Geschichten aus der Sierra Nevada
Transkript
Episode 65 — Transkript (DE)
Niclas [00:00:00] Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niclas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen nach langer Zeit zu einer neuen Folge A Faster You Podcast. Heute wieder mit Peter und natürlich auch mit Björn. Wir waren gerade schon am diskutieren, wer wie viele MacBooks besitzt. Ich glaube, Peter und ich besitzen jeweils eins und Björn hat uns gerade eröffnet. Er weiß gar nicht so richtig, wie viele er besitzt.
Björn [00:00:36] Ich habe vier oder fünf gesagt und zwei IMAX.
Niclas [00:00:40] Aber sind die jetzt alle dir?
Björn [00:00:43] Oder sind die... Nein, nein, nein. Alles sind noch ältere von mir. Die sammeln sich halt so an. Ähm... Und ich würde mal sagen, zwei der MacBooks sind echt fresh und neu. Ähm... Ja, ich habe das eine, da war das Touchpad halt mal irgendwie durch und dann musste das irgendwie repariert werden und dann brauchte ich zwischenzeitlich ein neues und dann habe ich ein neues gekauft. Und das funktioniert jetzt aber wieder. Ich habe hier mal ein Backup. Ich reiße auch gerne mit zwei MacBooks durch die Gegend. Weil es mal der Akku leer ist.
Niclas [00:01:22] Genau. Kennt ihr diesen Lady-Kracher-Clip? Es gibt so eine... Ich weiß gar nicht, ob das Lady-Kracher war oder sowas. Auf jeden Fall so eine Comedy-Show und sie hat quasi den Kindle in der Hand und liest den Kindle und sagt, oh, das war aber ein tolles Buch und holt den Kindle und stellt ihn in den Schrank und dann sieht man den Schrank, wo ganz viele Kindles stehen. Weil sie quasi... Ja, ein Kindle, ein Buch.
Björn [00:01:53] Ich bin halt so, ich bin halt nicht so technikaffin und so. Deshalb kaufe ich immer gleich neu. Ich habe auch so einen alten iMac. Ich liebe den. Den schraube ich auch ab und zu mal auf. Nein, die funktionieren auch noch, aber das sind halt alte. Die alten Laptops, die wandern dann halt entweder an Paula oder dann halt, keine Ahnung, kriegt meine Mutter die... Also ich weiß den alten iMac und ein altes MacBook, die habe ich halt aufgeschraubt, CD-Laufwerk drauf, Flash reingeschraubt und dann noch ein bisschen abgedatet und dann kannst du ja noch echt... für einige Aufgaben richtig, richtig geil benutzen, ja. Kannst halt autonom laufen lassen, brauchst ja kein Internet für und dann machen die halt Rechenaufgaben fertig. Also.
Niclas [00:02:43] Okay, so. Kann mir halt niemand irgendwelche Daten klauen. 2 plus 2.
Björn [00:02:48] Kannst halt schon richtig krass deinen Agenten drauflaufen lassen. Brauchst keinen Fensterrechner für. Ja genau, dann stehen die immer rum und ich glaube auch irgendwann sind die viel wert. Ich habe hier auch noch, beziehungsweise meine Frau hat hier noch ein Mac, ich weiß nicht, ein Mac 1, ne 2 oder so, also ein so kleiner Kasten, kleiner grauer Kasten.
Niclas [00:03:12] Oh, der ist schön, ne?
Björn [00:03:14] Nee, der ist nicht schön.
Niclas [00:03:16] Also dann ist das noch der davor. Also es ist noch nicht dieser abgerundete Bildschirm quasi.
Björn [00:03:23] Nein, nein, nein. Also noch nicht so der klassische iMac. Die bunten und so weiter, die sind ja so um die 2000er dann gekommen. Oder der auf diesem geilen Gestell mit dem Chrom und so. Der ist noch so richtig alter.
Niclas [00:03:40] Und... Das war vor meiner Zeit.
Björn [00:03:42] Läuft auch noch.
Niclas [00:03:44] Der läuft noch.
Björn [00:03:45] Na klar. Das läuft alles.
Niclas [00:03:47] Ja, aber der braucht eine halbe Stunde, bis er hochgefahren ist.
Björn [00:03:52] Nein. Wenn ich meinen iMac... Von 2009. Das hört sich jetzt total irre an. Auf den kann ich komplett durcharbeiten. Ohne Probleme. Ich habe den halt aufgeschraubt. Dann ziehst du mit so Saugnäpfen das Glas ab und so weiter. Dann schraubst du halt ein bisschen rum. Und dann baust du dir die Kiste halt wieder so zurecht, dass sie zumindest arbeitsfähig ist. Krass. Das sind ja keine krassen Grafikprozesse, die da gemacht werden. Ja. Zumindest auf dem. Und dann hast du halt noch echt ein vollwertiges Gerät, das du nutzen kannst.
Peter [00:04:29] Mein altes MacBook ist auch, glaube ich, neun Jahre alt und war jetzt einfach von der Geschwindigkeit her so ein bisschen... Aber im Endeffekt benutzt man den ja auch für eine Browsertätigkeit und dann halt noch für Recherche und Co. Das ist ja keine Riesenaufgabe für so einen Laptop. Nein.
Björn [00:04:49] Und jetzt überlege ich mal, mit welchem Windows-Rechner kannst du das machen? Ja, ich arbeite hier mit einem rechten, also jetzt natürlich nicht, auf dem jetzt hier, der ist fünf Jahre alt, den iMac, den ich hier habe. Ey, das merkst du halt, das läuft halt top. Muss mir gar keinen Stress machen. Das ist jetzt nicht, dass ich irgendwie die mega fette Kiste gekauft habe. Das ist so ein klassischer M1 und keine Ahnung, wie viel er mehr heißt. Und einen fünf Jahre alten PC hast du halt Probleme mit. Das stimmt wohl.
Niclas [00:05:27] Das kann mal passieren. Ja. Gut. Genau. So, worüber reden wir? Du wolltest ja schon seit mehreren Folgen Höhentraining sprechen. Und das Gute ist ja, ich komme ja jetzt gerade aus der Höhe. Und du ja auch. Dito, genau.
Peter [00:05:43] Ich ja auch. Und ich habe Höhentraining geplant. Deswegen bin ich auf eure Insights gespannt.
Niclas [00:05:49] Also ich war ja in der Sierra Nevada. Wie hoch ist Sierra Nevada? Also ihr seid immer in diesem Olympiastützpunkt, was es da oben gibt. Ja, daneben.
Björn [00:06:00] Er ist in diesem Center. Aber ich sage mal, das ist ja nicht... Also alle sind so ungefähr auf dieser Höhe. Wir waren am zweithöchsten. Bora war am höchsten. Und ich habe aber auf Wismar und Co. geschaut. Das Irre ist da auf einem Umkreis von... 800-900 Metern. Es sind halt 15 World Tour Teams. die sich halt so in Terrassen verteilen. Du guckst raus, du steigst in ein Flugzeug ein und dann sitzen da halt erstmal gleich drei WorldTour-Profis mit dir und dann alles klar, wo geht's hin. Also ihr seid da untereinander. Wir sind da alle untereinander und das Schöne ist, ähnlich wie in Girona beim letzten Mal, man trifft halt Menschen, die man sonst so nie so trifft, so Freunde und Bekannte. Und dann sitzt man halt zusammen im Café und mit anderen Coaches, die da sind, Und er hat eine gute Zeit.
Niclas [00:06:59] Die wichtige Frage, wie ist der Kaffee?
Björn [00:07:02] Also falsch, ich trinke nur Decaf. Wir hatten eine Kaffeemaschine, so ein Mockermaster, Filter und dann noch eine vernünftige Mühle. Und dann hatten wir, der Thorstein Tränen hatte aus Barcelona, der hatte irgendwie Connection, also verschiedene Kaffeesorten von irgendwie Brew Company, ich weiß nicht mehr, wie die heißen, muss ich mal nachschauen. Zumindest hat er auch einen hervorragenden Decaf-Koffee mitgenommen. Und den habe ich mir dann immer nachmittags einverleitet. Und der habe ich dann gleich nochmal zwei Packungen geschenkt gekriegt. Mega Kaffee, schmeckt richtig, richtig gut. Also ich kann nur sagen, wie der Kaffee ist, den wir im Haus hatten, im Apartment. Aber das war total, also da steht halt keine, das ist ja nicht so wie andere Teams, die zu zweit ihre Espresso-Maschine, ja ernster, wirklich, ohne Scherz.
Niclas [00:07:54] Naja, also es soll Leute geben, die nach Girona ihre Espressomaschine mitnehmen.
Björn [00:07:59] Ja, aber ich spreche jetzt so von einer richtigen Gastromaschine. Da sind die Mechaniker halt angehalten worden, die dann mal ins Apartment reinzutragen. Oh scheiße, der braucht ja so einen richtigen Wasseranschluss. Ja, genau. Auch das gibt es. Wir haben uns halt mit einem Mokka-Master begnügt. Funktioniert auch super. Und dann haben wir halt Filterkaffee getrunken. Das haben wir in Livigno auch.
Peter [00:08:24] Schmeckt der DKF-Kaffee deinem Sohn auch?
Björn [00:08:27] Ja. Mein Sohn. Habe ich dir das erzählt? Du warst ja live dabei. Mein Sohn wollte, er hat jetzt die Anwandlung, erwachsen zu werden, was auch absolut richtig ist. Wie alt ist er? 14. Okay. Und meinte, er müsste jetzt mal Kaffee probieren. Habe ich gesagt, ja, also das ist Decaf-Kaffee, kannst du ruhig probieren. Und dann trinkt er und sagt, boah, schmeckt das total scheiße. Sehr gut. Gleich mal. Ja, aber ich muss sagen, das ist schon cool. Ich habe heute, als ich mit dem Auto dann zur Schule, ich musste meine Kinder zur Schule fahren, weil es total geregnet hat und der eine muss das Cello mitnehmen und das Ding willst du halt nicht im Regen durch die Gegend kutschieren auf dem Fahrrad. Anyway, ähm, Ich bin total begeistert von meinen Kindern. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht, ne?
