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Episode #20

Spielzeug oder Gamechanger? Gadgets im Ausdauersport

03. December 202466 min

Gadgets: Sinn oder Unsinn? In der heutigen Folge diskutieren Björn und Niclas über die Welt der Fahrrad-Gadgets. Was braucht man wirklich, wo lohnt sich die Investition, und welche Produkte sind eher überflüssig? Freut euch auf eine spannende Analyse und praktische Tipps – viel Spaß beim Zuhören!

Transkript

Björn: Willkommen zum Aerotune-Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, willkommen zu einer neuen Folge Aerotune-Podcast. Guten Morgen, Björn.

Niclas: Guten Morgen. Du bist in der Sonne, ich bin im Regen.

Björn: Ist so schlimm das Wetter bei euch?

Niclas: Katastrophe. Drei Grad und Regen. Aber es klappt langsam auf. Wie du siehst, ich muss mich wieder in mein Gartenhäuschen verziehen. Kinder sind krank. Kinder sind halt nie so richtig krank, sondern so halb krank. Und dann sind die halt anstrengend und nehmen wenig Rücksicht auf einen. Ja. Ja.

Björn: Okay. Ich bin in Girona im Trainingslager. Da ist das Wetter ein bisschen besser.

Niclas: Guter Plan.

Björn: So, wir reden über Gadgets. Richtig. Ich bin gespannt. Wir haben ja so eine kleine Liste erstellt. Ich habe auch hier nochmal gestern Abend in die Runde gefragt. was die so als wirklich essentielle Gadgets empfinden. Und wir haben ja eine kleine Liste in unserem Dokument. Sollen wir einfach mal bei den... Wie fangen wir das an? Also...

Niclas: Also hier auf der Liste, du hast dich natürlich vorbereitet oder ChatGBT hat dich vorbereitet. Genau. Steht drin, Frage an Björn, was ist dein absolutes Traumfahrrad?

Björn: Ja, das ist quasi für, das wäre jetzt so als Abschluss gedacht. Aber wir können einfach damit anfangen.

Niclas: Klar, das ist auch schnell beantwortet. Titanrahmen. Okay. Äh, Gravel, ähm, irgendeine Kettenschaltung und dann mechanische Scheibenbremsen. Mechanisch, okay. Ja. Damit man es immer reparieren kann. Genau, also alles das, was ich selber ohne Probleme und auf der Welt auch überall kriege, ähm, genau. Und dann, dann bin ich happy. Also ich, natürlich sind so Nabenschaltungen, das ist alles super, aber ich weiß, wenn irgendwas ist... hast du keine Chance, das irgendwie zu reparieren. Deshalb irgendeinen geilen, also stabilen Laufradsatz, Aluminium höchstwahrscheinlich. Also alles das, was auch mal irgendwie einen Schlag abkann und wenn du dann, keine Ahnung, irgendwo in Indien, Afghanistan Oder Songs, wo du unterwegs bist, hast du halt keinen Bock, dass dir das Ding um die Ohren fliegt. Wobei, die fahren ja dann doch meistens irgendwelche Namenschaltungen. Aber ich hätte da immer Angst, dass wenn was passiert, dass ich da komplett aufgeschmissen bin. Okay, okay. Ja und jetzt habe ich noch eine Frage.

Björn: Okay.

Niclas: Wenn ich sehe, du bist da so top vorbereitet. Du bist, man kommt ja meistens in den Radsport, weil man so ein bisschen Fanboy ist, weil man irgendwie einen Sportler sieht, den man toll findet und so weiter. Als ich das erstmal Marco Pantani sah, dachte ich, ein Hammer-Typ, wie der die Berge hochfährt. Danach war ich so ein bisschen hooked und dann kamen halt so die ganzen Klassiker-Fahrer, so Peter van Pettenkamp und wie sie alle hießen. Wer war denn Deiner? Deine, Deiner. Deine kann ich auch noch sagen, Missy Joe, Downhill-Fahrerin, fand ich auch mega cool. Jetzt bist du dran, ja.

Björn: Also damals auf jeden Fall so, klar Anfang der 2000er war es bei mir noch ganz klar Jan-Ulrich, Bianchi-Trikot, mein erstes Rennrad musste dann auch ein Bianchi sein und Mountainbike muss ich sagen, gerade Cross-Country war Sabine Spitz mit ihrem Olympiasieg in Peking. Das habe ich irgendwie gesehen als junger Jugendlicher und muss sagen, das hat mich, ja guck mal, da war ich zwölf, genau, das waren so die zwei, die ich auf jeden Fall sagen würde am Anfang und Sag dir noch, ich glaube, sie heißt Katrin Schwing mit diesen langen Treadlocks.

Niclas: Naja, klar.

Björn: Die fährt immer noch. Ja, und den diesen Leopardentrikots und immer Dreck gefahren. Und weil die immer Dreck gefahren ist und ich Dreck auch immer cool fand, fand ich die auch cool. Und als ich meine ersten Rennen in St. Ingbert gefahren bin, St. Ingbert war ja auch schon immer ein ganz guter Marathon und da waren ja auch immer, dann war sie auch immer am Start. Und da war auch immer mein Ziel, so lange mit dir mitfahren wie geht. Ja.

Niclas: Katrin Schwing, ja. Und ihr Freund, Partner ist der Matthias Ball, glaube ich, ne?

Björn: Genau, ja. Den habe ich gerade vor zwei Jahren noch auf jeden Fall mal noch bei einem Gravel-Rennen gesehen.

Niclas: Die sind auch immer auf Gran Canaria, glaube ich. Jo, legen wir los.

Björn: Gadgets. Also wir haben uns mal überlegt, dass wir mal drüber sprechen wollen, was so wirklich die Essentials sind, also was braucht jeder Radsportler, der sage ich jetzt mal auch nach Trainingsplan trainiert und seine Leistung zu verbessern will. Was sind, sage ich mal, so gute, aber nicht notwendige Gadgets, so nach dem Motto, ja, wenn du jetzt das Geld über hast, kannst du es dir holen, aber ist jetzt nicht das super Wichtigste. Und was sind unserer Meinung nach so Quatschsachen? Also so wird groß gehypt, wird durch Instagram durchgeballert mit Werbung, aber eigentlich wirklich brauchen tut man es nicht, weil es ist mehr Quatsch.

Niclas: Ja, also Quatsch dürfen wir nicht sagen, oder glaube ich, dass wir es nicht sagen dürfen, aber vielleicht nicht für sinnvoll erachten. Und außerdem machen wir das natürlich jetzt, es ist ja Weihnachten vor der Tür und für alle, die noch ein paar Euro übrig haben oder deren Verwandtschaft und Freunde und Frau oder wie auch immer Geld übrig haben, Freundinnen, falls sie noch ein paar hunderte Euros loswerden wollen, jetzt kommt die Wunschliste.

Björn: Das muss man halt echt sagen, wenn man sich diese Gadgets, teilweise sind sie günstig, teilweise, wenn man sie sich anschaut, kannst du da halt aber auch richtig Kohle lassen und das geht richtig schnell. Also, okay. Wenn du jetzt sagst, unverzichtbar, was wäre dein Nummer 1 Gadget?

Niclas: Herzfrequenz. Herzfrequenz. Absolut. Guter Herzfrequenzsensor. Ich bin ja mit Polar aufgewachsen und die sind immer noch gut. Also, die sind super. Auch das, was ich so an Daten immer sehe, ich würde da... immer so einen Poler nehmen. Wird auch immer meistens in den Instituten benutzt. Finde ich gut. Ich habe selber den H10, da musste ich erst mal kapieren, dass ich den immer abnehmen muss, von diesen Druckknöpfen abnehmen, sonst sendet der nämlich weiter und dann ist so rucki zucki die Batterie leer. Vielen Dank, Holger Koopmann, für den Tipp. Auch ich als... Totaler Technik-Nerd, hab das da nicht so richtig kapiert. Und ja, also Herzfrequenzsensor. Und zwar wirklich so ein Ding, dass du dir halt um die Brust legst. Alles andere ist schwierig. Wobei diese Armbänder auch teilweise ganz gut sind, ja.

Björn: Ja, funktionieren die? Ja. Also ich bin auch klassisch auf Herzfrequenzgurt, habe da auch schon alle Marken durch. Was ich nur manchmal ein bisschen schade finde, die Lebensdauer von den Geräten ist, wenn man sie so wie wir teilweise oder ich auch täglich nutze, dann ist die nicht so lange.

Niclas: Was total interessant ist. Weil die Herzfrequenz oder die Brustgurte früher, die haben ewig gehalten. Also ich meine, früher hast du den Polar, den konntest du nicht mal wechseln, der war dann irgendwann leer, aber den hast du irgendwie drei Jahre getragen. Und ich habe so einen ganz billigen alten Gurt gehabt von Chibo. Und ich meine, das war der erste Herzfrequenzsensor, den man bei Chibu kaufen konnte. Das war dann irgendwie, keine Ahnung, 1997 oder so weit. Der hat sechs, sieben Jahre überlebt, ohne Probleme. Und da hast du recht, das vermisse ich auch manchmal so ein bisschen. Das Ding war halt hochgradig aus Plastik und da hast du sicher auch noch irgendwelche Weichmacher in deine Haut reingeleitet. Aber die haben richtig lang gehalten. Ich habe noch so ein paar alte Sensoren und finde ich erstaunlich, wie gut die sind. Also manche von diesen alten Sachen, der alte Polar H8 heißt der glaube ich oder H7, ich weiß gar nicht mehr. Auch so ein Ding, das unkaputtbar war.

Björn: Also, ja. Aber auf jeden Fall schon sehr wichtig. Ich finde fast gerade, was Trainingsteuerung und so angeht, worauf ich Manchmal auf den Herzfrequenzgurt verzichte ich mal, weil er irgendwie gerade nicht geht. Aber Powermeter bei mir auf jeden Fall eher meine Nummer 1, weil ich schon immer nach Powermeter fahre. Ist schon einfach ein gutes Powermeter. Im Optimalfall eins, was beidseitig misst. Ich finde Power2Max immer ziemlich geil. Ich habe aber auch ganz gute Erfahrungen zum Beispiel mit den neuen Garmin-Pedalen. die funktionieren auch ganz gut, sind recht genau. Ja, da einfach ein gescheites Powermeter, vielleicht nicht einer, der nur am linken Kurbelarm misst und nur so ein kleiner Sensor ist, die funktionieren manchmal nicht so gut, da kannst du die Zahlen gefühlt auch würfeln, aber ja.

Niclas: Ja, also definitiv, Powermeter. Ja, also ich würde, dadurch, dass ich viele Räder habe, würde ich immer irgendwie mit der Pedale arbeiten. Ja, ich habe natürlich auch noch einige so am Rahmen reingebastelt, aber ich finde das immer mit den ganzen Standards dann immer, Innenlager hier, Innenlager da und dann hast du irgendwie, ja, das nervt mich immer kolossal. Und dadurch, dass ich keine Rennen fahre und nicht andauernd in 45 Grad Schräglage gehe und die Pedale setzt auf, ist mir das auch ziemlich wurscht. Und ja, da gibt es ja, wie heißen die, Asomio oder so?

Björn: Asioma, die Favero Duo, die sind auf jeden Fall Rennrad richtig gut. Die Damen sind Rennrad richtig gut. Das einzige Problem für Mountainbiker finde ich, ein pedalbasiertes System, habe ich jetzt leider auch selbst die Erfahrung gemacht, man schlägt sich halt schon gerne mal auf so einen Pedalkörper auf, gerade im Trail oder so. Und wenn du dir dann halt so ein 1.000-Euro-Pedal zerlegst, ist das ein bisschen unangenehm. Du kannst die bei Garmin tauschen, aber ich glaube, selbst da kostet der Pedalkörper dich 200 Euro oder so. Deswegen finde ich, auf meinen Mountainbikes fahre ich einen Power2Max und ansonsten fahre ich meine Garmin. Die funktionieren nicht gut. Okay, dein nächstes. Was würdest du sagen, ist auf jeden Fall noch unverzichtbar?

Niclas: Also bei mir bist du ja schon am Ende angekommen. Also das sind so die absoluten super Gadgets, die man unbedingt braucht. Was ich auch mega, mega wichtig finde, sind gute Reifen im Training. Mega wichtig. Also das ist so für mich das Nummer 1 Teil. Weil schlechte Reifen im Training hasse ich.

