Von Durability zu Süßwasserfischen
In der heutigen Folge sprechen Björn und Niclas über das Thema Durability im Radsport: Was verbirgt sich dahinter, wie lässt es sich trainieren und für wen ist es eigentlich relevant? Anschließend werfen die beiden einen Blick auf allgemeine Themen rund um den Radsport und verlieren sich zum Abschluss in einem lockeren Smalltalk über Bücher. Viel Spaß beim Zuhören!
Transkript
Björn: Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster You Podcast. Guten Morgen, Björn. Guten Morgen, Niklas. Du lachst schon so. Ja, weil das Thema, was ich mitgebracht habe und wozu ich ein bisschen was rausgesucht habe, wäre Fatigue Resistance oder auch Durability genannt. Und das Erste, was Björn dazu sagte, war, es ist ein Scheißthema. Ja.
Niclas: Nee, das ist ein super wichtiges Thema, aber das ist halt, das wird eine große Unbefriedigung darstellen, dieses Thema, weil es ist nicht lösbar. Ich erinnere mich noch an ein altes Buch von Choing Cheng, ich weiß nicht, wie hieß er denn noch? Chang heißt er glaube ich, der auch die Chang-Methode für Aerodynamik gemacht hat. Der hat mal ein Buch über Ausdauer geschrieben. Und da ging es darum, wie Ausdauer, also vor allen Dingen wie Ermüdung definiert wird. Wir wissen es nicht. Keine Ahnung. Also ich arbeite ja mit ganz, mit Menschen zusammen, die sehr kurze Ausdauerdisziplin machen, so 4000 Meter Verfolgung und da auch auf einem super hohen Level. Ja. Und dann arbeite ich mit Leuten zusammen, die halt so im ganz anderen Spektrum unterwegs sind, nämlich Ultraläufe, ja, oder hier dieses hier Ultra Cycling, ja. Ja. Und da auch im höchsten Bereich, ja. Also mit Daniel Steinhauser, der irgendwie Weltrekord auf der Rolle hat und Race Across Italy und sonst irgendwas alles gewinnt. Also Durability ist mannigfaltig, wie man so schön sagen würde. Und ich finde es immer lustig, wenn dann irgendwelche Kilojoule-Angaben gemacht werden und wie viel Leistung kann da noch jemand bringen und, und, und. Aber... Niklas ist vorbereitet, ich bin null vorbereitet. Vorteil. Ich lasse mich jetzt belehren und gebe meinen Senf drauf. Und Cates dazwischen. Genau, wir können auch so Clickbait-mäßig machen. Ich kann ja die ganze Zeit immer so total provokante Sachen sagen. Wie man das so macht als Hardcore-Influencer oder politisch Schiefgerichteter, muss man einfach nur Blödsinn sagen. Oder Schwurbler, dann kriegt man auch Klicks, ja, genau. Nee, das machen wir nicht. Das ist ein scheiß Thema, ist vielleicht schon die richtige Einstellung, um Leute zu sensibilisieren, sich das hier anzuhören.
Björn: Okay, also das, was du jetzt schon gesagt hast, trifft schon ziemlich gut zu, weil wenn man... Genau, weil es ist halt echt super schwierig, dieses Thema so richtig zu unterteilen und so richtig daran festzumachen, okay, was ist denn jetzt der limitierende Faktor? Und das wurde auch in dieser Research, die ich mir angeguckt habe, erklärt. quasi wurde das als allererstes gesagt, so, boah, vieles, was wir hier sagen, sind auch einfach Anekdoten aus der Worldtour und aus der Praxis, die halt quasi gemacht wird. Aber es gibt halt keine Studien dazu. Und was halt auch direkt gesagt wird, und ich glaube, das ist eigentlich das Schwerste an diesem Thema, wenn du Hobbysportler bist und wenn du Einsteiger bist, sagen wir mal irgendwas V2-Mark zwischen 45 und 60, dann ist quasi alles, was du an Training machst, meistens erstmal gut für deine Fatigue-Resistance. Weil dann bist du wahrscheinlich in einem Stadium, wo du die Woche über 90 Minuten trainierst und am Wochenende mal 3 Stunden, 4 Stunden, wenn es hochkommt, 5 Stunden fahren gehst. Und jede dieser 5 Stunden Fahrten wird deine Fatigue-Resistance verbessern. Und dieses Thema kannst du eigentlich nur so richtig geil bei Profisportlern reiten, zumindest wenn man es selbst aus Trainersicht sieht. Und das Problem mit Profisportlern ist, die machen nicht so gerne an Studien mit. Das heißt, diese ganzen Daten, diese ganzen Studien, die gemacht werden, die werden halt meistens mit Leuten gemacht, wo quasi egal welches Training du auf sie drauf wirfst, sie werden halt besser werden dadurch und ihre Fatigue Resistance wird besser werden. Man müsste das quasi eigentlich mit World Tour Teams machen, um da wirklich gute Daten und sinnvolle Ergebnisse zu haben.
Niclas: Ich werfe jetzt mal was anderes in den Ring. Ich behaupte, dass eine zu frühe Fatigue Resistance im Nachwuchsalter schlecht für die Entwicklung der Sportler ist. Anekdoten mäßig betrachtet. Ich habe manchmal Sportler, junge Sportler, die in den U19-Klassen und so weiter richtig gut sind. Die holen, die gewinnen wirklich super viel, ja. Mhm. Und dann gucke ich mir die Daten an und die haben dann so eine 70er Sauerstoffaufnahme und eine 04er Laktatbildungsrate. Oder vielleicht auch mal eine 038er Laktatbildungsrate und eine 035er. Oder vielleicht auch nur eine 65er Sauerstoffaufnahme und eine 03er Laktatbildungsrate. Die fahren halt, und dann sind die vielleicht noch ein bisschen schwerer, die fahren halt so ein Tempo durch. Und das können halt viele junge Fahrer gar nicht. Die sind halt immer, ich bin halt kein guter Starter, aber dann hole ich sie ja. Und ähm... Solche Leute werden dann auch mal gerne deutsche Meister. Total faszinierend. Auch im Cross habe ich alles erlebt. Und dann siehst du die Daten und denkst, krass, das ist ja, wie geht denn das? Und die kommen halt einfach über ihr hohes Dauertempo. Und wenn du dann andere Sportler hast, die jung sind und mit so einer, oh guck mal, ich hab mein alles noch an hier am Computer, muss gleich mal ausmachen, die mit einer relativ guten Sauerstoffaufnahme um die Ecke kommen, aber mit einer hohen glykolytischen Leistung, die halt sofort verraucht, ja, die fallen so ein bisschen unter den Radar, vor allem dann, wenn sie auch noch leicht sind. Von daher ist der Indikator Fatigue Resistance definitiv ein Indikator, der in den Profisport gehört oder in den Sport reingehört, der von Erwachsenen gemacht wird und immer daran gemessen werden muss, wie die Ausgangslage des Sportlers ist. Und dann wird auch ein Schuh draus. Also grundsätzlich kann man sagen, zumindest das, was ich sehe, je mehr Volumen jemand macht, desto besser wird die Fatigue Resistance. In der Regel. Also wirklich. Wenn du keine Zeit hast, musst du halt draufkloppen. Das darf man nicht sagen, aber funktioniert. Hast du keine Zeit, fährst halt die ganze Zeit Sweetspot und Schwelle. Macht definitiv deine Fatigue Resistance gut. Und jeder kennt ja auch dieses Phänomen. wie du schon das geschildert hast, du fährst irgendwie in der Woche immer anderthalb Stunden, anderthalb Stunden und dann fährst du einmal lang und dann merkst du so, nach anderthalb bis zwei Stunden, boah, jetzt wird es irgendwie langsam zäh, ja. Und genau das ist ja der Punkt, den wir ändern wollen. Und maßgeblich dafür sind immer, wie hoch ist der aerobe Anteil, vor allen Dingen auch, wie hoch ist der aerobe Anteil in deiner Sauerstoffaufnahme, maximalen Sauerstoffaufnahme. Du hast ja auch immer einen glykolytischen Anteil und manchmal hast du so Super Sauerstoffaufnahmen, ja, irgendwie 80 und dann stellst du aber fest, der hat eine 0,9er Laktatbildungsrate, also richtig hoch. Der kann halt einmal richtig draufhauen und danach geht er ein und das beobachte ich bei allen Fahrern, also vor allem bei Worldtour-Fahrern. Junge Worldtour-Fahrer kommen mit krassen Sauerstoffaufnahmen um die Ecke, aber mit hohen Laktatbildungsraten und die verraucht es einfach und du denkst, das kann doch gar nicht sein, der hat doch eine mega Sauerstoffaufnahme. Das bringt da in dem Falle nicht so viel. Genau, jetzt habe ich viel geredet.
Björn: Jetzt hast du vor allem schon ein bisschen was vorgegriffen. Aber das ist ja gar nicht schlimm. Du hast deine Aufzeichnung auch nicht geteilt. Doch, die steht drin. Ich habe es halt ehrlicherweise erst heute Morgen um 7 Uhr gemacht. Also ich bin früher aufgestanden, weil ich es gestern nicht geschafft habe. Und habe heute Morgen die Podcast-Vorbereitung gemacht.
Niclas: Da habe ich mich mit anderen Dingen beschäftigt. Mit Oliver Matthäus, der übrigens in China bei der Rundfahrt führt, wenn ich das nur so sagen darf.
Björn: Und auch bestimmt eine gute Fatigue-Resistance hat.
Niclas: Gutes Beispiel für extrem hohes Volumen. Also wirklich fast nur Volumen und eine Mischung aus Volumen, Höhe und Heat. Wenig intensive Sachen. Kommt aber auch aus einem, wie soll ich sagen, vielleicht nicht mit der höchsten Sauerstoffaufnahme, nicht mit der höchsten Laktatbögenrate um die Ecke. Da funktioniert es super. Dann gibt es andere Sportler, wie zum Beispiel Johannes Adamitz, der jetzt gerade deutscher Meister geworden ist am Berg. vor echt guten Leuten, der spricht zum Beispiel ganz anders auf Training an, was Fatigue Resistance angeht. Da musst du halt deutlich stärker auf den einen breschen, damit das funktioniert.
