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Episode #67

Tour de France 2026

03. July 202695 min—

A pre-race Tour de France 2026 preview: Björn (with ProCyclingStats open) and Niclas break down the favorites, GC contenders, opening team time trial, the first punchy stages around the Olympic stadium, and the wave of heat expected through week one.

Team-by-team analysis of the GC picks (Visma-Lease a Bike, UAE Team Emirates, Red Bull-Bora), sprinter and classics options, and the young riders to watch — Paul Seixas, Isaac del Toro, and more.

Big questions: Can anyone touch Pogačar? How much does heat adaptation matter this year? What does the double-headed lead at Visma really mean? And what changes when the race actually starts?

Transkript

Episode 67 — Transkript (DE)

Niclas [00:00:00] Willkommen zum A Faster You Podcast, wo sich alles um Ausdauersport und Training dreht. Hier geben euch Sebastian Schluricke, Björn Kafka und Niclas Ranker wertvolle Tipps und Einblicke, die euch helfen, eure Performance auf das nächste Level zu bringen. So, herzlich willkommen zum zweiten Versuch einer A Faster You Folge zur Tour de France. Wir hatten gerade schon mal eine Aufnahme gestartet. die aber nach fünf Minuten angefangen hat, Internetprobleme zu bekommen. Und jetzt sind wir hier im zweiten Versuch. Guten Morgen, Björn. Guten Morgen again. So, Tour de France. Habe ich ja gerade schon gesagt, steht an. Morgen geht es los. Wir haben heute Freitag. Morgen 17.05 Uhr fangen wir mit einem Teamzeitfahren an. Wenn du Teamzeitfahren hörst, was ist dein erster Gedanke? ist halt scheiße für alle. Alle müssen direkt leiden, meinst du?

Björn [00:00:54] Alle müssen direkt leiden und wenn du irgendwie mal nicht so einen geilen Tag hattest oder so ein Kaltstart oder nicht so ein Kaltstart-Typ bist, dann oder so ein GC-Typ, der sich da jetzt gleich irgendwie, keine Ahnung, 60 Kilo, brettflaches Ding nur zum Schluss, flach, steil und du musst da jetzt irgendwie mit rumdrücken. kann das schon hässlich werden. Wobei dieses Jahr, ähnlich wie bei der Dauphiné, ist es ja so, dass man... sozusagen den besten Fahrer bis zum Schluss hinbringt und der darf dann die letzten 800 Meter da 7% hochhacken, in der Hoffnung, dass man da eine schnelle Zeit hinkriegt. Von daher ist es mal nicht so das klassische Team-Zeitfahren wie sonst früher, wo alle oder die ersten vier ins Ziel kommen mussten, um die Zeit zu werten, sondern dass da die Einzelfahrer gewertet werden. Was das Ganze sicher spannend macht, vor allem auf dem Kurs, vor allen Dingen in Barcelona, was ja schon jetzt bei der Eröffnung mega war,

Niclas [00:02:00] Ja, ich glaube, das wird kochen. Also wenn die diese letzte Rampe hier zum Olympiastadion hochfahren, da wird es ja komplett abgehen.

Björn [00:02:09] Das wird total crazy werden. Zum Glück sind die Temperaturen jetzt nicht mehr ganz so crazy wie vor zwei Wochen.

Niclas [00:02:17] Aber es wird nächste Woche wieder brutal heiß, ne?

Björn [00:02:21] Ja, also werden wir wieder so 37 Grad haben?

Niclas [00:02:25] Ich weiß es gar nicht. Also was ich jetzt gesehen habe, ist, dass für Frankreich nächste Woche wieder auch teilweise 40 Grad gemeldet sind. Ui, ui, ui.

Björn [00:02:36] Schauen wir mal, wie gut die Heat Adaptation funktioniert hat. Ja, also wird heavy werden.

Niclas [00:02:42] Aber lass mal kurz, weil vorhin in unserem ersten Versuch der Folge sind wir eigentlich auf das erste Teamzeitfahren schon ein bisschen mehr eingegangen, zumindest was den Kurs angeht. Und das finde ich eigentlich ganz interessant, weil, wie du gerade schon gesagt hast, früher war es halt so, wir haben quasi vier Fahrer, die ins Ziel kommen müssen. Jetzt muss nur einer ins Ziel kommen, beziehungsweise es müssen schon alle ins Ziel kommen, aber der erste zählt quasi für die Zeit. Und da es quasi die letzten 700 Meter mit 7,9% im Schnitt hochgeht, wird das halt so ein Ding sein, dass im Endeffekt die Teams ihren Leader, der fürs GC fahren soll oder auf den Etappensieg fahren soll, unten an dieser Rampe abliefern und dass sie dann diese letzten 700 Meter alles hochfahren, was geht.

Björn [00:03:37] Ja, aber wobei ich würde sagen, bei 7% kannst du auch noch von Windschatten profitieren, ordentlich. Ich kann mir vorstellen, dass man zu zweit reinfährt.

Niclas [00:03:47] Auch wenn du sagst, weil wenn wir uns, also ich habe extra Pro Cycling Stats aufgemacht und man sieht quasi, du fährst mit die ersten Meter 8,2 Prozent rein, dann wird es steil mit 10, dann kommt ein Teil mit 5, dann mit 8, dann mit 10, mit 11 und oben nochmal die letzten 100 Meter mit 3,3. Also es ist schon echt knackig.

Björn [00:04:13] Aber ich glaube, wenn du da zu zweit reinfährst mit zwei ähnlich starken Fahrern, dann motiviert das halt nochmal killermäßig. Wenn du da irgendwie deine Edelberg-Domestiken vor dir hast und der kajolt da hoch und du hängst dich hinten rein und ballerst halt mit im Windschatten, dann kann ich mir das schon vorstellen, dass es sinnvoll ist.

Niclas [00:04:36] Ich glaube halt, wir haben bei den, ich sag jetzt mal, die Top-3-Teams fürs Gesamtklassement ist ja, würde ich sagen, Wismar, UAE und Red Bull. Und bei allen drei Teams haben wir eine Art theoretische Doppelspitze. Also Wismar hat ja Jürgensen und Winnegardt. Klar, Winnegardt ist der Leader, aber Jürgensen kann da in so einer Rampe, ich meine, der ist ja in den Klassikern auch schon sehr gut gefahren. Der könnte da mitfahren. Bei UAE, klar, hast du Poggi und hast Del Toro. Del Toro, denke ich, auf so eine kurze Distanz ist der da fast vielleicht auf Augenhöhe von einem Poggi.

Björn [00:05:17] Vielleicht. Ja.

Niclas [00:05:18] Vielleicht sogar besser, ja. Dann haben wir Red Bull mit Lipowitz und Remco. Gut, da sehe ich ehrlicherweise Remco schon im Vorteil vor Lipo. Zum einen Zeitfahren, der Typ ist halt eine Kugel und zum anderen auf so eine 700 Meter Rampe, das liegt einem Remco deutlich mehr wie einem Lipo. Ja. Und ja gut, dann haben wir theoretisch noch Decathlon mit Paul César, dem das definitiv auch gut liegen wird.

Björn [00:05:47] Ja, der muss halt eine Mannschaft haben, die ihn da richtig gut hinbringt. Dann haben wir auch noch Ineos und dann haben wir auch noch Uno X. Oh, Focolan. Der wird motiviert sein. Naja, klar. Also es wird schon, Oscar Only ist nicht da. Das heißt, er darf sozusagen für sich selber... Oscar Only ist nicht da? Oh, das habe ich noch gar nicht gesehen. Der ist doch verletzt, oder? Der hat sich doch abgeräumt bei der Dufine. Oder rede ich jetzt Blödsinn? Sollen wir das mal kurz recherchieren?

Niclas [00:06:23] Warte, warte, warte. Also ich habe jetzt nur Infos von ProCycling. Nee, ist nicht da. Bei Ineos haben wir Bernal, Ahrensmann, Voss, Ganner, Godin, Kwiatkowski, Thaling und Vauquelin. Ja. Ich muss ehrlich sagen, also klar, Vauquelin ist ein Fahrer, der das, denke ich, mit dieser Rampe sehr gut kann. Aber Ahrensmann ist halt auch ein brutal starker Zeitfahrer.

Björn [00:06:47] Ja, und warte, wen haben wir da noch dabei? Sorry.

Niclas [00:06:51] Bei Ineos jetzt? Bernal, Ahrensmann, Tobias Voss, Filippo Garner. Voss.

Björn [00:06:55] Ja, logisch. Das ist halt eine Killer-Zeitfahrmannschaft. Mit Voss und Garner. Ahrensmann. Ahrensmann. Selbst ein Garner kann so ein Team machen.

Niclas [00:07:04] Ja, weil Garner schafft auf eine 8%-Rampe jetzt über 90 Kilo.

Björn [00:07:08] Ja, aber guck mal, wie der teilweise Berge hochballert. Also... Vierter als 700 Watt.

Niclas [00:07:14] Ich bin gespannt. Ich muss sagen... Ich habe mir jetzt die Etappen alle so ein bisschen angeguckt. Ich weiß, ich finde so ein bisschen die ganz, irgendwie die letzte Woche ist zwar wohl mit einer der schwersten, die wir so in den letzten Jahren hatten, aber irgendwie die Art der Anstiege und so, die catcht mich gar nicht so krass. Aber ich muss sagen, ich glaube, ich war noch nie so gehypt vor einer Tour wie dieses Jahr, weil es halt, glaube ich, in Frankreich brennen wird, weil die Franzosen, glaube ich, alle so krass heiß sind auf Paul Cezars.

Björn [00:07:54] Ja, aber ich finde allein schon die ersten drei Etappen sind so killerschwer. Also das ist ja kein gemütliches Einrollen. Das geht ja zweite Etappe nach Barcelona rein. Die wird so geil. Da geht es ja erst mal 80 Kilometer so dahin. Und da versucht sich vielleicht irgendeine Gruppe abzusetzen. Aber versuchen wir bei Natur in eine Gruppe zu kommen. Da wird höchstwahrscheinlich zwei Stunden Krieg herrschen.

Niclas [00:08:22] Man muss halt auch sehen, bei Kilometer 85 ist der Zwischensprint. Das heißt, die wollen nicht, dass da eine Gruppe geht.

Björn [00:08:30] Richtig. Dann kommt der Berg. Zweite Kategorie, das ist jetzt auch nicht ohne. Und dann geht es halt so sägezahnmäßig dahin und da wird halt richtig durchgehackt werden. Da kommt dann, keine Ahnung, eine Spitzengruppe von 30 Mann irgendwie nochmal in den dritten Kategorie rein. Und dann sortiert sich das aus. Haben wir ja schon einige Jahre gesehen. Ich weiß noch, das Jahr als Pogi, oh, wer war da noch? Ja, das haben wir jetzt immer wieder gesehen, eigentlich sogar die letzten zwei Jahre, dass selbst diese Anfangsetappen so hart gefahren werden, auch wenn man sich mal die Daten anschaut, wie hoch die Newtonmeter sind, beziehungsweise die Sprintspitzen in diesen, auch für GC-Rider, in den ersten drei Etappen ist halt Killer, ja. Das, was dann interessant wird, ist ja... Etappe 3 und 4, wo die einfach schon mal irgendwie einen Berg der ersten Kategorie vorgelegt kriegen.

Niclas [00:09:29] Ja, was ich noch krass finde, wo ich halt sage, das wird super interessant, ist Etappe 2 mit dieser Côte du Castel de Montgique oder wie das ausgesprochen wird, diese Kategorie 3, weil die letzten 200 Meter 14,7 Prozent im Schnitt haben. Das heißt, die kicken jedes Mal 200 Meter so eine Rampe da drüber Und man muss mal gucken, was für Fahrer dafür quasi am Start sind. Also wenn du jetzt an dem Tag einen Remco zum Beispiel im gelben Trikot hättest, der will das ja nicht direkt wieder loswerden. Das heißt, die werden da mit einem Messer zwischen den Zähnen drüberfahren. Dann hast du Fahrer wie einen Ben Healy, der das super gut kann, der da vielleicht Bock drauf hat, der vielleicht vorher schon in die Ausreißergruppe gehen darf. Du hättest vielleicht sogar einen Tom Pitcock, der das super gut kann. Ein Mathieu Van der Poel kann das theoretisch auch.

Björn [00:10:31] Ja, genau.

Niclas [00:10:32] der kann die Etappe zum Beispiel dann auch gewinnen, weil es ja nochmal bergab geht. Also ich glaube, das wird halt brennen, diese zweite Etappe. Und dann, wie du schon sagst, dritte Etappe, geht es halt direkt über einen Erste-Kategorie-Berg.

Björn [00:10:48] Ja, also das wird... Ich glaube, die ersten drei Tage oder vier Tage werden schon so heftig werden. Und dann schaut man mal, wie stark sich die Leute die Zähne gezogen haben. Und dann wird das halt so ein eventuell langsames Sterben werden. Ja, so kann ich mir das gut vorstellen.

