch nicht so richtig geil dicht, die Milch presst sich die ganze Zeit aus der Seite raus. Und die Dinger fliegen von den Felgen.
Björn: Großartig. Aber im Endeffekt 32 Zoll wird kommen und man hat ja auch gesehen, was auch Reifentechnologie angeht und so, das geht ja so schnell voran.
Niclas: Wer hat denn Max? Das hat glaube ich schon 32 Zoll.
Björn: Ja, also Maxxis war ja, ich glaube, dieses BMC, was man in Andorra gesehen hatte, das war ja der erste Prototyp, der so an die Öffentlichkeit kam. Da waren, glaube ich, Maxxis drauf und Maxxis scheint die quasi fertig zu haben, alle 32-Zoll-Reifen. Ich vermute mal, die großen namhaften deutschen Hersteller, die zwei großen, werden da auch wahrscheinlich schon was... Ich glaube, du kannst es auch nennen. Ja, Schwalbe und Conti werden wahrscheinlich auch was ready haben. Also hoffe ich mal für sie, dass sie was ready haben. Also wenn Maxxis was ready hat...
Niclas: Dann mit Sicherheit. Ich glaube, Conti ist es ziemlich wurscht. Erstmal, weil die, die verkaufen nicht ihre 5000er.
Björn: Richtig.
Niclas: Die haben eh, ich glaube, die verdienen halt deutlich mehr mit Autoreifen als mit Fahrradreifen. Ja, naja. Ja, da bin ich gespannt. Also für die Epic wäre das schon eine spannende Sache. Ja.
Björn: wird auf jeden Fall geil werden. Also ich weiß jetzt schon, wie viele Leute sich unfassbar darüber aufregen werden, ne, ich will mein 29er behalten. Fünf Jahre später fahren sie auch ein 32 Zoll. Im Endeffekt, also ich werde mich super drauf freuen, sobald man das erste 32 Zoll im Laden kaufen kann, weil ich glaube, es wird halt Es wird geil.
Niclas: Das heißt also, ich muss jetzt mein Epic verkaufen, mein 29er?
Björn: Ja. Also, Clara, ich sag, wir verkaufen jetzt alle 29er-Fahrräder und dann, sobald das erste 32er soll, direkt das erste kaufen. Nicht abwarten oder so, immer direkt das Neueste und Beste kaufen. Ich glaube, das funktioniert immer am besten.
Niclas: Ja, ich glaube, man muss so ein bisschen warten, so zwei Jahre.
Björn: Ja, natürlich. Die Geometrie wird am Anfang wahrscheinlich noch richtig scheiße sein. Und nach zwei Jahren hast du dann das Erste ausgereift. Und nach vier Jahren, sag ich, haben, also wahrscheinlich... 2030 werden wir wahrscheinlich richtig gute 32-Zoll-Räder haben. Die ersten, ah, okay, Geo, noch ein bisschen komisch, lenkt sich vielleicht noch ein bisschen anders, whatever. Und dann in vier Jahren, 2030, sitzen wir hier und sagen, die Karre, die ist es. Und dann werden es 34 Zoll in zehn Jahren. Wie lang hatten wir jetzt, 29? Relativ lang, oder? Ja.
Niclas: Ja, warte mal. Überleg mal, wie lange wir 26 hatten.
Björn: Ich bin am überlegen, wann ich mein erstes 29er gefahren bin. Ich glaube 2009. Das kann sein, ja. So in den Dreh. Guck mal, da sind wir ja jetzt schon lange 29. Wird ja auch mal Zeit, dass was Neues kommt. Also das finde ich, das ist halt auch das andere. Wenn du dir die Geometrien anschaust, der 29er-Fullis jetzt zum Beispiel, die sind halt schon, glaube ich, irgendwo ausgereizt. So viel, kannst halt immer noch mehr Federweg gehen, klar. Aber wahrscheinlich wird jetzt erstmal, vielleicht geht es dann jetzt auch erstmal zurück auf 100 mm Federweg. Ja. Mit 34 Millimeter Standrohren. Ja. Und dann 32 Zoll. Und in zehn Jahren haben wir dann wieder 34 Millimeter mit 120 Millimeter Federweg und dann 32 Zoll. Ach, irgendwas Schönes wird sich die Industrie schon einfallen lassen, um uns dazu zu bringen, jedes Jahr ein Eisrad zu kaufen.
Niclas: Ja. Also ich schaue hier gerade mal. Also, ähm. Also, Gary Fisher hat übrigens schon Anfang der 2000er 29er Gabeln, hier Rockshots, 29er Reber Fork 2005. Krass. Gary Fisher set a major milestone in 2005 bei... Convincing Rockshots to produce a 29er Reber Fork. Nicht schlecht. Aber so 2,9, 2,10 waren so die ersten.
Björn: Also sagen wir mal, irgendwas zwischen 15 bis 20 Jahre hat es gedauert, bis wir das Spiel durchgespielt haben. Wenn jetzt, sagen wir mal, nächstes Jahr 26 kommen, die 32er fangen an, 27, 28 fahren wir es alle und dann 2040 kriegen wir dann 34 Zoll.
Niclas: Hier, Roland Becherli hat hier vom Giant Swish Sun Tour Team gesagt, When I rode the mountain bike world cup in 2000, athletes suddenly turned up on the 29er bikes from Gary Fisher. Also Gary Fisher hat schon 2000er welche gehabt, hat ein bisschen länger gedauert. 2005 und 2006, when I switched from cross-country racing to bike racing and took to track on 29er. Also so richtig groß wurden sie dann erst.
Björn: Ich glaube, das war halt damals noch, da war noch nicht so viel Know-how in der Bike-Industrie und noch nicht so viel Geld dahinter und das geht jetzt halt alles viel schneller.
Niclas: Also WTB hat 1999 den ersten 29-Zoll-Reifen produziert.
Björn: Nicht schlecht. Gut. Schauen wir mal drauf. Gut. Björn. Wir hören uns. Dann allen Zuhörern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir versuchen noch mal ein bisschen regelmäßiger aufzunehmen. Wir geben uns Mühe. Und dann nächstes Jahr neue News. Yes. Wir sind gespannt.
Niclas: Genau.
Björn: Sehr schön. Bis bald.
Niclas: Ciao, ciao. Ciao.