Björn: Okay, also wir wollen erstmal ein bisschen zusammenfassen, was ist denn überhaupt Fatigue Resistance, was ist Durability? Und im Endeffekt haben wir beschreibt Durability wie lange du einen Reiz aufrechterhalten kannst. Man spricht da eigentlich von richtig Durability erst so ab drei Stunden, so alles unter drei Stunden. Also, stimmst du wahrscheinlich zu, ist halt, auch wenn ich eine hohe V2-Max habe und eine hohe Laktatbildungsrate, so bis zwei Stunden, wenn ich mir genug Kohlenhydrate reinschiebe und vollgeladen bin vorher, kann ich das wahrscheinlich noch sehr gut einfach so mitfahren, ohne dass da groß was passiert. Wie man dann aber vielleicht auch im Worldtour-Rennen sieht, nach drei Stunden, nach vier Stunden gehen halt dann deutlich mehr Krachen und... Somit spricht man eigentlich so ab drei Stunden davon. Und normalerweise sagt man immer, okay, die Leistungsfähigkeit wird bestimmt von, sagen wir mal, V2 Max und FDP so. Das sind die Faktoren, die mittlerweile auch so in der breiten Masse bekannt sind. In der Worldtour und vor allem auch dann im Scouting, also auch im PKT- und KT-Bereich und dann in den U-Klassen, also U19-Klassen. wird halt dann vor allem auch noch auf diesen dritten Faktor geschaut, auf die Durability. Sprich, welche Leistung kannst du denn noch nach drei Stunden, nach vier Stunden erbringen? Wir hatten ja auch schon mal diesen Compound-Score. Der hat das ja versucht, so ein bisschen abzubilden. Also was ist quasi deine Vier-Minuten-Leistung, deine Fünf-Minuten-Leistung? Hatten wir ja damals schon gesagt, man kann das theoretisch auch, wenn wir jetzt auf Bergfahrer schauen, sagen, okay, was ist deine 20-Minuten-Leistung? Nach erbrachter Leistung X. Das Problem, was wir ja jetzt auch schon kurz angesprochen hatten, ist so ein bisschen, okay, wie kann man das überhaupt testen und aus was setzt sich das denn zusammen? Also welche Parameter spielen denn in diese Fatigue Resistance rein? Da ist ja schon, wie du auch angesprochen hast, ist ein bisschen schwierig. Also man weiß es nicht so richtig. Was sind denn jetzt wirklich die Parameter, die Fatigue Resistance ausmachen? Zum einen haben wir Kohlenhydratverfügbarkeit. Das heißt, Umso länger wir fahren, umso mehr Kohlenhydrate verbrauchen wir da. Und somit unsere Schwelle verändert sich, unsere Laktatbildung verändert sich, umso länger wir fahren. Das heißt, das ist zum einen ein Faktor, der auf jeden Fall da schon mal mit reinspielt. Man hat in den vergangenen Jahren, dadurch, dass wir jetzt alle anfangen, immer mehr Kohlenhydrate aufzunehmen, halt gesehen, okay, die Leistungen hinten raus werden auf jeden Fall höher. Somit Kohlenhydratverfügbarkeit muss einer der zentralen Punkte sein. Das ist der einzige Grund, warum es in den letzten Jahren quasi dann so abrupt besser geworden ist, in Anführungszeichen, weil die Leute angefangen haben, Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Ein weiterer Punkt, der aufgeführt wurde, sind Muskelschäden und quasi Gewebestress, auch wenn jetzt Radfahren im Vergleich zu Laufen zum Beispiel deutlich weniger betrifft. Muskelschäden hervorruft, haben wir leichte Muskelschäden auf jeden Fall, weil wir auch immerhin einen leichten mechanischen Reiz haben. Somit zählt der Punkt auf jeden Fall auch ein. Wahrscheinlich sogar in Rennen wie zum Beispiel Mountainbike Marathon deutlich mehr als zum Beispiel, wenn wir jetzt ein flaches Straßenrennen haben. Weil wir dort natürlich einen höheren mechanischen Reiz haben. So, dann allgemeine Entzündungsprozesse im Körper. Also über längere Belastungen haben wir einen höheren systemischen Stress. Also einfach mehr Stress, der sich angesammelt hat im Körper, der zu Entzündungen führt. Wurde auch aufgeführt. Und dann noch einmal unser zentrales Nervensystem. Das heißt quasi unser Gehirn, eine Ermüdung im Gehirn und eine Ermüdung des zentralen Nervensystems. Zum Beispiel ganz gut zu regulieren durch Koffein bis zu einem gewissen Grad zumindest. Das sind so die vier Punkte, die aufgeführt wurden, quasi was in diese Fatigue Resistance mit reinspielt. Wichtig zu sagen, es ist noch nicht 100% erforscht.
Niclas: Gar nicht. Zero. Da bin ich da auch so ein bisschen so, ich hatte mal mit einem WorldTour-Team gesprochen. Haben sie dann über Fatigue Resistance gesprochen. Was meint ihr denn jetzt genau damit? Oder Durability? Und dann haben sie sich halt so, ja, also wenn wir es jetzt so nach 3.500 Kilojoule das und das fahren. Und dann hat sie gefragt, wie setzen sich denn diese 3.500 Kilojoule zusammen? Ja, also da haben wir auch verschiedene Protokolle. Also so klassisch war damals zumindest, oder was die gemacht haben, war dreimal 20 Minuten Sweetspot. Oder 20 Minuten Test, dreimal 20 Minuten Sweetspot, dann wieder ein 20 Minuten Test. Das ist schon eher sportlich. Das tut schon richtig weh.
Björn: Also da musst du ja auch vom Kopf her, sei mal bereit, quasi fünf Intervalle zu fahren, blöd gesagt. Und zwei davon sollst du all out performen. Also...
Niclas: Ja, genau. Und dann prozentual, wie ist der Abfall? Und dann sagst du, okay, das ist die Fatigue-Resistance.
Björn: Das wurde tatsächlich zum Beispiel, wenn wir jetzt darauf hinkommen, das wäre Punkt 3, wie testet man Durability? Der erste Punkt, der als Goldstandard aufgewiesen wurde, war genau so ein Prozedere. Und zwar ein Vergleichstest frisch gegen ermüdet. Man soll quasi einen 20-Minuten-All-Out-Time-Trial machen, soll danach ... Über zum Beispiel ein festgelegtes Protokoll an Intervallen. Es wurde gesagt, spezifisch auf die Sportart, die der Sportler machen soll. Also wenn wir jetzt zum Beispiel einen Mountainbike-Marathon-Fahrer haben, der auf welligem Terrain performen will und immer fünf Minuten Anstiege hochknallt, dann machen halt vielleicht dreimal 20 Minuten Sweet Spot nicht so viel Sinn. Ja. Wenn wir jetzt einen Bergfahrer haben, macht es vielleicht schon mehr Sinn. Und am Schluss halt wieder ein 20-Minuten-Time-Try. Das andere Protokoll wäre quasi, okay, wir setzen einfach 3000 Kilojoule durch und testen das danach. Also wenn ich jetzt 3000 Kilojoule bei 50% meiner FDP entspannt durchfahre, wird wahrscheinlich, wenn ich mich dabei mit Kohlenhydraten versorge, jetzt nicht so extrem viel passieren. Es ist halt vor allem da sehr wichtig, wie werden diese Kilojoule umgesetzt? In welchem Bereich werden sie umgesetzt? Wie wird sich dabei verpflegt? Man muss sich da im Optimalfall, wenn man das selbst testen will, halt ein klares Protokoll festsetzen. Und die dritte wird quasi gesagt, okay, wie ist einfach Herzfrequenz zu Power in Kopplung? Also wie verhält sich Herzfrequenz zu Power? Das ist, finde ich, sogar noch... eigentlichen Wert, wenn man es über zum Beispiel lange Grundlageneinheiten sieht, ist das eigentlich ein Wert, den du ganz gut mit Sportlern über ein Jahr hinweg tracken kannst, ohne jetzt ein besonderes Protokoll fahren zu müssen, weil schau dir deine Herzfrequenz zu Power in der letzten Stunde vom 5-Stunden-Grundlagentraining am Anfang der Saison und am Ende der Saison. Im Optimalfall ist es am Ende der Saison deutlich besser.
Niclas: Da schmeiße ich was rein. Ich verbessere meine VH2 Max in Sechs Wochen um mindestens 10 bis 15 Prozent. Ja. Weißt du, wie das geht? Zumindest bei Garmin. Die ganze Zeit mit der 60er-Frequenz durch die Gegend. Da haben wir leider dieses Decoupling nicht so stark, weil da hast du halt immer eine niedrige Frequenz und eine niedrigere Herzfrequenz. Genau. Ja, aber das quasi soweit erstmal zu den Punkten. Wie kann man es testen? Genau, da muss man echt vor allem bei diesen Testen muss man ein bisschen aufpassen und da wird es dann so ein bisschen technisch. Kohlenhydratverfügbarkeit hast du ja gerade angesprochen. Das ist ein ganz spannendes Thema, weil bei wirklich intensiven Belastungen. Wenn wir praktisch ganz platt gesagt übersäuern, muss Carnitin einspringen, um das zu puffern. Wenn wir Carnitin nicht mehr zur Verfügung haben, schalten wir auch schnell mal den Fettstoffwechsel aus. Das ist in Modellen noch gar nicht so richtig beschrieben. Ich arbeite da ein bisschen dran mit Sebastian. Das heißt, in der Spiro würdest du sehen, dass du... plötzlich auch bei geringeren Intensitäten vermehrt Kohlenhydrate verstoffwechselt, was total spannend ist. Und ich finde, das erklärt bei vorhin bei Leuten mit einer hohen Laktatbildung, hohe glykodytische Leistung oftmals diese oder auch die Einbrüche, vor allem nach ein paar Tagen, beziehungsweise meistens sogar am zweiten Tag. Die haben einfach keine Kohlenhydrate. Obwohl man denkt, ich habe mich eigentlich tipptopp versorgt, aber sie verbrauchen eigentlich sogar rechnerisch oder in echt sogar mehr, als wir eigentlich rechnen würden. Weil man denkt ja immer, jede Leistung ist gekoppelt an einen bestimmten Kohlenhydratverbrauch. Stimmt nicht. jede Leistung ist gekoppelt an den metabolischen Zustand, in dem du dich befindest, ja, auch abhängig von der Trittfrequenz. Wenn du dir jetzt richtig eine reinfrittest, in einen Hardcore-Intervall fährst, 30 Sekunden all out, das ein paar Mal machst, dann ist mal dein Fettstoffwechsel ruckizucki weg, ja, und dann fährst du halt schön mit Kohlenhydraten durch die Gegend, auch bei niedrigeren intensiven Belastungen.
Björn: Im Endeffekt das, was mir dieses Jahr in Willingen passiert ist.
Niclas: Genau, du läufst einfach leer. Und spannend ist es zu sehen bei Sportlern, die hohe Laktatbildungsraten haben. Da haben wir diesen Effekt, hohe Laktatbildung, hohe Sauerstoffaufnahme. Was passiert? Erster Tag läuft gut, zweiter Tag Katastrophe. Sie haben sich halt leer gefahren, haben es nicht nachgegessen. Und dann ab dem dritten Tag wird es in der Regel immer besser. Die kompensiert uns dann, beziehungsweise die Laktatbildungsrate sinkt dann auch. Wir sind da ja hochgradig flexibel. Das ist auch, also sagen wir mal, laktatgesteuertes Training, was eine super Sache ist. Auch da muss man immer aufpassen. Nicht ein Laktatwert heißt, ich bin jetzt in der Zone unterwegs. Das ist echt unterschiedlich. Oder beziehungsweise noch besser zu sagen, Ein Laktatwert, beziehungsweise eine Wattleistung, Watttraining ist super, ich bin da ein großer Freund von, aber eine Wattleistung spiegelt nicht immer den gleichen metabolischen Zustand wieder. Kennst du selbst, ich sehe, Niklas testet gerade wie wild sein Laktat und er stellt fest, ich verschwelle. Bei 5 Millimol und beim nächsten Intervall fahre ich Schwelle bei 4 Millimol. Und dann fährt man vielleicht sogar mal Schwelle bei 3,5 Millimol. Dann sinkt das ein bisschen ab. Deshalb machen auch so Warm-Ups manchmal Sinn bei intensiveren Trainings. Und auch im Training selber kann man immer mal testen, wo fahre ich Grundlage. Keine Ahnung, bei 1,3 Millimol oder was weiß ich. Dann testet man das halt die ganze Zeit mal so durch, wenn man darauf Bock hat. und richtet sein Training danach. Auch das gibt es. Sorry, irgendwie bin ich so ein bisschen abgerichtet.
Björn: Passt ja, passt ja. Aber wenn wir dann gerade beim Training sind, kommen wir mal auf Punkt 4 quasi. Was ist denn Durability? Nicht Quatsch, sorry, nicht was ist Durability, sondern kann man es trainieren und wie kann man es trainieren? Grundsätzlich kann man auf jeden Fall sagen, ja, man kann es trainieren, wie ganz am Anfang schon angesprochen. Ähm, Für die meisten Hobbysportler ist es einfach, dadurch zu trainieren, fahrt halt mehr Volumen. Wenn das Ganze quasi ausgereizt ist, dann kann man sich überlegen, okay, was machen wir denn jetzt? Grundsätzlich, auch schon bei Profisportlern, kann man auf jeden Fall schauen, okay, kann man hier und da noch das Training im Grundlagenbereich hochziehen? Da gab es auf jeden Fall eine Studie, dass umso höher das Volumen im Grundlagenbereich ist, umso besser ist der Ermüdungszustand. Also umso weniger ermüden die Sportler einfach hinten raus in Wettkämpfen. Und das ist meistens halt etwas, wo man halt sieht, okay, mittlerweile gibt es auch U-Sportler, die schon extrem viel trainieren. Dazu gab es auch eine Studie vor drei, vier Jahren.