Niclas [00:11:09] Aber sag mal, wer ist denn dein Favorit? Für was jetzt? Gesamtsieg. Ja, also wer zum Gesamtsieg einen anderen Favoriten wie Pogacar nennt, Ich weiß nicht, oder? Also, wenn wir jetzt nur mal auf die bisherige Saison schauen, dann muss Pogacar das eigentlich gewinnen. Man muss halt, finde ich, das darf man nicht unterschätzen, es ist das erste Jahr wieder, wo beide der Top-Favoriten, also wenn wir jetzt mal auf Pogacar und Winnegat gucken, weil die haben beide quasi alle ihre Vorbereitungsrundfahrten klar gewonnen. Mhm. muss man halt ehrlich sagen, dann ist das das erste Jahr, wo beide nochmal wirklich unfallfrei, krankheitsfrei, topfit am Start stehen. Ja. Wismar hat gezeigt, dass sie ein sehr starkes, sehr gutes Team haben. Also das Line-Up, was Wismar da am Start hat, ist auch schon wirklich böse. ich glaube, das wird unfassbar spannend, vor allem, weil Wismar das so, bei UAE weiß man so ein bisschen, okay, da geht es viel so nach dem Bauchgefühl von Pogacar und bei Wismar ist halt alles ganz klar geplant. Die werden da, die haben strikte Pläne und die fahren wahrscheinlich Pogacar in Anführungszeichen hinterher und werden da mit sehr viel Taktik rangehen. Ich glaube, das wird schon eine sehr, sehr spannende Tour zwischen den zwei, aber die ja, ja, die Die Karten sind quasi bei Pogacar, sag ich.

Björn [00:12:38] Ja, aber was passiert es, wenn Del Toro irgendwie Rogue geht und sagt, ja, ich gehe? Wird er nicht. Wird er nicht.

Niclas [00:12:47] Ich sag, Del Toro wird so, der ist loyal genug, der wird so stumpf für Pogi fahren.

Björn [00:12:54] Ja, schau mal. Also ich bin ja immer gespannt. Ich bin, ich glaube ja, dass so so Rennen, die so im Vorhinein so wahnsinnig klar erscheinen, dann meistens doch irgendwie was bieten, was man nicht erwartet. Ja, das hoffe ich. Ich glaube, ich habe irgendwie so mein Bauchgefühl sagt mir, das wird nicht alles so klar durchlaufen.

Niclas [00:13:17] Dein Bauchgefühl sagt dir, Florian Lippowitz gewinnt die Tour de France. Nee, das sagt es nicht. Dann Jonas Abramsen.

Björn [00:13:25] Tobias Halland-Johansen. So. Fährt aufs Podium. Boah, das wär krass. Der wird bei euch die Hütte brennen, oder? Klar. Der ist stark gefahren. Dauphiné. Die letzten Etappen.

Niclas [00:13:36] Aber die erste? Der ist ja im GC in der Dauphiné nicht gut gefahren, weil er am ersten Tag irgendwie drachen gegangen ist.

Björn [00:13:45] Aua. Das darf halt nicht passieren. Okay.

Niclas [00:13:48] Aber jetzt dann eigentlich, weil wenn wir drüber reden, okay, es läuft vielleicht nicht so, wie man denkt. Weil ich würde jetzt mal sagen, die zwei Szenarien, wo man denkt, okay, wie es läuft, ist entweder Pogacar gewinnt oder Winnegard gewinnt. Das sind so die offensichtlichen Sachen. Ja. Dann müssen wir ja über Paul C. Sachs reden.

Björn [00:14:11] Ja, definitiv. Ich glaube noch nicht, also der wird Sicherheit, also ob er das dieses Jahr schon irgendwie dreht, ich glaube nicht.

Niclas [00:14:20] Das hat man bei Pogi aber auch nicht gedacht.

Björn [00:14:24] Ja, aber anderes Thema. Ich habe ihn jetzt zweimal Power Success gesehen, bei Rennen, bei denen er echt gestruggelt hat. Und das war einmal Baskenland, wo er... Hat er aber trotzdem gewonnen. Hat er gewonnen, aber erst mal nur eine Woche, ja. Und auf dieser Etappe, letzte Etappe, als UNOX das ganze Ding komplett auseinandergenommen hat. Trotz seinen Tränen, der da irgendwie 75 Prozent im Wind stand. Vorne war Ben Healy raus, Skiel Mose, also richtige Drücker und UNOX hat das ganze Ding lang gemacht, auseinandergefahren. Und Paul Sextas und Co. haben sich gesagt, ja, ja, und Lipowitz... lass die mal da fahren, wir lassen da jetzt mal reißen, beziehungsweise war dann auch richtig schnell. Und dann haben sie ja alle Panik gekriegt, weil die auf einmal richtig schnell waren. Und dann hat Paul Seixas das ja irgendwie selber versucht, da hinzufahren und die haben sich dann praktisch selber eliminiert. Also es war einfach taktisch ein Fehler, was da passiert ist. Ich glaube, Lipo ist ja noch Zweiter geworden, ganz knapp im GC, ganz, ganz knapp. Es waren ja wirklich nur ein paar Sekunden. Und Tobias wurde dann Dritter. Und da hat der Seixas echt gestruggelt beim Hinterherfahren. Man dachte so, das ist so eine Maschine, der fährt das jetzt zu, so à la Poggi, hat er halt nicht gepackt. Und bei der Dauphiné haben wir auch gesehen, klar, der war super, der war stark, aber der hat sich lang gemacht, war hier und da, war irgendwie nicht so 100% präsent, ja.

Niclas [00:16:06] Das habe ich zum Beispiel bei der Dauphine. Also es ist ja nicht mehr offiziell die Dauphine, aber wir nennen sie mal so. Weißt du, warum er gestürzt ist?

Björn [00:16:18] Das habe ich gar nicht mitbekommen. Ja, doch, doch. Es haben sich ja viele da auf die Nase gelegt. Es war einfach schnell und glatt. Ja, und sie haben es einfach überschätzt. Wobei Sexsass ein brutaler Abfahrer ist, das darf man nicht vergessen. Aber haben es einfach überschätzt. Oder unterschätzt, besser gesagt. Ja. Also, wie gesagt, das ist nicht so ein Fahrer, wo du sagst, legt sich auf die Schnauze, setzt sich aufs Rad oder hier mal irgendwas scheiße gelaufen, das drückt er jetzt durch. Ich hatte so das Gefühl, wenn so einmal so ein bisschen nicht so geil ist, dann läuft das auf einmal nicht mehr.

Niclas [00:17:01] Ja gut, der ist halt auch erst 19 und das wird seine erste Grand Tour, ne? Richtig. Das darf man halt nicht vergessen, Pokacar hatte quasi vor seinem Tour-Sieg, ist der schon mal eine Vuelta gefahren und hat dort auch schon Etappen gewonnen. Ja. Also der ist mit einem anderen Erfahrungsschatz da schon reingekommen.

Björn [00:17:23] Das wird halt echt spannend. Guck mal, Jan Ulrich hat auch erst mal Platz zwei bei der Tour hingelegt, bis er dann gewonnen hat. Okay, also Prozess Sachs wird dieses Jahr Zweiter und gewinnt nächstes Jahr die Tour. Ich glaube nicht, dass er Zweiter wird. Ich glaube noch nicht mal, dass er aufs Podium fährt. Ich glaube aber, dass er eine Etappe oder zwei Etappen gewinnt.

Niclas [00:17:50] Okay, okay. Aber dann musst du ja jetzt noch irgendwie sagen, was wäre denn die Überraschung, wo du sagst, wer gewinnt denn dann überraschungsmäßig die Tour? Weil du ja meintest, du hast so ein bisschen das Gefühl, es wird was anders laufen.

Björn [00:18:07] Ich glaube, dass... Nein, ich glaube, nein. Ich weiß, ich kann mir vorstellen, dass es nicht so kommt, was die Podiums... Platzierung angeht, das ein bisschen durchgemischt wird. Also Pogi wissen wir alle, auch wenn der sich auf die Schnauze legt, steht der auf und fährt einfach wie vom anderen Stern. Hat der ja Mailand San Remo wieder gezeigt, das ist einfach abartig, wo alle anderen einfach weg wären. Der fährt einfach nach vorne und gewinnt. Also ich sag auch, nur er, nur er konnte das machen, weil der Typ vom Kopf her wirklich bulletproof ist. Das muss man jetzt aber irgendwie drei Wochen durchziehen und Ja, ich habe irgendwie so ein Gefühl, dass das so ein bisschen durchgewürfelt wird, ja. Also, wenn alles gut läuft, definitiv Pogi und Winnegard, ja. Sollte man meinen. Ob da jetzt eins und zwei so festgelegt ist, ja, ich sage mal, bei Pogi spricht es einiges dafür, aber irgendwie mal ein scheiß Tag, Knie tut weh, Durchfall, keine Ahnung, ja, oder wie auch immer. Kann sich immer ändern.

Niclas [00:19:17] Davor ist halt keiner sicher, ne?

Björn [00:19:20] Ja, und Platz drei ist halt echt... Spannend. Ja, Lipovic hat eine mega Performance hingelegt bis jetzt. Ich glaube, Lipovic ist wirklich wahrscheinlich so fit, wie er noch nie war. Ja, aber du hast da im Hintergrund halt total viele, die nachdrücken. Du hast El Toro, Seixas, Haaland, Johansen ist auch gut Sechser geworden.

Niclas [00:19:41] Du hast auch, und das muss man auch sehen, du hast einen Ayuso. Ja, genau. Ayuso ist auch noch da, ist auch noch fit. Ist weiter geworden. Du hast definitiv wahrscheinlich auch einen Lenny Martinez, der auch, ob der das über drei Wochen kann, weiß ich nicht, aber er wird motiviert sein, er wird es probieren. Also das ja schon auf jeden Fall. Gut, dann wird es natürlich von den, ich sage jetzt mal, von den Top-Favoriten wird es dann schon deutlich enger. Remco, gut, Remco hast du halt auch noch.

Björn [00:20:18] Ja, aber das ist irgendwie gemein. Den hat ja niemand so richtig, es glaubt ja niemand, dass der irgendwie aufs Podium fährt.

Niclas [00:20:27] Nee, irgendwie nicht. Aber weil er halt auch... Also grundsätzlich, ich mag Remco aus der Perspektive heraus, dass das so ein Kämpfer ist und dass er, sag ich mal, auch nach außen hin seine Emotionen teilt und zeigt. Aber auf der anderen Seite ist das halt so einer... Also keine Ahnung, Poker Char muss am, kommt am, keine Ahnung, siebten Tag, sagt was Böses zu ihm und dann hat er keinen Bock mehr und dann fährt er halt ab dem achten Tag scheiße. Also, ne? Der wacht morgens auf, das Kissen hatte eine Falte, die hat er noch nicht gekannt, hat ihm nicht gefallen, dann fährt er schlecht. Ja. Also, ich weiß nicht, also dann traue ich eher einem Thümen Ahrensmann zum Beispiel ein Podium zu, bevor ich es einem Remco zutraue. Was ist denn mit Carlos Rodriguez?

Björn [00:21:23] Carlos Rodriguez fährt nicht. Ach, der fährt gar nicht? Echt nicht?

Niclas [00:21:28] Wieso fährt er eigentlich nicht? Gut. Das kann ich dir jetzt so nicht beantworten. Aber es gibt auf jeden Fall... Ich weiß nicht, also... Oh, haben wir noch, also ich habe ja erwähnt, dass er fährt, aber wie siehst du denn Tom Pitcock?

Björn [00:21:45] Ja, genau, Tom Pitcock. Hat man den jetzt irgendwo groß gesehen, jetzt rundfahrtstechnisch? Nee. Nee.

Niclas [00:21:51] Aber es ist halt ein Tom Pitcock. Also ich würde sogar, ich sage Tom Pitcock gewinnt eine Etappe und ich könnte mir sogar vorstellen, dass Tom Pitcock die zweite Etappe gewinnt. Ja. Das könnte ich mir echt vorstellen. Zweite, vielleicht sogar auch dritte Etappe. Also dass der gerade so am Anfang sehr gut sein wird. Man muss aber auch sagen, letztes Jahr Vuelta ist ja auch besser gefahren, als wir gedacht hätten, dass er gefahren ist. Mhm. Also ich traue Tom Pitcock schon grundsätzlich von dem Typen her extrem viel zu, weil der natürlich, der ist intelligent, der kann unfassbar gut Fahrrad fahren. Ich weiß halt nicht, ob er es halt auf drei Wochen hinkriegt, weil ich glaube, er ist halt einfach dafür, gerade mit dem Mountainbike und Cross-Background, er ist eigentlich ein zu spritziger Fahrer für diese drei Wochen. Ja. Und er muss schon sehr weit weg von seinem Naturell gehen, um das quasi hinzukriegen.

Björn [00:22:54] Ja, ich glaube auch, dass es kopfmäßig eine harte Nummer ist, da drei Wochen Vollgas mitzufahren mit den aller, aller, aller, allerbesten. Und wenn dann irgendwas nicht passiert, ich meine, die Tour ist immer... Ich habe gestern mit den Jungs geredet, auch mit den Betreuern oder Coaches, die gerade vor Ort sind. Das ist halt nochmal... Allein die ganze Media-Coverage und alles... Das ist halt total crazy. Das ist halt alles hoch X, ja. Das ist halt abgefahren. Das ist anders als ein Giro, das ist anders als ein Vuelta. Und das musst du, wenn du da irgendwie vorne mit rumfährst, musst du es halt drei Wochen lang irgendwie aushalten.

