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Episode #51

Wie gewinnt man Badlands?!

06. September 202536 min

In der heutigen Folge spricht Niclas mit Rick Steffen darüber, wie man eines der größten Gravel-Rennen der Welt gewinnt – Badlands. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Trainingsvorbereitung, die Rennstrategie, das Material und darauf, wie das Rennen am Ende tatsächlich ablief. Viel Spaß beim Zuhören!

Transkript

Björn: Willkommen zum Faster U Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niklas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Faster U Podcast. Heute nicht mit Björn, sondern mit Rick, denn Rick ist ziemlich lang, ziemlich schnell Rad gefahren. Hallo Rick.

Niclas: Ja, hi Niklas. Freut mich da zu sein.

Björn: Ja, kurz zur Erklärung. Rick hat das Badlands Gravel Rennen gewonnen. Das ist, würde ich sagen, so eins der prestigeträchtigsten Gravel-Ultra-Rennen, die es zumindest mal in Europa auf jeden Fall gibt, oder?

Niclas: Ja, kann man so sagen. Also in Europa definitiv, weltweit auch auf jeden Fall.

Björn: Ist schon ziemlich bekannt, ne?

Niclas: Ist eine Nummer, absolut. Wenn nicht das bekannteste, richtig.

Björn: Ja, würde ich auch. Ist ein ganz schöner Brecher gewesen. Einmal so zur Einordnung. Das Rennen selbst hat 815 Kilometer, 21.783 Höhenmeter. Und was ich krass finde, dass halt auch der höchste Punkt auf 2.155 Metern liegt. Jetzt sagtest du gerade 21.000. Das sind die Daten, die auf der Badlands-Seite stehen.

Niclas: Das müsste zu viel sein. Ist das zu viel? Ich müsste mal jetzt genau in meinen Einheit reingucken, da steht es dann wahrscheinlich ganz genau.

Björn: Boah, da stehen sogar noch 14.000.

Niclas: Genau, es müssten nämlich irgendwie 14.000 oder 15.000 sowas gewesen sein.

Björn: Also in deiner Training-Peaks-Datei stehen 14.000.

Niclas: 200. Ah, siehste, übertreibt Badlands.

Björn: Weil ich hab extra die Daten aufgemacht von Badlands, was die offiziell auf ihrer Seite quasi schreiben. Und da stehen 21.000 Höhenmeter.

Niclas: Boah, komisch. Na gut, okay.

Björn: Fängt ja gut an. So, aber die 2.100 Höhenmeter, die müssten stimmen. Also ich glaube, der höchste Punkt, das sagt auch auf jeden Fall dein Training-Peaks, über 2.100 Höhenmeter, also richtig Hochgebirge. Das ist in der Nähe, also es geht in... Ähm, Granada geht's los in Spanien und geht dann quasi so am Sierra Nevada Nationalpark nördlich davon, geht's quasi lang bis rüber ans Meer in den Osten und dann fahrt ihr über Almera wieder zurück, quasi streift die Sierra Nevada und fahrt zurück nach Granada.

Niclas: Genau, das kommt hin, richtig.

Björn: Okay. Was würdest du sagen, wenn man das Rennen nicht kennt, was macht es besonders? Warum ist das so eines der schwersten und bekanntesten?

Niclas: glaube, der Bekanntheitsgrad ist sicherlich durch die Konkurrenz, die da immer unterwegs ist. Aber ich glaube, das ist nur in dem Bereich von diesen Racern. Viele, die da mitfahren, die fahren auch einfach, weil sie irgendwie Bock drauf haben und gehen das nicht so richtig krass als extremes Race an, sondern als eher Herausforderung für sich selber. Und für die Leute ist es dann mehr die Landschaft, diese unglaubliche Landschaft, wüstenähnlich hier in Europa. Ist komplett verrückt. Ähm... Und der Härtegrad von dem Rennen. Also dieses, du wirst wirklich irgendwo da in die Wüste ausgesetzt, kriegst einen Track in die Hand und musst gucken, wo du bleibst, musst zusehen, dass du dich sehr genau informiert hast über den Track, über alles und die Herausforderungen daran. Ich glaube, das reizt die meisten. Ja.

Björn: Ja, also ich glaube, das, was ich so... Ich war schon in der Gegend. Ich bin das Rennen aber noch nicht gefahren, bin eh noch nicht so lange gefahren. Das, was ich zumindest immer gehört habe und aus der Vergangenheit weiß, so Sepp Breuer hat das ja auch schon mal gewonnen, dass halt das Harte ist, vor allem die Hitze auch. Also die Hitze, man fährt in die Höhe. Es ist schon für ein Gravel-Rennen ziemlich...

Niclas: Es ist extrem rough. Man kann es als Gravel beschreiben, weil du auch alles mit dem Gravelrad fahren und bestreiten kannst, aber wenn du 200, 300, 400 Kilometer nur rough, nur harten Schotter unter dir hast und... dann wird es extrem. Ich glaube, dass das Gravel Bike nach wie vor das schnellste Rad für dieses Rennen ist, aber du musst es auch, deine Handgelenke müssen es können, dein Rücken muss es können, die Füße, Hände, Nacken, das ist nicht nur die pure Leistung, die du da irgendwie in den Beinen hast, sondern dein ganzer Körper, der muss auch diese Roughheit von dem Untergrund und von dem Rennen abkönnen. Ja.

Björn: Ja, okay. Dann aber erstmal zu dir. Erzähl mal kurz, wer bist du, was machst du, wie alt bist du, wie kommst du überhaupt dazu, 815 Kilometer durch die Wüste zu fahren? Warum?

Niclas: Ja, ist eigentlich Quatsch sowas. Das ist eigentlich Quatsch. Ja, zu mir, Rick Steffen, 33 Jahre alt, wohne in Mühlheim an der Ruhr. Und vom Beruf aus Feuerwehrmann, Berufsfeuerwehrmann. Ja, neben Mai gehe ich recht viel Fahrrad fahren. Ja? Ja, genau. Aber alles immer nur neben dem Job, so gut wie es halt eben funktioniert. Früher habe ich eher Mountainbike-Marathons gefahren. Ich würde auch sagen, dass ich mich immer selber noch als Mountainbiker beschreibe, weil irgendwie ist das eher mein Sport. Dieses Gravel-Ultra-Biking finde ich auch mega geil, aber Mountainbike ist doch eher so meins. Trotzdem bin ich jetzt so ein bisschen zu diesem Ultra-Radfahren gekommen, weil ich so gemerkt habe, in den Mountainbike-Marathons, wo es jetzt drei, vier, vielleicht mal fünf Stunden wird, da fehlt mir so ganz oben raus die extreme Härte, um echt vorne mit dabei zu fahren. Ja. So und so ging es dann eigentlich auch dazu, dass ich immer im Winter so ein bisschen so Bikepacking, Radreisen gemacht habe, also einfach so mit Spaß an der Freude viel Fahrrad fahren von A nach B und das den ganzen Tag und das an mehreren Tagen. in der Woche, bis man irgendwann am Ziel angekommen ist. Das fand ich geil und auch über dieses Training, was es ja dann letztendlich auch ist, habe ich mir dann diese Sitzhärte über die langen Distanzen angeeignet und dann kommt halt eben dieses Ultra Cycling Unsupported Events, die ich mir dann so ein bisschen angeschaut habe, kommen dann so rein und ich dachte mir, okay, das ist ja interessant, kannst du mal ausprobieren. Habe dann Ja, im Grunde genommen, meine Distanzen, meine Wettkämpfe, die sind irgendwie immer ein bisschen länger geworden. Das kam dann vom Ironman über die ersten Ultra-Rennen, 24-Stunden-Rennen und da habe ich dann irgendwie gemerkt, diese lange Distanz, also umso länger es wird, umso mehr du deinen Kopf gebrauchen musst, umso mehr du beißen musst, umso mehr liegt mir das und umso mehr fahre ich auch vorne rein und da kann ich meine Stärken richtig ausspielen. Und so ist es dann letztendlich gekommen, dass es auch immer irgendwie länger und härter wird. Und irgendwann fängst du dann an, okay, Badlands ist ja ein krasses Ding. Und dann meldest du dich an und schaust mal, wie weit geht es denn da. Und dann wirst du besser und guckst mal, wo es dich hinführt. Und irgendwann klopfst du dann beim Niklas Ranker an und sagst ihm, wenn wir Badlands schnell fahren, was können wir da machen.

Björn: Ja gut, wir kennen uns ja jetzt seit... Ich glaube, seit sieben Jahren.

Niclas: Also wir kennen uns schon länger.

Björn: Da sind wir als Konkurrenten noch gefahren. Du noch bei Firebike. Ich damals im Trikot vom Erzgefelser Wald, glaube ich. Da sind wir Mountainbike-Marathon-Rennen gegeneinander gefahren. Damals, ganz am Anfang, warst du auf jeden Fall noch besser als ich. Ja.

Niclas: Das hat sich gewandelt.