Björn: Jetzt muss man glaube ich da einmal unterscheiden zwischen guter Reifen. Also ist bei dir der gute Reifen einer, der schnell rollt und aerodynamisch ist? Oder sagst du im Training als guter Reifen, der muss pannsicher sein, der muss einen guten Grip auch im Nassen haben, der muss lange halten?

Niclas: Ja, definitiv. Wir hatten jetzt gerade eine kleine Internetverbindungsprobleme.

Björn: Okay, hast du meine Frage noch gehört?

Niclas: Nee, nochmal.

Björn: Okay, würdest du beim Trainingsreifen, würdest du da sagen, der soll gut rollen und aerodynamisch sein oder ist bei dir eher ein guter Trainingsreifen, pannensicher, guter Grip im Nassen, langlebig?

Niclas: Das ist das Zweite. Irgendwie so ein Conti Four Seasons oder Schwalbe-Marathon. Keine Ahnung. Ist mir doch egal, wie viele Kilometer ich mache. Hauptsache, ich komme an und friere mir nicht den Hintern ab, weil ich irgendwelche Reifen tauschen muss.

Björn: Ja. Also das... Auf dem Gravelbike und auf dem Rennrad auf jeden Fall auch dasselbe. Auf dem Mountainbike teste ich halt auch ganz gerne mal mit Reifen rum, welchen ich, gerade was den Grip angeht, da ganz gut nutzen kann. Genau. Aber ich finde, bei unverzichtbaren Gadgets muss man eigentlich auf jeden Fall noch ein gutes Isobetränk dazu holen. Also im Endeffekt Kohlenhydrate. Also irgendwie... Ich habe jetzt einfach nur Maltofruktose aufgeschrieben. Das ist das Leichteste. Einmal Maltodextrin bestellen, eine Packung Fruktose dazu und dann eins zu zwei einfach anmischen, dass du halt immer im Training auch gut mit Kohlenhydraten versorgt bist. Weil das ist mittlerweile, finde ich, auch auf jeden Fall noch unverzichtbar fürs Training.

Niclas: Ja, also definitiv. Ich bin da gar nicht so drauf aufgeregt. dass das jetzt unbedingt irgendeine Mischung sein muss. Malto nimmt es auch noch in größeren Mengen wunderbar auf. Kannst dir manchmal auch Zucker reinkippen, wobei, Zähne, ne? Also zumindest Essen. Ich bin ja schon froh, wenn gegessen wird im Training. Und ja, also grundsätzlich, das ist schon mal ganz cool, dass es da jetzt ein Umdenken gab. Und ja, ich meine, so ein Sack Malto, fünf Kilo, kostet halt nichts. Also da hast du halt echt, ja, definitiv unverzichtbar.

Björn: Ich finde es auf jeden Fall unverzichtbar, weil ich auch immer bei meinen oder bei vielen Athleten noch dafür kämpfe und ihnen versuche klarzumachen, dass einfach eine Konstanz im Training mit einer Kohlenhydratversorgung auch dazu führt, dass sie halt besser werden. Und ich versuche das auch immer dann an den Profis zu zeigen, dass in den letzten Jahren diese Entwicklung mit den Profis, dass sie immer so viel besser werden, Ist auf jeden Fall auch darauf zurückzuführen, dass sie halt sich jetzt alle konstant mit Kohlenhydraten versorgen und darauf achten, ihre Kohlenhydrate immer zu decken. Das ist halt super wichtig.

Niclas: Ja, also eigentlich ist es simpel. Also wenn du permanent mal wirklich viel isst und gut isst im Training, dann erstens fällt dir das Training deutlich leichter und zweitens, Du kommst halt zu Hause an und bist halt nicht komplett platt und ich finde das ist halt, also es ist nicht jedes Training soll sich halt so anfühlen wie ich bin einmal durch den Fleischwolf gedreht worden, sondern du hast ja am nächsten Tag eventuell wieder ein Training. Und wenn du dich jedes Mal gegen die Wand fährst und morgens aufstehst und denkst, hoffentlich kriege ich das hin, dann quälst du dich wieder, dann macht das vielleicht deine Psyche irgendwie hart oder zumindest nagt das Training an dir. Aber mit so ein bisschen Essen, ein bisschen mehr Essen, lässt sich das Ganze halt komplett simpel oder einfacher durch den Tag bringen. Und das ist halt das Entscheidende. Also es geht, wir wollen ja einen Trainingsstress haben, der aufbaut und er muss ja nicht zu stressig sein. Von daher, Essen ist essential.

Björn: Absolut. Also da auch wirklich genug, umso länger die Tour wird, umso mehr reinschieben, wenn ihr auf dem Rad Hunger kriegt. Lieber nochmal anhalten, lieber nochmal eine Packung Haribos holen, nochmal was nachschieben. Alles, was ihr auf dem Rad gegessen habt, müsst ihr danach nicht mehr essen. Alles, was ihr auf dem Rad esst, wird vom Körper besser aufgenommen, geht schneller in die Muskulatur wieder. Deswegen finde ich, sollte es auf jeden Fall auf die Unverzichtbar-Liste, weil es halt wirklich... super wichtig ist. Und das müssen meiner Meinung nach immer noch viele Sportler verstehen, dass auch wirklich das Essen auf dem Rad einfach super wichtig ist. Auch wenn ihr denkt, ich bin eine halbe Stunde daheim, den letzten Riegel esse ich jetzt nicht mehr. Alles, was ihr auf dem Rad esst, kommt besser in der Muskulatur an, fördert eure Regeneration und ihr habt eine bessere Anpassung und werdet die nächste Einheit frischer starten. Immer Flaschenlett trinken, immer alle Gels nehmen, die ihr dabei habt. Genau. So. Eiweiß.

Niclas: Hast du als nächstes auf der Liste, ja. Definitiv, in welcher Form auch immer. Dass man zumindest auf, ich sage ja immer gerne 2 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Und das kann man sich natürlich in allen Formen rein einverleiben. Sei es als Pulver, was natürlich kostenintensiver ist, als Quarkform, als Mengen an Hülsenfrüchten, wenn man das dann verträgt. Wie auch immer, aber das ist einfach essential. Man muss da jetzt auch keine Aminosäuren explizit nehmen, BCAA oder was weiß ich, sondern einfach ein möglichst breites Spektrum an Eiweißen, Aminosäuren in pflanzlicher Form oder eventuell in Kombination mit tierischen wird in der Regel noch ein bisschen besser aufgenommen und man muss nicht so wahnsinnig viel über nachdenken. Von daher Super wichtig. Und für Menschen, die das nicht hinkriegen. da holst du dir halt einen Shake, fertig aus. Das ist, wenn man morgens halt keinen Bock hat auf 500 Gramm Quark, was ich verstehe, dann gibt es halt mal schnell 40 Gramm Whey-Protein.

Björn: Ja, also ich finde gerade für jeden, der sich vielleicht auch so ein bisschen mit seinem Gewicht schwer tut, ist halt eine erhöhte Eiweißzufuhr hilft halt einfach extrem auch gegen Hunger. Ähm, Und wenn ihr dann einfach, keine Ahnung, es hinkriegt, eine Ernährung, ein, zwei, vielleicht drei, ja, ein, zwei Shakes einzubauen, a 40 Gramm habt ihr schon mal irgendwie 80 Gramm Eiweiß mehr am Tag. Und dann habt ihr einfach, seid ihr mehr gesättigt, kommt leichter durch den Tag, verbessert auch definitiv die Regeneration. Genau, also gutes Eiweiß.

Niclas: NEMs hast du da.

Björn: NEMs ist nicht von mir, das hast du eingetragen.

Niclas: Nee, das habe ich eingetragen, okay. Nahrungsergänzungsmittel, unverzichtbar. Habe ich so ein bisschen eingetragen, weil ich... Oh, jetzt wird es schwierig, ne? Letztendlich sollten sie verzichtbar sein, aber ich sehe öfters, dass Sportler es nicht hinkriegen. Ich finde so Magnesium ist halt echt so ein Ding, ja. Das am Abend ist halt schon nicht schlecht. Und Vitamin D, ganz klar. Oder Eisen auch, wenn man denn ein Defizit hat und das festgestellt wurde, sind das so Sachen, die ich spannend finde. Und das sind so, jetzt muss ich mal ganz kurz überlegen, das sind so eigentlich die Dinger, die ich echt ganz gut finde. Und dann kann man halt noch, gibt es halt so die große Palette an Dingen, die man noch nehmen kann. Aber ich finde, das ist schon gut. Und wenn man irgendwie so einen Krankheitsanflug hat, Und da finde ich es auch immer ganz nett, wenn man ein bisschen Zink und Vitamin C liegen hat und sich das ein bisschen reinzieht. Nachweislich verkürzt sich dann die Dauer der Erkältung um zwei Tage. Und von daher, ja, das ist es. Man muss jetzt nicht jede Kleinigkeit irgendwie noch nehmen. Aber ich finde, wenn man so ein paar Sachen hat, wenn Mangel besteht, ja, klar, wenn du jetzt ein halbes Jahr Oder den Winter über in Thailand am Hex oder auf Gran Canaria, dann kannst du höchstwahrscheinlich auf Vitamin D verzichten und man auf seinen Eisenhaushalt vernünftig achtet. Und B12, keine Ahnung, indem man alles isst sozusagen und auch ab und zu ein bisschen Fleisch auf den Teller kommt, dann ist der Mangel halt wahrscheinlich... einfacher zu beseitigen, als wenn einer denn überhaupt besteht, als wenn man das mit einer veganen Ernährung macht, da muss man halt schon ein bisschen Brainpower reinstecken, ist nicht so einfach und das sind so, ja, das ist so, aber es ist ein kontroverses Thema, ich bin nicht so ein Freund davon, wenn man sich permanent Pillen reinballert, aber in einer Zeit, wo alles immer ganz schnell ist, muss man eventuell auch mal die Abkürzung nehmen.

Björn: Welcher Satz mir da mal hängen geblieben ist, was du nicht auf Nahrungsergänzungsmittel bezogen hattest, aber auf Ernährung im Gesamten, war dein Beispiel von Andreas Seewald. wo du meintest, der fährt halt im Training, also der setzt so viel Energie um, das wäre, als wenn du mit dem Auto die ganze Zeit im sechsten Gang auf der Autobahn linke Spur fährst. Und ich finde, ein Auto, was du auf der linken Spur die ganze Zeit fährst und im sechsten Gang, hat auch einen höheren Verschleiß wie ein Auto, was du mit 80 auf der rechten Spur fährst. Es verbraucht mehr Sprit, der Verschleiß an Reifen und so ist höher. Und so kann man sich das, finde ich, mit dem menschlichen Körper auch vorstellen, wenn man halt Leistungssport betreibt. Ihr habt einen höheren Verschleiß, der Körper muss einfach, braucht mehr Mineralstoffe und sowas. Und deswegen in einem gesunden Maße sollte man sich einfach damit auseinandersetzen, vielleicht auch mit einem Arzt, machen ein Blutbild ab, checken, okay, was brauche ich denn vielleicht? Sind meine Vitamin-B-Werte on point? Habe ich genug Eisen? Wie ist mein Vitamin-D-Spiegel? Fehlt mir irgendwas? Und dann sollte man das gegebenenfalls gezielt supplementieren, weil man kann halt nicht erwarten von seinem Körper, dass man, keine Ahnung, 15 Stunden jede Woche trainiert, auf seine Kohlenhydrate achtet und so und dann fallen halt hier und da mal vielleicht, eine super ausgewogene Ernährung fällt dann halt mal ein bisschen hinten runter, weil man sich jetzt denkt, ah scheiße, ich muss jetzt aber noch 200 Gramm Kohlenhydrate irgendwie hier reinkriegen, isst einfach nur Nudeln oder Reis und dann fehlt dem Körper halt so ein bisschen was und da... Also ich finde, man sollte das immer mit gesunden Menschenverstand machen. Nicht einfach alles reinwerfen, sondern es halt abchecken lassen, gucken, okay, was fehlt mir wirklich und dann dementsprechend das Ganze supplementieren.