Niclas [00:23:39] Ja, aber ich glaube tatsächlich, also so Media und sowas, das juckt Pitcock, glaube ich, nicht. Ich glaube, der hat in seinem Leben genug im Rampenlicht gestanden.

Björn [00:23:50] Ja, aber ich sage mal, es läuft jetzt eine Etappe nicht so geil. dann fällt er halt, kann ja sein, dass der Mental irgendwie so ein bisschen zusammenfällt, ja. Klar. Also schauen wir mal. Ich glaube, da so ein Winnegard und Pogi, die ruhen da so schön in sich selbst und in Lipowitz mit Sicherheit auch. Und so wie ich die Jungs bei uns kenne, sind die da eigentlich auch sehr entspannt. Von daher...

Niclas [00:24:20] Aber das finde ich jetzt gerade interessant und da musst du mir jetzt eine Frage beantworten. Du arbeitest jetzt, das ist ein bisschen über ein halbes Jahr, arbeitest du jetzt für UNOX oder mit denen. Was würdest du sagen, unterscheidet jetzt nochmal einen Fahrer, den ihr zur Tour de France mitnehmt, zu einem Fahrer, den ihr dann nicht mitnehmt?

Björn [00:24:43] Anforderungsprofil der Tour grundsätzlich?

Niclas [00:24:45] Also da rein der Art von Fahrertyp, der man ist.

Björn [00:24:49] Richtig, ganz genau. Also wie viele Leute willst du mitnehmen? Wie viele GC-Fahrer? Helfer fürs GC nimmst du mit. Also das ist, wenn wir einen Sören mitnehmen, als Sprinter, der ist auch ein guter Zeitfahrer, aber dem wirst du halt nicht so in dem Hochgebirge nutzen können, ja. In Abra wirst du, das ist halt eine Ausreißerkarte, fähr dich aus, ja. Dann hast du einen Magnus Kord, der natürlich auch ein guter Zeitfahrer ist, aber auch da wirst du nicht die super Unterstützung eventuell im Hochgebirge haben, ja. Also das sind so Karten, wo man sagt, okay, da geht man auf Etappensieg. Und dann hast du halt auch mal ganz andere Typen, sowas wie Thorstein Tränen. begnadeter Bergfahrer. Der haben wir auch bei der Dauphiné gesehen. Das war der Typ, der halt noch da war.

Niclas [00:25:44] Haben wir im Endeffekt auch schon von ihm bei der Vuelta gesehen.

Björn [00:25:49] Genau. Der hatte ja auch das rote Trikot. Das ist schon ein guter Typ. Anton Charmi. Kann alles. Der kann einigermaßen klettern, der kann wahnsinnig gut Positionen fahren, der kann die Leute da hinbringen, wo sie hin sollen, kann selber auch Etappen gewinnen, ist ja jetzt auch bei der dänischen Meisterschaft Dritter geworden, obwohl der den Sprint angezogen hat und den ganzen Tag Randade gemacht hat, also Killer Motor, das ist einfach geil, fährt einfach nochmal aufs Podium.

Niclas [00:26:21] Der ist quasi den ganzen Tag für Magnus gefahren?

Björn [00:26:24] Richtig, er hat das ganze Team zum Magnus gefahren, aber der hat halt auch echt Randale gemacht und hat dann den Sprint angezogen. Ich meine, Mads Pedersen und Co waren auch daher und die ledern die halt ab. War schon gut, war echt beeindruckend. Dann hast du einen Anna Skarsgård, der halt auch in der Fläche einigermaßen die Berge hochkommt, auch so eine Maschine. Und dann hast du halt den Bruder von Tobias. Den anderen anders und halt auch, wenn der in Shape ist, kann er halt auch richtig, richtig gut klettern. Von daher ist das die Entscheidung war, wer hilft gut genug am Berg. Und wer ist auch fahrtechnisch so fähig, bergrunter zu kommen, weil es ist ja, ich meine, Berg, erste Kategorie, kriegen wir hin, aber wir sehen ja auch, und das ist ja mit der Änderung, also auch wie Pogi runterfährt oder wie die anderen grundsätzlich runterfahren, das war ja schon mal Chris Froome, wie der teilweise runtergefahren ist, ähm, Du musst halt auch Fahrer haben, die auch bergab unglaublich gut sind. Es bringt ja nichts, wenn du so eine Wattmaschine hast, die den Berg hochfährt, aber jede Kurve zehn Meter zu früh anbremst und dann verlierst du halt 30 Sekunden und dann hast du halt die Spitzenkurve verloren.

Niclas [00:27:50] Oder gibt es ja auch einen bekannten Namen, der irgendwie jede Rundfahrt auf der Schnauze liegt. Ja, gibt es auch.

Björn [00:27:58] Also gibt es immer. Da musst du halt echt so das Gesamtpaket dir aussuchen. Also gute Bergfahrer, die aber auch gut bergab kommen. Und bei uns war es jetzt, grundsätzlich haben wir Leute im Höhentrainingslager gehabt, die wir schon mal so vorsepariert hatten. Die Tourauswahl Bei uns, aber auch bei vielen anderen Teams, was ich zum Beispiel URE, als ich jetzt in der Sierra war und lange Zeit mit Javier gesprochen habe, da ist es, im November steht eigentlich schon der Kader einigermaßen fest. Ja. Steht eigentlich schon fest, nur dünnst du ihn dann aus. Wer ist jetzt, wird nochmal krank und so weiter. Dann nimmst du die Leute mit ins Höhentrainingslager für den, ja, genau aus diesem Grund, damit die halt in Shape sind für die Tour. Und so hat halt jedes Team so seine Typen mit, die halt was reißen können. Wir spielen halt auf mehreren Hochzeiten. Bei Wismar sieht es halt anders aus. Da geht es halt alles um Windegard. Da hast du halt Kletter- und Windbolzer. Und die können halt irgendwie alles. Ich meine ja auch, ein Kampenarzt kann halt auch Berge auch richtig gut fahren. Da ist halt die Ausrichtung ganz klar und bei Tadej ist es halt genau das Gleiche. Da hast du halt Leute, die halt nur dafür da sind, Tadej irgendwie nach vorne zu bringen und das Gesamtding zu gewinnen. Und da hast du halt auch Mannschaften wie bei uns, die halt sagen, okay, wir fokussieren uns natürlich schon auf ein gutes GC-Ergebnis, aber wollen vielleicht auch bei den Etappen irgendwie mitsprechen, ja. Sprich Ausreißer, sprich Sprint, sprich einfach harte Stages, wo man irgendwie vielleicht als endschneller Typ nochmal was reißen kann, sowas wie Magnus Kord, ja. Oder auch ein Anton Schami, der auch sowas kann, wo die Sprinter dann schon rausgeflogen sind. Ja, und so hat halt so jedes Team so seine Taktik. Aber klar, die Auswahl ist immer hart und da gibt es auch echt heiße und hitzige Diskussionen. Ich sage mal so, in der Regel hat man so sechs Fahrer, die sind immer relativ klar und gesetzt, weil die einfach schon gut performen. Und dann hast du halt, ich sage mal so vier Leute, die sind auch so, ja und wie. Und dann gibt es halt mehrere Sitzungen und dann wird halt entschieden, wer mitkommt und wer nicht mitkommt.

Niclas [00:30:36] Aber würdest du, wenn du jetzt mal unabhängig von der Entscheidung eures Teams, wen ihr da mitnehmt, wenn du jetzt auf diese acht Fahrer schaust oder vielleicht nur auf diese sechs Fahrer, wo du sagst zum Beispiel, die sind schon relativ gesetzt, würdest du sagen, die unterscheiden sich irgendwie auch in der, wenn du sie, also auf den kompletten Fahrer schaust, die unterscheiden sich auch irgendwie im, Keine Ahnung, im Mindset, in der Herangehensweise an den Sport, in der Einstellung zu dem Sport, die unterscheiden sich da grundlegend von den anderen? Oder ist es wirklich einfach, ja okay, keine Ahnung, ein Abrahamsen ist halt nochmal ein Stück von seinen physiologischen Fähigkeiten her nochmal ein Stück besser, wie jetzt ein anderer Drücker von euch?

Björn [00:31:26] Also die sind, was sie alle sind, sie sind extrem fokussiert. sehr unterschiedlich. Es gibt ja Leute, da merkst du einfach, da ist eine hohe Anspannung. Aber ich sage mal so, was sie alle, alle, alle haben, sie schauen alle aufs Detail, durch die Bank weg. Manche eher gestresst, Manche eher sehr locker, aber sie sind alle sehr, sehr detailfixiert und merken dann auch, wenn irgendwas nicht so richtig passt, dann geben die dir das auch mit. Ein Abra zum Beispiel eher ein bisschen lauter vielleicht, oder was heißt lauter, einfach so ein bisschen lebendiger. Und dann hast du jemanden wie Anton Schami, der das halt... Kurz erwähnt, leise, aber sie sind alle wahnsinnig detailversessen.

Niclas [00:32:12] Mit detailversessen meinst du jetzt aber zum Beispiel, was jetzt, sag ich mal, die Durchführung ihres Trainings angeht, was die Ernährung angeht. Okay, ich habe hier heute vielleicht nicht ganz so super geschlafen. Also solche Kleinigkeiten, wo die wirklich jeden Tag versuchen, das Maximum rauszuholen.

Björn [00:32:30] Genau, also auch so Training und vielleicht können wir hier nochmal und auch dieses Körpergefühl so. Ich glaube, lass uns nochmal hier schauen. Vielleicht können wir da nochmal was machen. Ich habe gerade so ein Gefühl, dass ich das brauche. Solche Sachen, die sind da sehr, sehr... Ich würde nicht sagen, detailverliebt, aber sie sind sich sehr bewusst, was fehlt. Du kannst die auch fragen, wie schätzt du deine Shape gerade ein? Und dann können die sagen, ich bin eigentlich echt gut drauf. Ohne das so, ja, nehm ich mit und deshalb sage ich es, sondern die sind da sehr, sehr ehrlich. Und was sie auch alle haben, ist das schöne geflügelte Wort Durability. Die gehen halt alle nicht kaputt. Das ist so die Grundeigenschaft. Dieser Fahrer muss einfach sein, dass die drei Wochen irgendwie durchziehen können. Auch wenn sie mal ein paar Scheißtage haben zwischendrin oder auch mal hier locker und da locker. Aber die müssen halt durchziehen können und Was die Jungs bei uns können, oder was man auch grundsätzlich sieht, die sind nach hinten raus, bauen die halt echt wenig ab. Die sind halt immer gut nach hinten raus, weil die halt unglaublich viele Lebenskilometer haben und auch unglaublich viel trainieren. Sind, was Gemeinschaft angeht, wahnsinnig eng. Die meisten von denen kennen sich ja seitdem die Kinder sind.

Niclas [00:34:00] Das finde ich halt bei UNOXO geil. Weil die kommen ja alle aus der gleichen Schule. Das ist so wie wenn du, keine Ahnung, den Nachwuchskader von... NRW holst, was ja relativ viele Fahrer sind, weil NRW natürlich groß ist und viel Radsport hat, wenn du die quasi holst und in ein Worldtour-Team steckst. Die sind groß zusammen geworden und alles.

Björn [00:34:25] Oftmals in diesen Internatsstrukturen gewesen und die sind halt alle zusammen gefahren. Also die kennen sich ja und die Dänen und die Norweger, die kennen sich halt auch alle super, weil die sind halt alle zusammen auch Rennen gefahren. Das liegt ja alles einigermaßen dicht zusammen. Von daher, die kennen sich alle wahnsinnig gut. Die sprechen alle die gleiche Sprache. Also ich meine, Dänen und Norweger verstehen sie ohne Probleme. Kommt drauf an, wo der Akzent in Norwegen herkommt, das muss man nochmal dazufügen. Auch da habe ich so meine Struggles, ja, es gibt manche Norweger, da habe ich gar kein Problem mit und andere, da habe ich gar nichts mehr.

Niclas [00:35:09] Das ist aber auch so, je nachdem, mit welchem Schweizer du sprichst, stehst du ihn oder du denkst dir halt so, was ist das für eine Sprache?