Björn: Zumindest im Mountainbike-Marathon hat sich das gewandelt, ja. Dann waren wir quasi Teamkollegen bei Rosebikes, zwei Jahre. Und dann, du fährst ja immer noch für Rose, als Roseathlet. Und ich bin dann quasi zu Bike-Discount. Und wo du mir mit diesem Ultra fahren das erste Mal so richtig aufgefallen bist, wo ich auch schon so dachte, das ist völlig Banane, war in Duisburg das 24 Stunden Rennen, wo du Solo gefahren bist. Es hat andauernd gepisst. Ich bin da mit Paul im Zweierteam gefahren. Das heißt, wir sind immer eine Stunde gefahren, haben uns abgewechselt. Und ich war irgendwann nachts, war ich schon, keine Ahnung, so 3, 4 Uhr, fand ich, wurde es richtig zäh. Da ging es mir auch echt scheiße. Und du hast da einfach solo die ganze Zeit deine Runden gedreht und bist schnellere Zeiten gefahren teilweise als wir. Wo ich mir halt gedacht habe, so, wie geht das? Du fährst 24 Stunden am Stück, die ganze Zeit einfach wie so eine Lokomotive durch. Ich finde, die körperliche Leistungsfähigkeit rückt da fast schon Im Hintergrund, wenn man das mal gemacht hat, weiß man, dass das super hart vom Körper her ist, aber eigentlich, weil du deinen Kopf die ganze Zeit dazu pushen musst, immer weiterzumachen, weil der sagt dir ja eigentlich die ganze Zeit, du sollst aufhören.

Niclas: Ja, das ist eigentlich auch ein cooles Beispiel, weil in den MTB-Marathons bist du mir dann im Grunde genommen so ein bisschen weggefahren und ich hatte ja auch irgendwie nicht so die Chance, da hinten dran zu bleiben. Und dann sieht man wiederum bei den 24-Stunden-Rennen, da wendet sich so ein bisschen das Blatt und da kann ich dann irgendwie so meine Stärke dann ausspielen. Dieser Dickkopf, der da ist, ja, es wird durchgeballert, es gibt kein Ende und es gibt auch kein Aufgeben. Und immer bis zum Schluss und bis man vom Fahrrad fällt. Und das ist halt genau das, was ich kann und was ich auch da jetzt wieder richtig zeigen konnte.

Björn: Ja, also ich muss sagen, das ist glaube ich das, was du auch am allermeisten bei diesen Ultra-Rennen können musst. Wirklich dieses Stumpfe nie aufgeben. Es wird immer weiter gemacht, egal wie es einem geht. Und ich glaube auch, egal wie laut diese Stimme in deinem Kopf ist, die sagt, Alter, es tut weh, hör auf. So, das ist glaube ich die Fähigkeit, wovor ich auf jeden Fall den größten Respekt habe, weil Ich glaube, das können nur sehr wenige wirklich in diesem Ausmaße. Aber kommen wir mal dazu, wie jetzt quasi die letzten zwölf Wochen liefen. Weil im Endeffekt hast du vor zwölf Wochen, 13 Wochen ungefähr bei mir angefragt und gesagt, hey, mein Jahr lief nicht so perfekt bisher. Ich würde aber gerne Badlands gewinnen. Wie kriegen wir das hin?

Niclas: Genau, richtig.

Björn: Willst du einmal kurz erzählen, wie dein Jahr vorher so lief?

Niclas: Genau. Es war ein bisschen turbulent. Also man kann im Grunde genommen schon anfangen im letzten Jahr, denn es ist nicht mein erster Start bei Badlands, es ist nämlich mein zweiter. Es ist allerdings das erste Mal, dass ich es jetzt gefinisht habe und beim ersten Mal im letzten Jahr habe ich es nicht gefinisht. Ich war ebenfalls extrem gut drauf. Ich... hätte es vielleicht sogar auch schon im letzten Jahr gewinnen können. Allerdings bin ich gestürzt. Und zwar, das war acht, neun Stunden schon nach dem Start. Ich war sogar in Führung, circa zehn bis 15 Minuten. Und ich bin dort in der Gorafe-Wüste in einer fiesen, schnellen Schotterkurve bin ich gestürzt und habe mir da nicht nur beim Körper ein bisschen wehgetan, sondern auch das Rad ist ordentlich kaputt gegangen und von da war das Rennen für mich da erledigt und Das hat mich in dem Moment echt ziemlich runtergezogen und es hat auch da ein bisschen was gedauert, bis ich ein bisschen wieder ins Training reingefunden habe und so lief der Winter eher sehr, sehr schleppend für mich. Im Job hatte ich extrem viel zu tun, der war langweilig. ordentlich kräftezehrend bei der Feuerwehr. Wir sind viel Rettungsdienst gefahren. Die Nächte, die waren echt ziemlich Mist. Ich habe eine extrem beschissene Regeneration gehabt und entsprechend lief das Training auch nicht gut. Ich habe nicht wirklich Leistung aufgebaut und so habe ich mich so ein bisschen durch den Winter durchgeschleppt, bis ich dann im Februar das erste Mal Trainingslager Mallorca gemacht habe. Da war ich dann zwei Wochen da und Es lief eigentlich dann doch tatsächlich ganz gut, die warmen Temperaturen sind wieder dazugekommen und man hat Bock und dann drehen sich die Beine auch wieder und dann ging es wieder zurück und relativ schnell im Anschluss habe ich dann auf Mallorca wiederum, als Guide bei Jürzler gearbeitet und da ist ein bisschen der Vorteil, ich kann relativ viel und lange Urlaub machen und kann vor Ort dann einfach da so ein bisschen arbeiten. Ich habe das Hotel umsonst, ich kriege so ein bisschen einen kleinen Stundenlohn noch dabei und das ist dann im Grunde genommen ein sehr günstiger Radurlaub für mich, wo ich allerdings auch viel Rad fahren kann. Ich habe allerdings auch immer Gäste dabei, um die ich mich kümmern muss. Es ist dann die schnellste Gruppe. Ich kann aber gut mit den Jungs da trainieren. Es ist eher ein Grundlagentraining. Hier und da am Berg habe ich mal ein paar Einheiten gemacht. Aber ich habe da echt gut und viel Umfang einfach trainiert. Dann bin ich wieder zurückgekommen. Und mir ging es irgendwie nicht so ganz so gut. Ich habe doch irgendwie gemerkt, der Umfang war vielleicht zu krass. Ich habe zu viel zu schnell gewollt, auch auf Mallorca. Und bin dann so ein bisschen in so ein Loch reingefallen. Dann kam das Event Traka. Ich wollte eigentlich beim Traka 560 starten und habe dafür auch geguckt, dass ich schnell wieder fit werde und dass ich schnell Leistung aufbaue und dass ich dann beim Traka richtig eine geile Leistung habe, aber da wollte ich zu viel und ich bin eher so... ein bisschen kränklich geworden die ganze Zeit. Ich hatte nicht richtig Druck am Pedal und habe mich dann auch noch in Girona, wie ich beim Tracker war, habe ich dann dagegen entschieden, bin das 360 dann gefahren bzw. da gestartet und auch beim Tracker 360 bin ich am Anfang wieder gestürzt. war echt richtig kacke, ich bin fies auf den Kopf gefallen, der Helm ist komplett in mehrere Teile gesplittert und da war auch das Event dann da für mich zu Ende und es hat mich wieder komplett auf den Boden gebracht, war irgendwie wieder Mist, ich hatte eigentlich gedacht, ich hätte wieder so eine ganz gute Form und da hat es mich wieder rausgehauen und ja, dann wieder im Grunde genommen zu Hause angekommen, nochmal eine Woche auf zwei Pause gegeben und und überlegt, was machst du jetzt. Badlands Start, der war reserviert, ich wollte da auch eine geile Leistung bringen, ich habe so ein bisschen in den Kalender geguckt, okay, es ist noch viel Zeit bis dahin und es kann sich noch einiges tun und auch wenn das Training nicht perfekt lief, aber ich habe trainiert, ich habe viel Umfang gemacht und das wird sich für irgendwas ausgezahlt haben. Und ich muss jetzt einfach nur die Leistung, die ich irgendwie da so in mir reingehauen habe im ersten halben Jahr, die muss ich jetzt irgendwie so nach vorne bringen. Und da war dann halt der Anruf an dich dann da so, okay, ich habe da so eine turbulente erste Hälfte des Jahres irgendwie gehabt. Ich habe viele Kilometer gehabt, ich kann sie aber irgendwie nicht abrufen. Was machen wir da?

Björn: Genau. Im Endeffekt haben wir eigentlich dann erstmal einen Leistungstest gemacht, weil ich habe gesagt, okay, wir müssen erstmal schauen, wo stehst du ungefähr. Und der war eigentlich echt schon, ich glaube, du selbst, genau, du warst auch ziemlich überrascht.

Niclas: Überrascht. Es hat sehr, sehr gut angefangen. Ich glaube, das war auch genau der Moment, es hat irgendwie extrem perfekt gepasst. Ich habe mich von diesem ersten halben Jahr, weil ich da so ein, zwei, drei Wochen Pause gemacht habe und eher so ein bisschen ein, zwei Stündchen mal gefahren bin, habe ich mich irgendwie da wieder erholt und bin mit diesem Aerotune-Test, den wir da gefahren haben, anscheinend perfekt erholt, wieder reingestiegen und habe da echt ein paar solide Werte produziert.

Björn: Absolut, also über vier Minuten. Du wiegst ungefähr 75 Kilo rum?

Niclas: Ja, ich glaube, es waren da 74 ungefähr. Mittlerweile sind es eher so zwei, drei Kilo noch mal weniger, ja.