Niclas [00:09:24] Aber nein. Es wäre jetzt fragwürdig, wenn du hier im Podcast was anderes sagen würdest.
Björn [00:09:30] Nee, ich sag dir ganz ehrlich, ich hab heute, gestern Abend hab ich mit meiner Frau nicht diskutiert. Wir sind von einem Tandem durch die Gegend gefahren, haben uns im Biergarten mit Freunden getroffen, die haben Geburtstag gefeiert. Und dann fahren wir zurück und Dann haben wir so ein bisschen, wie man so als Eltern so ist, redet man so, ihr könnt ja gar nicht mitreden. Ne, also was die beiden so machen, das ist schon cool und ich muss sagen, da sind die auch einen Schritt weiter, also deutlich weiter und ich nehme sie auch als Inspirationsquelle. Also das habe ich denen heute Morgen im Auto gesagt und zwar folgendes, die beiden Also die sind eher schüchtern und ruhig und zurückhaltend, bin ich ja auch. Und meine Frau halt noch viel mehr. Aber die beiden rocken das halt total. Also die sind halt, der Kleine, der spielt jeden Freitag in der Schule, er sucht sich irgendein Musikstück aus, auf das er Bock hat, keine Ahnung, Taylor Swift oder Nine Inch Nails, ey, wirklich so durch die Bank weg, alles mögliche, lernt das auf dem Klavier schnell und spielt es dann freitags vor in der Musikstunde. Und der singt halt total. Und der geht halt echt ab und der hat es drauf. Und dann denkst du, krass, also der, wieso? Macht er einfach. Hat er Bock drauf. Und der Große... Sorry, Kafka war nicht berühmt als er zu Lebzeiten. Im Gegenteil, der wollte ja eigentlich, dass sein ganzer Krempel nicht gesehen wird und verbrannt wird. Und nur sein Buddy hat gesagt, nee, das muss jetzt mal veröffentlicht werden. Kafka war unbekannt. Ja, oder mehr oder weniger. Ja. Ja, aber damit meine ich nicht... Der Große, ganz kurz, der Große, noch viel schüchterner, spielt jetzt einfach mal die Hauptrolle im Theater, an der Schule. Und du denkst so, okay, wieso? Will er halt. Hat er auch mega gemacht. Leben Miserabel, später den Jean Valjean. Und dann ganz nebenbei sagt er noch, ich will noch die Musik... komponieren für das Stück. Und dann komponiert er einfach noch die Musik für das Stück am Klavier, setzt sich dann in den Szenen, wo er nicht spielt, spielt halt so noch Klavier da drin. Und ich so, what the fuck? Was hätte ich denn mit 14 gemacht? Ja, also, da eine Anekdote. Ich mein so...
Niclas [00:12:08] Peter, mit deinen Anekdoten zu deiner Kindheit müssen wir aufpassen, das hatten wir letztes Mal schon.
Peter [00:12:14] Aber die passt ganz gut dazu, weil wir hatten auch mal eine Art Schulvorführung und da haben halt auch alle Kinder irgendwelche Instrumente gespielt, also jeder durfte was anderes machen und ich hatte so ein Xylophon. und habe dieses Xylophon aber nicht so richtig im Griff gehabt bzw. habe so in ernster Lage dieser Generalprobe nicht erkannt und habe dann das Xylophon weggenommen bekommen und habe dann als einzigster von dieser ganzen Klasse mit so Klangstäben Also alle haben irgendein Instrument gespielt und ich habe so Klangstäbe gespielt und dann hat, kann ich mich erinnern, hat glaube ich meine Mutter gesagt gehabt, dass ich da jetzt nicht traurig sein muss, sondern ich würde den Takt für alle vorgeben. Also so rum geht es auch.
Niclas [00:13:05] Ich muss aber auch sagen, ich fand Musikunterricht in der Schule auch wirklich schlimm. Ich habe selbst Gitarre gespielt Aber Musikunterricht, das hat ja wirklich gar keinen Bock gemacht.
Björn [00:13:16] Es war ja so schlimm. Die haben, glaube ich, guten Musikunterricht. Das Interessante ist, ich bin ja null Musiker. Also doch, ich liebe Musik. Ich höre natürlich viel Musik. Aber ich bin halt absolut unbegabt. Beziehungsweise ich habe es noch nie versucht. Und die sind halt total krass. Die hören halt ein Stück und spielen es auf Cello oder Klavier. Okay, wie geht das jetzt? Das kriegen wir jetzt nicht auf die Reihe. Aber das kann man gar nicht machen. Ja. Die Intelligenz kommt von meiner Frau. Von daher, alles gut.
Niclas [00:13:53] Ja, nur von deiner Frau. Die ist bei euch definitiv nur einseitig verteilt. Ja. Okay.
Björn [00:13:59] Björn, was gibt's denn? Long story short, meine Vorbilder, oder zumindest was das angeht, einfach mal die Hosen runterlassen und sagen, okay, ich mach's halt einfach mal. Ich zieh mal durch. Und dann kann man sich mal eine Scheibe von abschneiden.
Peter [00:14:16] Aber das haben ja eigentlich sehr, sehr viele Kinder. Deswegen komme ich auch eigentlich mit Kindern immer sehr gut zurecht, weil die haben ja sehr wenig von diesem Rollenverständnis oder diesem Anerzogenen, wie muss ich mich in welcher Rolle verhalten, sondern die sind ja von der Grundsache her dann sehr zielorientiert. Und das ist eigentlich was, wo man sich, glaube ich, eine große Scheibe von abschneiden kann. Und wenn man so lebt, Oder dass das ein bisschen zum Vorbild nimmt, glaube ich, dass viele Sachen im Leben nicht so kompliziert sind, wie wir sie als Erwachsene machen.
Björn [00:14:55] Ja, die sind einfach so ein bisschen... Ja, wir zerdenken es zu sehr. Ja, nee, das ist glaube ich auch ein großer Anteil an Scham, die man hat, wenn man eben so fehltritt und so weiter. Die sind halt so ein bisschen desensibilisiert, was das angeht. Okay, ich kann mich halt präsentieren als Kind oder dann auch schon als Jugendlicher und du hast da absolut recht, Peter. Ich glaube, so kleine Kinder, die denken da halt gar nicht drüber nach, aber nach und nach wird man dann so ins Leben reingestutzt oder hat das Gefühl, man wird reingestutzt, je nachdem, wie der Druck jetzt ist. Und dann hört man vielleicht auch irgendwann damit auf. Und die beiden sind halt geil. Ich habe denen das heute Morgen gesagt, ich feiere das echt ab. Ich finde, was ihr hier macht, ist echt geil. Sehr gut, habe ich gesagt. Wie haben sie reagiert? In unserem Haushalt. Das ist auch ganz spannend. Man hat schon gemerkt, dass die das irgendwie jetzt toll finden, aber das war jetzt so, die waren so ein bisschen überrascht. Vielleicht sehen die mich natürlich auch ein bisschen anders mit den Sachen, die ich mache und die halten mich jetzt nicht für einen Superstar. Überhaupt nicht, gar nicht. Aber ich glaube, die haben so manchmal so das Gefühl, der Papa hat alles eh im Griff und macht Rock das eh alles ab. Ist ja gar nicht so. Ich unterhalte ja schon an, Dativ-Unternehmen online meine Sachen hochzuladen.
Niclas [00:16:35] Dativ ist aber auch, also bis ich immer in mein Dativ-Konto reingekommen bin, da denke ich immer, sag mal, bin ich der größte Idiot, der hier rumläuft?
Björn [00:16:46] Und ich muss jetzt, ich arbeite ja so aus dem Programmieren, ich glaube, ich bin jetzt nicht so der Vollpfosten, aber ich muss sagen, so Zugänge, und das ist jetzt nicht so wirklich native, also da so... What the fuck? Und dann, wenn mir jemand sagt, ich brauche jetzt irgendwie extern Hilfe, damit ich das alles einrichte, da denke ich schon, what? Was? Und dann mache ich das, klick, klacki und so weiter und das geht dann noch irgendwie, aber dann irgendwie so Fehlermeldung, keine Ahnung wieso, anderer Browser, also wirklich so... Also es ist wirklich schlecht, oder? Es ist nicht so, als ob eine deutsche Behörde, sorry to say, das gebaut hat. Ja. Die User Experience ist gleich so scheiße. Und es ist wie alles mit Steuern. Man zahlt Geld dafür, dass man Arbeit da reinsteckt. Das ist so dieser Sack. Darüber lache ich dann auch immer wieder. Und ja, das ist... Ich glaube, man könnte das deutlich besser und schlauer und einfacher machen, sage ich jetzt einfach mal so.
Niclas [00:17:55] Aber... Ich weiß nicht, habt ihr schon mal mit LexOffice gearbeitet?
Björn [00:18:00] Das haben wir bei A Faster You, ja. Aber ich kann gar nicht so genau sagen, wie das ist.
Niclas [00:18:07] Ist das besser? Also ich mache damit meine Buchhaltung, das geht super. Mein Steuerberater nutzt halt nur Dativ und deswegen muss ich dann immer wieder mit beidem quasi arbeiten und da merke ich immer wieder so, oh. das ist so nervig.
Björn [00:18:23] Es sieht auch scheiße aus. Also es sieht wirklich so aus, als ob die Icons noch von 1985 sind.