Niclas: Also ich habe sie mal auf unverzichtbar gesetzt, weil ich sehe, dass die Realität eine Sprache spricht, die sagt, die Leute haben a, nicht die Zeit und auch nicht den Willen, immer da voll drüber nachzudenken, beziehungsweise Man kann sich da auch relativ schnell so, also deshalb habe ich auch nur so diese Paar genannt, man kann sich halt ganz schnell im Internet bekloppt suchen, beziehungsweise man hört halt Millionen Sachen. Von daher so diese Paarsachen und das mit dem Arzt abchecken und dann ist man auch irgendwie safe. Und alles andere, keine Energie drin verschwenden, das ist ja immer wie so ein Rabbit Hole. Ja, vor allem kein Geld drin verschwenden. Richtig, also es gibt auch einfach, viele Nahrungsergänzungsmittel sind einfach nur teurer Stuhlgang und deshalb sein lassen. So, unverzichtbar, warme Winterkleidung, super wichtig, ernsthaft, Hölle, ich bin da sehr pragmatisch, ich habe viele Jahre sehr durchgefroren. Und es gab auch noch nicht so geile Radkleidung und ich fahre Skihandschuhe, also jetzt gibt es natürlich auch tolle Radhandschuhe, aber Skihandschuhe sind halt meistens super billig. Und die kann man auch irgendwie, fehlt man dann zwei Winter und dann sind die auch durch, dann willst du die nicht mehr tragen. Dann warme Schuhe, ist so, ja. Warme Schuhe, da gibt es jetzt natürlich auch schon langsam auch gute. Ich bin sogar eher so ein Freund von Flat Paddles und normale Winterschuhe, weil da ist halt ein Glied, es ist aus Metall, es leitet ganz einfach. Das ist simple Physik, dem kannst du nicht entgehen. Ich bin ja mal eine Winter Transalp gefahren Vor vielen, vielen Jahren. Und es war wahnsinnig kalt. Also wir hatten da immer minus 15 Grad und solche Scherze. Und dann sind wir halt fünf Tage lang über die Alpen oder sechs Tage lang über die Alpen gefahren. Von, ich glaube, Garmisch und dann rüber nach Riva. Es war echt heavy. Es war wirklich heavy. Ich habe eine Menge gelernt. Und der Typ, der das geleitet hat, das ist halt so ein crazy Bergsteiger gewesen, der... irgendwie Himalaya, Nepal, Mount Everest und alles schon gemacht hat. Und das war auch eine spaßige Truppe. Es waren halt alles sehr exotische Menschen. Also wirklich hochgradig exotische Menschen, die die irgendwie so das Extreme gesucht haben und ich wurde dann da reingeworfen vom Bike-Magazin und du fährst jetzt mal so eine Wintertransalbe und ich dachte, kann ja jetzt nicht irgendwie so wild sein. Das war echt heavy. Also wirklich so, es war so unfassbar kalt zum Teil und du bist halt sechs, sieben, acht Stunden auf dem Rad und Dann irgendwie so zwischendurch musstest du halt in irgendeinen Café, um dich irgendwie wieder warm zu machen oder deine Kleidung zu trocknen. Und Skihandschuhe, Flat Paddles, auch echt eine gute Sache, wobei ich hatte da damals, Lake hatte mal, jetzt ist jetzt keine Werbung, aber Lake hatte einen, Winter Schuh, so aus Leder, ich weiß gar nicht mehr, wie der hieß, MX, MK, keine Ahnung und der war unfassbar gut. Ich hatte den noch ein bisschen zu groß und der hat hervorragend funktioniert, der fiel mir wirklich nachher vom Fuß ab, den bin ich viele Jahre gefahren, der ist dann leider echt kaputt gegangen. Alles, was ich danach gekauft habe, hatte nicht mehr diese Qualität. Und die waren mir dann auch immer zu eng geschnitten. Dieser Schuh war der Hammer. Und ja, also das und sonst Flat Paddles und irgendwelche Winterschuhe. Also super simple Winterschuhe, kannst du ja total günstig kaufen, muss ja nichts teures sein. Wasserdicht und Klamotten, Kleidung. Ich finde ja, also wenn etwas Volumen hat, ist es halt warm. Und das ist immer so der Sweet Spot zwischen ich schwitze mich tot und ich friere mich ab. Und wenn es so richtig zapfig wird, trage ich dann auch gerne irgendwie so... Irgend so eine Pufferjacket, das ist jetzt keine Downjacke, aber irgendwie sowas in der Art, sowas dünnes, das funktioniert ganz gut. Und auch da, jetzt ein bisschen ab von der Kleidung, langsamer Reifen, ganz einfach, einen langsamen Reifen, der gar nicht rollt und du bist halt langsamer, hast halt nicht diesen biestigen Fahrtwind. Und dann noch irgendeine Mütze, eine vernünftige, die so sieht halt aus wie so eine Badekappe, aber ich finde, die funktioniert in der Regel mega gut. Und eine Brille, eine große Brille, sonst so an der Stirn und so, das hasse ich, wenn es da kalt ist. Irgendein Buff-Tuch.

Björn: Ah, schöner Brain-Freeze beim Radfahren.

Niclas: Ja, genau. Und dann noch irgendein Buff-Tuch oder irgendein Schlauchtuch zumindest. Und dann ist man eigentlich safe. Ja klar, dann ziehst du hier zwiebelmäßig diese Unterwäsche, bla bla bla. Das kann man alles machen. Wenn man längere Tage unterwegs ist, so wie zum Beispiel auf dieser Wintertransalp, nimmst du halt eher Merino, weil du halt nicht die ganze Zeit nach... Dieses Plastikzeug stinkt halt irgendwann. Und ja... Das ist es eigentlich. Wenn du einen guten Schuh hast, brauchst du noch nicht mal eine gute Socke. Ich bin mit Tennissocken da teilweise gefahren, das interessiert mich gar nicht.

Björn: Also ich muss sagen, weil ich nicht so der Fan bin von diesen Winterschuhen, ich mag das nicht, wenn ich da so locker drin sitze, aber dafür fahre ich dann von... Gibt es von mehreren Marken, aber ich fahre von Fingers Crossed. So geile, dicke Merino-Socken. Die machen so unfassbar warm. Die kann ich auch nur anziehen, wenn es richtig kalt wird, sonst schwitzen meine Füße und dann kriege ich deswegen kalte Füße, weil es dann halt nass wird. An den Hosen bin ich ziemlich entspannt. Da könnte ich theoretisch auch im Winter mit Beinlingen fahren.

Niclas: Das ist nicht so schlimm. Hose, sorry, da muss ich nochmal kurz reingreifen. Also ich ziehe nie enge Hosen an im Winter. Das ist mir zu kalt. Ich habe immer entweder eine enge Hose an und darüber irgendeine Enduro-Hose. Ich will immer Luftpolster haben, weil dann ist es warm. Luftpolster ist warm. Ich bin halt so viele Jahre... Ich meine, hier in München ist es halt so kalt teilweise. Und wenn du dann in die Arbeit fährst und da hast du irgendwie minus 10 Grad, ey, da habe ich halt immer so eine Enduro-Hose drüber. Fertig. Ja, sorry. Jetzt lass du weitermachen.

Björn: Was ich noch supergeil finde, ist ein guter Basslayer, so ein guter, eng anliegender Merino-Basslayer. Weil ich finde, die Dinger, die machen halt auch einfach richtig schön warm. Ja. Und es gibt jetzt seit ein paar Jahren solche Jacken mit so Polartec, die haben so ein Vlies innen drin und dann sind die außen aber winddicht und wasserabweisend. Da habe ich von auch zwei unterschiedlichen Herstellern zwei Jacken, die wechsle ich dann immer, wenn es richtig kalt wird, den einen Tag die, den anderen Tag die. Also da bin ich auch, muss ich sagen, schon Freund, dann lieber eine etwas teurere, aber dafür richtig gute Winterjacke zu kaufen. Die kaufst du einmal, also ich habe die eine jetzt schon vier Jahre oder so, die funktioniert, die ziehe ich jeden Winter an. Im Optimalfall vielleicht sogar noch eine Farbe, die auffällt. Irgendwie so eine gelbe Jacke, eine orange Jacke, rot geht ja auch gut, das hier einfach auffällt im Straßenverkehr. Das finde ich richtig gut. Und was mein Ex-Teamkollege Paul mit ins Spiel gebracht hat. Ich bin kein Fan von Schutzblechen, weil ich finde, es sieht scheiße aus. Aber du brauchst Schutzbleche. Du hast einen trockenen Arsch, du kriegst viel weniger Wasser ab. Selbst wenn du im Regen fährst und Schutzbleche hast, bist du nur halb so nass, wie wenn du ohne Schutzbleche fährst, weil das ganze Wasser von unten nicht kommt. Da muss ich ihm leider recht geben, auch wenn ich es echt nicht gerne mache. Aber ein paar Schutzbleche am Trainingsrad im Winter, wenn ihr draußen fahrt, absolut unverzichtbar, also muss dran.

Niclas: Also auf dem Rennrad, zumindest wenn wir früher trainiert haben in Hamburg oder so, da musstest du Schutzbleche dran haben und zwar... Feste Schutzbleche, die vor allen Dingen super weit runter gingen, da haben wir dann meistens noch so mit so Popnieten irgendwie so ein Stück Trinkflaschen noch mit unten rangemacht, weil die nicht tief genug runter gingen, weil dein Hintermann will kein Wasser ins Gesicht kriegen. Also hast du Schutzbleche, die fast bis zum Boden gehen, was mega ist, ja. Du hast dann auch ein Winterrad gehabt, ja, also so richtig so eine alte Gurke mit Rahmschalter oder was weiß ich, ja. Und da tut es dann auch nicht weh, wenn das Rad ein bisschen kaputt geht. Und Schutzbleche, die fast bis unten runter gehen. Dann kannst du auch mit mehreren Leuten zusammen fahren und niemand wird nass. Und niemand muss irgendwie links, rechts, quer neben dir fahren. Großartig. Außerdem hast du mal ein bisschen mehr Widerstand. Fährt sich halt langsam. Also frierst du weniger. Von daher Schutzbleche definitiv. So, da haben wir noch einen Kaffeesensor, den habe ich jetzt für Spaßeshalber gefunden, den habe ich bei Dan gesehen, Dan Bickham.

Björn: Ich wusste das, ich habe heute Morgen noch zu Paul gesagt, ja, oder ich glaube, ich habe mit Marek drüber gesprochen, er meinte so, ja, den hat er safe bei Dan gesehen, weil ich habe dann auch, als du mir das geschickt hast, bin ich auf die Seite gegangen und habe gesehen, ah ja, Dan Bickham folgt ihm auch und dann so, ja, okay. Daher kommt das.

Niclas: Wir sind ja, wir kennen uns ja schon ein bisschen besser und ich habe das gesehen, ich bin jetzt, ich trinke ja gar nicht mehr so viel Kaffee, aber ich finde diesen Sensor halt echt geil. Also um es mal kurz zu erklären, ich habe die Firma jetzt vergessen. Ist ein Sensor, da machst du halt so einen Tropfen rein und der misst dann anhand der Partikel, die er da sieht. wie gut dieser Kaffee denn ist und ob er sauer ist und dies und das alles und das fand ich schon ziemlich cool, weil du musst halt nicht, also wie gut ist dein Geschmack und ich fand, das war eine ganz smarte Sache, wenn man irgendwie, also der ist verzichtbar, wir haben jetzt mal auf unverzichtbar für irgendwelche Kaffee-Junkies draufgesetzt, ich fand den sehr geil, ja.

Björn: Ich muss ja gestehen, ich trinke schon sehr viel und vor allem seit ich meine Siebträger habe, also ich versuche, weil du auch mal gesagt hast, trink nicht noch nachmittags zu viel Kaffee, weil es beeinflusst den Schlaf, ich versuche bis maximal 12 Uhr Kaffee zu trinken. Ja. Aber so bis 12 Uhr, gerade wenn ich so daheim arbeite und nicht irgendwie vorher auf dem Rad bin, dann gehen da schon morgens vier, fünf Kaffee durch. Krass. Und ich glaube, ich könnte mir so einen Sensor, vielleicht wünsche ich mir ihn mal zu Weihnachten oder so. Weil ich glaube, da kannst du schon deinen Spaß dran haben. Gerade wenn du öfter mal neue Bohnen probierst.