Björn: Bist du da auf jeden Fall über vier Minuten 465 Watt gefahren und hattest somit irgendwo eine 70er V2 Max, so um die 5,1 Liter rum, Pi mal Daumen. Und über zwölf Minuten bist du 374 Watt gefahren, was auch echt... ziemlich stabiles und hat das damals schon mal eine Schwelle von 4,6 Watt pro Kilogramm, 337 Watt. Und von da an habe ich gesagt, okay, Fatmax war vergleichsweise, war schon gut bei 226 Watt, aber ich habe halt gesagt, okay, Ähm, erster Fokus, weil VO2 Maxx war super. Eine 70er VO2 Maxx, würde ich in Anführungszeichen sagen, langt vollkommen aus für Ultrarennen. Ähm, wir müssen jetzt gar nicht groß an der VO2 Maxx irgendwas machen, sondern wir versuchen kurz ein bisschen die Schwelle auszuschöpfen, da nochmal was rauszuholen. Und dann eigentlich ziemlich direkt in die Vorbereitung zu gehen für, dann war noch Rock am Ring.

Niclas: Ja, Rad am Ring. Rad am Ring. Rock am Ring.

Björn: Das ist eine andere Disziplin. Das ist eine andere Disziplin, stimmt. Rad am Ring war noch. Du bist noch Einruhr die Feuerwehrmeisterschaften gefahren. Ja, genau. Und dann kam Badlands. Und wir haben das eigentlich so gemacht. Erst mal drei Wochen klassisches Schwellentraining. Schon ziemlich knackig, mit teilweise drei Einheiten die Woche. Nicht so Riesenvolumen gefahren. Haben dann das MTB-Rennen, den Halbmarathon mitgenommen. Da hast du auch gewonnen, deine Disziplin. Und sind dann eigentlich über ein Bikepacking, was du mit Kollegen nach Nizza gemacht hast, quasi in die Langdistanzvorbereitung gegangen. Das heißt, wir haben drei Wochen Schwelle trainiert, haben die damit hochgezogen. In meinen Daten waren wir damit dann auch auf einer Peak-Schwelle von 3,45 ungefähr. Das heißt, da haben wir mal noch kurz noch mal so 10 Watt auf jeden Fall draufgepackt. Und sind dann quasi über ein Bikepacking, wo du innerhalb von einer Woche, bisschen über einer Woche, so 35, 36 Stunden gefahren bist. haben dann eine kleine Ruhephase gemacht und dann kam eigentlich schon Rad am Ring. Das lief auch auf jeden Fall ziemlich perfekt. Konntest du im 24-Stunden-Rennen Solo gewinnen. Du bist in 24 Stunden 23,46 km gefahren, 726 km mit unfassbaren 13.600 Höhenmetern, was schon ziemlich crazy war. Das lief eigentlich ziemlich perfekt und ich glaube auch, dass das Event so gut lief, war auf jeden Fall auch ein Schlüssel, weil wir halt da auch schon ganz gut gesehen haben, okay, was funktioniert und was funktioniert nicht so. Wir konnten eigentlich relativ gut direkt bei Rock am Ring sagen, okay, das lange Fahren, das funktioniert. Einzige Problem, sage ich jetzt mal, war hinten raus so ein bisschen die Ernährung. Da meintest du auf jeden Fall, du hast mal hier und da nachts eine Stunde, anderthalb Stunden nichts gegessen und getrunken. Und das bei einem Kalorienumsatz von 19.337 Kalorien in 24 Stunden ist auf jeden Fall echt ein Problem.

Niclas: Ist ein Problem. Und das merkst du auch, weil dann ist halt, wenn in die Lok keine Kohle mehr reingeht, dann fährt die auch nicht. Und so war es dann da auch mal zwischendurch.

Björn: Genau. Aber grundsätzlich waren wir da schon echt auf einem guten Weg und haben gesehen, okay, der Motor läuft. Also du konntest die 24 Stunden mit 203 Watt im Schnitt fahren, 233 NP und das lief ziemlich gut. Was war so für dich das Hauptding bei Rad am Ring, was du danach mitnehmen konntest?

Niclas: Ich glaube die Ernährung, dass ich in der Ernährung konsequent sein muss und zwar extrem konsequent, dass ich mir da keine Fauxpas erlauben darf. Das war das Learning von Rad am Ring. Der Rest hat eigentlich sehr gut funktioniert. Ich habe auch da nochmal gemerkt, dass mir so die Härte hinten raus, dass ich da nochmal ein bisschen Zuwachs gekriegt habe. Es war fast gar nicht mehr so ein extremes Problem, auch so nach dem Morgengrauen noch die Leistung irgendwie zu halten und auch noch Bock zu haben, durchzuziehen. Ja, das Learning war, Kohlenhydrate rein und bloß keinen Hunger auskriegen. Das ist es gewesen.

Björn: Ja, okay. Danach haben wir auf jeden Fall nochmal telefoniert. So wie du das mir dann auch berichtet hast, habe ich halt auch gesagt, okay, es läuft eigentlich alles. Wir werden jetzt quasi mit dem spezifischen Training anfangen. für Badlands und habe ich auch gesagt, okay, das Learning auf jeden Fall gucken, die Nutrition-Strategie, die muss halt auf jeden Fall stimmen. Die Energie muss reinkommen, weil du hast da schon gesagt, okay, du willst das Ding Richtung 42 Stunden finishen. Du willst auf jeden Fall nicht schlafen, sondern es wird einfach durchgefahren. Was man auch, wie ich die Zeiten sehe, auf jeden Fall muss, um das zu gewinnen. Also die Top-Leute schlafen, da schläft keiner. Nein.

Niclas: Nein. Also in den, ich würde sagen, in den ersten 10, ja, also in den ersten 5 schläft gar keiner. Ich würde sagen, vielleicht in den ersten 10 legt sich mal jemand auf den Weg und macht mal einen Powernap. Und dahinter bei 10 bis 20 überlegen die Leute, ich lege mich auf eine Parkbank oder ich gehe mal ins Hotel oder irgendwie sowas.

Björn: Ja. Der Zehnte bei Badlands hat gebraucht 48 Stunden 56 und du hast 38 Stunden 15 gebraucht. Also der Zehnte hat quasi knapp ein bisschen mehr wie zwei Tage gebraucht. Du hast nur 38 Stunden gebraucht. In 10 Stunden, der wird wahrscheinlich hier und da mal ein Nickerchen gemacht haben.

Niclas: Ja, das kann schon sein.

Björn: Ja, okay, dann haben wir eigentlich mit viel Fatmax-Training, wo wir auch hier und da mit Kadenz gespielt haben, mal 70er, 75er Kadenzen gewählt, einfach aufgrund von, wenn man, also es gab am Anfang des Jahres eine Studie, die gezeigt hat, dass wenn man um 70, 75er Trittfrequenz fährt im Fatmax, dass man da einfach nochmal die beste Fettverbrennung hat. Das haben wir uns zunutze gemacht und dann habe ich dich echt viel Tempo fahren lassen, was dann bei dir so 260 bis 280 sind. Hinten raus konntest du das sogar dann Richtung 280, 290, 300 steigern. Und dann haben wir oft und viele einfach so zweimal eine Stunde, so Trainingseinheiten, drei Stunden, 3,30 Uhr. wo du halt zweimal eine Stunde Tempo einfach gefahren bist, gemacht. Und das kombiniert mit echt viel lockerem Grundlagenvolumen. Damit haben wir auf jeden Fall gestartet. Und würde ich sagen, auch sehr spezifisch für Badlands, dann einfach auch Hitzetraining. Weil, ja, das hast du aus dem Vorjahr schon berichtet, dass es halt richtig heiß wird.

Niclas: Ja, das hatte ich gerade gar nicht bei der Charakteristik von dem Rennen so mit dazu gezählt. Die Hitze in dem Rennen ist ein absoluter Faktor. Wenn du da nicht akklimatisiert bist, dann hast du da keine Chance, Leistung zu bringen. Du fährst da in der Wüste bei 45 Grad, die auf dich niederprallen, fährst du irgendwelche Schotterwege hoch mit einem hellen Gestein wo du niemals irgendwo eine Möglichkeit hast, dir Schatten zu suchen. Die Versorgungsmöglichkeiten, Wasser und alles, das ist sehr, sehr weit voneinander entfernt. Wenn du da unüberlegt in einen Teil von der Wüste reinfährst, dann hast du einfach verloren.

Björn: Ich glaube, was mich... Wenn ich mich richtig entsinne, war das doch auch das Problem von Paul Voss damals, der das ja auch mal versucht hat, zu fahren.

Niclas: Ich weiß gar nicht genau, was da gewesen ist, aber ich glaube, er hat ja auch irgendwie berichtet, dass das sehr, sehr schnell losgefahren wird, dass es auch da in diesem Wüstenabschnitt echt mega hart ist. Mega hart. Und wenn du da nicht locker in die erste Nacht reingehst, dass du das Ding einfach gar nicht zu Ende fahren kannst.

