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Episode #49

Von Tour-Sieg zur WM-Jagd – Gewicht, Form & große Ziele

26. August 202545 min

In dieser Episode sprechen Björn und Niclas über die aktuellen Highlights aus der Radsportwelt. Wir diskutieren das Aufsehen um das Gewicht der Tour-Siegerin und ordnen ein, wie man Veränderungen im Körpergewicht sportlich bewerten sollte. Außerdem geben wir Einblicke in die letzte Vorbereitungsphase auf den Ötztaler Radmarathon – inklusive praktischer Tipps für die finale Woche. Ein Blick geht zur Vuelta: Kann Jonas Vingegaard das Rote Trikot bis nach Madrid verteidigen? Zum Abschluss widmen wir uns der bevorstehenden MTB-Marathon-Weltmeisterschaft, bei der auch einige unserer Athleten am Start stehen.

Transkript

Björn: Willkommen zum Faster U Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast nach drei, vier Wochen. Schaffen wir es mal wieder? Ja, hallo. Hallo.

Niclas: Viel ist passiert.

Björn: Ja. Du unterwegs, ich unterwegs, ich krank. War ein bisschen schwierig, uns zusammenzufinden für eine gute Folge Podcast. Und in der Zeit ist natürlich, weil Hauptphase der Saison so ein bisschen echt viel passiert. Super viele Rennen. Tour de France der Frauen, die ein bisschen, das fanden wir beide, so ein bisschen für Würre gesorgt hat. Deutsche Meisterschaften-Marathon, jetzt stehen wir kurz vor der Mountainbike-WM in allen Disziplinen.

Niclas: Und Ötzi steht vor der Tür.

Björn: Und Ötzi steht jetzt dieses Wochenende an, genau. Also wir haben ein bisschen was Swiss Epic war, wo alle krank geworden sind.

Niclas: Stimmt, Niklas Ranker hat auch bei der Swift Epic die Wurst vom Teller gezogen.

Björn: Ja, definitiv nicht. Ich bin das Ding so gut, es geht irgendwie zu Ende gefahren, aber es war echt eine scheiß Woche für mich, muss ich ehrlich sagen. Aber ansonsten, ich weiß nicht, wie es bei deinen Athleten aussieht, die gefinisht haben, aber Also alle, die ich kenne und die in meinem Dunstkreis waren, sind alle krank geworden.

Niclas: Ja, also die sind fast alle krank geworden, außer Marc Stutzmann. Der war halt immer als erster im Ziel und hatte wenig Kontakt zu Menschen.

Björn: Hat sich nicht überanstrengt. Ja, hat sich nicht überanstrengt. Danach wirklich, also jeden, den ich kenne, jeder meiner Athleten, jeder Mitfahrer, viele schon während dem Rennen, ich bin ja auch schon während dem Rennen krank geworden. Also echt super scheiße.

Niclas: Ja, also richtig heftiges Rennen. Genau, also Vera Loser, die das Ding gewonnen hat mit ihrer... Alexis, genau. Die sind nicht krank geworden und Max Stutzmann mit Samuele Porro sind auch nicht krank geworden. Die sind auf zwei gefahren. Ich glaube sogar, sie hätten das Ding gewonnen, wenn sie sich nicht am ersten Tag die Felge zerlötet hätten und da sieben Minuten oder zehn Minuten kassiert hätten. Auch mal geile Geschichte, von Platz zehn auf Platz zwei in die Gesamtwertung noch reinrauschen. War schon ganz cool. Also die haben definitiv gut Druck, was mich natürlich freudig stimmt für die WM. Jo, und Vera war auch, ja, das ist natürlich ein mega Dreamteam gewesen, die beiden da vorne. Genau, aber bei dir, bei der Mix mit Anna. Auch perfekt gelaufen. Partner, war auch richtig. Kimo, ja. Genau, haben das Ding auch gut abrasiert. Ja, fast Headtrack, fast alle Kategorien durchgezogen.

Björn: Alles irgendwie Faster-You-Athleten. Ja, fand ich gut.

Niclas: Genau, aber kommen wir doch mal kurz zur Tour de France der Frauen. Ich finde ja, das ist so ein bisschen wie so ein bisschen Klick beziehungsweise so ein bisschen Erhaschen von Medien. Also ich sehe jetzt schon wieder irgendwie Artikel über Essstörungen im Sport. Also ich finde, also das ist ein super wichtiges Thema.

Björn: Genau, deswegen, aber wir müssen einmal kurz alle abholen, um was es genau eigentlich geht.

Niclas: Sorry, schieß los.

Björn: Polyphéron Prévost hat die Tour de France der Frauen, als erste Französin vor allem, jetzt gewonnen. Und das in einem ziemlich dominanten Stil. Man muss halt sagen, die ersten Tage waren alle sehr wellig, sehr viel Chaos. Und das hat Jumbo relativ gut einfach, oder Wismar, sehr gut kontrolliert und nirgendwo groß Zeit verloren. Und dann einfach auf den letzten zwei Etappen, wo es halt eigentlich nur berghoch ging, hat Pauline einfach das komplette Feld einmal zerlegt. Und die Diskussion, die jetzt aufkam, ist, dass man klar auch gesehen hat, dass Pauline für diesen Wettbewerb, wenn man sich die letzten Jahre anguckt, wo sie Mountainbike gefahren ist, deutlich an Gewicht verloren hat. Du hast da vielleicht nochmal ein paar genauere Zahlen zu, aber sie war schon wirklich super, super dünn. Ja, super, super dünn. Ja, wo grundsätzlich, wenn das jetzt... Und ich glaube, der große Punkt ist eigentlich, wenn man sich den Männersport anguckt, bei Männern ist das okay, wenn ein Winnegard komplett ausgezehrt und wie ein, keine Ahnung, fast ein Skelett, jetzt übertrieben gesagt, vor der Kamera steht und irgendeine krasse Berghetappe gewonnen hat, weil er halt einfach die besten Watt pro Kilogramm getreten hat. Und... Wenn Pauline das jetzt quasi macht, ihr eine Essstörung vorgeworfen wird und quasi durch die Medien so ein bisschen getrieben wird nach dem Motto, ah, warum hat die so krass abgenommen? Ich glaube, auch Demi Wollering hat das Ganze mit so ein bisschen befeuert.

Niclas: Demi Wollering war die Erste, die was dazu gesagt hatte. Ich hatte mir dann erst gedacht, naja, das sind so aus dem Kontext heraus... Aber sie hat dann auch auf Insta nochmal einen richtigen Artikel dazu gepostet, dass sie halt ihren gesunden athletischen Körper behalten möchte und und und. Marleen Reuser hat ja dazu auch noch was gesagt, dass Pauline nur einen Standard gesetzt hat und das natürlich, wer will danach ziehen, so nach dem Motto. Ich fand die Diskussion erstaunlich, weil das Thema Gewicht im Radsport schon immer ein Thema ist. Natürlich durch die sehr sinnvolle und richtige und wichtige Diskussion, was Gesundheit, körperliche Gesundheit bei Männern und vor allem auch bei Frauen, Thema hormonelle Störungen und und und. Ich meine, da haben wir mit Theresia auch lange Zeit drüber gesprochen. Das ist ein super wichtiges Thema. Ja, ganz klar. Und ich fand es ein bisschen erstaunlich, dass das Thema dann wieder aufkommt. Klar, sie war dünn und es war abzusehen. Pauline ist aber schon immer eine sehr extreme Sportlerin gewesen. Und es ist ja ein zeitlich begrenztes Fenster, in dem sie das gemacht hat. Das heißt, sie wusste, wir fahren da die und die Berge hoch. Das heißt, wenn ich da irgendwie drei Kilo leichter bin, dann fahre ich auch besser die Berge hoch. Ich meine, das ist immer so. Das ist Profiradsport. Ganz genau. Also Katrin Hammes, als sie noch bei Education gefahren ist, jetzt ist sie ja schon in Rente. Und in dem Jahr, als sie auch, glaube ich, zweite bei der DM wurde, in einem richtig starken Feld, vor der Tour de France, das war, glaube ich, die erste Tour, gab es die Diskussion. Und da habe ich gesagt, also mal ganz ehrlich, du wiegst jetzt irgendwie 53 Kilo, wenn wir dich auf 51 Kilo kriegen. dann sieht die Welt halt nochmal ein bisschen anders aus. Das ist halt schon ein großer Schritt, nochmal so viel Gewicht zu verlieren. Und das haben wir dann gemacht und sie war auch super stark da unterwegs, vorne immer fett in der Fluchtgruppe drin und du fliegst natürlich die Berge hoch, wenn du von schon wenig Gewicht noch viel leichter wirst. Aber das war klar zeitlich begrenzt und das heißt ja, es ist ein Hochleistungssport, dass man seinem Körper damit keinen Gefallen tut, ist ja auch irgendwie per se, per Definition gegeben, das ist kein Gesundheitssport.

Björn: Genau und ich glaube, das ist, finde ich, der allergrößte Punkt, über den man da sprechen muss, wir reden hier. über Profisport. Wir sind in einer Zeit, wo es darum geht, was ja auch absolut gerechtfertigt ist, den Männersport und den Frauensport gleichberechtigt zu behandeln. Und es ist nun mal so, ich sage jetzt mal gang und gäbe, dass auch im Männersport und im Profisport allgemein du dich auf deine Ziele maximal gut vorbereitest. Und wenn das heißt, du musst über... Keine Ahnung, jetzt so gesehen ein halbes Jahr Vorbereitung zum Beispiel für eine Tour de France, musst du drei, vier, fünf Kilo, je nachdem von wo du kommst, verlieren, dann musst du dieses Gewicht verlieren, wenn es denn machbar ist. Und ich finde, es ist heutzutage doch eigentlich sogar... Leichter und besser, weil man weiß genauer, wie man es macht. Man weiß genauer, wie man es in Anführungszeichen sicher und gut macht. Und dann ist das halt ein zeitlich begrenzter Rahmen. Und es geht halt darum, im Profisport ging es schon immer darum, aus dir, deinem Körper, deiner Psyche das Maximum rauszuholen, um an Tag X die beste Leistung zu bringen. Das ist Profisport. So, und... Wenn man dann der Frau in Anführungszeichen vorwirft, sie hätte jetzt eine Essstörung, nur weil sie vielleicht jetzt, das ist jetzt auch ein bisschen überspitzt gesagt, die Einzige war, die bereit war, diesen Trade-Off einzugehen und ihr Team halt das Ganze richtig analysiert hat und gesehen hat, okay, du wirst diese Tour de France an diesen zwei Tagen gewinnen, dafür musst du das beste Watt-pro-Kilogramm-Verhältnis haben. Und wenn Pauline die Einzige war im Feld, die diesen Trade-Off eingeht und dann halt diesen krassen Cut macht, Dann gewinnt sie das Ding halt auch zurecht. Aber das ist halt Profisport. Darum geht es ja. Das hat definitiv nichts mit Gesundheit zu tun und nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Und das, was vielleicht viele normale Alltagssportler anstreben sollten, das hat damit nichts zu tun. Da geht es dabei, die Beste der Welt zu sein oder der Beste der Welt zu sein und die bestmögliche Leistung abzurufen.