Niclas: wo sie U23-Fahrer getestet haben, ich glaube, es war bei Tour of the Alps, haben geschaut, wie viel Volumen sind die halt davor gefahren im Winter. Und alle, die die mehr Volumen gefahren haben, sind halt besser gewesen. Und das ist wirklich so Indikator Nummer eins. Willst du besser werden, musst du halt Kilometer dir reinwirken. Das ist natürlich für normale Menschen echt schwierig. Dann fahrt halt schneller. Also wirklich, wenn du keine Zeit hast, musst du dir das irgendwie anders holen. Bin ich so der größte Freund von. Auf der anderen Seite, ich arbeite mit einem Sportler zusammen, der macht Triathlon ganz gut. Der hat halt keine Zeit. Und da versuchen wir halt überall Zeit zu finden. Das heißt, der sitzt halt jeden Morgen eine halbe Stunde auf der Rolle oder geht eine halbe Stunde joggen. Und dann füllen wir halt, keine Ahnung, der hat halt normalerweise ein Trainingsvolumen von 14 Stunden oder 12 Stunden. Und dann hauen wir ihm irgendwie noch dreieinhalb, vier Stunden rein, die wir so hier und da reinquetschen, ohne dass es sein Familienleben zu sehr beeinflusst und und und. Da kann man sich auch Volumen holen, einfach kreativ sein. Am Ende des Tages heißt es immer mit Fahrrad auf Arbeit fahren, wie viel Energiefluss kriege ich durch meinen Körper durch in bestimmten Bereichen.
Björn: Genau, das wäre quasi, ich sage jetzt mal so, der einfachste Weg. Dann sehr lange Radausfahrten. Sprich, bei einem Hobbysportler, der normalerweise seit 90 Minuten die Woche übertrainiert, am Wochenende vielleicht mal zwei, drei Stunden fahren geht, wenn es quasi auf einen Wettkampf hinzugeht, wo Durability wichtig ist, Klassiker, Ed Stahler, super wichtig, dann müsst ihr halt lange Touren fahren. Also umso länger eure Touren werden, umso besser ist es. Bei Profisportlern, die normalerweise, naja, also ich habe selten Trainingseinheiten auf dem Plan, die unter drei Stunden sind, dann sind es halt eher schon Touren sechs Stunden, sieben Stunden, über sieben Stunden, gut, acht Stunden haben wir auch schon gemacht im Trainingslager, aber einfach dann halt wirklich sehr lange Grundlageneinheiten. Ähm, Um quasi damit schon mal diesen hohen Energiedurchsatz auch schon mal zu trainieren und den Körper, ich sag jetzt mal, anzugewöhnen. Dritter Punkt wären intensive Belastungen am Ende einer langen Radfahrt. Das heißt, wir gehen drei Stunden Grundlage trainieren und anstelle von, wir setzen unsere Sweetspot-Intervalle nach einem 30-minütigen Warm-up an den Anfang, setzen wir es halt ans Ende. So. Da ist halt, finde ich, immer wichtig, wenn man das... Also ich mache das eigentlich nur mit Sportlern, die schon wirklich sehr austrainiert sind. Die wenigsten Hobby- und Amateursportler, finde ich, ist das wirklich sinnvoll. Kann man auch schon machen. Aber meistens sind es dann, finde ich, noch andere Stellschrauben, die besser funktionieren. Aber man kann es da auf jeden Fall mit anfangen. Und eigentlich ganz simpel einfach die Intervalle mal nach hinten packen.
Niclas: Genau. Wenn man es so richtig nasty machen will, fehlt man halt am Anfang ein bisschen härter. Sweetspot und hat dann vielleicht nochmal so eine Verbindungsphase von zwei Stunden Fatmax dazwischen und dann nochmal zweimal Sweetspot oder Schwelle dahinter. klemmen, dann ist es halt so richtig, richtig eklig. Das ist dann schon sehr Rennen-ähnlich. Also am Anfang sich ein bisschen wehtun, dann so eine Transition-Phase und dann am Ende nochmal irgendwie alles rausholen. Das mag ich ganz gerne.
Björn: Ja, ich erinnere mich an ein Training von dir, Sweetspot. Am Anfang zweimal 20 Minuten mit einem harten Start, dann irgendwie drei Stunden Grundlage fahren und hinten raus noch einmal harter Start mit 20 Minuten Sweetspot. Das ist klasse. Macht Bock wie Sau. Ja. So, vierter Punkt, Krafttraining.
Niclas: Schweres Krafttraining. Du fragst dich und als ob ich es gewusst hätte, jetzt hat der Björn da so ein gelbes Ding rangeklemmt an sein Mikrofon und Niklas schaut schon die ganze Zeit, was macht der denn da? Krafttraining, sage ich dir. Das zählt bei dir als Krafttraining. Weißt du, was das ist? Nee. Das ist ein Sensor, der Geschwindigkeit misst, fürs Krafttraining. Und leider gibt es diese Firma nicht mehr, habe ich gerade festgestellt. Den habe ich nämlich wiedergefunden. Ich habe einen Pulsgurt gesucht. Also nur so ein Stoffding. Den Sensor habe ich, weil irgendwie ist meiner kaputt gegangen. Und da habe ich diesen Sensor gefunden, der echt cool ist. Nur leider gibt es die App dazu nicht mehr. Ich habe die jetzt mal angeschrieben. Die Webseite gab es auch nicht mehr. Ich habe da irgendeine E-Mail-Adresse rausgefischt. Der arbeitet halt geschwindigkeitsbasiert und du hast das Gewicht eingegeben. Der hat auch so Magneten. Deshalb, klack, klebt er hier auch dran an meinem Mikrofon. Und der hat dann auch die Watt ausgespuckt und wie viel Kilo und wie stark du es beschleunigst und es war ein cooles Gerät, weil du wirklich immer direkt gesehen hast, wie viel Energiefluss du da eigentlich gerade herstellst. Schön, also geschwindigkeitsbasiertes Training konnte man damit sehr schön machen, aber jetzt kommen wir zum Krafttraining, weil auch geschwindigkeitsbasiertes Krafttraining ist eine spannende Sache, was so Resistance und Durability und sowas angeht.
Björn: Genau, also da geht es vor allem darum, ich glaube, als wir über Krafttraining gesprochen hatten, ging es auch um diese Studie von Rönnestadt, die das ja quasi auch gezeigt hat, dass wenn, die hatten über zwölf Wochen zwei Gruppen gegenübergestellt, zweimal Krafttraining die Woche versus quasi kein Krafttraining die Woche. Das war auf jeden Fall die Gruppe, die zweimal die Woche schweres Krafttraining gemacht hat. Also ich glaube, es waren Squats, Ausfallschritte und Kreuzheben. dass diese Gruppe auf jeden Fall eine bessere Fatigue-Resistance hatte. Ich weiß aber auch noch, dass wir damals die Studie ein bisschen kritisiert hatten, weil die halt einfach nur gesagt haben, okay, nach 2000 Kilojoule. Also da wurde quasi nicht dargestellt, wie diese 2000 Kilojoule zustande gekommen sind. Normalerweise würde ich sagen, kann man bei Runnister davon ausgehen, okay, die werden sich schon ein gutes Protokoll überlegt haben, wie sie das quasi gemacht haben.
Niclas: Also ja, ich glaube, Krafttraining ist grundsätzlich eine gute Sache, aber bei manchen siehst du, dass es super funktioniert, bei anderen siehst du so, okay, ist es den Aufwand wert oder können wir das irgendwie anders reinschleichen? Und geschickt da vielleicht einfach nur so kurze Sachen, bevor uns das Trainingsvolumen eventuell flöten geht. Schöner Spruch von Nachwuchsfahrern, ich muss jetzt aber dreimal die Woche Krafttraining machen. Und dann trainieren sie halt noch acht Stunden auf dem Fahrrad und dann sage ich so, vielleicht können wir das auf zweimal reduzieren. reduzieren oder auf einmal und dann so kleine Sessions zu Hause, ich glaube, das Volumen ist eher wichtiger als das Krafttraining. Da muss man sich halt entscheiden, was ist wichtiger. Krafttraining, definitiv gute Sache, aber nicht zu Lasten vom Volumen. Außer das Volumen ist schon so ausgereizt, dass man sagen muss, okay, es wäre nicht schlecht, wenn wir da eh ein bisschen runternehmen.
Björn: Genau. Und dann der letzte Punkt, Fasted, Low Carb Training.
Niclas: Oh ja, großartig. Niklas, ich habe es dir gesagt und ich habe es dir schon vor einem halben Jahr gesagt. Es kommt wieder. Es kommt wieder. Es wird wieder kommen. Und natürlich, also das Signaling, also die Signalwirkung von... Fasten hat immer auch eine Auswirkung auf Ausdauer. Und jeder, der in diesem Low Carb Wahn schon mal unterwegs war, vor vielen, vielen Jahren war das ja mal super, super, super in, vor 15 Jahren. Und ich weiß noch, dass Sky und so weiter ja auch teilweise Hardcore Low Carb trainiert haben. Ja. Führt definitiv zur Anpassung, aber will man das haben und vor allen Dingen macht es Sinn bei Leuten, die schon brutal viel fahren. Da macht es in der Regel gar keinen Sinn, aber bei jemandem, der halt wenig Zeit hat, eventuell, wobei ich bin eigentlich eher der Meinung, lasst alle die Finger davon. Es ist halt super schwer zu steuern. Die meisten Leute quälen sich eher und dann denken sie, Training muss sich halt schwer anfühlen, es muss unangenehm sein und ich muss mich danach so fühlen, als ob ich irgendwie von einer Galere komme und von Rom nach Supi so gerudert bin. Nein, muss man nicht. Und vor allem der folgende Trainingsreiz ist halt auch total spannend immer. Also ich kriege eine WhatsApp von einer Sportlerin, die sagt, die Intervalle, da war ich das letzte Mal total fritte. Ich weiß nicht, ob ich die nochmal fahren will. Ist ja jetzt World Cup wieder. Dann sage ich, du musst halt essen danach. Und oh Wunder, wenn man sich direkt nach dem Training so richtig was reinschiebt, ist am nächsten Tag auch wieder alles tipptopp. Fehler Nummer eins ist, Nach dem Training nicht genug essen bei Profisportlern. Wobei jetzt, wir wollen jetzt von Fasted-Training reden. Also die Signalwirkung ist da. Ich finde es halt schwierig.
Björn: Also was halt klar gesagt wurde, ganz wichtig, wenige Einheiten Fasted und im Optimalfall eigentlich nicht länger wie 60, maximal 90 Minuten, wo man dann wirklich Fasted fährt. Also zum Beispiel, wenn ihr sagt, okay, Ich habe Sportler, die zum Beispiel, wie du auch vorhin beschrieben hast, der Triathlet, die halt irgendwie noch Training in die Woche mit reinquetschen wollen. Und dann schreibe ich manchmal rein, so, yo, kannst dich aufs Rad setzen, fährst morgen 60 Minuten vor der Arbeit, vor dem Frühstück, bevor irgendjemand wach wird, also aufstehen, Kaffee trinken, Wird gesagt, einfach aufs Rad setzen, aber dann verpflegst du dich halt währenddessen zum Beispiel schon mal mit 30 Gramm so, dann hast du so ein bisschen diesen Effekt, der da mit reingeht und du fährst dich halt nicht komplett leer. Sowas, das kann man machen und das funktioniert und das ist auch eigentlich, wenn man es in diesem sehr kleinen Rahmen macht, ist es okay, würde ich sagen. Womit ich nicht mit anfangen würde, ist halt jetzt zum Beispiel jemand, der, keine Ahnung, 20, 25 Stunden die Woche trainiert und anfängt seine langen Grundlageneinheiten. Ja, ich fahre mal nüchtern los und esse dann drei Stunden nichts. Und erst nach drei Stunden fange ich dann an, was zu essen und komme dann heim und esse dann auch wieder noch wenig.