Niclas [00:18:31] Ich wollte gerade sagen, das ist Windows XP. Ich bin mir auch sicher, komplett Dativ läuft noch auf Windows XP. Muss sein. So wie das aussieht.
Björn [00:18:42] Ja, höchstwahrscheinlich, wenn du Steuerberater hast von Anno dazu mal, die mit alten PCs durch die Gegend und mit Internet Explorer noch browsen, dann musst du halt Systeme haben, die das irgendwie noch stemmen.
Niclas [00:18:56] So, wir wollten doch aber eigentlich über Höhe sprechen.
Björn [00:18:59] Ich war an der Höhe, Sierra Nevada, 2, 3 und dann kamst du mit dem Kaffee. Das ist deine Schuld.
Niclas [00:19:08] Aber zu dem Kaffee wollte ich auch nochmal, du musst mir dann den Decaf mal schicken, weil ich habe noch keinen guten Decaf und ich hätte für daheim auch gerne einen guten Decaf, weil ich traue mich nicht, nach 12 Uhr nochmal einen Kaffee dann zu trinken und das ist halt immer scheiße.
Björn [00:19:29] Wieso eigentlich? Wie traust du dich das nicht?
Niclas [00:19:32] Ja, aber dann ist der Schlafqualität schlechter, weil das Koffein noch nicht abgebaut ist.
Björn [00:19:38] Du bist ja in dieser Generation ein Hyper-Performer. Ich versuche halt nur schnell Rad zu fahren.
Peter [00:19:45] Don't give a fuck. Koffeinsensibilisierung. Ich weiß nicht, wie das mit den Rezeptoren ist. Gleich auch nochmal ein Thema, glaube ich, bei Höhe. Mit der Eisenaufnahme und Rezeptoren. Aber bei Koffein ist es natürlich auch individuell. Aber wenn man jetzt jemanden hat, der 10 Jahre, 15 Jahre bei jedem Rennen 400 Milligramm Koffein intus hatte, den kannst du halt auch, den kannst du halt nachts auch nachts wecken, einen Liter Red Bull intravenös einfüllen und der schläft weiter.
Niclas [00:20:16] Genau das ist das Ding, finde ich, ja.
Peter [00:20:20] Das passiert bei mir halt nicht.
Björn [00:20:22] Wie sehr ich aufgehört habe, Kaffee getrunken. Habe ich das schon mal erzählt auf dem Podcast?
Niclas [00:20:29] Ich würde es dir gerne hören. Ich weiß aber noch, als wir angefangen haben, zusammen zu arbeiten, hast du noch aktiv Kaffee getrunken, weil ein gemeinsamer Freund von uns dir sogar noch einen Siebträger besorgt hat.
Björn [00:20:44] Ja, genau. Ich hatte eine Zeit lang sogar zwei Siebträger hier rumstehen. Einen oben, einen unten. Eine Rangelio und eine Rocket. Anyway. Also ich liebe Kaffee, ich liebe den Geruch, ich finde das geil, das Malen, das hat schon was. Aber irgendwann war ich so nachts, da habe ich so gemerkt, da habe ich darüber nachgedacht. wie sehe ich mich jetzt darüber freue, dass ich morgen früh wieder einen Kaffee trinke und dann habe ich so eine Zeitschaltuhr, so klingen und dann ging das an und dann wurde die Maschine schon vorgeheizt und dann musst du das nochmal so ein paar Mal durchmalen, das Zeug, so und gucken, dass du den richtigen Mahlgrad hast, Temperatur, bla bla bla. Luftfeuchtigkeit.
Niclas [00:21:32] Alles, was halt schön ist am Kaffee machen.
Björn [00:21:35] Alles, was halt so eine halbe Stunde am Tag in der Tasse so alle, was ist hier eigentlich los. So. Und dann dachte ich so, Also ich habe richtig so diese tiefe Freude und diesen Geschmack. Und dann dachte ich so, das ist ja schon so ein leichtes Suchtverhalten. Warum so ein leichtes? Ja, eigentlich schon ein schweres Suchtverhalten. Ist doch was Tolles. Ja, zumindest, ich hatte schon so ein paar Wochen und Tage davor immer mal, also ich habe wirklich viel, wirklich viel. Also da liefen mal vormittags mal schnell zehn Espresso durch. Ja, ja. Und irgendwann, ich weiß nicht genau, ich guckte auf den Bildschirm, hab nichts mehr gesehen. Ja, das war alles, aber ich hab auf den Bildschirm geschaut und hab das nicht mehr so richtig lesen können. Weiß nicht so, was ist denn jetzt los? Ich denke immer, dass wir mal zu Winnekaffee getrunken haben. Und Nee, nee. Es ist halt so wie so eine Gauche-Normalverteilung. Es gibt halt Scheiße und dann auf der anderen Seite gibt es auch Scheiße und es gibt halt so einen Sweetspot. Und diesen Sweetspot habe ich halt nie getroffen. Ich habe entweder gar nichts getrunken oder immer viel zu viel. Das ist wie Haribo, ja. Hast du 340 Gramm Haribo in der Tüte liegen, dann entweder du hast sie nicht liegen und rührst sie nicht an oder du hast sie liegen und siehst sofort weg, ja. Also diese Sparmentalität geht halt gar nicht bei mir. Es geht halt nur Vollgas oder gar nichts. Ähm, Genau, und beim Kaffee war es auch so, und dann merkte ich schon so, boah, und ich hatte auch das Gefühl, der Kaffee macht mich gar nicht mehr wach, der macht mich eher träge und müde, ja, ich habe nur immer die Illusion gehabt, der macht mich wach, und dann habe ich diese Fantasie gehabt am Abend, so, ha, jetzt geil, wieder Kaffee, und dann dachte ich, irgendwie ist das nicht geil, dann habe ich geträumt, irgendwie von Kaffee und so weiter, und dann wachte ich am nächsten Morgen auf und sagte so, Okay, geht nicht mehr. Und dann habe ich all meine Maschinen... So komplett von dir alleine? Ja, habe ich meine Maschinen einfach verkauft. Nein! Am nächsten Tag alles verkauft. Mühle, alles, alles, alles verkauft.
Niclas [00:24:09] Siehst du, und deswegen zwei bis drei Espresso.
Björn [00:24:12] Nee, das geht nicht.
Niclas [00:24:14] So am Vormittag bis zwölf. Ja, geht nicht.
Björn [00:24:18] Und dann ist es gut. Nee, da habe ich keinen Bock drauf. Ich habe das jetzt einfach so weggemacht. Und ich habe jetzt noch eine Bialetti und habe halt so eine Hand-Kaffee-Mühle. Damit male ich meinen Kaffee und dann ziehe ich mir das Ding halt rein. Fertig. Und das geht auch so. Da brauche ich ein, zwei. Das schmeckt auch gut. Und dann merkt man so, ja, dieser fruchtige Geschmack und was weiß ich, wenn du eine gute Bohne hast.
Niclas [00:24:50] Aber dann nur Decaf.
Björn [00:24:52] Nur Decaf. Nichts anderes. Wenn es keinen Decaf gibt, gibt es keinen Decaf. Und ich bin jetzt so trocken. Das ist der Hammer. Ich bin dann so ein bisschen umgestiegen, habe Cola light getrunken. Aber das habe ich dann auch irgendwann sein lassen.
Peter [00:25:09] Irgendwann hatte ich es auch sein lassen.
Björn [00:25:12] Und dann sind wir auf einer Radtour gewesen, wir waren oben im Norden bei meiner Mutter, war eine lange Tandem-Tour und haben irgendwie angehalten und dann so, meine Frau, ja, ich war so ein bisschen platt schon, ich so, ja, okay, dann habe ich eine Cola gekriegt, eine normale Cola. 0,5 und ich war voll drauf. Ich war so richtig krass drauf. Und dann dachte ich so, oh fuck, das fühlt sich gar nicht mehr gut an. Und dann habe ich gemerkt so, Koffein ist nicht mehr so meins. Und seitdem, also so irgendwie Spezio oder Mezzo Mix, das vertrage ich noch so gerade. Aber ich trinke keinen Tee mehr, also nur noch irgendwie Rollbusch, aber keinen schwarzen oder grünen, weil ich einfach merke, dass ich bin da so richtig, ich würde jetzt nicht sagen panisch, aber wenn ich mir einen Decaf-Kaffee irgendwo bestelle, frage ich immer extra nach, ist es jetzt auch wirklich Decaf? Das Gefühl des Profis ist krass, es pusht mich gar nicht mehr, es pusht mich nicht, sondern es macht mich eher so, so ein bisschen trinkend, jetzt kommt man sich halt schon so total spinnert vor, ja. So, so, hey, der Typ hat einen an der Pfanne. Aber es ist echt ein unangenehmes Gefühl. Es sind halt so die Leute im Restaurant, ist da jetzt auch wirklich kein Gluten drin? Und ich bin halt der Typ, ist da jetzt auch wirklich kein Koffein drin? Und dann so, ach, ja, jetzt, okay, ich hab das Alter erreicht.
Niclas [00:26:54] Ich bin jetzt auch so geworden. Scheiße. Aber ich glaube, so ein paar Macken muss man doch im Alter sich irgendwie aneignen, oder?
Björn [00:27:03] Ich hatte schon, ich hab schon immer welche, aber die werden jetzt offensichtlicher.
Peter [00:27:08] Im Alter wird alles schlimmer. Aber es ist auch, glaube ich, viel Ritual dabei bei der Kaffeeprozedur. Also für mich, ich habe das ein bisschen besser im Griff, glaube ich, bezüglich der Dosierung. Ich habe aber überhaupt keine Koffeinsensibilität. Also ich kann drei Espresso trinken um 10 Uhr und schlafe um viertel nach 10. Für mich ist das irgendwie so ein Ritual. Das kann ich eben gar nicht. gar keinen Bock habe, dann sage ich so, komm, mach jetzt mal, zum Beispiel gestern musste ich ein Rad einpacken, was zurück musste und dann habe ich auch erst mal einen Kaffee mir nochmal davor in Espresso gemacht, obwohl es auch, glaube ich, halb sieben oder so war. Also die Kaffeemaschine wird hier schon ganz gut genutzt.