Björn [00:35:20] Ja, genau. Und ich glaube, das macht es schon aus, dass die sich halt wahnsinnig gut kennen und wissen, wie der andere tickt. Und nicht hier so, okay, wie viele Millionen Euro haben wir liegen? Dann kaufen wir den und den und den und strukturieren den jetzt mal so in so ein Team rein. Und das ist, glaube ich, dann auch die große Kunst. Das sieht man ja auch im Fußball. Du hast Weltklasse-Spieler, wirfst sie in ein Team zusammen, Nationalmannschaft, egal welche. Und obwohl die einzelne Qualität so hoch ist bei den Sportlern, bringen sie es dann als Team nicht zusammen. Egal, welche Nationalmannschaft das jetzt ist. Und diesen Effekt hast du, ich sag mal, bei so einem Team wie UNOX nicht, weil die sich halt einfach alle wahnsinnig gut kennen und schon seit Jahren ganz genau wissen, wie der andere tickt. Und taktisch ist auch so, das ist halt wie einen blinden Pass spielen und der kriegt den auf den Fuß. Ja, ist so. Ja, klar. Ja, und je länger so ein Team zusammen ist, desto besser ist es. Es ist auch nicht immer so, dass, das siehst du auch in anderen Teams, dass nicht immer so der super starke Fahrer teilweise mitgenommen wird zu solchen Rundfahrten, wo du denkst, hey, wieso wird der jetzt nicht mitgenommen? Der ist halt, auf den ist Verlass. Du weißt, was du von dem hast. Du weißt, was du von dem kriegst. Du weißt, was der auch außerhalb der Etappen dem Team bringt. Wenn du so einen Typen hast, der solide mitfährt, aber eine absolute Ruhe in den Bus reinbringt, in den Teambus, der ein super Road Captain ist, der die Ansage macht und, und, und, dann ist das mehr wert, als wenn du so einen Superstar hast, der halt die krassen Watt pro Kilo hat. Aber den du halt, der halt irgendwie wild wird ja irgendwann zwischendrin und der nicht einschätzbar ist. Ich meine, wir haben das ja bei UAE gesehen mit Ayuso und den ganzen Sachen. Ja, das war halt nicht mehr kontrollierbar. Ja, genau. Solche Sachen. Das darf halt nicht passieren. Oder Froome als Editor, als er zweiter wurde hinter Wiggins auch da, wie sehr ist das eingebrannt, dass die da wissen, wie der andere tickt. Das sind halt so Sachen. Deshalb nimmst du nicht immer so die Superhelden mit.

Niclas [00:37:58] Wie siehst du es, was ist so die, ich sag jetzt mal die Tourvorbereitung, wenn du sagst, okay, der Kalender steht, also der Kader steht quasi in Anführungszeichen im November, sagen wir mal, von acht Fahrern, die wirklich dann nachher die Tour fahren, hast du, wahrscheinlich habt ihr eine Auswahl von zehn, elf, zwölf Fahrern, wo ihr sagt, okay, Ihr seid quasi das Backup, falls einer von den acht krank wird oder einer performt dieses Jahr nicht, wie er soll, weil irgendwas passiert, whatever. Das sind ja alles Menschen. Wo siehst du die größte Herausforderung in der Vorbereitung einer Tour de France und in der Vorbereitung der Fahrer auf die Tour de France?

Björn [00:38:44] Nicht krank werden, nicht verletzen. Ja, ganz einfach. Das ist eigentlich zu leicht. Ja, keine Trainingszeit verlieren. Das ist das Allerwichtigste. Keine Trainingszeit verlieren und auch zusehen, dass man mental und körperlich peakt, dass das Training so strukturiert ist, dass man dann sagt, okay, hier hast du deine Shape und dass du auch mental Sportler hast, die du nicht so durchgenudelt hast oder so Rennen belastet hast. Deshalb ist es ja auch so wichtig, wenn du dir mal Strukturen von erfolgreichen Worldtour-Teams anschaust, dann geht es ja vor allen Dingen darum, du hast einen Worldtour-Kalender, der muss gefahren werden. Und dann musst du halt viele Fahrer haben, die einfach sagen, okay, wir fahren diese Rennen, damit wir unsere Top-Fahrer fresh haben für die ganz wichtigen Sachen. Also das ist wirklich, ist ja nicht, dass der Pogi alles hört oder der Winnegard, ja, oder deine besten Fahrer. Der Rest muss halt sich, ich nenne es nicht auch veropfern, aber muss halt diesen World Tour Kalender abfahren und auch die Punkte sammeln, damit wir oder mit das Team am Ende der Jahre auch genug World Tour Punkte hat, damit dieser Status erhalten werden kann. Also das ist deshalb zu sagen, wir investieren nur in ein Tour Team. Das kann das große Ziel sein, definitiv. Aber der Hintergrund ist immer, du musst halt auch in Fahrer investieren, die vielleicht gar nicht so so die Killer sind, aber das sind halt die, die das Team am Leben halten. Ganz einfach. Das sind die, die die Meter machen. Richtig. Und die auch die meisten Punkte am Ende des Tages eventuell sammeln. Die, die, ich nenne es nicht Drecksarbeit, aber die das ganze Ding am Laufen halten. Das ist der Unterbau.

Niclas [00:40:39] Wie macht ihr jetzt zum Beispiel, wie, weil ich glaube, das stelle ich mir unfassbar schwierig vor. Du hast ja Fahrer, und das kennt, glaube ich, jeder Athlet von sich selbst, eine gewisse Menge an Wettkämpfen brauchst du ja, um auch für dich selbst zumindest zum gewissen Grad ein Gefühl dafür zu haben, wie fühlt es sich gerade an, was sind meine Stärken, meine Schwächen, Auch um irgendwo ein bisschen, ich meine ja auch, ein Selbstvertrauen in deinen Körper zu haben. Ja, okay, ich kann hier drei Stunden von vorne fahren, jetzt zum Beispiel bei einem Jonas. Wie macht ihr das? Geht ihr da mit dem Fahrer einzeln dran? Und fragt ihn auch so ein bisschen, was würdest du gerne fahren? Was denkst du, brauchst du, um, ich sage jetzt mal, wie du auch gesagt hast, mit vor allem dem richtigen Kopf am Start zu stehen, also irgendwo das Selbstvertrauen zu haben? die mentale Frische aber auch zu haben, weil wenn du jetzt viel zu viele Rennen fährst, weiß jeder, zu viele Rennen macht dich einfach nur fertig im Kopf. Zu wenig Rennen ist vielleicht auch der falsche Weg. Ich denke zum Beispiel, ich bin immer wieder überrascht mit wie wenig Rennen ein Pogacar performt. Also der kommt ja... gefühlt muss der 365 Tage im Jahr nichts fahren, kommt zu einem Rennen und gewinnt. Juckt ihn nicht. Er weiß, er ist der Beste.

Björn [00:42:14] Ja, der hat halt ein Killer-Mindset. Der ist halt auch durch so eine richtige Knochenmühle gegangen. Ich glaube, Adrian Mobil ist der gefahren. Der ist da in Kroatien, Slowenien und so diese richtigen Knochenmühlen-Rennen gefahren, wo es echt heftig ist. Auch fahrtechnisch, das ist halt echt unlustig da. Also, der hat halt schon das, ja, das ist halt einfach, der kann halt richtig Radfahren, fertig, aus. Der kommt halt nicht aus hier Devo-Team und alles, alles supi, ja, sondern der ist halt so die richtig harte Schule durchgegangen. Übrigens in Winnegard auch, ja. Fischfiletier. Ja, klar. Zwischendrin. Also, die haben halt nicht so das Wohlbehütete mitbekommen, sondern die sind halt einfach, vielleicht auch deshalb mental einfach so fähig, ja.

Niclas [00:43:02] Im Endeffekt, Paul Cessax ja auch, Paul Cessax kommt ja aus dem Cross. Der ist ja immer nur Crossrennen gefahren. Der hat auch nicht dieses, hier, ich bin Devo-Fahrer, ich muss 30.000 Kilometer im Jahr schrubben.

Björn [00:43:16] Also, du sitzt die sportlichen Leiter, beziehungsweise Head of Sports in der Regel, man sitzt zusammen. Also man kann den Worldtour-Kalender schon relativ gut planen und man sitzt zusammen, überlegt sich ja am besten jetzt schon bald, welche Rennen, wo sehe ich meine Fahrer. Und dann werden die Fahrer halt auf die Rennen sortiert, wo sie am besten reinpassen. Und zusätzlich noch, wo haben wir noch Blöcke, damit ich die Leute weiterentwickeln kann während der Saison. Das ist ja auch immer so. Ich habe es bei anderen Teams, mit denen ich früher Sachen gemacht habe, mit anderen Sportlern, bei anderen WorldTour-Teams gemacht. Da war das manchmal ein bisschen unvorhersehbar. Da wurden die Fahrer, keine Ahnung, sind zwei Tage im Höhenträgungslager, kriegen einen Anruf hier, du fährst jetzt zu dem Rennen. So, wie, jetzt was? Ich war doch nicht mal Ersatzfahrer. Nee, du sollst jetzt so. dass der Plan für die Sportler steht im Novemberfest, was die fahren. Und dann setzt du dich als Coach hin und weißt, okay, da und da sollte ich schon mal in der Shape sein und da und da sollte ich in der Shape sein. Und ich sage dann, okay, ich strebe die fünf Minuten oder was weiß ich, VHZ-Max-Leistung an und da kann meinetwegen nochmal die... glykolytische Leistung, fauler Max, was auch immer, kann ruhig noch ein bisschen höher sein. Ich reduziere das dann, wenn es dann zur Tour geht. Dann hast du schon mal einen ganz guten Baukasten Und die Rennen nimmst du dann mal mit als Formüberprüfung und guckst. Also ich bin ja auch so, dass ich sage, ich brauche gar keine Rennen. Also zum Beispiel Simon Dalby, der ja eine Killer Tour de Suisse gefahren ist als 17. Und da war halt alles am Start. Und dann fuhr der da irgendwie vorne mit rum. Der hat davor zwei Rennen gehabt.

Niclas [00:45:21] Krass, weil der dieses Jahr einfach krank verletzt war.

Björn [00:45:25] Jetzt halte ich mal fest. Der hatte... Ende Oktober ein Schlaganfall. Wow. Ja, ja, genau. Er hatte, er hat ein Loch im Herzen gehabt. Das ist ja bekannt, was da passiert ist. Der hatte ein Loch im Herzen, da hat sich so ein Blutklumpen, ein Tromp gebildet. Und dann ist er irgendwie zusammengeklappt. Dann haben wir festgestellt, okay, das und das ist es. Dann musste er natürlich Medikamente nehmen. Dann wurde er im Herzen operiert. Dann gab es, nach der OP hat es auch noch mal echt gedauert, weil das lief halt nicht alles so super, super rund. Klar, es ist ein Eingriff. Der fing richtig an mit Training. Ich würde, oder richtig, wir sind dann auf Mallorca, Mitte Januar, fingen wir an mit drei Stunden Grundlage, langsam. So, das war das Training, erste Trainingslage, davor haben wir ein bisschen was gemacht, ja. Drei Stunden Grundlage. Und dann haben wir so zwei, drei, immer so zwei, zwei Tage, drei Stunden, ein Tag Pause, zwei Stunden, so, das war das Training. Dann hat er zwei Rennen gemacht. Ich glaube, eins irgendwo in Belgien und ich glaube, und Frankfurt hat er auch gemacht. Dann hat er wieder einen Riesenblock gehabt und dann kam er halt zur Tour de Suisse und hat da voll rumrasiert. Geiler Scheiß. Von daher, die besten Erfolge mit meinen Sportlern hatte ich, als wir Covid hatten. Weil ich einfach, also ganz platt gesprochen, testen, wo stehen wir? Training aufbauen, machen. Testen, weitermachen. Ich weiß, Timo Loderer, wir reden da jetzt noch drüber, das war wirklich eines der besten und erfolgreichsten Jahre, weil wir einfach vollkommen durchplanen konnten. Und das ist ja bei, ich meine, bei Conti-Teams ist es noch viel blöder mit dem Plan, weil die Rennen, es ist halt so undurchsichtig, wo kommst du rein und wann sind die Rennen und wann wird das offiziell gemacht. Es ist halt viel, viel schwerer, Conti-Fahrer aufzubauen oder Jahrespläne zu entwerfen, weil die Rennen so unsicher sind. Du weißt halt nicht, ob du reinkommst und so weiter.

Niclas [00:47:41] Genau, das wissen viele nicht. So in dem Conti-Team weißt du teilweise, wenn es gut läuft, drei Wochen vor einem Rennen, ah, wir fahren das. Richtig. Also ich weiß, BikeGate hat dieses Jahr schon immerhin versucht, wir haben mal einen Jahreskalender erstellt, der ist einsehbar, aber da sind halt so viele Fragezeichen drin. Ja. dass man so ungefähr abschätzen kann, ja okay, das werden wir wahrscheinlich wohl fahren. Aber dadurch, dass du auf Einladungen angewiesen bist und quasi als Conti-Team immer der Letzte bist, ja vom Veranstalter quasi nach dem Motto, ja mit euch füllen wir auf, ist das halt komplett blöd zu planen.

Björn [00:48:23] Also ich sag mal, das Gute bei BikeAid ist ja, dass die mit Matthias Schnappger da auch jemanden sitzen haben, der halt alle kennt, der halt schon seit Jahren im Geschäft ist, der selber Rennen gefahren ist und... der ist halt bekannt und der hat auch gute Kontakte zu den Leuten. Da ist es dann schon so ein bisschen sicherer. Aber wenn du jetzt ein neues Conti-Team gründest, hey, das ist so crazy. Es werden dann natürlich immer eher die Conti-Teams genommen, wo du weißt, okay, die sind verlässlich. B, die haben gute Fahrer. Ich will da auch ein bisschen Spektakel in dem Rennen haben und nicht Leute haben, die gleich irgendwie alle raustroppen. Von daher, also Conti-Rennplanung ist nochmal deutlich komplizierter als Worldtour-Planung. Worldtour-Planung ist im Idealfall im November abgeschlossen.