Niclas: Das war früher halt Standard. Also das ist normal. Also als ich gefahren bin oder schnell Rad fahren konnte... So Ende der 90er. Du unterwegs warst. Quasi. Da war Standard, Trainingstag. Zu der Zeit habe ich dann in Hamburg studiert. Da bin ich dann am Freitag zu meinen Eltern gefahren, nach Husum. Das waren 170 Kilometer. Und auf der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal, das war so nach 70 oder 90 Kilometern, habe ich eine Pause gemacht. und hab mir eine, ein Brötchen mit Salami, that's it, ja, hab ich gegessen, man konnte sich da so, man konnte sich praktisch so in diese Streben von der Brücke reinsetzen, was total schön war, ja, dann hat er so auf dem Lastikan mal geschaut, das Ding hab ich dann gegessen und bin dann weitergefahren, so viel hab ich gegessen, das war normal, danach kommst, ich war immer komplett tot, als ich zu Hause ankam, hast du halt auch irgendwie gar nichts mehr gegessen, weil du auch schon irgendwie so mau warst und dann bin ich sonntags zurück und teilweise auch oder montags zurück, ja, da bin ich halt so früh los, dass ich dann, wenn ich eine Vorlesung dann am Nachmittag hatte oder mittags oder so, dass ich dann da irgendwie rechtzeitig ankam, mit Gepäck immer, ja, immer eine Kuriertasche auf und dann bin ich gefahren, das war halt totaler Schwachsinn. Mein Gott, habe ich mir die Sauerstoffaufnahme ramponiert. Was für einen Blödsinn man da gemacht hat. Ich erinnere mich an eine Trainingsfahrt. Wir fuhren und dann irgendwie, wirklich nach drei Stunden haben wir dann gesagt, okay, jetzt dürfen wir mal essen. Und es gab da einen Apfel. Ich meine, hallo, wie gaga ist das denn? Ein Apfel auf einem Apfel. Ja, dann sind wir sechs Stunden gefahren, sechs Stunden, hatte vielleicht zwei Äpfel gegessen und dann weiß ich noch, ich bin mal irgendwie so sechs, sieben Kilometer von zu Hause weg gewesen und frage meinen Kumpel, du, ich weiß gar nicht mehr, wo wir sind. Hallo, geht's noch? Ja, viele Anekdoten, wenn du mal mit älteren Sportlern redest, sehr spannend. Es gab ja auch eine Generation vor mir, die in den 80ern viel gefahren ist, die haben ja nicht mal getrunken, weil auch trinken war verpönt.
Björn: Ja, diese Jan-Ulrich-Anekdoten mit 500 Milliliter Wasser, 200 Kilometer Radfahren.
Niclas: Ulrich durfte schon noch trinken. Ich war in Hendrik Gernis zum Beispiel Mountainbiker, dreimal Mountainbike-Weltmeister, auch Olympische Spiele, ich glaube in Atlanta, nee nicht Atlanta, davor Los Angeles, war da richtig, richtig gut. Und der ist mal aus dem Kader mehr oder minder rausgeflogen, als der damalige Trainer der dänischen Nationalmannschaft gesagt hat, ihr dürft nichts trinken. Und Jan ist halt komplett ausgeflippt und hat gesagt, ey, wir haben ja Los Angeles super heiß, wir müssen jetzt was trinken. Also auch trinken war mal verpönt. Und genau, Essen auch verpönt. Jetzt ist ja alles wieder erlaubt. Oder jetzt haben wir halt erkannt, dass das alles sinnvoll ist. Und von daher, ich bin kein großer Freund davon. Auch so Menschen, die intermittierend fasten und dann morgens halt sich zwei Stunden Training reindrücken, in die Arbeit kommen. Ich meine, das ist ja auch sozial ein richtiger Scheiß. Stell dir vor, du hasst jemanden. Der fährt zur Arbeit, eine Stunde, kommt dann erstmal in seinem Ammoniak-Schweiß. Ich meine, so Leute, die Low-Carb leben oder kaum essen, die riechen ja auch unangenehm nach irgendwie so wie Haukattel, so vergammelter Hai, den du im Sand vergraben hast in Island. Dann kommen die an und dann haben die halt super schlechte Laune. Ja, zu Recht, ich hätte auch schlechte Laune, wenn ich nichts essen darf. Ja, wenn ich nichts essen darf, hat schlechte Laune, dann sehen die halt aus wie so ein abgewetztes Seil, ja, so irgendwie so und dann, ja, es ist auch, denkt bitte dran, jemand, der versucht wenig zu essen oder Fasted Training zu machen, denkt bitte an eure Mitmenschen, auch die, ihr könnt das alleine machen, habe ich kein Problem mit, wenn ihr depressiv und melancholisch sein wollt, ja, aber Ja, ich habe kein Verständnis dafür. Es ist sozial ein Problem. Okay. Das sind nämlich auch die meisten Verbrechen in Unterzuckerstadt.
Björn: Können wir mal recherchieren? Ich glaube, das ist wirklich so. Okay. Jetzt müssen wir es raussuchen. Wenn du das hier so in den Raum stellst, müssen wir mal schauen, ob das stimmt. Also, wir streichen einfach mal den letzten Punkt. Nein, mein Gott, ein Carb-Cycling kann eventuell sinnvoll sein.
Niclas: Das heißt, wann setze ich Kohlenhydrate sinnvoll ein? Aber, Ich glaube, wir sind noch nicht so weit, dass wir praktikable Anwendungsbeispiele haben für die Allgemeinheit. Es ist immer noch zu viel Blödsinn unterwegs. Und es wird nicht weniger werden, weil wir halt Menschen im Internet haben, die Teufel komm raus Aufmerksamkeit haben wollen und dann einfach Blödsinn erzählen. Es gibt keine einfache Lösung. So ist es halt.
Björn: Gut, aber was wäre jetzt unser Fazit? Also im Endeffekt, in der Research wurde gesagt, es wäre ein eigenständiger Leistungsfaktor.
Niclas: Wenn wir nicht benennen können.
Björn: Genau, das finde ich halt das Schwierige. Man sagt, es ist ein eigenständiger Leistungsfaktor, aber so richtig, man weiß nicht, aus was er sich zusammensetzt und wie er jetzt so richtig zustande kommt. Ja, also grundsätzlich, es ist trainierbar. Ich würde es aber im Endeffekt, weil wenn man sich jetzt anschaut, wie sich die Leistung eines Sportlers insgesamt zusammensetzt, kann man sich meistens aus den bekannten Parametern auch schon ableiten, okay, der wird eine gute oder nicht so gute Durability haben. Und deswegen... Ja, ist es schon berechtigt, wenn du sehr lange Rennen fährst und wenn du ein sehr hohes Leistungsniveau hast, ist es, finde ich, berechtigt, sich darüber Gedanken zu machen. Davor würde ich mir halt lieber Gedanken machen noch, okay, wie kann ich vielleicht mehr Grundlagen trainieren, wie kann ich vielleicht... mich besser verpflegen, besser schlafen, meine V2 Max noch steigern. Das sind alles Punkte, bevor ihr euch über Durability Gedanken macht und irgendeinem Internet-Hype versucht hinterherzulaufen. Lieber gucken, V2 Max ist King.
Niclas: Ich glaube, die Durability wird ein Compound-Score werden, also ein zusammengesetzter Score aus dem eroben Anteil der V2 Max. Ja. Das kann man vielleicht sogar auf Watt pro Kilo runterdrücken. Die Aerodynamik, die reine Geschwindigkeit und die Aufnahmefähigkeit des Sportlers, was Kohlenhydrate angeht. Da sind wir noch weit weg von. Aber ich glaube, wenn wir erstmal anfangen mit den ersten beiden, also der Aero-Beanteil an der V2 Max und die Aerodynamik, dann kommen wir da schon mal ein bisschen besser. Da kannst du auch noch solche Sachen reinhauen, wie gut bewegt sich der Sportler am Feld. Das kommt noch rein. Jetzt hatte ich doch eben gerade noch einen engen Gedanken. Achso, ja, natürlich. Grundsätzlich kann man es runterbringen. Du hast es ja gerade versucht zu benennen. Aber wie können wir das trainieren? Und da fiel mir ein schöner Spruch nochmal ein von Hannes Gänze. Kennst du noch Hannes Gänze? Sagt mir leider nichts. Hannes Gänze fuhr bei Zenturion VD. Ist, glaube ich, auch mal deutscher Meister gewesen im Marathon.
Björn: Fuhr auch bei Merida. Zenturion VD kenne ich nur mit Kaufmann, Käß und Geißmeier.
Niclas: Und Hannes Gänze war auch noch dabei. Fuhr gerne mit Geißmeier zusammen. Haben sich gelegentlich fast umgebracht auf der Transalp. Weil sie halt bergauf waren die auch schon gut, die waren immer auf Platz zwei. Aber bergab waren sie halt das Todeskommando. Die sind halt auch mal gegen so eine Absperrung geballert. Also ich meine so einen Schlagbaum, wie man das so schön sagt. Und Hannes Gänze dann irgendwie so mit halber Gehirnerschütterung dann die nächste Etappe gefahren ist. Das ist Hannes Gänze und Hannes Gänze sagt immer so schön, Hannes Gänze konnte auch gut essen. Und sagte immer, jeder Tritt macht fit und jeder Fritt macht auch fit. Im Sinne von, ordentlich Pommes rein, dann läuft das. Okay. Also viel fahren, viel essen. Ganz simpel. Dann wird man noch besser.
Björn: Genau. Was ich da noch interessant finde, als du gesagt hast, ein Score quasi, der misst, wie viele Kohlenhydrate jemand aufnehmen kann, gab es auch gerade einen Artikel drüber vom 13. September über personalisierte Kohlenhydrataufnahmen, wo sich quasi angeschaut wurde, wie viele Kohlenhydrate kann denn wirklich jemand aufnehmen? Und das Problem, was da quasi auch geschildert wurde, ist halt, Es ist halt quasi Stand jetzt technologisch super schwer messbar und nicht wirklich darzustellen. Ist aber ein Punkt, der auf jeden Fall mit fortschreitender Wissenschaft und Technologie im Optimalfall halt messbar wird. Und dann kann man das wiederum noch besser trainieren. Und sich auch besser anschauen. Und dann wird vielleicht so ein Score, der die Fatigue-Resistance wirklich darstellt, auch sinnvoll.
Niclas: Also ich meine, die Norweger haben es ja schon gemacht, indem sie einfach Kohlenhydrate genommen haben, die sie halt... markiert haben sozusagen ja radioaktiv markiert haben also kennt ja jeder wenn wir irgendwelche untersuchungen haben und dann geguckt wo landet das ganze zeug denn und wie wird aufgenommen die untersuchung gibt es aber das ist genauso wie effizienz zum beispiel ein parameter der sich permanent ändert ja haus sie halt viele kohlenhydrate rein wird sich dein körper daran gewöhnen oder vor allem der mikrobiom dran gewöhnen viele kohlenhydrate aufzunehmen ja Ist nämlich nicht so, dass man sagt, ey, ich esse jetzt 200 Gramm Kohlenhydrate und jetzt läuft es, wenn du das nicht trainiert hast, dann läuft es halt unten raus und zwar schneller als du denkst. Ja.
Björn: Und es macht halt dann auch einen Unterschied und da gab es auch gerade einen Artikel dazu, wie verhält sich das Ganze zum Beispiel bei welchen Temperaturen. Also nur weil du das, weil jetzt zum Beispiel du wohnst in Deutschland und du trainierst das und wir haben im Sommer vielleicht mal 20, 25, 30 Grad, kommst dann aber zum Wettkampf in den Süden und wir haben plötzlich 35, 40 Grad. dann heißt es nicht, dass du, wenn du daheim 100 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen konntest, dass du dann dort beim Wettkampf 100 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen kannst. Und es heißt auch nicht, dass wenn du bei deinem Sweetspot-Training 100 Gramm aufnehmen kannst, du das auch in einem Wettkampf, wo du nochmal eine höhere Last hast, wo du vielleicht gestresster bist, das auch aufnehmen kannst. Das heißt, da sind auch Wettkämpfe quasi als Training, um Kohlenhydrataufnahmen zu trainieren, wiederum wichtig.
Niclas: Ja, dazu schöner Hinweis, wir haben eine Folge gemacht auf Englisch mit Raoul Seldran.
Björn: Ja.
Niclas: Der Ernährungswissenschaftler ist bei Klimatisa und Cajarural, die ja auch gerade die Worlder gefahren sind. Und der hat da mal ein bisschen, vor allen Dingen Train the Gut, hat er ganz schön ausgelegt, wie das gemacht wird. Kann man sich anhören, sollte man sich anhören, um da auch ein bisschen mehr Hintergrund zu haben.