Niclas [00:27:59] Ja, aber wenn ich das machen würde, ich würde super gerne den ganzen Tag über Kaffee trinken, aber ich weiß, wenn ich nach 14 Uhr noch Koffein zu mir nehme, dann wird das abends mit 22 Uhr, 23 Uhr pennen gehen, das wird dann schon schwierig. Dann sitze ich eher bis 0 Uhr, 1 Uhr, 2 Uhr noch wach da. Koffein wird bei mir halt sehr gut.
Peter [00:28:26] den ohne Koffein vom Pure nehmen und dann können wir eine Blindvertestung machen und wie viel davon ist, dass du denkst, dass du einen Espresso getrunken hast mit Koffein oder ohne Koffein. Dann kannst du deine Freunde entscheiden lassen und dann schläfst du abends wahrscheinlich wie ein Stein.
Björn [00:28:46] Also ich schicke dir das Zeug zu. Oder weißt du was, bleib doch mal dran. Ich schaue mal nach, wie das heißt. Mit Sicherheit kommen irgendwelche Fragen, wie das heißt.
Niclas [00:28:58] Ihr dürft euch weiter unterhalten. Ja Peter, dann müssen wir jetzt mal eine N gleich 1 Studie bei mir machen und schauen, ob man den Monk aus dem Kopf rauskriegt, dass ich denke, ich bin sensibel auf Koffein.
Peter [00:29:13] Also ich glaube, es gibt da natürlich schon auch irgendwo eine Dosierung da, die Ich hatte das auch schon, wenn ich dann halt so irgendwie was am Machen war, da habe ich so viel Kaffee getrunken. Teilweise auch, weil die Tätigkeit dann nicht so langweilig war, dass ich so viel Kaffee getrunken habe, dass ich gemerkt habe, ich fange jetzt auch leichter an zu zittern. Und ja.
Björn [00:29:40] So, also, das ist Brew Fusion. Brew Fusion.
Niclas [00:29:44] Ich gebe das mal parallel hier ein.
Björn [00:29:47] Brew Fusion aus... Ah ja, die sehen schick aus. Ja, das ist schon hier so mit Glänziglings und Columbia... Blablabla, wo kommt denn das her? Barcelona, hier. Nomad Coffee. Nomad Coffee, musst du eingeben. Brew Fusion. Mega, mega, mega fruchtig, super lecker.
Niclas [00:30:04] Brew Fusion verkauft auch Tannat.
Björn [00:30:06] Okay. Der andere ist Incapto Decaf Blend. Den habe ich schon mal in Oslo getrunken. Der ist, glaube ich, aber auch von denen. Ich schaue gerade nach. Also auch aus Barcelona. Nee, nee, das ist eine andere Firma. Also in Capto. Coffee ist in Capto. Genau. Und der ist auch richtig gut. Sind beide echt top. Den habe ich noch nicht aufgemacht. Davon habe ich zwei. Und den Brew Fusion hatte ich jetzt die ganze Zeit in der Höhe. Und der ist richtig geil. Also... Hier gibt es auch einen, der heißt Competition. Okay. Genau, und da haben wir halt so ein Riesenpaket von gehabt. Und wenn du halt mit zehn Sportlern da bist, plus Betreuer und allem drum und dran, gehen halt auch die Bohnen relativ schnell weg. Also war gut. Guck mal, wir reden schon eine halbe Stunde über gar nichts.
Niclas [00:31:04] Ja, also ich sag auch... Niclas surft schon die ganze Zeit nach Kaffeeplänen. Easy. 80% der Leute haben auch selbst schon abgeschaltet.
Peter [00:31:13] Nächste Folge Höhentraining. Okay.
Niclas [00:31:15] Das haben wir letztes Mal schon gesagt. Wir können das nicht schon wieder machen. Was haben wir über das letzte Mal eigentlich gesprochen?
Björn [00:31:24] Ich weiß es gar nicht mehr.
Niclas [00:31:27] Letztes Mal war dein Weltrekordler. Achso, ja. Ah, übrigens...
Björn [00:31:30] Höhentraining wirkt. Gestern Anton Czami gewinnt einfach mal Etappe bei der Dauphiné. Hello.
Niclas [00:31:36] Was du auf Instagram gepostet hast.
Björn [00:31:38] Der hatte einfach mal längste Etappe, 240 Kilometer, 10-Mann-Gruppe rausgestrahlt. Und hat das Ding dann am letzten Anstieg, das sind dann so 4-5 Minuten, ging es da hoch. Der hat halt schon einen ganz guten Punch, was so diese Länge angeht. Gute V2 Max. Und hat die dann einfach mal stehen lassen. Und gewinnt das Ding dann schön. Ero-mäßig hat er dann durchgezogen, mit 40 Sekunden Vorsprung reingefahren, in den letzten 10 Kilometern rausgefahren. Die haben halt hinten versucht durchzukreiseln, hat halt nicht geklappt. Urteil von mir eingestellt. Erster riesiger, großer Worldtour-Sieg für ihn. Das war super.
Niclas [00:32:18] Stimmt. Stimmen die 66 Kilo, die auf Pro Cycling Steps stehen? Nein. Der wiegt ein bisschen mehr. Bei 1,82 wäre das auch, wären 66 schon leicht.
Björn [00:32:28] Aber das war sehr, sehr cool und freut mich natürlich schön und sehr und wie auch immer. Und davor haben wir halt vier Wochen Trainingslager gehabt in der Höhe Sierra Nevada. Ja, und da haben wir halt, ich sag mal so, wir haben es ein bisschen so angepasst, dass wir halt da schon performen können. Wir sind auch nicht direkt angereist, hatten auch eine Woche dazwischen und haben halt Load ein bisschen rausgenommen, ein bisschen Intensität hier und da nochmal reingestreut, dass sie da halt nicht an Start stehen und gleich der Mann mit dem Hammer kommt, weil die erste Etappe bei der Dauphiné war halt schon Killer. Da ging es halt richtig ab. Und wir wussten schon so...
Niclas [00:33:16] Ja. Zu dem Training, wenn ich das jetzt richtig gesehen habe, das war jetzt aber schon das zweite oder dritte Höhentrainingslager für eure Jungs, ne?
Björn [00:33:27] Ja, ja.
Niclas [00:33:28] Also das war nicht das erste Mal.
Björn [00:33:31] Sehr, sehr viele Höhentrainingslager. Ich glaube, wir haben fünf oder sechs Höhentrainingslager schon gehabt, die immer einen Monat lang sind. Und die Giro-Truppe hatte, glaube ich, zwei Höhentrainingslager im November und im April. Ja. Oder März, sorry. Und die Tour-Truppe hatte im Januar dieses berühmte Trainingslager, wo sie nur auf der Rolle saßen und Schnee geschifft haben. Das war richtig geil. Man kam gar nicht mehr weg. Die saßen, und da waren wirklich Meter, Meter hoch Schnee in der Sierra Nevada und die haben halt nur Indoor auf der Rolle gesessen und haben halt vom Apartment runter zum Center eine Viertelstunde oder 20 Minuten gebraucht, weil man konnte nicht mehr laufen. Genau. Und dann haben wir jetzt im Mai nochmal eins gehabt, einen Monat lang.
Peter [00:34:21] Okay. Soll wir dann... Sorry? Ich hatte noch eine Frage zu dem Höhentraining. Monitort ihr irgendwie... Die Fahrer vorher, nachher mit Gesamthermoglobin, mit dieser Kohlenstoffreprüfung.
Björn [00:34:31] HW-Masse wird immer gemessen, davor und danach. Immer zwei Tests genommen praktisch. Du machst zwei Tests und nimmst dann den Schnitt und danach machst du halt auch nochmal HW-Masse-Test. Das ist so Standard. Auch bei allen Teams eigentlich, um zu sehen, wie viel da wirklich angekommen ist. Klar kann man jetzt Leistungsfähigkeit Habimas ist absolut richtig und wichtig, aber das ist halt auch nur ein Indikator, sehr starker für eventuellen Leistungszuwachs gibt es ja noch ganz andere. Also es ist immer so die Frage. Bei Höhe verliert man auch Sachen. Wenn du jetzt nur lang und locker machst und in der Höhe bist, verlierst du definitiv ein bisschen was an Cardiac Output. Da muss man halt ein bisschen gegen angehen. Dann gibt es halt immer so Höhenfenster. Klassische Literatur sagt so, eine Woche danach ist eigentlich scheiße. Ein Tag direkt nach der Höhe kann nochmal ganz gut funktionieren oder zwei Tage. Ab zwei Wochen und weiter dann so die nächsten drei, vier Wochen geht es halt richtig ab in der Regel. Also alle WM-Titel und alle großen Titel, die ich gewonnen habe, waren halt immer drei Wochen nach Höhe. Und kein Geheimnis ist bekannt. Dieses Mal mussten wir halt ein bisschen umstricken und dann haben wir uns zusammengesetzt, die Coaches, die Sportler dort hatten und dann haben wir halt Vorschläge gemacht und sind halt ein bisschen abgerückt von den Sachen, die man sonst gemacht hat in der Vergangenheit. und haben halt ein bisschen einen anderen Load gefahren und noch ein bisschen Ease-Off und ein bisschen Aktivierung hier und da und dann hat es ganz gut geklappt.
