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Episode #54

Von Ruanda bis Nizza – Weltmeisterschaften im Fokus

24. September 202559 min

In der heutigen Podcastfolge sprechen Niclas und Björn über die spannenden Zeitfahren bei der Weltmeisterschaft in Ruanda. Außerdem werfen sie einen Blick auf den Mountainbike-World Cup in Lenzerheide und die Ironman-Weltmeisterschaft der Männer in Nizza. Dort zeigten die Norweger einmal mehr eindrucksvoll, warum sie aktuell zur absoluten Weltspitze gehören. Viel Spaß beim Zuhören!

Transkript

Niclas: Willkommen zum Faster U Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, guten Morgen zu einer neuen Folge Faster U Podcast. Hallo Björn.

Björn: Guten Morgen. Diesmal zur großen Freude aller. Niklas ist genauso mies vorbereitet wie ich. Nee, ich glaube, ich bin sogar besser vorbereitet.

Niclas: Ja, das könnte sogar sein. Ich bin gerade in meiner Off-Season und es ist mir sehr schwer gefallen, da jetzt, es ist mir sogar schwer gefallen, die Weltmeisterschaftsrennen zu schauen. Ich habe kein einziges geschaut. Ja, weil wenn ich Off-Season mache, dann versuche ich auch immer so ein bisschen Abstand zum Radsport zu bekommen. Und dementsprechend habe ich mich mit den Weltmeisterschaftsrennen im Zeitfahren echt wenig beschäftigt. Am Wochenende habe ich mich noch ein bisschen mit den Mountainbike-Marathons beschäftigt, die anstanden. Also es war ja noch World Cup in Girona, La Tramon. Und La Forestia war noch.

Björn: Ja, da waren wir erfolgreich auch.

Niclas: Da waren wir auf jeden Fall beide erfolgreich, ja. Aber ansonsten war jetzt die Woche echt wenig los, was Radsport angeht.

Björn: Definitiv. Also ich habe mir das Zeitfahren angeschaut. Einmal das Männerzeitfahren. Also die Daten und habe die Strecke nochmal. Die Strecke ist natürlich schon schwierig, ist ein bisschen in Höhe. Wir haben eine andere Luftdichte, dann haben wir da Kopfsteinpflaster und und und. Ende des Tages. Spannend war ja der Vergleich Pogacar und Evenepoel. Genau. Und ich habe mal so die CDA-Werte, die ich mal berechnet hatte, für die Fahrer mal eingegeben und geguckt, was so passiert. Selber noch ein bisschen rumgespielt, weil Kopfsteinpflaster und dann auch noch Pogis Rad ist sicher nicht so geil. Ja, also der bringt auch nicht so viel Power drauf. Und dann, ja, habe ich das mal gemacht. Am Ende des Tages muss Pogi etwa 40 Watt mehr treten. 40 Watt? 40 Watt mehr, wenn nicht sogar noch mehr. Aua! Etwa die gleiche Zeit zu fahren. Und erstens tritt er höchstwahrscheinlich weniger auf seinem Zeitfahrrad. Und zweitens ist er aerodynamisch halt echt nicht so gut. Und das war schon... Also echt nicht so gut im Vergleich zu Remco. Klar, der war halt so krass gut. Ich meine, wenn jemand über eine Minute der zweite irgendwie 1,15 oder so verliert oder 1,17.

Niclas: Ja, Jay Vine hat 1,14,8. Ja. Und Jay Vine ist ein 47-7er-Schnitt gefahren. Und jetzt muss man sehen, dass der, aber da war die Strecke wohl auch leicht anders, aber der Erste des U23-Weltzeitfahrens, der Jakob Söderkvist, ein Schwede, der ist auf den 38 Minuten, also wie gesagt, ein bisschen andere Strecke, aber der ist dort ein 48-7er-Schnitt gefahren.

Björn: Der ist übrigens auch hervorragend eingestellt von Jejo Corral. Okay. Und der ja schon, ich glaube, es war der Erste, der angefangen hat, mit Aerotune zu arbeiten damals. Da war er noch bei UAE, dann ist er zu Astana gegangen, jetzt ist er bei Lidl. Und Lidl hat ja immer den Vorteil, dass sie ja jeden Helm fahren dürfen. Die fahren ja alle unterschiedliche Helme, falls du schon mal... Das ist schon ziemlich cool, ne?

Niclas: Ich glaube, weil Bone Trigger selbst, also der Zulieferer quasi von Trek oder die Eigenmarke von Trek hat keinen Zeitfahrhelm eigenen, ne?

Björn: Und die haben auch alle ihre eigenen Coaches. was ich auch ganz spannend finde für ein World Tour Team, dass es da nicht so irgendwie so teammäßig groß was organisiert wird. Okay.

Niclas: Weißt du die, also weißt du die Hintergründe? Warum Sie das? Also muss ja schon aber eigentlich irgendein Ansatz dahinter stehen, warum Sie quasi sagen, okay, wir holen keinen Teamcoach, weil normalerweise kann man damit ja so ein bisschen sicherstellen, okay, wir haben alles so in-house.

Björn: Nee, nee, ab und zu werden dann so... Anfragen rumgereicht von Lidl-Track-Fahrern hatte ich zumindest letztes Jahr mal, dass da gerade ein Trainer gesucht wird für einen Fahrer. Okay, spannend.

Niclas: Würde ich auch gerne mal rumgereicht werden. Dann reiche ich es dir weiter.

Björn: Genau, also das war echt der große Unterschied. Und ich dachte so, puh, krass. Ich sag mal so, für Ewinepol natürlich eine coole Nummer. Von Tour de France, letztes Bergzeitfahren von Winnegard eingeholt zu werden. Und dann jetzt bei der Nummer jetzt, ja, Pogi dann auch einzuholen. Was er, glaube ich, auch echt ungeil fand. Aber schon krass gewesen.

Niclas: Aber was ich Pogi zugutehalten muss, sein Interview danach war wirklich wieder einwandfrei. Er hat gesagt, klar, er findet das jetzt nicht geil und das kränkt ihn heute bestimmt, aber morgen wird dann schon ein neuer Tag sein und dann muss er wieder weitergucken. Und er ist auch immer, finde ich, so ein fairer Sportsmann, dass er direkt gesagt hat, ey, krasse Leistung von Remco, voll geil.

Björn: Ja, wenn du der Beste bist, dann kannst du dir sowas rausnehmen. Wobei vor... Es gibt halt auch Fahrer, die würden dann ihren Helm in die Ecke werfen und gar kein Interview mehr geben.

Niclas: Deswegen, also ich finde Pogacar gibt da schon echt immer eine gute Figur ab. Ja.

Björn: Und wenn wir schon bei dem Sport sind, was ich ja spannend finde, das haben wir das letzte Mal schon so ein bisschen besprochen, Radsport ist ja sehr politisch geworden, sprich die Proteste zum Beispiel. Und Chloe Dygard, die Amerikanerin, die bei Canyons Ramp fährt, hatte ja auf ihrer Gabel was Lustiges geklebt. Hast du das gesehen? Nein. Die ist nicht lustig. Die hat I Stand With Charlie Kirk draufgeklebt. Also für den Amerikaner, der ja erschossen wurde. Und das wirft natürlich wieder so eine leichte Kontroverse auf, weil als sie 2020, glaube ich, oder 22, ich glaube 20, ist sie ja zu Kenyon gegangen. Und da war ja schon, da hatte ich schon so, uff, hatte ich schon ziemlich geschluckt, als sie darüber gegangen ist, weil die gute Frau Deigert hatte sich schon ziemlich rassistisch teilweise geäußert. Und, ähm, jo, da dachte ich auch so, hm, äh, hat sie draus gelernt und ähnliches, äh, klar, kann man jetzt sagen, äh, wenn jemand stirbt oder erschossen wird, ist das natürlich immer, immer, immer schlimm, aber, ähm, der Charlie Kirk war... Schwierig. Und ich habe mir dann noch die Trauerveranstaltung zum Teil angeschaut. Und das ist so, als ob du irgendwie, du hast das Gefühl, es ist die komplette Freakshow. Also für uns, für mich zumindest. Ich muss da immer, ich habe meinen Kindern das, muss ich das natürlich alles ein bisschen erklären, politisch mal einordnen. Und es gibt zwei Lieder. von einer Band, Genesis, kennst du die Band Genesis noch?