Björn: Ja, genau. So, das soweit zu dem Thema, was ich mitgebracht habe.
Niclas: Ich hätte gar nicht gedacht, dass wir so lange drüber reden. Als wir angefangen haben oder Niklas mich kurz vorher angerufen hat und gesagt hat, wir reden über Durability und ich habe gesagt, das ist ein Scheiß. Dann hat er gesagt, aber wir können auch noch über die EM Gravel reden oder über die Vuelta und über dies.
Björn: Über die WM Mountainbike Cross Country können wir noch reden.
Niclas: Können wir auch noch reden. Wie krass war der denn, bitteschön? Der Feudel fährt eigentlich genauso die Rundzeiten wie der Alan Heatherley, ja? Das war schon gut. Und das Niveau der U23 ist ja wie im Straßensport, ja? Ja. Vor zehn Jahren warst du halt U23-Fahrer, dann weißt du, okay, hier, jetzt kommst du in die Herrenklasse, dann wirst du erstmal begraben, das wird nicht mehr so sein. Die kommen aus der U23 und rasieren halt gleich rum. Ja. Und das sehen wir auch bei, wie heißt er noch, der Franzose, der jetzt bei Bora ist. Brioche? Ja, weiß nicht mehr. Genau, also die kommen halt schon mit so unglaublich hohem Trainingsvolumen und super, ja wie soll ich sagen, einer super Struktur an Trainingsmöglichkeiten und Personal um sie herum, dass sie halt gleich in die höchste Kategorie einsteigen können. Was natürlich frustrierend ist für Alle anderen U23-Fahrer, die nicht in so einem Netz von perfekt ausgebildeten Teams sind, ja.
Björn: Ja, ich fand jetzt mal das Männerrennen gesehen überraschend eigentlich, dass Alan Heverley gewinnt. Also, soweit ich weiß, hat er dieses Jahr nichts gewonnen seit seinem WM-Titel.
Niclas: Das nennt man pieken. Ja. Hat bei Van der Poel nicht funktioniert.
Björn: Nee, hat bei Van der Poel nicht funktioniert. Bei dem fand ich es immer gut, dass er durchgefahren ist.
Niclas: Was ist er geworden? 16.
Björn: 20. Nee, 16. wurde Lukas Schwarzbauer. Oh, wo haben wir? Van der Poel wird 29.
Niclas: Ulan Galinski ist glaube ich 22, 23 geworden. 23. Auf einem Kurs, der eigentlich so richtig scheiße für ihn war. Aber was man sieht, ist halt, das Niveau ist so crazy hoch gewesen. Die waren ja alle mega gut. Ich meine, Nino Schurter wird, was wird er, 37, 39, 34? Boah, wo haben wir Schurter? Das habe ich gar nicht so richtig mitbekommen. In den 30ern. Oh, 42. 42. Ich meine, der stellt sich da nicht an den Start.
Björn: Er war der letzte Fahrer, der nicht überrundet wurde.
Niclas: Ja.
Björn: Das musst du dir mal vorstellen. Der Nino Schurter. Hallo.
Niclas: Ja. Das Level ist halt auch, es ist halt so killer hoch, ja, und das Rennen war auch, also Heatherley hat da vorne sein Ding durchgezogen, dahinter war es aber mega spannend, ja, mit Koretzki, mit Flückiger, ja, und das war halt echt ein super spannendes Rennen.
Björn: Ich finde es halt krass, sieht man auch wieder bei Heatherley, am Anfang des Jahres super viel Worldtour gefahren, der ja auch bei Jack Orlula im Worldtour-Team mitfahren durfte, über Giant. Und somit da wahrscheinlich ein deutlich höheres Volumen gefahren, wie sonst in seinen Saisons. Und dann hinten raus in der Saison richtig krass performt. Also vielleicht auch hier nochmal ein neuer Reiz.
Niclas: Fährt man nach Andorra, gewinnt das schnell und fährt dann mal Vuelta auf Platz 3. Ja, hat auch auf jeden Fall funktioniert. Genau, und da ist es ja auch schön zu sehen, dass es so ein langer Aufbau ist. Ich erinnere mich noch, welcher Weltcup war das in Albstadt? fährt er und dann fährt er halt am nächsten Tag, der nächste World Cup war der Nove Mesto, ist er einfach mit Rad hingefahren. Oder irgendwie zumindest eine Teilstrecke, 200 Kilometer am nächsten Tag, wo alle gesagt haben, hey, crazy und, und, und. Volumen nennt man das, ja. Also das interessiert ihn halt nicht, ob er sich jetzt anderthalb Stunden da ausbelastet. Habe ich übrigens, mache ich auch gern, ich habe jetzt eine Sportlerin, die habe ich halt nach dem World Cup einfach vier Stunden fahren lassen. Nach Lenzerheide, fertig, aus. Ja. Wetter war gut, passt doch. Macht die doch nicht kaputt. Essen. Einfach nur essen.
Björn: Ja, insgesamt über die ganzen Rennen gesehen, Paul Scheel war eigentlich, würde ich sagen, so das Bestergebnis mit einem vierten Platz, zumindest aus deutscher Sicht. Ich weiß gar nicht, irgendjemand hatte, ich habe es dieses Jahr irgendwie mal mitbekommen, der meinte, wir hätten in Deutschland auf jeden Fall ein Nachwuchsproblem, was so die U-Klassen im Cross-Country angeht. Ich weiß jetzt nicht, ob das... Ich glaube, wir hatten halt eine sehr... Diese Generation um Max Brandl, David List und Georg Egger und Luca Schwarzbauer, da hatten wir halt eine echt starke Generation. Oder haben. Die fahren ja aktiv. Aber die waren halt in den U-Klassen sehr konstant, sehr gut. Jetzt kommt da noch Paul Scheel, der auch schon Weltmeister war. Und danach sieht es zumindest aus, als würde es halt ein bisschen schwieriger werden. Aber wahrscheinlich kommt dann einfach wieder darauf die nächste Generation aus der U17, U19 hoch.
Niclas: Ja, muss man auch sehen. Die deutschen Mountainbiker haben immer mega gute Nachwuchsfahrer gehabt. Immer. Und dann in der Elite ging es dann immer so ein bisschen unter. Vielleicht haben wir jetzt mal einen anderen Trend, ja, zu sagen, wir bauen die halt so langsam auf und schießen dann ab U23 mal richtig einen ab oder letztes U23-Jahr. Kira Böhm, eigentlich auch eine Mega-Fahrerin, ja, letztes Jahr U23, alles abgeräumt, bei den Frauen war es noch nicht so, aber ich meine, da muss sie ja erst mal.
Björn: Ja, 22. im ersten Jahr.
Niclas: Ja, ist schon gut.
Björn: Also war auf jeden Fall auch schon echt gutes Ergebnis. Ja.
Niclas: Ja, Kurs war auch super schwer, ja, also Wetterbedingungen waren halt Katastrophe bei den Frauen, bei den U23-Frauen übrigens auch super schwierig, da kam es halt nicht mehr, wenn du irgendwie vierte Startreihe warst, kam es halt nicht mehr nach vorne und dann hast du halt geparkt drei, vier Runden und dann bist du halt die letzten zwei Runden irgendwie in die Top Ten oder Top Ten Rundenzeiten gefahren. Da war die beste Sina van Tiel auf Platz 10 in den U23-Frauen. Ganz stark abhängig von der Startposition. Cross-Country ist dahingehend ein bisschen einfacher, finde ich. Ja, aber war ganz nett zu sehen. Der Kurs hat Spaß gebracht.
Björn: Dann Vuelta. Wie fandst du es?
Niclas: Ja, ich fand, die Strecke ist natürlich geil. Ich fand das super. Ich fand auch die... Ja, ich fand auch, es hatte sowas familiäres, vor allem die Siegerehrung zum Schluss, hatte echt was familiäres, ich fand das geil, dass sie da schnell mal irgendwie, Pitcocks Mutter war das wohl, die gesagt hat, hey komm, wir machen eine Siegerehrung, auf dem Parkplatz irgendwo, da haben sie sich halt den Banner geschnappt, ein paar Eisboxen hingestellt und haben dann da ihre Zeremonie gemacht, das hatte sowas von, ja sowas wie, das kennst du selber, ne, bisschen Vereinsmeisterschaft. Ja? Ja. Und dann irgendwie fehlt echt noch jemand, wirft irgendwie den Grill an und und und. Ich fand das total erfrischend. Super. Ganz klar.
Björn: Ja, Not macht Erfinderisch. Total. Natürlich. Ich finde halt, diese Proteste ist halt... So ein Quatsch. Also aus der Sicht der Protestanten war es halt Quatsch. Warum gehst du auf ein Sport-Event, wo Sport eigentlich etwas ist, was schon immer alle irgendwie zusammengebracht hat, dann sabotierst du doch nicht so ein Sport-Event, sondern, keine Ahnung, sabotiert irgendwas anderes, aber auch nicht Sport.
Niclas: Vorrangig natürlich um Israel Primetech, das Team. Ähm, ist halt super schwierig. Ja, also das ist, äh, sie haben sich nachher auch umbenannt. Prime, Prime Attack, glaube ich, hießen die dann nur noch. Israel wurde dann rausgestrichen. Es wird auch überlegt, ob die Nationalmannschaft gestrichen wird. Also, dass die wirklich gar nicht irgendwo fahren dürfen. Gibt ja auch mächtig Stress gerade, UCI, also nehmen wir mal die Sanktionen gegen Russland und wird ja, also die Veranstalter, beziehungsweise ich glaube die Veranstalter der WUELTA haben dann der UCI vorgeworfen, dass sie doch mal nicht mit zweierlei Maß messen. Das ist halt echt alles schwierig, Auslegungslache und ich bin kein Politiker, auch wenn ich Islamwissenschaften studiert habe. Ist es halt ein hochkomplexes Thema. Dann wurden natürlich auch Fahrer mit reingezogen, die gar nichts damit zu tun haben. Also was heißt gar nichts, die fahren halt nicht für das Team, die wurden halt auch massiv gefährdet. Dann hast du in solchen Demonstrationen, wie bei allen Demonstrationen, immer auch einen gewissen Anteil von Krawallmachern, nenne ich es mal ganz simpel. Auch ich habe viel demonstriert in meinem Leben in Hamburg und Co., Und du hast auch in einem, ich sag mal, positiven Blog oder einer guten Sache, sag ich mal, vielleicht eher links eingestellt, immer auch ein paar, die Krawall machen wollen. Wobei du natürlich grundsätzlich, finde ich, in einem rechten Blog eigentlich nur Krawallmacher hast. Sorry, da muss ich mal politisch werden. Ja, und das ist natürlich super scheiße und auch echt gefährlich, wenn da auch Leute reingezogen werden. die da nichts mit zu tun haben. Und Kwiatkowski hat das richtig gesagt. Und das ist auch so ein bisschen die Gefahr, wenn sie die Demonstranten oder wenn grundsätzlich erkannt wird, dass es ein probates Mittel ist, um etwas zu stören, wird es eventuell wieder passieren. Und das will man natürlich überhaupt nicht. Es gab schon immer Proteste. Es gab immer Bauernproteste in Frankreich. Und die dann, ja, die dann meistens viel kleiner waren, die haben ja irgendwelche Träger hingestellt und dann haben Leute wie Berna Inovon dann noch handgreiflich die Bauern losgegangen, gibt es ja dieses berühmte Foto. Ja, boah, also ist halt eine andere Situation, politisch gesehen. Ja. Super schwer. Ich meine, Gaza wird gerade überrannt. Schwieriges Thema. Natürlich.