Niclas [00:36:19] Aber sollen wir ganz kurz, weil wir reden jetzt schon viel über, also die Frage von Peter zum Beispiel fand ich war schon eher spezieller, sollen wir das einmal kurz grundlegend durchsprechen? Ja, mach mal.
Björn [00:36:33] Niclas, du bist vorbereitet, du hast doch extra Cloud laufen lassen. Jetzt darfst du es jetzt vorlesen. Hahaha. Großes Umdauer. Die motorische Anpassung.
Niclas [00:36:43] 3-4 Wochen. Wir müssen das nicht machen, aber ich denke, es wäre... Nein, mach bitte. Es ist ja schon einmal interessant, die Leute immerhin grob abzuholen, wie man das denn auch im Optimalfall richtig macht. Ich meine, es macht ja auch, finde ich, zumindest einen großen Unterschied. Machst du das einmal im Jahr? Machst du das vielleicht zweimal? Oder wie ihr... vier, fünf Mal. Ich meine, die Jungs, wenn die jetzt auf 2000 bis 2500 Meter hochkommen, die müssen nicht so entspannt trainieren wie jemand, der das das erste Mal macht im Jahr. Das macht ja schon einen Unterschied.
Björn [00:37:23] Also grundsätzlich, für Leute, die noch nie in der Höhe waren. Ja, also einige gehen ja nach Livigno oder dann Passo Aira hoch oder Tondale oder was es da so alles gibt, dass man irgendwie so auf 2 ist oder 1,8 oder 2,3. Wir waren jetzt auf 2,3. Ja. Die ersten Tage fühlt man sich halt immer so ein bisschen neben der Spur. Das merkt man auch relativ klar. Herzfrequenz geht hoch, alles ist anstrengend, man atmet mehr, man muss deutlich mehr trinken und da sollte man erstmal wirklich darauf achten, dass man so erstmal ankommt. Man kann das alles monitoren. HRV kann man nutzen. Man kann auch ganz einfach mal gucken, wie man sich so grundsätzlich fühlt. Herzfrequenz unter Belastung. Dann auch die Frage, wie oft gehe ich auf Toilette? Das ist auch immer so eine ganz gute Frage. Man scheidet auch deutlich mehr Flüssigkeit erst mal am Anfang aus. Und das pendelt sich dann nach ein paar Tagen ein. Man kann eventuell deutlich mehr Blähungen haben, auch relativ normal. Deshalb sollte man sich so ein paar Tage Zeit geben.
Niclas [00:38:36] Kann ich bestätigen. Im Endeffekt ist es ja hauptsächlich, weil viele finde ich immer sagen, du hast da oben weniger Sauerstoff. Das stimmt ja so gesehen nicht, weil der Sauerstoffanteil bleibt ja gleich. Es ist halt oben nur ein geringerer Druck und dadurch kommt quasi weniger Sauerstoff in der Muskulatur quasi an und die Sauerstoffsättigung fällt halt.
Björn [00:38:59] Ich glaube, das Bild, das ist immer so ganz platt. Ich glaube, mit Luftdruck können Menschen manchmal gar nichts anfangen. Total simpel. Denk einfach an Wasser. Wenn du tauchst und du tief tauchst, dann fühlst du Druck, weil das Wasser drückt auf dich. Und Luft verhält sich halt ähnlich. Wenn du hoch bist, hast du halt weniger Luft, die auf dich drauf drückt. Und oben ist halt weniger, unten ist halt mehr. Und das ist so ein Bild, so ganz platt. Das verstehen die Leute manchmal nicht. Es wird halt weniger Luft reingedrückt in dich.
Peter [00:39:37] Der Sauerstoffgehalt ist gleich und der Partialdruck ist unterschiedlich in der Höhe. Und das ist auch der Unterschied zum Zelt. wo im Zelt dann der Sauerstoffgehalt künstlich reduziert wird. Björn, was hat das für einen Unterschied für die Prozesse, die im Körper laufen? Ist es gleich?
Björn [00:39:56] Peter, sagst du mir. Ich weiß es nicht. Eigentlich sollte es ähnlich sein. Und ich kann auch sagen, ich habe Leute in Höhenzelten gehabt über lange Zeit. Solange die Aufenthaltsdauer lang genug ist, habe ich auch gute Ergebnisse im Höhenzelt gehabt. Muss ich ehrlich sagen.
Niclas [00:40:14] Ja, im Endeffekt, bestes Beispiel ist doch gerade, ich weiß nicht, Tim.
Björn [00:40:19] Ja, der lebt halt nur an so einem Zelt.
Niclas [00:40:23] Ja, also Tim haben wir jetzt in Livigno auch noch getroffen und Tim ist quasi angereist und hat eigentlich gemeint, jo, also Werte sind alle gleich, er fühlt sich jetzt nicht groß anders und er hat halt vorher, was meint er, fünf Wochen? Ja. Und er schafft es irgendwie so auf zwölf bis vierzehn Stunden am Tag, die er im Höhenzelt ist und dadurch... Krass. ging es ihm quasi in der Höhe eigentlich direkt sehr, sehr gut. Und er konnte ja auch vergleichsweise in Andorra beim World Cup, auch wenn er vorher quasi keine echte Höhenanpassung hatte, konnte er vor Ort trotzdem sehr gut fahren.
Björn [00:41:05] Er hat nicht große Leistungseinbußen. Richtig, wenn du das anschaust, er hatte halt super Pech. äh, mit dem Sturz am Anfang, hat dann gesagt, ist mir jetzt irgendwie auch gerade wurscht und ist halt, äh, da durchgefahren und du siehst richtig halt, ne, da ist halt, der ist eben, keine Ahnung, 20. geworden oder 25 oder 30, ich weiß es nicht, ähm, war er ein 18er? Oder 18er, irgendwie sowas, der hat von ganz hinten gestartet und ist halt so sein Tempo gefahren, Ganz entspannt ist danach halt nach dem Rennen direkt nochmal drei Stunden oder zweieinhalb Stunden trainieren gefahren, weil er gesagt hat, boah, konnte halt nicht mehr um die goldene Banane fahren, ja, nicht den Sieg oder irgendwie Podium und dann hat er gesagt, boah, war jetzt irgendwie nicht so geil, ich fahre jetzt nochmal drei Stunden Training drauf. Ja, kann man halt mal machen, ne?
Peter [00:42:05] Ja. Ja, der ist ziemlich stabil. Björn, du warst ja da mit dabei. Ich habe ja mal in so einer Höhenstudio teilgenommen. Ich glaube, auch ein anderer Sportler von dir noch, wenn du dich erinnerst. Und da ging es so ein bisschen um die individuelle Anpassung an Höhe. Und das ist, finde ich, auch ein Thema, was man als Trainer halt hat. Vor allen Dingen ab dem Zeitpunkt, wo man jetzt ein Team-Höhentrainingslager macht, wo es natürlich einen Unterschied gibt, weil du die Höhe nicht an die individuellen Eigenschaften der Sportler anpassen kannst, wie beim Zelt, wo du darauf reagieren kannst. Du kannst mit der Höhe hoch und runter gehen, je nachdem, wie der Körper reagiert. Und das macht es, finde ich, schon relativ schwierig, wenn du ein Trainingslager machst. In dem Fall sind es jetzt, glaube ich, sechs Sportler. Manche haben Höhenerfahrung, manche nicht. Alle schlafen auf 2-1. Jetzt ein Trainingsprogramm auf die Beine zu stellen, wo alle so gefordert werden, dass du die nicht verrauchst, das ist sehr, sehr schwierig. Und das ist, glaube ich, auch etwas, was in der Vergangenheit, habe ich mitbekommen, Frauen World Tour, sehr stiefmütterlich teilweise noch behandelt wurde. wie damit umgegangen wurde, dass es ja individuell ist.
Björn [00:43:28] Ja, also das ist wirklich so, wie man sich das so vorzustellen hat, wenn man im Worldtour-Team was Training angeht. Du hast halt dann einen Betreuer, dann hast du einen Coach dabei und dann hast du halt ein Auto, da hast du halt das ganze Essen und bla bla bla und dann fährst du halt hinter den Leuten her. Dann hast du halt deine sechs oder zehn People vor dir und fährst dann den ganzen Tag hinterher. Okay. Aber du musst das schon irgendwie so timen, dass das für jeden passen. Du hast halt Leute, die waren zwei Jahre lang nicht in der Höhe. Anton Schami zum Beispiel war lange nicht in der Höhe. Und da musste das Programm erstmal zusammengestrichen werden. Das heißt, der ist halt ein bisschen weniger gefahren. Die Intensitäten hat er erst mal weniger gemacht, bis gar nicht und da wird dann halt individuell angepasst, aber so, dass es der Gruppendynamik nicht zu sehr reingerät. Du kannst jetzt nicht sagen, ich fahre um 12 los und die anderen fahren um 10 los und es wird gemeinsam gestartet. Und ab einem gewissen Zeitpunkt wird dann gesagt, okay, er hängt halt nur noch hinten drin oder fährt halt irgendwie eine kürzere Schleife. Und die Intervalle werden komplett rausgelassen. Also solche Sachen werden dann halt gemacht. Und da macht man oft noch in Teams noch ein Debrief am Abend. Okay, wie war das Training? Wie hast du dich gefühlt? Solche Sachen als soften Indikator. Und dann hast du halt noch... Andere Zahlen wie Schlafdauer, HRV und all diese Sachen und aus deinem Gesamtbild, Trainingload, Herzfrequenz, Unterbelastung, HRV, Schlaf und RPE und eigenes Befinden setzt du dich halt als Coach damit auseinander und sagst, okay, der muss halt ein bisschen weniger machen oder der reißt vielleicht sogar schon früher ab. weil er nur scheiße schläft in der Höhe. Es gibt auch Menschen, die das überhaupt nicht können. Und dann musst du da eine gewisse Individualität in eine Gruppendynamik reinbringen. Aber in der Regel ist das nicht so das Riesenthema.