Niclas: Ja, der Name sagt mir auf jeden Fall was.

Björn: Ich könnte jetzt keine Lieder von ihnen aufzählen, aber... Genau, das ist also, als Genesis groß war, beziehungsweise die haben da ein bisschen gewechselt, was so angeht, aber irgendwann ging Phil Collins auch hin. Und die haben zwei Lieder, an die muss ich mich halt die permanent Comedy ins Ohr, seitdem Trump an der Macht sitzt, und man kann ja wirklich sagen Macht, Und zwar Jesus Knows Me und Land of Confusion. Kann sich jeder so anhören. Es ist wirklich so, es ist wirklich wie so eine Schablone und du hast wirklich das Gefühl, alter krass, die haben einfach mal so in die Glaskugel geschaut. Beziehungsweise das Land hat sich nicht geändert, ja, das Potenzial für... Für uns vielleicht oder für mich diese Verklärung des Glaubens und vor allem die Mischung in die Politik hinein. Ich meine das, was wir, was für uns manchmal... schwer zu ertragen ist, wenn wir Glauben und Politik vermischen. Das haben wir auch in Israel, das haben wir auch in muslimischen Ländern, dass sowas vermischt wird. Und das ist dann für uns manchmal schwer zu ertragen. Wobei, jetzt darf man auch nicht vergessen, auch in Bayern lief das lange Zeit so ab. Ich erinnere mich nur an Franz Josef Strauß. In den 80ern, als dann auch in der Kirche mehr oder minder gesagt wurde, wenn ihr nicht den Franz Josef wählt, dann kommt ihr sozusagen ins Fegefeuer rein. Auch da gab es natürlich christlichen oder Druck von Kirche aus. Das gute alte Fegefeuer. Ganz genau. Also echt eine harte Nummer. Und das schwappt ja so ein bisschen auf den Radsport über. Ob das gut ist oder nicht, ich finde es natürlich immer schade für die Veranstaltungen, die dann teilweise sabotiert werden. Auf der anderen Seite sage ich mal, die Leute suchen sich halt ihre Bühne und wenn sie die dann finden, dann... Ja, ist halt immer ein bisschen schwierig. Ich bin jetzt mal gespannt, es kommt ja EM und Israel hatte jetzt Zusage, EM gemacht und ich bin so, wow, als ich das gelesen habe, dachte ich so, puh. Und Israel Primary Tech hat auch Der Chef, glaube ich, von Primatech hat gesagt, dass sich da was ändern muss, dass der Name irgendwie definitiv geändert wird und ob das auch so weitergeht, Sponsoring-mäßig oder wie auch immer, ich habe es jetzt leider gar nicht mehr so ganz im Kopf, deshalb mich dafür nicht verurteilen, aber auch da gibt es definitiv Veränderungen, also da sind alle extrem unglücklich gerade.

Niclas: Ja, es wäre aber auch noch mal krass, wenn noch quasi ein Worldtour- oder Pro-Tour-Team die Grätsche macht. Also wir haben ja jetzt gerade schon OneTee, was zumacht. Ja. Akea, soweit ich weiß, macht auch zu. Also da haben wir schon zwei Top-Teams, was auch, wenn sie jetzt nicht... Aber OneTee mit GMI ist ja schon auf jeden Fall ein Top-Team. Weiß man schon, wo GMI hingeht? Keine Ahnung. Wo geht Jonas Roth hin? Wo geht Jonas Rutsch hin, ja?

Björn: Mal schauen. Bei Zimmermann. Wobei, also ich meine bei Zimmermann und Jermain war ich mir jetzt so gar keine Sorgen. Ja, bei Rutsch auch nicht. Oder? Der weiß ich nicht.

Niclas: Okay, ich hätte jetzt gedacht, ist doch dieses Jahr noch Tour gefahren.

Björn: Ja, klar, aber wie stark tritt solch ein Fahrer in den Vordergrund, ja? Das ist ja immer so, hm.

Niclas: Okay.

Björn: Wiesel ist ja bei Education First raus. Ja, stimmt auch wieder. Ja, also ein super Fahrer.

Niclas: Aber lass mal noch kurz beim Zeitfahren von der WM bleiben. Also klar, Remco, bester Zeitfahrer, Aerobullets, er ist wahrscheinlich der aerodynamischste Fahrer, den wir gerade so haben. Gerade wenn man sich die Position anguckt, sieht das schon auch einfach, finde ich, saugeil aus, wie der Typ auf dem Rad sitzt. Ja. Und dann sagst du auch noch dazu, okay, er hat auch noch mit das beste Zeitfahrrad, weil leicht und aerodynamisch im Vergleich zum Colnago. Colnago wahrscheinlich nur aerodynamisch und halt nicht leicht. Das Problem hatten wir ja während der Tour schon ein paar Mal. Aber nichtsdestotrotz, Jay Vine, der zweitplatzierte Pferd, fährt das Colnago auch. ist 1.14.8 hinten dran und danach finde ich echt so ein großer Zeitabstand, also es sind quasi nur zwei Fahrer, die so richtig in Anführungszeichen schnell waren, dann kommt Ian van Wilder, der auch das S-Works fährt, dann Tadej Pogacar mit dem Colnago, dann Isaac del Toro mit dem Colnago und der erste Fahrer, der kein dieser beiden Räder fährt, ist auf Platz 6 mit 2 Minuten 57 Abstand. Wer ist das? Andreas Legnesund, Norweger.

Björn: Was waren die hier? Ridley, ne? Ja.

Niclas: Ja, genau. Also es ist schon auf jeden Fall krass, dass die zwei Marken, die ersten fünf, klar, jetzt muss man auch sagen, drei Fahrer davon sind die UAE, das ist natürlich auch schon eine Macht, sind wahrscheinlich auch mit der drei besten Zeitfahrer, die halt gerade so rumfahren. Aber wie findest du das, dass der Zeitabstand dann so krass aufgeht? Denkst du, das ist einfach, weil die Jungs, keine Ahnung, denkst du, Isaac Del Toro wird in seiner besten Form, die er gerade hat und auch alles in die Waagschale geworfen haben für dieses Rennen auch schon.

Björn: Wow, das, also, eins haben wir nicht vergessen, Ewenepol hatte jetzt halt richtig Zeit, sich vorzubereiten.

Niclas: Ja.

Björn: Also der ist die Tour nicht zu Ende gefahren, der hat keine Vuelta in den Knochen, der hat einfach gesagt, alles oder nix, WM-Titel. Und das ist anders, klar, Pogi hat jetzt nach der Tour jetzt auch irgendwie nichts mehr gemacht, großartig, ja. Aber ich glaube, der war mental auch so durch den Wind, dass er jetzt erstmal, ja, irgendwie vielleicht auch gar nicht so richtig viel gemacht hat. Der ist mit Sicherheit nicht in der Shape, in der er sein kann. Jetzt schauen wir mal das Straßenrennen an. Ich bin ja auch mal auf den Isael Del Toro gespannt. Fährt der Ayuso eigentlich Straßenrennen?

Niclas: Boah, keine Ahnung. Gibt es bei ProCyclingStats eine Liste für die Leute, die gemeldet sind?

Björn: Das gibt es auch direkt auf der Ruanda-Webseite. Okay. Da sollte die Startlist definitiv schon drin sein. Okay. Du schaust, ich schaue nicht. Ich unterhalte weiter.

Niclas: Und unterhalte du mal weiter, ich schaue auf jeden Fall gerade, nee, da haben wir auf jeden Fall die Startliste vom Frauenrennen. Jetzt will PCS mir erstmal Werbung aufdrücken. Oh ja. Warte, da sind sie immer gut drin. Okay, ich komme gerade nicht an die Ergebnisse ran, weil ich mir jetzt erst Werbung anschauen muss. Vielleicht lädt es jetzt einmal hier und jetzt haben wir Spanien.

Björn: Also ich gehe jetzt mal auf Kigali225 auf die Webseite, die erstaunlich lange gerade braucht, um zu öffnen. Ja, Juan Ayuso ist auf jeden Fall gemeldet für Spanien.

Niclas: Gut, perfekt.