Björn: Aber ich finde es halt immer schwierig, wenn Sportler dafür verantwortlich gemacht werden oder in dem Fall jetzt ein Team, was ja... natürlich von Israel bezahlt wird, aber dann die Sportler, da sind ja auch einfach Sportler dabei, die sind froh, dass sie dort einen Vertrag bekommen haben und ihren Sport ausüben können und einfach nur bezahlt werden und die hatten vielleicht gar nicht die Wahl zu sagen, okay, ich fahre da oder ich fahre da nicht, weil wenn sie sagen, ich fahre da nicht, dann fahren sie halt nirgendwo. Dafür ist das Business einfach zu hart, der Sport einfach zu hart und dass die dann da quasi mit reingezogen werden, ja,
Niclas: Schwierig, also viele verlassen ja gerade das Team, Riccatello geht zu Decathlon, Derek G. hat sich ja rausgeklagt aus dem Vertrag, geht dann zu Ineos, also die Leistungsträger des Teams, Michael Woods hat aufgehört, die Leistungsträger des Teams sind weg, also verlassen das Team. Ja. Ich weiß nicht, also natürlich vertraglich motiviert, höchstwahrscheinlich nicht politisch motiviert, aber ich verstehe schon, dass man in dem Team aktuell nicht fahren möchte, egal wie die politische Einstellung oder wie die Einstellung zu den Anschlägen vom 7. Oktober und die Reaktion Israels darauf jetzt auch wie auch immer sind. Ja. Ja, ich glaube, es fällt einem dann doch ein bisschen leichter zu sagen, okay, ich will hier nicht noch Zielscheibe von irgendjemandem sein, nur weil ich hier für dieses Team fahre. Ja, es ist super schwer. Also wie all diese Sachen in der Region ist es immer hochkompliziert. Aber wie es aktuell läuft, ist es komplett falsch. Definitiv.
Björn: Wenn jetzt mal rein auf die Leistung der Sportler geschaut, wie fandst du zum einen die Leistung von Jonas und zum anderen die Leistung von Joel Almeida, der fand ich auch echt noch gut gekämpft hat, wobei bei Almeida sieht Kämpfen immer ein bisschen anders aus, wie man es vielleicht von Pogi gewohnt ist.
Niclas: Der ist halt ein Super-Diesel. Ja, er fährt einfach die ganze Zeit stumm sein Tempo. Ist ja auch genau richtig, anders geht es ja nicht. Deshalb hat der Windegger da auch echt eine Chance, der mit sich in einer höheren Sauerstoffaufnahme ankommt und einer höheren glykolytischen Leistung. Das verkraftest du dann, wenn du dann so ein bisschen angenockt bist oder vielleicht auch mehr angenockt bist als nur ein bisschen. Also von daher... Schönes Rennen. Ich glaube ja, die Etappe, die Schlussbergetappe, die Winnegard gewonnen hat, hätte, glaube ich, auch Sepp Kuss gewinnen können. Zumindest sah der echt noch sehr, sehr geil aus, muss ich sagen. War auch sein Geburtstag, hätte mir gewünscht, dass er gewinnt. Ist auch einer der wenigen Fahrer, die noch mit Hose und Trikot fahren, was ich auch total sympathisch finde. So ein bisschen Oldschool-Style. Ja. Und was auch grundsätzlich toll ist, ja klar, ich arbeite natürlich ein bisschen mit Mismar zusammen. Ich finde ja, Viktor Kampenaz und Matteo Jorgensen großartig zusammen in ihrem Vlog, der auf Insta immer schön läuft, kann man sich anhören. Sind halt tolle Insights, ist auch super lustig. Ich erinnere mich nur an diese Szene mit Nutella und Jan Ulrich. Ja. Mega geil und Ulrichs Reaktion darauf, dass er dann wirklich dieses Glas Nutella noch ein bisschen trinkt. Also für den Hintergrund, Jan Ulrich, die Anekdote sagt, dass Jan Ulrich sich ein Glas Nutella in die Mikrowelle reingestellt hat, die erwärmt hat und es getrunken hat, so energietechnisch. Jan Ulrich war halt auch dem Süßigkeiten nicht abgeneigt und Ulrich hat dann gesagt, es war, hat sich dann darauf gemeldet und hat gesagt, hier, das war übrigens keine Anekdote, ist wirklich passiert und trinkt dann auch dieses Glas Nutella noch oder zumindest ein Teil davon. Ah, großartig. Ja, Nutella, großartig. Ich erinnere mich immer noch an Transalp-Tage, wo diese... 10 Liter Nutella Gläser da standen. Ich wollte immer so eins kaufen. Oder wenn du nach Italien fährst, gibt es die immer noch an den Tankstellen? Ich war so lange nicht mehr da. Keine Ahnung. Früher war ich halt super oft in Italien mit der Bike. Und jetzt ist es halt deutlich weniger geworden. Aber es gab halt an Tankstellen immer diese gigantischen 5 Liter, 10 Liter Gläser Nutella. Großartig. Da brauchst du auch immer ein Pumpding für.
Björn: Ja, genau. Hättest du Pitcock den dritten Platz zugetraut?
Niclas: Ja, definitiv und zwar relativ früh schon, nach der ersten Etappe, wo alle gesagt haben, wieso hat Pitcock denn die Etappe nicht gewonnen und Winnegard hat dann gewonnen im Sprint, da war mir schon klar, dass eine Menge passiert ist und zwar im Sinne von seiner glykolytischen Leistung, dass die deutlich schlechter geworden ist. Aber dann seine Durability deutlich besser geworden ist und das hat sich halt herausgestellt. Er hat ja angeblich alle möglichen Rekordleistungen gebrochen. die er vorher sonst aufgestellt hatte. Und ich hatte über Pitcock ein bisschen länger nachgedacht, vor allen Dingen im Sinne von Wuelta als Sprungbrett für nächstes Jahr Tour de France. Das sehen wir ganz oft. Chris Froome, Armstrong oder viele gute Nachwuchsfahrer oder viele Fahrer, die danach bei der Tour gut waren, waren im Jahr vorher bei der Wuelta immer richtig gut. Irgendwie Top 3. Und ich bin mal gespannt, ja, also die bauen ja jetzt Q36 mächtig um, haben sich ja extrem viele Fahrer gekauft, legen weniger Wert auf Nachwuchsarbeit, finde ich, kaufen sich halt jetzt gute Fahrer, kann man machen. Mit Sicherheit auch der Druck, dass Pitcock jetzt auch bei Rundfahrten performen soll, kaufen sie halt Leute und bin gespannt, ja, also habe ich schon mit gerechnet. Nach der ersten Etappe war mir schon klar, dass da nach hinten raus, dass der nicht so stark abbauen wird, wie man es beim Giro zum Beispiel gesehen hat.
Björn: Das heißt, jetzt schon dein Hot-Take für nächstes Jahr Tour, Pitcock fährt Top 3?
Niclas: Ich glaube, wenn das richtig gemacht wird, werden Pitcock, Winnegard und Pogacar ein richtiges Match liefern. Das wäre krass. Das wäre krass. Ja, jetzt haben wir ja noch Evenepol mit Lipovitz. Ich glaube, das wird nichts. Bauchgefühl, ich kann das gar nicht so richtig begründen.
Björn: Ich glaube, ich weiß nicht, ob Bora sich damit einen Gefallen getan hat. Das kann richtig stressig werden.
Niclas: Ich hätte gesagt, man baut Lipovitz weiter aus, versucht das zumindest, ja, auch wenn er vielleicht nicht der superspritzige Fahrer ist, aber vielleicht kriegt man das ja über reine Power und so Indoor-Reihen-Style einfach so das Ding wegdrücken oder wie Bradley Wiggins, ja, dass man gar nicht so krass attackieren muss, Almeida-Style, ja.
Björn: Genau, das wollte ich jetzt mal gerade sagen. Almeida ist immer noch, oder nicht immer noch, aber ist einer der besten Fahrer dieses Jahr, so overall gesehen. Der ist in der UCI World Rangliste ist der fünfte aktuell.
Niclas: Also der ist total gut. Da muss man auch mal echt sagen, dass URE dann einen super Job macht. Klar kann man sagen, hey, die kaufen halt die geilsten Fahrer ein. Del Toro und so weiter. Ja, aber das hat Sky damals auch gemacht. Genau, hat Sky auch gemacht, jetzt hatte ich aber mit einem Trainer gesprochen, aus einem Worldtour-Team, der sagte, da habe ich gesagt, hey, die kaufen halt auch immer die besten, da sagte er, hey, das hat Bora auch gemacht und Bora hat es nicht hingekriegt und da hat er auch recht gehabt. Wir haben halt super viele gute Fahrer gehabt und diese ganzen Talente sind entweder abgehauen oder sind verbrannt, wie Lürs, der war ein Killer. Ja, ist weg. Das ist bei Decathlon und ich weiß auch nicht, wie der weiterfährt und so weiter. Ja, ist spannend zu sehen, wie Nachwuchsarbeit da interpretiert wird. Jetzt haben sie ja umgestellt. Jetzt macht das ja ein bekannter Freund von mir, der Max Höflich arbeitet da jetzt. Bei dem Nachwuchsteam und gucken wir mal, ob das besser wird. Aber es ist so grundsätzlich, ne, Umfeld ist halt entscheidend bei so jungen Fahrern. Und wenn die merken, irgendwie, boah, nicht so geil hier. Und das geht ja nicht mehr, ich glaube, es geht nicht mehr um Kohle. Es geht einfach darum, fühle ich mich hier wohl oder fühle ich mich hier nicht wohl.
Björn: Ich glaube halt auch, das ist ein Ding, was man von außen nicht so sieht, aber wenn man in diesem Zirkus mit drin ist, glaube ich, was krass unterschätzt wird, dieses wirklich als Team zu funktionieren. Dass da eine gute Stimmung ist, dass die Bock haben im Trainingslager, dass die zusammen durchziehen, dass die sich, ich sage jetzt mal blöd gesagt, die freuen sich auf drei Wochen Höhentrainingslager, weil sie die ganze Zeit mit ihren Buddys Ich denke, geil, ich gehe jetzt drei Wochen mit meinen Freunden, in Anführungszeichen, Freunden trainieren und ich glaube, das macht halt einen großen Unterschied, wenn die Motivation da hinten dran und dieses Teamgefüge stimmt, dann ziehen die halt gemeinsam besser durch und ich finde, das kommt ja allein schon in diesen... in dieser Netflix-Doku schon über die Tour de France immer durch, dass man sieht, okay, hast du ein Team, wo die Jungs untereinander sich gut verstehen? Ja. Oder ist das so ein zusammengewürfelter Haufen, wo es halt irgendwie nicht so läuft, wo du dann vielleicht noch jemanden vorgesetzt kriegst, der, naja, halbwegs Ahnung nur hat von dem Ganzen und dann irgendwelche Sprüche nur kloppt. Das ist halt, glaube ich, ein großer Unterschied.
Niclas: Und ich vermute mal... Ich habe diese Doku ja nie gesehen. Also diese Serie. Ja. Ich bin da so ein bisschen abgeschreckt, ja. Ich komme ja aus der Medienbranche, war auch mal beim Fernsehen kurz und du kannst halt relativ, kannst halt dir das zurecht scripten und sagen, okay, wir müssen das so und so darstellen, damit so ein bisschen Rivalität und Spannung und Affenart und Vinegard und so weiter, können wir da irgendwie einen Twist und bla bla bla und Pogacar, Vinegard. Aber ich finde, du siehst es schon oft an den Social-Media-Auftritten, wie diese ablaufen. Sind da Fahrer proaktiv? Ich sage nur Campenazio, Matteo Jorgensen inklusive Winnegard, Sepp Kuhs. Das wirkt halt immer so, hey, die haben echt Spaß. Und dann hast du halt andere Teams, wo du so denkst, also Band of Brothers, weiß ich nicht, klingt eher wie ein Videospiel. Wo man halt Ego-Shooter-mäßig durch die Gegend läuft. Wie ein Teamgefüge, muss ich ehrlich sagen. Und ich finde, das spiegelt dieses Team auch nicht wider. Das kommt bei mir nicht an. Wolfpack mit Quickstep, da hatte ich das Gefühl, das wurde viele Jahre transportiert. Oder Cervelo-Testteam hat es damals auch gut hingekriegt. Oder Uno X, bestes Beispiel, da hast du wirklich das Gefühl... Das ist wirklich eine Familie, das ist ein Team. Bei anderen Teams hast du es nicht. Ich glaube, bei den französischen Teams ist es grundsätzlich immer ganz gut, weil die halt auch nur Franzosen haben.