Björn: Ja, also wenn ich mich richtig entsinne, hat er damals auch im Besenwagen berichtet, dass er halt wirklich einfach durch die Hitze so eingegangen ist und einen Hitzeschlag bekommen hat und dann auch irgendwie ins Hotel ging und erstmal eine Nacht schlafen musste und ich weiß gar nicht, ob es dann damals fertig gefahren ist. Weiß ich gar nicht, aber das war halt echt der Faktor, wo ich dann auch gesagt habe, okay, wir machen uns das zunutze, wir machen Hitzetraining und haben dann halt wirklich fünf Einheiten pro Woche durchgezogen. Woher wir halt wirklich aktiv Hitzetraining gemacht haben, das dann mit Tempo und Fatmax gepaart. Und du hast dann mit einer Trainingsgruppe auch regelmäßig oder insgesamt zweimal, dreimal eine richtig lange Gravel-Tour gemacht. Neun Stunden, zehn Stunden und dann nochmal acht Stunden. Wo wir dann halt auch klar gesagt haben, okay, auf jeden Fall mal die 100 Gramm pro Stunde versuchen zu dir zu nehmen an Carbs. Dass wir das gewohnt sind, 10 Stunden lang schon mal mit 100 Gramm zu fahren. Dass du da auf jeden Fall, ich sag mal, fit bist und dein Magen-Darm-System das auf jeden Fall auch gewohnt ist, über diese Dauer diese Menge an Kohlenhydraten aufzunehmen. Ja. Und dann bist du, würde ich sagen, ziemlich gut vorbereitet in das Rennen gegangen. Du hast in den Wochen davor 27 Stunden trainiert, 24 Stunden trainiert, 24 Stunden trainiert, also schon richtig viel Volumen gemacht. Das halt dann aber auch größtenteils mit sehr, sehr vielen Kohlenhydraten versorgt. und dann in der Woche selbst vor Badlands tatsächlich nur dreimal auf dem Rad gesessen, nochmal eine Hitzeeinheit gemacht, bevor du geflogen bist, drei Ruhetage gemacht, dass du richtig schön frisch bist.

Niclas: Ja.

Björn: Und dann ging es ins Rennen rein.

Niclas: Genau, ja.

Björn: Wie war so dein Gefühl vorm Rennen erst mal?

Niclas: Gut. Also auch die Wochen davor, weil du merkst ja im Training, ob du gerade fit bist oder nicht. Und ich habe gemerkt in den Tempoeinheiten, du hast da eher so 260 bis 280 aufgeschrieben und ich habe irgendwie gerade zum Ende eher 300 rausgemacht. Und das lief auch gut. Und wenn das dann gut läuft, dann macht es auch Bock. Es hat ja auch vom Puls gepasst, deswegen war das... Richtig, genau. Und mit so einem Gefühl gehst du dann da auch ins Rennen rein und in den Start, weil du einfach weißt, geil, du hast die Power in den Beinen und an deinem Körper, dem liegt es jetzt gerade nicht. Was natürlich dann so ein bisschen immer ein mulmiges Gefühl macht, ist einfach auf dieser extrem langen Strecke kann mega viel passieren. Weil im letzten Jahr war es auch so, ich war extrem gut vorbereitet, ich hatte mega Dampf in den Beinen und dann bin ich gestürzt und dann ist alles weg gewesen. Und davor hatte ich jetzt dieses Jahr auch Angst, vielleicht durch Unachtsamkeit wieder zu stürzen. dass auch einmal eventuell der Sturz und auf der anderen Seite, ob gegebenenfalls auch am Material irgendwas nicht stimmt, irgendwas nicht passt. Da kannst du das geilste Material fahren, du kannst die geilsten Reifen fahren, das kann alles perfekt sein, aber wenn du einfach irgendwo eine Scherbe erwischt, einen fetten Nagel erwischt oder was weiß ich nicht, eine Bodenwelle und dir bricht der Rahmen weg, ein Nagel und du hast ein dickes Loch im Reifen, da steckst du dich drin. Das fliegst du nicht. Und das flickst du auch nicht und dann ist da das Rennen vorbei und du denkst dir, Mann, das ist jetzt irgendwie Kacke. Und das war das einzig mulmige Gefühl, was ich hatte, als ich am Start gestanden habe. Der Rest war perfekt, würde ich sagen. Und genau so bin ich dann eigentlich auch ins Rennen reingegangen und die ersten Kilometer liefen auch durchaus recht gut. Das Tempo war mega hoch. Ich habe mir selber die Einheit jetzt nicht so ganz genau angeguckt, aber das wirst du wahrscheinlich schon getan haben.

Björn: Ihr seid auf jeden Fall echt zackig losgefahren. Also man muss sich mal überlegen, das Rennen, du hast 38 Stunden gebraucht und ihr seid die ersten, also du bist die ersten 5 Stunden 30 ungefähr mit 260, 270 Watt gefahren. So NP. Das ist halt, wenn man sich mal überlegt, du fährst einfach, man geht in ein Rennen rein und weiß, okay, Du wolltest ja wahrscheinlich so, du hast zumindest mal gesagt, so um die 42 Stunden. Das war so das, was du im Kopf hattest. Und dann gehst du da rein und fährst einfach schon mal 5,5 Stunden 260 Watt NP. Das ist ja völlig Banane, weil du brennst so viele Kohlenhydrate im Tempobereich durch. Du hattest einen Maximalpuls von 175 in den ersten fünfeinhalb Stunden. Das ist halt echt sau viel, wenn man sich überlegt, okay, du fährst fast zwei Tage.

Niclas: Ja, ich habe mich sogar schon wirklich echt zurückgehalten, denn die Spitze ist mir auch bei den Werten eigentlich eher so ein bisschen davon gefahren. Und das habe ich aber geschehen lassen in dem Moment.

Björn: Der Zweitplatzierte, der Max Agut, der ist vorne rausgefahren, ne?

Niclas: Genau, der war von Anfang an, war der weg und ich hatte sogar gedacht, dass da noch zwei, drei andere Fahrer mit ihm weggefahren sind, das war aber letztendlich gar nicht so und somit habe ich mich da, also er war letztendlich dann doch, glaube ich, alleine vorne ganz am Anfang und ich habe mich dann so in dieser zweiten Gruppe so ein bisschen wiedergefunden in den ersten Stunden und bin dann da mitgefahren. Da muss man jetzt dazu sagen, es gibt... nicht so wirklich Gruppen, weil du hast halt eben ein Windschattenverbot. Du darfst keinen Support irgendwie von außen annehmen oder kein anderer Fahrer darf dir Windschatten geben. Also du darfst keinen Vorteil von anderen Fahrern oder sowas eben haben. Das ist halt dieses Unsupported-Rennen. Deswegen diese Gruppen, wovon ich rede, sind keine richtigen Gruppen, aber man bleibt am Berg doch trotzdem zusammen, weil du siehst irgendwie deinen Gegner vor dir und dann bleibst du an dem dran bis auf diese 10 Meter. Ja. Und so war das da auch, irgendwann habe ich mich da dann von dieser zweiten Gruppe doch so ein bisschen abgesetzt und habe dann die Verfolgung aufgenommen, weil es mir auch einfach gut ging und weil ich die Führung nicht so richtig wegfahren lassen wollte. Ich weiß ja auch nicht immer, wo die sind. Ich habe einen Tracker, wo ich drauf gucken kann. und kann da dann sehen, wie viele Kilometer, Meter oder irgendwas sind die vor mir, aber dafür muss ich anhalten, eventuell das Handy rausholen, draufschauen, das kostet Zeit und die hast du gerade in den ersten Stunden nicht und da fährst du einfach und guckst, ob du irgendwie auf einer weiten Landschaft vielleicht da hinten irgendwo einen Fahrer siehst und das war eben jedes Mal eher nicht so der Fall. Bis Kilometer 150 ungefähr, das müsste bei Gorafe gewesen sein. Da haben wir nachgefüllt. Das zweite Mal habe ich da Wasser nachgefüllt und mit Kohlenhydraten vermischt. Und da habe ich den Max dann an der Bude gesehen, wie er sich die Cola ins Trikot reingestopft hat und dann auch recht schnell wieder weitergefahren ist. Wir haben kurz ein paar Worte gewechselt. Der sah auf jeden Fall noch gut aus, der Junge. Und dann habe ich auch Wasser nachgefüllt, Kohlenhydrate rein und bin dann recht schnell weitergefahren. Und er war, glaube ich, da in dem Moment so zwei Minuten vor mir. Und da habe ich dann auch gehört, okay, er ist gerade auf Platz 1, ich bin auf Platz 2. Wie weit die Jungs da hinter mir weg sind, wusste ich in dem Moment nicht. Aber ich habe niemanden gesehen in dem Zeitraum, wo ich nachgefüllt habe. Das heißt, es waren definitiv 5-6 Minuten und im Nachhinein habe ich mal nachgeschaut, ich glaube, es war sogar noch bedeutend mehr. Ich meine, es waren 10 oder sogar 20 Minuten.

Björn: Ja, also was ich so verfolgt habe auf der Badlands-Seite, konnte man das ja sehr genau mit diesen Dot Watchern verfolgen, dass ihr zwei auf jeden Fall relativ schnell weg wart und um Gorafe wusste ich ja dann, okay, da wirst du anhalten. Wir hatten das ja vorher durchgesprochen, wann du wie anhältst, wann du Wasser holst. Da haben wir auch schon gesagt, okay, lieber einmal mehr anhalten, mehr Wasser auffüllen. Ähm, als zu spät, weil gerade wenn es nach Gorafe in diesen Wüstenteil geht, hast du schon gesagt, da wird es sau heiß. Ich glaube, da hatten wir auch nach Stunde sechs auf jeden Fall die höchsten Temperaturen, zumindestens was dein Garmin aufgezeichnet hat, mit 40 Grad in die Richtung.

Niclas: Krass, ich hätte fast gedacht, dass es mehr ist. Im letzten Jahr war es auf jeden Fall sogar nochmal deutlich mehr. Da hatte ich Maximaltemperaturen von 46 sogar. Ja, okay, 40 Grad.