Niclas: Also was man nicht machen darf, es muss schon immer bei sowas Leistung da sein. Man darf nicht in die Falle reinlaufen, wenn ich leichter werde, werde ich besser. Wenn du nicht den Motor hast, dann wirst du vielleicht, natürlich wirst du besser, aber du wirst dann in die Spitzenklasse werden. Von daher, der Motor muss da sein und dann muss halt von der Karosserie ein bisschen was runtergeschnitzt werden. Dass Ausdauersport oder Sport grundsätzlich immer ein Problem hat mit Körperbildern, ist ja kein neues Thema. Wir haben bei, ich meine, als ich klein war, Kunstturnerinnen waren halt Kinder. Also es war echt abartig und die waren halt alle super, super, super mager. Das hat sich ja gewandelt. Leichtathleten sind auch immer echt an der Grenze. Ich habe mal eine schöne Doku gesehen über schwedische Leichtathleten, die alle eigentlich Essstörungen hatten durch die Bank weg.

Björn: Die Frage ist immer... Guckt ihr die Top-Marathonläufe der Welt an?

Niclas: Natürlich, die sind natürlich alle super dünn, ja. Da gibt es auch dieses schöne Buch Running with the Kenians, wo es wirklich darum geht, dass dieser Typ, der mit diesen Kenianern dann läuft, der Autor, sie ihm dann einfach sagen, wieso isst du so viel? So nach dem Motto, drei Schüssel Reis reicht doch. Ähm... Nein, also das Thema Gewicht ist immer, also je weniger etwas wiegt, desto schneller kann es bewegt werden, ganz einfach. Und wenn der Motor groß ist, klar. Und wir wissen, wenn wir einen Motor groß ziehen und dann das Gewicht reduzieren, dann wird es eventuell besser werden. Schöner ist natürlich, wenn wir den Motor super groß ziehen, dass das Gewichtsthema gar keine Rolle mehr groß spielen kann. Siehe Uno X zum Beispiel. Blumenfeld sind ja auch schöne Gegenbeispiele. Ja, ich meine, es ist halt schon cool. Aber ich sage mal, je größer du wirst, desto schwerer wird es halt eine gute Sauerstoffaufnahme.

Björn: Ja, aber... Jetzt muss man auch wieder sagen, keiner dieser Uno-X-Hümen-Riesen und auch kein Blumenfeld wird jemals in einer Alpenetappe gegen einen Pogacar oder einen Weingart, die halt leichter sind, gewinnen können. Also es ist auch immer... immer situationsangepasst. Und man hat auch an einem Wout van Aert gesehen, ja, der kann eine Touretappe in den Bergen gewinnen, aber das macht der Mann halt an einem Tag, weil der wird an diesem einen Tag so viel Energie durchschleusen, das macht er keinen zweiten Tag.

Niclas: Watt pro Kilo ist vielleicht leicht, ganz platt gesprochen, aber ob du da jetzt einen 10-Tonnen-Lkw hochziehst oder einen Ferrari hochballerst, das ist halt das Problem. Der Lkw zieht dann halt doch ein bisschen mehr Energie. Naja, also was ich... Das große Thema ist, wie wird das psychologisch begleitet oder wie psychologisch stabil ist diese Person? Und da hängt es sich halt daran auf, wenn die Menschen schon mit psychologischen Problemen in diesen Sport kommen und Ausdauersport ist leider auch eine gute Flucht. Eine gute Flucht, ja, ganz klar. Also es gibt viele Ausdauersporter, die einfach Probleme haben, ganz platt gesagt. Ein schönes Buch, Lebenswege von Sportlern, hieß es glaube ich Ende der 90er erschienen, da ging es halt auch sowas. Oder Dominik Nerz Buch ist ja auch, Essstörung ist kein unbekanntes Thema. Also wie wird etwas psychologisch aufgefangen? Und das heißt, dieser Verlust von Kontrolle, den kannst du halt durch Ausdauersport und durch Kontrolle deines Gewichts lösen. die ja irgendwie, das ist ja nichts anderes als eine Flucht in eine Kontrolle hinein, die man sonst über sein Leben nicht hat. Ich kann mein Gewicht kontrollieren, ich kann meinen Körper zwingen oder ich zwinge ihm Sport auf. Und das ist halt das Problem. Und wenn du in ein Team reingehst, in ein WorldTour-Team, Ich meine, es gibt Sportpsychologen, zum Glück jetzt endlich mal, die müssen das halt auffangen, ja. Wenn das aber eine ganz bewusste Entscheidung ist, zu sagen, okay, ich weiß, das ist nicht geil und ich meine, Gewicht verlieren bei so wenig Körpergewicht, wie die Profis schon haben, ist es halt echt eine zähe Sache. Ich weiß auch Jared Thomas. sagte mal, das Training, alles ist geil, es bringt super Spaß und, und, und, das Schlimmste ist wirklich das Gewicht verlieren, das ist halt so hammerhart, weil dich das psychisch halt wegnagt, ja, also ich meine, so schlechte Laune, wissen wir alle selber, ja, kann man wunderbar mit Messer und Gabel bekämpfen, also einfach mal ein gutes Essen und auf einmal geht's an... Besser, hangry ist kein unbekannter Ausdruck. Von daher, ich verstehe die Diskussion zum Teil, ich verstehe den Warnruf, aber das auf eine Pauline zu münzen, finde ich falsch. Und der Frauensport entwickelt sich in eine hohe Professionalität. Sie haben es gemacht, was die Männerteams machen, muss man ganz klar sagen. Und es ist ja auch klar, dass es mal passiert. Ich meine, das ist eine Demi Wohlering oder Lotte Kopecky oder... Marleen Reuser und wie sie alle heißen, das sind ja alles sehr versatile Fahrer. Also es sind Fahrerinnen, die alles können. Die können super Zeit fahren, die können Sprintetappen gewinnen, die können alles gewinnen. Dass es jetzt eine Spezifik gibt, dass es reine Bergfahrer gibt, das ist ja auch ganz klar, dass das jetzt auch mal kommen muss. Von daher sehe ich das als einen natürlichen Schritt der Evolution an. der Radsport-Evolution, aber immer mit dem Augenmerk, hey, das ist nicht gut, also auf Dauer darf das nicht sein. Und ich habe auch einige Sportlerinnen gehabt, die ich betreut habe, die sind halt immer noch diesem falschen Bild hinterhergerannt, ich muss so leicht wie möglich sein, aber der Motor war halt gar nicht da. Die kamen halt nur noch über eine super niedrige Laktatbögenrate und wurden an jeder Welle abgehängt. Und von daher, ja. Da ändert sich der Frauenradsport ganz massiv. Vor vier, fünf Jahren hieß es noch, wie ist die Ein-Minuten-Leistung der Frau. Das war so das Entscheidende, Thema Fluchtgruppe und rauskommen, irgendwo rüberdrücken. Und jetzt ist es dann doch irgendwann andere Leistungswerte, nicht nur über hohe glykolytische und Fall-to-Max-Leistungen, sondern auch Watt pro Kilo am Berg. Sollen wir das Thema beenden? Ich finde das schon so schlimm, ja. Weißt du, man ist jetzt so geprimed und ich sehe jetzt die ganze Zeit irgendwie Wohlering, Kassia oder Paulin, wie sie die ganze Zeit Essen posten. So, ich esse und ich esse Pommes.

Björn: Was ich noch dazu sagen wollte, war eigentlich, dass ich es ganz schön fand von Kassia. Die hat, glaube ich, in einem Interview oder hat sogar was dazu gepostet, ich weiß nicht mehr genau, dass sie gesagt hat, sie ist an diesen letzten zwei Tagen ihre besten Leistungswerte ever gefahren und sie ist absolut mit ihrer Platzierung zufrieden, weil sie weiß, sie hat in der Vorbereitung alles gemacht, sie hat sich bestmöglich vorbereitet und es kam halt jemand, der noch besser war. Und das ist, finde ich, eigentlich die Message. die man da auch daraus rausziehen kann, dass es unterm Strich das Einzige, was ihr als Sportler beeinflussen könnt, ist eure Leistungsfähigkeit. Wenn ihr für euch alles gemacht habt, was ihr eingehen könnt, was ihr bereit seid zu geben, dann müsst ihr auch damit zufrieden sein. Und dann immer noch mal zu sagen, ja, da wäre noch was gegangen. Und naja, wenn noch was gegangen wäre, dann ist entweder, gut, dann machst du es nächstes Mal besser. Oder... Oder man sagt halt, ja, aber vielleicht lügt mein Ego mich da auch an. Vielleicht wäre da nicht noch mehr gegangen, weil ich habe schon, keine Ahnung, mir Freizeit von der Familie abgezwackt. Ich habe schon die Family Time gekürzt, beim Job hier und da einen Tag freigenommen. Ich habe schon geguckt, dass ich abends keine Serie mehr gucke, sondern früher ins Bett gehe. So, da muss man dann noch ein bisschen ehrlich zu sich selbst sein. Und es geht halt darum, eure beste Leistung zu bringen. Und wenn es jemand gibt, der bessere Gene hat, wird er euch besiegen.