Björn: Ja, da bin ich einfach gespannt. Da geht es halt gar nicht mehr um... Ich bin ja mal gespannt, wenn so viele gute Fahrer, und das ist immer wieder spannend zu sehen, wenn so viele gute Fahrer eigentlich aus einem Team sind, aber dann für andere Nationen fahren, wie die sich verhalten werden. Also gibt es da so eine teaminterne Nummer noch, wie wir es zum Beispiel damals bei Team Telekom hatten, als Vinokorov, Klöden und Ulrich da vorne randaliert haben. Ich glaube, das war jetzt bei den Olympischen Spielen. Ja.

Niclas: Na ja, hatten wir auch bei der letzten WM so ein bisschen, Sivakov ist ja auch nochmal mit Pogacar losgefahren, es wird Pogacar ja auch schon nochmal geholfen haben, dass sie immerhin eine Zeit lang zu zweit waren, auch wenn er nicht viel Arbeit gemacht hat, ein zweiter Fahrer am Hinterrad verbesserte ihre Dynamik, also...

Björn: Ja, wobei Sivakov ist natürlich auch ein Sonderfall, weil der fährt wohl alleine für mehr oder minder sein Land. Wobei, ist er da schon für Frankreich gefahren? Nee, der ist da schon für Frankreich gefahren. Frankreich gefahren, okay. Und genau, also wie wird es abgesprochen? Manchmal gibt es ja wirklich Nationalmannschaften, die wirklich zusammen fahren. Belgien macht das immer sehr oft, sehr gerne. Und schauen wir mal, ob die Slowenen das machen. Die haben ja ein paar gute Jungs am Start. Ich bin gespannt. Also der Kurs ist halt Killer. Wirklich schwer. Und ich glaube, da gibt es echt ein paar Überraschungen. Ich glaube wirklich, auf diesem Kurs werden wir Leute vorne sehen, die wir nicht vermuten vorne zu sehen. Auch als Sieger? Als Sieger ist jetzt schwierig, aber du wirst in den Top Ten so ein, zwei Namen sehen, wo du so denkst, okay, wo kommt der her?

Niclas: Aber würdest du als Sieger sagen, es wird Pogacar nach dem Zeitplan, was wir jetzt gesehen haben? Also jetzt blöd gesagt, bevor man irgendein Ergebnis von der jetzigen WM in Ruanda gesehen hätte, hätten wahrscheinlich mal bestimmt 50% der Radsport-Community gesagt, Pogacar wird Weltmeister. Nach dem, was wir dieses Jahr von ihm gesehen haben. So jetzt klar hatten wir die ganze Zeit das Thema so, dass überall in den Medien war, okay, er ist ein bisschen durch, er braucht eine Pause, er ist nah am Burnout, whatever. Ist halt jetzt die Frage... Der Pogacar, den wir in den letzten Jahren gesehen haben, hat immer krass durchgezogen. War halt aber auch schon öfter Favorit und wurde auch schon von Mathieu van der Poel geschlagen. Ist jetzt halt die Frage. Der Typ ist halt auch nur ein Mensch. Ich wüsste halt jetzt gerade nicht, wen ich sonst als Favoriten sehe.

Björn: Also Remco? Ja, Remco. Ich kann mir auch vorstellen, dass Ayuso und Del Toro da nochmal mächtig Gas geben werden.

Niclas: Oh, Del Toro wäre schon noch irgendwie cool.

Björn: Ja, mal gucken. Das Ding ist halt auch echt ein langes, zähes Teil. Ja, boah, schwierig. Also ich glaube, irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass Pogi das nicht wird. Auch wenn der Chorus eigentlich schon geil für ihn ist, aber ich habe irgendwie so ein Gefühl... Aber da darf er, also weißt du, bei der Dauphiné, als er nicht so gut gefahren ist, das Zeitfahren, da wurde gleich gesagt, das Pacing war kacke. Und dann habe ich gesagt, okay, alles klar. Und dann ist er ja auch trotzdem mega stark gefahren. Jetzt ist so, puh, das war halt schon eine ziemliche Klatsche.

Niclas: Ja, also er ist von Remco überholt worden. Er hat zweieinhalb Minuten, 37 oder so Rückstand.

Björn: Ja. Ja. Ja, wirklich. Ich müsste mir nachher mal die Startliste anschauen oder weißt du was, jetzt schaue ich sie mir doch nochmal schnell an.

Niclas: Keine Ahnung, wenn ich so drüber scroll, der einzige Fahrer, der anscheinend gerade Form hat, der mir einfällt, ist Julian Alaphilippe. Ja, wobei Alaphilippe ja flau gefahren ist, der hat sich ja gut versteckt. Ja, aber das gehört ja auch zum Radsport dazu. Jetzt überleg mal, alle haben die letzten Jahre Alaphilippe abgeschrieben, jetzt gewinnt er in Québec und jetzt wird er einfach doch nochmal Weltmeister. Das wäre richtig lustig. Das wäre schon ziemlich krass. Ich weiß nicht, die Deutschen haben Georg Zimmer, Florian Stork, Jonas Rutsch, Miguel Heidemann und Felix Engel hat er. Ich weiß nicht, Georg Zimmermann ist noch, würde ich sagen, der eheste von den Jungs, der auf so einem schweren Kurs da mitfahren kann. Bei den Franzosen Pavel Zivakov, Paul Seysax oder wie auch immer man den ausspricht, Valentin Paralpantre, Valentin Mandois, Jordan Gegard, Julien Bernat, Louis Barré, Julien Alaphilippe, Bois... Weiß nicht. Oh, Great Britain.

Björn: Weißt du, ist Oscar Only noch irgendwas gefahren? Nee, Oscar Only fährt. Dann natürlich Tom Pitcock, der natürlich auch mega heiß ist auf das Ding.

Niclas: Aber könnte halt auch mega grau sein.

Björn: Wow. Wen haben wir? Oscar Only, ihn und dann haben wir noch einen dritten guten Engländer dabei.

Niclas: Wir haben noch Fred Wright, James Knox, Oliver Knight, Mark Donovan und Joseph Blackmore.

Björn: Joseph Blackmore, der fährt für IPT, glaube ich. Ja. Da habe ich mich überfragt. Schauen wir mal. Also das sind auch noch so Kandidaten. Weißt du, wer auch noch gut sein könnte? Matthias Gellmöse. Absolut. Mega Kurs für ihn. Ja, ne? Der kann ich mir auch vorstellen, ja. Aber der Kurs ist halt insofern fordernd, dieses Kopfsteinpflaster ist halt schon böse.

Niclas: Ja, aber Skelmüsse hat zum Beispiel ja gezeigt, Amstel Gold Race. Er ist auf Klassikern auch schon gut.

Björn: Er kann das. Ja, definitiv. Hat sich bei der Tour jetzt auch nicht das Leben genommen. Der ist doch früh in der Tour gestürzt. Habe ich das nicht erinnert?

Niclas: Ist der nicht über so eine Verkehrsinsel geflogen und hat irgendwie die ganze Hand offen und alles blutig? Keine Ahnung. Irgendwie, ich erinnere mich da an irgendwelche Bilder, aber ich weiß gar nicht, ob das Skelmüsse war. Es war auf jeden Fall ein Lidl-Fahrer. Ja. Thunderpool ist nicht da.

Björn: Interessant.

Niclas: Somit haben die Niederlande nicht so richtig...

Björn: Ich glaube, Van der Poel war auch einfach nach der Mountainbike-WM einfach... Der hatte keinen Bock mehr.

Niclas: Der macht jetzt Pause und dann rasiert er einfach Cross wieder durch und gewinnt wieder alle Crossfans.

Björn: Und ich glaube, auch viele fahren auch einfach. Ich meine, Winnegard steht nicht am Start, Van Aert ist nicht da. Wobei man sagen muss, das ist ja eigentlich ein Kurs für Van Aert und für Van der Poel. Wer ist im Kurs? Nee, ist schwer. Das ist einfach ein schwerer, schwerer, fieser Kurs. Wenn es da auch nochmal regnen sollte, dann ist dieser, ich glaube, dann brechen sie die WM ab. Wie bei der Tour of Rwanda haben sie das Ding halt einfach abgebrochen, weil da läuft halt Sand auf die Straße. Also wirklich Sand. Das ist dann Schlamm. Und dann legen die halt alle zwei Minuten auf die Nase.