Björn: Also das ist halt das, was Garmin zumindest aufgezeichnet hat. Aber dann ging es auf jeden Fall in diesen Bereich rein. Dann seid ihr wieder zurück nach Gorafe gefahren und dann ging es eigentlich in dieses Hochgebirge. Und da, kurz vor Gor, hast du auch die Führung übernommen, oder?

Niclas: Genau, denn der Max hat auf mich in Gorafe ein Experiment. extrem frischen Eindruck und einen extrem starken Eindruck gemacht. Und das hat er auch wieder gespiegelt, als ich ihn die ganze Zeit in dieser Zeit zwischen Gorafe und Gor, das ist ja so ein Wüstenloop, der circa 80 Kilometer hat, wie ich ihn da vor mir so gesehen habe, die Berge hoch und der hat richtig reingeklotzt und ich bin eigentlich über meinen Verhältnissen so ein bisschen hinter ihm hergefahren, habe ihn teilweise überholt, teilweise er mich wieder überholt Und ja, das war so ein bisschen Katz und Maus Spiel. Bis es dann letztendlich an den letzten 400 Höhenmeter Anstieg ging, aus diesem Wüstenteil raus Richtung Gor hinein. Und den Anstieg 400 Höhenmeter ist der hochgeballert. Das lag auch, glaube ich, daran, dass er eine nicht so vorteilhafte Übersetzung hatte für die steilen Berge, weshalb er einfach treten musste oder halt eben absteigt. Und da hat er halt eben hart durchgetreten, ist das Ding hochgeballert und kaum oben am Berg angekommen, war ich ganz schön platt. Er war aber anscheinend noch viel platter, weil er hat plötzlich Leistung rausgenommen, dass da gar nichts mehr ging. Ich war fast ein bisschen verwundert. Hab dann recht schnell ihn überholt, guck zwei, drei Minuten später nach hinten und da war er einfach weg. Ich glaube, ich weiß letztendlich nicht, was da passiert ist, aber ich glaube, weil er, ich weiß nicht, was er genau für ein Setup gefahren hat, aber er hatte nur zwei Flaschen und einen Trinkrucksack irgendwie da und er war in diesen Nachfüllpunkten an den Brunnen in der Wüste, da gab es zwei Nachfüllpunkte, da habe ich extrem schnell nachgefüllt, aber er, glaube ich, gar nicht. Und das heißt, was auch dann hinkommen könnte, dass er vielleicht an diesem letzten Berg echt nichts mehr hatte. Flüssigkeit oder Kohlenhydrate, ich weiß es nicht. Und dann einfach an einer Dehydrierung, dass da keine Leistung mehr rausgekommen ist. Er hat sich vielleicht den letzten Berg nochmal irgendwie hochgequält und dann ist er oben einfach geplatzt. Und dann ging es noch 10 Kilometer nach Gor rein, so ein leicht bergaufes Straßenstück. Da habe ich mich schön in die Aerobars reingelegt, habe so 220, 230 Watt die Straße hochgetreten mit einem guten Tempo auch dabei. Und in Gor dann angekommen, bin ich dann in den Supermarkt rein und das ist sehr geil, auch ein richtig cooler Teil von diesem Rennen, dass in diesen kleinen Städten die Leute voll ausrasten, weil die dieses Event mega feiern und dann kommen die dann direkt an und sagen, ja, hey, alles cool und erster Platz und hier und da und... dann bin ich in den Supermarkt rein, dann hat der Kassierer mir dann das Handy gezeigt, wo der Track drauf gewesen ist und dann sagt er, du bist in Führung, du bist der Erste und der Zweitplatzierte, der ist irgendwie 5, 6, 7 Kilometer hinter dir und ich so, boah, 5, 6, 7 Kilometer und der Max, der ist da anscheinend wirklich komplett geplatzt und hat dieses Straßenbergaufstück einfach nicht gemeistert gekriegt und da dachte ich mir schon, okay, das sieht Ziemlich gut aus für mich, weil ich war immer noch, klar, ich war hart angeschlagen, aber ich war doch noch recht frisch. Hab dann sehr, sehr gut aufgefüllt dort in Gor, dass es dann danach in die Nacht reinging, wo dann klar war, ich habe keine Versorgungspunkte mehr bis zum nächsten Morgen. Außer natürlich an den Brunnen, wo es dann nur Wasser gibt. Und ja, dann ging es dann in die Nacht und da hatte ich recht schnell nach Gor dann doch einen kleinen Hänger. Ich weiß nicht, ob man das vielleicht in der Datei auch sieht, da ging es dann recht schnell danach einen Anstieg hoch und plötzlich war meine Leistung ein bisschen weg.

Björn: Zum höchsten Punkt eigentlich hoch. Nach Gor gingst du durch dieses Gebirge und diesen Pass, wo du über 2,1 drüber fahren musst. Und das sind ungefähr 103 Kilometer mit fast 2000 Höhenmetern, bis du das nächste Mal in den richtigen Ort kommst. Du hast dafür 4 Stunden 25 gebraucht und in Anführungszeichen nur noch 204 NP und 173 im Schnitt gefahren. Was dann schon, wenn man weiß, okay, vorher 5 Stunden 30 schon 260 gefahren, 60 Watt Drop ist schon beachtlich.

Niclas: Genau, das habe ich da auch gemerkt, weil da musste ich mich auch mal kurz direkt irgendwie am ersten Anstieg oder so, habe ich mich tatsächlich auch mal, ich glaube, das war auch der einzige Moment in diesem Rennen, wo ich mich kurz mal 5 Minuten auf den Boden gesetzt habe und nichts gemacht habe. Ansonsten habe ich natürlich Standzeit drin gehabt, aber die Standzeit ist immer nur um an den Brunnen ran, nachfüllen, Kohlenhydrate anmischen und direkt weiter. Also die Standzeit, du hast immer irgendwie was zu tun, außer glaube ich in diesen 5-6 Minuten, wo ich einfach nur mal gesessen habe, da habe ich so ein bisschen die Beine durchgedehnt. Okay, jetzt musst du aufmerksam sein. Irgendwie geht die Leistung gerade weg, woran liegt es? Dann habe ich mir nochmal einen ordentlichen Schluck aus der Gelpulle rausgenommen und dann wieder aufs Rad drauf und dann waren dann auch direkt schon wieder so 10, 20, 30 Watt mehr wieder da und dann konnte ich eigentlich so ganz gut durchpedalieren mit meinem Tempo. Und dann ging es dann nach Felefik, das ist der Ort, den du da glaube ich gerade meintest.

Björn: Genau, das ist dann nach 324, 325 Kilometern ungefähr.

Niclas: Da habe ich dann wieder auf den Tracker drauf geguckt, weil da ging es ja wieder an den Brunnen dran. Habe ich nachgefüllt, nochmal Kohlenhydrate nachgemischt und habe dann da auf den Tracker drauf geschaut. Und da war dann so ein bisschen, okay, ist der Max noch dran oder ist der eventuell kaputt gegangen komplett? Hat der vielleicht Pause gemacht mit ein, zwei Stunden in Goa oder ist der noch dran? Was sieht da aus? Oder ist vielleicht auch sogar ein anderer Fahrer plötzlich nach vorne gekommen? Und da habe ich dann gesehen, der Max ist dann doch wieder frisch, der hat gar nicht so lange Pause gemacht und klebte mir ordentlich an den Fersen. Und der hat wohl irgendwie so ein zweites Leben entwickelt und obwohl ich doch recht gut unterwegs war, war der dran und holte auch sogar so ein bisschen was auf. Dann war es, glaube ich, ich würde sagen, Mitternacht bis 3 Uhr morgens ungefähr. Und da habe ich einen recht guten Turn gefahren. Also ich bin die ganze erste Nacht, beziehungsweise diese zweite Hälfte der ersten Nacht, bin ich doch recht straight durchgefahren, konnte mich immer gut von Brunnen zu Brunnen durchhangeln, habe die Pausen mega kurz gehalten, wirklich nur nachfüllen. und zack, direkt wieder aufs Rad, einmal kurz wieder ein bisschen frisch machen, dazu zählt ja auch einmal ein bisschen den Hintern Hygiene so ein bisschen machen, vielleicht nochmal ein bisschen was Sitzcreme nachschmieren und wieder weiter und da habe ich dann auch immer an den Brunnen kurz mal auf den Tracker geschaut und obwohl ich mega schnell unterwegs war und eigentlich nicht richtig Pannen hatte, außer Platten

Björn: Den konnte man auch, da bist du doch einmal auch fotografiert worden, oder?

Niclas: Ja, genau. Der Platten, der hat sich ein bisschen durchgezogen. Den hatte ich ganz am Anfang, da habe ich dann einen Dünerplug nachgesteckt. Das hat nicht ganz so lange gedauert. Dann in der Nacht ist der Dünerplug allerdings nach innen reingeflogen. Dann ist das Loch wieder aufgewiesen. Da habe ich den zweiten Dünerplug reingesteckt. So irgendwie nach 420, 430 Kilometer. Da wird man schon nervös, oder? Ja, ich war nervös, definitiv. weil irgendwann sind deine Plugs sind dann auch weg und dann fährst du noch 400 Kilometer und guckst dann irgendwie, geht das denn aus oder nicht. Zweiter Dynablug rein, der hielt dann auch wieder bis zum Mittag von dem ersten Tag, wo da auch dieses Foto dann gemacht wurde und da ist mir der dann wieder rausgeflogen und dann habe ich dann einen Maxalami, also einen dickeren Plug hinterher gesteckt, der dann auch bis zum Schluss gehalten hat.