Niclas: Ja, genau. Also wie konsequent ist man? Wie gut bereitest du dich vor? Und es ist immer wieder zu sehen, die Sportler, Sportlerinnen, mit denen ich zusammenarbeite, die halt 100 Prozent durchziehen. Das sind auch die und über Jahre 100 Prozent durchziehen. Das sind auch die, die erfolgreich sind. Und es ist immer wieder erstaunlich zu sehen. Es gibt immer so, ich sage mal so Saisonarbeiter, ja. Die kriegen das eine Zeit lang ganz gut hin und dann brechen sie halt wieder ein paar Wochen ein und dann machen sie wieder ihr eigenes Ding und und und, was ja auch okay ist, kann man ja auch gerne machen. Aber dann gibt es halt Fahrer, die einfach seit Jahren so knallhart durchziehen und die werden dann einfach besser und auf einmal sind die fünf Prozent besser als andere. Ja, genau. Wo wir zum Thema DM kommen, darüber wollen wir auch noch kurz sprechen. Marathon-DM. Lassen wir das Thema Gewicht mal beiseite.

Björn: Aber da kommen wir jetzt zum Beispiel, finde ich, aus meiner Sicht zu einem Fahrer, also jetzt ein Athlet von mir, der genau das eben, finde ich, hinbekommen hat, der hat über Jahre einfach immer konstant durchgezogen und jedes Jahr gemacht. Also Felix zum Beispiel, Felix Fritsch, der ist neunter bei der DM geworden. Unser Ziel war ein Stück höher. Er ist leider im Rennen gestürzt und dann ist das Rennen nicht mehr so ganz perfekt gelaufen. Aber wenn wir uns die Leistungswerte angucken, der hat dieses Jahr auf jeden Fall nochmal seine beste Saison. Und das ist halt sowas, wo ich sage, der zieht halt seit Jahren... Super konstant seine Leistung durch und holt damit seine maximale Leistungsfähigkeit raus. Und in Deutschland Top 10 in der Marathon-DM zu fahren, ist halt auch schon echt ein geiles Ding.

Niclas: Dieses Jahr war spezielle Marathon-DM, fand ich. Der Kurs war halt, ich sag mal so, Andi Seewald hatte halt die Zielscheibe auf dem Rücken. Alle haben gewusst, über den geht halt der Sieg. Und ich weiß noch, als du gesagt hast, mit wie vielen Minuten Vorsprung wird der gewinnen? Da habe ich gesagt, keine Ahnung. Letztendlich war das Ding nach 20 Minuten gegessen oder nach einer halben Stunde. Da ging es halt einmal lang den Berg hoch und dann wurde halt irgendeine Zahl hochgedrückt, die halt so astronomisch hoch war, diese 15 Minuten. Oder ich weiß nicht, wie lang der Anstieg war. Oder 10 Minuten. Und dann blieb noch einer dran, der Jonas King. Und der sich da gerade so mit rüberwirkte und Stibi war eigentlich schon immer mit 10 Meter Loch dahinter und der Rest kam halt gar nicht mehr mit. Und der Jonas King hing halt dann nur noch im Windschatten und Andi ist halt so ein entspanntes Tempo gefahren. Alles dahinter musste sich erholen von diesem Schock. Und die haben halt alle überzogen, die dahinter waren, weil der Fahrer, der dritter wurde, das war der, wie hieß er, Tobias König oder so? Der war zweiter. Zweiter, genau. Ja, Tobias König. Genau, der war, glaube ich, in der dritten Gruppe. Also die waren halt schon echt abgehängt, aber durch ein konstantes Pacing, ja, geringer Kohlenhydratverbrauch und und und, weniger in die Sauerstoffschuld gegangen, ist dir das Ding halt von hinten aufgerollt. Und Georg Egger, Simon Schneller, Simon ist ja noch Dritter geworden, Stibi massivst eingebrochen in der letzten Runde, Martin Frey auch ganz stark eingebrochen.

Björn: Baum auch weg.

Niclas: Genau, das ist wie die Leute, die versuchen, bei Pogacar mal mitzufahren, gut, der Vergleich ist jetzt nochmal vielleicht ein bisschen zu krass, ja, aber du verbrennst dir halt die Finger und du brichst halt brutal ein, ja, genauso wie der Jonas King dann halt explodiert ist und Andi dann wirklich, der ist ja wirklich... entspannt für seine Verhältnisse gefahren, damit dieser junge Fahrer noch hinten dran bleibt. Ziel war halt, den mit ins Ziel zu schleppen. Ging halt nicht mehr. Der ist halt einfach im Windschatten explodiert und Andi ist dann... Der hätte mit sechs Minuten Vorsprung gewonnen. Fertig, aus. Ist halt so sein Ding gefahren. Aber zeigt einfach mal wieder, einmal in einem Rennen mächtig überzogen, explodierst du und du wärst von hinten aufgerollt. Das ist halt...

Björn: Ja, gerade wenn wir halt über ein Rennen reden, wo Temperatur hinten raus auf jeden Fall auch eine Rolle spielt. Also ich glaube, bei den Daten, die ich gesehen habe, sprechen wir von hinten raus auf jeden Fall in Richtung 30 Grad. Und dann, du wirst dich halt nicht mehr erholen. Und wenn du am Anfang... die halt so die Finger verbrennt, so Übermengen an Kohlenhydraten durchschießt, dann wirst du halt auf jeden Fall platzen. Und dann kann es ja auch noch sein, wenn du hinten raus überhitzt, dass du dann gar nicht mehr das an Energie aufnehmen kannst, was du vielleicht normal aufnehmen kannst. Und dann war es das sowieso. Also ein Freund von mir hat es richtig, richtig aufgestellt, der nachher, ich glaube, über 20 oder 21, 22 reingekommen ist, der normalerweise, hätte ich auch gesagt, auf jeden Fall Top 10 fährt. Und der ist halt... so richtig geplatzt hat, der hat gestanden und das passiert ihm eigentlich nicht mehr, aber wenn man halt vielleicht auch noch einen schlechten Tag hat, vorher zu viel Stress oder sowas, dann muss man halt schauen, dass man seine Rennstrategie und sein Pacing irgendwie auf alles anpasst.

Niclas: Ja, ganz genau. Das war DM in der Kurzabhandlung. Was haben wir noch? Ötztaler. Oh ja, Ötztaler müssen wir drüber reden. Ötztaler wird ja wieder das große Fest des Leidens. Ja. das große Fest der langen Kilometer. Wer fährt ein Dings mit hier? Wie heißt er? Jack Burton? Ne, wie heißt er noch?

Björn: Ja, also das ist doch sein Hauptziel.

Niclas: Ich finde es ja erstaunlich, dass er bei diesen Marathons teilweise super stark fährt, aber dann fährt er auf einmal echt nicht mehr so.

Björn: Ich glaube tatsächlich auch die letzten Ergebnisse von ihm Er hat in der direkten Vorbereitung kein Rennen mehr gewonnen?

Niclas: Ne, und ich meine, der Typ, der vor ihm gewonnen hat, der Andrin, das letzte Mal, ich war das Vorarlberg oder so, da habe ich gedacht, okay, der Andrin ist schon gut, aber das ist jetzt nicht irgendwie, ich meine, der ist ja angeblich mit, was weiß ich, wie viel, Alpe d'Huez und Co. hochgefahren, das ist halt, das ist ja gar kein Vergleich, also wo kommt das, wieso fährt der auf einmal... deutlich langsamer. Das fand ich ganz spannend, zu sehen, dass da so ein Leistungseinbruch war und als Manuel Pliem jetzt Salzkammergut hat er ja auch gewonnen und da ist der Jack Burke deutlich hinter ihm gewesen und ist nachher ausgestiegen. Und da habe ich auch gedacht, also die Leistungswerte, die er Sonst tritt, ja, hätte ich nicht gedacht, dass da so viel, also bei diesen Fahrern, das sind gute Fahrer, ja, ich kenne die gut, arbeite ja mit denen, hätte ich nicht gedacht, dass da solche Abstände bei so einem Fahrer sind, der... Worldtour-Angebote und ähnliches hat, angeblich. Ja, ich kann das ja nicht wiederbeziehen, ich weiß es nicht.

Björn: Hat er denn jetzt immer noch den Plan oder ist er für die WM gemeldet? Also für die Marathon-WM? Weil das war ja Anfang des Jahres sein groß ernanntes Ziel, aber jedes Mountainbike-Rennen, was er zumindest öffentlich gemacht hat, was er gefahren ist, war ja nicht so, dass er zumindest, wie er gesagt hat, Anfang des Jahres Weltmeister werden will. Ja.

Niclas: Also, keine Ahnung. Wenn er da hinfährt und wenn er gewinnen sollte, dann würde ich sagen, alter Falter, was ist denn da passiert? Das ist jetzt das, was ich gesehen habe, auch von den Leistungswerten von den anderen. Damit fährst du never ever, egal wie scheiße du an dem Tag drauf warst, bei einer Marathon-WM vorne mit rum. Keine Chance. Ja. Ja, schauen wir mal. Aber als Zahler.

Björn: Was wäre jetzt so... Für alle, die jetzt quasi zuhören und am Sonntag den Ötzi fahren, was sind deine letzten Tipps für diese Woche?

Niclas: In Panik geraten.

Björn: Am besten jetzt Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nochmal sechs Stunden fahren, oder? Das wäre das Beste. Ja, also wann ist das Rennen?

Niclas: Sonntag oder Samstag? Sonntag. Donnerstag nochmal langfahren. Vier Stunden, Minimum. Eher fünf. Nochmal ein bisschen leerlaufen, Freitag frei und richtig zwölf Gramm Kohlenhydrate pro Kilo Körpergewicht. Dann am Tag davor zehn Gramm, wenig Ballaststoffe, also kein Salat, kein Vollkorn, Pipapo, zweimal Magnesium. Toast mit Honig. Toast mit Honig, 400 Milligramm Magnesium am Abend und dann läuft das. Und Pacing, Pacing, Pacing. Also wirklich, wenn du nicht vorne mitfährst, dann fährst du am Kühlteil schon einigermaßen entspannt hoch und dann findest du irgendeine Gruppe, die den Brenner hochzieht. Ganz einfach. Niemals auf die Idee kommen, das alleine zu machen. Nicht alleine am Brenner rumgucken.