Niclas: Slowenien ist mit Tadej, Primoz und Matej Mohoric am Start. Das ist halt auch... Ich weiß nicht, so ein Mohoric, wenn der einen richtig guten Tag hat. Aber vielleicht ist der Kurs schon fast zu schwer. Primoz. Aber da wird es auf jeden Fall spannend. Slowenien könnte von der Teamstärke auf jeden Fall Vollgas für Pogacar fahren. Die haben ein echt geiles Team im Start.

Björn: Oder Pogi sagt, ganz einfach, Pogi sagt, hey, hab nicht die geilsten Beine, ich fahre für Primoz oder für ähm, na, für Dings, Mohoric.

Niclas: Mohoric, ja. Mhm. Okay, Schweiz, Marc Hirschi ist da. Ist gut drauf. Auch tendenziell immer ein guter Fahrer. Spanien hat dann Juan Ayuso, Marc Soler.

Björn: Auch so einem Fahrer kann man das zutrauen. Der kommt halt alleine an.

Niclas: Genau, der könnte halt alleine ankommen. Almeida kommt alleine an. Almeida fährt nicht, nein. Also zumindestens war jetzt nicht hier auf der Liste drauf. United States kenne ich jetzt nur Quinn Simmons.

Björn: Auch ein guter Fahrer auf so einem Kurs.

Niclas: Ja. Ben Healy. Oh, Irland. Haben wir Irland? Warte. Ben Healy fährt und Eddie Dunbar.

Björn: Ja, auch Top-Fahrer.

Niclas: Und Italien ist als Topfahrer Giulio Ciccone und Giulio Pellizzari. Ah, Pellizzari hat auch eine gute Vuelta, also könnte auch schon gut fahren. Aber ich finde jetzt tatsächlich klar, Ecuador, Richard Carapaz ist da, Kolumbien, Igan Bernal ist da. Es sind schon viele Fahrer da. Hey, du hast... Brasilien hat auch einen Fahrer am Start.

Björn: Der auch lange Zeit jetzt in der Höhe abhing und viel Kopfsteinpflaster gefahren ist.

Niclas: Ja?

Björn: Ja, der hat wirklich, der hat es ziemlich durchgezogen.

Niclas: Also wir reden hier gerade von Henrika Vanzini. Ja. Was sagst du?

Björn: Das ist schwer. Ich meine, er hat den Vorteil, dass es halt nicht so Teamstrukturen höchstwahrscheinlich geben wird. Ja, mal gucken. Also Form hat er. Okay. Also, you never know, dass er schon mal da ist geworden. Da hat ihn niemand auf der Rechnung. Aber das wäre toll. Aber ja, jetzt schauen wir mal. Ich glaube...

Niclas: Wenn er einfach nur ein gutes Rennen fährt, wäre er auch schon seine erste Straßen-WM. Ja, genau. Aber hat Brasilien da irgendwas am... Also haben die auch drumherum? Hat der ein Support-Team dabei? Naja. Okay. Also das ist schon vorhanden. Ja, ja. Und Zanotta hat das selbst aufgestellt.

Björn: Ganz genau. Mal gucken, ja. Also es ist sicher für den jetzt echt so krass, ja, weil der halt nur die Killer unterwegs sind. Aber das kann halt auch manchmal ganz spannend sein, ja. Also... Okay. Hat viel gemacht. Muss man jetzt mal gucken.

Niclas: Okay. Belgien hat, klar, Remco Amstrad, Viktor Kampenaz, Ian van Wilder, Quinten Hermans. Stabiles Team. Bitte?

Björn: Stabiles Team.

Niclas: Ja, auf jeden Fall. Die haben noch mehr. Die haben noch Santo Möris. Boah. Ah, das ist Gian Utebrücks, heißt das, glaube ich. Florian Vermeersch und Louis Verwacke. Oh, diese Namen sind mir so schwer auszusprechen.

Björn: Victor Kampenaz.

Niclas: Fährt einfach vorne raus. Kommt mit seinem geilen Giro-Helm, fährt vorne raus.

Björn: Tschüss. Aber mal ehrlich, aus der Vuelta raus, hat sich dann vorbereitet. Ja, klar. Aber ist Kampenaz das Zeitfahren nicht gefahren? Nein. Spannend.

Niclas: Kampenaz hat Belgien verwildert. Florian Vermersch ist für Belgien... Für Belgien ist Florian Vermersch gefahren, Ian van Wilde und Remco Venepoel.

Björn: Er hat keinen Platz gekriegt, höchstwahrscheinlich. Oder hat auch gesagt, er ist noch nicht in der Shape. Gucken wir mal. Nachdem wieder die Tour rasiert ist, Ja.

Niclas: Australien finde ich eigentlich noch ein echt interessantes Team. Chris Hamilton, Chris Harper, die haben Jay Hindley am Start, die haben Michael Matthews am Start, die haben Luke Plupp am Start, Callum Scottsons, Michael Storer und Jay Vine. Also Jay Vine hat gerade bewiesen, er hat Form. Michael's, äh gut, Jay Vine muss halt im Straßenrennen aber auch erstmal sitzend auf dem Fahrrad über die Ziellinie kommen. Ja. Michael Storer, tendenziell, richtig starker Fahrer. Luke Plopp, richtig starker Fahrer, aber eigentlich auf dem Kurs eher zu schwer. Jetzt ist die Frage, Michael Matthews, wenn eine Gruppe ankommt... Wird mal Zeit, dass der Weltmeister wird. Eigentlich Michael Matthews hat schon mal noch so ein WM-Trikot verdient.

Björn: Ja, definitiv. Das ist wie, na, wie heißt er denn noch? Name vergessen. Der in Innsbruck Weltmeister wurde. Wie heißt er?

Niclas: Ach so, der Spanier.

Björn: Ja, ganz genau.

Niclas: Mein Gott, bin ich jetzt blöd? Oh, mir fällt sein Name auch gerade nicht ein.

Björn: Valverde, mein Gott. Valverde, Alejandro Valverde. Ja, ja. Genau, also ist ja auch so ein Kandidat gewesen, wo man gesagt hat, mein Gott, wieso holt er jetzt nicht mal das Ding. Also übrigens, die WM ist wohl eine der, ist wohl glaube ich die schwerste, die je ausgetragen wurde. Also ich meine Höhenmeter technisch und auch Kopfstandpflaster technisch.

Niclas: Wenn du das jetzt so sagst, über wie viel Höhenmeter und Kilometer sprechen wir denn?

Björn: 260 oder sowas. Aua. Und? Was war das? Höhenmeter 5 noch was? Hier, warte. Nein. Doch, doch. 267,5 Kilometer. Und Höhenmeter, Elevation Profile. Das ist nur das Profile, aber nicht die Höhenmeter. Also das Ding läuft halt die ganze Zeit so auf 1,5 ab, geht hoch bis 1,7, fast 1,8 und wird halt, das sind 15 Runden, die sie fahren. In diesen 15 Runden nach Runde 9 gibt es dann nochmal den Mount Kikagli. Und dann geht es wieder runter auf die Runden. Also es wird halt ein einziges Ausgefahre werden. Jetzt würde ich mal gerne wissen, wie viel Höhenmeter das Ding hat. Steht hier leider nicht. Aber es ist richtig viel. Richtig viel. Sollen wir mal checkern?

Niclas: Ja, bitte. Also ich würde jetzt wirklich gerne wissen, weil, guck mal, wenn du jetzt wirklich sagst 4.000 Höhenmeter oder 5.000 Höhenmeter, ja gut, dann kannst du ja eigentlich nur einer der Top-Bergfahrer werden. Also dann reden wir ja wirklich nur noch über Pogacar, über Remco, über Primoz, über vielleicht den Jay Wine. Ähm... Ja, also Ben Healy, klar. Aber es werden dann halt schon wirklich wenig Fahrer sein, die da ankommen.

Björn: Ey, halt dich mal fest. Das Frauenrennen, 164 Kilometer, 3.350 Höhenmeter. Das Männerrennen, wie gesagt, 267,5, 5.475 Höhenmeter. Alter Vater.

Niclas: Ja, aber also jeder, der nicht ein reiner Watt pro Kilogramm Fahrer ist, kommt da nicht an.

Björn: Oh, ich weiß es nicht. Ich glaube, da wird es auch einfach viele geben, die sich so zerschießen werden, dass sie dann einfach stehen. Ich kann mir auch vorstellen, dass es da, also wird es ein Ausscheidungsfahren, also das definitiv, oder wird es auch irgendwie so eine Nummer sein, da verbrennt sich eine Gruppe vorne und hinten fahren sie irgendwie so ihr Tempo, ja.