Niclas [00:45:45] Ich glaube, was viele nicht ordentlich berücksichtigen, ist so ein bisschen auch, dass jeder halt individuell damit zurechtkommt und jeder dann einfach auch mal sein Tempo fahren muss. Also wenn man einen Sportler hat, bei dem es halt... der sich schwerer damit tut, ja gut, dann fahr halt einfach noch ein Stück lockerer, mach die erste Woche noch lockerer und dann kannst du halt in der zweiten Woche mit den Jungs mittrainieren. Meine Herangehensweise ist da eigentlich immer zu sagen, okay, wir schauen erstmal nur auf dich, musst du dich halt gegebenenfalls ein bisschen von der Gruppe lösen und fahr halt nur dein Ding.
Björn [00:46:27] Ja, also das ist, ich sage mal so, die Leistungsfähigkeit in so einem Team ist in der Regel schon ziemlich homogen. Also das ist ja, hast du jetzt nicht irgendwie jemanden mit einer 60er oder einer 90er Sauerstoffannahme, sondern die sind halt schon alle echt dicht aneinander. Von daher funktioniert das mit der Dynamik schon relativ gut. Aber klar, irgendwo müssen Abstriche gemacht werden. Ja. Deshalb, was so anfängliche Anpassungen angeht, ich sage mal so, die ersten vier, fünf Tage kann man ruhig mal die Füße deutlich stiller halten und vor allem auf seine Herzfrequenz schauen und gucken, wie man sich so fühlt. Und man muss auch deutlich mehr essen. Also man verballert halt nicht mehr Kohlenhydrate oder Energie im Allgemeinen.
Peter [00:47:16] Ja, und auch mehr Flüssigkeit zuführen, vor allen Dingen in den ersten Tagen, wo man sehr viel Flüssigkeit verliert. Ich mache es eigentlich auch immer so, dass ich den ersten Dreierblock nur ruhige Grundlage habe und da halt so ein bisschen schaue und dann nach diesen drei Tagen noch mal Feedback dann nehme von den einzelnen Fahrern, wie sie das vertragen haben und dann weiter schaue, ob überhaupt Intensität jetzt Sinn macht. oder ob man dem Körper dann noch zu viel Stress zufügt und dass er dann halt zu viele Baustellen auf einmal quasi so ein bisschen bekämpft, dann kannst du dir nämlich auch schnell diesen ganzen Höheneffekt, der ja auch mit einem gewissen Aufwand und bei vielen mit einem finanziellen Aufwand einhergeht, dann so ein bisschen verhageln. Da ist so ein bisschen Fingerspitzengefühl, glaube ich, vonnöten.
Björn [00:48:12] Also es ist Stress und da darf man sich nicht... Auch für Leute, die da gerade, also die da arbeiten, für die ist es auch Stress, weil man schläft schlechter und so weiter. Kleine Anekdote am Rande. Mir wurde ein Bild dann geschickt vom Thomas Köb. Schöne Grüße an Thomas von hier aus. Und zwar... Und am ersten Tag kam irgendwie am Abend an und musste morgens dann gleich ins Auto rein. Und dann sind wir so eine sehr, sehr sportliche Abfahrt runtergefahren. Also wirklich eng, wirklich eng. Und die Radfahrer sind natürlich sehr, sehr viel schneller. Und der Coach, mit dem ich unterwegs war, Lars Holm, der ist halt Vollgas da runtergefahren. Also wirklich so. Holy shit. Wirklich, wirklich schnell und rasant um die Kurve gefahren. Haben fast noch Remke eben in eine Polo aufgefahren. Da dachte ich so, okay, jetzt ein bisschen langsamer. Anyway, ich war schon eh gegrillt und hatte so ein bisschen Magen. Ich kam unten und habe erst mal gekotzt. Ja, das war so ein kleiner Test. Oh, ich wollte mal sehen, wie es dir so geht. Und ich so, vielen Dank, nicht so gut. Und dann saß ich halt sechs Stunden im Auto, die Lehne halt komplett zurück und dachte so, okay, jetzt musst du halt hier sechs Stunden überleben. Habe ich irgendwie geschafft. Es war unentspannt, aber danach war mein Körper gereinigt. gereinigt, ist auch schön gesagt. Komplett Detox gemacht. Und ja, von daher, danach ging es wieder, ja.
Peter [00:49:51] Aber was hat Thomas Köb damit zu tun gehabt? Höhes Stress.
Björn [00:49:56] Thomas Köb hatte mir ein Bild vom Thorstein Tränen geschickt, wo ich halt in diesem Auto, haben sie ja da rein fotografiert, ins Auto, Scheibe war halt immer unten, weil ich musste ja eventuell auch mal wieder den Kopf raushalten. Ja,
Peter [00:50:12] lag ich halt mumifiziert in diesem Auto und dachte, ich schicke dich zu.
Niclas [00:50:18] Das Bild ist auf jeden Fall, das brauchen wir.
Björn [00:50:21] Das war natürlich der große Gag dann in der internen WhatsApp-Gruppe. Kafka writing training plans on his computer. Irgend so ein Einhorn mit Regenbogen und dann immer dieses bekannte Bild von diesem alten Pferdeklepper mit einem Schornstein im Hintergrund. Kafka im Befehl. Der bleibenden Eindruck hinterlassen. So.
Peter [00:50:40] Das ist auch sehr, sehr gut für so ein Moral im Trainingslager. Wenn es da immer richtig schlecht geht. Ja, das ist gut.
Björn [00:50:50] Dann werden so vier Wochen im Trainingslager entspannter. Ja, ich hatte einen guten Start. Aber es war super lustig. Wir haben viel Spaß gehabt und auch viel Blödsinn gemacht. 400 Meter Lauf kam dann irgendwann die Idee auf, dass Abrahamsen meinte, er läuft es jetzt unter einer Minute. Auf der Höhe. Und da wurden dann richtig Wetten gemacht. 100 Euro und solche Scherze. Magnus Kort und Abrahamson. Und dann sind sie halt um die Wette gerannt. In der Höhe. Hat halt nicht ganz geklappt. Und dann kam man nur in der WhatsApp-Gruppe. Ey. Von Kort dann so. Abraham, das ist meine E-Bahn, kannst du mir gleich mal überweisen. Also wir hatten viel Spaß mit Flugzeugen, ferngesteuerten Flugzeugen und ferngesteuerten Autos, die irgendwo reingecrasht sind. Und es gab auch ein Schwein, das war total süß. Da war so ein Schwein, das wohnte da irgendwo und es hatte so ein grünes Halstuch auf und es kam immer zu uns in die Wohnung rein und wollte essen. Also ja, ein Schwein, das ist so ein Hausschwein.
Niclas [00:52:00] Ja, aber wem hat das Hausschwein gehört?
Björn [00:52:03] Irgendjemand, der da in der Sierra Nevada wohnt? Doch, irgendjemand wohnte da und die hatte ein Hausschwein, die hat ein Stockwerk sozusagen oder eine Terrasse tiefer gewohnt und das Schwein kam immer zu uns. Wollte essen. Hat dann Morten gestrichen.
Niclas [00:52:19] Süß. Hat sich dann Jonas mit dem Schwein um das Essen geboxt.
Björn [00:52:24] So ungefähr.
Niclas [00:52:25] Das Schwein war der Hammer.
Björn [00:52:27] Also wir haben viel Spaß gehabt. Ich würde jetzt nicht sagen, Scherz beiseite, sondern Scherz ist wichtig. Die Moral, vier Wochen lang aufrechtzuerhalten in so einem Ding, in so einem Höhentrink, wo du dir jeden Tag in die Schnauze haust, was echt hart ist, du akribisch auf alles achten musst, dass du dich nicht auf die Schnauze legst, das haben einige dort getan, einige WorldTour-Teams haben das ja schön lang gemacht, weil die Abfahrt auch schnell ist und ruppiger Asphalt und und und. Und dann muss das Trainingsvolumen copen, du musst die Höhe copen. Dann wurde das Wetter irgendwie von okay und ein bisschen Regen zu 35 Grad dann irgendwann in Granada, kochend heiß. Deshalb ist so eine gute Team-Moral extrem wichtig. Und das haben die halt voll drauf. Also es ist extrem lustig. Super Köche da gehabt. Alle ziehen da am einen Strang. Also das ist so... Der systematische Aufbau ist da schon sehr, sehr gut. Sehr organisch gewachsen. Und da weiß halt jeder, was zu tun ist und was zu machen ist. Und ja, das war schon cool. Deshalb funktioniert es auch so gut, weil alle halt Bock drauf haben.
Peter [00:53:45] Du musst eine gewisse Lockerheit trotz sehr professioneller Arbeit und Struktur beibehalten. Das ist, glaube ich, vor allen Dingen in so einem Trainingsszenario sehr, sehr wichtig. Weil die Leute wachsen da auch nochmal ein gutes Stück zusammen. Beim Rennen ist ja auch noch eine Menge Druck, Erwartungsdruck immer noch mit drin. Das ist eigentlich eine gute Gelegenheit, dann auch das Team da zusammen zu halten, glaube ich.
Björn [00:54:12] Ja, und grundsätzlich ist es so, dass wenn man so über Training redet, schaut man sich erstmal an, wie man sich fühlt. Die Herzfrequenz zieht erstmal viel Volumen durch. In der Sierra ist halt immer ganz klar, man macht halt Live High, Train Low oder Sleep High, Train Low, weil klar, du kannst auch da oben fahren, aber das ist ja irgendwie auch sehr limitiert. In der Regel rollst du erstmal runter, bist dann in Granada und die Gegend und fährst halt deine Sachen. Machst erstmal, wie in der Regel, die alle Grundlage und dann kannst du halt irgendwann nochmal spezifisch reinsetzen nach zwei Wochen oder so. Und du musst halt immer hochfahren. Du musst halt immer auf diesen Berg hochfahren.