Niclas: Ja, definitiv. Wer hat ein Kopfhörer draufgesetzt?

Björn: Ich, weil ich finde, also gerade wenn ihr lange alleine Grundlagen fahrt, ich weiß nicht, also ich bin halt voll der Podcast-Mensch beim Fahren, gerade wenn ich irgendwie in Köln irgendwie um den Tagebau fahre, da ist die Straße eh die ganze Zeit leer, es wird irgendwann langweilig nach drei, vier Stunden. Ich finde ein gutes paar Kopfhörer im Optimalfall, welche, wo du nicht zu viele Windgeräusche oder so hast, gerade wenn du so... so bei frostigen Temperaturen fährst, dir die ganze Zeit der Wind ins Gesicht bläst und du die ganze Zeit diese Windgeräusche im Ohr hast. Mich nervt das irgendwann, deswegen ein gutes paar Kopfhörer, dann irgendwie Podcast drauf, bisschen gute Musik. Also ich fahre selten ohne meine Kopfhörer los, muss ich echt sagen.

Niclas: Also ich trage auch welche, aber bei mir funktionieren Kopfhörer nur in Kombination und dann kommen wir jetzt in die nächste Sektion rein, nämlich in die gut, aber nicht notwendig Sektion oder Mittelgut oder wie auch immer. Ich finde Kopfhörer funktionieren nur in Kombination mit einem guten Rücklicht. dass du kombinierst mit deinem Fahrradcomputer. Garmin hatte da ja mal was rausgebracht, diesen Raider. Und ich finde, das ist mega. Ich finde, das ist wirklich geil. Also wenn jemand noch kein Weihnachtsgeschenk hat, ich kann nur über das Garmin-Gerät reden. Ich weiß gar nicht, ob es andere Firmen gibt, die das haben. Aber dir wird halt klar, dass hinter dir Verkehr ist. Und das finde ich, und du bist auch nicht mehr irgendwie so Auto, Schrecksekunde, finde ich sehr, sehr, sehr smart und es funktioniert in der Regel sehr gut. Klar, man kann sich da nicht 100% drauf verlassen, ist mir auch schon mal passiert, wenn so ein Auto so an dir vorbeischleicht. Oder so um die Ecke kommt und so weiter. Da ist es dann eventuell mal nicht so super. Aber so auf Landstraße und so, mega geil. Echt Hammer. Also würde ich schon fast... Ist so eine Mischung unverzichtbar. Ich würde heutzutage sagen unverzichtbar. Vor allem, wenn ich lang unterwegs bin. Oder wenn ich eine Radreise machen würde. Ja, super. Also wirklich toll. Tolles Produkt. Hat gefehlt.

Björn: Was ich da ja sagen... Was ich da ja sagen muss, finde ich mittlerweile für Radfahrer ein bisschen blöd. In Deutschland dürfen die Rücklichter, die quasi an deinem Rad sind, offiziell ja nicht mehr blinken. Man kann das Ganze einfach umgehen, indem man sich zum Beispiel bei Garmin dann die französische Variante kauft. Dann kann das noch blinken. Finde ich nämlich eigentlich ganz gut, dass du, gerade wenn du auch irgendwie in der Dämmerung fährst oder im Hellen, dass man trotzdem ein Rücklicht dran hat, was irgendwie blinkt, weil du wirst von den Autofahrern mehr gesehen. Und vielleicht, ich bilde mir ein, dass sie rücksichtsvoller sind, wenn du ein Licht dran hast, nach dem Motto, okay, der macht schon auf sich aufmerksam.

Niclas: Und ich glaube, das Garmin-Ding, das blinkt dann auch so ein bisschen intensiver, wenn die Autos näher rankommen. Ein Freund von mir sagte so, ey, die haben echt Angst, dass die geblitzt werden, wenn die das nicht so richtig checken. Und ich glaube, das Garmin, ich weiß gar nicht, ob das meins macht, ich fahre ja selten hinter mir, ne? Ich glaube, es wird nur heller. Also es wird ein bisschen intensiver. Aber das Blinken auf alle Fälle, ja.

Björn: Okay, dann wahrscheinlich das, was mittlerweile auf jeden Fall im Leistungssport schon fast alle irgendwie benutzen oder irgendwas davon benutzen, ein Whoop, sei es ein Whoop, eine Apple Watch, eine Garmin, also irgendein Wearable, sag ich jetzt mal, was deinen Schlaf trägt, deine HRV trägt, deine Herzfrequenz trägt, whatever.

Niclas: Ja. Wie siehst du das? Finde ich gut. Also definitiv, vor allen Dingen für Menschen, die so ein bisschen stumpf sind und die halt dann aufwachen und schlechte Laune haben und der Rest der Menschheit mit ihnen leben muss, da kann so ein vernünftiges Schlaftracking schon mal sinnvoll sein, um mal zu sehen, hey, du schläfst eigentlich auch nur vier Stunden. Aber arbeite doch mal daran. Das finde ich gar nicht schlecht. Die HRV-Messungen sind teilweise so, mal so. Da gibt es auch eine schöne App, die heißt HRV for Training von Marco Altini. Die finde ich auch nicht schlecht. Die funktioniert auch nur mit dem Handy. Legst da halt deinen Finger drauf, geht so ein Licht, deine Lampe an und dann misst sie halt die Veränderungen. der Farbe des Blutes und dann kannst du darüber eine HRV-Messung machen. Aber ich finde, das Schlaftracking ist eigentlich so ein bisschen der Gamechanger, dass du ein Gefühl dafür hast, wie viel schläfst du, war das gut oder war das nicht gut. Und ich finde, da sind die schon ganz gut geworden.

Björn: Ja, also ich muss sagen, ich finde grundsätzlich diese Tracker auf jeden Fall gut. Das Einzige, wenn du Athleten hast, die sich über sowas, die da vielleicht auch zu viel reininterpretieren, finde ich es echt schwierig, weil... Also wenn dann Athleten anfangen mit, ja, mein Whoop-Wert ist heute nicht gut, ich kann die Intervalle nicht fahren und ich dann nachfrage, ja, wie fühlst du dich denn? Ja, ich fühle mich eigentlich nicht schlecht. Ja, dann probier es doch. Also dann versuch die Intervalle doch immerhin. Also das ist immer so ein bisschen, ich finde, man muss dem Athleten so ein bisschen Feingefühl dafür beibringen. Der eine braucht es wahrscheinlich, damit er genug schläft. Die anderen schlafen wahrscheinlich genug, machen sich dann aber verrückt, weil sie gesehen haben, ah ne, mein Whoop-Score war heute nicht gut, der sagt, meine Tiefschlafphase war nicht gut und dann stressen sie sich um ihren Schlafraum, das ist auch nicht gut. Also ich finde, das ist sehr athletenabhängig und manchen sage ich so, ja komm, zieh das Ding bitte wieder aus, es bringt bei dir nichts. Du machst dich damit nur verrückt. Das war vorher besser. Und bei anderen habe ich auch schon mal gesagt, na, es könnte sein, dass wenn du um, keine Ahnung, 12 Uhr ins Bett gehst und um 5 Uhr aufstehst, weil du auf Arbeit musst, du wahrscheinlich nicht genug Schlaf bekommst. Und wenn man denen das dann anhand so einem Tracker vielleicht mal verdeutlicht, hey, du schläfst jede Nacht nur effektiv viereinhalb Stunden vielleicht oder fünf und du solltest schon vielleicht mindestens sieben schlafen, vielleicht, wenn es richtig gut läuft, eher acht, macht das schon auch wiederum Sinn. Also ich finde, da braucht man immer ein bisschen Feingefühl, muss den Athleten ein bisschen einschätzen, um ihm da eine gute Empfehlung zu geben.

Niclas: Ja, ich hatte ganz früher mal so ein Ding für die Matratze. Das fand ich auch echt sensationell gut. Die Firma ist, glaube ich, pleite gegangen leider. Es war so ein etwas dickeres, ja, so ein 10 cm breiter Streifen, den hast du hingelegt. Das hat die Herzfrequenz aufgezeichnet, auch dein Schlafverhalten und Atemfrequenz und alles und das hat es echt gut gemacht und ich fand es irgendwie cool, aber es ist natürlich nicht so schön wie ein Uhr oder ein Ring oder irgendwie ein Armband. dass du halt überall mitschleppen kannst, willst ja nicht immer so ein Ding irgendwie mitschleppen, so ein Gurt, ja, und der war dünn, ja, also das war jetzt nicht so wild. Ich hatte den einmal mit auf Gran Canaria und um festzustellen, auf Gran Canaria schlafe ich natürlich viel, viel besser, weil ich da mehr oder minder, ich habe da natürlich schon gearbeitet, aber es hatte eben mehr so ein Urlaubsfeeling und von daher. Jo, also ganz gut, darf man nicht alles so super auf die Goldwaage leben, aber um mal so eine Tendenz zu kriegen, finde ich das schon ganz cool. So, nächster Punkt.

Björn: Ich glaube, ich wollte sagen, jeder Athlet sollte sich vielleicht einfach, bevor er sich sowas kauft, reflektieren, wie er denn auf solche Daten reagiert. Ja. Wenn man sich von sowas beeinflussen lässt, wäre ich vorsichtig damit. Wenn man es einfach, ich sag mal, logisch, analytisch sehen kann, dann macht es wahrscheinlich schon Sinn, weil man hier und da vielleicht seinen Schlaf wirklich verbessern kann. Wenn man ausprobiert, okay, schlafe ich denn besser, wenn der Raum komplett abgedunkelt ist? Ist es vielleicht zu warm in meinem Raum? Brauche ich Oropax beim Schlafen? Solche Sachen, ne?