Niclas: Krass. Okay, das wird... Ich muss... Ich werde mich den Tag, glaube ich, vor den Fernseher setzen. Muss man dann... Das muss man sich ja dann komplett anschauen.

Björn: Ab Runde neun oder acht vor den Fernseher setzen, wenn sie dann in diesen Mount Kigali rein strahlen, dann wird es nochmal alles zerreißen und dann wird das halt... Es wird halt so ein Zombie-Rennen werden. Die sind nachher alle komplett stehend tot. Ich glaube, es kommen auch nicht viele ins Ziel.

Niclas: Nee, nee, das denke ich nämlich bei fünf... ich hätte erstmal auf 30 geschätzt. Viel mehr werden das nicht werden. Viel mehr, also, aber dann wird es ja, komm, wir legen uns jetzt, jeder legt sich auf einen Fahrer fest. So, ich habe ja die Top-Fahrer, die Bergfahrer gesagt. Ja. Und es muss ja einer von diesen Top-Bergfahrern werden. Das andere macht ja eigentlich keinen Sinn.

Björn: Jelmose wird Weltmeister.

Niclas: Den hätte ich jetzt auch echt gern gesagt. Komm, dann sage ich, weil wir jetzt einfach mal sagen, es wird keiner der Top-Favoriten, dann sage ich Isaac Del Toro.

Björn: Ist er schon Top-Favorit.

Niclas: Ja? Okay, dann halt Ben Healy. Dann lege ich mich auf Ben Healy fest.

Björn: Ben Healy kann auch sowas.

Niclas: Ohne Scheiß, Ben Healy wäre ultra geil. Ich finde den Typ, also wenn du den auch einfach so jetzt mal abseits vom Rad siehst, der Typ ist auch einfach cool. Wir haben den im Trainingslager in Girona ein paar Mal gesehen, wie der dann in La Fabrica sitzt. Der Typ sieht auch einfach cool aus. Eigentlich nicht wie ein Radfahrer, sondern irgendwie, keine Ahnung, wie so ein Modemodel oder sowas. Also schon nicht schlecht. Ich finde den geil. Absolut. Guter Typ. Das wäre was, Ben Healy. Okay. Haben wir genug über die WM gesprochen? Haben wir noch was zum Frauenzeitfahren? Marlen Reusser rasiert einmal Alle anderen beim Zeitfahren, also Anna van der Breggen und Demi Wollering waren sehr nah beieinander. Und Marlen Reusser einfach 51 Sekunden vor den zwei. Chapeau, auf jeden Fall starke Leistung. Beste Deutsche Antonia Niedermeyer. Auch schon echt gut. Kasia Njura-Dommer, nur 14. Gut. Von dir angesprochene Chloe Deigart auf Platz 9 mit 2 Minuten 25. Das ist schon richtig viel. Das ist schon richtig viel, wenn man mal überlegt, als sie damals zu Kenyon gekommen ist, hat Kenyon quasi auch für sie mit dieses Bahnfahrrad entwickelt und gebaut, weil die das unbedingt wollte für Bahnwettbewerbe. Also die galt ja schon so als Top-Talent. Klar, die hat sich damals das Knie völlig hingerichtet. Das war schon heftig.

Björn: Isola, oder? Wo ist sie so fies gestürzt?

Niclas: Ich glaube in Isola.

Björn: Bei den Frauen, komm. Lotte Kopecky? Weiß gar nicht.

Niclas: Nee, ich sag Kasia. Ich sage, nee, Pauline. Fährt Pauline? Pauline fährt. Ja, wenn Pauline fährt, wird es Pauline. Aber ich sage trotzdem Kasia. Weil du sagst Pauline, dann sage ich Kasia.

Björn: Pauline. Und zweiter Tipp, Van der Breggen. Ja, Van der Breggen. Ist schon eine gute Tour gefahren. Ist lange Zeit Pause gehabt. Kam wieder jetzt zweite. Die kann sowas fahren.

Niclas: Ja, natürlich kann die sowas fahren. Die Frau kann alles.

Björn: Also ich glaube, ich lehne mich fest. Pauline 1, Van der Breggen 2 und Wollering 3.

Niclas: Nee, Kasia gewinnt vor Marlen Reuser und Demi Wollering.

Björn: Marlen Reuser? Nee, Marlen Reuser. Ich glaube nicht, dass sie... Kommt die ins Ziel? Nein. Also ich meine so fahrtechnisch.

Niclas: Achso, ja gut. Das werden wir sehen. Wenn es regnet, nicht. Jetzt sind wir aber ein bisschen böse den Fahrern gegenüber.

Björn: Nein, das ist echt ein schwerer Kurs. Also nicht, weil sie stürzt, aber einfach, weil sie irgendwie, keine Ahnung, technisch in der Abfahrt ein bisschen was verliert oder was weiß ich. Also ich glaube, Pauline ist da schon, die hat halt schon gezeigt, Paris-Roubaix. Ja.

Niclas: Ja gut, also wenn Pauline startet, natürlich ist sie die absolute Top-Favoritin. Und das wäre krass. Aber Kasia war auch schon echt gut bei der Tour. Die kann das auch schon. Wir werden es sehen. Okay. Sollen wir dann noch einmal über den World Cup sprechen?

Björn: Mountainbike? Mountainbike, ja. War ein crazy Rennen. Cross-Country oder?

Niclas: Achso, ja, gut, Cross-Country habe ich tatsächlich mich relativ wenig mit beschäftigt. Da war irgendwie gefühlt, ich fand, das Ergebnis ging völlig unter. Es ging eigentlich einfach nur um Tschüss Schurter.

Björn: Ja, und über den kann man ja auch kurz reden. Kann man auf jeden Fall. Hat ja schon jeder gemacht.

Niclas: Und hatten wir doch auch schon in der vorletzten Folge?

Björn: Ja. eine Ära geht zu Ende. Krasser Fahrer, also muss man einfach mal sagen, dass der, kann man sich natürlich immer fragen, hätte das letzte Jahr jetzt sein müssen, wann tritt man richtig ab?

Niclas: Ich fand es gefühlt, wenn ich ehrlich bin, ein Stück zu spät.

Björn: Ja, kann man, ey, der hat halt immer Bock, ein bisschen weiter zu fahren. Ich bin ja gespannt, was er jetzt noch weiter macht.

Niclas: Er hat ja kurz angekündigt, er will noch weiter im Sport bleiben, er will noch weiter fahren. Schauen wir mal.

Björn: Was wird aus dem Team?

Niclas: Ja, eigentlich ist das... Also ich habe einen Kumpel, mit dem ich immer sehr viel über Radsport rede, der schon sehr lange so im Cross-Country-Game drin ist, der auch selbst früher in den U-Klassen gut Cross-Country gefahren ist. Und... Der hat halt immer gesagt, das Team ist halt nur Nino Schurter. Und jeder andere Top-Jugendfahrer und so, der da reingekommen ist, und muss man ja auch mal sagen, guck mal, es gab eigentlich neben Nino Schurter nie einen Fahrer, der so richtig gut in diesem Team funktioniert hat. Also klar, Filippo Colombo fährt jetzt schon aktuell gut, keine Frage. Google war auch gut. Flo Vogel war auch gut. Lars Forster hatte auch schon mal ein paar gute Momente in dem Team. Aber Lars Forster, würde ich fast sagen, hatte außerhalb des Teams seine Höhen. Florian Vogel hatte auch außerhalb des Teams seine Höhen.

Björn: Als er zu Fokus gegangen ist, hat er echt rasiert.

Niclas: Genau. An dem sein Buch kommt man übrigens nicht in Deutschland ran. Ich habe es probiert. Ich habe ihm auch selbst geschrieben. Ich habe keine Antwort bekommen. Schade. Er hat unseren Podcast gehört. Ja. Ne, die kriegen das Buch nicht. Also, ich fand immer so ein bisschen, das Team war halt nur Nino Schurte und auch selbst die, selbst auf Frauenseite, klar, Jenny Rissfetz war in dem Team auch gut. Muss man jetzt aber sagen, hat auch, vielleicht hat das Team sie auch damals so ein bisschen verbrannt. Und jetzt danach ist sie auf jeden Fall stärker. Und Kate war auch nur vor dem Team richtig geil. Und danach... Also und während sie im Team war, auch nicht so richtig. Also irgendwie finde ich, mein Gefühl ist bei dem Team immer nur, es waren nur Schurter und auch nur Schurter hat da zu 100% performt.