Peter [00:55:01] Wie lange dauert das da?
Björn [00:55:03] Echt eine lange Stunde. Boah, ne, länger.
Niclas [00:55:06] Guck mal, von Bormio nach Pasta Alra hoch sind auch schon 90 Minuten.
Björn [00:55:12] Also ich glaube, anderthalb Stunden fahren wir schon. Es ist ein total angenehmer Anstieg. Es ist super nett zu fahren, nie ruppig, nie steil. Du fährst halt so deine, keine Ahnung, 6, 8, 9 Prozent max. fährst da hoch, schöne Straße, kannst links irgendwann abbiegen nach der Repsol-Tankstelle auf den alten Weg. Super, super schön. Und ja, ist mal nett. Dann triffst du halt alle. Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit Jan Oellerich, der ja mit Thomas Köb zusammenarbeitet. Da hat er mir gesagt, ah ja, Ich hatte gleich, du warst ja in der Höhe, Nils hatte noch mit mir gesprochen, dass er dich getroffen hat an der Tankstelle Repsol, Nils Pollitt. Und wie gesagt, man sieht halt Menschen, die man sonst nie sieht. Das war total lustig. Und ich war noch Kaffee trinken mit Javier. Das war auch sehr cool. Hatten wir viel Spaß. Super.
Peter [00:56:11] Die Spezifik im Training, unterscheidet die sich maßgeblich von dem, was du bei dem Athleten machen würdest, wenn er nicht in einem Höhentrainingslager wäre?
Björn [00:56:21] Doch, du machst halt mehr Volumen. Das auf alle Fälle. In der Regel machst du erstmal eher lockerer, viel Volumen und dann fängst du irgendwann an, die Spezifik einzubauen. Das Schöne ist, wenn man so lange bergauf fährt, kannst du halt auch die Spezifik, wenn wir jetzt bei der Tour lange Anstiege haben, dann übst du das halt schon mal. Dann fahren die halt mal... fast 30 Minuten am Stück irgendwie irgendwelche Intervallprogramme und dann hast du halt drei Stück davon, also dass du schon auf einen relativ hohen Load über anderthalb Stunden kommst oder so, ja. Also in Intensitäten. Race Simulation sozusagen.
Peter [00:57:02] Also ich kann so ein bisschen aus eigener Erfahrung, wenn es dann so über 1,8 ging und du fährst ja dann auch immer wieder quasi auf diese Wohnhöhe von 2, 2,1 hoch, hast du ja auch diesen Effekt dann schon auch nochmal, dass du ja nicht nur Train Low machst, sondern du fährst ja das letzte Stück dann auch nochmal in der Höhe hoch. Das war dann bei der Transat teilweise auch so über 1,8 und das ist glaube ich auch schon auch nochmal ein anderer Effekt. Reiz, als wenn du das Ganze geklettert hättest. Also hast du ja so ein bisschen dann auch noch... den letzten Part immer train high und du hast natürlich sehr viel Zeit in Anstiegen drin. Ja.
Björn [00:57:52] Erstmal, also rein muskulär ist es echt anders und in der Höhe sein, in der Höhe leben, also hämatologisch mal abseits davon gibt es halt auch andere Anpassungen. Klassisch sind halt so Pufferkapazität wird halt massiv erhöht oder wird erhöht in der Höhe. Muss halt kein Bicarbonat mehr schlucken. Nee, aber... Allein das rein mechanische, da in dieser Position sehr lange bergauf zu fahren, macht auch schon mal definitiv was. Willst du Berge fahren im Rennen, wäre es nicht schlecht, wenn du schon mal... Berge gefahren bist.
Niclas [00:58:27] Macht ihr es mit euren GC-Fahrern so, dass ihr jetzt in den späteren Camps, also das zweite oder das dritte, dass ihr sie auch wirklich gezielt dann schon nach den ersten zwei Wochen, wo sie schon relativ angepasst sind, gezielt auch Intervalle in der Höhe fahren lassen? Weil im Endeffekt... Passiert das ja in der Tour genauso auch?
Björn [00:58:50] Ja, also ich kann da eher so von meinen Sportlern reden, beziehungsweise auch die Sportler, mit denen ich irgendwie sonst auch am Mountainbike gearbeitet habe oder auch noch arbeite. Ich mache das schon. Aber das ist... Alte Sky-Schule sozusagen, ja. So ein bisschen work hard oder train hard, race easier, ja. Also dass da eventuell schon ein Rennszenario im Kopf ist und das kann man vielleicht nur so ein bisschen nachsimulieren. Aber das macht man ja nicht nur in der Höhe, das macht man bei allen anderen Sachen, auch wenn es dann in eine spezielle Vorbereitung reingeht. Wenn man aus einem klassischen Blockdrinks-Regime kommt und sagt, ich möchte jetzt nochmal ein bisschen was anderes machen, dass ich rennspezifischer vorbereitet bin, dann kann man das definitiv machen. In der Höhe oder auch auf der Fläche. Aber ja, um deine Fragen zu beantworten, ich mache das schon.
Peter [00:59:49] Wie handhabt ihr es in der Höhe mit Eisenzufuhr? Wo ich jetzt bei Red Bull war mit Henrike, haben wir da auch nochmal drüber gesprochen. Wie handhabt ihr es?
Björn [01:00:01] Ich nehme halt Eisen. Das ist einfach, aber da ist dann halt ein Ernährungswissenschaftler, Blutbilder sind gemacht worden und die haben das halt im Griff. Das wird halt ausgelagert, aber grundsätzlich sollte der Eisenstatus schon vor dem Höhentrainingslager richtig sein und in der Höhe wird halt noch weiter Eisen genommen. Sonst ist das teuerste Höhentrainingslager halt für die Katz. Wenn das nicht passt. Wird ja auch oft gerne mal gesehen. Wie du schon gesagt hast, auch bei Worldtour-Frauen ist es ja echt vernachlässigt worden. Da sind sie halt angereist mit deutlich zu geringen Eisenspeichern und dann sind die Frauen drei Wochen in der Höhe und es kommt halt gar nichts mehr raus, außer dass sie sich noch kaputter trainieren. Hätte man halt auch schlauer machen können.
Peter [01:00:52] Die Empfehlung, die wir jetzt da bekommen haben, die war eigentlich, sagt man ja, dass man die Eisenaufnahme jeden zweiten Tag macht. macht, um die Rezeptoren so ein bisschen zu schonen, dass aber sehr gute Ergebnisse jetzt auch gezeigt werden, wenn man die Gesamtdosis sehr niedrig hält. Ich glaube, das waren jetzt 140 Milligramm, dass man es täglich einnimmt, Start, erster Tag in der Höhe bis zum letzten Tag, dass man auf der sicheren Seite ist. Natürlich immer mit Blutbild und Co., aber wenn jetzt jemand privates Höhentrainingslager macht, dass er so ein bisschen eine Guideline vielleicht an der Hand hat, wie er das handhabt. Also da ist auch scheinbar eine tägliche Einnahme mit einer geringen Dosierung etwas, wo gute Ergebnisse erzielt werden oder der Status halt... Also wird eh scheiße aufgenommen, das darf man nicht vergessen.
Björn [01:01:47] Da kommen ja echt nur wenige Prozent überhaupt an. Aber da bin ich... Also da gibt es halt Leute, die sind halt deutlich besser in dem Thema unterwegs, aber... Grundsätzlich ist eine Eiseneinnahme sehr, sehr wichtig. Aber wie, wann, wo, okay, jeden zweiten Tag, das ist auch so mein Stand noch, den ich hatte. Tägliche Mikrodosierung oder mini kleinere Dosierung kann auch durchaus sinnvoll sein, aber mehr weiß ich da nicht.
Niclas [01:02:16] Ich glaube, das sind auch die zwei Wege, dass du es entweder täglich nimmst oder es halt alle zwei Tage und dafür dann alle zwei Tage eine große Dosis nimmst.
Peter [01:02:28] Aber da ist, glaube ich, auch wichtig, dass man nochmal einen Arzt konsultiert. Und das ist auch meine Empfehlung, wenn jemand wirklich das Geld in die Hand nimmt und ein privates Höhentrainingslager macht, dass er zuerst auch nochmal den Eisenstatus checken lässt. Wenn er an dem Stand mit einem Eisenstatus anreist, dann bringt das ganze Höhentrainingslager relativ wenig Geld.
Björn [01:02:52] Ja, macht Urlaub in Livigno.
Niclas [01:02:54] Ja, und ich finde da, das darf man bei der Planung nie vergessen, du musst halt auch im Optimalfall check das schon mal, keine Ahnung, drei Monate vorher deinen Eisenwert, weil wenn du quasi das machen möchtest, dein Eisenwert, ich sage jetzt mal, bei dem ersten Checkup drei Monate vorher schon gering ist, dann, du brauchst ja auch noch Zeit, überhaupt Eisen supplementieren zu können, um diesen Wert, sage ich jetzt mal, fixen zu können, weil es bringt nichts, ich mache in zwei Wochen Höhentrainingslager, zu sagen, ja gut, dann mach ein Blutbild. Dann hast du eineinhalb Wochen vorher, hast du vielleicht deinen Wert und dann siehst du, oh, der Wert ist zu niedrig. Ja gut, dann kannst du eigentlich das Höhentrainingslager gerade absagen, weil du wirst in eineinhalb Wochen deinen Eisenwert nicht fixen. Und dann, wie Björn schon gesagt hat, bringt der Effekt dir halt nichts. Das heißt, man muss da, finde ich, Höhentraining macht eigentlich halt für Sportler Sinn, die langfristig eine Saison sauber durchplanen und dann solche Sachen wie Blutbild auch in die in Anführungszeichen Routine irgendwo mit reinholen, dass man das halt regelmäßig checkt.