Niclas [00:49:16] Und das ist jetzt auch was, wo ich, also durch BikeGate bin ich auch jetzt an einigen Devo-Fahrern quasi mit dran. Und das ist auch was, wo ich bei diesen Devo-Fahrern so drum kämpfen muss. Das sind, klar, das sind halt 17, 18, 19-jährige Jungs. Die irgendwo im Optimalfall träumen die alle irgendwie ein bisschen hin von der Worldtour. Die wollen halt jedes Wochenende zwei Rennen fahren. Und dann wollen sie darauf halt immer noch 25 Stunden trainieren. Wo ich halt sage, ja Leute, ihr müsst euch halt entscheiden. Mach einen sinnvollen Rennplan, keine Ahnung, fahr deine Bundesliga-Rennen, fahr ein paar Rundfahrten und dann fahr ein paar Rennen noch, die dir vom Profil her wirklich liegen und den Rest lässt du raus, weil du musst auch irgendwann mal trainieren und du kannst nicht nur Rennen fahren und nur Stunden schrubben. Da muss ja auch irgendwo ein bisschen Struktur, ein bisschen Planung und sowas rein. Und das finde ich da immer so schwer und deswegen finde ich es manchmal, glaube ich, gar nicht verkehrt, wenn du auf zum Beispiel Mountainbiker guckst, Von der rein körperlichen Leistungsfähigkeit ist ein Mountainbiker zu trainieren ja viel leichter. Weil, keine Ahnung, ein Nachwuchsmountainbiker, der fährt seine Bundesliga und dann fährt er noch ein paar Junior World Series Rennen. So, zack, fertig. Das sind vielleicht 20 Termine im Jahr und das war's. Und die verteilen sich über die ganze Saison. Das ist machbar. Aber Dieses unendlich viele Rennen fahren oder auch so Cross-Country-Fahrer, die noch versuchen, UCI-Punkte zu sammeln. So, ja, ich fahre hier ein Rennen, ich fahre da ein Rennen, dann muss ich da hin. Ja, du sitzt mehr im Auto und fährst mehr Rennen, wie du trainierst. So, wo sollen wir Form aufbauen?

Björn [00:51:13] Ich fahre nach Serbien, um dann nochmal ein C1-Rennen zu fahren. Ja, wir sind vollkommen abgefahren. Ja. Aber das ist ja auch so, ich meine, ich hatte ja gerade einen Kommentar gelesen, ich weiß gar nicht mehr, von welchem deutschen Fahrer das war. War das vom Engelhardt? Ne, ich weiß nicht mehr. In Deutschland generell haben wir ja grundsätzlich das Problem, dass wir, was das Straßenrennen angeht, dass wir da halt echt wenig haben.

Niclas [00:51:43] Das richtige Straßenrennen, jetzt nicht Rundstrecke.

Björn [00:51:45] Ja, ja, genau. Ich meine, in Köln, okay, da haben wir noch Rundstrecke, aber selbst das stirbt ja aus. Und es wird halt immer, immer schwieriger, immer, immer unattraktiver für Veranstalter, Rennen zu organisieren. Ich habe jetzt gerade, ja, Kira, als wir da mit Daniel gesprochen haben über seinen Marathon, den er macht, wo du denkst, ja, hier Startgeld und dann ist die Sache geritzt. Vergiss es. Wenn du nur Startgeld nimmst, das ja schon hoch ist. Oder wo die Leute sagen, wieso, ist ja nicht mal richtig alles abgesperrt. Das deckt gar nichts. Da gehst du halt mit Minus raus. Dann musst du dir halt Sponsoren suchen, die das Ding noch unterstützen. Und dann verdienst du, ja. Weil du musst halt die Feuerwehr XY irgendwie animieren und die kriegen dann Geld und die kriegen dann Geld. Und dann hast du Streckenposten hier und Streckenposten da. Und dann wird es halt teuer, ja. Und ich weiß, früher, da sind wir halt Rennen gefahren. Da standen halt zehn Leute an der Strecke, freiwillig aus dem Verein, haben es dann irgendwie durchgewuppt. Das geht halt nicht mehr. Ist halt nicht mehr drin. Ja, das ist echt hart. Ja. Von daher ist es, ich sag mal so, den Nachwuchs, den wir jetzt kriegen, in Deutschland, das hab ich schon mal gesagt, der ist halt so hoch motiviert, weil die sich halt durch diese ganze durch diese geringe Renndichte beziehungsweise teilweise geringe Unterstützung beziehungsweise da erstmal hinkommen. Ich meine, wenn du in Husum aufwächst und da irgendwie Rennen fahren willst, da gibt es halt keine geilen Vereine. Ist so. Also entweder du willst das wirklich oder du wärst halt gar nichts. Das ist halt in Bayern, wobei Bayern ist jetzt auch nicht so top, aber das ist jetzt so im Saarland, ja, mit BikeAid oder so oder Lotto Kernhaus und so, da hast du halt gleich irgendwie so Adressen, wo du hingehen kannst.

Niclas [00:53:54] Ich glaube, Saarland, Rheinland-Pfalz, NRW ist schon gut aufgestellt. Ostdeutschland auch, mega. Ich bin auch extrem überrascht, was Saarland zum Beispiel im Mountainbike da abreißt. Da haben wir auch richtig gutes Nachwuchsprojekt. Ja, aber es ist auf jeden Fall, ich glaube, für die meisten jungen Fahrer ein bisschen Gedanken über einen Rennkalender machen und ein Mittelmaß finden zwischen, okay, klar, ich muss Rennen fahren, um Erfahrung zu kriegen, weil das muss man halt auch lernen. Aber halt auch, du brauchst auch klare Trainingsblöcke. Du musst ja auch mal zwei, drei Wochen Zeit nehmen zu trainieren, um auch wieder einen Fortschritt zu machen. Das geht nicht, in Anführungszeichen, nicht nur über den Winter.

Björn [00:54:40] Ja, also es ist wirklich... Wie gesagt, Covid war furchtbar, aber zum Rennaufbau mega. Trainieren, checken, wo wir sind, testen, trainieren und so weiter. Ich behalte das, ich mache das immer so. trainieren, checken, wo wir sind, entweder aus Rennen oder aus Tests. Ja, oder ich habe eine gute Rennzahl, muss halt nochmal irgendwas anderes hinterher schieben. In welche Richtung bewege ich mich und wieso bewege ich mich? Und dann fängst du halt an. Je besser die werden, desto kleiner werden natürlich die Leistungszuwechslung. Mal gucken, was was fehlt. Ja, und dann musst du halt mal durch die Daten gehen. Und dann arbeitest du an eventuell Schwächen. Und so ist es eigentlich. Es ist immer eine Iterationsschleife.

Niclas [00:55:27] Eigentlich nicht schwer.

Björn [00:55:28] Ja, aber viele trainieren einfach so blind drauf. Ich glaube, mein Bauchgefühl sagt mir, wir brauchen das. Was teilweise, also gute Trainer haben das sicher schon im Gefühl. Ich bin, glaube ich, nicht so gut. Ich mache das eher so nach, wir brauchen mal wieder Daten.

Niclas [00:55:47] Ich glaube, naja, ich glaube, der Weg über die Daten ist das Bessere. Das Gefühl kann einen oft auch einfach täuschen.

Björn [00:55:56] Ich glaube, beides ist da wichtig. Ja. Jetzt sind wir voll abgedriftet.

Niclas [00:56:01] Das wollte ich gerade sagen. Wir sind vollkommen abgedriftet. Lass doch noch mal kurz das Ganze dann jetzt quasi mit der Tour auch zumachen, weil wir haben jetzt zwar über den Start der Tour gesprochen, aber wir haben gar nicht so richtig über den Mittelteil gesprochen und auch zum Beispiel gar nicht über die Sprints. Ihr habt ja auch einen Sprinter dabei. Sören Warenskjold? Ja. Okay. Ich hoffe, ich habe den Namen halbwegs richtig ausgesprochen. Ja. Aber man muss ja sagen, die erste Flachetappe ist Etappe 5. Vorher passiert eigentlich für die Sprinter gar nichts. Nö, die ist brettflach. Was heißt brettflach?

Björn [00:56:42] Da geht es auch ein bisschen rauf und runter.

Niclas [00:56:46] Ja, ein Kilometer mit 8,8 Prozent, einmal kurz, dritte Kategorie.

Björn [00:56:50] Also die ist... Da muss es einen Sprint geben. Ja, ich glaube schon. Die Spritter werden versuchen, die ersten vier Etappen aus allem raushalten, was geht und so gut sich schonen, wie es geht.

Niclas [00:57:04] Denkst du vielleicht Etappe 4? Aber eigentlich sage ich, wenn man sich das anguckt, zu sehr Ausreißer. Ich sage, Etappe 4 muss eigentlich eine Gruppe durchkommen, oder?

Björn [00:57:15] Theoretisch ja. Die Frage ist... wenn sich bei Etappe 1, 2 und 3 sich die Leute schon so richtig das Messer an die Kehle geliefert haben und noch nicht so der große Unterschied ist und wenn du irgendwie so merkst, so als GC war, ey, irgendwie hat der schon so ein bisschen gestruggelt, hauen wir doch mal auf Etappe 4 nochmal so richtig einen raus. Irgendwie bei Kilometer 93 nach der Sprintwertung den Berg der zweiten Kategorie, 10 Kilometer lang, ballern wir volle Möhre hoch und machen das Ganze nochmal richtig lang. Kann auch passieren. Ich finde, bei der Tour ist es halt nicht mehr so vorausschaubar, wie es vor 10, 15 Jahren war. Da sagst du, hier, okay, klassische Ausreißergruppe. Vor allem jetzt in der ersten Woche, wo alle irgendwie noch ein Bein am Körper haben, das so halb funktioniert. Ist ja so. Kann ich mir schon vorstellen, dass da eigentlich jede Etappe gefightet wird. Und mit Pogi weiß man nie. Wenn der halt Bock hat, geile Beine, ich fahre jetzt mal alles von vorne hier, macht er das halt einfach. Und dann wird auf einmal zu so einer Ausreißer-Etappe. Wird auf einmal in Klass-Math-Entscheidungen gemacht. Klemmt er sich ein Pollitt vorne dran und dann Abfahrt.

Niclas [00:58:38] Ja, das kann echt passieren. Okay, also Etappe 5 geht es dann auf den ersten Sprint. Und dann muss man ja sagen, ja auch eigentlich Banane, Etappe 6 geht es einfach über den Tourmalet.

Björn [00:58:52] Ich meine, also wenig Ruhe. Also mit Sicherheit wird Etappe 5 Sprinter werden, weil alle dann sagen, ich habe die Hose voll. Wir müssen uns hier echt mal irgendwie ruhig bleiben und keine Ahnung. Aber auch, was passiert, wenn jetzt Etappe 5 total windig ist? So krass windig. Und auf einmal, bis man auf die Idee kommt, weißt du was? Mal gucken, wen wir auf dem falschen Fuß erwischen. Lass doch mal eine Kante aufmachen.

Niclas [00:59:23] Man darf halt bei der Etappe nicht vergessen... Ah, jetzt bin ich in der falschen... Ah, nee, doch, hier. Guck. Du bist halt in Südfrankreich unterwegs, ne? Ja. Das heißt, das ist halt jetzt nicht unrealistisch, dass da was passieren kann. so in Richtung, okay, wir kriegen da... Ich weiß nicht, ich kenne mich jetzt mit der Geografie zu wenig aus, von wo könnte da der Wind kommen und so. Das ist jetzt, glaube ich, nicht mehr das, das ist ja bei Tarbé und Po, das ist jetzt nicht mehr das Gebiet, wo der Mistral weht. Der ist ja eher weiter östlich und dann eher nordöstlich. Aber grundsätzlich zum einen kann es da windig werden und zum anderen da unten, da kann jetzt halt auch so richtig der Planet brennen nächste Woche. Ja.

Björn [01:00:16] Ja, also man weiß, früher war das einfacher, heutzutage weiß man nichts mehr. Aber wir können mit Sicherheit sagen, Etappe 6 wird halt abgehen. Also höchstwahrscheinlich, so Klassiker, Berg, erste Kategorie, den Aspen, ballern die voll hoch, dann fällt schon mal irgendwie alles ziemlich auseinander. Dann sind die Favoriten am Tourmalet, zerhacken sich da. Einer der Favoriten versucht, sich vielleicht abzusetzen in der Abfahrt. holt er schon mal ein paar Sekunden raus und dann geht es nochmal den letzten Anstieg hoch. Da sind sie dann wieder vielleicht irgendwie wieder alle zusammen.

Niclas [01:00:53] Das finde ich jetzt aber interessant an dieser Etappe. So wie du das sagst, kann das passieren. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass UAE sagt, ja okay, der letzte Anstieg ist nur Kategorie 2. Der ist zwar 18,7 Kilometer lang, aber der hat halt auch nur 3,7 Prozent. Also was ist, wenn die sagen, ja okay, wir kontrollieren das hier komplett hoch. Oder anderes, Ausreißergruppe.