Björn: Klar, also André Fischknecht war immer im Schatten seines Vaters sozusagen und im Schatten von Schurter. Der hatte manchmal so echt lichte Momente, wo man sagte, alter Gras, was ist denn jetzt los? Und dann war der wieder, also André, die letzten Jahre hatte ich immer so das Gefühl, der rasiert unglaublich rum im Frühjahr. Also wirklich früh, früh im Frühjahr ist er ja irgendwie in Afrika die Marathons da vorne richtig, richtig, richtig schnell gefahren. Dann hat er die Cape Epic, da war er schon nicht mehr ganz so gut. Dann ist er aus der Cape Epic gekommen und war danach nur noch tot. Das haben sie halt mehrere Jahre gemacht. Und eigentlich hätte man sagen müssen, hey, macht es doch mal anders.

Niclas: Ja, aber vielleicht war für den auch einfach immer der Fokus, er muss mit Schurter bei der Cape einfach gut fahren können. Ja. Aber grundsätzlich, wenn man jetzt mal nur auf Nino Schurter guckt, es ist... Der beste Mountainbike-Fahrer? Also da muss man sich ja auch nichts vormachen. Wenn der Marathon in seiner Prime gefahren wäre, hätte er auch alles gewonnen.

Björn: Ah, das stimmt nicht. Nicht alles, nein, aber... Als er in seiner Prime war, ist er die WM 2021 gefahren. Das stimmt. Und wurde ganz schön abgestellt.

Niclas: Das stimmt, ja. Und auch eigentlich auf einem Kurs, der ihm liegen müsste.

Björn: Vollkommen entgegengekommen ist. Und genauso wurde das Rennen auch gefahren. Frischknecht und Co. haben das Tempo so hochgezogen, dass nach der ersten Runde, du warst ja dabei, du bist das ja gefahren, das Rennen. Hast du den Ausflug mitgemacht?

Niclas: Ich habe den Ausflug mitgemacht und wurde auch zerlegt. Aber das war einer meiner schlimmsten Tage auf dem Fahrrad. Wie lange warst du unterwegs? Ja, sehr lange. Und vor allem, ich hatte vier Platte. Ich hatte drei Schläuche reingezogen. Ich hatte keinen Essenslaufradsatz dabei. Hatte ich zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht. Und habe dann angefangen, Schläuche reinzuziehen. Aber auf der Strecke sind die halt auch immer so schnell kaputt gegangen. War ein bisschen undankbar.

Björn: Ja. Genau, also von daher, also mega Cross-Country-Fahrer, der beste, den es je gab bis jetzt. Bin mal gespannt. Vielleicht kommt noch mal jemand anderes um die Ecke.

Niclas: Aber das wird auch, also jetzt mal ehrlich, das wird auch super schwierig, dass da jetzt noch jemand sowas noch mal zeigt, über, wie viele Titel hat der? Zehnmal? Er ist zehnmal Weltmeister. Das muss erst mal jemand machen. Und vor allem, wie viele Olympiamedaillen. Der hat Bronze, Silber und Gold. Der hat einen ganzen Satz.

Björn: Ja, gut, aber hat doch hier Sabine Spitz, glaube ich, auch. Weiß ich nicht.

Niclas: Gold hat sie auf jeden Fall.

Björn: Athen, was ist sie in Athen geworden? Silber oder Bronze?

Niclas: Boah, das war... Björn, da war ich viel zu jung.

Björn: Da war ich gerade vier Jahre alt.

Niclas: Nee, acht. Aber trotzdem, mit acht, keine Ahnung.

Björn: Ja, na ja, zumindest... Ja, krasser Fahrer. Ich bin gespannt. Meine Traumvorstellung, er fährt zusammen mit Enrique Avencini's Cape Epic.

Niclas: Das wäre geil. Aber ich glaube nicht. Also denkst du, die zwei könnten auch menschlich?

Björn: Ja, ja, total. Also die haben natürlich so ihre Fäden gehabt.

Niclas: Weil die hatten sich ja das ein oder andere Mal auch in den Haaren. Ja, so richtig. Ich hätte mich auch beinahe vom Rad runtergekickt. Ja, deswegen, sag ich ja. Ich weiß es. Denkst du jetzt so, in Anführungszeichen, wobei Henrik ja schon noch aktiv ist, Schurter wird auch aktiv bleiben. Ich glaube, so Sachen wie Cape Epic und so Sachen, die wird der weiterfahren. Ja. Ich vermute auch, das Team wird es wahrscheinlich genauso weitergeben. Ja. Und er wird auch einfach, in Anführungszeichen, Weiterfahrer dort bleiben. Halt nur nicht mehr im World Cup.

Björn: Ja.

Niclas: Ich kann mir nicht vorstellen, dass der aufhört komplett mit Radfahren. Also das wird nicht passieren. Da wird wahrscheinlich sowas wie Gravel noch um die Ecke kommen. Dann wird noch wahrscheinlich jeder ein oder andere Mountainbike-Marathon, den er vielleicht mal fahren wird. Ich würde auch fast behaupten, der steht nächstes Jahr bei der Marathon-WM auch am Start.

Björn: Ja, ist halt schon echt ein hoher Invest, den er dann gehen muss. Aber könnte ich mir auch vorstellen, dass er das macht. Ja, gucken wir mal.

Niclas: Wird auf jeden Fall spannend. Einmal noch zum Cross-Country World Cup in Lenzerheide. Alan Heverly. Gewinnt mal wieder, nachdem er jetzt gerade Topform hat.

Björn: Ja, war auch davon auszugehen.

Niclas: Ja, also das war schon gut. Alexandra Keller gewinnt auch vor Jenny Rissfetz. Das ist schon cool zu sehen. Also Schweizerin in Lenzerheide zu gewinnen, ist bestimmt schon geil. Short Track wird wieder von Koretzki und Rissfetz gewonnen. Ja, cool zu sehen auf jeden Fall. Und da bin ich mal gespannt. Ich weiß gar nicht, Paul Scheel, wird der nächstes Jahr schon Elite fahren? Weil im Short Track zweiter hinter Finn Teutler und im Hauptrennen fünfter. Der ist dieses Jahr echt ein brutales Jahr in der U23 gefahren. Also sehr konstant die ganze Zeit vorne mit dabei. Ich weiß gar nicht, wird der nächstes Jahr schon Elite? Elite fahren? Oder hat der noch ein Jahr in der U23? Keine Ahnung. Okay. Schauen wir mal. Ja. Und dann noch Hero World Cup. La Tramon. Wahrscheinlich die schwerste, also technisch anspruchsvoll die schwerste Strecke des ganzen Jahres.

Björn: Also ich hatte mit Vera... Sagte dann, die war ja vorne raus mit der Polin, glaube ich. Und dann sagte sie, hat es angefangen zu regnen und sie war dann einfach, sie sagte, sie wollte halt heil ankommen und wenn das eine Vera Lohse sagt, finde ich das schon krass, weil die auch technisch richtig, richtig gut ist. Und dann ist sie halt als vierter, glaube ich, reingerollt. Ähm,

Niclas: Ja, vierte.

Björn: Der Kurs war einfach so schwer. Sie sagte, da gab es halt auch echt ein paar Passagen, wo du einfach abgestiegen bist. Musstest halt runter tragen. War halt echt super, super gefährlich.

Niclas: Ja, also es hat ja auch im zwischenzeitlichen Rennen so richtig heftig geregnet. Es gewinnt auf jeden Fall Paula Kurmann. Vor Rosa van Doren, Amanda Bohlin und dann Vera Lusser auf 4. Janine Wüst zum Beispiel wird 6. Adelheid Morath, beste Deutsche, auf Platz 11. Ist auf jeden Fall schon echt crazy. Vor allem bei den Frauen, wenn man mal schaut, die Zeitabstände. Die Polen gewinnen mit vier Minuten Vorsprung. Dann sind es schon neun Minuten auf die Drittplatzierte. Und dann sind es einfach schon 13 Minuten auf Vera, auf Platz vier. Männerrennen gewinnt Casey South ganz knapp vor Samuel Leporeau. Und dann wiederum eine Minute hat Marc Stutzmann Rückstand. Männerrennen war halt auch echt, also, dass die auf einen 80-Kilometer-Kurs eine 4 Stunden 34 brauchen, das zeigt halt auch, also normalerweise Mountainbike-Marathon, egal fast welche Distanz und natürlich, klar, so Grand Raid oder so ist schon langsamer, aber so ein 20-25er-Schnitt wird immer gefahren und Wenn das mal da drunter fällt, dann weiß man, alter Vater, das ist nicht lustig. Also, weil so ein Casey Sauf kann ja auch schon richtig gut Radfahren. Und dass der dann da 4,34, 4,80 Kilometer braucht, aua. Ja.