Niclas: Also... Das kann schon helfen. Grundsätzlich, und das muss man vielleicht einmal ganz kurz sagen, alles, was wir hier sammeln, und diese ganzen Gadgets sind ja meistens Geräte, die auch irgendwie Daten aufzeichnen. Und ich sehe es immer so, was fängst du damit an? Das ist immer so die große Frage. Und es ist wie bei Problemen. Ich meine, du hast jetzt so Daten und weißt eigentlich nicht, was du damit machen sollst. Und das stellt dich vor ein Problem. Und es gibt halt so verschiedene Lösungsprozesse, Oder Probleme, beziehungsweise Datenmengen, wie gehe ich damit um? Du weißt, es gibt einfache Probleme, die kann jeder von uns selber lösen. Also was ist ich? Ganz platt, 20 Minuten Test mal 0,95 Schwelle. Das ist so, wow, jetzt habe ich eine Schwelle. Das ist so eine einfache Problemlösungsstrategie, ob jetzt gut oder schlecht ist, ist jetzt mal dahingestellt. Dann gibt es so komplizierte Probleme, die man selber auch noch eigenständig lösen kann. Sei es irgendwie die Berechnung von der Faula Max und dann daraus eine Stoffwechsel-Simulation bauen mit den Gleichungen, die Madama erstellt hat. Das sind kompliziertere Probleme, die sind aber lösbar. Die kann eine einzelne Person lösen. So. Da ist es jetzt. Und jetzt kommen wir in so einen Bereich, jetzt kommen halt so komplexe Probleme. Komplexe Probleme beziehungsweise komplexe Fragestellungen sind meistens nur noch im Team lösbar. Und ich finde so Schlafen mit den ganzen anderen Sachen, die wir so haben, das sind nur noch teamlösbare Aufgaben. Das heißt, du hast einen Coach oder du hast vielleicht auch eine... eine App oder eine AI, die das alles überwacht und sagst, okay, jetzt hier, bremse rein, jetzt darfst du nichts machen. Das übersteigt den Horizont. Und das ist genauso wie als Trainer, wenn ich, sagen wir mal, du arbeitest mit einem World Tour Team zusammen, bist da, ich arbeite da ein bisschen beratend und so weiter, Und dann haben wir, da hast du halt Ernährungsberater und dann hast du einen Koch und dann hast du irgendwie Performance hier und dann hast du irgendwie Head of Performance und dann hast du den und das und dann Head of Innovation und du merkst einfach, da sind halt sieben, acht Leute da. oder vielleicht sogar zehn Leute, die halt nur dafür zuständig sind, die Performance der Sportler zu tracken und irgendwie daraus einen Schuh draus zu machen. Und das sind halt komplexe Fragestellungen, wie kriege ich den Sportler fit. Deshalb ist es auch naiv zu glauben, dass du als Coach sagen kannst, hey, ich weiß alles und so machen wir das. Das ist immer eine abgespeckte Variante. Von daher ist es ja auch bei mir so, dass du... Du willst dich immer mit Sportlern unterhalten, du willst dich immer mit Trainern unterhalten, du unterhältst dich immer mit Wissenschaftlern, um einfach so ein Feedback zu kriegen, weil nur eine Studie anschauen ist halt ein bisschen dünn. Du musst dich halt intensiv mit Leuten auseinandersetzen, die auch in der Praxis leben. Und das sind halt so diese komplexen Probleme und die sind halt lösbar, wenn du die Zeit hast und vor allen Dingen Menschen um dich herum hast, die sich damit auskennen. Und dann gibt es halt die letzten Probleme, das sind chaotische Sachen. Das ist halt so Rennen, Tour de France, Mountainbike-WM, wie auch immer. Da sind halt so viele Fragestellungen, die halt so ineinander übergreifen, dass das alles chaotisch wird. Und du versuchst natürlich irgendeinen Plan zu bauen oder Intervalle zu bauen, dass du weißt, okay, hier attackieren wir und so weiter. Aber letztendlich versuchst du etwas Chaotisches zu lösen, was nicht lösbar ist. Und da muss man sich auch selber als ... Personen, die da mitarbeiten, auch so ein Stück weit lösen und sagen, okay, wir haben das Beste versucht, um etwas zu lösen, aber es ist am Ende des Tages nicht lösbar, weil wir wieder irgendwas vergessen haben, dann nimmt man das, chaotische Probleme nimmst du eigentlich immer nur mit, um da eine Lernkurve draus zu generieren, um beim nächsten Mal ein bisschen besser vorbereitet zu sein. Also, Rolle rückwärts, Je mehr Daten es gibt, desto mehr Fragestellungen gibt es auch. Und wie du schon gesagt hast, wenn das jemanden nervös macht, dann ist es besser zu sagen, ey. Entweder, also du bist mein Trainer, du beurteilst das, ich verlasse mich darauf, das wäre so der eine Schritt, oder ich habe eine vernünftige KI, die das alles überwacht und ich vertraue der auch. Und so, wenn ich selber eh schon so ein Mensch bin, der alles hundertmal hinterfragt und sich bei jedem, bei jeder neuen Studie und bei jedem neuen Training sagt, oh, jetzt müssen wir dies und jetzt müssen wir das und, und, und. Puh, vergiss es. Und man muss damit leben, dass alles, was wir wissen und lernen und so weiter, in einem Bruchteil von Zeiten und in wenigen Monaten wieder komplett anders sein kann. Ich hatte gestern mit einem Sportler gesprochen, ich dachte, jetzt kommt das Training, das wäre schon letztes Jahr. Nein, natürlich nicht. Ich entwickle mich auch irgendwie weiter. Jedes Mal kommt ja nicht immer das Gleiche. Ist ja Quatsch. Es muss ja auch irgendwie... Der Sportler entwickelt sich weiter, der Körper entwickelt sich weiter, die Wissenschaft entwickelt sich weiter. Von daher, das, was ich vor fünf oder sechs Jahren aufgeschrieben habe oder auch vor zwei Jahren, würde ich höchstwahrscheinlich so gar nicht mehr aufschreiben. Ja, ist so. Absolut. So, jetzt haben wir alle verwehrt.

Björn: Ich glaube, das war jetzt schon sehr wichtig, dass einmal gerade zu diesem Thema Wearables und auch vielleicht insgesamt zu diesen ganzen Datensammeln, weil da kommen ja noch ein paar Gadgets, das mal so gesagt zu haben, weil manchmal ist weniger mehr. Weil wenn man sich jetzt mal wiederum auch zurückdenkt, früher... haben die das alles nicht aufgezeichnet. Früher sind die nicht mehr mit Powermeter gefahren, die hatten keinen Herzfrequenzgurt, die sind einfach nur 30 Stunden jede Woche fahren gegangen, haben nicht mal was gegessen und sind trotzdem irgendwie relativ schnell geworden. Klar, die haben vielleicht das ein oder andere Mittelchen genommen, aber was ich einfach nur sagen will ist, Es funktioniert auch, wenn man weniger nutzt und zum Beispiel jetzt, ich sag jetzt mal blöd gesagt, nur die ganzen Basics wirklich nur benutzt und den ganzen anderen Kram weglässt. Dann kannst du trotzdem unfassbar schnell Radfahren und Spaß haben.

Niclas: Ein unglaublich gutes Körpergefühl. Und vielleicht sogar mehr Spaß haben. Ein gutes Körpergefühl. Das ist eigentlich das Entscheidende, was richtig, richtig gute Profis hinkriegen. Denen sagst du nicht, jetzt fahren wir 250 Watt Grundlage. Die fahren halt Grundlagen und sagen, ich weiß halt, wie sich das anfühlt. Und wenn sich das heute scheiße anfühlt, dann weiß ich, heute ist ein scheiß Tag. Dann fahr ich halt langsamer. Und davon gibt es ein paar wenige. Und auf der einen Seite können die ganzen Daten dir natürlich ein Feedback geben und sagen, heute ist nicht mein Tag. Auf der anderen Seite kann dich das auch so ein bisschen abstumpfen, indem du nur noch Zahlen fixiert bist und sagst, okay, oh, da passt irgendwas nicht, fünf Schläge zu viel, irgendwas passt nicht und so weiter, anstatt zu sagen, hey, who gives a fuck, ja, ich fahre heute einfach. So, und das ist so diese gesunde Balance zwischen heute geht nicht, weil ich mich einfach nicht gut fühle. Und heute geht es schon, auch wenn die Daten was anderes sagen. Das muss man halt irgendwie mit sich selber ausmachen. Und da ist ein gutes Körpergefühl nicht schlecht. Auch mal zu sagen, ich fahre einfach, gucke mal nicht auf meinen Puls, gucke nicht auf die Daten und schaue dann am Ende mal drauf, was passiert. Nämlich auch da ist es so, wenn ich mich irgendwie rein stresse in Daten, Und ich sehe, die Herzfrequenz ist ein bisschen zu hoch. Ich bin ja auch so ein Kandidat dafür. Wenn ich joggen gehe und ich habe so einen leichten Drift beim Laufen, denke ich so, oh fuck. Dann geht die Herzfrequenz natürlich automatisch höher. Da muss ich gar nicht drüber reden. Wenn ich dann aber Zero drauf schaue, Dann, oh wunderbar, alles super, Pace stimmt, Puls stimmt und so weiter. Von daher einfach mal sagen, ich gucke nicht drauf. Es gibt ja auch genug Leute, die im Rennen das gar nicht mehr tragen, weil es sie nervös macht und stört und wie auch immer. Von daher verstehe ich.

Björn: Da gab es doch auch einen Trainer hier mit Bumblebee-Mode. Und das ist auch sowas. Es gibt Athleten, ist super, wenn die im Rennen auf die Wattwerte schauen, weil sie das vielleicht sogar brauchen, um sich zu pushen. Und dann gibt es Athleten, Wenn die auf die Wattwerte gucken, denken die sich, ich fahre viel zu viel Watt, das hier halte ich doch niemals durch, weil im Training halte ich das auch nur acht Minuten durch. Wieso ich das hier jetzt zehn Minuten durchfahre? Wenn sie vielleicht aber nicht drauf geguckt hätten, sondern sich einfach nur auf die Strecke oder das Hinterrad vom Vordermann konzentriert hätten, wären sie die zehn Minuten gefahren. Ich glaube, was du gesagt hast, Körpergefühl. Die Athleten sollen mehr versuchen, erstmal... reinzuhören, okay, wie fühle ich mich, wie geht es mir und vielleicht erst dann ein Wearable nutzen und gucken, okay, was sagt das denn? Nächster Punkt. Finde ich, bin ich großer Fan von Rollentrainer.

Niclas: Ja, also ich finde Rollentrainer auch gut. Ich habe natürlich auch ein paar Leute, die Rollentrainer hassen. Das ist egal, ob es schneit oder regnet, die fahren trotzdem draußen. Aber ich finde, man kann da sehr zeiteffektiv arbeiten. Wunderbar trainieren und du kannst vor allem mit Drehmomenten rumspielen und so weiter und das ist ja nicht mehr so wie früher, wo du dich halt auf deinen, ich meine, da hast du halt so drei Rollen gehabt und dann saßt du da halt stundenlang drauf und hast gegen die Wand gestartet und vielleicht mal Musik geschaut und konntest vielleicht nochmal im Fernseher gucken heutzutage mit der ganzen Gamification. Wer es mag, kann das gerne machen und du kannst dir die ganzen Dinge reinprogrammieren. Ich meine, als die ersten Kickers kamen, als du auf einmal so Daten reinladen konntest und Rennen nachsimulieren konntest, war natürlich total abgefahren. Und von daher, ich finde es auch gut. Testen, das ist ein gutes Ding.

Björn: Also ich muss sagen, jeder, der... Jeder, der viel arbeitet und auch im Winter gescheit trainieren will, sollte sich so eine Rolle holen. Also es ist einfach abends noch eine Stunde auf die Rolle gesetzt. Ist super effektiv einfach.

Niclas: Gut, das war jetzt schnell. Dann haben wir einen... Ja, klar. Also entweder man hasst es oder man macht es. Ähm... NIRS-Sensoren, so was wie Moxie und so weiter. Boah, ich bin da total zwiegespalten. Ich finde die, ich würde die noch nicht mal gut, aber nicht notwendig. Ich bin da so, ich bin sogar, ich bin da echt zwiespältig, weil das, was ich so an Daten immer sehe, Manchmal denkst du so, wow, cool, Korrelation, da siehst du echt was und ich hab da noch nicht so, ja, ich bin da, manchmal denk ich so, ist cool und manchmal denk ich so, irgendwie, ja, passt das nicht so. Ich kann da noch nicht so, hab da noch nicht so den 100% Use Case, ähm, Noch nicht gefunden. Vielleicht irgendwie, dass man sagt, ich versuche immer eine hohe Sauerstoffsättigung im Muskel zu haben, wenn ich Grundlage fahre und so weiter. Aber da würde ich am liebsten mal so eine Probandengruppe von 60 Leuten sehen, 30 aufgeteilt, die alle so ein Ding haben. Das eine funktioniert und das andere funktioniert nicht. Und dann lasst sie doch mal irgendwie nach ihrer maximalen Sättigung fahren und die anderen einfach nur nach Power fahren. um mal zu gucken, ob da irgendwas passiert. Ich bin da noch so zwiespältig. Mich hat noch nichts so richtig überzeugt.

Björn: Ich finde, ich habe ein, zwei Athleten, die haben es, die nutzen es. gerade um zum Beispiel Intervalle vielleicht hier und da ein bisschen anzupassen. Also zu sehen, okay, klar, du konntest den nächsten Satz nicht fahren, weil du hattest noch nicht wieder Sauerstoff in deinem Muskel. Der erste Satz war vielleicht so hart, dass du dich komplett entsättigt hast. Dann machen wir die Pause ein bisschen länger und dann geht's. Oder wir machen die Intensität von den Sätzen einen Ticken runter wirklich nur und dann geht's auch. Für da ein bisschen nachzustellen, finde ich's gut, aber... Ist das jetzt der Game Changer? Dafür ist das Ding echt teuer. Dann musst du es auch wirklich immer gleich platzieren. Also vielleicht so für die letzten 0,5%, 0,1% macht es vielleicht Sinn. Aber dafür ist es eigentlich, finde ich, zu teuer, dass du wirklich die große Anwendung findest. Ja, also ich glaube... Deswegen kann gut sein, ja, aber man braucht es definitiv nicht.