Björn: Das war auch vorhin, ich hatte vorhin vor dem Podcast ein Telefonat mit einem Athleten, wo ich auch gesagt habe, und wenn du über das Kühtai ein Stück langsamer fahren musst, damit du eine Gruppe findest. Oder vielleicht unten rein in den Brenner, kurz ein bisschen easy machst, dass eine Gruppe von hinten aufrollt oder du die Abfahrt entspannter fährst. Auf jeden Fall mit einer Gruppe fahren. Und auch egal, wie langsam sich die Gruppe anfühlt, wenn du da entspannt drüber rollen kannst, macht das so viel aus für den Rest des Rennens, dass die Zeit, die du da verlierst, holst du nachher wieder raus.

Niclas: Ja, ja, ganz genau. Also wenn du irgendwie vorne mit rumfahren willst, keine Ahnung, Top 10, Top 15, Top 20, dann lohnt es sich schon, am Kütai mit einer vorderen Gruppe mitzufahren, am besten nicht mit der Brechstange, und sich dann hochziehen zu lassen. Und Endgegner ist halt immer, timmelt sich auch fertig aus. Und da gilt es halt, noch so viel Energie in dem Körper zu haben, dass man da zügig hochfahren kann. Und essen, essen, essen. Also wirklich essen, trinken, essen, trinken.

Björn: Also da ist auch mein Haupttipp, je nach Temperatur natürlich, so viel essen und trinken, wie es geht. Natürlich, umso heißer es wird, umso mehr Flüssigkeit auf Kohlenhydrate braucht ihr. Das heißt, wenn es jetzt, also Wettervoraussagen gehen, glaube ich, Richtung 18 Grad. Das heißt, dann könnt ihr auf jeden Fall... Müsst ihr nicht so super viel Flüssigkeit nehmen, sondern könnt auf jeden Fall schon eure 80, 90, 100 Gramm Kohlenhydrate zu euch nehmen. Wird die Abfahrten auf jeden Fall nutzen, um sich ein Gel reinzudrücken, dann kann der Magen ruhig ein bisschen voller sein. Vielleicht sogar auch zwei Gels reindrücken, eine Flasche Wasser drauf trinken. Wenn ihr 20 Minuten, 25 Minuten bergab fahrt, ist das... Darf sich der Bauch auch mal ein bisschen voller anfühlen, das ist schon okay.

Niclas: Ich habe da ja Probleme mit, ganz kurz, wenn ich reingrete. Also so Klassiker, du fährst 20, 30 Minuten bergab und du drückst dir zwei Gels oben rein. Dann habe ich manchmal das Problem, dass ich so in so ein Loch reinfalle, so blutzuckermäßig. Ich bin da ja ein bisschen vorsichtiger. Also bei so einem langen Rennen würde ich mir sogar, also ich bin ein großer Flüssig-Fan, aber bei so einem langen Rennen kann man... Natürlich. Aber bei so einem langen Rennen, wo die Leistung jetzt nicht immer so permanent ist, kann ich mir vorstellen, dass man sagt, okay, ich ziehe mir da vielleicht nochmal einen kleinen Riegel rein, dass wir nicht so den Superspike haben. Oder meinetwegen was mit Isomaltulose, wenn das vertragen wird, dass man da unten nicht so... Wenn. Genau, dass man da nicht in so ein Zuckerloch reinballert. Aber, genau, also Essen, man kann es auch ein bisschen timen, ja, kann ja auch irgendwie sagen, ich fange irgendwie an mit 90 Gramm und ziehe dann langsam hoch, machen auch einige. Was mir noch in den Sinn kommt, wenn es zu kühl ist, das heißt, am Start ist es ja echt frisch da, ja, und wenn wir da 18 Grad haben, das ist ja echt nicht wirklich warm, da würde ich definitiv irgendwie so Red Beat Shorts, Nitro Boost, irgendwie sowas nehmen, wenn man das schon mal gemacht hat. Das bringt dann schon richtig was, vor allem wenn es kühl ist, ist es viel besser, als wenn es warm ist. ja, es gibt ja irgendwie so Fläschchen, kann man sich ja welche besorgen, gibt ja verschiedene Hersteller, um die Gefäße ein bisschen zu erweitern und das finde ich ist eine coole Sache, das zu nehmen. Also irgendwas mit, meinetwegen auch rote Beete-Saft trinken, Red Beetshots, Citrullin, Arginin, alles das, was so Stickstoffbooster sind, funktioniert bei solchen Rennen halt mega gut. Also das würde ich machen, wenn es so kühl ist, auf alle Fälle machen.

Björn: Genau. Ja, ansonsten essen, trinken und Tempobereich fahren. Nicht überziehen.

Niclas: immer Timmelsjoch im Blick haben. Das ist wirklich da, da wird das Ding gewonnen oder verloren. Und ja, cool bleiben in den Abfahrten. Ja, ich meine, Küter ist halt echt killerschnell. Und ja, dann wird das. Und nicht frieren, ne? Also auch was Warmes überziehen, Handschuhe eventuell, ja. Auf der ersten Abfahrt kann nochmal frisch werden. Vielleicht irgendwie ein Gabber. Cool ist, wenn man irgendwie jemanden hat, dem man was hinwerfen kann, so abgabemäßig. Ja, ich weiß gar nicht, wie das geregelt ist, ja. Aber das ist letztendlich ein Geduldsspiel, das Rennen. Ja. Und ein Pacing-Spiel. Genau. Geduldsspiel bis zum Timmelsjoch und dann haust du alles raus, was geht.

Björn: Okay, dann die letzten zwei... Nein, wir haben noch zwei Events vor uns. Echt? Ja. Willst du erst Wuelta besprechen oder willst du erst Grand Raid?

Niclas: Ja, Wuelta ist ja noch nicht so viel.

Björn: Dann machen wir kurz Wuelta. Hot Take. Winnegard fährt jetzt einfach in Rot durch.

Niclas: Nee, ich glaube nochmal, wobei die Etappe war halt gestern so schwer, dass die Sprinter halt gar nicht mehr rankommen.

Björn: Ja, also jeder, ich sag jetzt mal, jeder Rouleur, Klassiker, Fahrer, Sprinter oder so, ist auf jeden Fall schon mal getroppt von der Zeit.

Niclas: Ich kann mir noch mal vorstellen, dass die es noch mal rausgeben, dann müsste sie halt nicht den ganzen Tag da vorne kaputt schroten müssen, dass sie es irgendwie Lidl noch mal kriegt oder wie auch immer.

Björn: Also man muss sehen, bis Platz 25 sind es bisher nur zwei Sekunden. Ja.

Niclas: Also kann ich mir schon gut vorstellen, dass sie sagen, ey, lass uns das Ding wieder rausgehen. Ich glaube, für Windegard war das wichtig, psychologisch.

Björn: Nach dem Sturz.

Niclas: Er legt sich auf die Schnauze. Ja. Und er fährt das Ding halt wie so ein Boss nochmal von vorne weg. Das war schon ziemlich eindrucksvoll. Und ich war erstaunt, wie groß das Feld da noch war. Ja, die sind da killertempo hochgefallen. Boah. Boah, hier sind immer noch 30 Leute drin. Puh. Also ich bin gespannt. Egan Bernal sah mega stark aus. Tom Pitcock fand ich enttäuschend.

Björn: Ich fände es ohne Scheiß, unabhängig von dem Team, einfach nur für den Sportler Bernal, wenn der die Vuelta auf dem Podium finishen würde, das würde mich so freuen. Einfach weil das so eine geile Comeback-Story wäre. Ja, das wäre spannend.

Niclas: Er würde mich auch total freuen. Pitcock fand ich enttäuschend.

Björn: Ich hätte gedacht, der muss eigentlich, müsste er in diesem Anstieg die Jungs alle absprinten, oder?

Niclas: Hätte ich jetzt auch gedacht, aber das Tempo war halt so gnadenlos hoch. Da ging halt gar nichts. Das war, hätte ich jetzt gedacht, das war so ein Anstieg wie, wo war das, Tour of Oman oder so, wo er mal gewonnen hat? Ich weiß nicht mehr, welches Rennen das war.

Björn: Ja, irgendeins der südlichen Rennen Anfang des Jahres, genau.

Niclas: Und da hätte ich jetzt gedacht, dass er das auch irgendwie abzieht, aber puh, was ist er geworden? Zehnter? Also es war...

Björn: Ja, also GC ist auf jeden Fall gerade auf Platz 10.

Niclas: Ja, genau. Also da hätte ich jetzt gedacht, da würde mehr gehen. Vuelta wird sicher ein cooles Ding werden, wird auch spannend. Alto di Anglio ist, glaube ich, wieder drin. Geiler Berg. Und die Vuelta ist so ein bisschen so ein unterschätztes Rennen. Ich finde, da gibt es halt so manchmal so Killer-Etappen. Und ich erinnere mich noch als Chris Horner, das weißt du gar nicht mehr. Der ist dann mit 41 Jahren hat er das Ding gewonnen. noch für Moriga Lampe unterwegs. Ja, es war geil. Es war 2010 oder so, oder 11 oder so, ja. Ne, 10 war das. 11 hat, glaube ich, The Wiggins oder Froome gewonnen. Ne, nicht gewonnen, aber im Nachhinein gewonnen, ja. Und der ist da mit gefühlt einer 60er-Kadenz diesen Berg hochgefahren. Es war geil, ja.

Björn: Aber in der Welt, da gibt es doch auch immer so dumm steile Berge auch einfach.

Niclas: Der schwerste Berg, den du fahren kannst. Die sind ein Killer. Ich finde es ja auch immer wieder spannend, wenn du durch Spanien fährst. Man hat das ja gar nicht so im Kopf. Okay, dann denkst du hier so ein Pyrenäen oder ein paar Berge. Ey, fahren wir durch Spanien. Das ist brutal. Wie viele Berge es da gibt. Sierra Nevada und auch so irgendwie dazwischen. Alter Falter, da geht es rauf und runter die ganze Zeit. Also das ist schon echt ein hartes Ding, da rumzuheizen. Ja.

Björn: Absolut. Ich sage jetzt mal, von den großen drei ist ja nur Venegata. Das heißt, er ist auf jeden Fall Favorit, würde ich auch mal so ganz klar sehen.

Niclas: Dann hast du halt noch mit URE, mit Ayuso.