Björn [01:01:20] Oder halt eine Ausreißergruppe. Ausreißergruppe mit guten Fahrern, keine Ahnung, so Typ Kampenards. Kommt da noch mit rüber über den Tourmalet als erster, hackt da runter. Oder Healy. Ja, oder Healy. Aber wen haben die da im GC? Ich meine, dass sie da so... Stimmt, Carapaz. Aber dass du da so Satellitenfahrer hast, die halt auch windmäßig echt richtig gut sind und die lässt du dann da vorne rumschruppen und du kommst da als, keine Ahnung, GC-Fahrer unten an, klemmst dich da hinter die Typen rein, haben wir ja schon öfters gesehen, ja, ich meine, Wout hat das auch ein paar Mal gemacht, klemmst dich da hinten rein und schrubbst das Ding hoch.

Niclas [01:02:06] Auch das kann passieren. Boah, dann überleg mal, Quinn Simmons geht an dem Tag in die Ausreißergruppe, Ayuso attackiert über den Tourmalet,

Björn [01:02:15] Ja. Das kann alles passieren. Also auch viele Szenarien. Dann kommen wir... Dann wird es wieder flach. Dann wird es wieder flach. Bordeaux ist immer Sprinter-Etappe. Dann wird es wieder flach.

Niclas [01:02:27] Wieder... Ja.

Björn [01:02:28] Flach. Flach, dann... Ausreißer. Ausreißer. Etappe 9, 100%. Ja, ja, ja.

Niclas [01:02:33] Ja, Ausreißer. Komm, musst du fürs Team sagen, Abrahamsen.

Björn [01:02:37] Abrahamsen, Charmy.

Niclas [01:02:38] Das sind so... Dann haben wir einen Ruhetag nach neun Etappen. Also, Quinn Simmons hat ja eine, sagen wir mal, schwierige politische Einstellung. Hat er? Gar nicht. Quinn Simmons war doch in seinen Anfangsjahren extremer Trumpy Boy und hat da auch teilweise sehr rechte Kommentare gebracht und auch gepostet und so. Er hält sich da jetzt aber die letzten Jahre sehr bedeckt. Chloe Deigert war ja auch so ein bisschen schwierig.

Björn [01:03:06] Chloe Deigert ist dieselbe Richtung. Die putzt gerne, habe ich gesehen. Und sie ist sehr gläubig. Ja. Ich glaube, ich will auch einen Bibelspruch an meiner Kettenstrebe haben.

Niclas [01:03:18] Willst du einen Bibelspruch an deiner Kettenstrebe? Nein, ich will es nicht haben. Ich bin Atheist. Oder ich bin. Ich glaube, ich druck dir jetzt, ich kriege die ganze Zeit so Werbung für so Sticker und sowas. Ich glaube, ich lasse mir da jetzt so einen geilen Bibelspruch irgendwie draufdrucken und schicke dir den zu, dass du ihn dir aufkleben kannst. Ja, ich weiß nicht, was ich... Soll ich weniger Bücher von Richard Dawkins lesen? Etappe 10. 3.800 Höhenmeter. Sieht erstmal nach nicht krass aus, aber da sind zweimal erste Kategorie drin.

Björn [01:03:55] Das ist superschwer. Entweder wird es eine Verwaltungsetappe werden und Ausreißer, aber dann hast du halt so, dann sind das halt so Ben Healy, Thorstein Tränen, das sind halt so Ausreißer, die halt so richtig gut klettern können.

Niclas [01:04:10] Ich hoffe wirklich, Ben Healy hat Form und hat richtig Bock. Bock hat er immer. Ja, aber ich finde, der fährt halt... Klar, sein komisch geneigter Kopf sieht so ein bisschen krankhaft aus. Also irgendwie so nach... Leichten Lähmung. Ja. Du fährst dich hier so aus dem Leben, dass du gelähmt auf dem Rad sitzt. Aber der geht halt geil attackieren. Der fährt los. Das macht schon Spaß, dem auch zuzuschauen. Da würde ich schon gern was sehen.

Björn [01:04:42] Ja, dann haben wir wieder zwei Etappen, die brettflach sind. Ja, 11 und 12. Ja, so, dann haben wir, das ist die Etappe nach Belfort. Da bin ich ja, da fahre ich hin. Ich bin zwei Tage unten. Also praktisch, wenn die da bei Freiburg in der Nähe sind, fahre ich rüber. Mhm. Spannende, also lang. Also könnte ich mir auch vorstellen, dass das eine Ausreißergruppe da irgendwie versucht, sich da über den Berg zu retten.

Niclas [01:05:13] Weil im Endeffekt, es ist halt brettflach bis Kilometer 138. Und dann kommt ein kleiner, der Col de Croix, 5,1, 4,8 Prozent. Ja, ist jetzt nichts Wildes. Aber dann kommt Ballon d'Alsace mit 9 Kilometer und 7 Prozent. Ist schon ein richtiger Berg. Ja. Aber dann geht es halt danach auch nochmal 25 Kilometer bergab und flach ins Ziel. Also so richtig GC. Gehst du hinten eigentlich rüber? Das ist ja nicht weit von dir, ne? Ist ja alles bei Colmar. Ich bin nicht am überlegen. Ich war ja gerade in der Nähe von Markstein in Saint-Rue-Plan-de-Mer am See. War ich gerade ein paar Tage. Gibt es einen schönen Campingplatz. Ich bin gerade die Ballon d'Alsace, Grand Ballon, Markstein, bin ich gerade alles gefahren. Sind jetzt alles keine superschweren Berge, ne?

Björn [01:06:06] Ne, aber das sammelt sich ja. Ich meine, jetzt auch wenn wir von Mühlhausen nach Markstein fahren. Das sind halt 3.800 Höhenmeter. Das ist schon echt ein Kinderprofil, ja. Also ich glaube, die ersten vier Tage werden wir schon mal ein richtig großes Durcheinanderwerfen oder großes Setzen des GCs haben. Und dann haben wir ein bisschen Ruhe. Und dann, glaube ich, dann geht es halt so in die letzte Woche und dann sind halt alle schon richtig, richtig platt. Aber denkst du...

Niclas [01:06:39] Stage 13, Stage 14 und dann natürlich auch Stage 15 mit knapp 4000 Höhenmeter.

Björn [01:06:45] Ja.

Niclas [01:06:45] Denkst du, da geht das große GC-Battle, da geht es schon voll ab?

Björn [01:06:51] Da wird es spätestens da, wird sich setzen. Also klar, vielleicht haben wir unsere beiden Superstars da vorne irgendwie schon irgendwie gesettet. Dann wird man sehen, ob nun eins oder zwei irgendwie sich das tauschen wird. Aber theoretisch jetzt... ist dann, glaube ich, so der große Kampf um Platz 3 da entbrannt. Wer hält es am besten durch? Ich meine, Lipowitz hat ja letztes Jahr bewiesen, dass der halt nicht müde wird. Also könnte spannend werden, aber es gibt ja auch viele andere. Wir haben ja auch den Tobias da, der mich das definitiv zutraut, sowas auch dann hinzukriegen. Und ja, da wird es halt abgehen. Aber wie gesagt, ich glaube ja auch in so eine Überraschung noch. dass da irgendwas noch, einer der großen Favoriten sich noch auf die Schnauze legt.

Niclas [01:07:44] Und nach Tag 15 Ruhetag und dann Tag 16 Zeit fahren mit einem Anstieg von 9,6 Kilometer mit 4,2 Prozent. Das wird, also es ist halt nicht flach genug, als dass ich sage, okay, Ghana gewinnt. Ich sage eigentlich, das ist ein Remco-Zeitfahren.

Björn [01:08:02] Findest du nicht? Also das ist ein Remco-Zeitfahren, da muss man erst mal gucken, wie ist Remco noch im Rennen. Gut, ein Remco muss man auch erstmal bis Etappe 16 bringen irgendwie. Also wenn der da aus dem GC raus ist, sagen wir mal, der ist schon irgendwie bei Etappe 10 irgendwie raus und sieht da nichts mehr und er hat noch die Motivation, dann schont er sich halt mit Sicherheit komplett durch und will das Zeitfahren noch gewinnen. Das ist Option 1. Die Abfahrt darunter ist nicht einfach, so wie ich das jetzt irgendwie verstanden habe.

Niclas [01:08:41] Ja, also sieht man auch in Pro Cycling Stats auf der Karte, da sind ein paar Kurven drin, da sind ein paar komplett 180 Grad Kurven drin, gerade unten raus, ein paar 90 Grad.

Björn [01:08:55] Genau, ich glaube, in der Stadt ist es übersichtlicher, aber wenn wir dann vom Anstieg, zweite Kategorie, runterfahren, da hinten raus, ja, ja, ja, Die musst du schon kennen.

Niclas [01:09:07] Da ist auch eine S-Kurve drin, die musst du halt richtig kriegen, sonst lässt du da schön Zeit liegen.

Björn [01:09:14] Ja, also bin ich gespannt. Spannendes Zeitfahren. Ich hätte mir ein brettflaches Zeitfahren auch irgendwie gewünscht. Weil das hätte dann so ein bisschen... So ein Gunner. Ja, ja, genau. Weil das hätte so ein bisschen so die klassischen GC-Fahrer eventuell noch mal so ein bisschen durcheinander gewürfelt, ja. Dann hätte es halt in Winnegard nicht so einfach gehabt. Wobei, man muss dazu sagen, ja, mit drei... 4,3 Prozent... 4,2 auf 9,6 Kilometer. Das ist... Ja, da ist die Überholdynamik halt schon entscheidend, ne?

Niclas [01:09:48] Ja, also die steilsten Stücke in dem Anstieg sind 5,2, er hat aber auch zwischendrin mal 2,3 Prozent. Also es ist jetzt wirklich, das ist kein, in Anführungszeichen, richtiger Bergberg, aber es sind halt doch 800 Höhenmeter. Ja, ja.

Björn [01:10:04] So, dann gucken wir mal, Etappe 17, 100 Prozent Ausreißer. Alle GC-Fahrer haben sich irgendwie platt gemacht.

Niclas [01:10:11] Ja, oder Massensprint. Ich glaube... Weil mit der Sprintwertung, guck mal, du hast eine Sprintwertung bei 147 von 171 Kilometern. Das kann auch... Weil guck mal, die Anstiege sind ja weit genug weg.

Björn [01:10:24] Ja, aber ich glaube, irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass die dann schon irgendwie so platt sind.

Niclas [01:10:32] Ich könnte mir da eher, ja, aber ich sage da eher, das wird Alpecin, mach das auch zu einer Spendetappe.

Björn [01:10:40] Das kann schon, ja, definitiv, das kann gut sein, weil die haben eh dann nicht so den großen Auftrag. Das ist so eine Etappe, wo die sagen, okay, da müssen wir jetzt was reißen. Die haben ja theoretisch zwei Tage vorher Ruhe gehabt. Richtig, und dann haben wir die Etappe drauf, holen die wieder gar nichts, weil da geht es halt nochmal wieder so richtig ab. auf der Etappe. Mal gucken. Ich glaube, das wird dann auch so eine Etappe werden, wo ja alle, die im GC noch nicht so gefestigt sind oder irgendwie einen draufgekriegt haben beim Zeitfahren, die werden auf so einer Etappe nochmal richtig abrocken und versuchen dann nochmal wieder Zeit gut zu machen.

Niclas [01:11:27] Bevor es dann halt richtig, richtig abgeht. Also 19 ist ja schon hart. Wir fahren quasi einmal Alpe d'Huez hoch. Das wird schon nicht einfach so. Da haben wir eine erste Kategorie, relativ, oder wir haben, wir starten mit einer zweiten Kategorie, dann kommt eine erste Kategorie, dann geht's flach, Sprintwertung, zweite Kategorie, den Ornan hoch, alles nicht wild und dann halt Alpe d'Huez. Klar, da wird's brennen, da geht's ab. Aber eigentlich bin ich mal gespannt, wie wird Etappe 18 und 19 mit dem Hintergrund, dass wir halt auf Etappe 20, ist es eine der schwersten Tour-Etappen ever? 5.400 Höhenmeter in einer Touretappe. Auf nur 170. Das ist komplett Banane. Ja, das ist schon fast für den erwöhnten Gaumen. Guck mal, du fährst den Col de la Croix de Fer. 24,1 Kilometer, 5,2 Prozent im Schnitt. Dann fährst du runter zu einem Zwischensprint. Dann kommt das Telegraph. Den Klassiker Telegraph Galibier. Ja. So, da fährst du ja, ich sage jetzt mal gesammelt, plus minus eigentlich 29, 30 Kilometer mit irgendwas um die 7 Prozent hoch. Klar, du hast eine kurze Abfahrt dazwischen, aber es geht eigentlich 30 Kilometer berghoch.

Björn [01:12:44] Ja.

Niclas [01:12:45] Riesengelange Abfahrt. Und dann fährst du den Col de Sarenne. Aber es ist halt nicht eine richtige Bergankunft, weil danach geht es noch mal... 850 Meter mit 6% hoch und dann hast du das Finale, wo du von hinten quasi nochmal Alpe d'Huez hochfährst.