Björn: Danke, Max Friedrich.

Niclas: Max Friedrich, auf jeden Fall. Der hat mir das Badlands gerettet. Richtig. Und der Max, der Zweitplatzierte da, der war die ganze Zeit hinten dran und

Björn: Der hatte eigentlich nie mehr, also er war immer so 6, 7, 8, 9 Kilometer irgendwie in diesem Bereich ist der wirklich dran geblieben. Und wenn ich das richtig gesehen habe, war das der Fall ungefähr, ja, bis dieser letzte Ort oder vorletzte größere Ort, wie heißt der, Lucros. Also ich habe die ganze Zeit immer so auf der Badlands-Seite verfolgt. Das müsste schon so bei Kilometer... Fast schon 800, ne 800 nicht. Wo sind wir hier? Moment. Training Peaks, bei den großen Dateien, Late Training Peaks sind wir ein bisschen länger. So bis bei Kilometer 760 ungefähr. War der schon immer noch knapp hinten dran, ne?

Niclas: Ja, glaube ich auch. Das ist auch das, was ich so ein bisschen unterwegs die ganze Zeit wahrgenommen habe. Ich habe das dann wieder gesehen eigentlich. Also ich dachte, ich bin sehr gut durch die Nacht durchgekommen. Und habe das dann auch erst in Almeria morgens gesehen, wo ich wieder sehr groß aufgefüllt habe, wo ich dann auch, dann ist wieder Tag an Bucht gewesen, ich konnte wieder in den Supermarkt rein und habe mir dann nochmal Gummibärchen, Cola, einen Donut, irgendwie nochmal irgendwie was nachgezogen und habe dann da auch nochmal auf den Tracker geschaut und habe gesehen, boah, der ist ja doch ganz schön nah dran. Und da habe ich nochmal den Willen gepackt und bin dann da in die nächsten zwei dicken Berge reingegangen und habe da auch echt Leistung reingebracht. Ich glaube, ich bin da, das war einmal der erste Berg, war irgendwie so 700, 800 Höhenmeter und danach der Berg nochmal 700, 800 Höhenmeter und die bin ich auch jeweils durchschnittlich, müsste eigentlich so mit 240, 250, 260 Watt im Durchschnitt hochgefahren sein. Ja.

Björn: Also hier ist zum Beispiel jetzt nach Almera der Abschnitt, die nächsten 45 Kilometer, also nochmal zweieinhalb Stunden bist du nochmal mit 230 NP gefahren. Also da bist du die Anstiege, wirklich die konstanten Passagen, bist du die ganze Zeit mit mindestens 240, 245 gefahren und in der Spitze dann durchaus auch mal noch hier und da eine 300 gestanden. Und was ich krass finde, dass der Puls dafür, dass du zu dem Zeitpunkt schon über 25 Stunden gefahren bist, dass der Puls immer noch bei 130, 143 so rumlag. Das heißt auf jeden Fall, die Kohlenhydratversorgung war wirklich gut, weil sonst wird der Puls halt super absacken und du würdest quasi wie in so einem Halbtoter da rumfahren. Ja. Und man sieht das auch richtig an dem Power-File, dass nach diesem Stop in Almeria der Puls auch nochmal richtig hoch ging und du die Anstiege danach auch nochmal mit mehr Leistung gefahren bist. Also das war auf jeden Fall ein sehr guter Pitstop, würde ich sagen. Aber dann kam auch wieder die Temperatur. Also das Thermometer ist wieder gestiegen. In der Nacht 22 Grad und dann wieder am zweiten Tag Spitze 36 auch wieder hoch. Mhm.

Niclas: Ja, genau. Temperatur kam wieder so ein bisschen rein und die hat mir dann auch natürlich nochmal mehr zu schaffen gemacht wie am ersten Tag, weil der Körper einfach, der ist ein bisschen platt und der hat irgendwie gar keinen Bock mehr auf den ganzen Kram. Und dann merkst du das doch alles ein bisschen was mehr. Klar, der Max, der hing mir am Hinterrad und so hatte ich da auch diese ersten beiden Berge. Am zweiten Tag bin ich auch echt stabil gefahren, aber danach... Ja, da hat es doch ein bisschen was nachgelassen. Es wurde echt härter und da habe ich auch so langsam gemerkt, ich habe nicht mehr so den Bock, so viel zu essen. Ich habe nicht mehr den Bock, so viel zu trinken und es wird alles schwergängiger.

Björn: Aber würdest du da sagen, das war so vom Kopf her, dass du einfach, also man kennt das ja, viele haben das ja schon so nach so fünf, sechs Stunden Touren, dass sie mal sagen, oh, ich habe keine Lust mehr, mir ein Gel reinzudrücken. Bei Rad am Ring meintest du so, da hattest du es so nach 18 Stunden rum, glaube ich. Hier war es jetzt dann, okay, du hattest so 28 Stunden ungefähr drin und dann hat das angefangen.

Niclas: Also man muss erstmal so davor sagen, dass die Ernährung alles in allem bei Badlands unfassbar gut funktioniert hat. Ich hatte auf diesen 36 Stunden nicht einen relevanten Hungerast. Also so, dass du echt sagst, ich fahre hier irgendwie gerade einen Berg hoch, ich merke... boah, Leistung geht weg und es liegt in diesem Moment wirklich ausschließlich an den Kohlenhydraten und ich ziehe mir 1, 2, 3 Gels und dann ist die Leistung wieder da, so dieser typische Hungerast. Den hatte ich bei Badlands nicht ein einziges Mal und das ist richtig, richtig geil und ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich das Ding suche. so gut und so straight bis zum Ende durchziehen konnte mit eigentlich kaum einem richtigen Leistungsabfall. Klar, nach hinten hin wirst du immer irgendwie langsamer, aber es war glaube ich nicht einmal dabei, dass ich irgendwie einen Berg nur noch mit 100 Watt hochfahren konnte, weil irgendwas nicht gestimmt hat im Körper. Also das war gar nicht und das hat extrem gut funktioniert. Trotzdem ist die Ernährung im Nachhinein ein Problem, weil du kannst auf Stunde 25 bis 30 kannst du keine 100 Gramm mehr die Stunde irgendwie reinkloppen, da sind das dann noch Sagen wir mal, es sind am Anfang vielleicht dann noch 70 Gramm und dann auf den letzten fünf Stunden sind es dann auch nur noch 60, 50, 40 Gramm. Vor allen Dingen, wenn du gegen Ziel gehst, dann passiert dir das auch mal ganz gerne. Ach ja, es sind ja nur noch 50 Kilometer, da brauche ich jetzt nichts mehr trinken. Oder ich brauche jetzt kein Gel mehr. Für 50 Kilometer nichts mehr trinken. Es sind ja nur noch ein paar Prozent von der ganzen Strecke. Ich brauche jetzt kein Gel mehr. Ich brauche jetzt nicht mehr an der Flasche Lippen und völlig Banane, weil du einfach noch drei Stunden unterwegs bist. Aber so geht das halt, dass du dann einfach so denkst, es geht jetzt Richtung Ziel und ich brauche jetzt nicht mehr so 100% darauf achten, was ich hier gerade mache. Und somit wirst du zum Schluss dann doch einfach irgendwie langsamer. Trotzdem, vor allen Dingen am Anfang hat das alles mega gut funktioniert. Ich habe mich hauptsächlich angeschaut. eigentlich flüssig ernährt. Die ersten 24 Stunden komplett, das hat auch mega gut funktioniert, weil ich hatte meine Ernährung, also insgesamt 2200 Gramm Carbs hatte ich komplett flüssig am Fahrrad mit dabei.

Björn: Also da muss man dazu sagen, du hattest die ja quasi vorgemischt, also du hattest dir dein Kohlenhydratpulver in so normale PET-Flaschen an den Rahmen quasi geklebt, dass du sie immer nur dann mit Wasser wieder mischen musstest. Also die waren noch nicht verflüssigt.

Niclas: Nein, nein, nein, das wäre viel zu schwer gewesen. Vom Setup her hatte ich eine Apidura Trinkblase in meiner Rahmentasche drin, die hatte 3 Liter und dazu dann eine 1 Liter normale Radflasche am Rahmen und über diese Radflasche habe ich mir die Kohlenhydrate dann immer angeschüttelt, angemixt, sage ich jetzt mal, habe dann im Nachhinein auch die meisten Kohlenhydrate hauptsächlich in dieser Flasche drin gelassen, die ich dann so schlückchenweise immer zu mir genommen habe und Und in der Apidura-Trinkblase hatte ich hauptsächlich eher meistens sogar nur Wasser oder Wasser mit so ein bisschen was Cola verdünnt oder sowas, was ich dann so ein bisschen so zum Nachspülen irgendwie hatte. Also den großen Schluck Kohlenhydrate aus der Flasche raus, wo ich dann mit ein, zwei Schlücken schon 20, 30, 40 Kohlenhydrate drin hatte und dann nochmal ordentlich mit Wasser aus der Apidura so nachgespült, dass ich diesen Zuckergeschmack, 38 Stunden im Rennen auf der Zunge liegen habe. Das ist ja auch ein Grund, warum du einfach keinen Bock mehr hast, irgendwas zu trinken, weil es einfach nur noch süß schmeckt. Also lieber einmal einen richtig krass süßen Schluck nehmen und dann nochmal Wasser nachspülen. Das hat von der Taktik her auch sehr gut funktioniert, muss ich sagen.