Björn: Genau, dann haben wir Almeida und Ayuso. Wie siehst du das Podium? Wer wird Zweiter, wer wird Dritter? Almeida wird Zweiter, oder?

Niclas: Ich glaube sogar, ich traue Bernal relativ viel zu, vor allem so in der letzten Woche. Also ich glaube, Windegard, Bernal, Almeda.

Björn: Okay, okay. Das heißt, du siehst keine Chance für Pitcock? Nein?

Niclas: Ne, also es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder er hat sich seine hohe Sauerstoffaufnahme, die höchstwahrscheinlich ziemlich glykolytisch ist, ramponiert und kam deshalb nicht mehr mit. Hat dadurch halt eine mega Steigleistung entwickelt und wird so eine richtige Bergziege werden. Das glaube ich aber irgendwie nicht. Ich glaube, der hat einfach nicht die Shape. Ja, aber kann natürlich sein, dass der noch auf einmal an so langen Bergen voll rumrasiert und hat sich halt die Sauerstoffaufnahme, ist gesenkt, hat dafür aber eine niedrigere Laktatbildungsrate. Das kann natürlich sein.

Björn: Ja. Ich hoffe ein bisschen, oder ich fände es cool, wenn irgendwie so jemand, so ein Außenseiter, wie zum Beispiel ein Pelizari von Bora, wenn der plötzlich irgendwie so, keine Ahnung, Top 5 fährt oder sowas, das wäre geil.

Niclas: Bei Bora ist ja auch viel Bewegung gerade drin. Aldag weg und Remco kommt. Remco kommt, da wird irgendwie der Staff auch irgendwie rumgetauscht. Ja, da ist relativ viel Bewegung drin.

Björn: Da sehen wir nächstes Jahr ein ganz neues Team.

Niclas: Ja, und dann Roglic auch mit, mal gucken, wie lange ich noch fahre, so nach dem Motto. Also ich glaube, die Zeichen kann man schon ganz gut deuten.

Björn: Vielleicht wechselt Roglic aber auch nochmal zu so einem, in Anführungszeichen, zweitklassigen Worldtour-Team, kriegt da nochmal die volle Leaderrolle und gewinnt einfach nochmal.

Niclas: Ich habe mir auch vorgestellt, dass der Roglic vielleicht nochmal weggeht, ja, weil das war natürlich jetzt, ich verstehe das auch nicht, also dass man den, ich hätte den, also dass man den jetzt da reinholt, das ist halt... Ja, vor allem für so viel Geld.

Björn: Ja, ist doch bescheuert.

Niclas: Also, keine Ahnung, ja, vielleicht, da machen die ja auch alles richtig, ja, aber ich hätte jetzt gesagt, Fokus Lipowitz, Kohle sparen, ein geiles, geilen Stuff rein und so weiter und jetzt holst du dir, bringst du halt wieder Unruhe rein, ja, holst dir da nur neue Leute rein.

Björn: Ich könnte mir da auch vorstellen, ich weiß nicht, wie viel Einfluss da zum Beispiel Specialized drauf hat, dass Specialized aber auch gesagt hat, ja hier, Bora wird jetzt Red Bull, Bora, Specialized, whatever, wird so das Haupt-Specialized-Team und wir wollen halt, Remco muss quasi bei Specialized bleiben und weil ihr besser auf GC seid, muss der jetzt bei euch fahren, weißt du, dass da so irgendwie was gemacht wird, weil sie ihn vielleicht sonst hätten auch, also nicht mehr in einem Specialized-Team halten können. Vielleicht läuft das auch noch im Hintergrund ab, man weiß es halt nicht so richtig. Aber ich hoffe, aus deutscher Brille muss man natürlich hoffen, dass Libo auf die Tour fahren darf.

Niclas: Ja, klar. Also, wo würde Rocklet hingehen?

Björn: Astana.

Niclas: Astana. Das war jetzt so classic. Wo gehst du hin, wenn du nichts mehr... Nee, wenn du schon irgendwie alles abgefrühstückt hast und nochmal richtig Kohle sehen willst, gehst du Astana. Bach Rhein wäre auch was. Das Bach Rhein könnte ich mir auch nochmal gut vorstellen. Ich meine, räumliche Nähe.

Björn: Aber macht Bach Rhein... Ich weiß gar nicht, ich habe irgendwie im Kopf, dass Bahrain auf Merida auf jeden Fall rausgeht, dass sich da auf jeden Fall richtig was ändert, weil Merida ist ja schon ewig in diesem Team.

Niclas: Ja, ja, klar.

Björn: Weil das ist ja das frühere Lampre-Team. Ganz genau. Aber irgendwas habe ich da gehört, dass da Merida rausgeht. Also weiß nicht, keine Ahnung.

Niclas: Ja, kann sein.

Björn: Aber ich finde so Roglic, Astana, das wird irgendwie, irgendwie wird das lustig, das wird passen und dann gewinnt der aber auch nochmal, keine Ahnung, gewinnt nochmal ein Giro oder sowas. Genau, irgendwie sowas, ja.

Niclas: Das könnte ich mir auch nochmal vorstellen. Und Derek G. geht ja auch weg, will ja zu Ineos. Da war ja auch mächtig Bewegung gerade drin mit dem Pfleger, den sie hatten, der mit Doping, Anschuldigungen und so weiter behaftet ist.

Björn: Also ist der jetzt rausgeflogen?

Niclas: Boah, keine Ahnung. Ich habe mit Ineos gar nichts mehr zu tun, seitdem Dan Wickham nicht mehr da ist, weiß ich nichts von Ineos. Da war zumindest viel Bewegung, viel Unruhe drin und Derek G will weg von Israel. Ich meine, das ist auch der logische Schritt, was will der in einem Team, dass aktuell... Die fangen halt, da kommt halt nie was, die sind dann immer irgendwie gefühlt mal daran und dann wieder nicht und das Team, es wirkt auch nie so wie so ein Team, es ist nicht so ein Team. Ich glaube, Jakob Fugelsang hat auch irgendwie gesagt, dass er, ich kriege das nicht mehr zusammen, was er gesagt hat, aber jetzt auch nicht unbedingt, dass er... happy ist. Nicht happy ist, irgendwie sowas. Also da ist gerade so ein bisschen in Auflösung. Ich glaube, der Derek G. wurde auch lange Zeit von Paolo Saldini, Saldana trainiert, der bei Israel das macht. Das finde ich interessant, dass der dann weggehen kann von dem Team. Ja, schauen wir mal. Michael Woods hat aufgehört. Also das ganze Team ist ein bisschen zerbröselt gerade. Finde ich ganz spannend zu sehen, wie das so sich auflöst. Ja. Ja, gucken wir mal.

Björn: Okay. Dann unser letztes Thema. Grand Raid. Die Marathon-WM.

Niclas: Ich will gar nicht drüber reden.

Björn: Warum? Das wird doch ein guter Tag. Das weiß ich nicht.

Niclas: Du weißt es nicht, mein Gott.

Björn: Du weißt es nie bei einem Rennen, bei einer WM. Da kann immer alles passieren.

Niclas: Bei einer WM ist immer alles anders. Es gab WMs, da bin ich hingegangen und dachte, boah, alle in Top-Shape. Und dann fiel der beste Sechser. Und ich so, hm, okay.

Björn: Naja, Sechster in der Welt ist auch nicht so schlecht.

Niclas: Ja, natürlich ist es gut, aber ich hatte schon so Rennen, wo ich so dachte, alle in Top-Shape. Du holst hier heute 1, 2, 3. Was?

Björn: Du holst hier heute 1, 2, 3.

Niclas: Ja, das wäre geil, ne?

Björn: Who knows, ja? Also, jetzt mal ganz blöd gesagt, das Fahrermaterial dafür hättest du am Start. Also pass auf, wenn ich... Um mal hier gar keinen Druck aufzubauen.

Niclas: Wenn ich das erreiche, dann hänge ich das auf den Nagel, das ganze Thema. Dann sage ich, ich habe alles erreicht, fertig. Dann würdest du aufhören, komplett mit Coaching? Nee, mit Coaching nicht, aber ich würde so im Marathon-Bereich sagen, dann würde ich mir was suchen, wo ich eine neue Herausforderung habe. Also ich würde es schon noch irgendwie machen, aber ich würde definitiv mich einer neuen Herausforderung stellen.

Björn: Okay, okay. Oh Gott, jetzt Panik. Nee, warum? Du kannst ja machen, was du möchtest. Du kannst dann Trainer im, keine Ahnung, Pro Frisbee werden oder so. Frisbee Golf. Ultimate Frisbee.

Niclas: Nee, Frisbee Golf. Frisbee Golf gibt es? Kennst Frisbee Golf nicht?

Björn: Nee, ich kenne jetzt seit gestern, weil ich das auf YouTube gesehen habe, überhaupt erst, dass es Ultimate Frisbee gibt. Hab mir da ein Spiel angeguckt und dachte mir so, Alter, wie geil, also wie präzise die so ein Frisbee werfen, wie hoch die dann springen, um das zu fangen. Also das sieht nach richtig Spaß aus.

Niclas: Ich wohne ja gegenüber von einem Hockeyplatz. Okay. Und es ist immer total spannend zu sehen. Ich meine, Hockey ist halt ein Sport, der findet halt am Boden statt. Die laufen halt so wie Radfahrer durch die Gegend. Die haben auch schnell einen kaputten Rücken. Genau. Im Winter spielen die immer Ultimate Frisbee, was ich total geil finde, weil sie... Das ist ja super smart auch. Das ist super smart, ja. Finde ich total cool. Wäre auch mal für Radsportler eine schöne Sache, einfach mal Ultimate Frisbee spielen. Aber Frisbee Golf, wundert mich, dass du das nicht kennst. Frisbee Golf ist ein Megaspiel. Das ist eigentlich wie Golf, nur mit Frisbee. Du hast so Körbe, die hängen, das sind so Ketten und da wirfst du rein. Du hast auch verschiedene Frisbee. Es ist in Schweden, findest du überall Frisbee Golf.

Björn: Das ist jetzt super peinlich, aber als du gesagt hast Frisbee Golf, habe ich gedacht, wie willst du denn mit einem Golfschläger Frisbee bewegen? Mein Gehirn war wirklich gerade so, hä, wie soll das denn gehen? Aber klar.