Björn [01:13:02] Ja, aber oben an dem sozusagen vor Alpe d'Huez, an dem Anstieg, an dem XRN, da kommt glaube ich, also ich gehe davon aus, dass da nur einer ankommt und dann die letzten 11, 12 Kilometer das Ding dann alleine durchdrückt.

Niclas [01:13:19] Das heißt, du sagst, also am Sarren hat Pogi die Tour gewonnen.

Björn [01:13:24] An Sarren hat jemand die Tour gewonnen. Okay, okay. Ja, das ist, glaube ich, so sehe ich das. So, und dann haben wir wieder die geile Etappe. 21.

Niclas [01:13:35] Eigentlich die letzten Tage der Tour, du kannst den ganzen Tag vorm Fernseher sitzen. Ja.

Björn [01:13:42] Ja, also ich meine, wie geil ist ja auch schon letztes Jahr die Etappe gewesen, ja? Und dass sie das jetzt wieder mit Montmartre reingenommen haben, ist einfach Killer. Die Stimmung da. Dreimal im Schluss Montmartre, das wird so krass.

Niclas [01:13:58] Ich finde es aber auch ein bisschen schade für die Sprinter, weil dieses Jahr die Tour, klar, du musst auch... Besser als die Moelter, ne?

Björn [01:14:08] Die hat halt gar nichts mehr für die Sprinter. Da brauchst du gar nicht mehr jemanden hinschicken.

Niclas [01:14:15] Ja, aber du hast halt da schon irgendwie so, weil das grüne Trikot ist ja schon besonders einfach, das zu holen.

Björn [01:14:24] Aber die Punkte wurden doch jetzt geändert. Davon weiß ich nichts. Ja, es gibt irgendwie weniger Punkte oder Anderspunkte, sodass Pogi nicht gleich das grüne Trikot wieder kriegt. Ja, okay.

Niclas [01:14:36] Das wäre halt bei dieser Tour halt auch krass, wenn Poggi alle Trikots gewinnt.

Björn [01:14:42] Aber ich meine, also ein Philipsen oder ein Thunderpool, dem traue ich Paris zu.

Niclas [01:14:47] Oh, denkst du, Thunderpool könnte auf...

Björn [01:14:50] Also Van der Poel geht nicht auf Grün. Nein, nein, aber ich könnte mir vorstellen, dass er so eine Etappe in Paris gewinnt. Okay, ja, klar. Also ich meine... Vor allem, weil Wout nicht da ist. Richtig, Montmartre liegt dem... Also das kriegt er ohne Probleme hin. Auch in Abrahamsen war Wout der Etappe nicht schlecht letztes Jahr. Der fuhr da auch mit. Auch ein Pogi war nicht schlecht.

Niclas [01:15:18] Das ist ja immer so, der ist halt... Der Typ ist so unsympathisch gut. Vor allem jetzt mit dem Eminem-Haarschnitt. Der gewinnt das Ding. Ich glaube an die Überraschung. Okay, pass auf. Eine Frage habe ich noch an dich. Und den haben wir gerade schon angesprochen. Was, denkst du, ist der Plan von Mathieu van der Poel? Weil... Der hat ja gerade bei der Tour de Suisse was gemacht, was wir noch nie von ihm gesehen haben. Oder schon mal in Ansätzen vielleicht gesehen haben. Aber warum fährt der plötzlich schnell Zeit? Und warum vor allem, wir wissen ja, Mathieu van der Poel ist ja jemand, der kann alles. Bis auf jetzt Hochgebirge, der kann alles. Er muss halt aber den Bock dazu haben. So. Warum hat ein Mathieu van der Poel plötzlich Bock auf Zeitfahren? Wo kommt das her? Was denkst du? Kann ich dir nicht sagen. Ich sage, da ist ja ein Plan dahinter. Mathieu van der Poel fängt doch nicht einfach so an und sagt, okay, ich arbeite mich jetzt noch mal ins Zeitfahren rein.

Björn [01:16:30] Ja, gut. Also, ich würde ihm ja sogar das Zeitfahren, der Anstieg ist jetzt nicht so killer, wenn der aerodynamisch gut sitzt. Muss er ja sitzen. Muss gut sitzen, wobei die Etappe, da sind die Watt pro Kilo, wobei wenn er sich komplett durchschont. Also ich glaube schon, dass Paris könnte total spannend für den sein. Und dass es so ein paar Etappen gibt, wo der sagt, okay, da will ich einen raushauen. Auch die Etappe... Etappe 2. Etappe 2, definitiv, gelbes Trikot, why not?

Niclas [01:17:04] Ja, also absolut. Denkst du, Alpecin wird so hart und schnell auch versuchen, im Teamzeitfahren gemeinsam zu fahren, damit Mathieu auf Etappe 2 gelb holen kann?

Björn [01:17:15] Das wird schwer, aber kann ich mir schon, why not? Ich weiß nicht. Also wenn er schon so gut im Zeitfahren ist, vielleicht haben sich alle ja mal vernünftig aerodynamisch angepasst. Wobei, die saßen ja immer schon gut. Aber dass die sagen, okay, why not? Haben ein neues Fahrrad, soweit ich weiß, oder? Kenyon hat ein neues TT-Bike gebracht. Könnt ihr mal Wahlsleben schnell in der WhatsApp schreiben. Wollen die das gewinnen? Was macht ihr? Wobei er beim Giro war.

Niclas [01:17:47] Ich weiß nicht, ob er über der Tour ist. Und dann natürlich müssen wir jetzt einfach obligatorisch, damit das in drei Wochen richtig schlecht altert. Jeder sagt einmal das Podium. Jeder sagt einmal Bergtrikot, einmal Sprinttrikot und bester junger Fahrer.

Björn [01:18:04] Bester junger Fahrer ist einfach Sextas. Fällt Del Toro noch rein? Weil ich hätte Del Toro vorne gesehen. Ja, ich glaube, Del Toro brennt sich auf. Ich glaube, der wird irgendwann... Ich glaube, Texas darf halt fahren, wie er will. Del Toro muss wahrscheinlich arbeiten.

Niclas [01:18:22] Dann sage ich aber, um was anderes zu sagen, sage ich, Del Toro holt weiß.

Björn [01:18:28] Ja, okay. Sprint?

Niclas [01:18:29] Ich glaube, Philipsen. Ja, ja, ja, ja. Ich weiß gar nicht. Ich könnte mir vorstellen, Philipsen, weil er von den Fahrern, die am Start stehen, am besten über die Berge kommt.

Björn [01:18:42] Nee, ich sag Mats Pedersen. Mats Pedersen. Uh.

Niclas [01:18:45] Aber denkst du, Mats Pedersen kommt gut genug über die Berge, als dass er dann frisch genug ist, um auf den Etappen, wo es zählt, Punkte zu holen?

Björn [01:18:57] Ja, ich glaub das.

Niclas [01:18:59] Mats Pedersen.

Björn [01:19:00] Okay.

Niclas [01:19:00] Dann ganz schwieriges Ding, Bergtrikot.

Björn [01:19:02] Ja, höchstwahrscheinlich, der hätte auch das gelbe Trikot geholt.

Niclas [01:19:06] Ja, das ist ja, das ist jetzt aber langweilig. Wir müssen einen Bergfahrer tippen. Also wir können jetzt nicht sagen, Winnegard oder Carapaz. Ich hätte aus dem selben Team gesagt, Healy. Ja. Ich würde Healy gerne im Bergtrikot sehen. Das wäre cool.

Björn [01:19:23] Ich würde gerne Thorstein Tränen im Bergtrikot sehen.

Niclas [01:19:27] Schreib ihm nur WhatsApp. Ich rufe ihn gleich mal an. Björn Kafka ändert Pläne von UNOX. Wir haben heute im Podcast entschlossen, alle fahren für Thorstein Tränen auf Bergtrikot. Ja.

Björn [01:19:39] Okay, also ich sage Carapaz.

Niclas [01:19:41] Okay, okay. Dann die alles entscheidende Frage. Wer macht das Podium? Ach so, das Podium, ja. Du kannst jetzt 3, 2, 1 sagen oder du sagst, wer gewinnt, Zweiter und Dritter wird. Ich habe mein Podium schon im Kopf. Das ist relativ uninteressant.

Björn [01:19:58] Also, ich glaube... Ich bin jetzt total patriotisch. Bin ich auch. Pogi gewinnt, Winnegard zweiter. Und dritter wäre Tobias Johansen.

Niclas [01:20:07] Ah, okay, du bist so rum patriotisch. Ja, gut. Ich sage eigentlich, du bist dann teampatriotisch. Okay, ich sage, es ist halt, der Traum wäre quasi Pogi, dann wird es halt wahrscheinlich Winnegard und dann Lipowitz. Wobei ich sogar sage, und das fände ich ultra geil, überleg mal, Pogi gewinnt Lippo zweiter und Winnegard nur dritter. Kann auch passieren.

Björn [01:20:30] Nudo, einer crasht raus. Einer hat einen Scheißtag. Eigentlich, einer crasht immer raus.

Niclas [01:20:36] Irgendjemand fliegt immer von der Top-Favoriten.

Björn [01:20:38] Einer crasht raus, wobei die beiden, Winnegard und Pogi, die crashen halt fast nie raus. Also eigentlich nie. Aber sagen wir, einer crasht raus. Die zwei sind zu konstant. Einer crasht raus, einer von den richtig Guten. Einer wird irgendwie... keine Ahnung, ist die falsche Pasta und Lipowitz gewinnt.

Niclas [01:20:58] Das ist ohne Scheiß, ich sag, es wird komplett abgehen in Deutschland, wenn Lipowitz, also das ist ja jetzt schon so, KT Memes hat Lipowitz irgendwie auf dem Papstbild gefotoshopt und hat es immer noch als Profilbild. Es gibt einen eigenen Song. Ich sag, wenn Lipowitz die Tour gewinnt, der ist der neue Hero. Ja. Der kriegt einen lebenslangen Vertrag bei Bora. Die Frage ist, ob er das will. Ja, gut. Die Frage ist, ob er das dann will, klar. Nee, der wechselt dann zu Lidl-Trek. Eventuell. Zusammen mit Christian Niermann. Zusammen mit Dan Lorang. Wechselt der auch zu Lidl-Trek? Hallo, hast du das nicht mitbekommen? Nee. Doch. Echt? Uh, dann kocht Lidl-Trek ja schon richtig vor. Ja, die haben noch die mega Einkaufsbälle gerade. Sorry, ich habe nur Christian Niermann mitbekommen.

Björn [01:21:52] Nee, nee, das wäre richtig, richtig, richtig. Guck mal hier, dann Loran, Lidl. So, hier, bestätigt. Nicht nur Niermann, auch Loran zu Lidl-Trek.

Niclas [01:22:01] Zweiter Sechster. Ja, dann Lippowitz gewinnt die Tour. Und wechselt dann zu Lidl-Dreck. Ja.

Björn [01:22:07] Also, Darmorang wird Head of Performance. Oh, dann kaufen die ja richtig ein. Ja, klar. Das ist jetzt... Die Frage ist immer... Klar, man kauft jetzt Leute mit brutaler Expertise ein und auch brutale Fahrer. Die Frage ist nur, klickt das dann auch?

Niclas [01:22:24] Das ist ja das, was du gerade schon berichtet hast, dass das halt als Team, dass gerade Radsport natürlich irgendwo auch zu großen Teilen ein Einzelsport ist. Also ich glaube, Pogacar wirst du in jedes Team rein und das läuft. Aber ich glaube, man darf auch nicht vergessen, was zum Beispiel UAE für ein krasses Team ist durch Pogacar. Weil da wird nicht angezweifelt, für wen hier gefahren wird. Es ist ganz klar, es wird für Pogacar gefahren. Und jeder will auch für Pogacar fahren, weil er so ist, wie er ist.

Björn [01:23:01] Ja, also es gibt ja auch gar keine andere Möglichkeit, weil der fährt ja eh nie. Und ich glaube auch der Scheck, den man kriegt, der ist auch so gut, dass man sagt, fuck drauf, fahre ich 180 Kilometer im Wind, ich kriege halt meine hohe siebenstellige oder meine siebenstellige oder hohe sechsstellige Summe jedes Jahr. Von daher, alles easy. Machen wir das halt. Fahren wir halt. Ja, gerne.

Niclas [01:23:29] Gut. Gut. Haben wir es. Da haben wir doch eine schöne Tour de France-Folge. Ja. Ich bin mal gespannt, wie gut sie altert. Was Ende Juli wir dazu sagen werden. Ich verkrieche mich unter meine Matratze. Komplett ins Klo gegriffen. Letztes Mal hast du so schöne Zeitfahrvorhersagen gegeben. Jetzt hast du noch gar keine Zeit genannt, was das morgen wird.

Björn [01:23:54] Oh, das ist beim Teamzeitfahren fast unmöglich. Das ist... Boah, da musst du wirklich jeden CDA-Wert von jedem Fahrer kennen und wie die sie ablösen und bla bla bla. Keine Ahnung.

Niclas [01:24:06] Das heißt, wir geben zum... Was war es? 16. Tag? Wir geben zum 16. Tag eine Zeit ab.