Niclas: Nee, brauchen tut man es nicht. Ich glaube auch noch, wenn man noch ein bisschen mehr Daten hat und noch bessere Fälle hat, wo man es wirklich nutzen kann, da muss man auch vielleicht noch ein bisschen, wie gesagt, am Use Case noch ein bisschen arbeiten und dann kann ich mir vorstellen, dass das... Echt, was bringt, genau wie du gesagt hast, Intervalle anpassen, das habe ich auch damals, als wir so 40-20 und ähnliches gemacht haben, ja, ein bisschen hier mit der Spiro mitschleppen. Du wirst vor allem mal sehen, was im Muskel passiert. Da haben wir das schon ein bisschen gemacht und auch einigermaßen erfolgreich. Ja, also braucht man nicht. Nice to have. Ja, genau. Powermeter fürs Laufen, Stride.

Björn: Mhm.

Niclas: Bin ich gar nicht drin.

Björn: Bin ich raus.

Niclas: Ich kenne mich mit Laufen nicht aus. Also es gibt ja viele Möglichkeiten, die Leistung... Erstens messen wir da ja nichts, sondern wir berechnen was meistens. Es gab, glaube ich, mal so Sohlen, die wirklich so mit Drucksensoren gearbeitet haben, aber die konnten halt nicht laufen, weil die halt viel zu dick waren. Aber ich finde... Manche dieser Sensoren halt insofern spannend, dass sie dir, also sie geben dir eine Leistung aus, wie gut die jetzt auch immer ist und manchmal kackt die auch ab, weil wenn du irgendwie berghoch gehst und eine relativ hohe Hubleistung hast oder relativ viel Hub hast, dann nehmen die das nicht mehr richtig auf und dann reagieren die so ein bisschen über, wenn du bergab laufst und so weiter, vor allem im technischen Gelände. Aber sie zeichnen vor allen Dingen relativ spannend deine Laufbewegungen auf. Und das finde ich ist eine ganz coole Sache. Das machen die echt ganz gut. Also das, was ich so an Daten gesehen habe, zum Beispiel jetzt vom Stride, von diesem Duo-Messung, fand ich schon ganz cool. Wo eventuell Schmerzen auftreten beim Sportler oder Probleme schon mal waren, du siehst es schon in diesen Bewegungen und dann kannst du dagegen ansteuern. Das finde ich schon ganz spannend, also du entdeckst Muster und dann diese ganzen Bodenkontaktzeit, pipapo, gut, das zeichnen auch die Uhren und so teilweise auch schon ganz gut aus, aber... Ich finde die nicht schlecht. Also muss ich sagen, ich habe selber auch noch einen älteren natürlich und ich gucke mir die Daten ganz gut an, weil das so, ich meine das GPS-Signal ist teilweise so grottig schlecht beim Laufen. Und dann läufst du irgendwie so ein bisschen, hier wenn ich an der Isar entlang laufe, da sind ein paar Bäume und das ist bewölkt, dann hast du auf einmal irgendwie ein bisschen... 6,30er-Schnitt und denkst, kann das gar nicht angehen. Ich glaube, irgendwie jetzt schneller. Und dann siehst du, guckst dir das Stripe-Ding an und siehst, okay, die Watt sagen, aber sprechen eine ganz andere Sprache. Von daher bin ich da, finde ich das nicht schlecht. Ich finde die, wenn man ein paar Euro übrig hat, braucht man nicht zwingend, aber Nicht schlecht, ja.

Björn: Genau. Alright. Dann finde ich eigentlich, nächster Punkt, bei gut, aber nicht notwendig, ich mag sie sehr, Kompressionssocken.

Niclas: Ja.

Björn: Also gerade für lange Autofahrten, für, keine Ahnung, Flug nach Südafrika, du sitzt zwei Stunden im Flieger oder auch gestern der Anreisetag hier, trage ich sie eigentlich fast immer, weil du hast nicht so Ja, also ich habe am nächsten Tag nicht so einfach die schweren Beine. Ich finde es voll geil. Es gibt auch, wenn ich das richtig gesehen habe, Studien dazu. Da habe ich sogar gestern Abend ein bisschen recherchiert. Für in der Belastung gibt es wohl keine Studien, die irgendwas belegen, dass es funktioniert. Für die Regeneration schon, also Muskelkaterverringerung und sowas nicht. Ist soweit, sage ich mal, dadurch belegt. Also für die Regeneration Kompressionssocken zu tragen, macht schon auch Sinn. Und ich glaube allein, dass du halt, wenn du jetzt lange fliegst oder so, dir nicht das ganze Blut in die Beine läuft, das ein bisschen mehr zirkuliert, den Körper da noch ein bisschen unterstützt. Macht, finde ich, schon voll Sinn.

Niclas: Also ist schon super. Also ich habe auch noch, ich habe ein Paar, das habe ich schon seit, keine Ahnung, zehn Jahren. Nee, ich glaube sogar noch länger. Es funktioniert super. Günstiger Invest gewesen. Ich habe auch noch so eine Hose, die habe ich dann, boah, die habe ich schon ewig nicht mehr angehabt, aber die habe ich so, wenn ich so nach Neuseeland oder so geflogen bin, habe ich die dann mal angehabt. Ja, auch da, ja, ich glaube, es hat geholfen. Auch wenn ich lange Auto fahre, ich glaube, es hilft. Die Beine fühlen sich nicht ganz so ätzend an. Von daher, tut nicht weh, ist günstig, hält ewig. Die Dinger gehen ja auch nicht kaputt, weil die im Material halt so steif sind oder so fest gewebt sind, gewoben, dass die halt echt gut funktionieren.

Björn: Also ich trage die echt in.

Niclas: Ja.

Björn: Ähm, ja, finde ich eigentlich den nächsten Punkt, der auch richtig gut ist, ähm, Nimmt die Spannung ein bisschen aus der Muskulatur raus? Ist jetzt nicht so gut wie eine Massage? Ja, aber gerade finde ich jetzt zum Beispiel im Trainingslager, du sitzt jeden Tag fünf Stunden auf dem Rad, machst abends noch ein bisschen was für deine Muskeln, ein bisschen was vielleicht Beweglichkeit. Also abends so eine Viertelstunde einmal die Beine von unten nach oben langsam ausrollen. Finde ich voll gut. Danach vielleicht nochmal eine Viertelstunde die Beine ein bisschen dehnen. Hilft mir auf jeden Fall, dass ich hier nicht nach einer oder zwei Wochen mit Rückenschmerzen oder so aus dem Trainingslager humpel.

Niclas: Also ich sage mal so, der Invest ist halt super gering. Deshalb sage ich immer so. Kann man kaufen. Ich bin zu faul. Ich habe keinen Bock darauf. Ab und zu mache ich es mal. Ja, räume ich mal über die Wirbelsäule oder mal über die Beine. Tut halt immer weh. Und ich turne dann lieber ein paar Yoga-Videos nach. Oder wenn ich, gut, das wäre jetzt so ein Investor, der halt relativ hoch ist. Ich habe noch einen Compax liegen. Den knalle ich mir halt gerne an die Beine und lasse sie dann einfach durchwackeln. Ja. Das hat halt auch einen höheren Use Case, wenn du mal krank bist. Haben wir gar nicht auf der Liste übrigens. Gut, aber nicht notwendig. Ich finde halt so Elektrostimulationsdinger, womit du deinen Muskel auch mal so richtig an die Wand fahren kannst, wenn du zum Beispiel krank bist oder ähnliches. Finde ich, ist es schon eine ganz coole Sache. Also, Blackroll kann man auflassen. Finde ich gut.

Björn: Ja, also ich finde Blackroll halt auch, was du sagst, so für den Preis und wenn man es dann halt auch macht, also das Ding nur kaufen und sich da hinstellen, bringt halt wenig. Und meistens, wenn man es macht, ist es halt schon auch durchaus unangenehm. Aber ich bilde mir ein, dass es auf jeden Fall was bringt.

Niclas: Ja, ist doch gut. Hey, und wenn es nur das was bringt, dann bringt es schon was. Wenn du dich dann noch super fühlst, dann regenerierst du auch besser.

Björn: Ja, ich habe da noch aufgeschrieben Yoga-Gurt, weil ich den gerade zum Dehnen auch recht gut finde. Man kann auch einfach ein Handtuch nehmen. Also ich weiß, wir haben früher vom Verein im Athletiktraining einfach immer das Handtuch genommen, um den Fuß gewickelt. Geht genauso gut. Ja, genau. Yoga-Gurt. Schweißt. Was ich dann... Ja, finde ich, sollte man... Also, wie gesagt, ist gut, aber verzichtbar. Wenn du Sportler hast, die öfter Probleme haben mit Krämpfen oder hinten raus im Rennen gerade Probleme damit kriegen, kann man das, finde ich, sich schon mal anschauen, einen Schweißtest zu machen. um dann zu sehen, okay, wie viel Salz verliert ihr denn? Verliert ihr viel zu viel oder deutlich mehr wie der, ich sag jetzt mal, Normalo? Weil dann kannst du ja relativ leicht gegensteuern und einfach ein bisschen mehr Salz in deine Mische reingeben, gerade für einen Wettkampf oder für wenn es draußen heiß ist. Und dann solchen Sachen wie Krämpfen oder dass die Kohlenhydrate halt nicht mehr so gut im Muskel ankommen, weil du zu wenig Salz im Körper hast, ähm,

Niclas: Also erstmal lustige Story aus der Worldtour, alle machen Schweißtest, fand ich super, stellen dann fest, dass ein Athlet, mit dem ich dann intensiv zusammengearbeitet habe, extrem viel verliert. Ja, wissen wir noch, fürs Training ist gut, im Rennen kriegen halt alle die gleichen Flaschen. Ja, denkst du, egal, ich kriege ja immer Scheißflaschen die ganze Zeit im Rennen. Gut, dann hat man es irgendwie versucht, anders zu lösen. Ja, nee, also definitiv kann sinnvoll sein, wenn die denn valide sind. Und ich weiß gar nicht, was da, Precision Hydration macht sowas. Ja, es gibt so Sensoren dafür. Einen aus England und einen aus den USA. Ich weiß nicht, wie genau die sind. Ich habe jetzt einen Sportler, der die gerade mal durchtestet. Wenn ich da mehr weiß, sage ich mal was dazu. Aber dann ist auch nur ein Mensch, der die getestet hat. Von daher, im Zuge des Klimawandels kann das schon sinnvoll sein, zu wissen, wie viel... Ja, man verliert. Also nicht nur die reine Menge. Das kann auch mal ganz spannend sein zu wissen, okay, wie viel Wasser verliere ich eigentlich? Und dann natürlich auch die Zusammensetzung. Was steckt da eigentlich drin und wie viel sollte ich denn nachladen? Ja, definitiv sinnvoll.

Björn: Ich erinnere mich immer an die Videos von Lionel Sanders zurück, der das relativ easy gemacht hat. Der hat sich auf die Rolle gesetzt, hat sich davor gewogen, danach gewogen, geguckt, wie viel hat er denn getrunken. Dann kriegst du immerhin schon mal, also es ist ja auch eine Art Schweißtest, aber dann kriegst du immerhin schon mal eine Idee davon, okay, wenn ich jetzt eine Stunde fahre, wie viel Flüssigkeit verliere ich denn? Und dann kann man sich ja auch immerhin schon mal grob ausrechnen, wie viel Salz das ist. Und wenn du halt jemand bist, der unfassbar viel schwitzt, ja klar, dann schwitzt du wahrscheinlich... man kann es nicht genau sagen, aber wahrscheinlich auch mehr Elektrolyte raus und dann musst du auch dementsprechend mehr nachschieben. Gerade wenn du halt zum Beispiel viel Rolle fährst oder so. Also ich merke es bei mir selbst, dass ich auf jeden Fall viel Salz verliere. Gerade wenn wir Heat-Training oder so machen, muss ich da schon dran aufpassen, dass ich auf jeden Fall genug auch wieder zu mir nehme. Ja.