Niclas: Also ich habe ja voll Frisbee-Golf-Ausrüstung, meine ganze Family. Mir gibt es auch einen kleinen Frisbee-Golf-Parcours in der Nähe, da im Norden von München. Und letztes Jahr, als wir in Schweden waren, ey, das war geil. Da hast du überall Frisbee-Golf-Plätze. Ich habe immer auf der Frisbee-Golf-Karte geschaut, so internationale, Europakarte Frisbee-Golf. Und dann sind wir da hingefahren und sind dann halt Frisbee-Golf-Fliegen gegangen.

Björn: Das heißt, du kannst so ein Frisbee richtig gut werfen und kannst damit einen gewissen, wirklich einen gezielten Punkt erreichen.

Niclas: Richtig. Das ist total geil. Ich liebe das. Du hast halt verschiedene, so für Langdistanz, für Kürze, also ähnlich wie die Golfschläger. Und dann schmeißt du halt diese Frisbee irgendwie durch den Wald, was auch teilweise natürlich einen totalen Wahnsinn endet, wenn die da irgendwie gegen irgendwelche Bäume knallen und hin und her fliegen. Aber das Schöne ist, es findet halt im Wald statt. Und es ist so ein bisschen deutlich natürlicher als irgendwie richtiges Golf. Ich meine, richtiges Golf ist halt so eine plattgemähte Fläche. Bei Fristigolf bewegst du dich halt nur durch die Luft und die ist in der Regel ja irgendwie immer ähnlich. Im Vergleich zu Gras, Wiese, wie auch immer. Ja, dann schmeißt du halt diese Dinger und führt natürlich regelmäßig zu großen Frustrations- und Wutausbrüchen meiner Kinder, wenn es mal wieder nicht so läuft, wie es laufen soll.

Björn: Das ist eigentlich auch voll geil, weil das ist auch ein Sport, den du immer gegen deine Kinder spielen kannst, weil er ja, ich sag jetzt mal, körperlich unabhängig vom Alter gut zu machen ist.

Niclas: Klar, das geht. Na klar, die Kleinen haben natürlich vielleicht ein bisschen Probleme mit der Weite. Aber das geht ganz, also nachher waren die so gut, dass die auch dann, das ist schon, die haben mir das Leben schwer gemacht. Beziehungsweise ich habe ja noch ein paar Mal verloren. Und es führt halt zu so wahnsinnig lustige Sachen, ja. Wenn du da irgendwie so, ich weiß nicht, auf einem Kurs waren wir in Schweden, in der Nähe von diesem Astrid Lindgren Land, wo man auch unbedingt hin muss, wenn man Kinder hat. Wirklich, ohne Scherz, mega geil. Ich liebe das. Okay. Und kann man auch als Erwachsener hin. Traumhaft. Und wir waren so ein bisschen, das war schon so ein bisschen Off-Season in Schweden. Und da waren wir auf einem Campingplatz, der hatte einen wunderbaren Frisbee-Golf-Platz, ein sehr flacher. Und da war es super windig. Und es hat total viel Spaß gemacht, weil diese Dinger halt vollkommen irre durch die Gegend geflogen sind. Es hat super Spaß gebracht. Die sind auch mal so deutlich 150 Meter durch die Gegend gesegelt. Und irgendwo hingeknallt. Und oh Gott, Chaos. Hat aber viel Spaß gebracht. Also Frisbeegolf, erkundigt euch, schaut im Netz nach, wo ist der nächste Frisbeegolf-Platz. Besorgt euch Frisbeegolf-Scheiben bei Amazon, Decathlon, was weiß ich wo. Wir ändern den Podcast um.

Björn: Wir machen jetzt nichts mehr über Ausdauersport.

Niclas: Wir fangen jetzt an mit Frisbeegolf. Ja, oder ich finde auch, wie heißen diese Ringe? Kennst du auch, ne? Diese, die man so super weit werfen kann, die eben, keine Ahnung, 300 Meter weit fliegen? Ne. Kennst du die nicht?

Björn: Okay, ich sehe schon, ich habe eine große Sportlücke gerade hier entdeckt.

Niclas: Das sind diese Ringe, die wie Frisbees sind, aber die fliegen halt super weit. Die haben auch irgendwie einen Weltrekord, keine Ahnung, einen halben Kilometer weit geflogen. Die wiegen nichts, die sind auch ein bisschen weicher, die nehmen wir immer mit, wenn wir auf Wanderung sind und wenn meinen Kindern dann langweilig ist und wir irgendwie auf so einer Almhütte sind. dann schmeißen sie halt diese Ringe durch die Gegend und spielen dann immer Kirschen gegessen. Das Spiel kennst du, ne? Kirschen gegessen. Tut mir leid. Okay, sollen wir mal pausieren? Ich bring dich mal auf irgendeinen Stand. Okay. Ist ja peinlich, dass ich hier wirklich gar keine Ahnung habe. Ich würde sagen, du hast ja in deiner Jugend nur gezockt vorm Rechner gesessen, richtig? Nein, nein, nein.

Björn: Ich war ja schon auch im Wald und habe irgendwie, keine Ahnung, im Bach einen Staudamm oder sowas gebaut.

Niclas: Nee, also Kirschen gegessen ist dieses Spiel, also da schmeißt man sich irgendwas zu und jemand, der nicht fängt, der hat dann eben Kirschen gegessen und dann trinkt er Wasser und dann kriegt er Bauchweh und dann geht er ins Krankenhaus und dann stirbt er zum Schluss. Darum geht es irgendwie, dass man versucht, man muss schon auf die Person werfen, aber so ein bisschen, die Regeln sind da ein bisschen frei und man muss ihn halt fangen und wir spielen das immer in so einem Viereck, Und dann weiß man auch nie, wer wie wohin wirft. Und dann muss man den halt fangen. Und das ist halt ein ganz cooles Spiel. Okay. Mit dieser sehr leichten Frisbee geht es halt super cool. Oder am Strand damit werfen ist halt geil. Du kannst halt unendlich weit werfen.

Björn: Ich sehe schon. Also entweder muss ich mit der Familie Kafka mal in Urlaub fahren, um dann ins Frisbee golfen und ins Frisbee werfen eingeführt zu werden. Oder ich muss mir jetzt selbst Kinder besorgen oder machen. Ja. um dann wiederum in ein paar Jahren Frisbee spielen zu können.

Niclas: Ja, ein großes Drama hatten wir mal mit einer Frisbee. Wir waren bei Girona irgendwo, das war vollkommen abgefahren, irgendwie im Februar in so einer Villa, die halt total billig war, weil keiner da im Februar Urlaub machen wollte. Und da haben wir auch diese Frisbees mit. Und dann flog die Frisbee zum Nachbarn. Aber der war halt nie da. Der hatte nur zwei Kampfhunde und zwar so richtige Kampfhunde. Das war halt richtig böse Tiere, ja. Und auch so angekettet und da lag halt diese Frisbee. Dann haben wir halt versucht, diese Frisbee wiederzuholen. Und am Ende des Tages haben sie halt diesen Kescher, mit dem ich, das war natürlich auch ein Pool mit Gegenstromanlage und so, total abgefahrener Bude, ja. Und dann habe ich versucht, diese Frisbees zu holen, endete damit, dass der Hund diesen Kescher zerfetzt hat. Und ich habe dem Vermieter gestehen, sorry, der Kescher ist irgendwie kaputt gegangen, Frisbee haben wir trotzdem nicht gekriegt. Glücklicherweise sind wir dann ein paar Tage später wandern gegangen. Irgendwo an der Costa Brava, Blanca, entlang. Und Brava, ist es die Costa Brava? Es ist die Costa Brava, ja. Und da haben wir genau diese Frisbee wiedergefunden, so einen Ring, ein bisschen angegammelt, vom Salzwasser ein bisschen zerschrotet, aber tipptopp, die haben wir jetzt immer noch. Und die andere Art ist halt im Magen des T-Puls gelandet.

Björn: Okay, so. Kurzer Exkurs über Frisbee, aber eigentlich waren wir ja bei dem Thema, Björn Kafka hört auf mit Mountainbike-Marathon, wenn er 1, 2, 3 bei der WM macht.

Niclas: Ja, genau.

Björn: Okay. Aber einmal, um alle abzuholen, das Grand Raid ist der älteste Mountainbike-Marathon der Welt oder einer der ältesten auf jeden Fall. Geht über 125 Kilometer, 5000 Höhenmeter, Das Interessanteste an dem Rennen, finde ich, ist eigentlich der letzte Anstieg. Wobei eigentlich, na, ich finde der Mandelon, der Anstieg selbst ist nicht so besonders, weil er viel Asphalt ist und am Ende raus Schotter. Aber oben raus ein sehr schöner Alpentrail, wo wahrscheinlich die meisten sagen, oh, mit dem Mountainbike zu fahren, ist das gar nicht so lustig. Du musst schon echt technisch gut fahren können. Und was ich... An dem Trail auch immer spannend finde, da läuft halt quasi ein Fluss durch. Das heißt, es geht über große Steine, es ist quasi immer nass. Also der Trail da oben ist echt nicht ganz einfach, vor allem wenn du blau bist. Und man muss halt sagen, du hast zu diesem Zeitpunkt halt schon irgendwie 75 Kilometer mit, sagen wir mal, ich glaube fast 3000 Höhenmetern oder sogar schon mehr als 3000 Höhenmetern in den Beinen. Fährst auf über 2000 Meter dann diesen echt ruppigen, steinigen, technisch anspruchsvollen Singletrail, der auch immer über große, nasse Steine geht. Dann lange Abfahrt, die nicht so spannend ist. Und dann fährst du von Evolen auf 1,6 hoch auf 2,8 fast. Und die letzten... 300 Höhenmeter, der berühmte Pastellona ist eine Laufpassage, wo du 300 Höhenmeter joggen, laufen, tragen, über Steine klettern musst. Und die macht das Rennen so ein bisschen berühmt, weil halt von 2,5 bis 2,8, die Luft ist echt dünn, du hast irgendwie 4,5 Kilometer. 4.200, 4.300, 4.500 Höhenmeter in den Beinen, bist eigentlich völlig blau und musst dann halt noch diese beschissenen 300 Höhenmeter da hoch. Ich habe heute Morgen mit meiner Athletin telefoniert und die meinte so, ging eigentlich ganz gut, ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Und ich dachte mir so, cool, also besser kann es doch gar nicht laufen.