Björn: Okay. So, die letzten 5 Stunden waren wir dann nur noch bei einer Leistung von 194 Watt. Ähm, wann so, also ich muss tatsächlich sagen, ich hab's ja die ganze Zeit verfolgt und ich war so Erst wirklich, als du fast, ich glaube bei Kilometer 800, da habe ich mir dann erst so gedacht, ja okay, jetzt hat das. Aber weil in Lucros zum Beispiel, da hatte der Max immer noch in Anführungszeichen nur, ich glaube 10 Kilometer Rückstand oder so.

Niclas: Wie ist das denn gewesen?

Björn: Lucros müsste, Lucros war glaube ich, bevor es das letzte Mal einen Anstieg so richtig hoch ging. Bevor es den letzten langen Anstieg hoch ging.

Niclas: Ah, der letzte oder der vorletzte? Weil der vor... Doch, ich hab's hier.

Björn: Der letzte lange auf jeden Fall.

Niclas: Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Mhm.

Björn: So, und da hatte der immer noch, in Anführungszeichen, nur 10 Kilometer und das hat ja immer so ein bisschen versetzt geladen und ich dachte mir so, ah scheiße, wenn der ein Raddefekt hat, also wenn du da pluggen musstest, so 10 Kilometer sind halt auch mal, blöd gesagt, wenn du so richtig einen Platten hast, den du nicht mehr nur mit einem Plug flickst, dann sind so 10 Kilometer auch echt schnell mal weg, ne?

Niclas: Ganz zum Schluss waren es eigentlich zwei sehr relevante Berge, die da noch dazu kamen. Das war einmal der vorletzte Berg, der hatte glaube ich so knapp 400 Höhenmeter. Der fiel mir schon sehr schwer, aber den konnte ich einigermaßen gut hochfahren. Dann die Abfahrt dahinter war auch mega hart, weil dir tut halt doch echt jetzt so langsam mal alles weh. Der Nacken, die Handgelenke und du hast echt keinen Bock mehr Fahrrad zu fahren. Und dein Körper hat das auch nicht mehr und das signalisiert dir auch in vollem Umfang. Und da musst du echt irgendwie durchbeißen.

Björn: Das war dann so nach 37 Stunden, ne?

Niclas: Ja, genau. Was halt echt hart ist, sind diese immerwährenden Schläge in diesen harten, ruppigen Abfahrten auf diesem harten, ruppigen Gravelbike. Es geht einfach echt alles durch den Körper durch und da macht Bergabfahren halt auch einfach echt keinen Spaß mehr. und bergauf fahren macht irgendwie auch keinen Spaß mehr und ja was macht denn da eigentlich noch Spaß da eigentlich gar nichts mehr und du willst einfach nur noch ankommen und da ziehst du durch und ja das war der vorletzte Anstieg dann ging es halt in die Abfahrt zum Schluss sogar noch ein bisschen was Straße das habe ich echt fast sogar genossen und dann der allerletzte Anstieg den habe ich mir Gott sei Dank schon in der Woche davor ein bisschen angeguckt Aber da wusste ich eigentlich, das ist jetzt nur noch ein Rennen hier gegen mich selber, der kann nicht mehr kommen. Weil es waren doch zwischendurch mal so ein paar Stücke, wo ich weit nach hinten gucken konnte. Da hätte ich ein Licht gesehen und ich habe nichts gesehen. Und ja, dann bin ich kontrolliert, aber recht schnell den letzten Anstieg hoch.

Björn: Ich wollte gerade sagen, da bist du nochmal nach fast... Doch, du hattest dann 37,58 auf der Uhr und da bist du nochmal 20 Minuten 226 Watt gefahren. Das ist echt krass.

Niclas: Ja, das müsste der letzte Berg da gewesen sein.

Björn: Ja, das war der letzte.

Niclas: Ja, da war mir auch irgendwie alles egal, da habe ich einfach nur noch reingehalten, weil im Ziel kannst du ja dann umkippen, dann ist dann auch egal. Irgendwie die letzten Downhill noch da irgendwie runter, der war auch mega anspruchsvoll, das hatte ich Glück gehabt, weil wir den uns vorher angeschaut haben. Ich wusste, dass der sehr, sehr anspruchsvoll ist und ich wusste auch, dass wenn ich da ganz zum Schluss komplett im Delirium noch runterfahren muss, dass da hundertprozentig Konzentration da sein muss. Und das war auch so, dass wir in München mega vorsichtig gefahren und da war eigentlich nur noch auf Ankommen. Und dann unten am Anstieg war auch klar, gut, jetzt rollst du dir noch so ein bisschen da die Straße entlang, dann richtest du nochmal irgendwie das Trikot und dann geht's ab.

Björn: Dann hast du's gewonnen. Ja, genau. Wie war's, also ich vermute mal, Frau Family hat gewartet?

Niclas: Mhm, genau.

Björn: Wie war das so, Ankommen?

Niclas: War verrückt. Ich kannte es ja so ein bisschen von den Videos, auch von dem Rennen. Deswegen wusste ich ungefähr, was mich erwartet. Aber wenn du dann ankommst und da Kamera steht und die Leute dann da irgendwelche Fragen von dir beantwortet haben wollen, ist schon crazy. Du bist halt trotzdem auch komplett im Eimer. Ja. Und dann kommt da einer, der dir dann fragt, ja, wie fandest du denn die Landschaft und so? Und dann, ja, ich habe da gar nicht so viel von mitgekriegt. Ja, war geil. Ja, ist... Ist geil gewesen, das Feeling im Ziel war auch geil, aber ich kann fast gar nicht sagen, dass ich es richtig realisiert habe. Irgendwie fand ich es schon ein bisschen schade, weil das ist so krass, wenn du da ankommst, weil du hast so ein mega krankes Event gewonnen und Aber 100%ig realisiert habe ich es nicht in dem Moment. Da gibst du mal ein Küsschen von der Freundin und dann war es das. Dann gehst du ins Bett und hast keinen Bock mehr.

Björn: Ja, verständlich. Also so von den Daten waren es halt dann 38 Stunden 15 mit 23.249 Kilojoule Leistung. Das ist halt auch ein richtiges Brett. Also da hast du wirklich an Energie richtig viel durchgeschleust. Average Temperatur 25 Grad. Höchsttemperatur 39, am zweiten Tag nochmal 36, das ist halt auch schon sauhart. Also ich glaube, wenn du da ohne Hitzetraining, ohne dass du gut mit Hitze klarkommst, reingehst, wird das echt sehr, sehr unangenehm, das Ganze. Aber insgesamt eigentlich bis auf die Platten, würde ich sagen, perfekt gelaufen.

Niclas: Ja, absolut. Also es gibt auch da fast nichts, wo ich sagen würde, okay, das hättest du besser machen können. Vielleicht so ein paar kleine Sachen irgendwie am Setup, aber ja, nee, eigentlich nicht. Das ist ein komplett krasser Run gewesen.

Björn: Ja.

Niclas: Absolut.

Björn: Vom Setup her, was bist du gefahren?

Niclas: Vom Rad her das Rose Backroad FF mit 45mm Reifen. Dann Bike Ahead Carbon Laufräder dazu. Aerobars obendrauf. Ein Carbon Sattel von Bike Ahead. Fast schon ein bisschen komisch auf so einer langen Distanz, aber irgendwie komme ich mit dem Ding super gut klar. Ich glaube, das ist das Wichtigste. Ja, genau. Mountainbike SPD Pedale. Da muss man auch zwischendurch mal ein, zwei Kilometer am Strand entlang durch den Sand stapfen. In Almeria hatte ich die Schuhe komplett voll Sand, da musste ich einmal ausziehen. Bin dann in Almeria in diesem kleinen Supermarkt dreckig und stinkend, wie ich war, habe ich dann die Schuhe einfach ausgezogen und bin mit Barfuß da rein. Also, dass der Kassierer mich überhaupt bedient hat, ist komplett verrückt. Aber ja, genau. Was hatte ich dann sonst noch? Ich hatte keinen Trinkrucksack auf dem Rücken. Ich habe alles, was ich hatte, irgendwie in diese Rahmentasche von Zeitgleit reingepackt. Eine Windjacke, eine Windweste dabei, Armlinge dabei, ein paar Handschuhe und dann natürlich das Entscheidendste waren die Maltodextrin-Flaschen bzw. die Carb-Flaschen, die ich dann so mit Maltodexin und Fructose und ein paar Elektrolyten mir selber angemischt habe und dann ans Fahrrad dran geklebt habe. wo ich dann im Rennen immer zwischendurch mir dann jeweils eine Flasche abgenommen habe und dann angemixt habe. Dazu dann noch in den Trikotaschen, jeder Trikotasche in der PET-Sippbeutel nochmal 300 Gramm Carbs und zusätzlich bin ich dann auch mit in den Flaschen bzw. Flasche und Blase nochmal mit fast 600 Gramm losgefahren. Das habe ich auch mal so ein bisschen nachgerechnet. Der Plan ist nämlich eigentlich gewesen, dass ich bis Goa, also so ungefähr bis Stunde 10 auf 120 Gramm die Stunde komme. Genau. Das hatten wir ja auch vorher trainiert. Wir hatten ja auch sogar mal in den Tempoeinheiten auf 150 Gramm die Stunde. Genau. Hatten wir trainiert und das habe ich ganz gut verpackt. Das habe ich aber auch... Nur verpackt, weil ich mir dieses Pulver da so ein bisschen selber angemischt habe und genau wusste, was ich da zu mir nehme und was nicht. Und deswegen habe ich auch so viel Pulver mitgenommen, weil ich wusste, das funktioniert. Das funktioniert auch nur flüssig. Wenn ich mir da jetzt irgendwie ganz am Anfang an einem Supermarkt irgendwie ein Baguette oder mit Schinken oder sonst irgendwas hole, das hätte gar nicht gegangen bei mir. Das wäre einfach so vorne wieder rausgekommen. Deswegen nur Carbs ziemlich stumpf mit Flüssigkeit rein und einfach nur Kohlenhydratversorgung. Also kulinarisch ist da gar nichts gewesen.