Peter [01:04:10] Du brauchst da glaube ich eine professionelle Struktur, um wirklich davon zu profitieren, auch langfristig, weil du musst ja auch Erfahrungswerte sammeln. Wie reagierst du individuell danach bezüglich der Rennplanung? Da brauchst du schon gewisse Kapazitäten, um das glaube ich langfristig gewinnbringend einzusetzen.
Niclas [01:04:27] Björn, wie heiß ist die Tour de France-Vorbereitung bei euch gerade?
Björn [01:04:32] Heiß. Ein Dauphiné läuft. Viel heißer geht es nicht. Jetzt muss man sehen, wie man da rauskommt.
Niclas [01:04:39] Steht bei euch schon der Kader
Björn [01:04:41] Ja, es gibt natürlich immer so ein paar Wackelkandidaten, beziehungsweise ich sage mal, man hat immer so zwei Fahrer, da weiß man nicht, beziehungsweise die sind auch so angelegt, dass wenn mal jemand krank wird oder was, solche Sachen. Aber so nach der Dauphiné wird schon ziemlich klar entschieden werden, wer jetzt mitkommt und wer nicht. Aber ich sage mal so, die Kaderplanung ist schon im November eigentlich abgeschlossen.
Niclas [01:05:09] Ah, krass. Das heißt, seit November wissen, sag ich jetzt mal, 10 bis 11 Fahrer, okay, ihr seid der Tour de France-Kader, ihr 8 kommt auf jeden Fall mit und der Rest ist Reserve.
Björn [01:05:23] Im November steht der komplette Kalender für alle Fahrer. Hui. Was geil ist. Und das machen nicht alle Teams, weil du kannst halt wirklich genau sagen, Und es wird auch wirklich so gehandhabt, dass man sich mit dem DS zusammensetzt und sagt, oder mit Head of Sports und Performance Management setzt sich zusammen, okay, wo können wir denn noch Training einbauen. Weil sonst, wenn du die Leute halt mit Rennen zubommst und die auch so blöd verteilt sind, dass du alle zwei Wochen ein Rennen hast, kannst du halt gar nichts mehr machen. Das ist wirklich so Rennphasen. Dann hast du wieder vier, fünf, sechs Wochen Zeit, um was anderes zu machen. Da wird schon drauf geachtet.
Niclas [01:06:11] Ich glaube aber, das ist auch zumindestens, was ich jetzt aus dem KT-Bereich mitbekomme, wie es in PKT ist, weiß ich nicht. Aber das ist halt der große Vorteil von Worldtour. Euer Kalender ist halt zu 90% fix. Ihr wisst, welche Rennen ihr fahrt. Und im KT-Bereich, wenn du, keine Ahnung, wenn ich jetzt Matthias fragen würde, im November, ja, welche Rennen fahren wir denn nächstes Jahr? Ja, Wie planen die denn die Sportler? Und dann sagt der so, ja, keine Ahnung, was wir fahren. Gucken wir mal, wo wir eingeladen werden. Die können uns noch gar nicht anmelden für das Rennen. Das ist ein krasser Unterschied.
Peter [01:06:54] Die Periodisierung vom Training, die leidet darunter schon, weil die Fahrer ja irgendwo immer trotzdem ready sein müssen. Weil halt auch kurzfristig dann immer noch mal eine Einladung kommen kann zu einem Rennen als SKT-Team, wo sie sich präsentieren können. Aber ideal aus Leistungssicht, auch glaube ich, um junge Fahrer weiterzuentwickeln, ist das auf keinen Fall. Ist teilweise aber auch ein bisschen, glaube ich, der Struktur der KT-Teams geschuldet, weil den Teil der Rennen, wo sie wissen, dass sie die fahren, die sollten sich zumindest schon mal so einplanen, dass man eine grobe Planung hat, wer welches Team, welcher Fahrer, wie wo im Einsatz ist, um da wirklich eine wirkliche Weiterentwicklung von den Fahrern in den Vordergrund zu stellen und nicht immer nur Feuerwehrleute. Ja.
Niclas [01:07:45] Ja.
Peter [01:07:45] Ja.
Niclas [01:07:46] Das haben wir zum Beispiel dieses Jahr das erste Mal probiert, möglichst früh den Fahrern schon einen Kalender an die Hand zu geben. Okay, das sind die Rennen, die werden wir zu 90 Prozent fahren. Um dann immerhin schon mal so eine grobe Planung den Leuten zu geben. Wobei wir es halt jetzt auch wieder gesehen haben, relativ kurzfristig zur Wallonie eingeladen worden und dann überhaupt gucken müssen, wer ist denn gerade überhaupt fit, der ein so gut besetztes Rennen sinnvoll fahren kann. Und das ist dann halt schon, finde ich, auf der einen Seite für Fahrer immer eine Riesenchance, weil, oh, voll geil, du kannst mit Worldtour-Mannschaften dich battlen und auf der anderen Seite halt auch super hart einfach, weil du kommst vielleicht, also gerade unser, in Anführungszeichen, Topfahrer, Christians, ist halt gefühlt die ganze Zeit nur am Rennen fahren, weil er halt permanent relativ gut performt und natürlich dann von uns zu jedem Rennen geschickt wird. Da muss man halt auch echt ein Auge drauf haben und frühzeitig mit dem Fahrer sprechen und sagen, okay, wir müssen jetzt mal chillen, sonst verrauchen wir den. Was hat Olli? Olli... War letztes Jahr, würde ich sagen, war es besser. Aber der trainiert sehr gut. Ich glaube, es liegt gar nicht an... Also Oli selbst ist humble wie immer, gibt Gas wie Sau, trainiert gut, fährt so gut er kann. Ich glaube, bei dem lief es bisher von den Rennverläufen einfach noch nicht so zusammen, dass er wirklich zeigen konnte, was er drauf hat. Von den reinen Werten her ist Oli wie immer bärenstark. Dem hat bisher so ein bisschen das Glück gefehlt in Hellas, früh mit Sturz abgeräumt worden, frühen Platten gehabt und dann natürlich Zeit im GC verloren und sowas, das war ungünstig, aber die Form an sich, fit ist er, schnell fahren kann er. Ich denke, der muss jetzt einfach Ruhe bewahren und dann wird auch noch ein gutes Ergebnis, die es ja bei rumkommen. Da glaube ich festfahren.
Peter [01:10:00] Ja, mit Sicherheit. Ich glaube halt einfach, dass es auch wichtig ist, gerade bei jüngeren Fahrern oder bei mir kam das auch sehr spät, wenn die einmal den Effekt haben, wenn man mal irgendwie vier, fünf, sechs Wochen auf ein Rennen hinarbeitet, was man im Training quasi auch erreichen kann, wenn man sich spezifisch auf eine Sache vorbereitet. Wenn das da einmal quasi so ein bisschen Klick macht, ist das glaube ich, da muss man aber erstmal die Freiheit natürlich haben und umso niedriger das Level ist, desto mehr wird man natürlich immer irgendwo reingeschmissen beziehungsweise muss sich auf sehr vielen verschiedenen Bühnen dann präsentieren. Aber ich glaube, dass da halt so eine spezifische Vorbereitung halt auch mit dem Sportler irgendwie was macht. Weil das kam an mir auch sehr spät, dass ich gemerkt habe, okay, diese normale Fitness, klar Rennen fahren, aber wenn du sechs Wochen mal spezifisch an einer physiologischen Fähigkeit arbeitest, da passiert auf jeden Fall richtig was und das ist nahezu unmöglich, wenn du jedes Wochenende Rennen fährst oder jedes zweite Rennen.
Niclas [01:11:11] Du kommst in eine ganz andere Form, vor allem du kommst ja nicht auch immer in einem ganz anderen Mindset, mit einer anderen Einstellung zu einem Rennen. Du weißt, okay, das, was jetzt hier bei dem Rennen auf mich wartet, ich habe das trainiert, ich kann das Du bist selbstbewusster, du weißt, okay, der Anstieg ist so lang, du kannst die Werte fahren und dann machst du das, dann ziehst du das durch. Das ist was ganz anderes, wie wenn du, keine Ahnung, finde ich zumindest immer so, alles irgendwie ein bisschen trainieren musst, weil du halt auch irgendwie alles ein bisschen können musst und dann wirst du, keine Ahnung, in einen Alpenmarathon reingeworfen. Ja, danke. Dass ich dann da nicht performen kann, wenn ich quasi nicht vor Ort lebe, wohne, höher nicht gewohnt bin, ist ja in Anführungszeichen normal. Kann ja jeder, glaube ich, normal mitdenken. Das ist aber auf jeden Fall so, Peter. Das ist schon krass. So eine spezifische Vorbereitung. Ich glaube, allein was das auch im Kopf macht, ist schon gut. Ja, definitiv. Cool. Dann vielen Dank für die spaßige Runde. Gerne.
Björn [01:12:26] Wir hören uns beim nächsten Mal wieder. Welches Thema? Irgendeine Idee? Schmeißen wir das raus? Höhe?
Peter [01:12:33] Ich überlege mir noch was.
Niclas [01:12:35] Jetzt haben wir doch Höhe. Mach mal. Ich überlege mir noch was. Dann, Jungs, wünsche ich euch eine gute Woche.
Björn [01:12:43] Ja, euch auch. Gutes Training. Wir hören uns. Ich muss jetzt nämlich auch gleich in den nächsten Call reinschlüpfen.
Niclas [01:12:51] Ich muss ein Espresso trinken und aufs Rad. Perfekt. Jungs, vielen Dank für die Folge. Wir hören uns. Ciao, ciao.