Niclas: Das ganze Ding ist abgefahren schon.

Björn: Wie lange hat sie gebraucht? Samstag, Sonntag. Sie hat Samstag, Sonntag gemacht und einen Tag mit E-Bike, einen Tag mit normalem Rad und wirklich gesprochen einfach nur ganz locker anschauen, easy machen. Frauen? Sieben Stunden? Der Rekord bei den Frauen liegt bei 7,24 habe ich heute geschaut. Ich habe auch schon einen Nutrition-Plan gemacht. Liegt bei 7,24 Uhr. Ich glaube, Andi hält den Rekord mit 5,52 oder 5,54. Ja, könnte man sagen. Also man muss sich mal überlegen. Ich bin das Rennen auf 78 Kilo in, ich glaube, meine schnellste Zeit sind 6,45 gefahren. Und da bin ich eine NP von irgendwas über 300 oder einen Schnitt von knapp 300 gefahren. Ich weiß es nicht. Also... Das Rennen ist unfassbar hart, es ist saulang, es ist saueglich, weil hinten raus vor allem viel Höhe. Und das in unter sechs Stunden. Das ist so... Als ich das damals gesehen habe, dass Andi unter sechs ist und ich da irgendwie 6,45 und ich bin komplett gestorben, da habe ich mir echt gedacht, was ist mit diesem Mann los?

Niclas: Das ist eine Stunde schneller fast.

Björn: Das ist fast eine Stunde schneller. Klar, es ist so gesehen fast ein Sieben-Stunden-Rennen. Ich sage jetzt mal... Also für 95% des Feldes ist es ein 7-Stunden-Rennen. Nein, 7 plus Stunden.

Niclas: 7 plus Stunden.

Björn: 7 ist ja schon schnell. Genau, also eine 645, wenn man sieht, okay, über die Zeit 300 Watt zu fahren, mit Höhe, mit Mountainbike, Trails hoch, Trails runter, ist das schon, also ich finde meine Zeit nicht so schlecht. Verglichen aber mit einem Andi, das ist so Banane. Wie schnell der ist und der joggt ja auch. Also für jeden Normalo, der an Pastellona ankommt, der denkt sich, der sieht das, du siehst so erst so eine Kuhweide, da geht dann so ein Trail, schlängelt sich hoch und dann siehst du einfach nur so ein Spalier an Menschen. Und oben raus sind dann auch richtig viele Zuschauer, die dich anfeuern und so, voll geil, aber du siehst das und denkst dir so, sag mal, habt ihr völlig den Arsch offen, uns jetzt da hochzuschicken? Und dann stapfst du das hoch und es ist am Ende einfach nur noch steil, du schiebst so dein Rad, dein Kopf liegt quasi auf deinem Oberrohr und du schiebst dein Rad da am Schluss hoch und dir platzen die Waden, also ich... Irgendwie, das ist unfassbar schmerzhaft, aber es macht auch unfassbar Spaß, weil jeder schreit dich an und irgendwie, also ich krieg da jedes Mal, wo ich völlig tot bin, ein Grinsen ins Gesicht. Und dann musst du halt nochmal eine 25 Minuten Mountainbike-Abfahrt runter. Und kommst unten im Ziel an und denkst dir nur so, ach du Scheiße.

Niclas: Achtung, kleine Frage. Erster Sieger des Grand Raids, Männer.

Björn: Ich habe es vorhin gesehen, Siegenthaler, hier der Trainer von Nino.

Niclas: Richtig, der Trainer von Nino Schurter.

Björn: Und Urs Huber hat die meisten Siege, oder?

Niclas: Keine Ahnung. Andi hat das Ding wie oft gewonnen? Dreimal?

Björn: Viermal doch schon.

Niclas: Viermal? Ist er letztes Jahr gefahren?

Björn: Nee, letztes Jahr war Schweizer Meisterschaft. Aber ich glaube doch, Andi ist noch gefahren. Ja, aber wieso? Ja, Andi, er hat 24 gewonnen. In 5, 57, 39 davor. Die letzten 4, er hat es jetzt aber schon 5 Mal gewonnen. Aber Urs hat es 1, 2, 3, 4, 5, 6 Mal gewonnen. Das heißt, wenn Andi dieses Jahr gewinnt, Fingers crossed, zieht er auf jeden Fall mit Urs gleich. Genau. Ja, ja, ja, ja. Und die schnellste Zeit ist von Andi. Ja, Urs hat es auch schon mal in 5,58 gefinisht, wenn man weiß.

Niclas: Das ist auch immer ein bisschen anders, glaube ich, ne?

Björn: Ja, aber ich glaube, seit 2012 ist sie gleich. Und da hat auf jeden Fall Urs das Ding auch schon mal in 5,58 gewonnen. Genau, und Andis Rekord sind 5,54, 5,56. Ja. So, und jetzt die Frage, fährt er dieses Jahr schneller?

Niclas: Ich glaube, mit der WM im Hintergrund, und wenn da halt so richtige Maschinen am Start sind, kann ich mir sogar vorstellen, also es wird schneller gefahren werden, glaube ich schon. Wenn die Bedingungen es zulassen, wird es schneller gefahren. Also ich glaube halt, was ich jetzt bisher gesehen habe... Ich meine, da bereitet sich gerade jeder drauf vor, oder die meisten zumindest, stark drauf vor.

Björn: Ja, also wen ich auf jeden Fall stark sehe... der auf jeden Fall gut sein könnte, ist auf jeden Fall ein Fabian Rabensteiner. Ist auch ein Rennen, wo ich... Fabian ist halt super konstant. Und Fabian, finde ich, muss man da auch einfach, finde ich, auf der Karte haben. Porro. Casey South. Casey South glaube ich nicht. Nee, denkst du nicht? Der war... Nee, glaube ich nicht. Stutzmann. Ja. Ja? Ja. So, das ist jetzt eigentlich schon so aus dem Marathonkreis. Ich weiß nicht, ich weiß jetzt nicht, Wout Allemann... Nee, weiß ich nicht.

Niclas: Keine Ahnung. Ich glaube, Hans-Suli Staufer kann noch erstaunlich gut sein.

Björn: Ja, okay. Ja, dann weiß ich nicht. Dann wird es aber schon eng. Aber hey... den größten Kontrahenten zumindest jetzt, er hat das Grand Raid noch nie gewonnen, aber ich weiß nicht, ist er es überhaupt schon mal gefahren? Was ist mit Pais?

Niclas: Habe ich doch gerade gesagt, das war mein zweiter. Also Pais, glaube ich, eine Menge. Entschuldigung. Ja, ist, glaube ich, noch nie gefahren.

Björn: Und dann gibt es auch noch so Leute wie Alexander. Ich glaube, er ist es schon mal gefahren, oder? Keine Ahnung. Balmer? Ah, der jetzt, ähm, bei welchem Rennen war das? Eigerbike. Ja. Ja. Oder? Eiger-Bike ist er zweiter hinter Andi geworden.

Niclas: Ja, ja, genau.

Björn: Ah, und, wen wir auch noch nicht genannt haben, ist Perni.

Niclas: Pernstein, ja, Pernsteiner, definitiv. Der setzt alles drauf an, da schnell zu fahren. Aber er hat mich, ehrlich gesagt, noch nicht so super überzeugt. Auch bei der ÖM war der jetzt nicht so, entweder ist er das sehr kontrolliert gefahren, Aber ich meine, der Manuel Plim wiegt 15 Kilo mehr wie er und das war eine schwere, das war Ischgl, ne, wo war das?

Björn: Ja, doch, Ischgl Ironbike. Auf jeden Fall super, viel steiler als Contreit.

Niclas: Ja, ja. Und da ist er jetzt nicht, also was hat er gehabt? Zweieinhalb Minuten, Manuel Plim. Ja. Ist zwar sensationell zweiter geworden auf einem Kurs, der nicht für ihn gemacht ist.

Björn: Gar nicht.

Niclas: Definitiv nicht.

Björn: Manuel ist ja ungefähr so groß wie ich, bisschen leichter wie ich. Ja. Ja, dann ist das definitiv kein Kurs für uns. Ich weiß noch, ich bin einmal Ischgl Ironbike gefahren und da ist oben raus echt eine Stelle, wo man mit einem 34er, 34,52 kämpfen muss, hochzukommen. Weil es wirklich so sacksteil ist. So sacksteiler, bisschen loser Schotter da hoch. Super unangenehm zu fahren.

Niclas: Ich erinnere mich noch an den Podcast als, ich glaube es war in dem Jahr, als Baum und Egger gewonnen haben, die Epic, oder das Jahr danach, ich weiß nicht mehr, zumindest.

Björn: Nee, es war, glaube ich, in dem Jahr, wo sie Epic gewonnen haben, weil da sind sie auch dort gefahren.

Niclas: Genau, und ich sage nachher, das hat ja nichts mehr mit dem zu tun, was wir sonst machen, ja. Die sind da irgendwie 30. geworden, konnten die Welt nicht mehr verstehen und konnten auch den Andi Seewald nicht verstehen, wie der da vorne irgendwie, oder Markus Kaufmann, ja, schon lange gefühlt aussortiert, wird irgendwie Zweiter im Bergzeit fahren und die haben einfach gesagt, hä, das ist so steil, wir kommen nicht mehr, wir kommen nicht hoch, keine Chance. Ja, da fährt übrigens auch Grunwald.

Björn: Geil! Boah! Da hab ich, ich hab grad die Tage... Vor ein paar Wochen war ich bei Paul, sind wir eine lange Gravel-Runde gefahren.

Niclas: Unter dem Motto, wir verbuchen es mal unter Erlebnisurlaub. Also das Ding einfach mal mitfahren, mal gucken.

Björn: Und ohne Scheiß genau darüber, wir haben auch so gesprochen, wer fährt denn, wer ist denn unser Favorit und so. Und da haben wir auch, Baum haben wir gesagt, nee, Baum fährt es nicht. Weil Baum ist jemand, wenn der sich bei einem Rennen an den Start steht, der stellt sich eigentlich nur da an den Start, wo er auch gewinnen kann und will. Und Sorry, aber Baum ist ein Weltklasse-Fahrer, gar keine Frage. Aber dann Grand Raid ist halt nicht sein Terrain.