Björn [01:24:14] Also pass auf. Schätz einfach mal. Okay, warte. Gib mir mal eine Minute. Du darfst jetzt mal so Alleinunterhalter sein.

Niclas [01:24:22] Wir können ja nochmal auf das Zeitfaden draufgehen und uns das nochmal angucken. Also es sind glatt 20 Kilometer. 19,6 ist es angegeben. Es ist im Endeffekt, wir haben die erste Zwischenzeit bei 4 Kilometern. Die zweite Zwischenzeit bei 10,5 Kilometern. Die dritte Zwischenzeit bei 15,5 und nach 15,5 geht es dann in den Anstieg rein. Der hat 900 Höhenmeter mit 5,5 Prozent. Dann geht es runter und dann haben wir diese letzte Rampe Côte d'Estade Olympique mit 700 Metern und 7,9 Prozent. Also ich denke, ich persönlich denke fast, das wird auch Pogacar gewinnen, weil die Jungs sind halt schon top unterwegs. Del Toro fährt dem da das Ding Vollgas rein. Pogacar gewinnt das Ding. Oder halt echt Remco. Das könnte halt auch das Teil sein.

Björn [01:25:13] Remco könnte es auch schon wirklich... Ja, wäre ja sinnvoll. Wenn du was holen willst, dann da.

Niclas [01:25:20] Also wenn er einmal in Gelb fahren möchte, dann muss er eigentlich da in Gelb fahren. Ja. Ja. Wobei, ich weiß gar nicht, bei Red Bull, die anderen Jungs sind gar nicht so die Zeitfahrmonster, die man so kennt. Also bis auf Remco, da sehe ich ehrlicherweise UAE besser aufgestellt und da sehe ich auch fast Ineos besser aufgestellt. Man muss dann halt auch sagen, Decathlon hat auch echt viel am Zeitfahren gemacht. Ähm, Die haben ja echt, was Fahrrad angeht, was Helm angeht, da wurde schon viel optimiert. Aber eigentlich, das wird ein Zeitplan, sage ich, zwischen UAE und Wismar. Und dann Platz 3 oder vielleicht noch so überraschungsmäßig wird es Ineos. Das wird spannend. Aber ich muss auf jeden Fall noch, weil ich spiele ja wieder im Freundeskreis hier Tour de France Fantasy, wo man sich sein eigenes Team bauen kann. Du musst mir jetzt noch die Zeit geben, weil du kriegst morgen, wenn du die richtige Zeit vom Zeitfahren getippt hast, kriegst du 200 Extrapunkte. Ich kriege hier gerade Druck von dir. Ja, klar. Ich brauche eine gute Zeit. Der Zeitrahmen, den man angeben kann, ist 15 Minuten bis 25 Minuten. Ja, aber ich schaue mal, ob ich das jetzt so schnell hinkriege. Das ist jetzt ein unfairer Vorteil, den ich habe. Aber die anderen, ich werde die Folge, denke ich, heute noch fertig machen. Das heißt, wir laden die heute hoch im besten Fall. Oder spätestens morgen früh. Das heißt, die Leute könnten die Folge ja hören, auch aus meinem Freundeskreis. Und dann hätten sie die Zeit ja auch. Somit ist es nicht ganz so unfair.

Björn [01:27:09] Ja. So. Guck mal, dieses dumme Pfeil funktioniert nicht. Why not? Ich habe leider kein gutes Pfeil von dem Rennen. Das ist natürlich jetzt hart. Aber warte, ich mache es jetzt mal so richtig oldschool. Also, Excel.

Niclas [01:27:24] Packst du dein Excel-Tool aus? Das berühmte Excel-Tool. Ist das auch in dieser geilen Excel-Liste drin, die du mir mal gezeigt hast? Ja. Die ist so toll. Also, pass auf hier, Aero. Ich weiß nicht, guck mal, die Jungs sind ja die ganze Zeit so bei Zeitfahren ein 50er-Streifen fahren die da. Ja.

Björn [01:27:46] Müssen die. Das heißt, es ist schon... So, jetzt haben wir da jemanden, der wiegt... Ja, ich glaube, wir lassen uns mal das Gewicht so machen.

Niclas [01:27:56] Gibst du Gewicht mit Zeitfahrer zusammen an? Ja, ja. Das Colnago ist nicht so leicht. Ja, es ist jetzt auf so einer Strecke nicht so schwierig. Naja, die letzte Rampe sind ja schon 11% kurz. Also es wird auf jeden Fall, ich glaube grundsätzlich die Tour dieses Jahr. Ich war noch nie von meiner Seite aus so aufgeregt oder so gespannt auf diese drei Wochen. Weil ich das dieses Jahr so richtig geil finde, dass Frankreich so einen Top-Fahrer hat. Weil ich finde, man sieht das ja auch immer, man hat es ja auch bei Thibaut Pinot gesehen. Die Franzosen sind halt gehypt. Wenn so ein Fahrer am Start steht, die haben halt Bock. Dann stehen die überall an der Strecke. Die werden für C'est Sax so abgehen. Ja, also ich glaube...

Björn [01:28:50] 19.30? 19.30? 58er Schnitt, 59er Schnitt.

Niclas [01:28:52] 59er Schnitt?

Björn [01:28:53] Ja, wenn die da mit so einem CDA-Wert von, hängst du hinten drin, 58? Ja, wobei das ist ja schon Vierer-mäßig. Ja, es ist ganz schwer zu sagen. Vielleicht ja auch nur 57. Also 20 Minuten. Sagen wir mal 20, irgendwas vielleicht 20 Minuten. 19 bis 19.30. Das wäre genau die Mitte. Ja, deshalb. Gibt es denn nicht schon Leute, die irgendwie Ich habe nicht YouTube durchforstet, keine Ahnung. Oder die Freaks, die was sagen? Ich schaue gerade mal schnell nach.

Niclas [01:29:26] Ich habe nicht geguckt. Ich habe mich heute ein bisschen mit der Strecke beschäftigt. Ich habe schon mal so grob mein Team zusammengebaut. Ich habe auch extra einen Fahrer von Uno X mit reingeholt. Wen denn? Abrahamsen? Nee, leider nicht. Aber Abrahamsen ist halt für die ersten fünf Tage, wird der ja wahrscheinlich auf keine Etappe gehen können. Und da ist dann dafür zu teuer. Ich habe Anders, Anders Haaland-Johansen drin. Okay. Weil er günstig ist. Sorry, Anders.

Björn [01:29:58] Wir sind nämlich nicht Thorstein. Zu teuer. Oder Anton Schamier ist auch zu teuer, ne?

Niclas [01:30:04] Ja, ja. Hier, Torstein ist, ah ne, das ist Tobias, sorry, sorry. Tobias kostet 17. Warte, ich muss nach Teams filtern. Also du hast ja ein gewisses Budget für dein Team, ne? Ja, erklär mal. Achso, also du musst acht Fahrer auswählen. Ich schicke dir einen Einladungslink. Du kannst von allen Fahrern, die es gibt, kannst du acht Fahrer auswählen. Du darfst maximal drei Leader haben, also die sind unterteilt in verschiedene Kategorien. Pogi ist zum Beispiel Leader, Thunderpool ist Allrounder, Healy ist Allrounder, dann gibt es Kletterer, Sprinter. Und aus diesem Budget musst du dann quasi dein Team zusammenbauen. Und dann jeden Tag quasi tippen, wer gewinnt. Dann kriegst du quasi auf den Fahrern einen Bonus. Und es geht nach Bergpunkte bringen Punkte, Sprintpunkte bringen Punkte, GC bringt natürlich am meisten Punkte. Man muss da halt dann ein Team bauen und du darfst über die Tour insgesamt auch achtmal wechseln. Das ist halt auch interessant. Also du baust dir jetzt für den Start der Tour ein anderes Team, wie natürlich irgendwann in der Mitte. Also ich habe jetzt noch nicht so die Top-Kletterfahrer und sowas drin. Ich habe jetzt fünf recht teure Fahrer und dann halt drei sehr günstige Fahrer reingeholt, weil ich halt aber denke, dass die fünf Fahrer in den ersten drei, vier Tagen viele Punkte holen.

Björn [01:31:33] Ja, also ich habe jetzt nochmal nachgeschaut. Essen sind es ja 19,7 Kilometer. Dann haben wir nochmal die Anstiege und das alles. Also wenn wir da... Das ist ja nicht so ein klassisches Team-Zeitfahren, sondern wir brennen die Leute auf.

Niclas [01:31:49] Dadurch wird es halt schon sehr schnell, ne?

Björn [01:31:52] Ja, genau. Also... 56er Schnitt. 21. 21 jetzt nur? Ja.

Niclas [01:31:56] Werden die immer langsamer.

Björn [01:31:58] Ja, ja, ich hatte erstens waren es davor, ich habe mir jetzt die Strecke nochmal genauer angeschaut. Die müssen ja auch bremsen, ne? Die dürfen ja nicht nur geradeaus fahren. Oh nee, warum bremsen die denn? Die wissen doch, wer bremst, verliert. Ja, also ich nehme alles zurück. Ich glaube, wir sind mit einem 56, 57er Schnitt vielleicht. Mit den Kurven da am Ende 56. Vielleicht nur noch 55, wenn wir Pech haben. Mit der Rampe.

Niclas [01:32:29] Also eher Richtung 21, 21, 30. Ja, 21, 21, 30. Dann mache ich, damit das jetzt hier auch transparent ist, 21, 15. Zack. Das ist gut. Jetzt habe ich schon mal einen Vorteil vor Paula, weil die ist schon losgefahren. Die wird das nicht mehr hören. Die kriegt das jetzt nicht mehr mit. Die muss jetzt selbst tippen.

Björn [01:32:52] So, jetzt schauen wir mal. Guck mal, wenn der hinten im Windschatten würde dann noch 5,5 Watt fahren bei einem 55er-Schnitt und bei einem 56er-Schnitt. Uh, da habe ich mich vertippt. So. 5,8 war schon eher ein Brett. 56er Schnitt, 55, 56er Schnitt und die vorne, die haben, boah, ja, fahren halt immer nur so 30 Sekunden Führung, ne? Mit 8 Watt oder sowas.

Niclas [01:33:18] Ich möchte in dieser Besprechung nicht dabei sein. Keine Ahnung, du bist so ein Pollitt und dir wird gesagt, ja, du fährst jetzt auf 8 Watt deine Führung da vorne. Gut, danke.

Björn [01:33:31] Ich muss halt auch noch ins Ziel kommen. Ja, gut, aber das sind 470 Watt. Also ich meine, wenn du 76 Kilowicks, sind das 470. Pollitt hat doch im Interview gesagt, 80, 81 Kilowatt.

Niclas [01:33:45] Ja, ja, ja. Okay, 81.

Björn [01:33:47] Ja gut, dann fährt der Führung auf 500 Watt. Das ist jetzt wirklich nicht so schlimm. Warte, wir müssen ja jetzt auch noch mal 21er CDA werden. Die haben natürlich noch die Berge. Ja, vielleicht sind wir doch schneller.

Niclas [01:34:03] Ach Björn, jetzt mach es hier nicht so schwierig und kompliziert. Komm, wir bleiben bei 21,5. Haben schon 90 Minuten. Ich glaube, wir fahren unter 21. Unter 21?

Björn [01:34:15] Ja. Ich bin mal gespannt.

Niclas [01:34:17] Dann mache ich jetzt 20,50. So. Mit 20,50 legen wir uns fest. Gut. Sogar die Kurve dazwischen. Ja. Da könnten wir jetzt lange noch hin und her machen. Aber wir legen uns jetzt mal auf irgendwie eine 20,50, 20,50.

Björn [01:34:33] Wenn ich die GPX-Datei hätte, könnte ich es besser durchrechnen. Ich habe es jetzt mal mit der Hand gemacht. Das ist nicht so einfach.

Niclas [01:34:42] Okay. Dann sind wir mal, wir sind gespannt auf die nächsten drei Wochen. Es wird definitiv spannend. Ich hoffe, wir können danach sagen, dass es eine geile Tour war. Und dann wünsche ich allen Zuhörern wunderschöne drei Wochen. Viel Spaß beim Tour de France gucken. Genießt es. Ich finde immer, es sind somit die besten drei Wochen in einem Jahr. Also, es macht schon... Ein bisschen stressig, ne? Für dich in dem Fall jetzt stressig?

Björn [01:35:13] Ja, wenn du unten bist, dann melde dich mal, dann können wir dann nochmal irgendwie einen Flammkuchen essen in Belfort oder Melus. Welche Tage bist du jetzt alle unten? Ja, ich bin in Belfort, das ist Etappe 13. 13 und 14 bin ich da. 13 und 14 bist du da? Ja, also jeder, der da ist, darf sich gerne melden und dann können wir zusammen quatschen und vielleicht in Colmar auf dem Marktplatz ein Flammkuchen essen gehen.

Niclas [01:35:44] Alright, haben wir doch einen Plan.

Björn [01:35:47] Geil.

Niclas [01:35:47] Björn, ich wünsche dir noch einen schönen Tag und vielen Dank fürs Zuhören. Ciao, ciao.

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