Björn: Wenn sie denn nur Franzosen haben. Aber ich finde, bei französischen Teams fällt es auch krass auf, dass die französischen Fahrer ganz gut funktionieren, aber alle, die so von außen kommen, funktionieren gar nicht. Also blöd gesagt, guck dir Sam Bennett an, den französischen Teams, der hat ja mal gar nicht funktioniert. Ja. Ben O'Connor hat in französischen Teams, naja, so halbwegs gut funktioniert. Funktioniert bei Jaco Alula aber gefühlt auf jeden Fall besser. Also das sind halt so Sachen, wo ich sage, ich glaube, man darf diesen Punkt nie vergessen, dass die Psyche durch so ein Teamgefüge halt extrem beeinflusst werden kann. Und dass wenn du quasi für jemand anderen fährst und das Gefühl hast, okay, der setzt das auch gut um und es macht jetzt Sinn, hier die Führung zu fahren und ich gebe hier nochmal alles, dann läuft das halt auch besser. Ich glaube, wenn man sich so anguckt, wie sie so Nils Pollitt da den ganzen Tag bei der Tour von vorne schraubt, der wird das nicht in diesem Ausmaß und so gut machen, wenn der nicht wüsste, okay, Pogacar gibt hier alles und holt das Ding nachher.
Niclas: Ja, definitiv, der fährt ja bei UAE ein deutlich geileres Programm und Rennen, finde ich zumindest, auch wenn er jetzt keinen Tour-Sieg hat, den Tour-Sieg hat er bei Bora damals gehabt, aber er wirkt, das ist halt der totale Chef und die Rolle hatte er sonst nicht, die hatte er nicht bei Katusha, die hatte er nicht bei Israel, da fuhr er auch mal eine Zeit lang, die hatte er bei Bora nicht und bei UAE ist es halt echt eine andere Nummer. Ja. Genau. Gut. Haben wir es. Jetzt lassen wir es. Ist eigentlich dieses Wochenende Attersee? Ich glaube ja.
Björn: Ist das dieses Wochenende? Wenn es jetzt gut läuft, bekomme ich diese oder nächste Woche ein Rennrad? Ja. Und dann geht das Rennradtraining los. Und ich habe auch schon so ein bisschen das Rennrad, ich habe schon so ein bisschen nach Aero-Lenkern geguckt, nach Vorbauten, mir die Maße von dem Rad angeguckt, in welche Richtung man da bauen müsste, es gehen könnte. Schon ein bisschen Reifen überlegt. Ja, Laufräder muss man mal schauen. Genau, also...
Niclas: Auf mein Rad aufsteigen und mal grundsätzlich testen, wie eh ruhig ich da drauf sitze. Und trainieren? Ja, trainieren tue ich.
Björn: Okay. Bei wie vielen Stunden die Woche ungefähr bewegst du dich?
Niclas: Warte. Kann ich dir gleich sagen. Schreibst du dir selbst auch einen Plan? Ja, der Plan heißt, ich trainiere nach Bock und kein Bock.
Björn: Das heißt, du schreibst dir selbst keinen Plan, sondern du guckst raus, Wetter ist gut, ich habe gerade drei Stunden Zeit, ich gehe jetzt Radfahren.
Niclas: Ganz genau. So läuft mein Training ab. Also ich mache so, letzte Woche habe ich 17 Stunden gehabt. Ey! Die Woche davor leider nur fünf. Dann hatte ich 19 Stunden, 21 Stunden, 14 Stunden. Okay. Man darf eins nicht vergessen. Ich war extrem viel wandern in den Bergen. Aber letzte Woche, als ich 17 Stunden gemacht habe, bin ich wirklich nur Rad gefahren.
Björn: Und? Also das ist doch schon ein sehr stabiles Volumen.
Niclas: Ja, das ist auch gut und das merke ich auch. Ich war oben im Norden bei der Familie und das Wetter war super. Ich hatte mein Gravel mit und dann habe ich gesagt, ich fahre jetzt einfach mal so. Das Tolle ist, du kannst halt du fährst halt einfach zur Ostsee und fährst dann noch zur Nordsee. Wie geil ist denn das? Das habe ich dann mal gemacht. Und einen Tag dachte ich so, ich muss mal nach Dänemark. Ich brauche ein bisschen Lakritz. Ich könnte nicht in nordischen Ländern leben, weil ich massiv verfetten würde, weil ich den ganzen Tag Lakritz essen würde. Ich finde Lakritz wirklich so ekelhaft. Ich weiß, dass es das Geilste ist. Meine Kinder hassen Lakritz. Also, ich bin hingefahren, habe so eine Ortliebtasche an dem Fahrrad dran. Und bin dann hochgefahren nach Dänemark und habe für 50 Euro Lakritz gekauft im Supermarkt. Und dann bin ich noch nach Flensburg gefahren, habe Sebastian besucht, also Faster You natürlich. Und dann haben wir noch ein bisschen geredet, wie wir die Welt verbessern. Und dann bin ich wieder zurückgefahren. Und dann hast du halt, hatte ich glaube ich 140, 150 auf der Uhr und das natürlich mit langsamen Reifen und so weiter. Und dann bin ich halt jeden Tag irgendwie, habe ich gesagt, muss ich hier ein paar Kilometer machen. Und genau, ich war aber nur kurz oben, drei Tage. Okay. Genau, und sonst habe ich wieder angefangen zu rudern, weil Wetter wird ja scheiße, da muss ich mich jetzt auch mal wieder ans Rudern ranwagen. Ich habe eine neue Kassette auf meine Rolle gesetzt. Auch das muss ich jetzt machen. Vorgestern ist mir ein Schaltauge um die Ohren geflogen von meinem alten Gravel. Das muss ich jetzt ersetzen. An alle Hörer, ich brauche ein Schaltauge für ein 2017er Bulls Grinder. Wer noch eins liegen hat, soll sich melden. Ich melde mich immer bei Radsport Schumacher aus Köln. Okay. Thomas, vielen Dank nochmal. Und da brauche ich jetzt nochmal wieder ein neues. Aber ich habe heute noch Endgegner, wo wir schon bei Rädern sind. Ich muss heute noch in einen Track, ich weiß nicht welches, Madon, keine Ahnung, in verlegte Züge reinfummeln. Und ich habe echt Panik, dass das so richtig Stress wird.
Björn: Okay, meine Aufgabe ist heute noch meine Bremsen entlüften. Das ist ja, im Vergleich zu innen verlegten Zügen ist das entspannt.
Niclas: Weißt du, was das Schlimme ist? Das Rad ist toll und da ist eine SRAM Red dran. Der will die halt abhaben und jetzt ist das ein super Freund von mir. Und deshalb habe ich gesagt, das mache ich dir ja gar keinen Stress. Und dann habe ich das Rad bekommen und dachte, oh fuck, inverlegte Züge. Scheiße.
Björn: Also er will die Red abhaben und was will er dafür draufhaben?
Niclas: Eine Ultegra. Mechanisch.
Björn: Ja, sag einfach nein.
Niclas: Nein, das mache ich, der hat mir schon total viel geholfen. Ja, aber warum will er die Red runter haben und eine mechanische Theke? Achso, okay. Ich hätte ja voll Bock, die auf mein Tandem raufzubasteln, das wäre geil. Bei Tandem ist nämlich immer das Problem, dass diese Züge so super lang sind. Jetzt sind wir wieder beim Tandem. Die Züge sind halt so lang, dass das immer scheiße ist. Ich habe jetzt meinen Hebel kaputt gemacht von meinem Tandem. Okay. Den Ultegra-Dreifachhebel, weil am Tandem hast du halt drei Blätter teilweise noch. Und ich habe halt noch zweifach liegen, aber dreifach nicht. Und dann habe ich das versucht irgendwie einzustellen, dass ich mindestens zwei Blätter fahren kann. Hat so semi-geil funktioniert. Und dieses ganze Geschalte ist eh scheiße mit diesen langen Zügen und Hülle und bla bla bla. Da machst du irgendwie drei Meter Weg, ja. Jetzt habe ich eine alte Lösung genommen, die einfach geil ist. Ich habe Lenker-Endschalthebel genommen, rasterlos, von, ich glaube, Santor oder was weiß ich. Kosten 60 Euro. Die habe ich jetzt halt an meinem Lenker dran und kann halt unten am Lenker schalten, so wie man es früher gemacht hat. Da läuft halt der Zug wie so eine Wäscheleine nach vorne. Aber es ist halt mega geil. Vor allem Umwerfer, kein Stress. Du kannst ihn halt super justieren. Es schleift nichts. Hinten, zack, zack. Mega geil. Ich liebe es. Neuen Lenker drauf, schön hier Gravel-Lenker drauf gebastelt. Geil. SRAM-Bremshebel, großartig.
Björn: Neues Feeling. Okay. Gibt es beim Attersee auch eine Tandem- Disziplin? Könnten wir als Tandem starten? Oh, das wäre geil. Du längst vorne, ich trete hinten nur. Ja, das wäre geil.
Niclas: Dann holen wir uns so ein Duratec-Tandem. Voll auf Zeitfahrt. 20.000 Euro, Dinger. Die Duratecs sind gar nicht teuer. Es gibt ja kaum, leider wenig Tandem-Hersteller. Es gibt ja Santana, die kosten halt unendlich viel.
Björn: Ich gehe jetzt wieder auf die Duratec-Seite, wie letztes Mal auch, als wir darüber gesprochen haben.
Niclas: Sollen wir einen Tandem-Podcast machen?
Björn: Wir können einen Tandem-Podcast. Dann holen wir, die verkaufen das Ding mit vorne, hinten Mavic-Scheiben. Mhm. Krass.
Niclas: Oder wir fragen beim BDR nach, für die Parasportler, ob wir mal so einen Zeitschrank hatten, das leihen dürfen.
Björn: Ich hab schon mal so dieses rote Duratec-Tandem, ich hab das schon mal gefittet für einen Sportler. Echt?
Niclas: Also mit beiden Sportlern drauf?
Björn: Nee, für den hinteren Sportler, der quasi nur tritt, der war der Parasportler, der war blind. Ja. Ey, stimmt, das kostet nur 5.000 Euro. Ja. Mit Shimano 105. Reicht ja. Voll okay. Da müssen wir mal bei Attersee anfragen.
Niclas: Können wir das... Schau doch schnell mal nach. Oder ich schaue schnell mal nach. Hä? Wir wollten eigentlich schon vor zehn Minuten aufhören. Jetzt sind wir wieder beim Tandem gelandet. Ich liebe es. Tandem, King of the Lake. Einzelzeit fahren. Heißt ja Einzelzeit fahren. Heißt ja Zweizelzeit fahren. Ja, wir machen Teamzeit fahren. Hier ist ein Teamzeit fahren, richtig. Ja. Zeit fahren mit einem Tandem. Nee, ich glaube, das geht nicht. Schade. Aber vielleicht können wir uns da irgendwie rein mogeln. Können uns ein Kostüm anziehen. Okay, gut.
Björn: Wir bauen einfach ein riesiges Rad. Ein großes Rad. Kennst du noch diese von ganz, ganz früher, als diese Fahrräder mit einem ganz großen Rad und einem ganz, ganz kleinen Rad? Der Besitzer vom Wheelsports-Laden aus dem Pfälzer Wald, der Frank Dressler, von dem gibt es ein Bild auf so einem Fahrrad. Vielleicht hat er das auch noch. Der hat ja eh, der hat in seinem Laden ja auch noch alte kleinen Mountainbikes hängen. Der hat altes Pinarello, glaube ich, von Udo Bölz da hängen. Der kommt bestimmt an sowas ran. Können wir da mitfahren?
Niclas: Ich fand ja, ich habe mal die Geschichte des Fahrraders. Es gab ja früher dann auch so Wettkämpfe auf diesen Einrädern sozusagen. Und um schneller zu werden, was muss man machen? Man muss natürlich den Umfang erhöhen. Das heißt, die Räder wurden immer größer.
Björn: Ja, was passiert denn gerade mit der Mountainbike-Industrie? BMC hat doch das erste 32-Zoll-Mountainbike schon gebaut mit Maxxis-Reifen zusammen.