Björn: Brutal. Also Marc sagt auch, der Kurs war, das sieht man mal, da kommen halt vorne die Leute an, die halt technisch so richtig gut sind und die auch körperlich so richtig im Saft stehen. Und mich freut es natürlich total für Marc. Der war auch vorne einmal raus, alleine dann rumgegurkt. Und interessant ist ja, wie PS zum Beispiel sind richtig eingegangen. Also die sind dann mal irgendwie dann nach vorne gestrahlt. Und Andi war das auch dann irgendwann mit dem ganzen Rumgerutsche, sagte, ich habe meinen Weltcup im Sack, also da muss ich mir jetzt nicht noch das Leben nehmen.

Niclas: Also auf jeden Fall, wir sind im Trainingslager, waren wir mal, glaube ich, auf Teilen der Strecke unterwegs und wer mal in der Ecke dort gefahren ist, Das ist im Trockenen schon wirklich technisch anspruchsvoll. Also du musst dich richtig, richtig konzentrieren. Und jetzt ist auf der Strecke von Latramun von 80 Kilometern fährst du 80 Prozent nur auf solchen technisch anspruchsvollen Trails. Berghoch wie bergrunter. Also das Rennen ist, glaube ich, wirklich brutal schwer. Wir sind jetzt im Winter wieder in Girona. Ich habe auf jeden Fall gesagt, wenn die Bedingungen schön trocken sind, werde ich mir mal Teile der Strecke anschauen.

Björn: Heil ankommen, bitte.

Niclas: Ja, ich ziehe Protektoren an. So ein bisschen Knieprotektor, auf jeden Fall mal einen Rückenprotektor und dann kann man sich die Strecke mal anschauen. Sag mal, hast du eine Ryzen-Mütze auf? Ja, das ist die einzige Mütze, die mir mit meinem Riesenkopf gut passt. Es gibt ganz wenig Mützen, die mir vom Schirm her gut passen. Weil die drücken sonst immer hier vorne auf den Kopf rein. Und diese Risen-Mütze hier, die passt richtig gut. Und da das Risen ja so schwarz auf schwarz ist, das sieht ja keiner.

Björn: Ich dachte, du wechselst jetzt in die Trier-Ecke.

Niclas: Nein, nein, nein. Das mache ich erst später.

Björn: Ganz kurz, war ja auch noch WM.

Niclas: Ja, aber das war eigentlich schon vor dem letzten Podcast. Aber ja, Norwegian Hype Train. Eins, zwei, drei.

Björn: Schon crazy, oder?

Niclas: Ja, und weißt du, weil das kommt jetzt wieder auf das Thema, was ich ja auch vor der Folge gesagt habe, was wir hätten besprechen können, Ernährung. Der Sieger Kasper Stornis war ja immer so ein bisschen, also er trainiert auch schon super lange mit Gustav Iden und Christian Blumenfeld zusammen. Und da er jetzt der Trainer ist, Olaf Alexander Buu ja zu UNOX gegangen ist, betreut er die Jungs ja nur noch, zumindest schreibt er ihnen nicht mehr die Trainingspläne, das heißt er betreut sie nur noch, weil die Jungs wissen, was sie tun. Genau. Und die Trainingspläne schreibt jetzt Christian Blumenfeld für die Jungs. Und ich finde es halt super spannend, wie die alle drei zusammen da rasieren und Es funktioniert, aber gefühlt war es wieder so ein bisschen die Ernährung, die halt den ausschlaggebenden Punkt gegeben hat, weil Christian Blumenfeld hatte Krämpfe. Ich glaube, Gustav Iden hatte auch einen Schwächemoment im Stream, wo er sich auch einmal übergeben hat und nur Kaspar Storn ist es durchgelaufen und hatte keine Probleme. Und der hat trotzdem einfach 180 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde über einen kompletten Ironman zu sich genommen. Jetzt muss man sich mal überlegen. Also jeder, der mal 180 Gramm zu sich genommen hat, das sind quasi, also wenn du eine 500 Milliliter Flasche Morten säufst, hast du 80 Gramm. Das heißt, der nimmt zwei Stück und noch ein kleines Gel.

Björn: Ja, oder du kriegst dir einfach eine Packung mit 200 Gramm Haribo rein. Das geht auch. Ja, also das ist sehr schwer. Ja. Muss es schon sein. Aber damit man mal überlegt, wie lange waren die unterwegs?

Niclas: Wie viele Stunden? Ist ja ein superschwerer Kurs. Die waren um die acht. Ich glaube sieben, nein, nehme ich nicht fest, siebenfünfundfünfzig. Aber es war ja jetzt kein klassischer Hawaii-Kurs oder so, wo die flach durch die Gegend ballern, sondern der Radkurs ging ja, ich glaube, zweieinhalbtausend Höhenmeter. Das heißt, die sind auch richtig bergauf gefahren.

Björn: 1,6 Kilogramm Haribo.

Niclas: Ja, hat er quasi über das Rennen gegessen.

Björn: Ja, da muss jeder, da kotzt jeder.

Niclas: Ja, also das ist halt das Ding, was ich halt so super spannend finde... Weil die laufen ja auch. Also wenn wir jetzt nur über Radfahren reden, dann sage ich sogar, okay, das ist machbar. Das ist eklig und das ist super hart und super schwer und das musst du trainieren wie Sau. Aber dann ist das machbar. Aber ich persönlich, ich kann es mir nicht vorstellen, wie du dir 180 Gramm die Stunde beim Laufen reindrückst. Und dann laufen die ja, was laufen die, 3,30er, 3,40er Pace? Mhm. So, das ist für mich Sprint. Hä? Wie soll das gehen? Meine Beine können nicht mal so schnell drehen. Also, die Leistung finde ich schon ganz verrückt. Und gerade diese Mengen an Kohlenhydraten. Und da gab es ja jetzt auch gerade wieder, meine aktuelle Lieblingsseite, hat ja gerade auch zwei KISS-Researchs wieder veröffentlicht, wo es einmal darum ging, um Und quasi, die haben, das war jetzt auch bei Hobbysportlern, also irgendwas um die 60er, V2 Max wieder, rum halt gemessen, wie viele Kohlenhydrate die Jungs denn wirklich verstoffwechseln können. Also wie viel wird denn wirklich oxidiert und was kommt denn wirklich an? Und die haben, glaube ich... die haben verschiedene Mischen benutzt, aber bei den meisten von denen kam zum Beispiel maximal mal 60 Gramm an. Und das ist halt auch wieder was, wo man sieht, okay, die meisten hatten nur 60 zu sich genommen, 80 zu sich genommen und sind nur 40, 50 mal 60 angekommen. Und dann hat man halt so ein bisschen geschaut, okay, woher kommt das denn? Wie kann man das denn voraussagen? Und es ist meistens tatsächlich Körpergröße und halt der Trainingszustand. Ja, die zwei Sachen sind quasi die also auch die Leistung, die getreten wird. Das sind quasi die zwei Sachen. Gewicht haben sie so ein bisschen ausgegrenzt. Es ging meistens wirklich um die Körpergröße und halt um die Leistung, die getreten wird. Und dann kommst du damit kannst du 70 Prozent der Kohlenhydrataufnahme voraussagen. 30% sind Training und Zusammensetzung.

Björn: Können wir nochmal genauer anschauen. Können wir beim nächsten Podcast genauer darauf eingehen. Weil du hast ja was zusammengeschrieben.