Björn: Aber im Endeffekt muss man dann halt auch wiederum sagen, auf eine Dauer von 38 Stunden braucht es den Rest halt eigentlich auch schon nicht. Wenn man es wirklich auf den Zeitraum behält, also ich glaube, alles, was dann wiederum länger wird, muss man sich dann auch schon mit in Anführungszeichen normalerem Essen verpflegen. Aber ich glaube, so hatten wir das schon gesagt, okay, das ist halt gerade so noch die Grenze dazu, wo man sagt, okay, das geht rein flüssig einfach nur mit Kohlenhydraten. Genau.

Niclas: Ich habe ein bisschen was Eiweiß, da hatten wir auch drüber gequatscht.

Björn: Du hattest noch ein paar ERAs drin.

Niclas: Ich hatte ERAs noch von Anfang an immer recht gut mit reingemischt und ein paar Proteinriegel habe ich mir zwischendurch mal da in den Supermärkten, gibt es ja an jeder Tankstelle oben im Regal neben dem Snickers, gibt es ja teilweise auch Proteinriegel. Ob die jetzt so einen krassen Nährwert haben, weiß ich nicht, aber besser als ein Snickers ist es wahrscheinlich schon. Genau, da habe ich ein bisschen drauf geachtet, dass ich, wenn ich mir was zukaufe, dass da irgendwo so ein paar Proteine mit drin sind. Aber ansonsten ist es Carbs, Flüssigkeit und halt eben Salze. Salze finde ich auch mega wichtig bei dem Rennen. Da musst du echt sehr, sehr viel zu dir nehmen, darfst aber auch nicht zu viel zu dir nehmen. Das ist halt immer so der Sweet Spot, ne? Genau, ich hatte am ersten Tag das ganze Trikot, die ganze Hose komplett voller Salz. Ich konnte mir an den Armen das Salz runter rubbeln, weil es ist mega viel gewesen. Ich glaube auch so viel habe ich niemals da wieder nachgefüllt, obwohl ich mit Krämpfen eigentlich fast keine Probleme gehabt habe. Ja, ich hatte da so am Anfang mit einem Gramm Natrium ungefähr auf die Stufe so gerechnet. Hab das auch teilweise über normales Haushaltssalz gemacht, was ich mir in das Pulver reingemischt habe. Teilweise auch über, in Anführungsstrichen, hochwertige Salztabletten von irgendwelchen Herstellern. Aber da eigentlich mit Haushaltssalz, relativ einfach. Und das hat okay funktioniert.

Björn: Also kann man auf jeden Fall so sagen, wenn man 38 Stunden durch die Wüste gut durchgefahren ist. Perfekt. Was würdest du jetzt so im Nachhinein sagen, bei dem Rennen, was war das Schwerste für dich?

Niclas: Oder auch so vom Kopf her? Ja, der Kopf im Nachhinein. Aber ich glaube, die Leistung, die konnte ich echt zum Schluss immer noch gut abrufen. Was hart gewesen ist, ist der Rücken. Der hat echt wehgetan. Jedes Mal, also wenn ich auf dem Fahrrad geblieben bin, dann ging es sogar fast eigentlich. Was aber immer das Problem ist, weil du musst hier und da auch öfters mal absteigen. Und dann steigst du ab und dieses Rücken gerade machen, eine andere Position, also eine stehende Position irgendwie einnehmen, ist mega weh. Irgendwie in den Schultern, Nacken, Rücken. Und das ist, also der ganze Körper, das ist das Härteste gewesen. Ich habe mir, um meine Kohlenhydrate anzumischen, habe ich mir zum Schluss, ich konnte echt an dem Fahrrad, neben dem Fahrrad konnte ich nicht mehr gerade stehen. Scheiße. In den Pausen habe ich mich dann hingekniet vor dem Rad und habe mir dann kniend vor dem Rad die Kohlenhydrate dann da angemischt und die in die Trinkblase reingesteckt, damit ich den Rücken halt irgendwie so ein bisschen gerade halten kann. Es ist schon absolut verrückt. Oder wenn mir irgendwie was hingefallen ist auf dem Boden, das aufheben wäre, das hat nicht so gut funktioniert.

Björn: Ja. Wenn man sich das jetzt so anhört, denkt man sich halt wirklich so, okay, warum macht man diese Scheiße?

Niclas: Krass grenzwertig, aber ich vergleiche es irgendwie immer so, wenn du eine geile Ausfahrt mit den Kollegen planst und die geht dann irgendwie 120 Kilometer und ist dann lang gewesen und du bist irgendwie so ein bisschen kaputt und kommst nach Hause und hast du aber geil durchgezogen, dann ist das cool. Das sind jetzt 120 Kilometer. Fährst du 200 Kilometer, dann ist das nochmal so ein geileres Gefühl, weil es ist nochmal irgendwie länger gewesen und krasser gewesen. Und das potenziert sich dann bei mir zumindest bis auf diese 800 Kilometer. Also umso länger das wird, umso krasser das ist und umso mehr du deinen Körper da bis ans Limit bringst, umso größer ist natürlich auch die Freude. Wenn du es geschafft hast und dem Ziel ankommst und das, was du dir da überlegt hast oder den Plan, den du dir gemacht hast, dass der dann funktioniert. Und dieses Gefühl, das ist eigentlich das, worum du es dann machst. Also dieses Schafft haben zum Schluss. Das ist das Geile.

Björn: Das heißt, du würdest jetzt im Nachhinein sagen, war geil und du bist happy. Ja.

Niclas: Also happy bin ich auf jeden Fall. Ich würde auch im Nachgang sagen, dass es geil war, aber ich bin auch so weit Realist, dass ich ganz genau weiß, Mehr als 50% im Rennen war eigentlich nicht geil. Da muss man realistisch bleiben. So geil ist das nicht, voll am Limit, an Tag 2 da über irgendwelche Berge dich hochzuquellen und dir tut alles weh. Das ist nicht geil. Irgendwie sich selber ans Limit pushen und dann ankommen, das ist geil. Dass sie es geschafft haben, das ist geil.

Björn: Ich glaube im Endeffekt dieses Gefühl, okay, ich war jetzt über 38 Stunden stärker als die Stimme in meinem Kopf. Ich konnte durchziehen und im Endeffekt warst du auch stärker wie jeder andere, der an den Start geht. Aber klar, das ist dann halt die Herausforderung, warum man das macht. Genau, ja. Okay, sehr cool. Was steht bei dir als nächstes an?

Niclas: Ja, erstmal leider kein Fahrradfahren. Ja, da haben wir ja auch schon so ein bisschen drüber gesprochen. Genau. Nach Badlands sind da so ein paar andere Projekte auch privat, wo ich mich so ein bisschen drum kümmern muss. Ja, ja. Ich bin natürlich jetzt trotzdem irgendwie mega gehypt und habe Bock auch direkt irgendwie was Neues, Großes zu machen und klar, ich habe jetzt ja schon im Kalender geguckt, was gibt es da für geile Rennen, was ist so als nächstes, was kann man irgendwie krasses machen, weil man will ja irgendwie direkt weitermachen. Muss ich mal gucken. Ich weiß es im Moment gar nicht, ich weiß aber, dass was kommen wird und dass es auch geil sein wird, aber ich muss auch gucken, ich Geh normal arbeiten, irgendwie. Ich muss John Bruno, die Frau, ich muss halt alles irgendwie um den einen Hut kriegen. Und ja, ich bin halt kein Radsportprofi. Irgendwie bist du ja trotzdem nur ein normaler Feuerwehrmann. Und da verdienst du deine Kohle und das muss halt stimmen dann alles.

Björn: Absolut. Geil, cool. Dann vielen Dank, Rick. Auf jeden Fall, glaube ich, für die meisten sehr spannend zu hören, wie man das so umsetzt und wie das so läuft. Genau, dann auf jeden Fall nochmal Glückwunsch zum Sieg.

Niclas: Ganz lieben Dank. Auch nochmal so ganz lieben Dank an dich, weil du bist ja wirklich nicht unbeteiligt gewesen. Ich bin ja so ein bisschen als Wrack oder als Fragezeichen zu dir angekommen und hab meinen Kadaver da hingeschmissen und hab gesagt, Niklas, mach mal was draus. Und das hat schon gut funktioniert.

Björn: Ja, also das Training hat seinen Teil dazu beigetragen, aber grundsätzlich, du warst ja schon fit und Der Kopf hat das, glaube ich, am allermeisten bestimmt. Da war das Training natürlich Teil des Ganzen, um dann auch selbstbewusst an den Start zu gehen. ich kenne ganz wenig Sportler, die das mit der Leistungsfähigkeit so durchziehen können. Einfach, weil man das halt vom Kopf her können muss. Cool.

Niclas: Ja, hat mich gefreut.

Björn: Vielen Dank und vielen Dank fürs Zuhören.

Niclas: Ja, dann bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.

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