Niclas: Ja, why not? Also Surly hat ja auch damals schon mal so ein Rad rausgebracht mit so Killer-Riesenreifen. So ein Hybrid aus Fatbike und 29er, ja, mit deutlich dickeren Reifen. Also kann schon Sinn machen auf dem Kurs, wie jetzt bei der WM Transmontana auf den Wurzeln. Kann ich mir schon vorstellen, dass so ein Ding echt nochmal besser rüberrollt. Ich weiß noch, als ich Das erste 29er, es war noch ein Prototyp, ein Epic, Alu. Und ich war auf Corsica. mit ein paar Kumpels, habe da eine Geschichte gemacht für die Bike und da gab es halt so ein super steiles Stück, so richtig krass. Und die Auflagefläche ist halt eine andere, auf einem 29er gewesen. Ich konnte halt alles hochfahren, obwohl ich nicht fitter war wie die. Oder auch bergab, das war halt so krass, der Unterschied. Also das war echt der Hammer. Und als ich jetzt gerade nach Hause gefahren bin, ich habe meine Kinder kurz zur Schule gebracht mit dem Rad, und da habe ich auch darüber nachgedacht, wie cool wäre das gewesen, wenn Nino Schurter zur WM sein Rad genommen hätte, dass er bei seinem ersten WM-Titel gefahren ist, sein 26er Scott mit geklebten Reifen, mit diesen Dugast-Reifen. Hätte ich total cool gefunden.
Björn: Aber ob das fahrbereit, ja gut, dann müsste es halt fahrbereit machen.
Niclas: Mich würde dieser Unterschied mal interessieren, was er sagt.
Björn: Also dann wäre er überrundet worden.
Niclas: Jaja, dann wäre er natürlich überrundet worden, ja. Aber so grundsätzlich ist dieses Rad so scheiße jetzt im Vergleich vor, ich fand, wann ist er Weltmeister? 2007 oder 2008 ist er, glaube ich, in der Elite Weltmeister geworden in Australien. Bei 6 wurde er noch, nee, bei 7 wurde er U23 Zweiter. Hinter, Namen vergessen, Dänemark, Mountainbiker, fuhr dann lange Zeit bei Astana und zuletzt bei Israel Premier Tech. Wie hieß er? Vogelsang. Vogelsang, Jakob Vogelsang, ganz genau. Und sehr spannende WM. War die erste WM, die ich begleitet habe. Bin da hingeflogen nach Fort William für die Bike. Habe in irgendeinem Bed and Breakfast gelebt. Bin da mit dem Camper hingefahren, zusammen mit Friedemann Schmude von Bulls. Die sind auch noch WM gefahren. Karl Klatt und Stefan. Krass. Und dann habe ich da gelebt und Schurter, und das fand ich ganz spannend, ist dann nur Zweiter geworden. Der war fix und fertig. Der hat geweint, weil der halt nur Zweiter geworden ist. Und das war echt... ganz eindrücklicher Typ, weil der war schon ziemlich verbissen und dann hat er es halt jahrelang durchgezogen an der Spitze, was echt bewundernswert ist.
Björn: Die wahrscheinlich eine der besten Karrieren abgelegt, die man so komplett im Radsport gesehen hat.
Niclas: Absolut, ja. Neben Pauline Prevent, die halt auch ist die beste Radfahrerin, die es gab. Und gibt. Ich meine, die hat alles gewonnen.
Björn: Alles. Sie hat auf jedem Rad gezeigt, dass sie zu den Besten gehört.
Niclas: Es könnte mal noch sein, sie muss mal auf die Bahn. Wäre halt schwierig, 4000 Meter Verfolgung so hoch. Muss sie halt ein bisschen zunehmen und dann nochmal ein bisschen Krafttraining machen. Aber das fehlt noch so. Aber sonst, ich meine, die ist ja auch schon seit 2010 irgendwie so hardcore gut unterwegs. Das ist schon krass, wie gut die ist. Echt der Hammer. Zieht aber auch voll durch. Genau. Wie sind wir jetzt hier gelandet?
Björn: Keine Ahnung. Auf jeden Fall würde ich sagen, lang genug Gefolge. Wir beenden das hier mal.
Niclas: Wir können das noch nicht beenden. Ich habe eine Mail bekommen. von einem Zuhörer, der gesagt hat, er vermisst, dass wir keine Büchervorschläge mehr geben. Okay. Niklas. Ich lese aktuell aber keine Bücher, sondern eher irgendwelche Studien und Reviews und Substracks.
Björn: Ja. Knowledge is what? Abonnieren. Zahlt ihm Geld. Lest seine Artikel.
Niclas: Ja, aber wir müssen ja auch die Menschheit auch weiterbilden als nur mit irgendwie Ratblödsinn. Davon wird man die Übernahme der KIs und die bevorstehende Unterbevölkerung, die auf uns zurollt, nicht lösen können. Ich lese gerade ein Buch über KI und Neurodivergenz. Das finde ich ganz spannend. Ich habe den Titel vergessen. Noch wahnsinnig intelligent heißt es, das ist ganz interessant, aber das ist so, ja, also das kann man mal ganz gut lesen. Geht halt um Menschen mit Autismus, Hyperaktivität, Trisonomien und dann in Verbindung mit KI. Ich finde es ein ganz spannendes Thema, kann man gut durchlesen. Dann habe ich zuletzt eine Biografie gelesen von... Von? Von? Ja, guck mal, so gut bin ich, ne?
Björn: Das muss ich nochmal nachschauen. So wie du in deinem Büro rumschaust, hast du da einige Bücher stehen, aber wohl nichts, was aktuell gelesen wurde oder jetzt empfehlenswert wäre.
Niclas: Das Problem ist wirklich, ich gucke hier hin und das erste, was ich sehe, ist Naomi Klein, The Shock. Naomi Klein war, kennt jeder, der so in meinem Alter ist, ähm, Ich glaube, ihr erstes Buch war, da ging es um die Sweatshops und so weiter. Das war so der Klassiker, den man gelesen haben muss. Also um billig produzierte Waren kann man immer mal wieder lesen. Finde ich ganz gut. Danach habe ich ein Buch von James Glee, das heißt Genius. Ich lese jetzt einfach mal vor. Da geht es um Richard Feynman. so wie ich weiß. Dann haben wir Paul Bocuse natürlich. Da geht es um Kochen. Das ist ein Kochbuch. Ich muss mal sehen, was habe ich da noch? Ja, das andere ist halt The Food Lab ist auch ein schönes Buch. Dann haben wir noch Oh ja, das fand ich auch ganz gut. Empty Planet, super Buch. Dann höre ich gerade, ich habe das neue Buch von Graeber. der auch damals die Occupy-Bewegung gegründet hat. Das lese ich gerade. Das sind halt so Auszüge aus Interviews und so von ihm. Parallel dazu höre ich mir gerade noch das Hörbuch von Schulden an, eigentlich so sein erster Bestseller. Das habe ich auch noch, aber das höre ich gerade. Ich finde, es ist zum Hören besser als zum Lesen. Ich fand es zum Lesen immer ein bisschen zäh, weil es halt echt lang ist. Der hat dann auch noch ein schönes Buch, das heißt Anfänge, sollte man auf alle Fälle lesen. Niklas, Anfänge von Richard Greber. Okay. Genau, der ist leider viel zu früh verstorben. Guter Mann, Anarchist, Anthropologe.
Björn: Welches Buch ich mir, aber eher aus Interesse darüber, was der schreibt, kaufen wollte, ist das neue Trainingsbuch von Florian Vogel. Oh, habe ich gelesen. Der hat ein Buch rausgebracht, wo er quasi sein Wissen über Training, wie man richtig trainiert und so, kundgibt. Das werde ich mir jetzt als nächstes bestellen, einfach um zu wissen, was denn seine Ansichten sind, was er denn der Meinung ist, was er schreibt. Ja, kann man bestimmt hier und da noch mal was Neues draus lernen. Das wird jetzt bei mir als nächstes bestellt und dann gelesen.
Niclas: Warte, jetzt fällt mir auch wieder ein. Mein Gott, richtig blind. Die Biografie, ich war gerade durcheinander, weil ich hatte mit meinem Schwiegervater ein bisschen drüber gesprochen. Da war ich bei der Sabine Hossfelder. Waren wir da... hängen geblieben, auch eine Physikerin, über ihr Buch über Mathematik, Lost in Math. Und dann haben wir relativ viel über Johann von Neumann gesprochen. Sollte man sich auch mal anschauen. Da gibt es eine schöne Biografie, die heißt The Man from the Future. Und auch ein schönes Buch. Genau, ich glaube, jetzt haben wir auch eh genug Bücher für die nächsten Wochen. Ja.
Björn: Okay, zum dritten Versuch, die Folge zu beenden.
Niclas: Hast du noch irgendwas? Hast du noch was auf dem Herzen?
Björn: Ich bin jetzt absolut glücklich. Ich habe jetzt aber schon wieder Ideen, was wir dann nächste Woche machen können.
Niclas: Erzähl.
Björn: Naja, ich werde mir jetzt das Buch von Flo Vogel bestellen, werde das lesen und dann reden wir mal darüber, was seine Ansichten vielleicht sind oder was wir da vielleicht daraus lernen können.
Niclas: Ja, gutes Buch zum Training. By the way, ist letztes Jahr rausgekommen von Rönnestad und ein paar anderen. Das hast du glaube ich auch. Guck mal, hier, da ist es. Interval Training for Cycling. Genau, das ist echt ein schönes Buch. Guck mal, wenn ich hier greife, dann habe ich hier Madaling und ich habe hier auch noch, das habe ich mir gerade mal wieder reingezogen. Energetics of Muscular Exercise von Guido Ferretti. Auch ein schönes Buch. Kann man sich immer wieder anschauen. Genau. Mein Sohn hat jetzt auch ein Buch von Springer, habe ich gesehen. Er hat sich nämlich zum Geburtstag Bücher gewünscht. Und das war ganz spannend zu sehen. Er wollte erst mal eins über Parasiten haben. Okay, warum das? Er findet Krankheiten mega spannend. Okay. Er ist überwunder und findet Krankheiten super klar. Er hat auch Quartetts über Krankheiten, über Viren und so weiter. Gibt es. Okay. Und er hat sich jetzt ein Buch über Parasiten gewünscht. Das ist spannend. Das heißt, als nächstes Biologiestudium. Ja, irgendwie Biochemie. Liegt ja nahe bei den Familien beim Stammbaum, was jetzt in die Richtung geht. So ein bisschen crazy. Aber das kommt nicht von meiner Seite. Genau, Parasiten. Und dann wollte er ein Buch über Süßwasserfische haben. Schwieriges Thema. finde ein Buch über Süßwässerfische. Es sind fast nur Bücher übers Angeln. Okay. Und ich habe eins gefunden, und zwar ein älteres, so ein 700 Seiten Wälzer, mit auch so Zeichnungen und so weiter. Und das ist echt ganz cool. Das hier hört sich niemand mehr an. Das guckt sich niemand mehr an. Ein Buch über Süßwasserfische. Und genau, jetzt haben wir Parasiten und Süßwasserfische und Unmengen von Mangas natürlich.
Björn: Okay. Gut, dann jetzt aber, ich wünsche euch noch... Ich werde Flo Vogel das Buch lesen. Wie heißt es denn? Stolmkflüster. Ich habe nur gesehen, dass er ein Buch rausgebracht hat. Wie es heißt, weiß ich gar nicht. Aber ich werde es mir jetzt bestellen. Und genau, dann sprechen wir da als nächstes mal drüber. Cool. Sehr schön. Wir hören uns. Eine schöne Woche dir. Jeder, der bis hierhin gehört, zugehört hat. Dankeschön.
Niclas: Das war ein Test für die Durability der Ohren.
Björn: Geil, stimmt, wir machen eine Folge über Durability und es wird wahrscheinlich mit unserer längsten Folge, ne, wobei Henrik Abanzini war noch länger.
Niclas: Definitiv, pass auf, wir sind ja auch erst mal in der Stunde 29, wir können auch zwei Stunden voll machen. Ne, jetzt, wir können nicht zum dritten Mal ansetzen, die Folge zu beenden und sie dann immer noch nicht beenden. Deswegen, schöne Woche euch, viel Spaß beim Zuhören.
Björn: Bis dann. Ciao.