Niclas: Ich glaube, das ist auch nicht für seinen Rücken und so. Da baut er zu viel Spannung auf, glaube ich nicht.

Björn: Und wir haben aber beide gesagt, Egger fährt, oder wir hoffen, dass Eggers fährt, weil es glaube ich auch... Und ich sage... Natürlich ist das definitiv, auch groß, eher schwerer Fahrer, ist definitiv nicht sein Gelände. Aber ich sage, der wird besser fahren, wie man denkt. Ja, glaube ich auch. Weil wenn der das an einem Tag fährt, wo er gute Beine hat, dann fährt er das einfach super straight und drückt da einfach jeden Anstieg mit über 400 Watt hoch. Und dann fährt der am Schluss einfach, weil viele sich überziehen werden, platzen werden, wird er einfach ein geiles Ergebnis trotzdem fahren. Und wahrscheinlich einen guten Tag haben. Also ich traue dem da eine Top 20, traue ich ihm voll zu.

Niclas: Ist auch ein Top-Läufer, darf man nicht vergessen. Ja, schauen wir mal.

Björn: Bin gespannt. Ja, dann Frauen. Also Männer haben wir jetzt quasi besprochen.

Niclas: Frauen ist schwer. Ich meine, da hast du ja mit Anna Weinbär eine Fahrerin aktuell am Start, die gerade alles dominiert, was wenn es bergauf geht. Da bin ich sehr, sehr gespannt. Ich auch. Muss sie halt mental hinkriegen. Der Druck, ja. Wenn sie das Pacing durchzieht, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es gut wird. Dann, hier, Dingsdabums, da fährt auch hier, wie heißt sie denn noch? Die bei Scott war, die jetzt alleine durch die Gegend fährt. Kate? Kate.

Björn: Ja, ja.

Niclas: Angeblich fährt sie.

Björn: Hat gerade in Lethwell gezeigt, dass sie Höhe und Lange kann. Jetzt ist das Ding, Lethwell ist aber mehr flach, mehr Aerodynamik. Du sitzt schon nochmal deutlich anders. Muss man gucken, wie gut ist das, wenn du halt 5500 Höhenmeter in einer anderen, nicht aerodynamischen Sitzposition, sondern in einer steilen Sitzposition fährst.

Niclas: Das wird, da bin ich gespannt, dann natürlich... Vera Loser. Rosa van Dorn. Adelheid Morath. Adelheid, die kommen halt alle gut rauf. Kommen auch alle gut runter. Also, ich glaube Kopf.

Björn: Also, wenn man es sich jetzt so anschaut, wen ich als... Da ist halt die Frage, gibt es eine Startliste? Weiß ich nicht. Habe ich noch nicht gesehen. Ja, wird eine Mona mit der Waldner kommen, wird eine Mona versuchen, ihren Titel zu verteidigen, weil die ist halt die Frage, die fährt bei Moondraker jetzt, die ist ja bei Kendell raus, fährt bei Moondraker, ist ja amtierende Weltmeisterin und ist halt die Frage, lässt ihr Team sie das fahren, weil vier Tage, fünf Tage später wäre Frauen-XCO-WM

Niclas: Ja, es ist schon schwierig.

Björn: Es ist halt die Frage, wenn sie in Anführungszeichen keine Chance sieht, die XCO-WM zu gewinnen, sagt sie sich, bevor ich keinen Weltmeistertitel hole, hole ich mir dann halt lieber den Marathon-Weltmeistertitel.

Niclas: Wie steht sie denn eigentlich aktuell? Ich habe da gar keinen Blick.

Björn: Die ist auch Tour de Femme gefahren, also hier bei United Healthcare, glaube ich, im XCO. Ich habe ihre Ergebnisse nicht auf dem Schirm. Sie war, glaube ich, nicht schlecht. Hat sie nicht sogar dieses Jahr... Ich glaube, sie hat auch einen World Cup gewonnen. Boah, ich bin so raus gerade. Ich glaube schon. Also sie wäre halt, finde ich, als Titelverteidigerin, wenn du an den Start kommst und vor allem so viele Titel, wie sie schon gewonnen hat, wäre sie halt auf dem Papier auf jeden Fall mal die Favoritin. Ähm... Ja. Sie hat einen... Ja, Nove Mesto. Am 31. Mai hat sie Nove Mesto World Cup gewonnen.

Niclas: Ja, krass.

Björn: Also... Und fit auf keinen Fall. Genau, und dann ist sie mit Human Powered Healthcare oder Health ist sie die Tour de Femme gefahren. Das heißt, länger und so hat sie auf jeden Fall auch drin. Mal schauen. Ähm. Ja, das wäre das Frauenfeld. Wird auf jeden Fall spannend. Ich würde sagen, von meiner Seite aus habe ich es bestmöglich bisher zumindest vorbereitet. Ich denke, Anna ist auf jeden Fall fit. Ich bin zuversichtlich, wenn wir unser Pacing durchziehen, wenn die Nutrition passt, kein Defekt fahren, wird sie auf jeden Fall ein gutes Ergebnis einfach holen. Und das ist das, worauf wir uns konzentrieren. Ja.

Niclas: Ja, genau. Das versuche ich auch. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Gucken wir mal, ob ich meinen Job dann aneinander hänge.

Björn: Dann machst du nur noch Entwicklung bei First EU und World Tour. Gucken, ne? Oder Ultimate Frisbee.

Niclas: Oder Ultimate Frisbee.

Björn: Sehr gut. Gut.

Niclas: Schön. Haben wir doch eine ganz gute Folge zusammenbekommen. Ich hätte gedacht, nach 30 Minuten sind wir schon durch. Nein. Zum Glück habe ich die Frisbee noch rausgeholt.

Björn: Ja. Dafür können wir beide aber, glaube ich, einfach zu gut labern. wenn es sich überhaupt bis hierhin jemand anhört.

Niclas: Gut, dann nächste Woche kriegen wir hin. Nächste Woche kriegen wir hin. Wir müssen uns noch irgendein Thema ausdenken, vielleicht mal wieder irgendwas mit Sport.

Björn: Ja, ich ziehe mir was aus der Nase.

Niclas: Lass uns doch nochmal, ist Attersee nicht? Das müssen wir jetzt nochmal richtig voll auseinandernehmen.

Björn: Dafür kann ich auf jeden Fall schon mal sagen, ich habe mehr oder weniger das Go von Bike Discount. Das heißt, materialtechnisch und so, wir kriegen das hin. Wir können eigentlich, ich bin jetzt morgen, bin ich bei Bike Discount. Ich frage, wann ich das Rennrad kriege. Wir können dann eigentlich mit den ersten Fittings anfangen.

Niclas: Cool, dann machen wir nochmal ein bisschen mehr, auch videomäßig, dass die Leute mal einen Eindruck davon haben, wie sowas funktioniert. Und dann haben wir Spaß. Ich glaube auch.

Björn: Ich habe da auf jeden Fall, muss ich sagen, richtig Bock drauf. Weil wenn ich mir jetzt mal so anschaue, wie schnell man mit einem Gravel-Bike auf der Straße schon fahren kann. Ich bin ja noch nie richtig Straßenrennen und so gefahren. Ich glaube, das macht schon blöd Laune, wenn man so ein Rennrad holt, das aerodynamisch anpasst und dann mit ein bisschen Leistungsfähigkeit da rumstrahlt. Es wird, glaube ich, lustig.

Niclas: Oh, by the way, Gravel ist dieses Wochenende DM. Stimmt.

Björn: Habe ich aber, muss ich sagen, habe ich nur einen Sportler am Start. Soweit ich weiß, quasi ein Straßenrennen auf Schotter. Also wenig Anstiege, nicht viele Höhenmeter, wird ein ziemliches Gehacke.

Niclas: Kann ich auch ehrlich. Georg Egger steht am Start. Ja, dann müssen wir ganz schnell. Martin Frey.

Björn: Echt, fahren die das alle?

Niclas: Ja, die fahren alle.

Björn: Aber Georg ist gerade Monsterato, Crevel gut gefahren. Roman Bardet hat das ja gewonnen.

Niclas: Wer ist auf Platz 4 gefahren? Nils Bruhn. Und zwar knapp auf 4, der wäre fast noch auf 3 gefahren. Geil. Richtig geil. Finde ich mega, weil der Junge hat so viel Druck und ich wünsche mir, dass er nächstes Jahr, also der muss halt, der gehört in ein anderes Team, der ist halt viel zu gut für dieses Team und von seiner Leistungsfähigkeit. Und, aber ich finde so, was er da gerade im Gravel gezeigt hat, ich meine, Wackorch war Zweiter und der Dritte weiß ich gerade nicht, also wäre fast aufs Podium noch gefahren. Da sage ich mal, der Junge hat vielleicht auch eine große Zukunft auf, im Gravel, weil der kommt vom Mountainbiken, kann das halt richtig gut, fährt halt auch richtig gut Straße, war ja im Devo-Team bei Tudor. Und von daher, da haben einige geguckt und auch einige Teams mal Hallo gesagt und gefragt, wer bist denn du? Und ich glaube, da haben wir was entdeckt, was der richtig gut kann. Also gravel.dm, ich bin gespannt. Flacher Kurs, schwer einzuschätzen. Bei den Frauen fährt Mieke mit.

Björn: Geil. Genau. Ja, dann auf jeden Fall. Daumen gedrückt für Mieke und Daumen gedrückt für Georg. Das wäre halt voll geil.

Niclas: Rosa Klöser, ich meine, die ist jetzt gerade in den USA. Keine Ahnung. Schwierig, ne?

Björn: Da muss ich ehrlich gestehen, da bin ich in der Crevel-Szene zu wenig drin. Ja, ja, ich auch.

Niclas: Ja. Gucken wir. Na gut, wir halten die Daumen gedrückt oder die Lenkergriffe, die ich schon seit einem Monat meinem Sohn aufs Mountainbike montieren muss und sie hier immer noch am Tisch stehen. Ich werde es machen, bevor die Ferien zu Ende sind. Wir hören uns nächste Woche.

Björn: Perfekt, Björn. Ciao, ciao. Bis bald. Ciao.

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