Niclas: Also ich habe dafür, das bringen wir nochmal auf die Plattform, ich habe dafür ein Rechenmodell erstellt, also zumindest was den Flüssigkeitsverlust angeht und im Feld sozusagen, also du hast die Temperatur, du hast die Luftfeuchtigkeit, also die Feuchtkugeltemperatur, dann hast du die Körperfett, Körperoberfläche, das ist wichtig, weil irgendwann, wenn es heiß wird, wird halt Blut an die Körperoberfläche transportiert, vor allem an die Beine. Und wenn du da etwas mehr Körperfett hast, idealerweise, weißt du noch, es gibt natürlich auch Menschen, da verteilt sich es eher obenrum, also wie viel Hitze können wir rausbringen. Dann ist es auch immer so, Heat Capacity, also wer hält mehr, also wie viel Hitze kann der Muskel irgendwie abtransportieren, wie viel Fett. Und dann natürlich die Leistung, die der Sportler hat und dann auch die theoretische Geschwindigkeit, die dann entsteht. Abhängig von dem Profil und dann kannst du berechnen, wie viel Flüssigkeit jemand verliert und das habe ich mal als bis jetzt glaube ich sogar nur noch als Excel, aber das ist halt schon echt ein komplizierteres Problem. Bringen wir nochmal auf die Plattform. Das heißt, wenn wir ein GPS-File haben, GPX-File und dann ungefähr Geschwindigkeit wissen, dass man weiß, wie viel Flüssigkeit jemand theoretisch verliert. Aber auch da, Windschatten, hast du halt wieder weniger Leistung und so weiter. Aber grundsätzlich zu wissen, wie viel Flüssigkeit jemand verliert, ist schon eine ganz spannende Sache, weil da passiert halt relativ viel. Besonders dann, wenn die Sonneneinstrahlung direkt kommt, Und, ah, großer Hinweis, by the way, der Endurance Innovation Podcast, die haben ja gerade wieder angefangen, die haben relativ viel zum Thema Heat gerade gemacht und da sind ein paar ganz spannende Sachen, also da auf alle Fälle mal, ja, da mal reinhören und, ja, genau.

Björn: Dann wahrscheinlich, gerade durch die Norweger, sehr populär geworden, Eigenlaktatmessung nenne ich jetzt mal, ob es ein Laktatspot ist oder ein anderes Gerät. Sich selbst in den Finger stechen, Werte nehmen. Wie siehst du das? Ich habe es selbst schon ausprobiert, ich finde es richtig schwer.

Niclas: Ja, das ist auch super schwer. Also am besten ballert man mal drei Streifen durch bei einer Messung. Das geht dann auch ins Geld. Ich weiß gar nicht, wie teuer so ein Streifen ist. Zwei Euro. Ich glaube, zwischen 2 und 2,50. Ja, dann ist es so. Also ich finde das, wenn du weißt, was du tust, kann es echt ein sinnvolles Tool sein. Und dann ist es immer so... Der Sportler darf sich nicht verrückt machen, ja, wenn du, sagen wir mal, du fährst Intervalle, ja, du fährst Schwellenintervalle, dann wirst du höchstwahrscheinlich, du fährst einen Schwellenintervall, misst danach, hast irgendwie 5 Millimol und denkst, uh, viel zu viel, ich muss langsamer fahren, ist meistens gar nicht so. weil Lactat wird ja auch als Treibstoff genutzt, fährst du nämlich das nächste Intervall und dann hast du vielleicht nur noch 3,8. Und diese Verwirrung, die entsteht bei diesen Messungen, da hilft es sich entweder intensiv damit auseinanderzusetzen, was nicht so einfach ist, und B, du hast eventuell noch einen Coach, der dich da ein bisschen guidet und der vor allem auch weiß, was passiert. Also wenn du so eine Simulation machst, der halt auch weiß, okay, wir haben ersten Anstieg, wie sieht die Sättigung im Muskel aus, Sauerstoffsättigung eventuell, dann fahren wir Fatmax oder irgendeinen Speed, der zumindest das Laktat abbaut. Oder ich mache wirklich gescheite Intervalle mit Over-Under und messe dann mal durch und schaue mir an, was passiert. Dann kann das schon sinnvoll sein. Ich habe auch Sportler, die das machen. Das bedarf aber einiges an Anleitung und selber messen und sich dann verrückt machen und Lactat ist halt auch echt abhängig davon, hast du genug gegessen, bist du kohlenhydratverarmt, dann misst du auf einmal irgendwie ein Millimol und denkst so, boah, krass, ich bin hier jetzt voll optimiert schon, fühlt sich aber eigentlich irgendwie so wie so ein halbgares Toast und... Und dann weißt du einfach so, wo kommt das her, ne? Der Puls geht auch irgendwie so halb hoch und du hast irgendwie nur einen Millimol und fährst 300 Watt und denkst so, scheiße, eigentlich muss ich total fit sein, sagt man Laktat, nee, ist gar nicht, bist du halt glykogen verarmt. Und da diese Rückschlüsse zu führen, hm. kann Leuten echt ziemlich Kopfzerbrechen bringen und ob dann so der Benefit, wenn da jemand irgendwie jetzt mit einer 50er Sauerstoffaufnahme oder auch einer 55er oder 60er jetzt anfängt, groß Laktat zu messen, um nochmal so das letzte Quäntchen rauszuholen, dann sage ich so, mehr Volumen wäre vielleicht cool oder irgendwie, keine Ahnung, Intervalle und meistens dann mehr Volumen, ja, und da brauchen wir jetzt nicht noch irgendwie crazy durchoptimieren, ähm, Im Hochleistungssport finde ich es cool. Da macht es Sinn. Da können wir wirklich rumspielen und Spaß haben. Bei allem anderen würde ich sagen, räumt euch mehr Zeit für Training ein. Dann geht es auch besser voran. Und wie gesagt, man kann sich da auch echt wunderbar fair messen. Also großartige, lustige Quatschmessungen kann man machen. Ja.

Björn: Okay. Sollen wir die letzte Kategorie noch angehen? Weil da haben wir nicht so viel drinstehen.

Niclas: Und du hast ja auch vorhin gesagt, wir dürfen eigentlich... Ja, also das ist jetzt so, ich würde jetzt mal sagen, das ist so die Kategorie... Also, nee, wir reden einfach drüber. Das ist so die Kategorie, wo ich sage, boah, die stiftet teilweise mehr Verwirrung als Nutzen. Wobei, wir haben da auch Heatsensor draufstehen. Ich finde, der Heatsensor hat definitiv einen Use Case. Ja, es gibt jetzt eine Studie dazu oder es gibt mehrere Studien dazu, also es korreliert schon, aber es zeigt jetzt nicht unbedingt die Körperkerntemperatur an. Also wir haben schon ein paar, was weiß ich, 0,5 Grad Versatz oder wenn ich mich irgendwie internal irgendwie kühle mit so einem Eisslushy oder so, wird das der Core-Sensor höchstwahrscheinlich gar nicht richtig so schnell registrieren, wie zum Beispiel jetzt eine Core-Messung. und er zeigt tendenziell auch ein bisschen weniger an. Ich muss mal gucken, vielleicht können wir die Studie auch irgendwie noch in die Shownotes reinballern. Er hat teilweise zu wenig, zeige ich da an. Und da kannst du dich natürlich irgendwie überschätzen in der Leistungsfähigkeit. Auf der anderen Seite ist es auch wieder so ein verwirrungsstiftendes Gerät. Wenn du sagst, oh, ich darf nicht über 39,5 und wenn ich da über diesen Punkt bin, dann breche ich ein. vor allen Dingen in so einem kurzen Rennen oder kürzeren, was weiß ich, Cross-Country oder meinetwegen auch Marathon, dann zeigt sich wieder auf der anderen Seite, dass es Sportler gibt, die fahren halt mit 40 Grad durch die Gegend und kollabieren im Ziel und das ist halt die Fähigkeit, die sie haben, ja, die können halt wirklich deutlich darüber gehen, also auch da, wo ist jetzt so die Grenze, ja, wo ist deine Schwelle an Heat Capacity, was du verträgst und ist es auch trainierbar und Also ich finde, wir brauchen auch da noch mehr Daten, vielleicht auch validere. Der Algorithmus dieses Gerätes kann sicher noch mal angepasst werden, aber grundsätzlich gibt es einen Use Case und ich sehe auch, dass man zum Beispiel bei so einem Ultramarathon oder beim Laufen zum Beispiel, Dass man sagt, okay, ich pace mich hier so durch. Oder nachher in der Rückanalyse der Daten, dass man nochmal sagt, okay, was ist hier eigentlich mit der Wärme passiert? Wieso hat das nicht geklappt? Das können schon echt spannende Daten sein. Muss man sich mit auseinandersetzen. Und ich glaube auch, dass wir noch, die Datenlage noch zu gering ist, dass wir sagen können, okay, wenn jemand so und so fährt, dann haben wir halt ein Problem. Ich bin gespannt.

Björn: Und das war auch so ein bisschen mein Grund, warum ich ihn jetzt auf die Quatsch gesetzt habe, weil ich finde halt, teilweise viele Athleten kaufen ihn sich. Er wird irgendwie auch schon auf so Leihplattformen angeboten, dann kann man nämlich leihen. Ich finde aber so, den jetzt nicht einfach nur zu holen, ich glaube, er kostet fast 300 Euro irgendwie.

Niclas: Echt?

Björn: Also ich glaube, 82 auf jeden Fall. Und dafür finde ich, ist das, also das ist das Geld einfach noch nicht wert, weil jetzt vielleicht ein Prozent der Athleten wirklich was damit anfangen können aktuell und einfach den sich jetzt zu kaufen und immer mit sich rumzutragen ist. Ja, wie du auch sagst, die Datenlage ist einfach noch nicht da. Das Gerät misst vielleicht auch einfach noch nicht genau genug. Der Algorithmus dahinter passt noch nicht ganz. Und deswegen finde ich halt dafür jetzt 280 Euro auszugeben, ja...

Niclas: Ich schaue mir die Daten an, auch beim Heat-Training und so weiter, ob es da Korrelationen und welche Ideen es gibt und es gab jetzt auch gerade wieder ganz spannend, also wie heiß soll der Körper eigentlich laufen und so weiter, gibt es auch ein bisschen was gerade wieder an Studien, da kann man das ein bisschen steuern, also man muss sich jetzt nicht immer voll an die Wand fahren und von daher, da kann es schon sinnvoll sein, Ja, also, ja. Aber kommen wir jetzt zu meinem Lieblingsgerät.

Björn: Ja, nee. Was ich noch zu dem Heat-Sensor sagen will, weil ich finde, das ist so gerade bei den ganzen Gadgets halt ein Punkt, der mir wichtig ist, dass man kann für diese Sachen unfassbar viel Geld ausgeben, aber viele Athleten kriegen es dann nicht hin, ihre 60 Gramm Kohlenhydrate jede Stunde zu nehmen oder das Eiweißpulver danach zu nehmen. Richtig. Und dann finde ich halt, ja, du gibst 280 Euro dafür aus, kauf dir mal für 280 Euro Gels oder Eiweißpulver, guck, dass du genug Eiweiß nimmst, dass du genug Kohlenhydrate nimmst, damit wirst du definitiv besser werden, wie mit jedem Heat-Sensor. Und das ist halt das... Was ich immer so ein bisschen schwierig finde. Man ist sehr schnell dabei, für irgendein Gadget viel Geld auszugeben, weil es cool beworben wird, aber die einfachen Sachen, die Basics, die einfach mal richtig zu machen und die langfristig richtig zu machen. Es bringt jetzt auch nicht nur einen Monat, dich gut zu ernähren. Ernährung ist was, das musst du über Jahre hinweg ordentlich machen. Und dann wirst du besser werden. Und das ist auch, glaube ich, das, was die richtig guten Athleten von den nicht so guten Athleten vielleicht einfach unterscheidet, dass sie halt einfach die einfachen Sachen über die lange Zeit richtig machen und deswegen die Anpassung haben. Und deswegen bin ich gerade was den Heat-Sensor, weil ich das Gefühl habe, dass sich viele Leute ihn kaufen wollen, finde ich halt immer so, ja, die 280 Euro würde ich für was anderes ausgeben.

Niclas: Ja, Rücklicht von Garmin.

Björn: Ja, so, dann wirst du nicht umgefahren und liegst da.