Niclas: Ja, ich habe eigentlich das, was ich zusammengeschrieben habe. Können wir ja auch mal vielleicht Feedback einholen von den Zuhörern, ob die da Interesse dran haben. Ist halt eine PDF, wo ich jetzt mal meinen gedachtes Wissen, was ich denke, was richtig ist in Sachen Ernährung, wie man quasi, ich sag jetzt mal, sich einen Plan macht. Also angefangen von, wie viele Kalorien brauche ich denn überhaupt neben meinem Sport? Also wie setze ich überhaupt so das sinnvolle Ziel? Wie viel ist mein Grundumsatz? Wie viel der Trainingskalorien kommt drauf? Wann sollte ich was nachessen? Was esse ich denn überhaupt? wie sieht so ein Ernährungsplan, sage ich jetzt mal, aus für einen Profisportler, wie sieht ein Ernährungsplan aus für jemanden, der immer nachmittags trainiert, was ja die meisten Amateursportler, wahrscheinlich auch die meisten unserer Zuhörer machen werden. Und Was habe ich noch? Ja, also einmal so alles quasi erklärt, wie funktioniert das, gesund abzunehmen, aber auch der letzte Absatz, den ich gemacht habe, war, wie funktioniert es, wenn du in die andere Richtung musst. Also ich habe jetzt, ich allein habe schon zwei Sportler. wo ich mehr predigen muss, ihr müsst mehr essen, als umgekehrt. Jetzt muss man natürlich sagen, auf die Menge an Sportlern ist es eher immer der Fall, okay, die meisten haben das Problem abzunehmen. Es gibt halt aber auch diese vereinzelten Fälle, die darum kämpfen, ihr Gewicht zu halten überhaupt. Und im Optimalfall, die sind immer froh, wenn sie über Winter aus dem Winter kommen und sagen, geil, ich habe zwei Kilo, drei Kilo zugenommen.

Björn: Ich habe auch zwei Männer, Nachwuchsfahrer, das ist echt so krass, wie dünn die sind. Also ich war ja schon extrem dünn, als ich aktiv gefahren bin, aber die sind halt nochmal eine Spur härter. Der eine wiegt 62 Kilo bei 1,86 Meter. Das ist halt schon so holy shit. Da ist ja nichts dran. Nein, und der kam zu mir an mit irgendwie noch nicht mal 60, wo ich erstmal gesagt habe, wir fahren jetzt gar nicht, du isst jetzt erstmal. Ja, das ist echt krass. Ist aber auch, muss ich ehrlicherweise sagen, die sind so ein bisschen verhunzt worden von ihrer Umgebung, was Training und ähnliches anging. Die haben nichts gegessen, wurden nur nach TSS trainiert. Cool. Also wirklich, boah. Also überhaupt, die sind talentiert, definitiv. Aber es war erschreckend, als ich dann, ich sah so die Werte und dachte so, das ist schon ganz gut. Und da hatte ich das Gewicht noch gar nicht so im Hinterkopf. Und dann habe ich die Gewichte, also habe ich erfahren, wie viel die wiegen und dann dachte ich so, alter krass. Richtig, richtig. Und dann noch die Größe dazu, da dachte ich so, boah. Du bist jetzt aber schon echt am Limit unterwegs.

Niclas: Ich glaube halt, in vielen Radsportkreisen ist halt immer noch das Kilogramm größer als das Watt pro Kilogramm. Und viele vergessen da immer noch, dass Watt pro Kilogramm auch nur über Watt gut wird. Es bringt dir gar nichts, wenn du super leicht bist und runtergehungert bist, aber keine Leistung trittst. Du wirst auf... jedem Rouleurberg, auf jedem Flachstück, in jeder Abfahrt. Du wirst einfach aus dem Windschatten rausgetreten und dann war es das. Nur berghoch fahren wird dich nie stark machen. Du musst auch Leistung aufs Pedal bringen und Leistung bekommst du nur über die richtige Ernährung und auch genug Essen. Kaloriendefizit, ja, wenn du abnehmen musst, solltest, dass quasi deine Stellschraube ist. Vorher ist es halt aber immer noch der Punkt, du musst erstmal Leistung aufbauen und Leistung wird nur über die richtige Ernährung kommen.

Björn: Ja, ganz genau. Ja, ich habe das immer bei Junioren-Fahrern im Mountainbike, da hatte ich auch ein, zwei und die waren halt so krass, die haben halt so richtig gute Werte gehabt, ja, über 5 Watt und dies und das alles, aber die wogen dann, keine Ahnung, 55 Kilo und wurden halt jedes Mal abgehängt von den Leuten, die halt 75 Kilo gebogen sind und dann siehst du halt, Watt pro Kilo ist halt nichts wert, wenn du grundsätzlich die elementare Kraft nicht auf die Fahne gibst. Ja, absolut.

Niclas: Yes. Gut, so. Krass, wir haben aus nichts eine Stunde gemacht.

Björn: Sehr gut. Ja, man muss nur reden können. Niklas ist in der Saisonpause. Ich auch, gefühlt, weil das Wetter heißer ist. Achtung, ich kündige was an. Nächste Woche machen wir kein Podcast, weil ich ein bisschen was vorhabe. Und dann die Woche drauf machen wir wieder einen. Okay.

Niclas: Also ich bin in der Saisonpause.

Björn: Du bist in der Saisonpause, okay. Und alle, alle, alle, alle unsere Hörer dürfen sich überlegen, worüber wir reden sollen.

Niclas: Also grundsätzlich, ich würde wirklich gerne mal noch, gerade weil ich das jetzt zusammengeschrieben habe, echt mal noch einen Podcast über dieses Ernährungsthema machen, weil ich, klar, wir haben jetzt Off-Season und es kommt jetzt der Winter, aber quasi für alle Fahrer, die so richtig das Potenzial am Gewicht sehen, wo man jetzt sagt, okay, du bist irgendwo, keine Ahnung, für einen Amateurfahrer, der Vollzeit arbeitet, der hat schon einen 70er V2 Max und die Schwelle ist schon wirklich gut, also die absolute Schwelle. Man kann jetzt vielleicht für nächstes Jahr zwei, drei Kilo vielleicht noch runtergehen, ist es ja schon auch immer sinnvoll, finde ich, dass man so ab Januar dann langsam damit anfängt und vielleicht je nachdem, wie verhunzt seine Ernährung oder die Ernährung vielleicht ist, sind das ja auch Sachen, wo man sich langsam dran gewöhnen sollte und vielleicht hier und da seine Ernährung so ein bisschen umstellen sollte und dann umso früher man damit anfängt, umso besser ist es. Und damit man das halt auch auf einem Weg hinkriegt, dass es halt nachhaltig ist, sprich, es kommt die Keksenzeit, es kommt die Lebkuchenzeit, es kommt Weihnachten, dass man da halt dann auch, ich sag mal, normal isst, so wie man es halt möchte, aber trotzdem vielleicht über den Winter mit Ernährung hier und da seine Ziele dann erreicht, um nächstes Jahr vielleicht das ein oder andere Kilo weniger an der Startlinie zu haben.

Björn: Das ist der beste Trick, den es gibt. Man muss einfach zwei, drei Monate ins Trainingslager mit Markus Kaufmann fahren. Da wird man mit Sicherheit abnehmen und nur gesund essen. Also ich war mit Markus ja öfters im Trainingslager und bei Markus gab es und so, also seine Süßigkeit war halt eine Orange. Und meine Frau und ich, wir saßen da, dachten so, okay, alles klar. Ja, ist doch geil. Und der wäscht auch immer ab. Der ist halt genauso, zack, hier abwaschen, immer super, alles clean, alles perfekt, komplett entspannt.

Niclas: Dann würde ich sagen, geht hier jetzt mal noch die Einladung raus. Markus, wir gehen nach Girona ins Trainingslager, wenn du Bock hast. Wir brauchen noch jemanden, der abwäscht.

Björn: Aber der fährt halt natürlich auch echt noch einen straffen Spiegel.

Niclas: Ja, ich habe die Tage mit einem Kollegen telefoniert, der meinte so, ja, aber ich fahre dieses Jahr wieder richtig locker. Und ich so, ja, du fährst halt deine Bereiche, die du treten sollst. Ja, aber schon auch locker. Gut, wenn wir Markus mitholen, dann wird es halt ein straffes Tempo gefahren. Immer guter Grundzug. Hat ihn aber auch erfolgreich gemacht. Absolut. Gut. Gut. Dann beenden wir es mal für diese Woche und wir hören uns dann in zwei Wochen wieder.

Björn: Bis dann. Ciao, ciao.

Niclas: Ciao, ciao.

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