Niclas: Lifesaver, echt, total. Neongelbe Weste. Keine Ahnung. So, jetzt haben wir, dann haben wir noch auf nicht so, nicht so wichtig, Blutzuckersensor. Boah, ich finde die halt super schwierig, weil die halt, egal, also ich sage mal so, die haben, natürlich sind die wichtig, super wichtig für Menschen, die Probleme damit haben, Diabetiker. Aber was wir erlebt haben, ist vor allen Dingen eine so massive Verunsicherung der Sportler, dass die echt wirklich, die haben nichts mehr gegessen oder nur noch dies und das und die haben sich echt unterernährt zum Teil, ja. Und dann haben sie irgendwie, haben sie wieder irgendwas gegessen und dann gab es wieder so einen Spike im Training und die haben sich das ja nicht erklären können und, boah, also für mich als Coach war das, also, ne, wenn jemand, klar, also wenn du jemandem zeigen wirst, du isst den ganzen Tag Mist, ja, kann das vielleicht sinnvoll sein, ihm so ein Ding da zwei Wochen ranzupoppen und sagen, hey, dein Blutzuckerspiegel geht aber immer viel zu hoch, isst doch mal mehr Gemüse und Vollkorn. Ja. Ja, okay, kann man eventuell auch mit einem Ernährungstagebuch machen. Und klar, jeder reagiert auch ein bisschen anders auf eventuelle Lebensmittel. Ja, aber ich hatte vor allen Dingen das Gefühl, dass es die Sportler und auch die normalen Menschen vor allen Dingen massiv verunsichert. Und ich bin da nicht so happy. Und ich weiß auch nie genau, Wie, also wie genau messen die Geräte, ja, also das ist, ich hoffe, sie tun es, ja, sind ja Medizinprodukte, dass sie das tun, aber ja, also ich war nicht so, ich finde, es hat mehr Panik gemacht und es ist auch so ein Gadget, das so, Boah, das ging dann von kranken Menschen in den Spitzensportbereich, wobei die große, gibt es Super Sapiens eigentlich noch? Ich glaube nicht. Also auch da, ich meine, die sind halt echt verschwunden. Also die Geräte siehst du ja eigentlich gar nicht mehr. Und jetzt ist, glaube ich, vielleicht eher sogar ein Lifestyle-Produkt geworden. Aber da sage ich so, Alter, isst doch lieber Gemüse und Vollkorn und isst weniger Zucker und dann ist die Kiste auch irgendwie... Dann passt es auch, ne? Und kombinier doch mal Lebensmittel, ja? Wenn du irgendwie dir gleich Stärke reinballerst, dann geht natürlich dein Blutzuckerspiegel hoch, kombinier es doch mit ein bisschen Eiweiß und Fett und, oh Wunder, es steigt ja nicht so an. Einmal eins, ich meine, das sind zwei DIN-A4-Seiten, die kannst du dir über gesunde Ernährung durchlesen. Und dann weißt du, wie es funktioniert. Und, jo. Jeder weiß, wie es geht, wie man sich vernünftig ernährt. Und braucht man so einen Sensor? Ich weiß es nicht. Ja. Was sagst du? Es ist immer so lustig, wenn Leute damit rumranden mit diesen Dingern und du denkst, ey, bist du krank oder was? Nee, ich messe das jetzt und dann haben wir es natürlich auch ausprobiert und wir haben auch ein paar zugeschickt bekommen und dann haben das die Sportler gemacht. Die darfst du nicht im Rennen tragen, also musst du das nur in der rennenfreien Zeit machen und dann kann man sagen, mein Blutzuckerspiegel ist so und ich habe im Training dies und das und große Verwirrung, wirklich größte Verwirrung. Und Blutzuckerspiegel ist auch von der Psyche abhängig. Also wenn da jemand irgendwie so super gestresst ist, dann sieht das auch wieder anders aus. Also ja, das geht so in den Bereich rein.

Björn: Ja. dass man, wenn der Sportler stoffwechselgesund ist, dann ist es für unseren Körper erstmal nicht schlimm, wenn der Blutzuckerspiegel ansteigt. Der kann das regulieren. Das ist ganz normal in unserem Stoffwechsel. Und gerade als Sportler, der, sagen wir mal, jetzt 10, 15, 20 Stunden die Woche trainiert, du wirst das alles wieder verbrennen. Du musst deine Kohlenhydrate essen.

Niclas: Also... Das ist halt Quatsch so. Ja, also wenn jemand das macht und jemand auch noch echt mit dem Arzt, der eventuell das gerne besprechen, der sich damit auskennt, der schon viele von diesen Werten gesehen hat und das auch beurteilen kann, dann sage ich yes. Das ist halt auch so ein Bereich, da muss ich ehrlich sagen, das ist für mich… Das ist so grenzüberschreitend. Ich habe da zu wenig Plan von, dass ich sagen kann, okay, wir haben hier ein Problem. Ich kann natürlich was dazu sagen, wenn ich sehe, oh, das ist zu hoch und das ist permanent zu hoch, das ist jetzt nicht so geil. Aber da gehst du zum Arzt und sagst dir, ey, bitte checken. Und das ist so ein Gerät, das in die Medizin gehört und schwierig. Reboots. Magst du Reboots nicht?

Björn: Ich habe die noch nie benutzt, ehrlich gesagt. Ich muss sagen, ich habe sie auch noch nie benutzt, aber die Studienlage sagt halt bisher, es ist Fubbes.

Niclas: Aber weißt du, ich meine, die sehen halt lustig aus. Man sieht halt aus wie so der Marshmallow-Mann von Ghostbusters. Ja.

Björn: Ich glaube halt, eine Black-Roll- bringt dir halt mehr oder das Geld, was du da für die Reboots ausgibst, gehst du halt lieber zum Physio oder... Einmal essen gehen. Ich muss vorsichtig sein, wenn ich sage, dass Physios massieren, das machen sie nicht, sondern du gehst dann zu einer, jemand, der dich massiert. So, fertig. Also vielleicht lieber das Geld dafür ausgeben, für eine gute Massage ausgeben. Hast du wahrscheinlich im Endeffekt mehr, entspannt dich vielleicht sogar noch besser. Ähm...

Niclas: Ja, also so Kompressions... Ich finde, es wird halt auch... Dinger, ja. Ja, ich finde, es wird halt auch... Gibt es noch andere Firmen als Reboot? Ja, also es gibt ja noch so... Wie heißen diese Geräte denn eigentlich? Wie heißen die eigentlich so? Beschreibung?

Björn: Boah, keine Ahnung. Ich habe sie halt unter Reboots aufgeschrieben, weil das so der Hersteller ist, der mich am meisten auf Instagram mit Werbung zuballert.

Niclas: Ja, also ich habe Sportler, die das haben. Ich kann dazu gar nicht so richtig viel sagen. Interessant finde ich auch die Studienlage gerade, was so... so diese kalten Kaltwasser Behandlung angeht und Regeneration und so weiter, was ja so der Shit war so immer so, da gab es ja extra so Becken, da hast du so aufblasbare Dinger und mit Kaltwasser und dann haben sie alle irgendwie so Eistonnen im Garten gestellt und so weiter und jetzt kommt eine Studie raus, die sagt aber das machen sie auch immer noch Ja, ich weiß, aber jetzt kam mir gerade irgendwie so vor zwei, drei Monaten, ich muss mal raus, kam eine Studie raus, die sagt so, hey, alles Käse, im Gegenteil, Regeneration ist schlechter, Warmwasser ist es. Ja, du musst dich halt in eine warme Badewanne legen, sage ich schon immer. Da erhole ich mich nämlich und nicht, wenn ich mich in zwei Grad warmes Wasser stürze. Da bin ich nämlich danach, also Immunsystem, alles dahin gestellt.

Björn: Also ich lege mich am liebsten... Ich lege mich am liebsten ins Bett oder gegebenenfalls dann einfach zwei Decken und bleibe dann irgendwie, wenn ich fertig bin, bleibe ich halt da zehn Stunden liegen, fertig.

Niclas: Nee, so eine heiße Badewanne oder warme Badewanne hat wohl angeblich einen höheren regenerativen Charakter, als sich in eine Eistonne zu legen. Und ich weiß auch echt nicht, ey, sorry, haben wir nicht schon genug Probleme in der Welt, anstatt sich jetzt irgendwie noch... in so eine Eiswanne zu hauen? Ey, fahr doch mit dem Fahrrad bei Scheißwetter in die Arbeit. Das ist real toughness, ja. Ja, also, na gut, ich finde es schon faszinierend, wenn ich hier an der Isar spazieren gehe. Ja, genau, wenn ich an der Isar ein paar Leute sehe, die sitzen dann da, ich hatte vor kurzem, das war echt abgefahren, ich sah da einen Typen in einem Bademantel Und zwar, der joggte im Bademantel und Flipflops über den Isar-Kanal zur Isar rüber. Da dachte ich so, ey, was ist denn jetzt los? Und es war wirklich kalt. Und dann auf einmal sah ich den Bademantel an einem Baum hängen und die Flipflops davor. Und ich lief dann mit meiner Frau lang. Und dann sagte ich so, ey, pass mal auf, der hat sich hier jetzt reingesetzt in die Isar, keine Ahnung, wie viel Grad die gerade hat, drei, vier, fünf, sechs, keine Ahnung. Und da saß er dann da, total gechillt. Und ich dachte schon, das ist schon, wenn man es mag, kann man es machen, wäre jetzt nicht so meins. Es gibt ja, glaube ich, diese Gruppe auch in München, Munich Hot Springs oder so, die treffen sich dann regelmäßig und setzen sich dann in die Isar ein, die immer scheiße kalt ist. Und haben dann ihre Wollmütze auf und hängen dann ab. Also ist ein netter Zeitvertreib, kann man machen. Ich würde mir jetzt, also da sage ich mal, ich wohne dicht genug an der Isar, dass ich das machen würde. Aber ich bin ja auch jemand, der bei uns, wenn ich jetzt hier schwimmen gehe, da bei uns, wir haben jetzt gleich zwei Seen um die Ecke, wirklich fußläufig. Ich ziehe mir ja schon Neo an. Meine Frau schwimmt noch im Badeanzug und ich ziehe mir Neo an. Erstmal hat der geilen Auftrieb. Und ich hasse es, im Wasser zu frieren. Es ist die Hölle. Ich bin halt an der Nordsee gewachsen.

Björn: Kaltes Wasser geht gar nicht.

Niclas: Richtig scheiße.

Björn: Meine Freundin zieht mich damit auch auf, dass ich, die geht easy ins Schwimmbad und ich bleibe auf der Wiese liegen, weil ich mir sage, nö, ist mir zu kalt, habe ich keinen Bock drauf. Also kaltes Wasser kriegt man nämlich auch nicht rein.

Niclas: Ja, ich bin auch, wenn ich mit meinen Söhnen im Schwimmbad bin, da ist es so, da gibt es halt das Kinderplanschbecken, das halt total angenehm temperiert ist und dann gibt es halt das normale Schwimmbecken und das ist echt kalt. Das ist super kalt. Ich gehe da rein und denke so, oh fuck, Alter. Und es ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie drei Prozent Körperfett habe. Schön wär's. Es sind deutlich zu viel drauf. Eigentlich habe ich so einen guten Bioprenpanzer als Fett um mich herum geschichtet. Ich friere trotzdem. Ja. Okay, gut, das war unsere Gadget-Liste, ausgiebig, ja, gut, die können ja auch Instagram so ein Ding da rein basteln, welche unverzichtbaren Gadgets es noch gibt und welche so richtig sinnfrei sind. Ja, also wir haben auch noch so Kettlebell und Gymzugang, finde ich super. Ich finde ja auch Ruderergometer super, so ein Ding zu Hause stehen zu haben, ist auch für mich ein unverzichtbares Gadget, aber ist ja jetzt eher auf mich gemünzt und unverzichtbar.

Björn: Die gute Brille hast du sogar genannt. Die gute Brille. Wir haben noch Oakley-Brille drinstehen.

Niclas: Achso, Oakley. Wer hat denn Oakley-Brille reingestehen? Ja, weil du meintest, man braucht eine große Brille. Achso, man braucht eine große. Ich? Du brauchst eine Oakley. Achso, ja. Also ich habe nur Oakley. Ich habe eigentlich nur Oakleys, weil ich die immer hatte. Ich habe auch so ganz alte Oakleys. Habe ich dir das erzählt? Ich habe so eine geile Lance Armstrong Oakley von 1900. Ja, genau. Ja, genau. Mehr Zeit fürs Essen zubereiten ist auch noch unverzichtbar. Und sich nicht nur Quatsch reinziehen. That's it. Nächste Woche. Sehr schön.

Björn: Viel Spaß beim Training. Nächste Woche, nächste Folge.

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